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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

1.553 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Plastination, Körperwelten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

05.09.2014 um 03:14
Ich war mit 5-6 Jahren dort mit meinen Großeltern. Viele denken jetzt sicher oh gott wie könnten sie nur.
Aber man soll ja nicht urteilen ohne Hintergrund wissen gelle.
Meine Großeltern sind mit mir dort hin um mir etwas zu veranschaulichen, da ich selbst mit 4 Jahren schwer krank war und sie mir so alles genau zeigen und erklären konnten, Grade anhand der gläsernen Frau.
Ich war letztes Jahr auch im medizinhistorischen Museum in Berlin und ich fand es so interessant das ich mir am liebsten ein zimmer dort einrichten würde :D
Ich liebe die Medizin und finde rein garnichts Perversion an der Darstellung.
Ich würde meinen Körper auch zur Verfügung stellen


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

05.09.2014 um 05:07
Von daher hattest du ja einen guten Nutzen.
Ist ein schönes Beispiel was du hier lieferst.

Konntest du es denn mit deinem jungen Alter verstehen? Weißt du noch, ob du irgendein ungutes Gefühl hattest dabei? Stelle ich mir in diesem ganz jungen Alter eher schwierig vor, dass man da überhaupt weiß, was überhaupt vor sich geht bzw. realisiert, dass es sich dabei um echte Menschen handelt.


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

05.09.2014 um 12:41
@Tobspeed
Also viel weiß ich leider nicht mehr davon, weil es eben so lange her ist allerdings weiß ich das ich kein ungutes Gefühl hatte und mein Opa hat mir alles so gut erklärt das ich keine Angst oder ein ungutes Gefühl hatte :)


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

31.01.2016 um 21:37
So. Ich war gestern in Körperwelten und kann endlich -sofern es jemanden interessiert- auch meinen Senf dazu geben.
Ich wollte schon lange mal zu Körperwelten, aber es hatte sich nie ergeben. Nun hatten @Charminbear und ich beschlossen, diese Ausstellung in Mainz zu besuchen. Das sind ungefähr 1,5 std. Autofahrt. Also auch nicht wirklich "nebenan" :-)
Meinen Sohn (fast 7) haben wir beim Babysitter gelassen, weil ich mir nicht sicher war, wie diese Ausstellung sein wird.
In Mainz läuft (leider nur noch bis zum 5. Februar) "eine HERZenssache".
Wie die meisten von euch ja wissen dürften, gibt es verschiedene Ausstellungen von Körperwelten, beispielsweise "Körperwelten der Tiere" oder "Der Zyklus des Lebens".
Als wir ankamen (die Ausstellung befindet sich im alten Postlager) stand davor ein Körperwelten-Auto, übrigens die einzige wirkliche Gelegenheit ein Foto zu machen, in der Ausstellung an sich war das Fotografieren verboten, was ich berechtigt finde, aber auch gleichzeitig etwas Schade.
Als wir in die Halle kamen, hörten wir sofort ein gleichmäßiges Klopfen, das Herz wurde über eine Anlage abgespielt, was uns auch die ganze Ausstellung begleitete. Es hinterlegte alles nochmal mit einer... Wie soll ich es nennen? "Angenehmen Ruhe"?
Wir bezahlten unsere Karten, 18€ pro Person, ist schon teuer, aber noch im Rahmen.
Bevor wir in die Ausstellung gingen wies uns eine nette Dame noch schnell ein. Kein Essen, Kein trinken. Bloß nichts anfassen. Weder die Vitrinen, und schonmal gar nicht die Exponate. Keine Kamera. Und keine Handys.
Wir betraten den ersten "Raum" (da es ein Lager war, gab es an sich keine wirklichen Türen, alles war mit dunklen Vorhängen abgedunkelt). Die Scheinwerfer zeigten auf die verschiedenen Plastinationen.
In diesem Moment bereuten wir schon, nicht den Audioführer für 3,50€ geliehen zu haben. Es waren sehr viele Leute, die natürlich alle etwas sehen wollte. Man wurde weiter geschoben, obwohl man noch Lesen und schauen wollte. Außerdem hatte der Audioführer weitere Informationen, die nicht auf den Infotafeln vermerkt waren.
Bei vielen Exponaten hielten wir uns einfach Abseits, und warteten bis der größte Menschenstrom vorbei war, um uns das Plastinat noch genauer anzusehen, oder die dazugehörige Tafel zu lesen. Es gibt ja zum Glück keine Zeitbeschränkung. ;-)
Die Plastinate an sich waren... Beeindruckend. Es gibt kein Wort dafür, was es genau beschreibt.
Als Laie hat man selten bis nie die Möglichkeit mal echte Organe zu sehen. Welche Größe z.b. Die Leber ja weiß man ja oft nur von Bildern oder von Büchern. Eine zu sehen, eine echte, menschliche Leber ist da etwas ganz anderes.
Auch der Aufbau im menschlichen Körper, wo sich alles befindet, und wie das am Ende "richtig" aussieht, ist live nunmal etwas ganz anderes.
Die Art der Plastination ist an sich sehr interessant. Die Exponate sehen aus, als wären sie aus Plastik. Ich hatte nicht das Gefühl, obwohl ich es natürlich besser wusste, das es sich hier um tatsächliche Menschen handelt. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es auch für Kinder geeignet sein könnte, sofern man ihnen nicht erzählt das dies echte Menschen sind.
Ich kann und werde es aber nicht beurteilen, wie gesagt, ich habe meinen Sohn nicht mitgenommen, und würde es auch nicht tun, wenn ich diese Ausstellung erneut besuchen würde.
Das Wissen, das es sich hier um echte Menschen handelt, hat aber auch etwas faszinierendes. Ich hörte mehrfach Besucher murmeln "wie gerne würde ich den jetzt mal berühren!" Ich muss zugeben, gereizt hätte es mich auch. Aber weder ich, noch jemand anders haben es getan. Man hat Respekt. Man... Schaut. Anders kann man es nicht erklären.
Die Ganzkörperplastinate waren in sehr interessanten Posen ausgestellt, was mir persönlich manchmal etwas zu übertrieben schien.
Dennoch war jedes einzelne Ausstellungsstück sehenswert, lehrreich, interessant.
Wir haben eine Leber mit Zirrhose gesehen, Raucherlungen, eine Vergrößerte Milz durch Leukämie...
Es war etwas... Besonderes.
Obwohl soviele Leute dort waren, unter anderem viele Junge Leute, llag doch eine Stille in der Luft. Keine unangenehme Stille, eher eine ehrfürchtige, respektvolle Stille, untermalt von den Rhythmischen Herzschlägen im Hintergrund.
Da man keine Fotos schießen konnte, was einerseits gut war, denn es war sehr dunkel, man hätte einen Blitz einschalten müssen, was die Stimmung dort doch irgendwie... Geändert hätte, wenn es überall geblitzt hätte, was andererseits aber auch Schade war, denn man konnte sich nicht alles durchlesen. Dafür war es einfach zuviel. Viele Sachen hätte ich mir gern daheim Genauer angesehen, aber es war ja nicht möglich.
Als wir mit der Besichtigung fertig waren, konnte man verschiedene Artikel erwerben. Ich habe mir das Körperwelten Buch geholt, und habe jetzt alles, was ich doch irgendwie verpasst habe daheim.
Das Buch, bzw. "Der Katalog zur Ausstellung" umfasst 272 Seiten, viele Bilder und nochmehr Erklärungen. Für 19€ war er erhältlich, aber die ist er auch Wert.
Die Dvd habe ich mir jetzt gebraucht bei Ebay bestellt, die soll angeblich doch sehr Langweilig und eintönig sein. Dazu kann ich aber noch nichts sagen, noch ist sie nicht angekommen.
Die Dvd beinhaltet eine ca. 70 minütige Führung durch die Ausstellung.

Alles in allem hat sich der Ausflug echt gelohnt. Ich hatte an keinem Punkt das Gefühl, das Gunther von Hagens hier Leichen ausstellt um zu provozieren, anzuekeln oder derartiges.
Es war eine sehr respektvolle Stimmung, es war Lehrreich, und ich denke genau das will von Hagens bezwecken. Er versichert auch, das jeder der seinen Leichnam spendet nur in Fähige Hände kommt, und kein Schindluder getrieben wird.
Ich persönlich würde meine Leiche nicht Spenden, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Schließen möchte ich meinen Bericht mit einem Zitat von Günther von Hagens. Es ist so wahr, und ich finde es sehr schön.
Mein Leben als Arzt, Anatom und Plastinator hat mir gezeigt, dass das Leben die große Ausnahme ist, der Tod hingegen Normalität.
Gunther von Hagens, in dem Katalog zu Ausstellung, Rückseite.


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 07:34
Ich finde das echt furchtbar :{
Leichen gehören nicht ausgestellt, sondern respektvoll Beerdigt oder verbrannt.
Ich kann und werde mir so etwas nicht ansehen,und mit Kunst hat das schon gar nichts zu tun mMn.....


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 08:04
@Addy
Schöner Bericht.
Ich finde es auch faszinierend und zudem erheblich sinnvoller als seinen Körper den Würmern zu vermachen und darin eine besonders sinn- und pietätsvolle Handlung zu sehen.
Die Ausstellung gibt Menschen die Möglichkeit eine ganze Menge über den menschlichen Körper zu lernen (bzw. den Anstoss sich mehr damit zu beschäftigen), es gibt in meinen Augen nichts Faszinierenderes.
Die Plastinate sollten den Menschen den Ekel/Grusel nehmen können. Echte Leichen, ganz gleich ob sie nun schon eine Zeit in Formaldehyd geschwommen sind oder frisch zur Obduktion kommen, sind erheblich schlechter zu verdauen, kommt zum gewöhnungsbedürftigen Aussehen doch auch noch eine unangenehme Komponente hinzu, der Geruch.
Der Besuch der Ausstellung ist freiwillig, so ist sicher gestellt, dass Menschen, die sich dem Event verschliessen möchten nicht über Gebühr belästigt werden.
Meinen Körper kriegen die Würmer nicht, ich spende ihn meiner Alma mater bzw. lass ihn verbrennen.


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 08:14
@Zyklotrop
Nunka, am liebsten würde ich meinen Körper - nach meinem Tod natürlich- an eine Bodyfarm spenden.
Der Gedanke von Würmen zerfressen oder verbrannt zu werden schreckt mich eher ab.
Wahrscheinlich liegt es an meinem jungen Alter, das man sich da noch nicht so ultra den Kopf macht ;-)
Aber als Ausstellungsstück mag ich nicht enden.
...Aber es gibt ja zum Glück mehr als genug freiwillige Körperspender. ;-)


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 08:33
Ich war schon vor mehr als 10 Jahren mit meiner Schulklasse in einer der ersten Ausstellungen in Berlin.

Die Posen der Ausstellungsstücke kann man natürlich als übertrieben bewerten, ich jedoch finde, dass gerade das Posieren der Toten in alltäglichen Positionen, auch wunderbar zeigt, wie z.B. die Muskelstränge verlaufen.

Besser, als jeder Biounterricht, denn du kannst wunderbar sehen, wie die Anatomie eines Menschen aufgebaut ist, wie sich verschiedene Krankheiten bemerkbar machen und auf die Organe wirken.

Schlucken musste ich nur am Ende. Beim Rausgehen ging man an einer Reihe von Fehlgeburten bzw. missgebildeten, verstorbenen Babies vorbei.


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 12:09
So wie @Addy es beschreibt, habe ich die Ausstellung auch wahrgenommen. Es war überhaupt nicht anstößig oder ekelig. Die Exponate fand ich alle unglaublich interessant. Neben der Biologie ist auch die handwerkliche Arbeit von von Hagen und seinem Team absolut faszinierend. Man müsste die Ausstellung wohl öfter besuchen, um sich alles intensiv anschauen zu können. Die anderen Besucher wirkten auch sehr interessiert und haben alle nachdenklich ihren Audioguides gelauscht bzw. die Tafeln gelesen.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Schlucken musste ich nur am Ende. Beim Rausgehen ging man an einer Reihe von Fehlgeburten bzw. missgebildeten, verstorbenen Babies vorbei.
Ich war vor einigen Jahren in der Ausstellung in Bremen. Dort war ein Plastinat einer schwangeren Frau zu sehen, da musste ich auch schlucken. Allerdings befand es sich in einem abgetrennten Bereich mit dem Hinweis darauf, was ausgestellt wird - also musste es niemand sehen, der es nicht wollte. Fand ich eine gute Lösung.

Eine Erdbestattung finde ich auch nicht besonders pietätvoll und besonders sinnvoll auch nicht. Könnte mir durchaus vorstellen, meinen Körper nach dem Tod einer medizinischen Fakultät zur Verfügung zu stellen und einen Organspendeausweis hab ich sowieso. Über die Möglichkeit ein Exponat zu werden, müsste ich mir noch genauer Gedanken machen. Von Hagen bräuchte einen guten Nachfolger - er selbst ist ja schon etws älter und mit Ende 20 hoffe ich einfach, dass ich ihn überlebe ;)


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

01.02.2016 um 13:08
@Addy
Wir waren letztes Jahr als Betriebsausflug bei den Körperwelten.
Und ich muss sagen, meine Erfahrungen decken sich fast wortgleich mit deinen :)
Ich fand es sehr sehr interessant und auch ein wenig gruslig zu wissen, dass dies alles echte Menschen bzw. Leichen waren/sind. Aber da sie wirklich aussehen wie Plastik, war es halb so schlimm wie erwartet.
Sowas finde ich moralisch völlig ok. Immerhin haben die Menschen zu Lebzeiten entschieden, dass sie das möchten und daher bekommen sie auch meinen Respekt.


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Körperwelten, plastinierte Leichen, Kunst aus Leichen.

02.02.2016 um 16:15
Ich bin fasziniert, überdie grenzenlose Perversion des Menschen und gleichzeitig entsetzt.Wie kann man nur sokrank sein ? Leichen zu Kunstwerke zu verarbeiten ?
Schwieriges Thema!

Die Plastination aus Gründen der Veranschaulichung finde ich in Ordnung, die Frage ist halt, ob eine Veranschaulichung von Leichen einen künstlerischen Aspekt tragen darf/sollte.

Hierbei ist die Schwelle des Vertretbaren sehr schmal....Ab welchem Punkt findet beispielsweise eine entwürdigende Aufbahrung des Toten statt? ... Steht letztendlich der provokante Ansatz der Kunst oder die Veranschaulichung des Körpers im Vordergrund?


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