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Minecraft an Schulen

35 Beiträge, Schlüsselwörter: Schule, Minecraft, Kreativität, Schweden, Stockholm, 180 Schüler

Minecraft an Schulen

24.07.2015 um 10:50
@sawyerjunior
sawyerjunior schrieb:Aber da sollte man lieber Fächer einführen die auch wirklich was zum Lernverhalten beitragen und nicht irgendwelche Computerspiele.
Spieler von echtzeitstrategiespielen behalten einen besseren überblick und lösen probleme recht erfolgreich

Puzzlespiel/denkspiele trainieren das logische denken.
uswusf...

Spiele tragen durchaus zum lernverhalten bei. In manchen fächern bietet sich gerade minecraft mit seinen mods förmlich an. Gerade in physik kann man mit redstone eine komplexe schaltung auf einfachste weise basteln ohne, dass die sicherung rausfliegt, wenn ein kabel falsch steckt oder man eine gruppe bilden musste, in der einer macht und der rest nur zusieht weil material und paltz fehlt.

Minecraft kann da durchaus ein lückenfüller sein.


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NothingM
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Minecraft an Schulen

24.07.2015 um 11:05
gastric schrieb:Spiele tragen durchaus zum lernverhalten bei. In manchen fächern bietet sich gerade minecraft mit seinen mods förmlich an. Gerade in physik kann man mit redstone eine komplexe schaltung auf einfachste weise basteln ohne, dass die sicherung rausfliegt, wenn ein kabel falsch steckt oder man eine gruppe bilden musste, in der einer macht und der rest nur zusieht weil material und paltz fehlt.
Nach der Logik, wär Gronkh nach seinen 1000 Folgen Minecraft LP ein Atomphysiker geworden und ich mit meiner Spielererfahrung der nächste Einstein :D

Ne jetzt mal im Ernst: Das ist eins der unzähligen komischen Kindergartenexperimente auf gleichen Niveau wie die Baumschulen und der Inklusion. Natürlich sagen alle wie toll das sein wird bis dann alle sagen: "Huch! Unsere Kiddies können toll Bilder malen und zocken, aber nicht lesen und muss mit 15 Jahren zu rechnen die Finger nehmen... wieso denn nur?" °-°


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24.07.2015 um 11:12
@NothingM
NothingM schrieb:Nach der Logik, wär Gronkh nach seinen 1000 Folgen Minecraft LP ein Atomphysiker geworden und ich mit meiner Spielererfahrung der nächste Einstein :D
Kann ja auch nichts dafür, wenn du nur dreckhütten gebaut hast ^^

Nein mal ernsthaft: Der lehrer muss sich schon hinsetzen und selber bauen für den unterricht... da führt kein weg dran vorbei. Der lehrer muss sich hinsetzen und überlegen, wie und bei welchem thema er am besten minecraft einbeziehen kann. Unterrichtsvorbereitung nennt man das. Die kids einfach auf ne neue spielwelt loslassen und bauen lassen ist da nicht förderlich um ein atomphysiker zu werden. Nichtsdestotrotz gibt es durchaus mods, die einem die atomphysik spielerisch nahebringen ;)

btw minecraft im matheunterricht in den USA
http://www.itslearning.de/minecraft-im-mathematikunterricht-spielen?mkt_tok=3RkMMJWW


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NothingM
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24.07.2015 um 11:18
@gastric
Srry, aber ich bezweifle, dass Minecraft oder andere Spiele zu Intelligenz was beitragen. Besonders weil hier folgendes in der derzeitige Spieleindustrie außer Acht gelassen wird: Der Casual-Gamer. Spieler, die es verabscheuen selber zu denken, sich nicht anstrengen wollen und zack zack durch die Levels rushen wollen. Heutzutage sind viele Spieler Casual Gamer, die mehr auf Grafik und Explosionen und Bäng Bäng legen als auf Rätsel, interessantes Gameplay und Strategie. Als Folge ist das Niveau vieler Spiele stark gesunken: Schlauchlevels, einfaches Gameplay und billige Rätsel, damit der Spieler ja nicht Frust entwickelt und schon garnicht sein Gehirn anstrengt. Ich bin selber kein Minecraft-Spieler aber ich weiß, dass viele Spieler von Minecraft eigentlich eher nach gut Glück etwas zusammen kloppen und nicht viel überlegen was sie da machen. Und besonders bei kleinen Kindern ist sehr selten der Fall, dass sie da was großartiges zu Stande bringen. Es sei denn es handelt sich um ein Autisten-Kind.


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Bodo
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24.07.2015 um 11:20
NothingM schrieb:aber ich weiß, dass viele Spieler von Minecraft eigentlich eher nach gut Glück etwas zusammen kloppen und nicht viel überlegen was sie da machen.
Wäre mir neu, dass die wenigsten überlegen, welchen Blödsinn sie als nächstes machen.


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24.07.2015 um 11:28
@NothingM
NothingM schrieb: Ich bin selber kein Minecraft-Spieler
das ist das problem, denn dann wüsstest du, dass..
NothingM schrieb: aber ich weiß, dass viele Spieler von Minecraft eigentlich eher nach gut Glück etwas zusammen kloppen und nicht viel überlegen was sie da machen.
nicht der fall ist ^^ Anfangs mag das noch stimmen, wenn man sich mit dem game erstmals auseinandersetzt.

Aber wie gesagt im unterricht geht es nicht primär darum kinder vor eine unbebaute welt zu setzen und sie machen zu lassen. Minecraft bietet eine menge möglichkeiten und kann wunderbar in den unterricht eingebaut werden.

Ich sage ja nciht, dass man nen genie wird, wenn man zockt, aber es ist durchaus hilfreich eben weil zocken positive effekte ausübt und ja selbst ein 08/15 casual shooter hat positive effekte ;) heißt aber nun nicht, dass alle ne stund eCOD in der schule spielen sollen....


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NothingM
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24.07.2015 um 11:31
@gastric
Das ist ziemlich unrealitisch. Wie soll der Unterricht aussehen?
Lehrer: "So liebe Kinder baut mal eine diese Schaltung auf Minecraft nach!"
Werden die Kinder tatsächlich dann sagen: "Juhu!" und dann machen?
Oder nicht viel eher Dinosaurier und Penise nachbauen? Mit Dynamit rumspielen? Und mit ein paar Zombies und Enderman rumkloppen?

P.S.: Man könnte vielleicht auch was gaaanz Verrücktes machen und die Gören richtig unterrichten ohne unnötigen Spielkram. Aber das ist natürlich in Zeiten von Namen tanzen und Co nicht mehr zeitgemäß, gell? :troll:


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24.07.2015 um 11:54
@NothingM
NothingM schrieb:Das ist ziemlich unrealitisch. Wie soll der Unterricht aussehen?
Lehrer: "So liebe Kinder baut mal eine diese Schaltung auf Minecraft nach!"
Werden die Kinder tatsächlich dann sagen: "Juhu!" und dann machen?
Wie siehts im jezigen unterricht aus?
man hat entweder die wahl eine zeichung von der tafel abzuschreiben oder man hat das glück sich zu gruppen zusammenzufinden und die schaltung nachzubauen ...... wobei einer meistens baut und der rest gelangweilt zuschaut. So wars zu meiner schulzeit noch.... gelernt hab ich in beiden fällen aber nahezu nichts weil ich durch abschreiben nicht lerne und durch gelangweilt zugucken ebenfalls nicht.

Unser schulsystem basiert so oder so auf defensivem lernen. Wir lernen nicht weil wir wollen, sondern weil wir sollen und da ist es klar, dass kaum jemand juhuu schreit und macht. Das ganze etwas aufgelockert täte allgemein verdammt gut und da liefert minecraft eine von vielen möglichkeiten.
NothingM schrieb:Oder nicht viel eher Dinosaurier und Penise nachbauen? Mit Dynamit rumspielen? Und mit ein paar Zombies und Enderman rumkloppen?
man kann btw auf einem server vorgeben, welche blöcke gesetz werden können, welche nicht, was gemacht werden kann und ... man kann monster ausstellen.


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NothingM
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24.07.2015 um 11:57
gastric schrieb:Wir lernen nicht weil wir wollen, sondern weil wir sollen
Anders kriegt man die Gören nicht dazu zu lernen. So eine Auflockerungen wird hingegen meist schnell ausgenutzt, um eben noch weniger zu lernen. Ich hab hingegen nur gelernt, weil ich eben Angst vor schlechter Benotung hatte... ohne dass hätte ich sonst kein Buch angerührt und auswendig gelernt. Der Mensch ist nun mal von Natur aus faul und braucht etwas zwang in bestimmten Bereichen.


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24.07.2015 um 12:08
@NothingM
NothingM schrieb:Anders kriegt man die Gören nicht dazu zu lernen.
OOOh ohoh ganz falsch. Kinder lernen durchaus gern. Nur eben nicht auf die weise, wie wir es vermitteln. Hab mich als kind leidenschaftlich für chemie interessiert, konnte aber mit dem chemieunterricht nichts anfangen. Viiiiiiel zu trocken.
NothingM schrieb:Ich hab hingegen nur gelernt, weil ich eben Angst vor schlechter Benotung hatte
Und ich hab gute noten geschrieben, weil ich mich für vieles von mir aus interessiert hab ohne auch nur einen satz auswendig zu lernen. Mich intensiv hinsetzen und aus büchern und heftern lernen kontne ich sowieso nie. Kann ich bis heute nicht. English hab ich btw komplett über spiele und filme gelernt und nicht durch den unterricht und sinnloses vokabeln pauken. Ich fands aber auch allgemein schrecklich, wenn mich der lehrer im unterricht angemault hat, weil ich im buch mal paar seiten weiter zu was geblättert hab, was mich interessiert hat.... fürchterlich sowas.

Aber so, wie wir uns unterscheiden, so unterscheiden sich auch die kids heutzutage. Die einen lernen besser durch auswendig lernen und die anderen schnappen alles mögliche überall auf und lernen so am besten.


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BlackFlame
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24.07.2015 um 18:04
Klingt gar nicht so verkehrt.
Die Schulen sollen ja eh möglichst alles übernehmen. Von Erziehung bis zur Vermittlung von Moralvorstellungen oder auch sexuelle Aufklärung. Warum nicht auch Medienkompetenz.
Wie oft las ich schon von Appellen, dass Eltern sich doch einmal gemeinsam mit ihren Kurzen in das Wunderland Computerspiele vorwagen sollen. Die Idee, das auch noch den Schulen anzulasten, kann man zwar für fragwürdig halten, aber wenigstens würde es dann überhaupt mal einer machen.

Wenn ich zurückdenke an die Zeit in der wir noch heimlich im schulischen Computerraum über LAN diese bösen 'Ballerspiele' gespielt haben, dann kann Minecraft mit Anleitung sicher schon als vernünftige Idee bezeichnet werden.
sawyerjunior schrieb:Aber da sollte man lieber Fächer einführen die auch wirklich was zum Lernverhalten beitragen und nicht irgendwelche Computerspiele.
Das Computerspiel als bekanntes und beliebtes Medium der Kurzen eignet sich doch gerade, um wortwörtlich spielerisch Lerninhalte zu vermitteln. Genauso auch diese programmierbaren Legobaukästen.
Sicherlich werden solche Mittel bei Geistes- oder Sozialwissenschaften nur schlecht einzubeziehen sein, aber gerade bei Naturwissenschaften und Mathematik sehe ich viel potential, wenn man eine gute Mischung aus Spiel und Stoff findet und das praktische Erlebnis als Anreiz oder Aufhänger für die Auseinandersetzung mit der Theorie benutzt.

Chemie fand ich in der Schule beispielsweise zum Kotzen. Wenn ich mir aber vorstelle, dass man jetzt in einer virtuellen Umgebung erlebt wie z.B. verbranntes Holz zu Kohle wird oder gewisse Substanzen in eine andere ungewandelt werden, kann man das doch wunderbar dazu benutzen, dieses Prozess kurz aber ordentlich theoretisch zu erklären.
Auch chemische Prozesse könnte man sicher schön in Software mit tollen Animationen verpacken. Da spart man sich ein Stück weit das Labor, die Chemikalien und die Kurzen könnten sich einmal austoben in dem Sinne, dass man eben mal jeden Mist probieren kann und nicht gleich Gefahr läuft den Feueralarm auszulösen oder das Labor zu ruinieren, weil plötzlich das Reagenzglas in die Luft fliegt oder irgendein Gemisch extrem aufschäumt.
Alles immer nur Schritt für Schritt nach Anleitung machen zu müssen, fand ich total langweilig, aber mal im Labor unter Aufsicht selbstständig etwas ausprobieren war eben auch nicht drin.

Ich seh da verdammt viel Potential das Interesse an den theoretischen Zusammenhängen zu wecken und auch Freiheiten zum Ausprobieren zu geben, die es bislang noch nicht gab. Ich hab zumindest kein Chemielabor im Keller, wo ich gewisse Experimente noch einmal hätte durchführen können.

Es ist mit diesem Minecraft-Projekt vielleicht noch nicht ganz ausgereift, aber es wirkt im Vergleich zu diesen elenden Gruppenarbeiten doch durchaus reizvoll - gerade aus Sicht eines Teenagers, wie ich mir vorstelle.


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Minecraft an Schulen

15.08.2017 um 21:02
Mittlerweile gibts ja sogar eine Education Edition von Minecraft. welche Extra für Schulen entwickelt wurde.

Wobei das ganze für mich wie ein riesiger Marketing-Gag wirkt. Kaum vorzustellen, dass Schulen tatsächlich etliche Mittel ausgeben, sich auf Microsoft Produkte festnageln lassen und somit zu kleinen Werbeanstalten werden, die selber dafür bezahlen müssen, nur um Minecraft zu haben. Also, nicht so meins...
Microsoft bietet nun die Minecraft Education Edition offiziell an. Minecraft fürs Klassenzimmer steht in 50 Ländern und in elf Sprachen zur Verfügung. Zuvor gab es einen Testlauf, in dem 50.000 Lehrer und Schüler erste Erfahrungen mit dem Lernprogramm sammeln konnten.

Gebühren und Voraussetzungen
Damit endet jedoch auch die kostenlose Early-Access-Phase. Für die Vollversion der Minecraft Education Edition werden pro Nutzer 5 US-Dollar im Jahr fällig. Für große Institutionen will Microsoft Rabatte gewähren. Vorausgesetzt werden Rechner mit Windows 10 oder macOS. Außerdem muss ein kostenloser Account für Office 365 Education mit der offiziellen E-Mail-Adresse der Schule angelegt werden. Dieses Konto schließt auch die Gratis-Nutzung von Word, Excel, PowerPoint und OneNote in der Schule mit ein.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Minecraft-Education-Edition-nun-erhaeltlich-3454924.html


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16.08.2017 um 01:50
@NothingM
Natürlich kriegt man die Kinder mit etwas Auflockerung besser zum Lernen. Ich war als Kind und Jugendlicher Extrem Geschichts interessiert und habe stundenlang irgendwelche Bücher gewälzt nur der Unterricht in der Schule war viel zu Trocken und ein abrattern von irgendwelchen Dingen. Mit einer etwas Kreativerem Gestaltung des Unterrichts währe das alles viel besser gewesen. Von daher kann ich nur sagen ich finde das Projekt mit Minecraft in Schweden echt gut.


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16.08.2017 um 11:55
Nach meiner Meinung sollten dann auch die Spiel wünsche der Mädchen berücksichtigt werden :D


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19.08.2017 um 09:12
Ich hätte da eine Idee, wie man zumindest das mathematische "räumliche" Denken fördern könnte.

Fernab von z.B. einfachen 12 x 12 Holzblockhäusschen, mit Satteldach, wie das die meisten Anfänger so konstruieren, sollte man als Vorgabe ein wesentlich größeres Gebäude errichten lassen, dass aber nicht waagerecht zum Erdboden steht, sondern schräg.

Das wirft eine besondere Komlexität auf, an der ich schon gescheitert bin.

Auf meiner "Großstadtkarte", an der ich schon seit ein paar Jahren am Basteln bin, ist mir aufgefallen, dass, wenn alle Gebäude geradlinig zum Erdboden stehen, dass das dann eher einem "amerikanischen" Stadtbild entspricht.

Daraufhin fing ich dann an die Gebäude "quer" zu stellen.

Das ging dann soweit gut, bis ich zu der Konstruktion eines alten Stadttheaters kam.

Ich wollte unbedingt einen halbrunden "Orchestergraben" vor der Bühne haben.

Unter Berücksichtigung des seitlichen Versatzes und dem zwangsläufigen Querversatzes fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Diese Komplexität lässt sich natürlich weitreichend ausbauen.

Räumliches Denken halt.


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