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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

33.672 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:03
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Wenn sie morgen konkret befragt wird und erwartungsgemäß keine plausiblen Antworten hat, wird sich vermutlich sehr schnell ein gewaltiger Psychodruck aufbauen. Die große Frage ist, wie sie dann damit umgeht. Möglich, dass es dann doch ein Ventil zerreißt.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kann ich mir auch vorstellen, dass sie noch einknickt oder eine Art Teilgeständnis abgibt, allerdings nicht unbedingt gleich morgen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:10
Sie könnte doch einfach bei Fabian geklingelt haben und zu ihm gesagt haben, dass er mal kurz raus kommen soll. Als er dann draußen bei ihr war, hat sie ihm erklärt, er soll mal schnell ins Auto steigen, sie erklärt ihm im Auto, wo es hingeht.... oder so ähnlich.
Das sie dabei nicht mit ihm gesehen wurde, das ist auffällig, aber möglich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:11
Nach dem bisherigen Verlauf der Hauptverhandlung ist davon auszugehen, dass Gina H. den Entschluss gefasst hat, Fabian aus seiner Wohnung in Güstrow zu entführen und ihn am Tümpel bei Klein-Upahl umzubringen. Diesen Plan setzte sie -so wie ich die Indizienlage interpretiere- am 10.Oktober 2025 auch kaltblütig um.

Die Angeklagte tötete den Jungen mit sechs Messerstichen und setzte dann die Leiche, um Spuren zu vernichten, mit Hilfe eines Grillanzünders in Brand. Die dafür benötigten Utensilien wie Messer, Feuerzeug bzw. Streichhölzer und Brandbeschleuniger führte Gina H. bereits zum Zeitpunkt des Abholens von Fabian mit sich - was sich allein schon daraus ergibt, dass sie zur Besorgung dieser Materialien später wegen des engen Zeitfensters keine Zeit mehr hatte.

Man darf also feststellen: Gina H. hat dafür gesorgt, dass ihr die für die Tötung und das Verbrennen benötigten Gegenstände zur Verfügung standen, als sie diese brauchte: das Messer, um den Jungen am Tümpel zu erstechen; das Feuerzeug/die Streichhölzer und den Grillanzünder, als sie nach Fabians Tod den leblosen Körper in Brand steckte.

Dies unterstreicht, dass die Mörderin planvoll und vorsätzlich vorgegangen ist. Sie hatte alles parat, um das Kind umzubringen und durch ein Feuer Spuren zu vernichten.

Wer da noch an Zufall glaubt, denkt lebensfremd.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:20
Bzw. ist das, was in der Presseerklärung vom 5.11.2025 [b im Presseportal Blaulicht] eindeutig widerlegt oder wird es in der Anklageschrift negiert[/b], weil es nicht zur Hypothese zum Tatvorgang passt?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Echt jetzt? Seit Monaten wird von Fundort = Tatort gesprochen und die entsprechenden Schuhabdrücke am Tümpel kennen wir aus einer recht frühen Phase des Prozesses. Wie kommst du also jetzt plötzlich auf eine Umbettung der Leiche? o.O
Es liegt vielleicht daran, dass ich immer schon ein bisschen daran gezweifelt habe, insbesondere, nachdem ich gelesen hatte, dass die Spürhunde am 13. 10.2025 am Inselsee angeschlagen hatten. Die Presseerklärung vom 5.11.2025 zieht damit zwar keinen direkten Zusammenhang, aber auffällig fand ich das schon immer. Seither habe ich den Gedanken, ob sich die Suchaktion dort schon herumgesprochen hat, noch bevor die Presse darüber berichtete.
Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen ist der achtjährige
Junge aus Güstrow am 10.10.2025 getötet und an dem späteren
Auffindeort abgelegt worden
.
Quelle: Presseportal Blaulicht 5.11.2025 um 9:00 Uhr https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6151756[/quote]


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:22
Zitat von hemidahemida schrieb:Sie könnte doch einfach bei Fabian geklingelt haben und zu ihm gesagt haben, dass er mal kurz raus kommen soll. Als er dann draußen bei ihr war, hat sie ihm erklärt, er soll mal schnell ins Auto steigen, sie erklärt ihm im Auto, wo es hingeht.... oder so ähnlich.
Das sie dabei nicht mit ihm gesehen wurde, das ist auffällig, aber möglich
Daher wäre hier das Haussystem der Klingel interessant. Viele moderne, aber fest verdrahtete Sprechanlagen in neueren Mehrfamilienhäusern arbeiten digital. Die zentrale Steuereinheit im Keller oder Schaltschrank registriert die Signale. Ob dort ein Fehler- oder Aktivitätsprotokoll ausgelesen werden kann, hängt vom Modell ab und ist meist nur dem Haustechniker oder Elektriker möglich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:29
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Daher wäre hier das Haussystem der Klingel interessant. Viele moderne, aber fest verdrahtete Sprechanlagen in neueren Mehrfamilienhäusern arbeiten digital. Die zentrale Steuereinheit im Keller oder Schaltschrank registriert die Signale. Ob dort ein Fehler- oder Aktivitätsprotokoll ausgelesen werden kann, hängt vom Modell ab und ist meist nur dem Haustechniker oder Elektriker möglich.
Das ist interessant. Ich vermute es ist jedoch eine analoge Anlage, sonst hätte die Polizei das ja geprüft


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:05
Zitat von WMWM schrieb:Bzw. ist das, was in der Presseerklärung vom 5.11.2025 [b im Presseportal Blaulicht] eindeutig widerlegt oder wird es in der Anklageschrift negiert[/b], weil es nicht zur Hypothese zum Tatvorgang passt?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Echt jetzt? Seit Monaten wird von Fundort = Tatort gesprochen und die entsprechenden Schuhabdrücke am Tümpel kennen wir aus einer recht frühen Phase des Prozesses. Wie kommst du also jetzt plötzlich auf eine Umbettung der Leiche? o.O
Es liegt vielleicht daran, dass ich immer schon ein bisschen daran gezweifelt habe, insbesondere, nachdem ich gelesen hatte, dass die Spürhunde am 13. 10.2025 am Inselsee angeschlagen hatten. Die Presseerklärung vom 5.11.2025 zieht damit zwar keinen direkten Zusammenhang, aber auffällig fand ich das schon immer. Seither habe ich den Gedanken, ob sich die Suchaktion dort schon herumgesprochen hat, noch bevor die Presse darüber berichtete.
Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen ist der achtjährige
Junge aus Güstrow am 10.10.2025 getötet und an dem späteren
Auffindeort abgelegt worden
.
Quelle: Presseportal Blaulicht 5.11.2025 um 9:00 Uhr https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6151756
Der Pressemitteilung ist ja überhaupt nicht zu entnehmen, dass man damals davon ausging, dass Tat- und Auffindeort auseinanderfallen. Das ist deine Lesart/Interpretation, steht dort aber nicht. Zum Tatort verhält sich die Pressemitteilung schlicht überhaupt nicht. Insofern muss dazu auch später nichts widerlegt oder negiert (oder bestätigt) werden.

Und du magst ja ein bisschen zweifeln, warum auch immer, aber ja, durch Fabians Fußspuren am Auffindeort ist hinreichend sicher und objektiv belegt, dass er dort getötet worden ist. Wäre er am Inselsee erstochen worden, hätte er nicht mehr am Auffindeort herumlaufen können. Auch im gesamten übrigen Spurenbild gibt es nichts, was a) für eine Tat am Inselsee und b) für ein Verbringen von Fabians Leiche von einem anderen Tatort an den Auffindeort spricht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:15
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Um von dieser unschönen Diskussion mal abzulenken, wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass G.H. am Ende doch noch die Tat zugibt?
Ich denke, die Chance liegt nicht sehr hoch. Und wenn wird sie es als Unfall hinstellen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:19
Hallo liebes Forum, ich lese hier von Anfang an mit und dieser Fall beschäftigt mich sehr. Was mir in der Ergänzung der Einlassung sofort aufgefallen ist, dass G. H. vom Bruder von M. spricht. Er habe einen Behindertenausweis, aber keinen Führerschein , aber manchmal fahre er mit dem Traktor bis nach Güstrow. Meine Einschätzung für morgen ist, dass G. H. das nutzen wird, um den Bruder verdächtig zu machen. Warum sonst sollte sie explizit erwähnen, dass er ja mit dem Traktor manchmal bis nach Güstrow gefahren sei?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:28
Zitat von FuerteventuraFuerteventura schrieb:Meine Einschätzung für morgen ist, dass G. H. das nutzen wird, um den Bruder verdächtig zu machen. Warum sonst sollte sie explizit erwähnen, dass er ja mit dem Traktor manchmal bis nach Güstrow gefahren sei?
Also wenn ihre Protzkarre eigentlich schon viel zu auffällig ist, um so eine Tat zu begehen, dann ist es ein Traktor doch noch viel mehr.
So eine Story ksnn sie sich klemmen, denn wenn der Bruder Fabian mit einem Traktor abgeholt hätte, gäbe es doch mind. 10 Zeugen, denen das Gespannn am Tattag in Güstrow aufgefallen wäre.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:34
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Um von dieser unschönen Diskussion mal abzulenken, wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass G.H. am Ende doch noch die Tat zugibt?
Ich halte es für wenig wahrscheinlich.
Wenn es sie es zugeben würde, dann vermutlich in einer weiteren Geschichte verpackt, mit der Absicht ihre Schuld zu mindern.
Manch einer hat ja schon versucht seine Tat/en mit
"Stimmen im Kopf" zu erklären/rechtfertigen.
Die dann befohlen haben das/ die Opfer zu töten.
Doch dafür zeigt sie nun wirklich keine Anzeichen und ich denke das ist ihr bewusst.
Ebenso wie dass eine Unterbringung im Maßregelvollzug nicht besser für sie wäre.
Ich denke dass sie die Fragen weitgehend versucht plausibel zu beantworten, was ihr jedoch aufgrund der vielen vorherigen Varianten schwer fallen wird.
Dass Richter Schütt und Co. keine leichtgläubigen Männlein und Weiblein sind, wie sie bisher unter sich hatte müsste ihr inzwischen auch klar sein.
Wie lange sie das schafft und wie viel sie letztlich beantworten wird- darauf kann ich micht gar nicht festlegen.
Vielleicht hat sie morgen auch Halsschmerzen und kann überhaupt nicht reden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:38
@Grillage
Ja, da hast Du natürlich vollkommen Recht. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass G. H. diese These ins Spiel bringt, einfach um von sich abzulenken. Nochmal, warum erwähnt sie explizit die Fahrten des Bruders mit dem Traktor nach Güstrow???


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:43
Zitat von FuerteventuraFuerteventura schrieb:Was mir in der Ergänzung der Einlassung sofort aufgefallen ist, dass G. H. vom Bruder von M. spricht. Er habe einen Behindertenausweis, aber keinen Führerschein , aber manchmal fahre er mit dem Traktor bis nach Güstrow. Meine Einschätzung für morgen ist, dass G. H. das nutzen wird, um den Bruder verdächtig zu machen. Warum sonst sollte sie explizit erwähnen, dass er ja mit dem Traktor manchmal bis nach Güstrow gefahren sei?
Ich finde die Uhrzeiten und die Quellen nicht mehr - aber beruht MRs Alibi nicht teilweise auch auf dem Termin mit dem Förster im Wald wegen der Zuweisung des Holzes? Ich bin mir aus der Erinnerung sicher, dass der Bruder da ebenfalls dabei war. Als logische Konsequenz hätte der Bruder dann ja auch ein Alibi, da wären etwaige Verdächtigungen dann eher besonders dämlich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:49
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Ich bin mir aus der Erinnerung sicher, dass der Bruder da ebenfalls dabei war. Als logische Konsequenz hätte der Bruder dann ja auch ein Alibi, da wären etwaige Verdächtigungen dann eher besonders dämlich.
Ja, das erinnere ich auch so, dass MR zunächst seinen Bruder abgeholt hat und sie dann zusammen den Förster getroffen haben.
Allerdings weiß ich nicht, ob MR nur einen einzigen Bruder hat, ob es sich also um diesen Bruder gehandelt hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:57
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Ob GH jemanden im Forst entdeckt hatte und sich deswegen zur anderen Route entschloss? Oder ob sie überprüfen wollte, ob man Feuer und Rauch vom brennenden Opfer in Klein-Upahl, dem nächstgelegenen Ort, wahrnehmen konnte (wenn sie denn schon zu diesem Zeitpunkt die Leiche angesteckt hatte)?
Ich hatte überlegt, ob es ihr auf dem Feldweg vielleicht einfach zu mühselig war, mit der Riesenkarre zu wenden. Wenn sie auf dem Feldweg auf Höhe des Tümpels geparkt hattte, dass hätte sie zum Wenden ja ein ganzes Stück rückwärts fahren müssen.
Zur Veranschaulichung stelle ich hier nochmal das Bild aus diesem Beitrag ein:
Beitrag von CorvusCorax (Seite 571)

Feldweg mit Wald Foto

Auf Höhe des Tümpels würde für mich etwa die Stelle bedeuten, wo auf diesem Bild das dritte Auto von unten steht. Von da müsste sie rückwärts noch ein ganzes Stück in den Wald hineinfahren, bis eine Wegegabelug kommt, die sie zum Wenden hätte nutzten können.
Mit so einem Schiff wie ihrer Karre stelle ich mir das nicht so angenehm vor.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wenn sie vom Tümpel zum Bolzsee wollte, war die Route über Klein-Upahl statt durch den Wald der größte mögliche Umweg.
Aber eben auch die, bei der sie auf dem Feldweg einfach nur geradeaus weiter fahren musste.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Was immer auch die Angeklagte zu einer anderen Route für die Rückfahrt bewegt haben mag: Als Beweis ihrer Unschuld kann dieses Manöver nicht dienen. Sie sagte ja wohl, sie wäre nicht so dumm gewesen als Täterin, an den Steinesammlern vorbei zu fahren.
Die Aussage habe ich nicht so ganz verstanden. Räumt sie damit nicht ein, dass sie an den Steinesammlern vorbei gefahren ist?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Was soll Gina H. denn sein, etwa der größte Pechvogel aller Zeiten, dem gefühlt 123 Zufälle eine lebenslange Haftstrafe bescheren, während die Schwarzgekleideten ohne Motiv oder Spuren und mit kaum Gelegenheit ungeschoren davonkommen? Lebensfremd nennen Jurist*innen das in aller Regel.
Was hier leider oft vergessen wird ist, dass "In dubio pro reo" eine Entscheidungsregel ist, die am Ende der Beweisaufnahme auf das Gesamtbild, dass im Prozess entstanden ist, angewendet wird. Es ist eben keine Beweisregel, die auf jeden vorgebrachten Beweis und jedes vorgebrachte Indiz einzeln angewendet wird.

Und mit "in dubio" sind vernünftige Zweifel gemeint. Und damit sind wir wieder bei der Frage, ob es wahrscheinlich ist, dass all die Indizien rein zufällig auf Gina H als Täterin hindeuten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:02
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Allerdings weiß ich nicht, ob MR nur einen einzigen Bruder hat, ob es sich also um diesen Bruder gehandelt hat.
Lt. Zeuge Stefan E. hat MR mehrere Brüder.
(Gefettet von mir)
Jugendfreund berichtet von der Nacht nach dem Fund

Wie sehr ihn die Tat erschütterte, schilderte anschließend sein Jugendfreund Stefan E. Am 14. Oktober 2025, kurz nach dem Fund der Leiche, rief Matthias R. ihn an. Er bat ihn, ihn und seine Brüder nach Reimershagen zu Gina H. zu fahren.
Quelle:

https://www.bild.de/regional/rostock/mordprozess-in-rostock-wieso-widerspricht-fabians-vater-den-zeugen-6a45650ac154597ea93e229d


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:08
Fährt eigentlich jemand aus dem Forum morgen zum Prozess?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:14
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Und das ist doch das Verstörende an diesem Fall, wenn sie den vorgefassten Plan hatte, Fabian zu töten.
Ich hatte das ja schon mal ganz zu Anfang im Thread geschrieben, wie muss man sich das vorstellen? Sie steht am 10.10.25 morgens auf und weiß, heute ist der Tag, an dem sie Fabian töten wird? Zuvor geht sie ganz normal ihrem Tagesgeschäft nach, als wäre es ein Tag wie jeder andere. Und dann zieht sie los, holt den Jungen, fährt mit ihm zum Tümpel und bringt ihn dort um? Und danach gehts wieder über ins Tagesgeschäft.
Mir bleibt das unbegreiflich.
Aber genau so gehen doch die meisten Mörder vor. Wenn sie wegen der anstehenden Tat vorher vor Nervosität nur rumzittern würden und nach der Tat so durch den Wind wären, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihr Tagesgeschäft fortzusetzen, würden sie doch dem Umfeld sofort als verdächtige auffallen.
Sich vorher und nachher "normal" zu verhalten ist sozusagen Bestandteil der Tatausführung.
Ich würde es mir nicht zutrauen, 6 x mit einem Messer auf ein Kind einstechen zu können; nicht mal ein einziges mal. Aber auch das hat sie hinbekommen.

Ich denke, ihre Motivation war einfach hoch genug, um das an dem Tag durchzuziehen. So wie es @Justsaying erklärt:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Nun ja, es waren keine gewoehnlichen Tage, vorher ist ja einiges passiert - so viel, dass sie einen Suizidversuch/selbstverletzende Handlung durchfuehrte:
In ihrem Kopf werden angesichts der Trennung und den daraus resultierenden Folgen ( erhebliche finanzielle Einbußen > Verlust der Pferde und v a. auch Kontrollverlust) alle Alarmlichter permanent auf Knallrot geleuchtet haben. Zumal mehrere Versuche, den Goldesel wieder an die Kette zu legen ja gescheitert waren. In der Situation wird sich handeln besser angefühlt haben als passiv aushalten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:16
Zitat von wobelwobel schrieb am 12.08.2026:
Zitat von timmy123timmy123 schrieb am 11.08.2026:Ich habe mich gewundert, wie - nach meinem Eindruck - die Zeitverschiebung um 1 Std. (Zeiteinstellung eine Stunde später) bei der Sichtung des Fotografen nicht viel mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. 15:30 hätte keinen Sinn gemacht bzw. hätte sie entlastet, weil sie da nachweislich im Supermarkt war.
14:30 dagegen macht absolut Sinn.
Das hab ich nicht so ganz verstanden - die Kamera war ja anscheinend auf Londoner Zeit eingestellt (also eine Stunde Verschiebung), es ging aber doch nur um ein paar Minuten?
(fett + unterstrichen von mir)
"Londoner Zeit" ist m.E. eine Erfindung von @wobel. Lt. SuFu vorher nur 1x irrigerweise erwähnt in völlig anderem Zusammenhang.
"Eine Stunde später" - wie von @timmy123 geschrieben - ist eben nicht westlich von uns, sondern östlich.
Zitat von wobelwobel schrieb am 12.08.2026:Und ich will auch nochmal daran erinnern, dass nicht alle Geräte das mit der Zeitumstellung wirklich perfekt drauf haben - ich ärgere mich regelmäßig über immernoch ziemlich neue Überwachungskameras die sich da leider nicht an den Termin halten, da kriegt mein Kontrollzwerg im Hirn auch jedes Mal einen halben Anfall.
Das ist wieder der übliche Privatkram.
Privatantwort von mir: nur innerhalb Europas ist die Zeitumstellung am selben Datum. In den USA anderes Datum: immer am ersten Sonntag im November. Ergo Dein Gerät wurde für einen nicht-europäischen Markt produziert.
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb am 12.08.2026:06.08.2026
12:35 Uhr
Pauline Naethbohm
Im Landgericht Rostock
Unstimmigkeit bei Zeitstempeln auf Fotos
Der Zeuge kann genaue Zeitangaben machen, wann er am Bolzsee ankam und wann er das Auto sah. Wie könne er das so präzise wissen, fragt Richter Schütt. Der Hobby-Fotograf verweist auf die Zeitstempel seiner Fotos. Anhand der vorliegenden Akten fragt ihn der Richter nun, warum die Zeiteinstellung auf seiner Kamera verstellt sei und eine andere Zeitzone anzeige. Der Zeuge könne sich das auch nicht erklären, er habe an dem alten Apparat – ein Erbstück seines Vaters – nichts verstellt. Der Richter bohrt nicht weiter nach; das könne passieren.

Letztlich fragt er den Zeugen noch, ob der von ihm beobachtete Pick-Up auffällig gefahren sei. Der Zeuge verneint, dann wird er entlassen. Mittagspause bis 14 Uhr.
Zitat von BohoBoho schrieb:
Zitat von tombarnabytombarnaby schrieb:Ansonsten: Ich geb' auf, Dich von der "Londoner Zeit" abbringen zu wollen.
Es hieß tatsächlich Londoner Zeit - 1 Stunde vor unserer Zeit und damit würde die Sichtung perfekt ins Bild passen.
War hier schon ganz oft Thema, verstehe daher nicht, dass dies am Dir vorbei ging.
Oft?
Ich habe grad eben die SuFu bemüht.
Zitat von StauderStauder schrieb:Welche konkrete Uhrzeit zeigte diese Kamera des Fotografen denn nun an?
15.35 Uhr: Dann wäre es bei uns schon 16.35 Uhr gewesen.
14.35 Uhr: Dann wäre bei uns 15.35 Uhr gewesen, was scheinbar zeitlich dann nicht passt wegen der Wegstrecke und Edeka-Kameraaufzeichnung
13.35 Uhr: Dann wäre es bei uns 14.35 Uhr.
Was soll ich darauf antworten? Ich war nicht im Gerichtssaal. Deine @Stauder drei Uhrzeiten-Beispiele gehen auch nur von Londoner Zeit (WET) aus.

Ich halte dagegen:
Kamera 15.35 h Zeitzone EET (Athen und/oder Helsinki),
dann ist es bei uns 14.35 h und das ist unter Berücksichtigung der weiteren Sichtungen und der Fahrstrecke die m.E. einzig mögliche Konstellation.
Zitat von StauderStauder schrieb:Wann das Telefonat des Fotografen mit seiner Frau stattgefunden hat, wird sich ja feststellen lassen.
Ich hoffe doch, daß das der Fall war, leider habe ich davon nichts gelesen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:24
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich hatte überlegt, ob es ihr auf dem Feldweg vielleicht einfach zu mühselig war, mit der Riesenkarre zu wenden. Wenn sie auf dem Feldweg auf Höhe des Tümpels geparkt hattte, dass hätte sie zum Wenden ja ein ganzes Stück rückwärts fahren müssen.
Zum Wenden ist in diesem Bereich allemal Platz. Ich habe zum Beispiel an einer kleinen Einbuchtung geparkt, die sich -wenn man aus dem Wald kommt- rechts vom Feldweg befindet (etwa in Höhe des letzten Autos auf dem Bild).
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wenn sie vom Tümpel zum Bolzsee wollte, war die Route über Klein-Upahl statt durch den Wald der größte mögliche Umweg.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber eben auch die, bei der sie auf dem Feldweg einfach nur geradeaus weiter fahren musste.
Ich verstehe nicht ganz, wie das gemeint ist. Den Feldweg geradeaus nach Süden? Der Feldweg geht hinter dem Tümpel nahtlos in den Waldweg über, auf dem man unter anderem zur Landesstraße 11 zwischen Lohmen und Klein-Upahl gelangt.


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