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Ein schwerer Rückschlag


am 01.02.2014, in der Kategorie Kunst/Kultur, 5 Kommentare
Aufgrund technischer Probleme, die am 27. Dezember 2013 begangen, und bis letzte Woche Samstag andauerten, kam es zu schweren Datenverlusten, die, was meinen Roman angeht, dazu führten, dass es zu einen schwerwiegenden Rückschlag bezüglich Kapitel 6 kam. Anstatt 97 Din-4 bzw. 194 Buchseiten, die das Kapitel zu dem Zeitpunkt beeinhaltete, musste ich von meiner letzten (zugegebenermaßen deutlich zu weit zurückliegenden) Datensicherung zurückgehen, weswegen Kapitel 6 jetzt auf 32 Din-4 bzw. 64 Buchseiten zusammengeschrumpft ist. Dadurch wird sich die Fertigstellung des Kapitels wahrscheinlich um mehrere Monate verzögern. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der Datenverlust behoben werden kann.

Insgesamt umfasst der Roman, nach diesem schweren Rückschlag, 1184 Din-4 bzw. 2368 Buchseiten.
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MAPAMS


am 31.08.2013, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Im letzten Beitrag wurde Brezug genommen auf das militärische Verwaltungs-, Schutz- und Wartungssystem, abgekürzt MAPAMS, das in den Kapitel 5 und 6 eine erhebliche Rolle spielt. Dies ist das Thema dieses Beitrages.

Beschreibung: Bei MAPAMS handelt es sich um eine, im Vergleich zu den übrigen künstlichen Intelligenzen, die im Romanuniversum auftreten hochentwickelte künstliche Intelligenz. Dies wird vor allem dann deutlich, wenn menschliche Charaktere versuchen, mittels einer Sprachsteuerung einen Computer zu einer bestimmten Aktion zu veranlassen. Während 'normale' Computer hier in der Regel explizit angesprochen werden, extrem Formalistische (Computerhaft eben) Eingaben erfordern und ebenfalls monotone und extrem Formalistische Ausgaben geben (was von den meisten als nervtötend empfunden wird, weswegen die Sprachsteuerung eher selten benutzt wird) agiert MAPAMS hier wesentlich natürlicher. wesentlich beachtlicher wird dieser Unterschied noch dadurch, dass dies nichteinmal MAPAMS Hauptfunktion ist, sondern das Programm eigentlich eher dafür vorgesehen ist, abgelegene Außenposten ohne menschliche Besatzung zu verwalten, zu schützen und zu warten. Dennoch ist MAPAMS, wie in meinen Beitrag Wissenschaft und Technik des Romanuniversums (Blog von Taln.Reich) unter Technologie bereits beschrieben, immer noch weit davon entfernt, eine echte Maschinenintelligenz zu sein. MAPAMS agiert im wesentlichen nach dem folgenden vier Direktiven: 1) Autorisiertes Personal ist zu schützen, sofern dies nicht höher autorisierten Personal schadet oder dem Befehl höher autorisierten Personals widerspricht, 2) Befehlen autorisierten Personals ist Folge zu leisten, sofern dieser Befehl dem von höher autorisierten Personal nicht widerspricht oder gegen Direktive 1 verstößt, 3) Nicht-Autorisiertes Personal ist am Eindringen zu hindern, sofern dies nicht gegen die Direktiven 1 und 2 verstößt 4) die Anlagen sind im funktionsfähigen Zustand zu halten, sofern dies nicht gegen die Direktiven 1 und 2 verstößt.

Im folgenden ist zu beachten, das MAPAMS im Kontext des Romanuniversums nicht unumstritten ist. Hauptgrund hierfür ist, dass es im Romanuniversum akzeptierte, interstellare Konventionen gibt, die den Einsatz vollautomatischer Waffensysteme für Kriegszwecke verbieten sollen. Die Direktiven 2) (potenziell) und 3) (unter bestimten Umständen) hingegen (siehe einen Abschnitt weiter oben) ermöglichen einen Verstoß gegen diese Konvention, und viele Einsatzzwecke die MAPAMS im folgenden (siehe unten ) anvertraut werden, verstoßen auf gröbste Art und Weise gegen diese Konvention.

Ursprung: MAPAMS wurde etwa 2813 vom Institut für künstliche Intelligenz der Red Sands-Universität auf Epsilon Eridani e entwickelt, um den Aufwand für Verwaltung Schutz und Wartung für abgelegne Rohstoffförderungsaußenposten des Militärs drastisch zu reduzieren, und dadurch besser für den Kampf mit der terranischen Föderation gerüstet zu sein. Das dabei erstellte Programm wurde dann, im Zuge einer Routinemäßigen Aktualisierung an alle Streitkräfte der Union eridanischer Systeme gefunkt, und erreichte gegen Anfang des Jahres 2827 das Alpha-Centauri-System, wo es seinen größten, wenn auch wenig ruhmreichen, Auftritt hatte.

Schicksal in der EZL: im Zuge des Aufbaus einer Militärraumflottenbasis bei Alpha Centauri testete die erste Interstellare Flotte der Union eridanischer Systeme MAPAMS auf dem am weitesten von der Hauptbasis entfernten Außenposten unter der Aufsicht eines einzelnen Crewman. Anfang wurde MAPAMS dabei äußerst misstrauisch beäugt, da der Test jedoch zur völligen Zufriedenheit aller Ausging, entschied man sich am 23. Juli 2827, MAPAMS für sämtliche Rohstoffförderungsaußenposten dieser Basis einzuführen. In den folgenden Wochen wurde MAPAMS zunehmend in den Betrieb der Basis integriert, bis am 10. August 2827 dem Millitärraumflottengeheimdienst der terranischen Föderation durch einen Spion in den Reihen der Eridaner der Quellcode für MAPAMS in die Hände fiel, in diesem eine Hintertür fand, um die Definition für 'autorisiertes Personal' (Ursprünglich verständlicherweise definiert als Mitglied des eridanischen Militärs) zu verändern, sodass die von MAPAMS gesteuerten Wachroboter anfingen, die eridanischen Truppen anzugreifen (was noch zusätzlich dadurch erschwert werden, das Permanent neue Wachroboter nachproduziert, und zur besseren Widerstandsfähigkeit gegen die von den Eridanern benutzten Waffensysteme angepasst werden). Dies war im Kern der sogenante 'MAPAMS'-Konflikt, der mit hoher Intensität tobte, bis durch ein massives orbitales Bombardement der Computer, aufdem das MAPAMS Programm zu dem Zeitpunkt lief erfolgreich zerstört wurde. Die Verwüstung infolge dieses intensiven Konfliktes kostete tausende Opfer, und warf den eridanischen Basisaufbau erheblich zurück, weswegen MAPAMS von allen Einheiten außer Betrieb gesetzt wurde, sobald sie die Nachricht von diesem Vorfall erreichte. Dies belastete die Union eridanischer Systeme bedeutend, was einer der Hauptgründe dafür ist, dass die terranischer Offensive gegen Epsilon Eridani 2840 nicht sofort in sich zusammenfiel.

An einen unbekannten Zeitpunkt zwischen dem 29. und 32. Jahrhundert wurde eine überholte Version des MAPAMS-Programmes, die die Sicherheitslücke die in der ersten Version für diese Katastrophe sorgte eliminierte, das MAPAMS Mark II, entwickelt, die jedoch offenbar nicht zufriedenstellend war.

Mitte des 32. Jahrhunderts wurde bei der Aufgabe des Alpha-Centauri-Stützpunktes, die aufgrund der veränderten interstellaren Lage, die diesen Stützpunkt nicht länger sinnvoll machte, von der Föderation der vereinigten Menschheit der Stützpunkt einem MAPAMS Mark III-Modell (bei dem die aggressive 3. Direktive erheblich abgeschwächt worden war, und stattdessen mehr Gewicht auf die vierte gelegt wurde) übergeben, um, im Falle des Falls, den Stützpunkt schnell reaktivieren zu können. Dieser Fall tratt jedoch niemals ein, sodass der Stützpunkt noch mehrere Jahrtausende lang, bis die Struvaner (vergl. Im der Romanreihe vorkommende Alien-Spezies (Blog von Taln.Reich) ) eine Expedition nach Alpha-Centuari starteten, und dabei diesen Stützpunkt vorfanden, im voll funktionsfähigen Zustand erhalten blieb.

Schicksaal in der TZL: die erste Interstellare Flotte der Union eridanischer Systeme, in der TZL wesentlich angeschlagener durch den für sie (in dieser Zeitlinie) ungünstigeren Kriegsverlauf, adaptieren nahezu sofort nach dem sie diese Aktualisierung erhalten MAPAMS für die Ressourcenförderung, weil das ihr einziger Weg ist, ihren Stützpunkt überleben zu lassen. Nach dem ein, in seiner Stärke eigentlich geringer, aber für die Eridaner verheerender, Überraschungsangriff der terranischen Streitkräfte ihnen jeddoch ihre Wehrlosigkeit vor Augen hielt, sehen sich die Eridaner gezwungen, das Programm für aggressivere Zwecke zu adaptieren. Somit funktionieren sie MAPAMS dazu um, eine automatisierte Streitmacht aufzubauen, was jeddoch verheerend fehlschlägt, als es den Terranern auch hier gelingt, eine Hintertür im Quellcode zu finden. Infolgedessen verlieren die Eridaner ihren Alpha-Centauri-Stützpunkt, und die übrig gebliebenen Teile der erstem Interstellaren Flotte der Union eridanischer Systeme sehen sich gezwungen, sich den Terranern zu ergeben.

Weil der ungünstigere Kriegsverlauf dieser Zeitlinie die Union eridanischer Systeme im allgemeinen schwer getroffen hat, haben sie nicht die Reserven, um es sich leisten zu können alle MAPAMS-Einheiten außer Betrieb zu nehmen. Stattdessen wird, eher schlecht als Recht, versucht, diese Sicherheitslücke zu stopfen. Dadurch wurde jedoch, unbemerkt, eine neue geschaffen, deren Ausnutzung durch die Terraner eine wesentliche Rolle beim Erfolg der terranischen Offensive gegen Epsilon Eridani spielte.

Weitere MAPAMS-Versionen erschienen in der TZL nicht, da die terranische Föderation in dem kurzen Frieden zwischen dem Ende des terranisch-eridanischen Krieges und dem Beginn der Cygnischen Invasion nicht in der Lage war, sich von den Verheerungen des ersten Krieges zu erholen, um die Mittel für eine Neuentwicklung von MAPAMS aufzubringen, und sie befürchteten, das ein eventueller Feind ähnlich wie sie die Sicherheitsprobleme dieses Computersystems gegen sie verwenden könnte. Der Rückfall in die Barbarei im Zuge der tausendjährigen Anomie nach dem Fall des Cygnischen Imperiums machte schließlich jede Weiterentwicklung unmöglich.



Diese Woche stehe ich bei 28 Din-4 bzw 56 Buchseiten für Kapitel 6, also 1180 Din-4-Seiten bzw. 2360 Buchseiten für den Gesamtroman. Da ich bei meinen letzten Beitrag gerade erst mit Kapitel 5 abgeschlossen hatte, stellt der gegenwärtige Stand bezüglich Kapitel 6 auch den Fortschritt gegenüber letzten Beitrag da. Auf die Woche heruntergerechnet wären das gerade mal 2 Din-4 bzw. 4 Buchseiten, was ein ziemlich lausiges Wachstum ist.
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Die Schlacht von Alpha-Centauri (EZL)


am 25.05.2013, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Mit einer Woche Verzögerung (weswegen letzte Woche kein Blogeintrag kam - es waren doch noch mehr Seiten zu schreiben, als ich dachte) kann ich nun endlich die Fertigstellung von Kapitel 5 verkünden. Dieses handelt von der Schlacht von Alpha Centauri in der EZL, und spielt im Zeitraum vom 20. Juni 2827 bis zum 24. August 2827.

Damit wurde ein weiterer Schritt in der Fertigstellung meines Romans getan, fünf Kapitel werden noch folgen.

Im allgemeinen kann man sagen, dass dieses Kapitel, im Vergleich zu den Kapitel 1 und 3, die zeitlich vorher spielen, und vorraussichtlich auch im Vergleich zum Kapitel 7, dass zeitlich nachher spielt, seinen Schwerpunkt weit weniger auf die Kämpfe und die daraus resultierenden schockartigen Charackterentwicklungen legt, sondern eher auf die allmähliche Charackterentwicklung, indem den Charackteren Zeit gegeben wird, über das vorher passierte nachzudenken, und mit den anderen, vorher eingeführten Charackteren zu interagieren.

( vor Lesen der Inhaltsangabe empfihlt es sich, diesen Eintrag zuerst zu Lesen: Die wichtigsten Characktere des Romans (Blog von Taln.Reich), um einen groben Überblick über die beteiligten Personen zu gewinnen)

Inhaltsangabe: Nachdem die Terraner bei Tau-Ceti eine schwere Niederlage hatten hinnehmen müssen, floh ein terranischer Kreuzer mit den terranischen Protagonisten, verfolgt von einem eridanischen Schlachtschiff mit den eridanischen Protagonisten an Bord, nach Alpha Centauri ( siehe Die Schlacht von Tau-ceti (EZL) (Blog von Taln.Reich) ). Bei der Ankunft haben beide Seiten ihre Vorräte an Antimaterie, die von beiden Seiten als Treibstoff verwendet wird ( siehe Wissenschaft und Technik des Romanuniversums (Blog von Taln.Reich) ) erschöpft. Um ihre Raumschiffe wieder in vollfunktionsfähigen Zustand zu versetzen, müssen nun beide ihre Reserven wieder auffüllen, weswegen beide anfangen jeweils einen Stützpunkt mit einer Antimaterieproduktionsanlage auf jeweils einen Planetoiden dieses Systems aufzubauen, die Terraner auf Alpha Centauri A b, die Eridaner auf Alpha Centauri B c (ursprünglich Alpha Centauri B b, aufgrund der Entdeckung von Wikipedia: Alpha_Centauri_Bb war eine Umbennung erforderlich, und ich rechne damit, dass bei der Endaufbereitung zusätzliche Anpassungen betreffend der astronomischen Gegebenheiten in diesem System erforderlich sind).

Diese reine Aufbauphase dauert etwa einen Monat, in dem die Characktere relativ viel Zeit haben, sich zu entwickeln:
Protagonist Nr. 1 entwickelt eine neue, stärkere Verbindung zu einer ihm altbekannten Freundin, die schon in Kapitel 3 eingeführt wurde. Allerdings wird diese Verbindung in den späteren Ereignissen dieses Kapitels, in denen Protagonist Nr. 1 unter gehörigen Druck gerät, auf die Probe gestellt.
Protagonist Nr.2 entwickelt sich zunehmend zu einer fähigen und zu großer Eigeninitiative fähige Schiffskommandantin, besonders im späteren Teil deieses Kapitels, in denen die eigentliche Kommandantin des eridanischen Schiffes, die altbekannte Freundin von Protagonist Nr. 1 mit anderen Dingen beschäftigt ist. Auch auf der persönlichen Ebene tut sich so einiges, aber abgesehen von einer Freundin (eingeführt in Kapitel 3), die aber bei Alpha-Centauri zurückbleibt, und damit im folgenden Verlauf fehlen wird, ist nichts davon ernsthaft.
Protagonist Nr. 3 entwickelt eine, wenn auch aufgrund des Rangunterschiedes schwierige Liebesbeziehung zu der Freundin von Protagonist Nr. 2. Als sie jedoch aufgrund ungünstiger Umstände getrennt werden, verlischt diese Beziehung, besonders da sie da bleiben möchte, während Protagonist Nr. 3 weiter, zurück nach Hause, möchte. Dieses "zurück nach Hause wollen" behält Protagonist Nr. 3 auch trotz der deutlichen Vorraussicht auf den massiven Kulturschock, den Protagonist Nr. 3 bei der Rückkehr erleben wird, bei. Außerdem baut Protagonist Nr. 3 eine freundschaftliche Verbindung zu einem, bereits in Kapitel 1 eingeführten Nebencharackter auf, der jeddoch im MAPAMS-Vorfall (siehe später) so schwer verwundet wird, das er aus dem Dienst in der Raumflotte aussteigen muss. Zudem entwickelt sich Protagonist Nr. 3, nach dem katastrophalen Ereignissen aus Kapitel 3, doch noch zu einem fähigen Anführer.
Bei Protagonist Nr. 4 passiert eigentlich nicht viel. Er ist lediglich zunehmend irritiert von der Paranoia im sonstigen terranischen Führungsstab sowie vom fast schon Wahnhaften Fanatismus in den sich Protagonist Nr. 5 hineinsteigert. Auch sieht er sich zunehmend unter Druck, die moralischen Prinzipien der terranischen Föderation, an die er fest glaubt, angesichts der verheerenden Niederlagen der Vergangenen zwei Kapitel aufzugeben.
Protagonist Nr. 5 wird, nach den Ereignissen der Kapitel 1 und 3, besonders dem Verlust seiner Geliebten in Kapitel 3, immer extremer in seinem Hass auf die Eridaner. Durch diesen wird er zunehmend von all seinen Freunden und Kollegen isoliert, was ihn jedoch nicht zum einlenken bringt. Stattdessen zeigt er, gerade im MAPAMS-Vorfall, zunehmend Größenwahn und Völkermordphantasien an den Eridanern. Das er am Ende des Kapitels selbst für das Scheitern der terranischen Pläne bei Alpha-Centauri verantwortlich ist, trifft ihn extrem schwer, und wird massgeblich sein für seine weitere Entwicklung (d.h. Verschlimmerung seines Wahns) in den folgenden beiden in der EZL angesiedelten Kapiteln. (als Gegenstück zum Protagonisten Nr. 5. in der TZL, der eine völlig gegensätzliche Entwicklung erlebt.)
Protagonist Nr. 6 wird, in der Aufbauphase, von einem Saddistischen Elitesoldaten (dessen Gegenstück in der TZL bereits in Kapitel 4 in ähnlicher Rolle vorkam, und dort auch nicht viel Freundlicher ist) seinerseits hochtrainiert, gemeinsam mit einigen übrigen Soldaten. Der Hass wird besonders stark, als Protagonist Nr. 6, der Elitesoldat und zwei ältere Bekannte von Protagonist Nr. 6 in einer absurd engen, von Protagonist Nr. 5 ausgedachten Black-Sky-Modifikation auf eine Mission zur eridanischen Basis geschickt werden.

Nach der Aufbauphase wird eine von Protagonist Nr. 5 und seinem Vorgesetzten entwickelte, modifizierte Black Sky (siehe Raumschiffe des Romanuniversums (Blog von Taln.Reich) , unterpunkt TMSC Black Sky) mit Protagonist Nr. 6 und drei weiteren Soldaten auf eine Sabotagemission zum eridanischen Planetoiden gesandt. Aufgrund der ziemlich geringen Beschleunigung, zu der dieser Raumschiffstyp fähig ist, dauert der Flug, auf dem sich alle An Bord aufgrund der Enge gegenseitig in den Wahnsinn treiben, ziemlich lange, sie kommt erst am 10. August an.(Zeitgleich starten die Eridaner eine ähnlich geartete Mission mit einen von ihnen entwickelten getarnten Raumschiff. da sie jedoch infiltriert sind - eines der gesandten Einheitsmitglieder ist selber ein terranischer Agent - haben die Terraner keine großen Probleme damit, dieses aufzuspüren.)

Die Eridaner führen, nach ihrem Abschluss der Aufbauphase, ein neues System ein, eine künstliche Intelligenz mit dem Auftrag, die eher peripher gelegenen Teile ihres Stützpunktes zu Schützen, instand zu halten und zu verwalten, das sogenante militärische Verwaltungs-, Schutz- und Wartungssystem, abgekürzt MAPAMS, dessen Direlktiven lauten, "autorisiertes Personal" (definiert als Mitglied der eridanischen Raumflotte) zu schützen, dessen Befehlen Folge zu leisten und die dem System anvertrauten Stützpunktteile zu schützen, warten und zu verwalten und alle Eoindringlinge, die nicht der Definition von "autorisierten Personal" entsprechen zu bekämpfen. Von diesem erfährt man zuerst durch die Augen von Protagonist Nr. 3, der auf einer Suche einen dieser peripher gelegenen Teile, wo dieses System erstmals getestet wird, betritt. Protagonist Nr. 3, von diesem System extrem irritiert, flieht angstvoll, realisiert aber während dieser Flucht die Lächerlichkeit dieser Angst, da es sich ja schließlich nur um ein Computersystem handelt. Im folgenden wird MAPAMS in immer größerem Maße von den Eridanern adaptiert, und für den gesamten peripheren Teil ihres Stützpunktes eingeführt, und als Gegenspieler in Gefechtsübungen angewendet. Und bis zum MAPAMS-Vorfall erweist sich MAPAMS auch durchaus als Vertrauenverdienende technische Neuerung, auch wenn die Tatsache, das MAPAMS selbst Kampfroboter steuert (etwas, was im Romanuniversum nach interstellaren Verträgen streng verboten ist) einige Bedenken bereitet.

Indes scheitert, neben der eridanischen Sabotagemission, die aufgrund des Infiltrators praktisch sofort nach der Ankunft bei der terranischen Basis scheitert (wodurch den Terranern eine Kopie des MAPAMS-Programmes in die Hände fällt), auch die terranische Sabotagemission blamabel, aufgrund familiärer Bindung zwischen dem Elitesoldaten und dem Freund von Protagonist Nr. 3 (laange Geschichte). Beide Sabotagekommandos werden gefangen genommen, wobei Terraner und Eridaner einen Gefangenaustausch der beiden Kommandos vereinbahren.

Darauf gelingt es Protagonist Nr. 5, durch die Untersuchung des den Terranern in die Hände gefallenen MAPAMS-Programmes, einen Weg zu finden, MAPAMS` Definition von "autorisierten Personal" zu verändern. Dies war, bereits seit die Terraner von MAPAMS Existenz erfuhren, geplant, und wird sofort umgesetzt. Die Auswirkungen dieser Aktion zeigen sich bei den Eridanern erst allmählich. Zuerst hören die MAPAMS unterstehenden Stützpunktteile auf, ihre Funktion zu erfüllen. Eine technische Fehlfunktion vermutend, werden von den Eridanern zuerst nur Techniker-Teams geschickt, die jedoch von MAPAMS als Eindringlinge identifiziert und eleminiert werden. Eine terranische Infiltration vermutend, wird daraufhin eine Kompanie, angeführt von Protagonist Nr. 3, zum Epizentrum der "Fehlfunktion" (der Station, in der der Computer mit MAPAMS steht) gesandt, diese stößt jedoch seitens MAPAMS Kampfroboter auf heftigen Widerstand (zwar wird diese spezielle Station eingenommen, allerdings verlagert sich MAPAMS daraufhin zu einer anderen). In der Folge werden mehr und mehr Bodentruppen mobilisiert und in den Kampf geschickt, doch gegen die schnellersetzbaren, und stetig effektiver werdenden Kampfroboter kommen diese nicht an. Protagonist Nr. 5, beeindruckt von MAPAMS Effektivität, träumt deswegen schon von der völligen Vernichtung des eridanischen Volkes durch Horden automatisierter Kampfsysteme, und arrangiert die Bildung einer Entwicklungsgruppe dafür, die ihm allerdings (da diese nur das eridanische Militär bekämpfen möchte) zuviel Rücksicht auf die eridanischen Zivilisten nimmt. Die Eridaner indes, zunehmend entsetzt von der Wirkungslosigkeit ihrer Bemühungen, gehen dazu über, von ihrem Raumschiff aus Antimateriebomben gegen die MAPAMS-kontrollierten Außenposten einzusetzen, was MAPAMS wiederrum mit Gegenmaßnahmen kontert. Letztlich aber, nachdem die Hälfte der Stationen zerstört wurde, und es kurz davor steht, dass MAPAMS Gegenmaßnahmen zu stark wären, um noch überwunden zu werden, trifft eine der Antimateriebomben die Station in der auch der Computer mit MAPAMS ist, ohne das MAPAMS genug Zeit für seine Verlagerung gehabt hätte. Ohne MAPAMS Koordinaten schaffen es die Eridaner, die Kampfroboter niederzuringen. Allerdings ist der Preis dafür hoch, der eridanische Stützpunkt ist schwer beschädigt, Zehntausende Soldaten wurden verloren, und die Antimaterie reicht bei weitem nicht für einen interstellaren Flug nach Hause, nach Epsilon-Eridani.

Daher fassen die Eridaner nach der Lösung der unmittelbaren Notfälle und den Beginn des Wiederaufbaus den Plan, ähnlich wie die TMSC Belgrad (vergleiche Die Reise der TMSC Belgrad, Teil I : Der Belgrad-Vorfall (1/2) (Blog von Taln.Reich) ) mittels einer Antimateriekatalysierten Kernfusion die Reise zu waagen. Dafür müsste jedoch das Antriebskontrollprogramm erheblich umgeschrieben werden, was, nachdem nach kurzer Zeit der Versuch es Manuell umzuschreiben aufgegeben wurde, mittels einer eigenes dazu befohlenen version von MAPAMS erledigt wird, trotz Bedenken, da die Eridaner nicht genau wissen, dass die Terraner hinter dem MAPAMS-Vorfall stehen, auch wenn der Gedanke, dass es sich um eine echte Maschinenrebellion gehandelt habe, stets mit dem Verweis, das so etwas ja nur in schlechter Science-Fiction vorkäme, für Lächerlich gehalten wird. Indes nutzen auch die Terraner, insbesondere Protagonist Nr.5, das MAPAMS-Programm für ihre eigenen Zwecke, zum einen für die Entwicklung eines Angriffsprogrammes, das das eridanische Raumschiff lahm legen soll, und zum anderen (seitens Protagonist Nr. 5 im Geheimen) zur Entwicklung einer ganzen Bandbreite vollautomatischer Waffensysteme. Das Angriffsprogramm soll über den Gefangenenaustausch, der vor dem Raumgefecht stattfinden soll, mittels des Infiltrators in das eridanische Computersystem eingeschmuggelt werden. Allerdings findet Protagonist Nr. 5 erneut, dass das offizielle Angriffsprogramm zu "Weich" sei, und tauscht es aus gegen seine Eigenentwicklung, der jedoch (aufgrund von protagonist Nr.5`s Inkompetenz) wichtige maßnahmen gegen die Entdeckung seitens der Eridaner fehlen.

Als die Terraner am 18. August genug Antimaterie an Bord genommen haben, starten sie ihre Offensive, zum einen, indem sie Kurs auf den eridanischen Planetoiden nehmen, zum anderen über einen massiven Angriff mit Computerviren, wovon eines, aufgrund der Massivität des Angriffes und der Erschöpfung der Eridaner, die Sicherheitssysteme durchdringt, und schwere Schäden anrichtet. Als es jedoch am 24. zur Begegnung kommt, haben die Eridaner diese schweren Schäden jedoch wieder beseitigt, und als der Infiltrator versucht das vertauschte Angriffsprogramm in das eridanische Computersystem zu laden, wird er aufgrund der Vertauschung von den Eridanern rechtzeitig entdecvkt, das Programm eliminiert und der Infiltrator Gefangen genommen. Da das Angriffsprogramm somit nicht tätig wurde, wird der terranische Kreuzer vom waffenmäßig deutlich überlegenen eridanischen Schlachtschiff niedergemacht, und die Terraner müssen kapitulieren, und das Alpha-Centauri-System den Eridanern übergeben. Während die Eridaner feiern, und den terranern großzügig den Weiterflug erlauben, erleidet Protagonist Nr. 5 aufgrund der Tatsache, das er für diese Niederlage verantwortlich ist, einen Nervenzusammenbruch. Indes wird der, von den Eridanern festgenommene Infiltrator von ihnen erfolgreich davon überzeugt, in Zukunft für die Eridaner zu arbeiten.


das fünfte Kapitel besteht aus 165 Din-4 bzw. 330 Buchseiten, damit beträgt die Gesamtlänge des Romans 1152 Din-4 bzw. 2304 Buchseiten. Dies wäre, auf zwei Wochen verteilt, ein Wachstum von 54 Buch- bzw. 27 Din-4 Seiten, also 13,5 Din-4 bzw. 27 Buchseiten pro Woche, was ein ziemlich gutes Wachstum ist. Aufgrund technischer Probleme (der Laptop, auf dem ich den Roman schreibe, ist irreperabel beschädigt, und der Ersatz muss erst eingerichtet werden) wird heute jedoch kein Schreibtag stattfinden, sodass nächste Woche an dieser Stelle kein Blogbeitrag erscheint.
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Ein Blick hinter die Kulissen II: die Entsehung des Romans


am 11.05.2013, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Wie bereits im ersten Teil von "Ein Blick hinter die Kulissen" ( siehe Ein Blick hinter die Kulissen I: Die Struktur des Romans. (Blog von Taln.Reich) ) versprochen hatte, folgt ein Blick hinter die Art und Weise, wie der Roman entsteht. Das ist das Thema des dieswöchigen Beitrages.

Schreibreihenfolge und chronologie der Ereignisse:
Im Allgemeinen folgt der Schreibprozess innerhalb eines Kapitels (vergl. die Erläuterungen zur horizontalen Struktur in "Ein Blick hinter die Kulissen I" ) der chronologischen Reihenfolge, d.h. was später geschrieben wird, passiert in der Regel auch später. Dies kann man natürlich nicht als Regel nehmen. Gerade in "Handlungsstrangballungen", wenn also sehr viele Ereignisse in sehr kurzer Zeit passieren, lasse ich es gerne Vaage, ob die Ereignisse, die von einem Protagonisten erlebt werden, vor- oder nachdenen geschehen, die ein anderer Protagonist, dessen Perspektive vorher oder nachher geschildert wird, geschehen. In Einzefällen kann es auch, wenn es sich dramaturgisch anbietet, umgekehrt sein, und man erfährt erst nachdem man ein Ereigniss aus der Sicht eines Protagonisten geschildert bekommen hat, dass dieses Ereigniss von einem anderen Protagonisten verursacht wurde.

Eine weitere Abweichung von der rein linearen Chronologie ergibt sich ebenfalls, wenn ein Protagonist sehr weit von den Ereignissen, die gerade im aktuellen Ereignisbogen geschildert werden, entfernt ist. Den in dem Fall würde die Lichtlaufzeit - die ja im Kontext des Romanuniversums durchauds existiert - dazu führen, dass dieser Protagonist erst Stunden oder gar Tage (das es dabei nicht auf Jahre kommt, liegt daran, dass ich es stets so drehe, dass die Protagonisten sich noch im selben Planetensystem befinden. Sonst würde es schlichtweg zulange dauern, bis die Handlungen eines Protagonisten sich auf die anderen ausgewirkt haben.) nach dem Ereignis von eben diesem erfährt. Da dies jedoch in der Regel dramaturgisch unpraktisch ist, tue ich im Bezug auf die Schreibreihenfolge einfach so, als würde der Protagonist zeitgleich mit den Ereignissen von eben diesen erfahren.

Schreibzeiten:
Im Prinzip habe ich im Laufe des bisherigen Schreibprozesses zwei verschiedene Modelle probiert, um im Bezug auf den Roman vorranzumkommen:
"Jeden Tag ein Bisschen"-Prinzip: Dieses Prinzip bedeutet im Grunde, dass ich versuche, jeden Tag ein bis zwei Stunden Zeit zu finden, um weiterzuschreiben. Dabei kamen jeden Tag so etwa eine halbe bis eine Seite herum. Dieses Prinzip verfolgte ich vor allem in der Anfangsphase des Romans.

Vorteile: Der Große Vorteil dieses Prinzips war, das ich stets eingearbeitet blieb, da die Pausen zwischen den Schreibphasen kurz waren. Dies machte es mir beträchtlich leichter, mich jeden Tag aufs neue in das Romanuniversum hineinzuversetzen.

Nachteile: Da ich jedoch beim Schreiben einige Zeit brauche, um richtig in Fahrt zu kommen, und inspiriert Seite und Seite zu schreiben. Diese "Zeit, um in Fahrt zu kommen" ist dabei in der Regel länger, als die ein bis zwei Stunden, die ich in diesem Prinzip zusammenkratzen kann. dadurch blieb das Wachstum eher beschränkt.

Schreibtags-Prinzip: "Schreibtag" bedeutet, dass, im Gegensatz zum "jeden Tag ein bisschen"-Ansatz ganze Tage freigeräumt, und primär dem Schreiben des Romans gewidmet werden, ich also, dass ich, im Optimum, vom Morgen oder frühen Mittag an bis zum Abend durchschreibe (inzwischen hat es sich mehr oder weniger darauf eingependelt, dass ich um etwa 11:30 anfange, und gegen 20:00 aufhöre) . Der erste Schreibtag im Zuge meiner Fertigstellung des Romans erfolgte am Montag auf dem 5.03.2011, seine Glanzzeit erreichte der Schreibtag in der ersten Septemberwoche 2011 ( siehe den damaligen Bericht mein letzter Eintrag (Blog von Taln.Reich) ), als ich in nur einer einzigen Woche 60 Din-4-Seiten schrieb (weil ich in der damaligen Zeit eine ganze Woche lang einen Schreibtag nach dem anderen einlegen konnte - die gute alte Zeit eben). Heutzutage ist es mein Primäres Prinzip, nachdem ich meine Schreibzeiten organisiere, wobei üblicherweise der Samstag zum Schreibtag wird. Ihr dürft mir also für heute viel Erfolg wünschen ;)

Vorteile: Da ich mir den ganzen Tag Zeit genommen habe, um zu schreiben, habe ich auch genug Zeit, um so richtig in Fahrt zu kommen, und inspiriert an einem Tag ein Dutzend Seiten zu schreiben, was ein relativ hohes Wachstum bedeutet. Außerdem habe ich so die Zeit, um in einen relativ kruzen Zeitraum einen ganzen Ereignissbogen abzuhandeln, was der Kontinuität sehr hilfreich ist.

Nachteile: ein derartig großer Block an "unproduktiver Zeit" fällt, besonders in den Stressigen Zeiten meines Studiums, schnell anderen Tätigkeiten zum Opfer, sodass der Roman in der Zeit dann brach liegt. Dies war zum Beispiel in der Zeit zwischen 1. September 2012 und dem 27. April 2013 der Fall, als mich das Wintersemester in Atem hielt, und teilweise zwischen den Schreibtagen Monate lagen, in denen ich absolut nichts zum Roman hinzugefügt habe. Dies widerrum erschwert die Arbeit an den Schreibtagen, die ich dann trotzdem noch frei machen kann, mich immer erst wieder langwierig in die Handlung einarbeiten muss.


ich hoffe, euch hat dieser Blick hinter die Kulissen gefallen, und ihr werdet auch weiterhin interessiert meinen Blog verfolgen.

Diese Woche stehe ich bei 138 Din-4-Seiten bzw. 276 Buchseiten für Kapitel 5, also 1125 Din-4-Seiten bzw. 2250 Buchseiten für den Gesamtroman. Damit beträgt das wachstum des Romans 8 Din-4 bzw. 16 Buchseiten, was ein durchschnittlich gutes Wachstum ist. Ich hoffe, beim heutigen Schreibtag mit Kapitel 5 abschließen zu können, sodass ich euch nächste Woche an dieser Stelle von der Handlung dieses Kapitels berichten kann.
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Das dritte Jahr


am 04.05.2013, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Mit einen Monat Verzögerung ziehe ich heute die Billanz für das dritte Jahr, seitdem ich anfing, den Roman zu schreiben. Leider war dieses dritte Jahr ein eher Mageres, ich hatte selten Zeit zum Schreiben, und wenn ich einen Schreibtag einlegen konnte, fiel mir häufig wenig ein, so dass die Fortschritte nur gering waren. Diese Umstände schlagen sich bereits in bloßen Zahlen nieder.

Im April letzten Jahres, am zweiten Jahrestag, betrug die Länge des Gesamtromans 1000 Din-4 bzw. 2000 Buchseiten (siehe Das zweite Jahr (Blog von Taln.Reich) ) , heute beträgt sie 1117 Din-4 bzw. 2234 Buchseiten. Das heißt, dass ich in den 13 Monaten seit dem zweiten Jahrestag nur ein durchschnittliches Wachstum von 0,3 Din-4 bzw. 0,6 Buchseiten erzielt habe, 8 Mal weniger als im zweiten Jahr.

Dies bedeutet leider auch, dass meine kühne Prognose davon, den Roman schon bald fertigzustellen (genau genommen verhieß die Prognose vom letzten Jahrestag sogar eine Fertigstellung jetzt) weitab von der Realität ist. Es wird wahrscheinlich eher noch Jahre dauern, bis sich die Fertigstellung nähert.

Doch es war auch nicht alles schlecht in diesem Jahr. Trotz der widrigen Umstände gelang es mir, letzte Woche den letzten Teil der Kurzgeschichte "Die Reise der TMSC Belgrad" hier in diesem Blog zu veröffentlich. Ich hoffe, die Kurzgeschichte hat euch gefallen.

Mit freundlichem Gruß,

Taln Reich.

Und hier noch der Vergleich zur Vorwoche: bedauernswerter Weise erzielte ich, im Vergleich zu letzter Woche, nich eine einzige Seite Fortschritt. Doch ich hoffe, im Verlaufe des heutigen Schreibtages endlich mal wieder einen großen Sprung nach vorne zu erzielen.
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Die Reise der TMSC Belgrad Teil 4: Ankunft am Ende des Beginns


am 27.04.2013, in der Kategorie Kunst/Kultur, 4 Kommentare
Ich fürchte, ich muss mich erneut dafür entschuldigen, dass es solange dauerte, bis ihr wieder einen Beitrag von mir lesen konntet. Grund dafür ist zu einem gewissen Teil, dass ich, aufgrund meines laufenden Physikstudiums, nicht viel Zeit dafür hatte, diese letzte Fortsetzung der TMSC Belgrad-Reihe zu schreiben. Aber nun ist es vollbracht, und die Saga findet ihr Ende. Ich hoffe, sie hat euch gefallen.

Personenliste: "Die Reise der TMSC Belgrad" - Personenliste (Blog von Taln.Reich)

Was bisher geschah: Die Reise der TMSC Belgrad, Teil I : Der Belgrad-Vorfall (1/2) (Blog von Taln.Reich)

Die Reise der TMSC Belgrad Teil 1: Der Belgrad-Vorfall (Teil 2/2) (Blog von Taln.Reich)

Die Reise der TMSC Belgrad Teil 2: Die Reise ins Nichts (Blog von Taln.Reich)

Die Reise der TMSC Belgrad Teil 3: der erste Kontakt (Blog von Taln.Reich)

... Fortsetzung:

3896, TMSC Belgrad, nahe der Thomas-Finney-Dyson-Spähre

Francois kam zu Besuch in das Exobiologie-Labor. "Und, schon irgendeine Vorstellung von unseren neuen Alien-Freunden, John?" John blickte auf von dem Hologramm zur vergleichenden Analyse zwischen aforanischer, struvanischer und menschlicher Zellchemie. "Nein, wie den auch ohne Fakten? Ich meine, ich habe in den über 23 Jahren seit unserem ersten Kontakt mit den Afori genug über Exobiologie gelernt, dass ich selbst in der menschlichen Hegemonie nicht nur unterrichten könnte, sondern einer der größten Experten wäre. Aber auch ich brauche irgendwelche Fakten, um zu spekulieren. Und so begeistert und begabt Jeremy auch sein mag, er kann auch keine Fakten aus dem Nichts zaubern." "Ja, ja, ja." sagte Francois beschwichtigend. "Ich hab ja verstanden, aber die Aliens wollen wohl nicht, dass wir wissen, wie sie aussehen." "Ich würde dich bitten, sie in Zukunft als 'die Älteren' zu bezeichnen, dass ist der Name, den ich ausgesucht habe. Erschien mir passend." "Also gut, heißen die eben 'die Älteren'. Fakt ist aber, dass wir morgen bei deren Dyson-Spähre halten, und wir nicht den blassesten Schimmer von ihnen haben. Ich meine, die Afori haben uns damals zwar Angst gemacht, aber wir wussten wenigstens, womit wir es zu tun hatten. Und das finde ich besorgniserregend." Es folgte ein kurzes Schweigen. "Und, wie läuft es in der Schiffspolitik?" wollte John wissen. "Jean ist immer noch sauer auf mich, auch nach all den Jahren." "Komisch, dabei warst gar nicht du es, der damals bei der Abstimmung den Ausschlag gab, sondern die erwachsenen Kinder, die die Belgrad als ihre Heimat betrachteten." John merkte an "Ich gebe zu, ich hätte damals auch noch nicht gedacht, dass es schon soviele waren. Außerdem" setzte John fort "hättest du mehr Grund, sauer auf ihn zu sein, wenn ich seine Reaktion von damals bedenke." Francois fuhr sich mit den Fingern über die, nie ganz gerade verheilte, Nase. "Damit hast du zwar Recht, aber so stehen die Dinge nunmal."

Heute war der große Tag, heute würden sie neben der Dyson-Sphäre halten und vielleicht Aliens treffen, die so hoch entwickelt waren, dass es das menschliche Vorstellungsvermögen sprengte. Und John Evans, Chef-Exobiologe der TMSC Belgrad, des Schiffes, das diesen Kontakt herstellen würde - mistete seinen Holoprojektor aus. Zwar zeigte der erst seit wenigen Wochen erste Anzeichen von Senilität (das diese Eingetreten war, wunderte John nicht, schließlich war er bereits beim vierten Pad und hatte jedesmal, wenn ein Pad voll gewesen war, dessen Speicher zum Holoprojektor transferiert), aber John wollte ihn so lange wie möglich nutzen können (schließlich dauerte es mit den Uralt-Replikatoren der Belgrad Stunden einen neuen zu produzieren), ganz abgesehen davon das John sich für die Kontaktaufnahme 100%ig auf seinen Holoprojektor verlassen können musste. John kam zu den tiefsten Speicherschichten, den, was auf Johns erstem Pad gespeichert worden war, bevor seine Reise begonnen hatte. Und dabei fand John etwas, dass er schon vergessen hatte. Ein Photo mit Susanne und ihm fröhlich lächeln, mit Vanessa im Vordergrund. Und zum ersten mal seit Jahren dachte zum ersten mal seit Jahren wieder an sein altes leben (Die Holomails hatte er, ohne nachdenken zu müssen, in den 'Behalten'-Ordner verschoben). Hatte er Susanne verraten, als er dafür gestimmt hatte, die Reise fortzusetzen? Nein, sagte er sich. Ob er 300 oder 1000 Jahre nach ihrem Tod zurückkehrte, welche Rolle spielte das? Hatte John aufgehört, Susanne zu lieben? Nein, er hatte sein Versprechen nicht gebrochen. Er hatte zwar lange nicht mehr ans sie gedacht, aber nie aufgehört, sie zu lieben. John flücsterte noch ein letztes mal "ich werde dich immer lieben" und verschob das Photo in den 'Behalten'-Ordner. Dann musste er daran denken, wie er sie damals kennen gelernt hatte. Es war während der Aufnahmeprüfung der Raumfahrtakademie gewesen, Susanne atte auf den Stuhl direkt neben John gesessen, und John hatte sich auf dem ersten Blick in sie verliebt. Wahrscheinlich war das mit einer der Gründe dafür gewesen, dass er die Prüfung damals vermasselt hatte, doch das war ihm egal gewesen, den er hatte Susanne gewonnen. Doch nun fragte sich John, wie sein Leben verlaufen wäre, wäre Susanne damals nicht das gewesen. Vielleicht wäre John Mitglied der Forschungsraumflotte geworden, und hätte vom schrecklichen Schicksal der Belgrad erst bei der Rückreise von einer interstellaren Expedition erfahren. John wäre mit Sicherheit ein anderer gewesen, doch wäre er glücklicher gewesen? John bezweifelte es. Dann sah John auf die Uhr, erkannte, dass es schon fast so weit war, und ging auf die Brücke.

John kam gerade noch rechtzeitig, Maurice, inzwischen Chefantriebstechnikerin, zählte vom Antriebskontrollraum inzwischen die Sekunden runter. "3...2...1...0!" Bei Null ging der Antrieb aus, und für einige Sekunden, bis die Rotationsschubdüsen das Raumschiff soweit in Drehung versetzt hatte, dass die Fliehkraft für künstliche Schwerkraft sorgte, herrschte Schwerelosigkeit. Nicht, dass das der Normalzustand wäre, aber die Konstrukteure des Schiffes hatten diesen Fall bedacht, und so konnten sich alle im Schiff an den, extra für die kurzen Phasen der Schwerelosigkeit vorhandenen, Haltestangen festhalten, um nicht unkontrollierbar durch den Raum zu schweben. Doch schließlich setzte die künstliche Schwerkraft ein, und die Besatzung stand wieder, jetzt an dem, was vorher die Wände waren. "Wir stehen." verkündete Maurice. Erwartungsvoll blickte die ganze Brückencrew zu dem Haupthologramm, der einen Ausschnitt der Dyson-Sphäre zeigte, den sie für eine Art Eintrittsluke hielten. Nichts passierte. "Tut sich was?" fragte Francois Finney, der sich, ausnahmsweise mal, aus dem Sensorkontrollraum auf die Brücke getraut hatte (Finney sah inzwischen mit seiner Glatze, seiner Brille und seiner gebückten Haltung locker 20 Jahre älter aus als der eigentlich ältere John - warum Finney nichts dagegen tat war John ein Rätsel. Wie so viele Eigenwilligkeiten Finneys.). "Nein, auf den Sensoren tut sich nichts. Jedenfalsl messen die Sensoren nichts." John war ziemlich überrascht, nicht darüber, was Finney gesagt hatte (John konnte von seinen Platz aus selbst die Sensorwerte sehen), sondern, wie John es gesagt hatte. John hatte Finney soeben zum ersten mal normal sprechen hören. "Vielleicht ist da niemand mehr, und wir müssen uns den Weg frei schießen." meinte Francois. John schüttelte den Kopf. "Also das halte ich für keine Gute Idee. Wer immer das hier gebaut hat, ist uns weit überlegen. Wir sollten keine Schritte unternehmen, die als aggressiv empfunden werden könnten. Zumindest nicht, bis wir alle Alternativen ausgeschöpft haben." "Na gut, John. Finney, senden sie!" "Was soll ich den senden?" erwiderte Finney. Francois kratzte sich am Kopf und dachte nach. "Was haben diese Aliens den damals gesendet?" fragte er nach einigen Minuten intensiven Nachdenkens. "Die ersten 124 Primzahlen." antwortete Finney. "Wieso eigentlich 124?" wandte John ein. Finney blickte ihn verwirrt an. "Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Es könnte sein, dass es deswegen ist, weil 124 die Summe von acht aufeinanderfolgenden Primzahlen ist, oder weil es das Produkt aus 4 und 31 ist, oder das Quadrat von 11,13552873 oder die Wurzel von 15376 oder..." Finney verfiel wieder in seine übliche Sprechweise. "Klappe zu Finney!" kam ihn, wie üblich wenn er dieser Sprechweise verfiel, entgegen. Francois fing als erster wieder an zu sprechen. "Ist es nicht völlig egal, warum sie diese Zahl gewählt haben? Sende es einfach zurück, und dann schauen wir mal, was passiert." Finney tippte in seinem Holointerface herum. "fertig." Noch immer passierte nichts. "Vielleicht haben die uns ja nicht gehört?" vermutete Francois. "Unmöglich. Finney hat mit maximaler Stärke gesendet. Selbst wenn deren Empfangsgeräte beim nächsten Stern sind, müssten die Älteren das empfangen haben." stellte John fest. "Was wohl heißt, dass da wirklich niemand ist, oder zumindest keine Radiowellen registrieren können. Wir sollten auf andere Weise auf uns Aufmerksam machen." schloss Francois, wobei John sich schon vorstellen konnte, woran Francois dabei dachte. "wie ich schon sagte, sollten wir erst alle Alternativen ausschöpfen." "Die da wären?" John dachte angestrengt nach. Warum war keine Reaktion erfolgt? Dann fiel in John der Groschen. "Vielleicht liegt es daran, dass wir einfach nur wiederholt haben? Eine einfache Wiederholung wirkt doch mehr oder weniger wie ein Automatismus. Vielleicht ist das eine Art Frage, und wir sollen antworten statt die Frage zu wiederholen?" John merkte, das Francois ihm nicht folgen konnte. Er wandte sich an Finney "Finney, du sagtest, 124 wäre die Summe von Acht aufeinanderfolgenden Primzahlen. Welche Zahl erhält man, wenn man die nächste Primzahl noch dazuadiert?" "155." meinte Finney aus dem Kopf heraus. "Dann sende, von der 124 Primzahl ausgehend die nächsten 155." Finney fing erneut an, im Holointerface herumzutippen. "Und wieso das?" fragte Francois verwirrt. "Ganz einfach, diese Reihe die wir senden, stellt in zweifacher Hinsicht eine Fortsetzung derjenigen da, die wir empfangen haben. Damit zeigen demonstrieren wir eine verstehende, nicht automatische Intelligenz." Finney fing an zu senden. Ein Zähler zählte herauf, wieivele der nachfolgenden Primzahlen bereits gesendet worden waren. John tat währenddessen so, als würde er auf das Haupthologramm, dass die Dyson-Sphäre zeigte, schauen. er erwartete nicht, dass irgendwas geschah, bevor nicht die ganze Sendung abgeschickt worden war. Doch just, als die 124 folgende Primzahl abgesandt worden war, tat sich plötzlich was. Als erstes flippte Finney buchstäblich aus. "Es tut sich was, ich kann es nicht beschreiben, aber alle Sensorwerte flippen aus, die reagieren tatsächlich, offenbar..." "Klappe zu, Finney!" kam es von der ganzen Brückencrew im Chor. Jetzt sah man schließlich, was passierte. Die Dyson-Sphäre öffnete sich. Vorher war keine Unregelmäßigkeit in der perfekten Kugelschale zu sehen gewesen, doch rasch wuchs ein Loch, das Problemlos ausreichte um die Belgrad hindurchzufliegen. "Bring uns da rein, ganz vorsichtig." sagte Francois zu seiner Tochter.

Die Älteren sprengten jede Klassifikation. Was die Belgrad-Delegation sah, waren bloß gelblich schimmerende, nahezu transparente und nur unscharf umrissene Wolken von etwas, dass wie Staub aussah, aber eindeutig keiner war. "Was ist das?" fragte Francois. "Ich weiß es nicht. Bei keiner der Evolutionssimulationen kam auch nur etwas annährend ähnliches heraus." antwortete Jeremy. Francois sah John an, der sich schon der Aussage seines Sohnes anschließen wollte. Er hatte in seinem Leben noch nie so etwas gesehen. Obwohl, in seinem alten Leben..."Ich glaube, ich habe etwas ähnliches schonmal gesehen." verkündete John tollkühn. "Wo?" fragte die ganze Delegation erstaunt. "Im Tempel der Lagrange-Gemeinschaft Omegas." erklärte John. "Was hast du den in einem Tempel gemacht? Du hast dir nie anmerken lassen, dass du ein religiöser Mensch bist." meinte Francois. "Bin ich auch nicht, aber mein Vater war es. zwar in einer dieser monotheistischen Sekten, aber als er gemerkt hat, dass er damit bei mir nicht landen kann, hat er mich zu allen möglichen religiösen Gruppierungen geschleppt, damit ich wenigstens eine davon annehme. Hat natürlich nicht funktioniert." John kam mit einem Blick auf die Älteren zum Thema zurück. "Jedenfalls sehen die Älteren ziemlich genauso aus, wie Omega, wen er sich nicht gerade in seiner menschlichen Form manifestiert." "Okay, Okay." sagte Francois. "Und was ist dieser Omega jetzt den nun?" "ein...Kompendium von Nanomaschinen, die zusammen ein Wesen von sehr großer Macht ergeben. Und die Omeganer glauben, dass das ausreicht, um dieses Wesen dann als Gottheit zu verehren." Francois nickt verstehend. "Dann sind die Älteren also, ähnlich wie dieser Omega, Schwärme von Nanomaschinen?" John wollte schon antworten "vermutlich", doch die Älteren kamen ihm zuvor "Ja, genau das sind wir. Ehemals Biologische Lebensformen, die sich zur höchsten Stufe der Evolution, dem Dasein als Schwarm mikroskopisch kleiner Mechanismen weiterentwickelt hat. Eine Stufe, die eurer immer noch jungen Zivilisation erst noch bevorsteht." "an Selbstvertrauen mangelt es denen aber so gar nicht" raunzte Francois, wodurch John sich zumindest sicher war, sich die Stimme nicht eingebildet zu haben, obwohl er sich nicht im konventionellen Sinne wirklich mit den Ohren gehört hatte. "Ihr..sprecht unsere Sprache?" fragte Jeremy vorsichtig. "Das ist nicht nötig." kam es zur Antwort in Johns Kopf. "Wir reizen direkt die Gehirnzentren, die für das erkennen und verarbeiten von Sprache zuständig sind." Für einen Moment blitzte in Johns Kopf das Wissen darüber auf, wie das genau funktionierte, doch bevor er sich einzelheiten einprägen konnte, war es schon wieder weg. "Mir gefällt es nicht, dass die in meinen Kopf herumspuken." maulte Francois. "keine Sorge" betonte der Alien "es werden keine Änderungen zurückbleiben, und wir werden eure Gedanken nicht lesen." John hatte das merkwürdige Gefühl, diesem Versprechen vertrauen zu können, doch als er sich klar machte, dass dieses Gefühl womöglich ebenso erzeugt wurde wie die Stimme, gewann er seine Skepsis zurück. "Und nun" tönten die Aliens in den Köpfen der Delegation "lasst uns zum Geschäftlichen kommen."

Die Älteren waren bereit, ihre unglaubliche Technologie (schon die Namen klangen Phantastisch) mit der Menschheit zu teilen, wenn diese dafür versprach, in Erinnerung an die Älteren ein Denkmal zu bauen, dass in der gesammten Galaxie zu sehen sein sollte. "Wieso?" fragte Francois, der als Verhandlungsführer der Delegation fungierte. "Wieso wir unsere Technologie mit euch teilen? Oder wieso wir ein Denkmal wollen?" projizierte der Alien in die Köpfe der Delegation. "Ja." sagte Francois lediglich. Der Alien schickte seiner Erklärung etwas vorraus, dass beim Menschen am ehesten dem Atemholen vor einer langen Erläuterung entsprach. "Was ersteres angeht, so sei nur gesagt, dass wir uns in euch wiedererkennen. Ihr Menschen habt viel Ähnlichkeit mit dem, was wir früher waren. Zwar nicht äußerlich" vor Johns inneren Auge tauchte das Bild eines unglaublich fremdartigen, aber wahrscheinlich dennoch nach den klassischen Kriterien klassifizierbaren, Wesens auf. Doch bevor John auch nur die gröbsten Kriterien hätte beurteilen können, war es schon wieder weg. "aber innerlich." hatte der Alien gesagt, und setzte nach kurzer Pause seine Erläuterung fort. "Zweiteres ist schwieriger zu erklären. Ich werde ess dennoch versuchen. Vor Millionen von Jahren, während unserer Blütezeit, beherrschten wir die gesamte Galaxie, waren die Herren über Zeit und Raum. Wir vollbrachten Dinge, die selbst einige hochentwickelte interstellare Zivilisationen für unmöglich hielten. Das alles ist nun vorbei." "Was ist passiert?" fragte John. "Der allgemeine Gang des Universums. Nichts ist ewig, nicht der größte Stern, und nicht das massivste schwarze Loch. Nicht das größte Imperium und nichts das größte Chaos. Nicht die größte Blütezeit und nicht das schlimmste dunkle Zeitalter. Auch das ist eine Erkenntnis, die ihr Menschen erst begreifen müsst." Francois indes bezog sich auf d3en zweiten Teil der Erklärung. "Ihr wollt also, das man eurer Blütezeit gedenkt? In Ordnung, wir haben nichts dagegen. Wir senden also einen Funkspruch nach Sol, mit den Bauplänen eurer Technologie und der Bitte um diesen Gedenkbau. Doch was wird aus uns, der Belgrad-Besatzung?" "Das ist kein Problem. Zwar haben wir die Technologie für überlichtschnelles Reisen nicht in der Liste, aber nicht weil wir diese nicht hätten, sondern weil es zu gefährlich ist. Eine Junge und unerfahrene Zivilisation - und das umfasst in dieser Hinsicht mehrere Jahrzehntausende interstellarer Raumfahrt - könnte sich damit allzu leicht selbst aus der Geschichte löschen." "Aber ihr könnt uns gefahrlos mit einem Überlicht-Sprung nach Hause schicken?" Harkte Francois nach. Der Alien sagte schlicht "Ja." "Gut." meinte Francois. "Dann sieht das Angebot also so aus: ihr gebt uns die Pläne für all diese Technologien und schickt uns mit einem Sprung nach Hause, und dafür setzen wir uns dafür ein, dass man dieses Denkmal baut." "Einverstanden." sagte der Alien. John allerdings hatte seine Bedenken. "Vielleicht sollten wir erst die ganze Besatzung fragen. Womöglich wollen die meisten gar nicht mehr nach Sol."

John hatte mit seinen Bedenken völlig recht gehabt. Schon Francois schaffte es kaum, die Heimkehroption ausreichend positiv darzustellen. "Aber genau dafür sind wir doch hier hergeflogen!" rief er, in einen, wenig überzeugenden Versuch, für die Heimkehr zu argumentieren. Die versammelte Besatzung, die inzwischen Mehrheitlich aus Personen bestand, die erst nach dem Verlassen des Solsystems geboren waren, nahm diesen halbherzigen Versuch mit Schweigen auf. Francois sah sich schweigend um. "Okay, ich begreife meinen Fehler. Ihr wollt gar nicht mehr nach Sol, die Heimat, dass ist für euch die TMSC Belgrad. Ich gebe zu, ich denke eigentlich ähnlich. Ich wollte nur ausloten, wie die Stimmung ist." Damit wirkte er nicht sehr überzeugend. Dann betrat Jean plötzlich den Versammlungsraum. "Hast du es immer noch nicht verstanden, Francois? Zuhause heißt jetzt Belgrad. Das habe ich bei der letzten Vollversammlung gelernt." Francois war sprachlos, und Jean nahm das Mikrophon an sich. "Ich verstehe, warum ihr nicht nach Sol wollt.n Wir alle" Jean machte eine Geste, die alle Versammelten einschloss "haben entweder einen Großteil unseres oder unser ganzes Leben hier verbracht. Selbst für die älteren von Uns ist Sol nur noch eine ferne Erinnerung." Jean sah jeden einzelnen an. "Und wie wird sich das erst umgekehrt darstellen? Während wir bei den Afori waren, hatten die bei Sol 10 Jahre Zeit, um uns einzuholen. 10 Jahre, passiert ist nichts. Das sagt mir, man hat uns vergessen. Wer wären wir den, wenn wir jetzt zurückkehren würden? Irgendwelche Prähistorischen Gestalten, die zufällig etwas durch das Universum getingelt sind." Jean machte eine Pause, und übergab das Mikrophon an Francois, der nur noch sagte "wer für den Überlichtsprung nach Sol ist, soll sich Links, wer für den weiterflug ins All ist Rechts aufstellen." John ging nach Rechts, ebenso die beiden Remy's, Finney, Christine und Hoshi. Und dann folgte, einer nach dem anderen, die ganze Besatzung. "Ich glaube, du musst bald wieder ein neues Reiseziel raussuchen." sagte John zu Finney, während er etwas sah, das er nie für möglich gehalten hatte. Francois und Jean umarmten sich brüderlich, nach Jahrzehnten des Streits hatten sie sich endlich vertragen.
Als schließlich bekannt gegeben wurde, dass sich die gesamte Besatzung einstimmig dafür entschlossen hatte, nicht mit einem Überlichtsprung zurückzukehren, meinte Francois zu John "Ich schätze, die Älteren werden sich den Überlichtsprung sparen können." "Heißt dass, du lässt sie billiger davon kommen?" "Aber nein! Dafür knöpfe ich ihnen eine dieser Trägheitsunterdrückungsanlagen ab."

"Ist die Trägheitsunterdrückungsanlage bereit?" fragte Jean Maurice von der Brücke. "Bereit und geprüft bis eine millionen G. Und dabei werden unsere Triebwerke nur normal belastet, und wir werden auch nur ein G spüren." antwortete sie. "Wie lange werden wior brauchen?" fragte Jean, worraufhin man von Maurice nur noch hörte, wie sie auf der Taschenrechnerfunktion ihres Kommunikators hin- und hertippte. Finney antwortete, nach kurzen Kopfrechnen "20 Minuten für uns, über 200 Jahre für den Rest des Universums." "Wow." sagten Jean und John gleichzeitig, was sie schmunzeln ließ. Indes hatte auch Maurice das Ergebnis raus. "20 Minuten, Finney hat recht. Wie könnte es auch anders sein." sagte sie vom Antriebskontrollraum aus. "Okay." sagte Jean. "Dann wollen wir mal." Langsam wendete die Belgrad, bis sie mit dem Heck zur Dyson-Sphäre stand. Und dann wurde der Antrieb, größer als alles, was die Menschheit zum Zeitpunkt der Abreise der Belgrad hingekriegt hätte, wurde so schnell kleiner wie eine Murmel, die man sich erst dicht vors Auge hält und dann mit voller Kraft wegwirft. '20 Minuten' dachte John, 'genug Zeit, für einen Abstecher in den Antriebskontrollraum.'

Epilog

John betrat, anders als sonst in den Museumstechniker-Overall (natürlich war es nicht derselbe, den John bei der Abreise getragen hatte) gekleidet den Antriebskontrollraum. Maurice war gerade abwesend, sodass John sich gut vorstellen konnte, dass die gesamte Reise der TMSC Belgrad nichts als ein Traum gewesen wäre, und gleich der andere, der helfen sollte den Hauptantrieb trocken zu legen, eintreffen würde. Es sah sogar alles aus, wie früher. John glaubte sogar schon, dass Parfüm von Susanne, von dessen Duft sich damals bei ihrer letzten Umarmung ein winziger Teil übertragen hatte, zu riechen. Und dann kam auch der andere. John drehte sich um, doch es war Maurice. "Kann ich dir helfen?" fragte sie.n "Nein." sagte John, und schalte sich innerlich einen Narren. Er war schon deutlich älter als damals, schon bald würde er seinen 60. Geburtstag - natürlich nach Eigenzeit gemessen - feiern. Damals war er, nach seinen heutigen Maßstäben, ein Kind gewesen, nur wenige Jahre älter als Jeremy jetzt. Die Belgrad ist zu Johns Leben geworden, und wenn er eines Tages sterben würde, würde man ihn wohl eher ls John, den Antriebstechniker oder John, den Exobiologen in Erinnerung halten, als als John, den Museumstechniker. Und doch, John fragte sich, was gewesen wäre, wäre die Belgrad nie verschwunden. Er sah ihn fast vor sich, den anderen John, der nie aus seinen Leben gerissen worden war. Er wäre von TSS-6 auf TSS-7 umgezogen, hätte noch viele Raumschiffe für das Museum trockengelegt hätte bestimmt noch sehr oft Susanne geliebt und den Sohn (in Johns Vorstellung sah er aus wie Jeremy) großgezogen, und hätte versucht, den Krieg (über den die Belgrad-Besatzung nur schehmenhaft Bescheid wusste) über sich hinwegschwappen zu lassen. Kurz gesagt: sein Leben wäre in sehr viel geordneteren Bahnen verlaufen. Doch wenn er die Chance hätte, mit dem anderen John Evans zu tauschen, würde er es tun? Darüber brauchte John erst gar nicht nachzudenken. "Nein, alles ist gut." wiederholte John.

Ende

Diese Woche stehe ich bei 130 Din-4-Seiten bzw. 260 Buchseiten für Kapitel 5, also 1117 Din-4-Seiten bzw. 2234 Buchseiten für den Gesamtroman. Dies stellt gegenüber dem letzten Beitrag vom 1. September letzten Jahres ein Wachstum um 57 Din-4 bzw. 114 Buchseiten da, was, wenn man es auf das Wachstum pro Woche runterbricht knapp 1,7 Din-4 bzw. 3,45 Buchseiten wären, was, wie man erwarten kann, ein ziemlich schwaches Wachstum ist. Ich hoffe aber, in Zukunft mehr zu schaffen, und regelmäßiger zu schreiben.
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Die Reise der TMSC Belgrad Teil 3: der erste Kontakt


am 01.09.2012, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Ich möchte mich erstmal dafür entschuldigen, dass ich solange an dieser Stelle nichts mehr von mir lesen lassen habe. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es mich, aufgrund verschiedener Umstände, sehr viel Zeit kostete, diese Fortsetzung der TMSC Belgrad-Reihe zu schreiben.

Personenliste: "Die Reise der TMSC Belgrad" - Personenliste (Blog von Taln.Reich)

Was bisher geschah: Die Reise der TMSC Belgrad, Teil I : Der Belgrad-Vorfall (1/2) (Blog von Taln.Reich)

Die Reise der TMSC Belgrad Teil 1: Der Belgrad-Vorfall (Teil 2/2) (Blog von Taln.Reich)

Die Reise der TMSC Belgrad Teil 2: Die Reise ins Nichts (Blog von Taln.Reich)

... Fortsetzung:

2976 , Nordallianz, Afor

Der Astronom schaltete das Radio aus. Der Konflikt um die Schei`lor`ck-Provinz zog immer weitere Kreise, schon drohte der Süden mit dem Einsatz von Atomwaffen, falls ein dem Norden wohlgesinntes Regime in Schei`lor`ck an die Macht kommen sollte. Und falls das geschah, würde der Norden mit seinen Atomwaffen zurückschlagen müssen, und die gesamte Zivilisation vernichtet werden. Und so, wie es lief, würde der Astronom die besondere Planetenkonstellation im nächsten Jahr Jahr, die es möglich machen würde, Do`lks Theorie der bedingten Gleichzeitigkeit endlich zu beweisen, nicht mehr erleben. Der Astronom schüttelte die Befürchtungen ab, und konzentrierte sich auf das Hier und jetzt. schließlich war Politik nicht seine Aufgabe. Er stellte das Teleskop des Observatoriums auf die Koordinaten, die ihm vom astronomischen Koordinationsgremium zugeordnet waren, ein. Nicht, dass er erwartete, irgendwas zu entdecken. Das Gremium hatte ihn, w8ie üblich, die Koordinaten zugeordnet, die am weitesten von allen interessanten Regionen, wo er vielleicht etwas hätte finden können, entfernt waren. Der Astronom überprüfte die Halterung der Fotoplatten, kam zui dem Schluss, dass sie richtig eingelegt waren, und wartete einige Stunden. Als sie fertig belichtet waren, entnahm der Astronom die Platten, um das Ergebnis mit den bekannten Sternenkarten abzugleichen. Er erwartete nichts, aber als er es sah, sprang ihm der Unterschied geradezu in die Augen. ein Lichtpunkt, heller als der hellste kartierte Stern dieses Ausschnitts war auf den Platten. Der Astronom stockte. Ein derartig helles Objekt konnte doch unmöglich einfach aus dem Nichts aufgetaucht sein! Er fertigte weitere Aufnahmen an. Doch das Objekt schien immer heller zu werden. Zwar langsam, aber doch schneller, als es jedem Stern möglich gewesen wäre. Was immer es war, es war kein Stern, kein Planet, auch kein Asteroid oder Komet. Es waren unbedingt weitere Beobachtungen notwendig. Der Astronom fing an, die Wahlscheibe des Telefons zu drehen. Das astronomische Koordinationsgremium würde Augen machen.

2976, TMSC Belgrad, interplanetarer Raum des St'Afor-Systems

Der Wecker klingelte John aus dem Schlaf, und wie üblich war Hoschi schon auf Touren, bevor John überhaupt in Gang kam. Daran hatte er sich auch in den drei Jahren in denen sie schon verheiratet waren, nicht gewöhnen können. "Steh auf, John, heute ist dein großer Tag!" sagte sie mit Blick auf den Kalender. John folgte ihren Blicken, und erkannte, was sie meinte. Heute würden sie wieder auf den interplanetar-Antrieb umschalten und damit das letzte Stückchen Wegstrecke zurücklegen. Und in etwas mehr als zwei Wochen würden sie dann beim zweiten Planeten des Systems zum Stillstand kommen. John wusste, heute würde die geschlossene Führungsspitze des Schiffes, also die beiden Remys (seit Jeans Hochzeit vor fünf Jahren konnte man die beiden leider wieder nicht auseinanderhalten) und Herbert, der inzwischen zum Leiter der Sensorkontrolle aufgestiegen war. Da musste John sich sehen lassen. "Wirst du auch kommen?" fragte er, während er sich in den Techniker-Overall zwängte, der von Jahr zu Jahr enger enger zu werden schien. "Nein, Christine hat heute ihre Voruntersuchung. Und da es bei ihr jeden Tag soweit sein kann, kann ich die nicht einfach so absagen." John hatte seine Sachen beisamen, und sagte beim rausgehen "Tschüss, bis heute Abend." "Ja, Tschüss, und viel Erfolg heute."

Als John das Icon drückte, dass vom Bussardantrieb auf den interplanetarantrieb umschaltete, ließ Francois den Korken einer replizierten Sektflasche knallen. John indes atmete auf. Er hatte schon befürchtet, die Antimaterie-Taschen wären im Laufe der Jahre gewandert, sein, inzwischen fast schon seniles, Pad hätte ihn wohl kaum rechtzeitig gewarnt. Doch wie das Ausbleiben einer verheerenden Antimaterie-Detonation bewies, trafen Johns Befürchtungen nicht zu. John fand es erstaunlich, als wie Robust sich das Antriebssystem erwiesen hatte, trotz der völlig falschen Benutzung, trotz der Tatsache, dass das Antriebssystem eigentlich schon völlig abgenutzt gewesen war, noch bevor ihre Reise begonnen hatte. Andererseits war es auch nicht verwunderlich, schließlich war dieses Raumschiff gebaut worden, um im Ernstfall in einer Raumschlacht zu kämpfen und zu bestehen. Francois fing mit der Rede an. "Halten wir uns diesen Augenblick in Erinnerung. Wir sind kurz davor, die längste Reise in der Geschichte der Menschheit abzuschließen." "Nun blass es nicht so auf, mit dem Pathetischen Kram kannst du vielleicht kommen, wenn wir anfangen zurückzufliegen." sprach Jean seinen Bruder in die Rede, und erntete dafür einen Bösen Blick. Francois allerdings sprach weiter "Und das, obwohl wir nicht im geringsten vorbereitet waren. Niemand von uns hat je eine Raumflottenakademie abgeschlossen. Nur eine Handvoll hat sich überhaupt jemals dafür beworben. Und dennoch sind wir hier, weiter im im unbekannten, als alle Raumfahrer und Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte zuvor. Eines kann ich euch sagen: wenn wir zurückkehren, und den verwunderten Menschen des 32. Jahrhunderts..." ein weiterer Zwischenruf von Jean, der von Francois mit einem deutlich missbilligerenden Blick beantwortet wurde. "Wohl eher werden wir uns wundern, wenn wir 400 Jahre in der Zukunft landen." Doch Francois ließ sich nicht beirren. "...von unserer Reise erzählen, und an diesen Augenblick kommen, wird dies sie stärker beeindrucken, als alles, was es bisher je gegeben hat." 'Zum Glück' dachte John 'hatt Jean nur zweimal dazwischen gerufen. Sonst wäre Francois wohl aus dem Konzept gekommen, und die beiden hätten sich wieder ewig lange gestritten'. So lockerte sich nun die Atmosphäre wieder bis zur üblichen lockeren Party-Stimmung. Einer der beiden Remy-Brüder (John hatte die beiden für einen Augenblick aus den Augen verloren, und jetzt hätte er wieder nachfragen oder aufs Namensschild schauen müssen, um zu wissen, mit wem von beiden er sprach) kam auf John zu. "Sag mal, warum bremsen wir eigentlich mit 5 G ab? Wir sind schließlich nicht mehr alle die Jüngsten.." John überlegte erst, wie er die technischen Notwendigkeiten verständlich erklären könnte, und Setzte dann zur Erklärung an. "Nun, dass liegt daran, dass..." in dem Augenblick stürzte Finney durch die Tür, und sagte Atemlos "ich muss euch etwas unglaubliches erzählen!"

2976, Nordallianz, Afor

Der Generalsekretär der Nordallianz empfing den General und den Vorsitzenden des astronomischen Koordinationsgremiums. "also, meine Herren, was ist so wichtig, dass ich deswegen meinen Termin mit den Botschafter der Südkoalition absagen muss? Ich hoffe, ihnen ist bewusst, dass gegenwärtig eine schwere internationale Krise herrscht!" Der Generalsekretär richtete dabei je ein Stilauge auf den General als auch auf den Vorsitzenden. Als erstes antwortete der Astronom. "Mr. Generalsekretär, unsere Observatorien haben etwas entdeckt, dass ihrer Aufmerksamkeit bedarf. Es handelt sich um eine Erscheinung im Sternbild Auge des K'run, die sich mit keinen bekannten Phänomen, auch mit keinen theoretischen oder auch nur hypothetischen, erklären lässt." "Deswegen rufen sie mich? Wegen eines astrophysikalischen Rätsels? Ich meine, Wissensdurst in allen Ehren, aber haben sie eine Ahnung, was uns bevorsteht, sollte die Schei'lor'ck-Krise eskalieren? Das könnte das Ende der Zivilisation sein so wie wir sie kennen!" Der General meldete sich zu Wort. "Es handelt sich beileibe nicht um irgendein irrelevantes, fernes Phänomen. Alles deutet darauf hin, dass es sich um das Werk einer intelligenten Entität handelt. Und es kommt näher. Schnell näher. Als es vor 192 ch`n das erste mal gesichtet wurde, war es noch 400 interplanetare Längen entfernt. Jetzt sind es nur noch 300." "Fliegt es vorbei?" "nein. Die Messungen der Radialgeschwindigkeit kamen zu dem Ergebnis, dass das Phänomen stark verzögert. Nach allen zur Verfügung stehenden Berechnungen wird das Phänomen in 14 Tagen Afor erreichen und zum Stehen kommen." Der Generalsekretär konnte nicht glauben, was ihm da erzählt wurde. "Sie wollen mir also sagen, dass in weniger als einen Mondzyklus Aliens unseren Planeten erreichen?" "Ja, Sir." "Und wann werden die Medien davon Wind bekommen?" diese Frage beantwortete der Vorsitzende des astronomischen Koordinationsgremiums. "Schon bald. Man kann die Erscheinung bereits jetzt mit einem einfachen Fernglas sehen. Und, um ehrlich zu sein, haben wir nicht den blassesten Schimmer, was wir den Leuten erzählen sollen." Der Generalsekretär überlegte. Dann fasste er einen Entschluss. "Wir werden ihnen die Wahrheit erzählen. Ich werde eine Rede an die Nation vorbereiten." sagte er, und griff zum gelben Telefon, dass ihn direkt mit dem Primus der Südkoalition verbinden würde. "Eine Frage noch, was wissen wir über die Absichten dieser Aliens?" der Vorsitzende und der General blickten zueinander, dann antwortete der Vorsitzende "gar nichts. Wir haben kurz nach der Entdeckung mit unseren stärksten Radioteleskop eine Nachricht abgeschickt. Bislang keine Antwort, aber angesichts der Signallaufzeit sollten wir ihnen Zeit geben."

2976, TMSC Belgrad, interplanetarer Raum des St'Afor-Systems

"Was?" riefen die beiden Remy-Brüder im Gleichton, wobei einer (mit einem schnellen Vorbeugen und einem angestrengten Blick auf's Namensschild konnte John ihn als Francois identifizieren) fragte Wütend weiter "Wie konnten sie beide" er wies auf John und Finney "uns Jahrelang verschweigen, dass es in dem System das wir anfliegen, vor Aliens nur so wimmelt?" John wollte antworten, es erklären, doch Finney kam ihm zuvor. "Eine bekanntgabe schien mir, angesichts der ständig bestehenden Differenzen zwischen Teilen der Führungsspitze nicht opportun, da es sich extrem negativ ausgewirkt hätte ja vielleicht sogar so stark, dass..." "Klappe zu, Finney!" blaffte Jean und beendete den Redeschwall. Das man auch bei komplizierteren Aussagen nicht notwendigerweise in ein überhastetes Plappern verfallen musste, schien Finney nie zu begreifen. Francois fragte weiter "und warum erzählst du uns jetzt davon? Ich meine, wenn du das alles bis jetzt verheimlichen konntest, dann doch ganz bestimmt auch für die nächsten 15 Tage." Finney schüttelte den Kopf. "Nein, hätte ich nicht, bisher ist alles, was wir empfangen haben, schwach und ungerichtet gewesen, sodass man die Sensorwerte genauer hätten analysieren müssen, aber das hat sich nun geändert, nun senden die Aliens mit einer deutlich höheren Stärke und direkt auf uns gerichtet." Fraqncois und Jean nickten. "Ich werde eine Vollversammlung der Besatzung einberufen." sagten beide gleichzeitig, wofür sie sich gegenseitig strafend ansahen, bevor sie gingen. Herbert blieb vorerst noch und sagte, mit seiner näselnden, praktisch emotionslosen Stimme zu Finney "da sie, wie sie eben zugegeben haben, die Sensorprotokolle der letzten 5 Jahre manipuliert haben, werde ich alle ihre Personalbewertungen seitdem revidieren müssen, und außerdem eine formelle Beschwerde bei ihren Vorgesetzten einreichen." 'sehr sinnig" dachte John 'eine formelle Beschwerde an sich selbst zu schicken.' "So und jetzt werde ich die Protokolle und Vorschriften für den Kontakt mit fremden Intelligenzen herraussuchen."

2976, Nordallianz, Afor

Im inneren des Soldaten nagte die Frage nach dem Grund seines hierseins. Noch am morgen hatte es geheißen, dass er nach Schei`lor`ck müsse, um dort die Südkoalition zu bekämpfen. Doch plötzlich war der Plan geändert worden, und nun saß er hier mit seinem Automatikgewehr im Jeep, der nur ein paar Straßen von seiner Wohnung entfernt stand. Warum schoben sie hier Wache? Rechnete man vielleicht damit, dass die Schei´lor´ck-Region hochgehen würde, und die Südkoalition einen Angriff startete? Aber welchen Sinn machte es dann, mitten in der Stadt Wachen zu positionieren, wenn die nukleare Vernichtung eben dieser doch das erste wäre, was im Falle eines Krieges mit ihnen passieren würde. Das passte einfach nicht zusammen mit den auffallend vielen Militär in der Stadt. Mehr noch als damals beim letzten Krieg gegen die Südkoalition, als er noch ein Kind gewesen war, dass sich mit seinen Eltern im Bunker versteckt hatte, wenn die Bomber des Südens mal wieder ihre tödliche Fracht abwarfen. "Sag mal" fragte der Soldat seinen Kameraden neben sich "was machen wir eigentlich hier? wir sind hier doch weit entfernt von Schei`lor`ck wie von der Südkoalition?" "Keine Ahnung, was die da oben sich mal wieder ausgedacht haben." brummte der andere, und dann deutlicher "aber ich habe gehört, dass der Generalsekretär gleich eine Rede an die Nation hält, vielleicht erfahren wir da ja, was eigentlich los ist." "denkst du, wir sollen die Leute in die Atombunker treiben?" "Was weiß ich " meinte der andere "ich kann schließlich nicht hellsehen". Dann sah er auf die Uhr, und stellte das Radio an. "...folgt nun die Rede an die Nation des Generalsekretärs der Nordallianz." es folgte eine kurze Stille, dann fing die unverwechselbare Stimme des Generalsekretärs an zu sprechen. "Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, im letzten Mondzyklus erlebten wir, wie unsere Welt immer näher an den Rand des Abgrundes trieb. Ich schätze, die meisten von ihnen gehen davon aus, dass meine Rede dieser Lage gilt. Das ist nicht der Fall." "Was?" fragten der Soldat und sein Kamerad verwirrt. Da der Generalsekretär sie natürlich nicht hören konnte, setzte er seine Rede unbeeinflusst fort. "vielmehr gebe ich ihnen hiermit etwas bekannt, dass ebenso Epochenmachend ist. Vorgestern Nacht entdeckten die Observatorien des astronomischen Koordinationsgremiums ein eindeutig Außeraforisches Raumschiff, dass einen klaren Kurs in Richtung Afor hält. Wir haben keine Informationen über Identität und Absichten der Besucher. Ich habe deshalb Rücksprache mit dem Primus der Südkoalition gehalten, unsere Feindseligkeiten bis zur Klärung der Lage ruhen zu lassen. Das Alienraumschiff wird in 14 Tagen in einen Orbit um Afor gehen, bis dahin herrscht Ausgangssperre. Es besteht kein Grund zur Panik, den obwohl wir keinerlei Informationen über die Aliens haben, besteht kein Grund zu der Annahme, dass sie in feindseliger Absicht kämen. bewahren sie Ruhe. Sobald wir irgendwelche Informationen über die Absichten der Besucher haben, werden wir sie bekanntgeben. Gute Nacht, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen." Der Soldat und sein Kamerad sahen sich gegenseitig an. "Aliens?" fragten beide ungläubig. In der Ferne flammten indes die ersten Feuer auf.

2976, TMSC Belgrad, interplanetarer Raum des St'Afor-Systems

Die gesammte Besatzung war jetzt, inklusive der Kinder, wieder in der Offiziersmesse versammelt. und wie damals, vor 10 Jahren, standen Jean und Francois auf einem, als Podium dienenden Tisch. "Wir haben heute, nach 10 Jahren, wieder eine Vollversammlung einberufen, weil etwas entdeckt wurde, dass auf uns wohl einen benso großen Einfluß haben wird, wie die Verkettung unglücklicher Umstände, die erst zu unserer Reise führten. Schon vor Fünf Jahren entdeckten John Evans und Thomas Finney Funksignale aus dem System vor uns, und schlossen daraus folgerichtig auf die Existenz einer fremden Zivilisation. Doch sie verschwiegen die Entdeckung." Die Anwesenden drehten sich zu John und Finney um, und John spürte die wenigen Sympathien, die er in den letzten Jahren erworben hatte, wieder verschwinden. "Doch heute mussten sie mit der Wahrheit herausrücken, den die Aliens sind auf uns aufmerksam geworden. Sie senden, immer und immer wieder, direkt an uns gerichtete Funksignale. Das können wir nicht ignorieren, doch was sollen wir tun?" Der Sprecher blickte Finney an. "Finney, würdest du der Besatzung bitte zeigen und erklären, mit was für Aliens wir es zu tun haben?" John fürchtete das schlimmste, doch Finney schien dieser Argwohn zu fehlen, als er an dem altersschwachen Holoprojektor herumnestelte. John schaute interessiert hin, den, obwohl er als einer der ersten von den Aliens erfahren hatte, wusste er nichts über ihr Aussehen. Doch John wusste, dass das äußere Erscheinen fremder Lebensformen Angst machen könnte. Deshalb versuchte John, sich das Exobiologie-Poster , dass seine Zimmerwand geziert hatte, bis sein Traum davon, Exobiologe bei der Forschungsraumflotte zu werden, durch sein Totalversagen bei der Aufnahmeprüfung ein jähes Ende gefunden hatte, wieder vor Augen zu führen. John erinnerte sich gerade wieder an die Klassifikationskriterien (Zahl und Verteilung der Gliedmaßen, oberflächenstruktur, Ernährung und Skelett) und die abgebildeten Beispielaliens, als Finney den Holoprojektor soweit hatte.
John glaubte, auf jedes denkbare Alien gefasst zu sein, doch als die monochromatische Darstellung der Aliens, die sie zu kontaktieren versuchten, im Raum auftauchte, war John genauso geschockt wie alle anderen auch. Das Wesen, dass die Belgradbesatzung sah, erweckte Assoziationen mit Schlange, Krokodil und Hai, all das gekrönt von einem paar Doppelstielaugen. Es erweckte Fluchtinstinkte, entstanden durch Jahrmillionen Evolution. Die kleineren Kinder heulten aus Angst, die größeren flohen aus der Mitte des Raumes, wo das Hologramm hinprojeziert wurde, zu den Ecken, und selbst die Erwachsenen, die genau wussten, was ein Hologramm war, zeigten deutliche Nervösität, nicht wenige rückten mit ihren Stühlen, um Abstand zu dieser Furcht einflößenden Projektion zu gewinnen. Die einzigen beiden Personen im Raum, die völlig frei von Furcht zu sein schienen, waren derweil Finney und Herbert. Als John den Fluchtreflex soweit niedergekämpft hatte, dass er wieder klar denken konnte, versuchte er sich zu beruhigen, in dem er das Wesen das er sah, in jene vertrauten Klassifikationsshemata zerlegte. "Zentauroide, Reptiloid, vermutlich Carnivore, Endoskelett" sagte er diese simplen Einstufungen vor sich her, wie einen Zauberspruch, der es freundlicher aussehen lassen sollte. Finney indes fuhr, unberührt von all den panischen Reaktionen um ihn herum, direkt nach diesen mit seinem Vortrag fort. "Zuerst möchte ich mich für die monochromatische Darstellung entschuldigen, den leider liegen mir bezüglich der natürlichen Farben der Aliens keine Informationen vor, da ihre Version audiovisueller Übermittlung allen Anschein nach noch nicht in er Lage ist, verschiedene Farben zu senden." Diese Aussage trug nicht erkennbar dazu bei, die allgemein immer noch nervöse Stimmungslage zu beruhigen. Doch auch dies beachtete Finney nicht, und setzte einfach seinen Vortrag fort. "sie nennen sich 'Afori' und ihren Planeten 'Afor', was auch ihre Bezeichnung für die oberste Schicht des fruchtbaren Bodens ist, ihr technologischer Entwicklungsstand entspricht etwa dem der Menschheit des mittleren 20. Jahrhunderts und auch Globalpolitisch gibt es große Ähnlichkeiten zu dieser Epoche." Diese letzt Information half den meisten Versammelten, die nur wenig Ahnung von antiker Geschichte hatten, nicht sehr viel. "Sie stehen kurz davor, ihren ersten künstlichen Satelliten zu starten, und verfügen über primitive Thermonukleare Waffen, wodurch sie allerdings permanent am Rande der Selbstauslöschung stehen, was bedeutet, dass, wenn wir Kontakt aufnehmen, wir sehr vorsichtig vorgehen müssen." Bei diesen Worten erntete Finney einen missbilligenden Blick von Herbert, was vermuten ließ, dass Finney bei diesen Plan irgendwelche Protokolle außer Acht ließ. "Was die Sprache angeht, so ist diese mit menschlichen Sprachorganen nicht reproduzierbar, aber durchaus als Sprache wieder zuerkennen, wobei es mir mit Hilfe verschiedener Linguistischer Algorithmen gelang, die dominierende Sprache, der so übersetzten 'Nordvereinigung', so weit zu analysieren, dass wir selbst komplizierte Sachverhalte ausdrücken können, obwohl wir uns nicht auf die automatische Übersetzung verlassen sollten, denn obwohl der Computer inzwischen jede der Hauptsprachen der Afori ebensogut übersetzen kann wie Eridanisch, kann dies bei den veralteten Algorithmen bestenfalls eine Übersetzungshilfe sein." Bevor Finney weiterplappern konnte, wurde er vom ersten Sprecher unterbrochen. "Danke, Finney, aber das reicht. Mehr wollen wir nicht haben, als einen groben Überblick." der Sprecher blickte zu Herbert rüber. "Mr. Scholz, sie haben darum gebeten, auch bei dieser Versammlung Reden zu dürfen. Wenn sie bitte auf das Podium kommen würden..."
Herbert nahm das Mikrophon an sich und sprach mit seiner näselnden Stimme "Es wurde am Anfang davon gesprochen, was wir den tun sollten, und mein Vorredner sprach ungeniert davon, Kontakt aufzunehmen. Tatsächlich haben wir keine andere Wahl, als jeden Kontakt zu vermeiden. Den Protokoll 4247 der Forschungsraumflotte schreibt ausdrücklich vor, dass jeder Kontakt mit mit Fremdintelligenzen, die noch keine Raumfahrt entwickelt haben, untersagt ist. Wir müssen jeden KOntakt vermeiden, zu ihren wie zu unseren Schutze." normalerweise hätte Herberts Paragraphenreiterei die Zuhörer gelangweilt, doch was er sagte eröffnete ihnen die Möglichkeit, ihrer Angst nachzugeben und mit den Aliens nichts zu tun haben zu wollen, ohne dass sie sich eingestehen mussten, dass sie es aus Angst taten. Es gab ihnen die Möglichkeit, ihre Angst mit Protokollen zu untermauern. Der erste Sprecher sprach nun, da die allgemeine Meinung seinen Ziel entsprechen zu schien. "Wir sind keine Besatzung der Forschungsraumflotte, und auch nicht zwangsläufig an ihre Protokolle gebunden, aber die Forschungsraumflotte wird gute Gründe für diese haben, und das sollte uns zu denken geben. Wir werden also den Kurs so ändern, dass wir..." der andere Remy riss das Mikrophon an sich. "Augenblick mal, Jean, du kannst das nicht einfach so entscheiden. Nein, darüber muss abgestimmt werden." "In Ordnung, Francois." sagte der andere hämisch grinsend. "Also, wer ist dafür, dass..." Francois nahm Jean das Mikrophon wieder ab, bevor der Satz beendet war. "Bevor diese Leute abstimmen können, müssen sie erstmal die ganze Wahrheit erfahren." die Besatzung horchte auf. "Was ich meine, ist, dass die Errichtung der Antimaterieproduktionsanlagen, die Produktion der Antimaterie und die notwendige Überholung der Belgrad kein kurzer Zwischenhalt ist. Es wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern, und wir werden alle nicht jünger. Wenn wir noch Zuhause ankommen wollen, bevor wir alle Greise sind, brauchen wir Hilfe, Hilfe, die die Aliens uns anbieten können." Francois blickte zu dem Hologramm. "Ja, die Aliens sehen bedrohlich aus, und die von Mr. Scholz genannte Direktive gibt uns die Möglichkeit, unseren Instinkten nachzugeben, und usn fern von ihnen zu halten. Aber seien wir doch ehrlich, dieses Protokoll ist das Produkt Realitätsferner Bürokraten. Den welchen Unterschied soll es bitte schön machen, ob wir sie jetzt Kontaktieren oder ein Jahr warten? Wohl kaum einen was die Sicherheit angeht, aber für uns ein verlorenes Jahr. Deshalb plädiere ich dafür, Kontakt mit diesen Afori aufzunehmen, und sie um Hilfe zu bitten." "Reichts Jetzt?" fragte Jean gereizt. "Ja, jetzt können wir abstimmen." "Okay" sagte Jean "Wer dafür ist, Kontakt mit den Aliens aufzunehmen, soll sich in der Richtung des Podiums aufstellen." Jean zeigte in die Richtung, in der Francois stand. "Wer aber dafür ist, den Kontakt zu vermeiden, soll sich in der anderen Hälfte sammeln." Für John war die Sache klar., er sortierte sich zu den Kontaklern. Er kannte die Kalkulationen, und wusste, dass das mit dem Antrimateriewerk keine Übertreibung gewesen war. Ohne Hilfe von den Aliens würde John erst als alter Mann nach Hause zurückkehren-. Als nächstes entschloss sich Finney für den Kontakt, was John doch sehr überraschte. Herbert schloss sich den Kontaktverweigerern an, wie es zu erwarten gewesen war. Der Haufen der unentschlossenen leerte sich zusehends, und als sich schließlich die letzten entschieden, wurde durchgezählt. John sah schon, dass es eine Knappe Entscheidung war. Und es war eine, die Pro-Kontakt-Fraktion hatte genau eine Stimme mehr. Jean und Francois stritten mal wieder, weit angeregter als normal, auch wenn John sie nicht verstand. Und dann holte Jean zum Schlag aus.


2976, Nordallianz, Afor

"Mr. Generalsekretär, die Unruhen gestern waren Katastrophal. Ihre Rede hat die Leute eher in Angst und Panik versetzt, als sie zu beruhigen." Der Generalsekretär strich sich über die Ansätze der Stilaugen. "Ich weiß, aber wenn die Medien das ausgeschlachtet hätten, wäre es womöglich noch schlimmer geworden. So hatten wir wenigstens Kontrolle über den Zeitpunkt, und konnten vorher Gegenmaßnahmen ergreifen. Sonst wäre wohl wirklich die Hölle los." "Außerdem haben viele damit begonnen, aus den Städten zu fliehen. Man befürchtet, die Außeraforischen würden in feindlicher Absicht kommen und unsere Städte dem Erdboden gleichmachen." Der General machte eine kurze Kunstpause "man unterstellt ihnen, in dieser Hinsicht mehr zu wissen." "Schön wär's. Die Aliens haben immer noch nicht auf unsere Kontaktversuche geantwortet. Dabei sind sie nur noch 200 interplanetare Längen entfernt. Gibt es sonst noch irgendwelche nennenswerten Neuigkeiten?" "Nur eine. Manchen kommt diese ganze Alien-Geschichte zu unglaubwürdig vor. Sie unterstellen, dass es sich bei diesen Objekt um etwas militärisches, entweder unsererseits oder vom Süden aus, handelt." "So ein Unsinn. Der Süden ist uns in der Raumfahrt um einiges Vorraus, und selbst der hat noch keinen Satelliten gestartet. Ganz zu schweigen von einem derartigen Raummonster." "Das weiß ich, Sir, und das wissen sie. Aber so lautet nunmal das Gerücht."


2976, TMSC Belgrad, interplanetarer Raum des St'Afor-Systems

John kam, mit blutender Nase in die Krankenstation. "Ah, ein weiterer tapfer verwundeter Kämpfer im glorreichen Kriegf um die TMSC Belgrad." kommentierte oshi dies sarkastisch. "Lass mich raten, du hast versucht zur Kommunikationsanlage vorzudringen, und bist dabei einen von den Antis über den Weg gelaufen?" "Nicht ganz. Auf dem Rückweg vom Antriebskontrollraum hat dieser verdammte Lift mich auf dem falschen Deck abgesetzt - und zwar eines, bei dem auf der anderen Seite der Tür welche von denen Wache schoben. Und bevor ich das ganze hätte klären können, hatten die mich schon erwischt." Hoshi schnaufte enttäuscht. "Wirklich sehr zivilisiert. Ein Glück, dass die Typen vom Militär vor der Übergabe wenigstens die Waffenschränke leer geräumt und alle Muster für Waffen aus dem Replikationsspeicher gelöscht haben, sonst hätte sich wohl schon die Hälfte von uns gegenseitig damit niedergemetzelt." Sie nahm das Diagnosegerät von Johns Gesicht weg und sah sich die Daten an."Keine Sorge, John, nichts gebrochen, und auch sonst nichts ernsthaftes. Leg den Kopf in den Nacken und trag die hier." sie stopfte ihn zwei Watteröllchen in die Nase. John stöhnte "sind wir etwa im Mittelalter? Kannst du nicht einfach ein paar Nanomaschinen nehmen?" "Nein, John. Du weißt doch, wie Uralt die Replikatoren hier sind. Nanomaschinen dauern da ewig, da können wir nicht bei jeden eingerissenen Zehennagel Nanos verwenden."

John betrat, immer noch den Kopf im Nacken haltend, den Sensorkontrollraum, der nun auch als Komandozentrale für die Pro-Kontaktgruppe fungierte. "Also, was gibt es den so dringendes, dass du mich dafür von der Krankenstation klingeln musst?" fragte er Francois. "Unser Superhirn hat etwas aus den Abstrahlungen aufgefischt, von dem er denkt, dass es vielleicht die Antis gewaltlos von unserem Standpunkt überzeugen könnte." "Ach wirklich" meinte John wenig erwartungsvoll angesichts seiner sehr kürzlichen Erfahrung. "Und was soll das bitte schön sein?" "Das soll er dir selbst erklären. Du kannst ihn ohnehin besser folgen als ich. Finney!" rief Francois. John erwartete den üblichen Redeschwall, doch diesmal fasste er sich bemerkenswert kurz. "Es handelt sich um eine Ansprache des Anführers einer der aforischen Hauptfraktionen, die Übersetzung ist zwar nicht so toll, aber dabei kam es mir mehr auf das Tempo an als auf die, im Original außerordentliche, Eloquenz." Die Projektion war lediglich zweidimensional, was John sehr beschränkt erschien. Es war die Projektion eines Afori vor einem Symbol, von dem John inztwischen wusste, dass es das Symbol der Nordvereinigung war. Der Afori begann zu sprechen. "Männliche Afori, weibliche Afori, in den letzten Wochen schlitterte die Welt zum Abgrund. Sie denken, dass darüber rede. Doch das ist nicht so. Ich gebe etwas epochenmachendes bekannt. Vor zwei Rotationsperioden zur Nachtperiode sahen Beobachter Himmelsforschungskommandos außererdensches Himmelsschiff auf uns zukommen. Ich plauderte mit Oberpfaffen von Südvereinigung. Bis dahin keiner Vorteil, keiner Nachteil. Fremdenschiff in 14 Rotationsperioden um Afor, keiner geht raus. Keine Panik, jetzt kein wissen von wollen der Fremden, aber das kein Grund zu vermuten kneipenschlägerische Absicht. bleiben sitzen. Wir bekannt geben Wollen, sobald bekannt. Gute Nachtperiode männliche Afori, weibliche Afori." (anmerkung des Autors: bei dieser Ansprache handelt es sich um eine schlechte Übersetzung der Ansprache des Generalsekretärs der Nordallianz) Das Hologramm endete, und John sah abwechselnd Francois und Finney an. "Na gut, die haben Angst und erwarten eine Erklärung unserer Absichten. Aber inwiefern hilft uns das?" "Ganz einfach, weil die Protokolle der Forschungsraumflotte (ich habe sie als Teil unseres Kampfes studiert) für den Fall in so einem Fall eine Ausnahme vom Kontaktverbot vorsehen, weil sonst die Alienkultur durch die Verweigerung des Kontakts größere Schäden erleiden würde, als durch den Kontakt selber." erklärte Francois, wobei John den Eindruck hatte, dass die Erklärung auswendig gelernt gewesen war. "Aber wird das die anderen auch überzeugen? Ich meine, klar schieben die das Alien-Kontaktprotokoll vor, aber in Wirklichkeit hören die doch einfach nur auf ihre Angst vor den Aliens. Das hier reicht doch höchstens für den Bürokratenbolzen Herbert." "Es stimmt zwar, was du sagst, aber wenn wir ihnen die einzige rationale Begründung für ihr Tun nehmen, müssen sie sich eingestehen, dass sie aus Angst handeln. Und niemand lässt sich gerne einen Feigling nennen." John seufzte. "Ich nehme an, ich soll diese Aufnahme unter den Antis verbreiten?" "Ja, genau." "ich werde mal sehen, was ich tun kann."

2976, Nordallianz, Afor

Das Alienraumschiff hing im Orbit, und man wusste immer noch nicht, was die Aliens hier wollten. Wenn der Generalsekretär jetzt zur Hauptverkehrszeit durch die Hauptstadt ging, hatte er den Eindruck, sich in einer Geisterstadt zu befinden. Und in den anderen Großstädten des Planeten war es ähnlich, die Leute hatten die Angst vor einem Atomkrieg mit dem Süden auf die Aliens projiziert, und waren in Schaaren von allen Zentren der Zivilisation weg geflohen. Zwar hieß es das, dass es wenigstens keine Unruhen gab (auch wenn diese Massenflucht alles andere als reibungslos abgelaufen war), aber unter diesen Umständen konnte man ein Land einfach nicht regieren. "Meldet euch endlich, sagt uns, was ihr wollt." flehte der Generalsekretär das deutlich sichtbare, Konusförmige Raumschiff jedesmal an, wenn er es durch den, von seinem Büro aus sichtbaren Teil des Himmels ziehen sah. Doch bis jetzt war es stumm geblieben, obwohl wohl sämtliche Radiosteleskope des Planeten darauf gerichtet waren. Selbst der Generalsekretär hatte eine Antenne aufstellen und ein Radio in seinem Büro daran anschließen lassen. Er Blickte auf die Uhr. Gleich würden die Aliens ein weiteres mal durch seinen Ausschnitt des Himmels ziehen. Der Generalsekretär fing wieder an, zu flehen - und diesmal wurde er erhört. In einem, wenn auch schwer verständlichen Dialekt sandten die Aliens folgende Worte "Hier spricht die TMSC Belgrad, wir sind in friedlicher Absicht hier. Wir wünschen, sowohl den Primus der Südkoalition als auch den Generalsekretär der Nordallianz zu sprechen. Zu diesem Zwecke werden in kürze zwei Landekapseln ablegen, jeweils mit Kurs auf eine der Hauptstädte. Wir erwarten diesbezüglich eine Einweisung durch ihre Luftraumkontrolle. TMSC Belgrad, Ende."

2976, TMSC Belgrad, im Orbit um Afor

John hatte während der Sendung die Funktion der Sendeanlage überwacht. "Und?" fragte Francois. "Keine Probleme. Die Anlage hat sauber gearbeitet, so gut wie neu." "Gute Arbeit, John. Und das, obwohl sich die Antis reichlich Mühe gegeben haben, dass Ding nutzlos zu machen." "Nun, rein zeitlich hat die Woche gereicht, ich war mir nur nicht sicher, ob nicht vielleicht irgendwo noch ein unentdeckter Fehler lauerte." "Allen Anschein nach nicht." "Und wie geht es mit dem Kitten der Besatzung voran?" "Schwierig. Zwar hat der Plan funktioniert, und die Antis haben aufgehört zu kämpfen, doch um die Besatzung wieder zu einen braucht braucht es wohl wesentlich mehr als Das." John begleitete Francois zur Andockrampe. "Ich bin mal gespannt, wie die Afori auf uns bei einem direkten Treffen reagieren werden. Zu schade, dass ich nicht dabei sein kann." meinte John. "Wie kommst du den darauf? Du kommst natürlich mit, als Exobiologe." John blieb stehen. "Augenblick, ich bin Teil der Kontaktgruppe? Mit welcher Qualifikation?" "Bei der Vollversammlung hast du die Afori klassifiziert." "Aber das kann man doch nicht ernstnehmen. Die Kriterien sind von einem Poster!" "Echt? Egal, damit verstehst du trotzdem mehr von Exobiologie als sonst irgendwer an Bord. Deshalb bist du ab sofort Chefexobiologe." "ähh...Okay." sagte John, und musste e5rstmal durchatmen. Das kam schon überraschend. "Ich muss noch was holen." sagte John. "beeil dich." erwiderte Francois. "Die Landekapsel legt gleich ab." John lief los. Wenn man ihn schon als Experten dazu nahm, sollte er auch mehr Wissen beisteuern können als ein Poster bot.

2976, eine Landekapsel auf dem Weg vom Orbit nach Afor

wieder einmal hatte sich die Datenbank der Belgrad als erschütternd Lückenhaft erwiesen. John hatte ganze drei populärwissenschaftliche Broschüren über Exobiologie gefunden, die nahezu völlig redundant waren, selbst zusammen nicht genug Informationen auch nur für einen Vortrag in der siebten Klasse gereicht hätten und darüberhinaus allen Anschein nach schon Jahrzehnte vor ihrer Abreise wissenschaftlich gesehen völlig überholt gewesen waren (eigentlich nicht sonderlich Überraschend, war die TMSC Belgrad doch nie für wissenschaftliche Zwecke konzipiert gewesen). Erstaunlicherweise hatten sich die Poster (allen Anschein nach hochgeladen von irgendeinen 'echten' Besatzungsmitglied der jüngeren Geschichte, dass wohl ein Interesse an diesem Gebiet gehabt hatte) als ergiebiger erwiesen. John hatte nicht nur das aus seiner Jugend gefunden, nein, es gab noch viel mehr mit verschiedenen Kriterien. Er hatte sie sich alle von den Nanomaschinen des Replikators reproduzieren lassen. John sah von einem der Poster, dass über die Möglichkeiten von nicht-kohlenstoffbasierten Leben spekulierte (etwas, was bislang noch nicht entdeckt worden war, und, angesichts der Tatsache, dass die Afori eindeutig auch auf Kohlenstoff basierten, wohl auch nicht so bald bestätigt werden konnte) auf und aus dem Bullauge der Landekapsel hinaus, wo die Athmosphäre eines fremden Planeten vorbei schoss. Seit er ein Kind war, hatte John davon geträumt, als erster Mensch Kontakt mit einer fremden Zivilisation aufzunehmen, bis die Aufnahmeprüfung der Raumfahrtakademie diesen Traum scheinbar zerstört hatte. Doch nun schien es so, als hätte sich das Schicksal doch dazu entschieden, ihn diesen Wunsch zu erfüllen. Vielleicht war am religiösen Gewäsch seines Vaters doch etwas dran gewesen, dachte sich John. Wenn er nur mal zugehört hätte. Die Landekapsel setzte auf.

2976, Nordallianz, Afor

Der Generalsekretär zupfte sich ein letztes Mal nervös an den Stilaugen. "halten sie es wirklich für eine gute Idee, die Wachen unbewaffnet zu lassen?" fragte er seinen Sicherheitschef. "Sir, wir empfangen heute das erste mal eine Delegation von einem fremden Planeten, da wollen wir nicht provozieren. Und da wir nicht wissen, was die Aliens als provozierend empfinden, lassen wir die Wachen unbewaffnet. Es ist sowieso völlig unerheblich, ob die Wachen Waffen haben oder nicht, den der Antrieb der Aliens alleine ist schon stark genug, um unsere gesamte Zivilisation zu Staub zu verbrennen. Wozu wären dann wohl erst ihre Waffen in der Lage?" Der Generalsekretär wippte mit den Stilaugen, um zu zeigen, dass er verstanden hatte. "Das weiß ich alles, ich bin nur ziemlich nervös." Die Schleuse ging auf, und Wesen wie aus einem Alptraum traten hinaus. Ein Gerät, dass eines dieser Wesen trug tönte, in dem selben merkwürdigen Dialekt, mit dem sich die Besucher auch aus dem Orbit gemeldet hatten "Wir sind die Delegation der TMSC Belgrad. Und wir wollen mit dem Generalsekretär der Nordallianz sprechen."

Von nahen waren die Afori noch furchteinflößender, aber John schaffte es mit Mühe, den Fluchtinstinkt nieder zu kämpfen. Gerade hatte Finneys kleines Gerät aufgehört, die Knurr-, Zisch- und nicht beschreibbaren Laute von sich zu geben, die die Sprache der Aliens bildeten. "Was hast du denen gesagt?" fragte John Finney. "Nur, wer wir sind, und das wir ihren Anführer sprechen wollen." Die Afori blieben stumm. "Was ist mit denen los?" wollte Francois wissen. John wollte erst sagen, dass er keine Ahnung habe, doch dann fiel ihm auf, dass die Stilaugen der Aliens eingezogen waren und die farblich auffälligeren Partien erheblich blasser waren, als vor der direkten Begegnung. "Sie haben Angst." sagte John halb ratend. "vor uns?" fragte Francois überrascht. John zuckte mit den Schultern. "Sie erinnern uns an verschiedene Raubtiere von der Erde, und das lässt unser Primatenhirn schreien 'vorsicht, Gefahr, lauf weg!'. Vielleicht ist es bei ihnen ähnlich." "Ah, Okay. und wann schütteln die ihre Angst ab?"

Die Sprache der Aliens war schrill, und der Generalsekretär hatte den Verdacht, dass einige Laute außerhalb des Frequenzvolumens des aforischen Gehörs waren. Deshalb war wohl auch der erste Satz von kleinen Gerät abgegeben worden, vermutlich eine Art Übersetzungsmaschine. Der Generalsekretär kämpfte seinen lähmenden Instinkt nieder und antwortete als erster "Ich bin der Generalsekretär der Nordallianz, und ich heiße sie hier auf Afor willkommen. Dennoch würde ich gerne wissen, mit wem ich rede." Der Alien mit der Übersetzungsmaschine tippte auf dieser herum und einer der Aliens ( der Generalsekretär hatte schon so Schwierigkeiten, die Aliens auseinander zu halten, doch dieser sha genauso aus, wie ein anderer) antwortete etwas, dass übersetzt wurde als "wir sind Menschen vom Planeten Terra, Satellit eines St'afor, 200 Lichtgroßzyklen in der Richtung, aus der wir kamen." Der Generalsekretär vermutete, dass seine Frage falsch übersetzt worden war. "Ja, danke, aber wer sind sie individuell?"

Der Alien, der von sich behauptete, der Anführer zu sein, fragte nun danach, mit welchen Individuen er es zu tun hatte. Francois fing mit John an. "Das ist John, unser Antriebstechniker udn Exobiologe." es ging weriter mit Finney "Das ist Finney, unser Physiker, Astronom, Historiker, Sensoranalytiker und Linguist" (Finney erledigte an seiner Sensorkontrollkonsole offenbar wesentlich mehr, als John je geahnt hätte) Francois kam zu seinem Bruder "Das ist Jean, einer der beiden Hauptwortführer." nun zeigte Francois auf sich selbst "und ich bin Francois, der andere Wortführer." Finney tippte angestrengt auf seinem Gerät herum, besonders Probleme schien ihm das Wort 'Wortführer' zu bereiten, doch irgendwie schien er es zu schaffen. Der Anführer der Aliens lauschte interessiert und stellte schließlich die Frage, die John bei seinem ersten Treffen mit den Remy-Zwillingen auch gestellt hatte : "Wie kann man die beiden eigentlich unterscheiden?" und, wie damals, antwortete Francois darauf mit "Der hat immer Unrecht!" Darüber musste John, ebenso wie der Rest der Kontaktgruppe, herzlich lachen.

Die Aliens gaben auf die Antwort des Anführers, der als Fr'nc's bezeichnet worden war, ein eigenartiges Geräusch von sich. Sprache war es nicht, und auch kein Schreien. Der Generalsekretär sah verloren zu dem als F'nn'y bezeichneten Alien mit der Übersetzungsmaschine hin. Dieser erklärte, nachdem das Geräusch geendet hatte "Fr'nc's hat auf ihre Frage geantwortet, dass man sie daran unterscheiden könne, dass J'n immer Unrecht habe. Das fanden die anderen sehr lustig." Der Generalsekretär wippte mit den Stilaugen. "In Ordnung, kommen wir zum Geschäftlichen. Was sind ihre Absichten hier?" "Wir müssen unser Raumschiff nach der langen Reise wieder Flott machen. Das betrifft vor allem den Schiffstreibstoff. Um nahc Hause zurückzukehren brauchen wir große Mengen an Gegenmaterie. Dafür müssen wir beim vierten Planeten ihres Systems, dem großen Gasriesen, eine Anlage bauen, die einen Teil des Wasserstoffes in Gegenmaterie umwandelt. Dafür bitten wir sie erstens um ihre Erlaubnis und zweitens um ihre Hilfe. Den wir alleine würden für diese Anlage wohl 50 Großzyklen brauchen, mit ihrer Hilfe mit Sicherheit viel weniger." "Von was für Mengen von Wasserstoff sprechen wir überhaupt? Nicht, das am Ende der Planet weg ist..." "Sehr wenig. Selbst das Tausendfache würde keine merklichen Auswirkungen auf die Zusammensetzung oder Größe des Gasriesen haben." "Gut, aber dafür verlange ich einen Teil ihrer Technologie, wenn wir ihnen helfen." "Selbstredend." sagte der Alien und entblößte eine Dicht an dicht stehende Reihe von Zähnen in seinem furchtbaren Maul.

"Warum bestand der Alien eigentlich darauf, dass wir keine Waffentechnologie an den Süden verkaufen?" fragte Francois, als sie von den Verhandlungen im runden Haus zurückkehrten. "Das lässt sich einfach erklären" meinte Finney "der Norden und der Süden befinden sich in einem stetigen Spannungszustand, bereits das kleinste Ungleichgewicht kann alles zu einem Krieg eskalieren lassen, der ihre gesamte Zivilisation zerstören würde." "Erinnert mich an das Verhältnis zwischen der terranischen Föderation und den Eridanern zuhause." erwiderte John. "Eigentlich ist die Ähnlichkeit mit dem Amerikanisch-Sowjetischen Kalten Krieg mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts größer." belehrte Finney. John zuckte mit den Schultern, Francois ebenso. John war nie gut in Geschichte gewesen, in Antiker schon gar nicht. Sie betraten die Landekapsel und riefen die andere Kapsel. "Ja, wir wurden freundlich empfangen. Die Südler sind zwar tief religiös, aber trotzdem vernünftig. Wir haben mit ihnen ein Abkommen ausgehandelt, aber ich würde das lieber oben besprechen."

2986, Nahe D'afor, St'afor-System

Die Afori-Interplanetarfähre dockte an der TMSC Belgrad an, und John blickte auf von den letzten Korrekturen an seiner Abhandlung über Afori-Biologie. Seufzend erhob er sich, denn obwohl er nun hauptsächlich als Exobiologe arbeitete, war er immer noch Antriebstechniker und musste ab und zu nach den Rechten sehen, selbst wenn Maurice, Francois Tochter, eine gelehrige Schülerin war, und selbst einige der Handgriffe, die John keineswegs als Routine bezeichnet hätte, beherrschte, inzwischen das meiste regelte. Als John durch die Schleuse trat, bot sich ihm ein erfreulicher Anblick. "Jeremy!" rief er, und nahm seinen Sohn in die Arme. "Und, hast du mir was von den Echsen-Menschen mitgebracht, Papa?" fragte dieser. "Natürlich." sagte John und gab Jeremy den Plüsch-Kr'tag, den er am Raumhafen gekauft hatte. "Echsen-Menschen?" fragte John Hoshi. "Ach, weißt du" sagte sie "ein paar von den Afori haben auf Jeremy aufgepasst, während du weg warst." "Hälst du es für eine gute Idee, unseren Sohn neben Angsteinflößenden Aliens aufwachsen zu lassen? Ich meine, natürlich sind sie nette Leute, wenn man sich erstmal an ihr Äußeres gewöhnt hat und sie ein bisschen besser kennen gelernt hat. Aber wie soll er sich so je an eine rein menschliche Gesellschaft gewöhnen, wie sie im Sol-System da sein wird?" Hoshi lachte "Und das von jemanden, der mit einem Exobiologie-Poster an der Wand aufgewachsen ist." "He!" protestierte John. "Das war etwas völlig anderes." Dann dachte John nach, und meinte, mit zuckenden Augenbrauen, "oder ich werde langsam alt."

Beim Kontrollgang durch den Antriebskontrollraum musste John feststellen, dass auch sein zweites Pad bereits Anzeichen von Senilität aufwies. Zum Glück hatte Maurice alles im Griff. "Keine Sorge, Joe, sowohl das Antimaterietriebwerk als auch die Magnetfeldeindämmung funktioniert absolut problemfrei. Und bei der derzeitigen Übertragungsrate können wir morgen abfliegen." "Das sagst du." sagte John und beäugte misstrauisch die absolut normal verlaufenden Histogramme. "Aber ich kenne diese Maschinen ein paar Jährchen länger als du." "länger vielleicht, aber wohl kaum besser. Ich bin mit diesen Maschinen aufgewachsen, kannte die Bedienungsanleitung schon auswendig, kaum das ich ein Pad bedienen konnte." John nickte das letzte Histogramm ab. "Na ja, ich wollte nur ausdrücken, dass es für mich schwer ist, dass Steuer abzugeben, an ein Kind. Die Belgrad war nie als Generationenraumschiff konzipiert." "Ja, ich weiß. Es war ein Kriegsschiff dieser blöden terranischen Föderation, zu der ihr unbedingt zurückkehren wollt, obwohl sie euch für irgendeinen blödsinnigen Krieg aufgegeben hat. Und zu der ihr erst 400 Jahre nach eurer Abreise zurückkehrt."

John folgte dem Klingeln auf die Brücke, udn fand dort den, inzwischen mit einer Halbglatze versehnen, Finney und einen der Remys vor. "Jean?" riet John. "Francois." antwortete Francois. "Und, wie läuft es bei den Afori?" fragte er. "Kopf an Kopf." erwiderte John. "Nach dem Schei'lor'ck-Ranking sind die Nordallianz und die Südkoalition gleichauf mit den Lebensbedingungen. Aber der neue Generalsekretär hat versprochen, schon bald auf eine Replikatorwirtschaft umzustellen, während der Primus immer noch dagegen ist." Francois nickte verstehend. "Es war eine gute Idee, die Konkurenz zwischen Nord und Süd als Wettstreit um die besten Lebensbedingungen aufzuziehen, sonst hätten sich die Afori mit der Technologie, die wir ihnen gegeben haben wohl selbst zerstört." "Ja, das hätten sie. Aber sie haben mich doch mit Sicherheit nicht deswegen gerufen." "Finney hat sie gerufen. Er meinte, da wäre etwas, was wir unbedingt erfahren müssen, aber er will uns nicht sagen, was es ist, wenn nicht alle da sind." "Wer fehlt den noch?" "Jean." in dem Moment betrat Jean die Brücke. "Was gibt es den, weswegen ich angeklingelt wurde?" wie zur Antwort nahm Finney die Kopfhörer ab. "Nun, da alle hier sind, fange ich an" die Versammelten blickten Finney erwartungsvoll an "erinnert ihr euch noch, wie ich vor 15 Jahren das Funksignal der Afori aufgeschnappt und sie somit entdeckt habe?" Francois setzte zur Antwort an, doch Finney plapperte wie üblich weiter. "Jedenfalls ist mir vor kurzem etwas ähnliches passiert, ich habe ein starkes Signal empfangen, und wenn man es zu seinen Ursprung in 906 Lichtjahren Entfernung zurückverfolgt, muss es stärker gewesen sein, als alles was die gesamte menschliche Hegemonie zu erzeugen in der Lage wäre." "Wow." staunte John, den Ausschlag auf der Kurve des Histogramms betrachtend. "Die müssen uns ja mindestens so weit vorraus sein, wie wir den Afori vor unseren Kontakt." "Okay, merken wir es für die Forschungsraumflotte vor." meinte Jean. Francois sah ihn an. "Ich bin der Meinung, wir sollten dorthin fliegen. Die Aliens sind vielleicht so weit, dass sie uns mit Überlichtgeschwindigkeit nach Hause schicken können." "Spinnst du?" fragte Jean und tippte auf die Sternenkarte. "die liegen in der völlig falschen Richtung. Selbst wenn die uns sofort nach Hause schicken, sind wir 1100 Jahre nach unserer Zeit. Und ich würde gerne noch ankommen, solange es die terranische Föderation noch gibt!" "Vielleicht können die Aliens uns ja auch in die Vergangenheit schicken!" "Du spinnst! Finney hat ganz klar festgestellt, dass..." "Klappe zu, Jean!" konterte Finney überraschend den üblicherweise gegen ihn benutzten Sprcuh, um den Streit zwischen Jean und Francois zu beenden. Die beiden verstummten augenblicklich. "Ich habe noch etwas empfangen, schwächer aber Nährungsweise aus der Heimat, etwas, dass vielleicht eure Meinung ändert." "Und was?" fragte John. "Die Abstimmung des eridanischen Parlaments über den Krieg mit den Terranern, die Kriegserklärung wurde mit großer Mehrheit angenommen." "Nein!" riefen die Versammelten ungläubig. Doch Finney zeigte ihnen das Hologramm. "Ich hätte nie gedacht, dass Menschen so dämmlich sein können." stellte John rekapitulierend fest. "Dass ändert gar nichts." stellte Jean klar. "Die terranische Föderation wird überleben, egal wie!" "Wohl kaum" entgegnete Finney "ich habe es schon kalkuliert, selbst wenn die terranische Föderation nicht von den Eridanern erobert wird, was immerhin noch mäßig wahrscheinlich ist, wird sie von einem weiteren Krieg mit den Cygniern zerstört." "Oh" meinte John sarkastisch "unser Finney ist jetzt auch ein Prophet. Langsam frage ich mich, wozu er uns eigentlich noch braucht." Das beantwortete Finney mit einem bösen Blick udn erklärte weiter "und selbst wenn die terranische Föderation beide Kriege überstanden haben solltew, was mehr als unwahrscheinlich ist, wird sie sich doch so radikal verändert haben, dass sie nicht mehr dieselbe ist, kurz gesagt: unsere Heimat existiert nicht mehr." "Doch, dass tut sie." widersprach Francois und erntete dafür Stirnrunzeln. "Die Belgrad ist unsere wahre Heimat, der Ort, wo unsere Freunde uns Familie sind. Und wir werden weiterfliegen, dorthin, wo diese Superaliens sind." "Dafür verlange ich eine Abstimmung!" rief Jean zornig.

Fortsetzung folgt...


Diese Woche stehe ich bei 73 Din-4-Seiten bzw. 146 Buchseiten für Kapitel 5, also 1060 Din-4-Seiten bzw. 2120 Buchseiten für den Gesamtroman. Gegenüber meinen letzten Beitrag vor etwa vier Monaten ist das ein Wachstum um 49 Din-4 bzw. 98 Buchseiten, was, im Vergleich zu meinen Erwartungen, auf die einzelne Woche gerechnet ein eher schwaches Wachstum ist.
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Die ferne Zukunft des Romanuniversums


am 05.05.2012, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
heute möchte ich in diesem Blog die ferne Zukunft (d.h., was nach dem Eridanisch-Cygnischen Krieg passiert) des Romanuniversums erkunden. Hierbei gelten die Angaben explizit für die EZL ( Zeitlinen des Romanuniversums (forts.) (Blog von Taln.Reich) ), da ich diese Zeitlinie am weitesten Gedacht habe.

3160er - Der Eridanisch-Cygnische Krieg, der bis dahin verheerendste Krieg der Menschheitsgeschichte, endet. Um weitere Kriege zu verhindern, wird beschlossen, das anstelle des, offenbar zu verhinderung von interstellaren Kriegen unfähigen, Rates der vereinigten Menschheit ( Der Rat der vereinigten Menschheit und interstellare Politik (Blog von Taln.Reich) ) die vereinigte Menschheitsföderation treten soll, in der Eridaner und Cygnier in einer friedlichen Demokratie vereinigt werden sollen.
- Nach dem Ende des Krieges widmet man sich der Wiederherstellung der Erde, die, nach der Cygnischen Invasion Sols 3029, 3030 deterraformiert wurde. Die Dauer dieses Vorhabens wird jedoch auf mehrere hundert Jahre geschätzt.
- Mit dem Ende des Krieges wird, da nicht mehr benötigt, der Alpha-Centauri-Stützpunkt aufgegeben, aber, da viele befürchten, dass der Krieg wiederkommen könnte, so zurückgelassen, dass er auch noch nach Jahrhunderten wieder in Betrieb genommen werden kann. Dies wird jedoch niemals passieren.

3896 - die TMSC Belgrad nimmt, als einziges Raumschiff der Menschheit in der Geschichte, Kontakt mit den Älteren ( Im der Romanreihe vorkommende Alien-Spezies (Blog von Taln.Reich) ) auf, und schickt die hochentwickelten Technologien, die sie von diesen bekommt, zur Erde. Danach macht sich die Belgrad, mit dem, nun installierten, Trägheitskontrollsystems, auf den Weg zu fernen Welten.

4169 - Der erste offizielle Kontakt der Menschheit mit zivilisatorischen Aliens findet statt. Im Vergleich zum letzten Zeitpunkt hat sich die Menschheit technisch massiv weiterentwickelt, unter anderem verfügt sie nun über effektive Trägheitskontrolle, was interstellare Flüge, zumindest aus der Sicht der Passagiere, in der Dauer von Monaten und Jahren auf Minuten verkürzt. Angespornt durch die, im Vergleich ziemlich fortschrittlichen Menschen, intensivieren die Aliens ihr Raumfahrtprogramm, das bis dahin einzig und allein in dem erfolgreichen Start eines unbemannten Satelliten bestanden hatte.

4170er bis 4370er - die Aliens starten eine Raumsonde zur Erkundung ihres äußeren Planetensystems, wobei, im Mond eines Gasriesen, das Multiverse-Gate gefunden wird. Die Menschen, Neugierig ob dieses Stücks Technologie der Älteren (die Übermittlung der TMSC Belgrad wird sie erst im 50. Jahrhundert erreichen) experimentieren mit diesen herum, wobei sie ein Portal zu einem feindseligen Paralleluniversum öffnenen. Die Kriegsflotte des Imperiums der vereinigten Menschheit (eine expansionistischere, totalitäre, und spezistische Entsprechung zur vereinigten Menschheitsföderation) beginnt die Invasion unseres Universums. Damit beginnt der Multiverse-Krieg, der letzte Konflikt, der die ganze Menschheit betrifft.
- alle Versuche, die Invasion mit konventionellen Waffen aufzuhalten, scheitern. Um den Widerstand der Menschheit unseres Universums zu zerschlagen, zerstört das Imperium über 30 hochbevölkerte Welten, darunter auch die, erst kürzlich wiederhergestellte, Erde.
- Mit der Entwicklung und Anwendung der Trinity-Waffen ( Waffen, die im Roman-Universum existieren (Blog von Taln.Reich) ) kann das Imperium schließlich aus unseren Universum vertrieben werden. Als die Schiffe schließlich das Planetensystem des Mutliverse-Gates erreichen, finden sie dieses vollkommen verwüstet vor. Auf dem Planeten, auf dem vorher eine blühende Alien-Zivilisation war, finden sich nun nur noch schwerlich Mehrzeller. Um zu verhindern, dass so etwas dem Universum noch einmal geschieht, wird das Multiverse-Gate zerstört. Damit endet der Multiverse-Krieg.

47. Jahrhundert - Genetisch manipulierte Menschen werden zur Mehrheit ( Genetische ManManipulationen im Romanuniversum (Blog von Taln.Reich) )

53. Jahhrundert - der letzte Mensch ohne genetische Manipulationen stirbt. Im Gedenken wird an die Stelle, an der einst die Erde war, das Homo Sapiens Memorial gebaut.
- Eine der Halbautonomen Enklaven, die genetische Manipulationen bereits an Embryonen durchführt, hat das Maximum dessen erreicht, was an 'Verbesserungen' möglich war. Da dabei der Unterschied zum "unbearbeiteten" Menschen schon so groß geworden ist, dass man beide nicht mehr zur selben Spezies zählen kann, sagt sich die Enklave von der vereinigten Menschheitsföderation los, da sie sich nicht länger als der Menschheit zugehörig fühlen. Die vereinigte Menshcheitsföderation sieht das anders, doch die Enklave erklärt ihnen den Krieg. Dieser dauert, aufgrund der massiven zahlenmäßigen Überlegenheit der vereinigten Menschheitsföderation, jedoch nur kurz, sodass der Großteil der, inzwischen über mehrere hundert Lichtjahre verstreuten, Menschheit erst von diesem Konflikt erfährt, als er schon vorüber ist.
- Die Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, das zwar die Enklavenbewohner und die unmodifizierten Menschen unterschiedliche Spezies wären, dies jedoch nicht auf die Menschheit des 53. Jahrhunderts zutrifft. Man beginnt, die Enklavenbewohner fester in die Struktur der vereinigten Menschheitsföderation zu integrieren.

59. Jahrhundert - Die Menschheit erreicht ihren Höhepunkt, und besiedelt zu diesem Zeitpunkt über 6000 Planetensysteme im Umkreis von über Tausend Lichtjahren. Die Gesamtpopulation beträgt 27,2 Billionen Individuen.

63. Jahrhundert - Der Abstieg beginnt. Trotz gründlicher Erforschung der Vergangenheit wird kein Weg gefunden, den Schrumpfungsprozess des Menschheitsraumes, der mit Bevölkerungsrückgang in den äußeren Kolonien beginnt, entgegenzuwirken.

11. Jahrtausend - die Menschheit spaltet sich zunehmend in Zwei Lager:zum einen die Progressiven, die, ähnlich wie Omega Jahrtausende zuvor, oder wie die Älteren in ihrer Endphase, zu Schwärmen von Nanomaschinen werden (die sich nach und nach mit Omega vereinen) und den Primitivisten, die, überfordert von der hoch entwickelten Technologie ihrer Zeit, zu einen einfacheren Leben zurückkehren wollen.
- geschätzter Zeitpunkt der Rückkehr der TMSC Belgrad zum Menshcheitsraum.

14. Jahrtausend - Der letzte Nanomaschinenschwarm, der noch nicht zu Omega gehörte, schließt sich diesen an. Somit ist Omega nun das letzte Wesen menschlichen Ursprungs, dass noch hochentwickelte Technologie benutzt.
- Auf dem Mars dringt ein junger Primitivist zum letzten, gut geschützten, Replikationsnanomaschinen-Steuerungscomputer vor, und zerstört diesen aus unverständnis über diese Technologie (trotz Warnung seitens Omega). Da damit die "magischen Kisten" keine Nahrung mehr liefern, stirbt somit die Menschheit aus.
- Omega ist das letzte Wesen menschlichen Ursprungs im Universum, und beginnt damit, in der Galaxie herumzureisen.

14. Jahrtausend oder später - Die Aliens von Struve 1321, im 28. Jahrhundert noch auf einen jungsteinzeitlichen Niveau, haben eine komplexe, technisch fortgeschrittene Zivilisation entwickelt, und beschließen, mit ihren ersten interstellaren Raumschiff zum Alpha-Centauri-Stützpunkt zu fliegen. In dem, seit über 10.000 Jahren aufgegebenen, Stützpunkt erfahren sie, was wirklich hinter ihrem Mythos des Götterkampfes steckt. Mit dieser, ihr Weltbild völlig verändernden Erkenntnis treten sie, mit einem menschlichen Raumschiff aus dem 32. Jahrhundert, die Heimreise an.

eine Milliarde Jahre in der Zukunft - Omega, inzwischen Müde, Aufstieg und Fall von interstellaren Reichen verschiedenster Alienspezies mitzuverfolgen, baut eine Dyson-Sphäre, die für Jahrmilliarden an die Menschheit erinnern soll (die Human-Memorial-Dyson-Sphere) und kehrt nach Sol zurück, um dort darauf zu warten, dass, mit der Entwicklung der Sonne zum Roten Riesen, dass Homo-Sapiens-Memorial-Monument zerstört wird. Hierfür versetzt er sich in eine Starre, um von den bis dahin vergehenden Milliarden von Jahren unberührt zu bleiben.

etwa acht Milliarden Jahre in der Zukunft - Die Entwicklung der Sonne zum roten Riesen zerstört das Homo-Sapiens-Memorial-Monument, samt Omega, der wieder zu dem Menschen zurück abgestiegen ist, der er einst, Milliarden Jahre zuvor, war. Damit ist nun auch das letzte Wesen menschlichen Ursprungs gestorben.
- einer der, einmal pro Jahrhundert auftretenden, Blinker der Human-Memorial-Dyson-Sphere erreicht das Sonnensystem. Diese Blinker werden der Galaxie noch milliarden Jahre, nachdem die Sonne nicht mehr existiert, mitteilen, dass es die Menschheit gab.


Diese Woche stehe ich bei 24 Din-4 bzw. 48 Buchseiten für Kapitel 5, also 1011 Din-4 bzw. 2022 Buchseiten für den Gesammtroman. Dies ist ein Wachstum von 7 Din-4 bzw. 14 Buchseiten gegenüber meinen letzten Blogbeitrag vor zwei Wochen.
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Wissenschaft und Technik des Romanuniversums


am 21.04.2012, in der Kategorie Kunst/Kultur, 3 Kommentare
Allgemein habe ich versucht, trotz der Tatsache, dass die Geschichte vom späten 28. Jahrhundert an vorwärts geht, was selbstredend in diesem Kontext die Vorstellung sehr hochentwickelter Technologie erfordert, diese Technologie und die direkten Vorgänge so zu gestalten, dass sie mit den bekannten Naturgesetzen vereinbar sind (ausgenommen den dritten Zyklus, der um einiges spekulativer ist), und die Technologie dennoch mit dem Handlungskontext (der ja interstellare Raumfahrt als, wenn auch nicht alltäglich, so doch als problemlos im Bereich des möglichen, erfordert) konsistent zu halten.

Die Technologie: Allgemein ist die Technologie im Romanuniversum hoch entwickelt, Nanomaschinen zu medizinischen und produktiven Zwecken sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken (das geht sogar soweit, dass Produktions- oder Heiltätigkeiten ohne die Verwendung von Nanomaschinen als Mittel- bis Steinzeit-alterlich bezeichnet werden, und letzteres als Gleichauf mit Gesundbeten betrachtet wird), Antimaterie wird, wie selbstverständlich, als Raumschifftreibstoff, Energieträger und in Waffen verwendet. Holographische Technologie hat überall dort Einzug gehalten, wo man heute Bildschirme verwendet.
Dennoch gibt es auch einige Dinge, wo die Technologie des Romanuniversums doch hinter dem zurückbleibt, was man eigentlich für eine so technisch hochentwickelte Gesellschaft erwarten würde. So ist selbst die am höchsten entwickelste KI des 32. Jahrhunderts noch weit entfernt von 'echter' Maschinenintelligenz. Dies liegt darin begründet, dass ich der Ansicht bin, dass es nahezu unmöglich sein dürfte, eine Maschinenintelligenz zu entwickeln, da bereits die Definition einer selbigen Schwierigkeiten bereitet.

echnologische Weiterentwicklung: obwohl das Romanuniversum schon zu Beginn des ersten Zyklus (also im ausgehenden 28. Jahrhundert) technologisch sehr weit fortgeschritten ist, so ist die Technologie dennoch nicht statisch. So finden, zwischen dem Anfang des ersten Zyklus und dem Ende des zweiten (also vom späten 28. Jahhrundert bis zur Mitte des 32.) erhebliche technologische Weiterentwicklungen statt, wenn auch, bedingt durch die Umstände (schließlich herrschen, vom spätem 28. bis Mitte des 29. und Anfang des 31. bis Mitte des 32. Jahrhunderts jeweils gewaltige interstellare Kriege statt) vor allem im Bezug auf Kriegsraumschiffe (vergl. Raumschiffe des Romanuniversums (Blog von Taln.Reich) , Abschnitt Generationen und Klassen ), Waffen und Schutz gegen eben diese.
Bemerkenswerter ist hingegen der Sprung zum dritten Zyklus, was auch Sinn macht, da dieser ein Jahrtausend (das, unter anderem, das sog. Diamantene Zeitalter, das von Fortschritt in so ziemlich allen Bereichen geradezu geprägt war) nach dem Ende des dritten Zyklus ansetzt. In dieser Zeit hat die Technologie so große Sprünge gemacht, dass Dinge möglich geworden sind, von denen so ziemlich alle Menschen in den Zyklen 1 und 2 gesagt hätten, dass sie unmöglich wären. Das umfasst unter anderem auch solche Dinge wie Trägheitsmanipulation (wodurch die Subjektive Reisezeit für einen interstellaren Raumflug auf wenige Minuten reduziert wird), die Trinity-Waffen (vergl. Waffen, die im Roman-Universum existieren (Blog von Taln.Reich) Abschnitt Trinity-Raumschiffwaffen ) oder Behandlungsmethoden für Verletzungen, die in den ersten beiden Zyklen als nicht heilbar galten.

Die Wissenschaft: zu den herausragendsten Merkmal gehört der Verzicht auf jedwede Art von überlichtschnellen Reisen. Vielmehr finden interstellare Flüge mittels hochrelativistischer Flüge statt (in den Zyklen 1 und 2 unter zuhilfenahme von Kälteschlaftechnologie, da bei den Raumschiffen dieser Zeit die Beschleunigung noch so gering ist, dass trotzdem auch subjektiv mehrere Jahre vergehen, im dritten Zyklus ist dies durch die Entwicklung effektiver Trägheitskontrolle unnötig geworden), während interplanetare Flüge in der Regel lange Beschleunigungs- und Abbremsphasen sind.
Bei der Ausgestaltung der verschiedenen Planetensysteme, die im Romanuniversum eine Rolle spielen, orientiere ich mich, sofern es sich um reale Sterne handelt (die Regel in den Zyklen 1 und 2), am gegenwärtigen Erkenntnisstand der Astronomie über diese Sterne (wobei man es wohl kaum verübeln kann, dass ich dabei aus dramaturgischen Gründen einiges hinzufüge, dass noch nicht 'entdeckt' wurde). Bei erfundenen Sternen wiederrum orientiere ich mich in der Ausgestaltung an bereits bekannten Planetensystemen, um es auf diese Weise realistisch zu halten.


Diese Woche stehe ich bei 17 Din-4 bzw. 34 Buchseiten für Kapitel fünf, was, trotz der zwei Wochen seit meinem letzten Bericht, einen Fortschritt von gerademal 4 Din-4 bzw. 8 Buchseiten darstellt. Ursächlich hierfür sind, unter anderem, massive Computerprobleme in den letzten zwei Wochen, der, unterschätzte, Zeitaufwand für die Uni und ein bedenklicher Mangel an Inspiration in den beiden Wochen. Der Gesammtroman liegt gegenwärtig bei 1004 Din-4 bzw. 2008 Buchseiten.
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Das zweite Jahr


am 07.04.2012, in der Kategorie Kunst/Kultur, keine Kommentare
Heute sind es ziemlich genau zwei Jahre, seit ich die ersten Zeilen meines Romans niederschrieb. Seitdem, und besonders in diesem Jahr, bin ich deutlich vorangekommen, sowohl was die reine Länge , als auch was die Handlung angeht. Viele der wichtigen Entscheidungspunkte der Geschichte, die für den weiteren Handlungsverlauf entscheidend sind, sind nun niedergeschrieben. Man könnte sagen, dass ich im ersten Jahr den grundlegenden Verlauf der Geschichte entwickelt, und in dann in diesem Jahr umgesetzt habe.

Wie gut ich in diesem Jahr vorangekommen bin, schlägt sich schon in den reinen Zahlen nieder. Vor einem Jahr betrug die Länge des Romans noch 124 Din-4 bzw. 248 Buchseiten ( Das erste Jahr (Blog von Taln.Reich) ) während ich gestern ziemlich genau die 1000este Din-4 bzw. die 2000este Buchseite schrieb. Das heißt, dass ich in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich 2,4 Din-4 bzw. 4,8 Buchseiten pro Tag geschrieben habe. Dieser enorme Fortschritt das, vielleicht schon nächstes Jahr um diese Zeit, der Roman endlich vollendet wird.

Mit freundlichen Gruß,

Taln Reich.

Und hier noch der Vergleich zur Vorwoche: nachdem ich letzte Woche mit Kapitel vier fertig wurde, gelang es mir, gelang es mir in dieser Woche das neue Kapitel 5 auf 13 Din-4 bzw. 26 Buchseiten auszubauen. Das dürfte auch die normale Fortschrittsgeschwindigkeit in den nächsten Wochen sein, da die Uni wieder anfängt.
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