AfD
um 09:19Ich stehe aktuell vor einer größeren Frage bei der ich nicht weiterkomme. "Sollten Blockaden vor dem AfD-Parteitag verboten werden?" In meinem Umfeld habe ich hier und da versucht andere Perspektiven zu bekommen, aber sobald man bei diesem Thema ankommt, gibt es nur noch zwei Meinungen:
1. Die AfD ist noch nicht verboten worden und darum verpflichtet einen Parteitag abzuhalten. Jede Aktion die diesen Parteitag verhindern soll ist auch ein direkter Angriff auf die Deutsche Demokratie
2. Die AfD ist inzwischen, wie via Rechtsgutachten bestätigt, rechtsextrem. (Das ein großer Teil der Parteimitglieder bereits vorher als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde, spielt dabei erstmal keine Rolle) Partei und Mitglieder werden hierbei getrennt betrachtet. Bei Vermischung ist in meinen Augen die Gefahr eine rationale Frage zu emotionalisieren zu hoch. (Mal abgesehen davon gibt es einen Unterschied zwischen Personen und einem Personenzusammenschluss. Nicht jedes Mitglied der NSDAP war überzeugter Nazi; nicht jedes Mitglied der AfD ist ein Nazi. Manche sind einfach nicht besonders schlau.
Damit zu meiner eigentlichen Frage.. wenn man sich ausschließlich die rechtlichen Umstände anguckt, kann man ganz klar sagen dass Blockaden des AfD-Parteitags in gewisser Art und Weise ein Angriff auf unsere Demokratie sind. Allerdings ist die Alternative für Deutschland ein noch massiverer Angriff auf unsere Rechtsordnung. Ein Unrecht sollte allerdings niemals mit einem anderen Ungerecht ausgeglichen werden. Versteht ihr das Dilemma?
Also sind die Blockaden beim AfD-Parteitag gerechtfertigt ein Angriff auf die Demokratie? Oder handelt es sich lediglich um den zivilen Ungehorsam den es in einer funktionierenden Demokratie braucht. Das hat nichts mit Anarchie zu tun aber wenn man aktuell in die Ukraine guckt, sieht man ja auch da Proteste. Oder F4F ist auch klassischer ziviler Ungehorsam.
Bis zu welchem Punkt ist dieser zivile Ungehorsam okay, bzw. ist er im Bezug auf die AfD schon zu weit gegangen?
Ich persönlich tendiere zum zweiten Argument, werde aber das Gefühl nicht los, dass man sich damit im nachhinein angreifbar machen könnte. Nach dem Motto "Warum sollten wir auf Politiker*innen hören die dem Recht nur dann folgen wenn es ihnen in den Kram passt. (Dabei geht mir insbesondere Luke Hoß durch den Kopf der persönlich an Blockaden vor dem AfD-Parteitag teilgenommen hat (Ein Bundestagsabgeordneter der mit dieser Aktion entweder Respekt oder Abneigung schürt) W
Das ist keine direkt inhaltliche Frage, aber da die Auslöser tragende Ideen der AfD sind, die der Deutschen Verfassung widersprechen, finde ich diese Frage ebenso wichtig wie jede inhaltliche Frage. Auch hier...seht ihr das aus irgendeinem Grund anders?
1. Die AfD ist noch nicht verboten worden und darum verpflichtet einen Parteitag abzuhalten. Jede Aktion die diesen Parteitag verhindern soll ist auch ein direkter Angriff auf die Deutsche Demokratie
2. Die AfD ist inzwischen, wie via Rechtsgutachten bestätigt, rechtsextrem. (Das ein großer Teil der Parteimitglieder bereits vorher als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde, spielt dabei erstmal keine Rolle) Partei und Mitglieder werden hierbei getrennt betrachtet. Bei Vermischung ist in meinen Augen die Gefahr eine rationale Frage zu emotionalisieren zu hoch. (Mal abgesehen davon gibt es einen Unterschied zwischen Personen und einem Personenzusammenschluss. Nicht jedes Mitglied der NSDAP war überzeugter Nazi; nicht jedes Mitglied der AfD ist ein Nazi. Manche sind einfach nicht besonders schlau.
Damit zu meiner eigentlichen Frage.. wenn man sich ausschließlich die rechtlichen Umstände anguckt, kann man ganz klar sagen dass Blockaden des AfD-Parteitags in gewisser Art und Weise ein Angriff auf unsere Demokratie sind. Allerdings ist die Alternative für Deutschland ein noch massiverer Angriff auf unsere Rechtsordnung. Ein Unrecht sollte allerdings niemals mit einem anderen Ungerecht ausgeglichen werden. Versteht ihr das Dilemma?
Also sind die Blockaden beim AfD-Parteitag gerechtfertigt ein Angriff auf die Demokratie? Oder handelt es sich lediglich um den zivilen Ungehorsam den es in einer funktionierenden Demokratie braucht. Das hat nichts mit Anarchie zu tun aber wenn man aktuell in die Ukraine guckt, sieht man ja auch da Proteste. Oder F4F ist auch klassischer ziviler Ungehorsam.
Bis zu welchem Punkt ist dieser zivile Ungehorsam okay, bzw. ist er im Bezug auf die AfD schon zu weit gegangen?
Ich persönlich tendiere zum zweiten Argument, werde aber das Gefühl nicht los, dass man sich damit im nachhinein angreifbar machen könnte. Nach dem Motto "Warum sollten wir auf Politiker*innen hören die dem Recht nur dann folgen wenn es ihnen in den Kram passt. (Dabei geht mir insbesondere Luke Hoß durch den Kopf der persönlich an Blockaden vor dem AfD-Parteitag teilgenommen hat (Ein Bundestagsabgeordneter der mit dieser Aktion entweder Respekt oder Abneigung schürt) W
Das ist keine direkt inhaltliche Frage, aber da die Auslöser tragende Ideen der AfD sind, die der Deutschen Verfassung widersprechen, finde ich diese Frage ebenso wichtig wie jede inhaltliche Frage. Auch hier...seht ihr das aus irgendeinem Grund anders?




