Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt
gestern um 17:15Fall Colin David Adamson | Polizei Celle rollt Fall um Leiche in ausgebranntem Auto neu auf – Schotte möglicherweise doch erschossen
Die Kriminalpolizei Celle hat die Ermittlungen zum Tötungsdelikt an Colin David Adamson wieder aufgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Celle hervor. Der 33-Jährige britische Staatsbürger, der in Schottland auf einer Ölplattform arbeitete, wurde im Dezember 1983 während einer Dienstreise in Deutschland getötet. Ein Spaziergänger entdeckte seinen ausgebrannten Mietwagen in einem Waldstück im Norden Celles. Im Kofferraum wurde die verbrannte Leiche des Schotten gefunden. Die Ermittler suchen im Rahmen eines erneuten Zeugenaufrufs nach Personen, die während seines etwa zweiwöchigen Aufenthalts in Deutschland im Dezember 1983 Kontakt zu dem als aufgeschlossen beschriebenen Arbeiter hatten. Zudem veröffentlichte die Polizei erneut die Phantombilder zweier Männer, die in der Nacht vor dem Auffinden des Fahrzeugs an einer Tankstelle zwei Bierdosen und einen Benzinkanister gekauft haben sollen. Dosen der betreffenden Biermarke wurden in der Nähe des ausgebrannten Wagens gefunden.
Auch die ZDF-Sendung "Hallo Deutschland" widmete sich am Donnerstag in einem Beitrag (abrufbar bis 29. Oktober 2028) dem Fall. Dabei wurde bekannt, dass sich seit 2023 Studierende der Polizeiakademie Niedersachsen im Rahmen des "International Cold Case Analysis Project" erneut mit dem Tötungsdelikt befassen. Dabei gerieten auch Zeugenaussagen aus Groß Hehlen wieder in den Fokus. Im rund 1.500 Meter vom späteren Fundort entfernten Ortsteil gaben mehrere Bewohner an, an diesem Sonntagmorgen zwischen 7.15 Uhr und 8.15 Uhr Schüsse gehört zu haben. Akustische Experimente der Studierenden legen nahe, dass Schüsse aus dem Wald auch über diese Distanz hinweg hörbar gewesen wären. Während bislang stumpfe Gewalt gegen den Kopf als Todesursache galt, kann inzwischen auch der Einsatz einer Schusswaffe nicht mehr ausgeschlossen werden.
Ermittler Stefan Skropski von der Polizeiinspektion Celle bestätigte zudem, dass die gefundenen Bierdosen erneut kriminaltechnisch untersucht wurden. Zu möglichen DNA-Spuren und den Ergebnissen der Untersuchung äußern sich die Ermittler aus ermittlungstaktischen Gründen bislang aber nicht.

Bildquellen: ZDF | Polizeiinspektion Celle
Die Kriminalpolizei Celle hat die Ermittlungen zum Tötungsdelikt an Colin David Adamson wieder aufgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Celle hervor. Der 33-Jährige britische Staatsbürger, der in Schottland auf einer Ölplattform arbeitete, wurde im Dezember 1983 während einer Dienstreise in Deutschland getötet. Ein Spaziergänger entdeckte seinen ausgebrannten Mietwagen in einem Waldstück im Norden Celles. Im Kofferraum wurde die verbrannte Leiche des Schotten gefunden. Die Ermittler suchen im Rahmen eines erneuten Zeugenaufrufs nach Personen, die während seines etwa zweiwöchigen Aufenthalts in Deutschland im Dezember 1983 Kontakt zu dem als aufgeschlossen beschriebenen Arbeiter hatten. Zudem veröffentlichte die Polizei erneut die Phantombilder zweier Männer, die in der Nacht vor dem Auffinden des Fahrzeugs an einer Tankstelle zwei Bierdosen und einen Benzinkanister gekauft haben sollen. Dosen der betreffenden Biermarke wurden in der Nähe des ausgebrannten Wagens gefunden.
Auch die ZDF-Sendung "Hallo Deutschland" widmete sich am Donnerstag in einem Beitrag (abrufbar bis 29. Oktober 2028) dem Fall. Dabei wurde bekannt, dass sich seit 2023 Studierende der Polizeiakademie Niedersachsen im Rahmen des "International Cold Case Analysis Project" erneut mit dem Tötungsdelikt befassen. Dabei gerieten auch Zeugenaussagen aus Groß Hehlen wieder in den Fokus. Im rund 1.500 Meter vom späteren Fundort entfernten Ortsteil gaben mehrere Bewohner an, an diesem Sonntagmorgen zwischen 7.15 Uhr und 8.15 Uhr Schüsse gehört zu haben. Akustische Experimente der Studierenden legen nahe, dass Schüsse aus dem Wald auch über diese Distanz hinweg hörbar gewesen wären. Während bislang stumpfe Gewalt gegen den Kopf als Todesursache galt, kann inzwischen auch der Einsatz einer Schusswaffe nicht mehr ausgeschlossen werden.
Ermittler Stefan Skropski von der Polizeiinspektion Celle bestätigte zudem, dass die gefundenen Bierdosen erneut kriminaltechnisch untersucht wurden. Zu möglichen DNA-Spuren und den Ergebnissen der Untersuchung äußern sich die Ermittler aus ermittlungstaktischen Gründen bislang aber nicht.

Bildquellen: ZDF | Polizeiinspektion Celle