Schwester-N schrieb:Ja, er hat gelogen. Aber ich denke dass er dafür Gründe hat.
Er hatte eine Menge Glück. Und einmal Pech – KESY.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Sagte schon meine Oma. Das trifft hier den Punkt. Familieninterne Loyalität ist psychologisch nachvollziehbar, aber rational kaum haltbar. Emotionale Bindung ersetzt oft jede Logik – besonders, wenn Wahrheit und Liebe nicht mehr gleichzeitig bestehen können.
Mit zunehmender zeitlicher Distanz wirkt das Ganze immer bizarrer: Die Hoffnung, Rebecca lebe noch, ist statistisch längst widerlegt. Und die Lügen zu den „dunklen Stellen“ sind inzwischen keine Schutzbehauptungen mehr, sondern potenzielle Vertuschung schwerer Straftaten. Irgendwann kippt Mitleid in Mittäterschaft.
Ich gehe davon aus, dass die Ermittler weit mehr wissen, als öffentlich gesagt wird – das tun sie fast immer. Diese ganzen Timelines und Theorien sind letztlich Unterhaltung für Außenstehende.
Und dass man nach über sechs Jahren wieder mit mehr als hundert Beamten sucht, tagelang, mit schwerem Gerät – das passiert nicht, um „Druck aufzubauen“. So etwas geschieht nur, wenn es neue, belastbare Hinweise gibt, die intern Hand und Fuß haben.