@philter Natürlich haben sich auch die Ausbildungen als auch die Anforderungen bei modernen Armeen geändert, keine Frage. Und das ist auch gut so.
Dein eigenes Beispiel, Private Paula, also der Drill im Marine Corps der USA zu Zeiten des Vietnamkrieges ist ja noch gar nicht so lange her, aber noch dort gab es genug solche Auswüchse. Selbst in jüngster Zeit, man denke nur an Abu Ghraib, kam so etwas noch vor. Auch dort hat sich etwas etabliert, das irgendwie da sein musste. Und alle machten mit, keiner sagte Nein.
Da sind wir fast wieder bei: "Ich habe doch nur Befehle befolgt. Wenn ich es nicht getan hätte, wäre ich auch erschossen worden." und ähnliches.
Gutes Beispiel für:
Wikipedia: Massaker von Mỹ Laihttps://www.deutschlandfunk.de/vietnamkrieg-das-massaker-von-my-lai-und-seine-folgen-100.htmlhttps://www.spiegel.de/politik/der-stille-amerikaner-a-41e8fd34-0002-0001-0000-000007851685Von den Verantwortlichen wurde nur einer halbherzig verurteilt. Der Pilot, der 11 Zivilisten retten konnte und das Massaker meldete, hatte kein leichtes Leben. Obwohl er als einziger das richtige tat. Aber gegen die Strukturen und die Hierarchie ankommen ist nicht einfach.
philter schrieb:Mhm. Ich bewerte es nicht, wenn ich frage, ob du gedient hast - denn mir wurde als SAZ nicht beigebracht, dass der Feind böse ist
Ich stand auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs. Da gab es tatsächlich das Feindbild des imperialistischen Klassenfeindes. Vielleicht nicht so extrem wie in anderen Armeen oder Gruppierungen, aber diese Propaganda und psychologische Kriegsführung und Manipulation war vorhanden.
Es gab natürlich die öffentliche Meinung die vorgegeben war und die eigene Meinung, die höchstens im engsten Kreis ausgesprochen wurde. Denn dafür konntest du tatsächlich belangt werden. Gut das diese Zeiten vorbei sind.
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