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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

18 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Gesellschaft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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nairobi Diskussionsleiter
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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 11:17
Frauenzeitschriften wird ja gerne nachgesagt, "Küchen-Psychologie" zu betreiben.

In diesem Artikel wird die Psychologin und Autorin Dr. Cortney Warren zitiert, die einiges zum Thema der "Emotionalen Stabilität" sagte.

Demnach soll es bestimmte Redewendungen geben, die einen Rückschluss zulassen, dass die sie äußernde Person von ihrer Persönlichkeit eher "stabil" ist, also innere Stärke und Selbstbewusstsein besitzt.
Durch ihre jahrelange Arbeit mit anderen Menschen ist Ms. Warren dem immer wieder begegnet.

Diese Redewendungen sind nach ihren Erfahrungen u.a. sinngemäß

"Ich will es versuchen".
Man gibt nicht gleich auf, wenn etwas nicht funktioniert hat bzw. traut sich, etwas zu probieren.

"Das ist mir wichtig".
Man hat eine Meinung und bestimmte Einstellung zu bestimmten Dingen und ist bereit, diese zu vertreten, auch gegen andere Ansichten.

"Ich will daran arbeiten".
Man ist offen für Neues und möchte seine Persönlichkeit entwickeln und optimieren.

"Ich fühle mich nicht wohl mit...".
Man traut sich, seine eigenen Gefühle mitzuteilen, wenn etwas bei anderen nicht genügend wahrgenommen wird.

"Darüber möchte ich erst einmal nachdenken."
Man möchte mit Bedacht antworten und nicht spontan etwas Unüberlegtes heraushauen, das einem vielleicht hinterher Leid tut.

Und nicht zuletzt:

"Nein." Man traut sich, Grenzen zu setzen und sagt nicht zu allem ja, um andere nicht vor den Kopf zu stoßen.

https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/psychologie--wer-diese-saetze-sagt--ist-emotional-stabil-13539894.html


Was haltet Ihr davon? Benutzt Ihr solche Sätze auch, unbewusst oder ganz bewusst?
Habt Ihr sie schon bei anderen Menschen gehört?

Was für Sätze könnten das noch sein?

Mir kam beim Lesen sogleich in den Sinn "Ich fühle mich nicht wohl mit dem Sicherheitsabstand", was einmal ein Beifahrer sagte.
Diese Formulierung klingt etwas geschickter als "Du fährst zu dicht auf," oder gar die Forderung "fahr' nicht so dicht auf," obwohl sie natürlich das Gleiche bedeutet.

Und man weiß ja auch, dass es nicht immer günstig ist, in einer aufgeheizten Situation gleich zu antworten, da man dann schnell etwas Unüberlegtes gesagt hat. Manchmal ist es besser - auch wenn es schwer fällt - sich aus der Situation raus zu nehmen und vielleicht sogar den Raum zu verlassen.


Vielleicht kann die Auseinandersetzung mit Artikeln wie diesem uns helfen, an uns zu arbeiten und selbst souveräner und gefestigter zu werden?


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 11:45
Das ist mir persönlich viel zu einfach und ich kann garnicht recht glauben das dies das Ergebnis
Zitat von nairobinairobi schrieb: ihre jahrelange Arbeit


ist.

Zum Beispiel:
Zitat von nairobinairobi schrieb:"Ich will daran arbeiten".
bedeutet doch nicht
Zitat von nairobinairobi schrieb:Man ist offen für Neues und möchte seine Persönlichkeit entwickeln und optimieren
sondern kann eine Hinhaltetaktik sein um seine ursprüngliche Sicht der Dinge weiter zu manifestieren etc.

oder am ganz einfachen Beispiel:
Zitat von nairobinairobi schrieb:"Nein." Man traut sich, Grenzen zu setzen und sagt nicht zu allem ja, um andere nicht vor den Kopf zu stoßen.
Das "Nein" " kann so unglaublich viele Motivationen haben als nicht" Ja" zu sagen um Ander nicht vor den Kopf zu stoßen... Es gibt sogar Beispiele indem ein strategisches "Nein" irgendwann zum eigentlich gewünschten "Ja" führt. Zum Beispiel gespieltes Desinteresse an einer neuen Position um mehr Benefits zu bekommen.

Also das ist imo wirklich Küchenpsychologie.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 11:54
Zitat von nairobinairobi schrieb:also innere Stärke und Selbstbewusstsein besitzt.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich will es versuchen".
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich will daran arbeiten
Das passt für mich nicht zusammen. Da müsste nach meiner Meinung "ich werde es versuchen" und "ich werde daran arbeiten" stehen, um den wirklichen Willen und Stärke zu erkennen.
Mit "wollen" wird gleich eine Hintertür geöffnet, die als Ausrede genutzt werden kann.
Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass Personen die so reden, nicht wirklich Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein und Stärke zeigen.

Nicht nur "wollen" , sondern auch wirklich umsetzen.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 11:56
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Mit "wollen" wird gleich eine Hintertür geöffnet, die als Ausrede genutzt werden kann.
Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass Personen die so reden, nicht wirklich Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein und Stärke zeigen.
Das kann ich für meine Erfahrung so bestätigen.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 12:20
Zitat von nairobinairobi schrieb:Darüber möchte ich erst einmal nachdenken."
Man möchte mit Bedacht antworten und nicht spontan etwas Unüberlegtes heraushauen, das einem vielleicht hinterher Leid tut.
Glaube Kern der emotionalen Stabilität ist die Kraft zu haben such nicht von anderns Meinung und Emotionen in seinen Entscheidungen/Gefühlsleben beeinflussen zu lassen. Das ist aber schwer da such zu verändern je älter man wird vielleicht. Wir sind ja soziale Wesen und reagieren instinktiv auf andere Menschen. Man kann die verschiedenen Stärken die man braucht um sich da zu verändern nicht mal eben verbessern.
Für mich ist es wichtig im Alltag ein gutes Leben auch für andere zu führen, ist zumindest der generelle Vorsatz.
Ich glaube das die Idee sich vollkommen unabhängig von seinem Umfeld zu entwickeln oder Entscheidungen zu treffen für viele emotionslos und egoistisch wirken was aber nicht die Absicht ist. Mann kann aber den Eindruck von so einer Person haben.
Die Angst dieses Bild nach außen zu projektieren könnte könnte auch Teil von der Entscheidungsfindung sein sich doch immer bis zu einem gewissen Grad am emotionalen sozialen Umfeld zu orientieren und sich da anzupassen.
Angst limitiert unsere Entscheidungen und ist nichts schlechtes sondern ein Radgeber, früher oder auch heute noch Teil der Überlebensstrategie.
Es ist aus meiner Sicht also ein Zwiespalt der uns an unser soziales emotionales Ich bindet da wir ja auf die Emotionen der anderen angewiesen sind.
Vielleicht kann man nachvollziehen das man dich selbst als Egoist bezeichnen würde wenn einem die meisten egal wären. Andererseits wäre es weit weniger belastend auf dem eigenen Lebensweg das besser steuern zu können in wie weit man Emotionen der anderen an sich heran lässt.

Das Thema ist super weil es den Kern von uns Menschen zeigt. Glaube aber nicht das es da in wenigen Beiträgen zu einer Lösung findet. Wir sind nunmal zwiespältige Lebewesen. Für meinen Teil, ich kann Emotionen der anderen so gut wie garnicht ignorieren. Ich will es auch nicht obwohl es mich stark belastet und der Umgang damit die meiste Kraft benötigt die ich so im Alltag aufbringen muss. Das ist irgendwie ein schweres Thema..


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:21
Moin!
Ich finde nein sagen zu können, Grenzen setzen zu können, zeugt von einer psychischen Stabilität.
Grenzen setzen in familiären Strukturen, in Partnerschaften etc.
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Glaube Kern der emotionalen Stabilität ist die Kraft zu haben such nicht von anderns Meinung und Emotionen in seinen Entscheidungen/Gefühlsleben beeinflussen zu lassen.
Das würde bedeuten, jeder Mensch mit viel Empathie wäre instabil.
Es bedeutet ja, sich einfühlen zu können.
Das sehe ich anders, würde das eher unter sozialer Kompetenz verbuchen.
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Ich glaube das die Idee sich vollkommen unabhängig von seinem Umfeld zu entwickeln oder Entscheidungen zu treffen für viele emotionslos und egoistisch wirken was aber nicht die Absicht ist. Mann kann aber den Eindruck von so einer Person haben.
Da würde ich eine starke Ich-Zentriertheit wahrnehmen, die im Kern eben genau das Gegenteil von starkem Selbstwert ist.
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Für meinen Teil, ich kann Emotionen der anderen so gut wie garnicht ignorieren
Das geht mir auch so, generell ganz allgemein gesagt.
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Das ist irgendwie ein schweres Thema..
Ein tolles, tiefgründiges Thema ;)


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:36
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Da müsste nach meiner Meinung "ich werde es versuchen"
Mich stört in diesem Zusammenhang,von Selbstbewusstsein und innerer Stärke, das "versuchen", das möchte ich noch nachtragen.
Das ist schon von Anfang an eine Einschränkung, nicht volles dahinter stehen, eben nicht wirkliches Selbstbewusstsein und starken Willen.
Wenn man sich etwas zutraut, dann macht man.
Als ich z.B. mit dem Rauchen aufgehört habe, da habe ich es nicht versucht, und nicht nur gewollt, sondern habe mir gesagt, dass ich es ab jetzt (war ein spontaner Entschluss in dem Moment) nicht mehr rauchen werde, ohne wenn und aber. Und seitdem rauche ich eben auch nicht mehr.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:38
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Nicht nur "wollen" , sondern auch wirklich umsetzen
Tatsächlich waren das auch meine Gedanken!
"Ich will daran arbeiten" ist viel unverbindlicher als "ich werde daran arbeiten" oder "ich arbeite daran".
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Da müsste nach meiner Meinung "ich werde es versuchen" und "ich werde daran arbeiten" stehen, um den wirklichen Willen und Stärke zu erkennen.
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Mit "wollen" wird gleich eine Hintertür geöffnet, die als Ausrede genutzt werden kann.
Es klingt viel lockerer. Die Person will es tun, aber irgendwann einmal...vielleicht.
Eher unkonkrer also.

Ich lese oft in Texten z.B. "konnte aufgefunden und sichergestellt werden".
In der Regel ändere ich das und auch andere Formulierungen ab.
Hinterher steht dann da "wurde sichergestellt". Denn es war ja so, warum umschreiben? Zuviel Konjunktiv taugt nichts.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:44
Hm, warum wird soviel Gewicht auf Worte gelegt?
Man kann so viel sagen, finde eher das Handeln wichtiger...


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:52
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:das ist imo wirklich Küchenpsychologie.
Von einer Zeitschrift, die man zwischendurch beim Friseur oder in einem Wartezimmer liest, kann man natürlich nichts tiefgründig Wissenschaftliches erwarten. Letztendlich geht es darum, das Interesse der meist weiblichen Leserschaft zu wecken. Auf dem Gebiet der Psychologie wird man da meistens "fündig".
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:ich kann garnicht recht glauben das dies das Ergebnis
nairobi schrieb:
ihre jahrelange Arbeit
ist.
Ich habe mal gegoogelt, also sie hat ihr Diplom 2006 erhalten und ist somit schon etliche Jahre als Psychologin tätig.

https://drcortney.com/dr-cortney-warren/
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:kann eine Hinhaltetaktik sein
Es gibt immer mehrere Möglichkeiten und Erklärungsansätze.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Das "Nein" " kann so unglaublich viele Motivationen haben als nicht" Ja" zu sagen um Ander nicht vor den Kopf zu stoßen... Es gibt sogar Beispiele indem ein strategisches "Nein" irgendwann zum eigentlich gewünschten "Ja" führt. Zum Beispiel gespieltes Desinteresse an einer neuen Position um mehr Benefits zu bekommen.
Hm, kann natürlich auch, obwohl ich persönlich mir das nur schwer vorstellen kann.

Öfter hört man hingegen, dass Menschen Dinge tun, die sie nicht gerne tun, einfach, weil es ihnen schwer fällt, anderen etwas abzuschlagen oder weil sie es für unpassend oder egoistisch halten, etwas abzulehnen.
Menschen, die so ticken, werden auch gerne ausgenutzt.
Meist sind es doch immer dieselben, die irgendwo immer helfen, bei Festen z.B., die sich ehrenamtlich engagieren oder sich als Elternsprecher etc. melden, weil sich sonst niemand gemeldet hat.
Während andere sich vornehm zurückhalten oder kategorisch "nein" sagen.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 13:56
Zitat von nairobinairobi schrieb:Meist sind es doch immer dieselben, die irgendwo immer helfen, bei Festen z.B., die sich ehrenamtlich engagieren oder sich als Elternsprecher etc. melden, weil sich sonst niemand gemeldet hat.
Hier sehe ich die Problematik, dass Anerkennung von außen eine große Rolle spielen könnte, auch wieder, im Kern eher das Gegenteil von starkem Selbstwert.

Man darf auch nicht vergessen, dass Worte ein super Mittel für Manipulationen sind, in Wort und Schrift.
Du kannst einen tollen Artikel lesen und im Hintergrund schwingt ganz viel schwarze Rhetorik mit, das zu erkennen fällt nicht immer leicht.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:02
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Das ist irgendwie ein schweres Thema..
Es ist kein leichtes Thema, das stimmt.
Zitat von UnreaIUnreaI schrieb:Für meinen Teil, ich kann Emotionen der anderen so gut wie garnicht ignorieren. Ich will es auch nicht obwohl es mich stark belastet und der Umgang damit die meiste Kraft benötigt die ich so im Alltag aufbringen muss.
Magst Du das näher ausführen, damit ich mir das besser vorstellen kann?
Es klingt für mich irgendwie so, als seist Du stark angespannt und auch belastet?
Dein Text ist für mich nicht in allem verständlich.
Zitat von StumpfStumpf schrieb:Ich finde nein sagen zu können, Grenzen setzen zu können, zeugt von einer psychischen Stabilität.
Grenzen setzen in familiären Strukturen, in Partnerschaften etc.
Ja. Mir fällt es heute, mit Mitte 50, leichter, mich abzugrenzen und Dinge abzulehnen als früher in jungen Jahren. Vielleicht ist das auch ein Lernprozess, dass man sich selbst mit der Zeit besser schützt und mehr auf seine eigenen Bedürfnisse achtet. Man kann das natürlich nicht nur aufs Alter schieben - es ist auch Typsache.
Und gerade auch Frauen haben oft Angst, in die Schiene "Egoismus/Faulheit/Rabenmutter" eingeordnet zu werden, glaube ich.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:07
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ja. Mir fällt es heute, mit Mitte 50, leichter, mich abzugrenzen und Dinge abzulehnen als früher in jungen Jahren. Vielleicht ist das auch ein Lernprozess
Mir auch, jedoch, in Partnerschaften, wenn ich jemanden liebe, dann kann ich das immer noch nicht so ganz.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:11
Zitat von StumpfStumpf schrieb:Hier sehe ich die Problematik, dass Anerkennung von außen eine große Rolle spielen könnte, auch wieder, im Kern eher das Gegenteil von starkem Selbstwert.
Ist das denn Anerkennung, erfährt man diese denn tatsächlich? Ich habe es oft erlebt, dass manche Leute wie selbstverständlich eingeplant und nur pro forma gefragt wurden.
Da werden u.U. Grenzen verletzt.
Zitat von StumpfStumpf schrieb:Mir auch, jedoch, in Partnerschaften, wenn ich jemanden liebe, dann kann ich das immer noch nicht so ganz.
Da besteht ja eine besondere Nähe und ein besonders enges Verhältnis, durch das es einem natürlich schwerer fällt als seinem Chef oder einem Kollegen oder Nachbarn gegenüber "nein" zu sagen.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:22
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ist das denn Anerkennung, erfährt man diese denn tatsächlich?
In erster Linie ist es egal, ob man diese tatsächlich erfährt oder nicht.
Altruismus hat nicht selten sehr viel mit Ich-Bezogenheit und Anerkennung von Außen zu tun.
Menschen von außen werden benötigt, um etwas in sich zu füllen, weil sie ein schwaches Selbstwertgefühl haben, andere Menschen sollen ihnen dann das Gefühl für den eigenen Wert geben.

Ein Beispiel, zwei Töchter:
Die eine ist auf Familienfeiern stets im Mittelpunkt, sie hilft, sie macht, sie tut, ist super fleißig, im Hintergrund die andere, etwas stillere Tochter in Büchern versunken, mehr bei sich, weniger bei anderen, sie gibt sich selbst das, was man sich geben kann und benötigt keine Aufmerksamkeit von außen.
Über die andere Tochter wird dann im Nachhinein aber gesprochen, sie wird hochgelobt und hat das, was sie wollte: Anerkennung!

Ich sage nicht, dass es generell so ist, aber bei Altruismus sollte man immer grundsätzlich ganz genau hinsehen.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich habe es oft erlebt, dass manche Leute wie selbstverständlich eingeplant und nur pro forma gefragt wurden.
Da werden u.U. Grenzen verletzt.
Und da wäre es dann ja gesund, nein zu sagen.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Da besteht ja eine besondere Nähe und ein besonders enges Verhältnis, durch das es einem natürlich schwerer fällt als seinem Chef oder einem Kollegen oder Nachbarn gegenüber "nein" zu sagen.
Das geht sehr tief, viele Punkte aus unserer Kindheit werden dann angetriggert und man mutiert nicht selten zu dem kleinen Mädchen von damals, das um Papas Liebe kämpft. Kann sehr ungesund sein.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:26
Zitat von nairobinairobi schrieb:"Ich will daran arbeiten" ist viel unverbindlicher als "ich werde daran arbeiten" oder "ich arbeite daran".
die Übersetzung ist da das Problem. Eigentlich heißt es "ich werde". Im Original steht da "I will" und nicht "I want".

Wobei es aus meiner Sicht eh nicht unbedingt eine Rolle spielt, ob ich einen dieser Sätze täglich nutze oder nicht. Der Titel ist auch etwas irreführend, denn es bedeutet nicht, dass wer das täglich sagt emotional stabil ist, sondern eigentlich ist die Aussage, dass die Person emotional stabiler sein soll als die meisten.
Harvard-trained psychologist: If you use any of these 9 phrases every day, ‘you’re more emotionally secure than most’
Quelle: https://www.cnbc.com/2023/05/29/harvard-psychologist-if-you-use-these-phrases-you-are-more-emotionally-secure-than-most-people.html


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:34
Zitat von StumpfStumpf schrieb:Über die andere Tochter wird dann im Nachhinein aber gesprochen, sie wird hochgelobt und hat das, was sie wollte: Anerkennung!
Wollte sie das denn? Vielleicht macht sie es einfach von sich aus, weil er ihr liegt?
Zitat von StumpfStumpf schrieb:benötigt keine Aufmerksamkeit von außen.
Manche scheuen solche Aufmerksamkeit auch regelrecht und wollen gar nicht im Mittelpunkt stehen. Ihnen ist das sogar unangenehm.
Zitat von StumpfStumpf schrieb:man mutiert nicht selten zu dem kleinen Mädchen von damals, das um Papas Liebe kämpft. Kann sehr ungesund sein.
Hm, ja, allerdings, denn das Verhältnis in einer Beziehung ist ja anders als das von Eltern zu einem Kind.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:die Übersetzung ist da das Problem. Eigentlich heißt es "ich werde". Im Original steht da "I will" und nicht "I want".
Danke für den Hinweis.

Ups, ich glaube, ich selbst habe einen Fehler eingebracht...
Zitat von nairobinairobi schrieb:"Ich will daran arbeiten".
In dem verlinkten Artikel steht nämlich "Ich werde daran arbeiten".

Allerdings auch "Ich will es versuchen."
Das wäre dann nicht korrekt aus dem Englischen übersetzt.


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Emotionale Stabilität - wie erkennt man sie? Wie kommt man zu ihr?

11.06.2023 um 14:36
Zitat von nairobinairobi schrieb:Wollte sie das denn? Vielleicht macht sie es einfach von sich aus, weil er ihr liegt?
Etwas bewusst wollen ist ja etwas anderes, als unbewusste Handlungsweisen, Vieles in uns läuft ja unbewusst ab.
Und das ist es ja, Worte können ganz bewusst eingesetzt werden, in welche Richtung auch immer.


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