Das Problem ist die Subsidiarität. Da jede Gemeinde und jedes Bundesland eigene IT-Systeme und Dienstleister (wie Dataport in Hamburg oder die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern) nutzt, sind die Systeme sehr unterschiedlich.
Der Vorteil: gelingt es Hackern, die IT-Infrastruktur eines Bundeslandes komplett lahmzulegen, sind die anderen Bundesländer in der Regel nicht betroffenen, weil sie andere Software und Sicherheitsvorkehrungen nutzen. Es gibt keinen zentralen Punkt, der ganz Deutschland digital abstürzen lassen kann.
Beispiel,Deutachland vs. Frankreich:
Beide Länder haben weltweite Spitzenbehörden für Cybersicherheit: Frankreich die ANSSI, Deutschland das BSI.
Frankreichs Vorteil: Die ANSSI ist direkt dem Premierminister unterstellt und extrem militärisch-hierarchisch organisiert. Sie hat im Ernstfall ein direktes Durchgriffsrecht. Wenn ein schwerer Cyberangriff droht, kann Paris sofort zentral Befehle an Behörden und Infrastrukturen im ganzen Land ausgeben.
Deutschlands Nachteil Wie im vorherigen Punkt beschrieben, ist das BSI durch das Prinzip der Subsidiarität oft blockiert. Es muss bei Angriffen auf Bundesländer erst auf offizielle "Amtshilfeanträge" warten.
Frankreich treibt die Digitalisierung seiner Behörden (z. B. über das zentrale Portal France Connect) radikal voran. Das Problem: Alle Bürgerdaten laufen an wenigen, zentralen Stellen zusammen. Für Hacker ist Frankreich deshalb das zweitbeliebteste Angriffsziel in Europa, da ein erfolgreicher Hack in eine zentrale Behörde sofort Millionen von Bürgerdaten freilegt.
Weil Deutschlands Behörden föderal zersplittert und oft noch nicht voll digitalisiert sind, gibt es keine solche "Super-Datenbank" für Hacker. Das System ist behäbig, aber genau dadurch im Katastrophenfall vor einem digitalen Totalausfall geschützt. Ist aber anfälliger für erfolgreiche Hacks.
Im Vergleich der Länder sieht das so aus:

Q:
https://ncsi.ega.ee/ncsi-index/?order=rank