RitterTrenk schrieb:Es ist
1. schon völlig fernliegend und faktisch ausgeschlossen, dass sich ein Grundschulkind eine konkrete abgelegene Stelle im Wald (und dann ja offensichtlich auch den Anfahrtsweg dort hin?) in einigen Kilometern Entfernung merkt, weil es angeblich vor geraumer Zeit/einigen Jahren dort mal einen Familienausflug zum Rodeln hin gemacht hat,
2. ausgeschlossen, dass Fabian aufgrund einer solchen Erinnerung selbständig diese Stelle im Wald aufgesucht hat, wie hätte er dort hinkommen sollen,
3. aufgrund der Spurenlage offensichtlich, dass Fabian mit einer weiteren Person am Tatort zu Fuß einträchtig unterwegs war,
4. kann sich überdies niemand außer Gina an den angeblichen Rodelausflug erinnern, insbesondere Matthias nicht, und scheint der Tatort auch generell kein besonders geeigneter Rodel-Spot zu sein.
Den wichtigsten Punkt hast Du vergessen: selbst wenn man dorthin mal einen Rodelausflug mit Fsbian gemacht hätte, was hätte Fabssn dann ein oder zwei Jahre späte der Stelle gewollt haben?
Offenbar meinte sie mit dieser Bemerkung doch, dass Fabian von zu Hause ausgerissen ist, um dann gezielt diesen Ort anzusteuern. Aber wozu? Wohl kaum, weil ihm das Rodeln so viel Spaß gemacht hat und er mal in schönen Erinnerungen daran schwelgen wollte.
Diese Begründung von ihr, warum sie dort nach ihm suchen wollte, ist von vorne bis hinten unlogisch.
RitterTrenk schrieb:Nach der Verurteilung könnte man sich mal en detail dem Gedankenexperiment widmen, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn sie ab dem Moment der Tat einfach "normal" und unauffällig agiert und sich nicht durch die Tümpelzeugen, verräterische Kommunikation, seltsames Verhalten bei Vernehmungen etc immer tiefer reingeritten hätte.
Ich vermute, dass msn trotzdem recht schnell auf sie gekommen wäre. Sie wurde ja gleich am Tag nach Fabians Verschwinden als eine seiner Bezugspersonen routinemäßig von der Polizei befragt und dann noch mal am Montag besucht, weil mehrere Kollegen von MR den Ermittlern gesagt hätten, sie sei rasend eifersüchtig unf kontrollierend ggüber MR.
Ich denke, dass den Ermittlern ihr Auto auf den Bildern der Ü- Kamera bei Fabians Wohnanschrift aufgefallen wäre und sie ab da sehr gründlich durchleuchtet und befragt worden wäre.
Mariposa0 schrieb:Schon! Aber so durchdacht und "geplant" und dann das Riesen Auto vergessen zu berücksichtigen? Irgendwas stört mich da. Das ist ja ein bisschen wie als wenn ich eine Bank überfalle und mit dem durchsichtigen Geldkoffer Nähe der Bank rumlaufe. Ich sehe die vielen Indizien. Es hat bislang kein anderer ein Motiv. Sie wird es gewesen sein. Aber so ganz klar wird mir das nicht.
Tina1404 schrieb:An eine geplante Tat kann ich auch nicht so recht glauben, dazu wären ihr zuviele Fehler passiert, auffälliges Auto, viel zu spätes abschalten des Handys, Vorbeifahren an den Steinesammlern, kein Alibi vorher überlegt etc.
Zum einen: "geplant" heißt nicht automatisch "gut geplant". Es gibt genug dumme und lückenhafte Pläne. Wie gut ein Plan ist, hängt davon ab, wie klug der Planet ist, wie viel Zeit er sich nimmt, wie weit er denkt, wie gut er die Gegebenheiten (z.B. die Örtlichkeiten, das Opfer, dessen Lebensumstände und seinen Charakter) kennt und damit einschätzen kann etc.
Wenn Gina den Plan am Vortag gefasst hat, war sie zu der Zeit stark emotional angegriffen. Ich denke nicht, dass sie da mit klarem Kopf geplant hat. Ich schätze sie zudem als sehr ungeduldig ein, sie plant eher kurzfristig und bessert dann nach. So wird sir sich auch und gerade in dieser emotional aufgeladenen Situation nicht viel Zeit zum planen genommen haben.
Hinzu kommt, dass sie ihre eigene Intelligenz und Kompetenz eher überschätzt, gleichzeitig andere eher für dumm hält. In ihren Augen dürfte sie einen guten Plan gehabt haben, der so gut war, dass niemand ihr drauf kommt.
Und zum anderen: selbst bei einem sehr guten Plan muss der Täter andauernd auf die konkrete Situation reagieren. Irgendwas ist immer anders sls gedacht. In diesem Fall z.B. denke ich, dass suf nicht damit gerechnet hat, dass dort Steinesammler unterwegs sind. Insofern ist Ihre Aussage, wenn sie denn die Mörderin wäre, die sicher nicht so doof gewesen wäre, so den Steinesammlern vorbeiziehen, lächerlich. Als sie bemerkte, dass da Leute sind, war es zu spät nicht so denrn vorbei zu fahren.
wobel schrieb:Ich hab auch immernoch ein bisschen die Variante im Hinterkopf dass es erst nur als kurzfristige "Entführung" geplant war, passend zum sarkastischen "Schönes Wochenende!" - und dass dann am Tümpel irgendwas (unfallartig) gekippt ist.
Unfallartig?!?! Was darf ich mir denn darunter vorstellen ? Sie wollte Fsbian zeigen, wie man Weidenflöten schnitzt und er ist dabei 6 mal aus Versehen ins Messer gefallen?!