Im zweiten Prozess um den gewaltsamen Tod des Gerolsteiner Arztes Steffen Braun hat das Landgericht Trier die Mutter eines der beiden bereits verurteilten Täter zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Beschuldigte des gemeinschaftlichen Totschlags durch Unterlassung und Brandstiftung schuldig gemacht hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dagegen kann innerhalb eines Monats Revision eingelegt werden.
Quelle:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/trierer-gericht-faellt-urteil-gegen-mutter-im-fall-steffen-braun-100.html

Die Frau hatte im 2. Prozess ein Geständnis abgelegt und zugegeben, dass sie sehr wohl mitbekommen hat, dass ihr Sohn mit einem Baseballschläger auf den Arzt einschlägt. Anstatt einzugreifen und Hilfe zu leisten, ist sie einfach weggegangen. Im ersten Prozess hatte die noch behauptet, sie habe während der Tat geschlafen.

Sowohl StA als auch Verteidigung erklärten sich zufrieden mit dem Urteil:
Staatsanwalt Blindert ist mit dem Urteil des Gerichts zufrieden: "Ich denke, dass die Kammer hier eine sachgerechte Entscheidung getroffen hat." Ähnlich sieht es die Verteidigung. "Ich bewerte das Urteil, nachdem meine Mandantin das Geständnis abgelegt hat als ein Urteil, das gerecht ist", sagt Teusch.
Quelle: s.o.

Ich muss sagen, dass ich die Strafe immer noch als sehr niedrig empfinde. Zuzuschauen, wie der Sohn den Lebensgefährten erschlägt und nicht einzugreifen empfinde ich als extrem gefühllos und verantwortungslos, beiden gegenüber.