behind_eyes schrieb:Wieso bedeutet "Narzisst im Unternehmen" das "Pfeifen kündigen"?
Es war mal eine Zeit lang Mode im Literaturgenre "Selbsthilfe für Manager", den Narzissten im mittleren Management für gut zu befinden. Die Logik dahinter war so etwa: "Der Narzisst will glänzen, deswegen schaut er, dass er seine Untergebenen optimal ausnutzt und die Underperformer wegmobbt oder fertigmacht bis sie von alleine gehen, weil sie ihm nichts nützen. Wenn man dem Narzissten passende Ziele steckt, ist er gut für's Unternehmen, weil er sie skrupellos verfolgt."
Ob ein Plan, der menschlich fragwürdig ist und von einer laienhaften "Wir pappen mal ein Label drauf, wird schon passsen"-Diagnose ausgeht wirklich so erfolgversprechend ist kann man sich ja selbst überlegen.
Unbestritten dürfte sein, dass es Berufsfelder gibt, die von den Anforderungen her ganz gut zu Menschen passen, die Anlagen im narzisstischen Bereich haben, weil der Beruf selbst ein wenig "Narzissmus" beinhaltet, Unternehmensberatung, Anwälte, Werbeagentur, Politik, neuerdings auch "Influencer" und so weiter, sind alle ein Stück weit mit "Personenkult" verbunden.