Fian schrieb:Das halte ich persönlich als Motiv auch noch für viel plausibler als Liebessucht, auch wenn Letzteres nicht so offensiv in den Raum gestellt wurde.
Ob es jetzt rein finanziell oder um die Kontrolle über MR ging (mit Liebe hat das ganze aber auch gar nichts zu tun), darum ging es ihr. Das gibt die Vorgeschichte und das bisher bekannten Nachtatverhalten inkl. der bekannten Nachrichten eindeutig her.
In ihrem Kopf bringt sie das Kind um und MR meldet sich sofort emotionale Hilfe suchend bei ihr, sie kommt daher geritten in orangenen Ford, schließt ihn in die Arme und damit ist alles wieder wie vorher - halt ohne Anhängsel. Sie heult ihm dann vor, wie eng es grad finanziell ist und er gibt ihr (mal wieder) ein paar hundert Euro. Und sie ist dann endlich die Nr. 1 in seinem Universum, kein Fabian mehr, keine Dorina....happily ever after.
An dieser Denke sieht man dann auch ihre emotionale Beziehung zum eigenen Kind, denn das ein Verschwinden desselben einen als Elternteil sehr mitnimmt, das gab es in ihrer Geschichte nicht. Dass hier dann die Suche nach dem Kind oberste Priorität hat und die Eltern sich hier dann zusammen tun und evtl.l auch emotionale Verbindungen "aufleben", all das gab es in ihrer Welt nicht.
Am Sonntag wurde sie hysterisch, er wollte sie nicht sehen, er war total auf Suche fokussiert, sie hatte keinerlei Kontrolle über ihn - egal, was sie sagte, noch nicht mal Sex funktionierte. Viele andere Menschen waren ihm nah und die waren rote Tücher.
Sie musste umgehend die Kontrolle erlangen, wollte das Kind aber erstmal nicht selbst finden (wobei sie da tatsächlich geschickt eine ganz einfache Geschichte hätte stricken können schon ab Freitag Abend - aber, nochmal, dass sich MR Sorgen um sein Kind macht war halt einfach nicht existent in ihrer Welt). Ihr war schon klar, dass das Probleme bringt.
Jetzt lassen sich die beiden anderen Herren aber auch nicht dazu bringen, die Polizei zu informieren (und die Absicht war hier immer, dass sie dabei rausgehalten wird. Es gibt ja noch eine Variante des Gesprächs, wo sie das OK vorwirft, hätte er die Polizei gerufen, wäre das jetzt alles nicht passiert).
Ja, und dann gingen ihr halt langsam auch die Optionen aus....Montag früh, es muss eine schnelle Lösung her, wer hat Montag Morgen Zeit. Der Freundin sagt sie "da liegt Fabian", in der Hoffnung, dass die eben die Polizei für sie ruft. Da war sicher mehr an Gespräch...aber mach das erst von Zuhause, sag Du hast vom Weg was gesehen, lass mich da raus, Du weisst doch wie das aussieht. Die Freundin hat aber nicht mitgespielt.
Und dann war Panik und Notlösungen angesagt....Herr Polizist, da unten sind aber ganz viele Spuren von mir......Oh Gott, der Grillanzünder im Auto.....und dann Fabian ja auch noch geblutet im August....und überhaupt die Fußmatten....