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Ritualmorde an Kindern

Tanith22
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Ritualmorde an Kindern

16.05.2013 um 10:59
@kleinundgrün
Ich stimme dir in allen Punkten zu. Als Eltern muß man die eigenen Ängste kontrollieren und diese nicht auf die Kinder projizieren.
Es muß eine rationale, sinnvolle Prevention gefunden werden.

Trotzdem sind besagte Ängste berechtigt, weil sie eben einer existenten Ursache entspringen.
Bei nur 0,001% Wahrscheinlichkeit ist es trotzdem zu 100% tödlich im Falle des Eintreffens dieser Möglichkeit.
Denn es gibt ja solche Gefahren!
Das sollte auch nicht negiert oder bagatelisiert werden.

Aber es besteht auch die Gefahr des Verdränges bei so verstörenden Themen.
Verständlich, aber auch keine gute Lösung.


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Ritualmorde an Kindern

16.05.2013 um 11:19
@Tanith22
Dann haben wir ja Konsens.


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Saxnot555
ehemaliges Mitglied

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Ritualmorde an Kindern

18.11.2016 um 15:24
Ich habe in einem Münchener Antiquariat vor einiger Zeit einen Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert gekauft. Er zeigt eine Gruppe von Kapuzenmännern, die auf ein Kleinkind mit Nadeln einstechen und dessen Blut in einer Schale auffangen. Als Überschrift steht in Latein auf dem Stich, daß die Darstellung einen christlichen Knaben zeige, der von Juden in München ermordet werde/ worden sein soll. Der Stich ist ein Original und stammt aus Raders Buch "Bavaria Sancta" aus der Ausgabe von 1624. Der Antiquar, der des Lateinischen wohl nicht so mächtig ist, dachte, es handele sich bei der Darstellung um eine medizinische Szene...

Es ist völlig unumstritten, daß die antijüdische Ritualmordlegende keinen tatsächlichen Hintergrund hat. Auch betrifft die Darstellung einen angeblichen Fall, der sich bei der Publikation des Kupferstichs schon vor Jahrhunderten, im Mittelalter, ereignet hatte. Er ist also in keiner Weise eine authentische Darstellung. Ein Zeitdokument ist er trotzdem, weil der bald vierhundert Jahre alte Stich zeigt, wie man die perfide Ritualmordlegende in der frühen Neuzeit visualisierte. Wenn schon in einer medial ärmeren Zeit, in der es gerade erst die ersten Zeitungen auf dem Publikationsmarkt gab und ein paar illustrierte Flugblätter, aber weder Photographie, noch Fernsehen, noch Internet, offenbar mühelos gelang, wahre Horrorthemen so bildlich umzusetzen, daß die Darstellung Rezipienten von der Wahrheit des Dargestellten überzeugte, was bedeutet das für unsere durchmedialisierte Realitätswahrnehmung? Wir können heute viel authentischeres Bild-, Ton- und sonstiges Dokumentarmaterial erzeugen....


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