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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

189 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Verbrechen, Wikileaks, Held, Friedensnobelpreis, Manning, Us-soldat
pere_ubu
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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 00:46
nobel-preis :D

Dynamit (gr. δύναμις, dýnamis, „Kraft“) ist ein von dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel erfundener Sprengstoff.
Wikipedia: Dynamit

knüpft das da etwa an?


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 01:10
@pere_ubu
den NobelPreis hat er gestiftet, da er der Welt etwas zurückgeben wollte, nachdem sie seine erfindung, die für bergbau und andere zivile sektoren äußerst nützlich war, für Kriege und zum töten einsetzte.


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pere_ubu
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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 01:36
@nahtern

du meinst als versuchte wiedergutmachung? :D

wie naiv muss man eigentlich sein ,um nicht absehen zu können ,dass eine solche erfindung auf reges interesse der militärs stösst?


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 01:43
@pere_ubu
du musst das mit den augen der damaligen zeit sehen. heute wirkt es banal und logisch. damals war es nicht wirklich absehbar... m.m.


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 01:56
Outsider schrieb:ich weiß nicht, aus welchen beweggründen sie letztendlich diesen schritt gegangen ist. das ist mir eigentlich auch nicht wichtig.
dafür setze ich mich mit dieser person nicht genug auseinander. ich habe lediglich auf den einganspost meine meinung geschrieben. und dabei ging es mir explizit um die nominierung für den FNP und der steht in keinem verhältnis zu den aktionen, die sie gemacht hat. mag jeder seine meinung bilden und ihr m.w. auch einen heiligenschein mitgeben. diese aktion rechtfertigt keinen preis. und sie ist nach geltendem recht schuldig gesprochen, egal, was moralisch ok ist.
sie ist nicht dumm und ihr war mit sicherheit von anfang an klar, was für wellen es schlagen würde.
fehlendes konsequenzdenken um die tragweite setze ich da nicht voraus.
Ich hoffe du hast meinen letzten Beitrag auch gelesen? Denn müsste eigentlich ersichtlich werden was Manning aufsich genommen hat, sein es die damaligen Haftbedingungen in Kuwait oder die folgenden 35 Jahre Haft und eben die Tatsache das sie mehr als pikante Daten veröffentlicht hat die mehr als wichtig für die Öffentlichkeit waren, denn ohne solche Veröffentlichungen können weiterhin Kriegsverbrechen begangen werden, ohne jede Öffentlichkeit und ohne Wissen dessen kann sich später jede Regierung als unwissend hinstellen, diese Strategie hatten schon die Nazis im Zuge der Nürnberger Prozesse gezeigt. Es ist wichtig solche Informationen zugänglich zu machen um die Handlungsweisen eines Militärs, Geheimdienstes und auch der Regierung zu bewerten. Ich bin mir sogar sicher das einige der Handlungsweisen von manchen Kreisen der Regierung um Bush damals legitimiert waren, man erinnere nur an solche Gesetze wie den Patriot Act.

Ich bin auch nicht für die Auszeichnung mittels Nobelpreis, aber für eine Anerkennung seiner Courage.

Was denkst du hätte sie sonst machen sollen? Ich versuche mich immer in die entsprechenden Personen zu versetzen, man sitzt da vor einem Riesen Haufen an Daten, mit gesammelten Informationen über teils bewusste Menschenrechtsverletzungen, man hat die technischen Mittel, Wege und Ansprechpartner ausfindig gemacht mit denen man diese Informationen teilen kann, man trägt eine gigantische Verantwortung auf den Schultern. Natürlich hätte Manning sich diesen Stress sparen können, wenn er kein so starkes Gewissen gehabt hätte. Man bekommt ein großes Sold, doch man ist am Ende immernoch ein Mensch, die einen haben mehr Gewissen die anderen weniger, die einen haben mehr Mut die anderen weniger.

Also ja ich denke Manning und Snowden sollten beide eine Anerkennung bekommen, die sie ja inzwischen auch haben, doch der Nobelpreis ist vielleicht tatsächlich falsch.
nahtern schrieb:den NobelPreis hat er gestiftet, da er der Welt etwas zurückgeben wollte, nachdem sie seine erfindung, die für bergbau und andere zivile sektoren äußerst nützlich war, für Kriege und zum töten einsetzte.
Genau das war die Intention und genau diese Symbolik zeigt schon häufig den Zwiespalt. Manning und Snowden haben aufgrund ihres Gewissens brisante Informationen veröffentlicht, sie haben zum einen gewissen Menschen damit geschadet (bis jetzt nur in Sachen Image und Vertrauen), doch zum anderen haben sie den Menschen ein Sprachrohr gegeben die unmündig Opfer der Situation sind, sein es die zivilen Opfer im Irak und Afghanistankrieg die mit vollem Bewusstsein der Soldaten getötet und gequält wurden oder sein es die Menschen (also wir alle) die direkt oder indirekt ausspioniert werden, zu wissen was tatsächlich inzwischen möglich ist und in welchen Dimensionen das passiert ist.

Ich wünsche mir mehr solch mutige Whistleblower, am besten aus allen Staaten der Welt in denen Unrecht geschieht, Menschen an der Quelle, Menschen mit Mut und Gewissen. Ich finde schon heute haben diese Menschen einen höheren Symbolwert als irgendwelche Preise die irgendwann verstaubt in der Ecke liegen. Außerdem zeigen sie auch indirekt wie das System tickt das sie offenbart haben! Es reagiert wie es zu erwarten war, zwar nach einigen Gesetzen entsprechend, doch moralisch eben mehr als fragwürdig.



Ähnliches lässt sich auch auf Assange übertragen, auch wenn seine Persönlichkeit sehr wechselhaft war. Was aber nichts daran ändert das Informationen dieser Art auch relevant für die Öffentlichkeit sind. Da zählt auch nicht das Argument mehr man könne andere beteiligte Funktionäre des Militärs oder der Geheimdienste in Gefahr bringen, so auch nicht die Verbindungsleute in anderen Ländern, das ist kein Argument mehr, wenn durch solche Menschen unrecht geschieht, Unrecht das viel härter bestraft werden müsste als Menschen die Informationen der Öffentlichkeit preis geben. So nach dem Motto nun ist die Katze aus dem Sack!

Die USA sind in meinen Augen inzwischen nichts mehr besseres als UdSSR und NS Deutschland, nur eben weit subtiler als beide. Die USA haben den ganzen Nahenosten mehr und mehr radikalisiert und nun verlagern sie selbst den Krieg immer mehr ins rein funktionale, mittels Drohnen wird man immer mehr Probleme bekommen Informationen zu erhalten welche Operationen tatsächlich geflogen werden, siehe Pakistan. Auch in den USA selbst wächst der Druck.

Obama würde jedoch nur noch eine Möglichkeit haben um zu beweisen das die USA noch immer das Land of the Free ist, wenn er beide Whistleblower begnadigkt oder das Strafmaß lindern lässt. In dem Fall ist dieser Artikel sehr passend:
"Während des IRA-Terrorismus sind viele Bomben in Großbritannien explodiert, das hat aber nicht dazu geführt, dass wir unsere Freiheiten aufgeben mussten. In einer wirklich freien Gesellschaft muss die Antwort auf den Terrorismus proportional zur eigentlichen Gefahr sein. Wir wollen ein bestimmtes Maß an Freiheit in dieser Gesellschaft und wir sind bereit, ein bestimmtes Risiko dafür einzugehen."
http://www.vice.com/de/read/eine-ex-mi5-agentin-erklrt-was-wir-gegen-die-nsa-machen-knnen/?utm_source=vicefb

Im Zuge der Entwicklungen nach dem 11.9 passt dieses Zitat immer wieder:
"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. -Benjamin Franklin"
Ich denke mal man kann dieses Thema auch allgemein für Manning nutzen und nicht nur zwecks des Nobelpreises (der ja noch keine festgelegte Sache ist), oder?

Übriegens wünsche ich mir auch mehr Whistleblower in anderen Ländern, sein es die Länder der EU, Russland, China, der Iran, Saudi Arabien. Das müsste eine globale Qualität bekommen und alle Systeme betreffen an den fragwürdige Dinge passieren, sei es im Militär, den Geheimdiensten, dem Finanzwesen usw.

Manning verdient jedenfalls meinen Respekt für den Stein den sie ins Rollen gebracht hat, ohne Manning hätte auch Wikileaks und Assange nie an so viel Bedeutung gewonnen und vielleicht hätte Snowden so auch dicht gehalten ohne Vorreiter! Ich glaube dieser Punkt ist einer der wichtigsten im Bezug auf dieses Thema, eine völlig neue Art der Informationsverbreitungskultur ist entstanden, eine schnellere, direktere, eine die von den Menschen an der Quelle abhängig ist und nicht durch obskure Verschwörungstheorien geprägt ist.


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pere_ubu
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24.08.2013 um 02:00
naja

zurück zu manning.
ich weiss nicht ob sich manning nicht eigentlich für eine ansich selbstverständliche einsicht unnötig geopfert hat.
wer nicht völlig naiv ist ,kann sich doch denken ,dass soldaten da wie in einem computerspiel agieren:

--->
cRAwler23 schrieb:shooting unarmed civilians from a fully armed helicopter, X-box style.
dass computer-baller-spiele nichts anderes sind als die frühe züchtung vom "gutausgebildeten" soldaten , die joy-sticks wie waffen gebrauchen , bzw. umgekehrt , sollte doch klar sein ,oder etwa noch nicht?

trotzdem meine hochachtung für soviel mut , obwohl mir schleierhaft ist ,mit der einstellung überhaupt erst soldat zu werden.


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24.08.2013 um 02:08
@cRAwler23
ich habe deine beiträge gelesen :)
cRAwler23 schrieb:Also ja ich denke Manning und Snowden sollten beide eine Anerkennung bekommen, die sie ja inzwischen auch haben, doch der Nobelpreis ist vielleicht tatsächlich falsch.
darum ging es mir.

wenn die gemeinschaft meint, dass sie geehrt werden muss. (außerhalb von amerika, weil da ist sie rechtskräftig verurteilt.) dann soll sie geehrt werden. meine zustimmung wirds geben.
natürlich ist es von großer tragweite, wenn man auf einmal die daten und fakten, die sonst nur diskutiert und angenommen wurden, als wahrheit vor einem liegen hat. bestätigt es doch nur, wie die amerikaner ticken und agieren. aber ist es den so neu? die amerikaner haben schon immer im dreck gewühlt. nicht erst seit gestern.

@pere_ubu
das computer-baller-spiele nichts anderes sind als die frühe züchtung vom "gutausgebildeten" soldaten , die joy-sticks wie waffen gebrauchen sollte doch klar sein ,oder etwa noch nicht?
du willst darauf doch nicht wirklich eine antwort oder? :D


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Branntweiner
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24.08.2013 um 02:10
pere_ubu schrieb:trotzdem meine hochachtung für soviel mut.
Ich verstehe bis heute nicht, warum Manning sich in einem Chat mit dem sich auf Bewährung befindlichen Hacker Adrian Lamo geoutet hat.

Ich verstehe auch Snowden und Miranda nicht.

Es gab mal Zeiten, als Informanten nicht an die Öffentlichkeit gingen und von Medien gedeckt waren. Was sie gesetzlich eigentlich immer noch sind. Nur: was ist zu tun, wenn Informanten sich ins Licht stellen?


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pere_ubu
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24.08.2013 um 02:12
auch ne gute frage...@Branntweiner

verraten die medien ihre informanten ,oder sind die informanten ruhmessüchtig?


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pere_ubu
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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 02:19
oder gab es ,ausser dem "freien" ( *hust*) internet ansonsten gar keine medien ,die sich an die heissen eisen heranwagten ,oder heranwagen wollten? @Branntweiner


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 02:19
@cRAwler23
als ob sich das ganze auf ein video reduzieren lässt




manning wurde doch nicht für das "collateral murder" video eingesperrt sondern dafür das er zigtausende vertrauliche informationen weitergab. er konnte überhaupt nicht wissen was das alles für daten waren und welche auswirkungen die veröffentlichung für sicherheitsinteressen der usa hat. sowas ist schlichweg hochverrat.

hätte er nur ein paar beweise für kriegsverbrechen veröffentlicht hätte man nie und nimmer einsperren können.


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Branntweiner
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24.08.2013 um 02:30
pere_ubu schrieb:verraten die medien ihre informanten
Normalerweise nicht. Und der Rechtsschutz ist ziemlich gut, auch wenn v.a. in den USA und in GB der Druck seitens der Exekutive erhöht wurde. Aber eigentlich ist ein Journalist nicht verpflichtet, den Informanten preiszugeben. Klar, er ist selber dann in der Zwickmühle, nur wurde das in der Regel unter der Hand geregelt (klassifizierte Infos wurden nicht veröffentlicht).

Manning und Snowden sind eine neue Ebene: sie sind Informanten, die sich geoutet haben. Greenwald dürfte die Geo-Daten der NSA-Hubs haben und hat angekündigt, sie zu veröffentlichen. Und wenn sein Partner mit diesen Daten durch die Gegend fliegt, hat er ihn letztlich mit reingezogen.

Bisher war's eigentlich so: die Informanten blieben im Verborgenen und der Journalist hat selbst entschieden, was er veröffentlicht. Siehe Pentagon Papers.
pere_ubu schrieb:oder gab es ,ausser dem "freien" ( *hust*) internet ansonsten gar keine medien ,die sich an die heissen eisen heranwagten ,oder heranwagen wollten?
Doch. New York Times, Guardian und Spiegel haben Assange häppchenweise für Unsummen Mannings Depeschen abgekauft und zum Teil auch veröffentlicht. An den Schalthebeln der schwedischen Server saß/sitzt Israel Shamir, ein gewendeter rasender Antisemit und Faschist (gemunkelter russischer Geheimdienstler).

Nur: von diesem Geld hat Manning nie was gesehen. Er ist die arme Sau, die jetzt brutalst draufzahlt.

Und die Millionen an Wikileaks-Spendengelder, die über die deutsche Wau-Holland-Stiftung liefen, sind meiner Ansicht nach immer noch nicht aufgeklärt:

https://netzpolitik.org/2011/wau-holland-stiftung-veroffentlicht-transparenzbericht-fur-wikileaks-spenden/
http://www.wauland.de/de/index.html


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24.08.2013 um 02:37
@Branntweiner
Das ist doch hoffentlich ein Scherz oder? Die Öffentlichkeit dieser Personen war bei und nach ihrer Datenoffenlegung noch anonym! Erst nach und nach sind sie in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, es gab im Zuge von Wikileaks sogar die Bestimmung die Anonymität der Informanten und Whistleblower zu bewahren. Übrigens einer der Punkte die ich Assange negativ anrechne und Daniel Domscheit-Berg Recht gebe, denn dieser wollte die Anonymität solcher Personen solange es geht schützen, Assange war der Mensch der die Öffentlichkeit vorgezogen und gesucht hat so auch viele der Medien die darin ein gefundenes Fressen gefunden haben. Aber manchmal ist diese Öffentlichkeit nötig um es ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, das ist meist aber auch ein zweischneidiges Schwert für die betroffenen.
robert-capa schrieb:manning wurde doch nicht für das "collateral murder" video eingesperrt sondern dafür das er zigtausende vertrauliche informationen weitergab. er konnte überhaupt nicht wissen was das alles für daten waren und welche auswirkungen die veröffentlichung für sicherheitsinteressen der usa hat. sowas ist schlichweg hochverrat.
Ach ja und man sollte auch das alles vertraulich und verdeckt belassen? Glaub mir deine Haltung findet momentan großen Anklang in der ehemaligen Bush und aktuellen Obama Regierung, besonders beim Militär und NSA! Ab einem bestimmten Punkt MUSS auch das auf den Tisch, es waren alles essentielle Daten die Unrecht in der Summe im Kern hatten! Ab einem bestimmten Punkt kann man die Sicherheitsinteressen EGAL welches Staates auch immer NICHT mehr in Schutz nehmen ich verweise nochmals darauf:
cRAwler23 schrieb:"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. -Benjamin Franklin"
Die USA wurden als Opfer des 11.9 mehr und mehr zum Täter und waren es auch schon vorher!
robert-capa schrieb:hätte er nur ein paar beweise für kriegsverbrechen veröffentlicht hätte man nie und nimmer einsperren können.
Eben das ist das Problem! Wenn man wichtigen Leuten auf die Füße tritt, treten sie zurück, simple Logik, diese Sprache verstehen nur Menschen am Ruder, in Führungspositionen in profitablen Netzwerken und bestimmten Instanzen, sei das nun in einer "Demokratie" wie im Westen oder sei es im Bezug auf die zahlreichen Despoten. Jeder Verschluss von Informationen schadet demokratischen Entscheidungsprozessen egal wo! Die USA haben ihr Gesicht gezeigt und man sieht ja wie sie auf Mannig und Snowden oder Assange reagieren.

Übrigens auch ich bin gegen islamistischen Terror, doch die USA sind fleißig im Füttern derer Ideologie und bieten die nötige Angriffsfläche für ein gegenseitiges Feindbild, am Ende werden beide Seiten immer irrationaler und inhumaner! Es ist einfach nur noch eine wachsende Katastrophe des Humanismus. Auch wenn die USA immer vorgeben aus humanitären Impulsen zu handeln, vergessen sie gern die Prinzipien ihrer eigenen Verfassung.

Was soll man also tun? Alles unter Verschluss lassen? Im Interesse der Sicherheit?
Branntweiner schrieb:Nur: von diesem Geld hat Manning nie was gesehen. Er ist die arme Sau, die jetzt brutalst draufzahlt.
Da geb ich dir allerdings recht! Auch darf der Informationsfluss nicht ideologisch gekoppelt sein und leider missbrauchen manche solcher Kräfte solche Informationen für eine eigene Agenda. Auch das ist Teil des Risikos das solche Menschen eingehen die eigentlich gewissenhaft handeln wollten. Hier herrscht auf vielen Ebenen durchaus ein großer Interessenkonflikt vor.


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Branntweiner
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24.08.2013 um 02:43
cRAwler23 schrieb:Die Öffentlichkeit dieser Personen war bei und nach ihrer Datenoffenlegung noch anonym! Erst nach und nach sind sie in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, es gab im Zuge von Wikileaks sogar die Bestimmung die Anonymität der Informanten und Whistleblower zu bewahren
Assange hat die Daten von Manning kostenlos bekommen und weiterverkauft. Manning hat sich selber ins Out geritten: Real-Name-Chat mit Adrian Lamo, dem die Sache zu heiß wurde (als Mitwisser unter Bewährung ist sowas sehr unangenehm, Manning war einfach fürchterlich naiv).

Die Lamo-Story lässt sich auf der englischen Wikipedia mit praktisch allen Quellen nachlesen: Wikipedia: Adrian_Lamo


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24.08.2013 um 02:57
Branntweiner schrieb:Assange hat die Daten von Manning kostenlos bekommen und weiterverkauft. Manning hat sich selber ins Out geritten: Real-Name-Chat mit Adrian Lamo, dem die Sache zu heiß wurde (als Mitwisser unter Bewährung ist sowas sehr unangenehm, Manning war einfach fürchterlich naiv).
Das stimmt schon, jedoch bedenke das Manning auch nicht in der Position war groß anderen zu vertrauen, auch ich unterstelle da eine gewisse Naivität und Leichtgläubigkeit. Aber das ändert NICHTS an den Daten und deren Inhalt! Das kann man nicht mehr so relativieren, wenn man das doch versucht begibt man sich auf eine Ebene derer die eine Sicherheitspolitik der Freiheit im Sinne der Demokratie vorziehen und immer mehr Freiheiten dafür opfern.

Ich selbst bin jemand der mehr Wert auf die Qualität und den Inhalt der Daten legt als auf die Prozesse der Öffentlichkeit solcher Personen. Ich gebe nur zu das ich inzwischen ein gewisses Mitleid mit ihr und Snowden empfinde, weil ich ein recht empathischer Mensch bin. Ich bin ein sehr liberaler Mensch und sehe die Entwicklung im Nahenosten sehr kritisch so aber auch die Entwicklungen in den USA seit der Bushzeit. Es geht einfach nicht mehr mit rationalen Dingen zu, auf beiden Seiten! Das schafft nur noch mehr Spannung zwischen den Menschen. Die Daten MUSSTEN an die Öffentlichkeit, so wie auch alle Daten aus Syrien, dem Iran, Saudi Arabien, Israel, Russland, Chinas, der EU und aller anderen Staaten an die Öffentlichkeit gehören in denen fragliche Machenschaften am Werk sind.

Denke mal das dies im Zuge des Informationszeitalters essentiell ist, nur so kann man rational abwägen und gibt den irrationalen Kräften nicht noch mehr Macht!

Der wichtigste Aspekt ihrer Intention ist dieser:

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http://www.buzzfeed.com/ellievhall/who-is-bradley-manning

Man sollte das nicht einfach vergessen und unter den Teppich kehren und eine Hetze gegen Menschen wie Snowden und Manning starten, selbst wenn eine gewisse Naivität vorhanden sein mag, ich glaube die ist bei allen Menschen in einer ähnlichen Position mit solchen Intentionen vorhanden. Man sollte sich nur nicht entmutigen lassen, gerade wenn man viel Empathie und ein Gewissen besitzt.


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Branntweiner
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24.08.2013 um 03:19
cRAwler23 schrieb:das ändert NICHTS an den Daten und deren Inhalt
Das Tragische ist: Manning hatte weniger als die Abu-Ghraib-Enthüller. Der Hubschrauber-Angriff war brutal, konnte aber auch dahingehend interpretiert werden, dass Radikalinskis Journalisten, Kinder und Frauen als "Schutzschilde" missbrauchten. Die Depeschen waren lustig zu lesen, aber auch nicht aufregender als der (legale) Leak, als die US-Botschaft Saddam nicht davon abhielt, Kuwait zu überfallen.

Manning sitzt für einen Schmarrn.

Snowden ist schon eine Kategorie darüber. Er hat wirklich für Aufregung gesorgt. Auch in europäischen Regierungskreisen. Und warum er, Greenwald und jetzt Miranda gejagt werden, ist auch klar: es besteht der Verdacht, dass die drei plus der Guardian nicht nur weiche Infos haben (die wir kennen), sondern auch harte Infos (die genauen Örtlichkeiten der NSA-Einrichtungen weltweit).

Auf die weltweite Empörung über die Neun-Stunden-Festhaltung Mirandas hat Großbritannien reagiert: mit einem Verfahren gegen Miranda wegen illegalem Besitz von "hochsensiblen Daten".

Auch andere westliche Länder reagieren: Neuseeland hat in einem Schnelldurchlauf parlamentarisch dem Geheimdienst per Gesetz freie Hand gegeben, Daten zu sammeln, wie er will: http://www.abc.net.au/news/2013-08-21/new-zealand-passes-spy-bill/4903500


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 03:54
Branntweiner schrieb:Das Tragische ist: Manning hatte weniger als die Abu-Ghraib-Enthüller.
Das soll auch kein Wettbewerb sein! Es geht um Enthüllungen von Informationen und Daten, im Prinzip hat das Video des Apache Helicopter schon gereicht, von denen es zahlreiche ähnliche Einsätze gab.
Branntweiner schrieb:Der Hubschrauber-Angriff war brutal, konnte aber auch dahingehend interpretiert werden, dass Radikalinskis Journalisten, Kinder und Frauen als "Schutzschilde" missbrauchten.
Also bei jeder Geiselnahme sollte man demnach einfach alle abknallen? Besonders wenn Radikalinskis diese Taktik nutzen sollten, fördert das nur noch mehr Radikalinskis, wenn diese sehen, ach die Amis knallen einfach alle ab, jetzt wechsel auch ich das Lager und bediene die Feindbilder, man nennt dies auch als klassische Rachefütterung. Das schlimme ist das die Mentalität noch immer dort vorherrscht und solch unvorsichtigen Angriffe von Seiten des Westens spülen immer mehr radikale ins Boot! Jeder weitere Drohnenangriff in Pakistan z.B. bei dem mindesten ein Mensch gestorben ist, lockt 10 neue radikale auf den Plan. Die Taliban sichern sich ihre Grundlagen nur noch durch dieses Prinzip, ohne Angriffe die das bestärken würden denen auch die Mitglieder nach und nach wegrennen, weil die Menschen irgendwann erkennen was für eine menschenverachtende Ideologie diese vertreten. Beide Seiten sind in diesem Spiel inhuman. Das gilt für alle Islamisten inzwischen gleichermaßen. Ohne gegenseitige Feindbilder keine Machtgrundlage.
Branntweiner schrieb:Die Depeschen waren lustig zu lesen, aber auch nicht aufregender als der (legale) Leak, als die US-Botschaft Saddam nicht davon abhielt, Kuwait zu überfallen.
Wenn diese so lustig zu lesen sind, warum seh ich dann keinen der Menschen lachen die es betrifft? Warum dann dieser Aufschrei? Ich sagte schon, dies zu relativieren ist durchaus gefährlich.
Branntweiner schrieb:Manning sitzt für einen Schmarrn.
Na noch schlimmer! Vielleicht sind ja Spannungen und Misstrauen erwünscht? Denn sollte alles nur Schmarrn sein, dann hätte doch gerade der coole Obama cool und locker reagieren müssen, vielleicht hätte er durch eine Begnadigung von oberster Instanz aus sein Image aufpolieren können?

Das war jedenfalls seine Reaktion auf einen Zuschauer der für die Freiheit von Manning war:

https://www.youtube.com/watch?v=u9iiQYhXzmY

Er wirkt fast schon verkrampft "cool". Dabei fand ich Obama vor einiger Zeit sogar noch recht sympathisch, er ist eben in einem Amt das polarisiert und nicht alles ist klar und ersichtlich was im Hintergrund alles passiert. Wenn es nur ein Schmarrn wäre, wär das ganze Thema schon lange Schnee von vorgestern ;)
Branntweiner schrieb:Snowden ist schon eine Kategorie darüber. Er hat wirklich für Aufregung gesorgt. Auch in europäischen Regierungskreisen. Und warum er, Greenwald und jetzt Miranda gejagt werden, ist auch klar: es besteht der Verdacht, dass die drei plus der Guardian nicht nur weiche Infos haben (die wir kennen), sondern auch harte Infos (die genauen Örtlichkeiten der NSA-Einrichtungen weltweit).

Auf die weltweite Empörung über die Neun-Stunden-Festhaltung Mirandas hat Großbritannien reagiert: mit einem Verfahren gegen Miranda wegen illegalem Besitz von "hochsensiblen Daten".
Ich würde auch sagen das beide in einer anderen Liga spielen in Sachen Datenerfassung und Auswertung. Snowden ist wirklich noch tiefer in brisanter Materie gewesen als Manning, doch ich denke mal Snowden wurde durch Manning inspiriert die Daten der Öffentlichkeit zu geben. Manning hat vielleicht nur Schmarrn, aber sie hat einige inspiriert, ich denke mal das ist inzwischen alles nur noch rein symbolischer Natur.

Auch noch nen recht interessantes Video, jedoch mehr persönlicher Natur:

Youtube: Bradley Manning Is Now Chelsea Manning And...
"Bradley Manning, sentenced to 35 years in military prison for the biggest breach of classified U.S. documents in U.S. history, said in a statement on Thursday she is female and wants to live as a woman named Chelsea...".* Also, it appears Manning was offered a plea deal in exchange for testifying against Wikileaks founder Julian Assange.
Ich hoffe nur das sie eine Strafminderung erfahren wird, vielleicht nach 7 Jahren erst aber besser als 35 Jahre im falschen Geschlecht im falschen Gefängnis zu sitzen, nichts ist schlimmer für solche Menschen!

So nun meld ich mich aber mal langsam ab, is schon früh und das Thema zu Komplex für diese angenehme Nacht ;)

Ich wünsch eine angenehme Restnacht!


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US-Soldat Manning für Friedensnobelpreis nominiert

24.08.2013 um 04:50
Manning ist das beste Beispiel dafür, dass man als Bürger nur an sein eigenes Wohl denken sollte.

Man kann nur auf einen Krieg hoffen. Ein Krieg zwischen USA, China, Russlan. Hach, wäre das herrlich. Ich lehne mich in meinem Bunker zurück und würde genießen wie sie sich gegenseitig umbrigen.

EIN TRAUM!!!!


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greenkeeper
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24.08.2013 um 09:19
Branntweiner schrieb:Es gab mal Zeiten, als Informanten nicht an die Öffentlichkeit gingen und von Medien gedeckt waren.
Die Zeiten sind aber schon lange vorbei. Heutzutage sind doch Zeitungen (dank 9/11) viel stärker dem Druck ihrer Regierungen und ihrer Geheimdienste ausgesetzt und schreiben nur das was auch von oben autorisiert wurde. Wer garantiert denn, dass die Informationen die sie von whistleblowern bekommen auch abgedruckt werden? Niemand. Sich an eine Zeitung zu wenden, heißt im schlimmsten Fall sich gleich an die eigene Regierung zu wenden, die nur daran interessiert is, die Infos auf keine Fall nach außen dringen zu lassen.

Es is also meiner Meinung nach viel besser gleich über weltweite Plattformen wie z.B. Wikileaks das Material in der Weltöffentlichkeit zu verbreiten. Nur dadurch sorgt man auch selber für ein wenig Sicherheit der eigenen Person, in dem man sie so ebenfalls der Öffentlichkeit bekannt macht.

Wären Manning und Snowden mit ihren Infos einfach nur an irgendwelche Medien gegangen, im Vertrauen darauf von ihnen als Quellen nach guter alter Tradition geschützt zu werden, dann wären sie jetzt tot und keiner würde ihren Namen kennen und keine dieser Infos wäre an die Öffentlichkeit gelangt. Jede Wette. Ich möchte nich wissen wieviele Vorgänger von Manning und Snowden dieses Schicksal erleiden mussten. Von daher haben sie in meinen Augen alles richtig gemacht und jede Menge Mut bewiesen.

Der Friedensnobelpreis hat seit seiner Verleihung an Obama mit dem Wort "Frieden" sowieso nichts mehr gemein. Es is in meinen Augen jetzt eher ein Preis für bewiesenen Mut.

Bei Obama wäre es dann der Mut zur Lüge und der is ihm nun mal nich abzusprechen. Die ganze Welt, einschließlich der eigenen ihm unendliches Vertrauen entgegenbringenden Wähler zu belügen is schon eine Leistung die jedem Respekt abnötigen sollte der nich mal seine eigene Familie belügen kann ohne vor Scham im Erdboden zu versinken.

Bei Manning und Snowden is es eben der Mut zur Wahrheit in einer Welt voller Lügen, der mit diesem Preis gewürdigt werden sollte, meiner Meinung nach.
Branntweiner schrieb:Der Hubschrauber-Angriff war brutal, konnte aber auch dahingehend interpretiert werden, dass Radikalinskis Journalisten, Kinder und Frauen als "Schutzschilde" missbrauchten.
In meinen Augen aber nur von Menschen, denen jeglicher Sinn für Moral und Ethik vollständig abhanden gekommen is und die sich nach den Zeiten zurücksehnen in denen man für "Gott und Vaterland" ungestraft seine niedersten Instinkte an wehrlosen Menschen ausleben konnte. :(

Wir sollten uns alle mal vorstellen wie es wäre wenn es Manning und Snowden nie gegeben hätte.
Einzig und allein daran sollten die Leistungen der beiden bemessen werden.

Gruß greenkeeper


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