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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

1.243 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Europa, Nationalismus, Patriotismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

01.08.2023 um 19:46
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Zudem schätze ich die Reisefreiheit innerhalb der EU, die wirtschaftlichen Vorteile auch für uns Verbraucher
Jetzt, wo ich das lese, überdenke ich nochmal den Verbleib der Urlaubsgelder aller Deutschen, die auf Malle, im heißen Griechenland oder Italien oder woanders ihr Geld verprassen. Egal wo da Geld hinfließt, es kommt doch iwi auch wieder zurück zu uns, denn wir sind Mitglied der EU. Und wer verteilt die Kohle innerhalb der EU? Wir??


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01.08.2023 um 19:50
Lokalpatriotismus ist gut. Also ich bin und bleibe immer ein Zevener und dementsprechend sehe ich mich als Nordlicht oder Norddeutscher. Ich habe mit einem Bremer oder einem Hamburger mehr gemein als mit einem Berliner, einem aus dem Pott oder jemandem aus Stuttgart.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

02.08.2023 um 07:58
Zitat von Johnny1887Johnny1887 schrieb:Ich habe mit einem Bremer oder einem Hamburger mehr gemein als mit einem Berliner, einem aus dem Pott oder jemandem aus Stuttgart.
Obwohl ich Süddeutscher bin, kann ich keine so eindeutige gefühlsmäßige Zuordnung benennen. Auf meinen Reisen durch Deutschland stelle ich immer wieder fest, dass ich mich letztlich mit allen irgendwie verbunden fühle. In Hamburg fühle ich mich ebenso wohl und auch irgendwo zuhause wie in Berlin, NRW oder am Bodensee. Interessanterweise fühle ich mich gerade im hohen Norden sehr wohl, obwohl ich ja vom entgegengesetzten Ende Deutschlands stamme.


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Doors ehemaliges Mitglied

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02.08.2023 um 10:44
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Dachte auch bei dir beklagt ihr den Rückgang von ehrenamtlichem Engagement wie bspw. Eintritt in die freiwillige Feuerwehr usw...?
Vergessen wird gern, dass es in der BRD jede Menge Menschen gibt, die ehrenamtlich "für andere" tätig sind - egal, ob im sozialen, kulturellen, politischen, ökologischen oder sportlichen Bereich.

"Jeder Dritte in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich (siehe Ergebnisse des Freiwilligensurveys oder der Enquête-Kommission zum bürgerschaftlichen Engagement). Ehrenamtliches Engagement ist jedoch mindestens so schwer zu definieren wie Arbeit, die Ergebnisse von Datenerhebungen zum Ehrenamt hängen daher von der jeweiligen Definition ab und die Angaben über die Anzahl der in Deutschland ehrenamtlich tätigen Menschen sind je nach Quelle unterschiedlich. Das Bundesfinanzministerium gibt für das Jahr 2004 an, dass 70 Prozent aller Menschen über 14 Jahre ehrenamtlich tätig waren. Das Deutsche Rote Kreuz geht von 17 Millionen Freiwilligen und Ehrenamtlichen aus. Eine Untersuchung des Internetportals betterplace.org im Auftrag der Bank ING-DiBa AG kommt auf über 23 Millionen Menschen, die Bereitschaft sich zu engagieren hätten der Studie zufolge insgesamt 24 Millionen Menschen.

Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche kaum mehr existieren. Neben Betreuung von Kindern, Kranken und alten Menschen zählen u. a. dazu: Dienste bei Jugendorganisationen, im Natur- und Umweltschutz, in Agenda 21-Projekten, im Tierschutz, auf Berghütten oder Wandervereinen, in der Bewährungshilfe, Telefonseelsorge, in Caritas oder Diakonie, in Hilfsorganisationen, Umsonstläden, bei der Hausaufgabennachhilfe, als Helfer wie Grüne Damen und Herren in vielen Hospitälern, in der Altenpflege und in Behindertenhilfe-Einrichtungen, in Sport-, Kultur- und anderen Vereinen. Die Freiwilligen Feuerwehren, wichtigste Stütze der aktiven Gefahrenabwehr in Deutschland, haben neben einigen wenigen hauptberuflichen Mitarbeitern (z.B. als Gerätewarte, im Rettungsdienst oder auf ständig besetzten Wachen) größtenteils ehrenamtliche Mitglieder. Auch den Katastrophenschutz der Bundesrepublik Deutschland gewährleisten größtenteils ehrenamtliche Kräfte." (Wikipedia, von mir gekürzt)

Quelle: Wikipedia: Ehrenamt

Offenbar sind auch junge Menschen ehrenamtlich schon freiwillig ganz gut unterwegs:

"Egal ob als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein, Deutschland ist ein Land des Ehrenamtes. Und das wird gerade auch von Jugendlichen getragen. Eine Umfrage der BAT Stiftung für Zukunftsfragen ergab, dass sich 2018 rund 30 Prozent der Jugendlichen in Deutschland ehrenamtlich engagierten, vor allem in Vereinen und Verbänden. Doch neben dem klassischen Engagement im Sportverein wird zum Beispiel die ehrenamtliche Tätigkeit in Umweltschutzorganisationen immer wichtiger."

Quelle: https://www.deutschland.de/de/topic/leben/jugendliche-in-deutschland-engagiert-und-gut-vernetzt#:~:text=Eine%20Umfrage%20der%20BAT%20Stiftung%20f%C3%BCr%20Zukunftsfragen%20ergab%2C,Beispiel%20die%20ehrenamtliche%20T%C3%A4tigkeit%20in%20Umweltschutzorganisationen%20immer%20wichtiger.


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02.08.2023 um 23:11
@Doors
ich kann die Zahlen kaum nachvollziehen... knapp jeder Dritte soll ein Ehrenamt bekleiden... Das kommt mir extrem viel vor, selbst unter Berücksichtigung der extremen Bandbreite von Ehrenämtern.

Hätt ich nicht gedacht.
Gefühlt so jeder 10-12% max.


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03.08.2023 um 13:52
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:ich kann die Zahlen kaum nachvollziehen... knapp jeder Dritte soll ein Ehrenamt bekleiden... Das kommt mir extrem viel vor, selbst unter Berücksichtigung der extremen Bandbreite von Ehrenämtern.
Doch ich schon.
Also wenn ich so bei mir dreinschau ist fast jeder irgendwie in einem Verein dabei.
Oder zumindest wo eingeschrieben.
Die Frage ist da eher ob in dieser Umfrage nur aktive oder auch passive Mitglieder von ehrenamtlichem Vereinen vorkommen und was die in ihrer Umfrage so als ehrenamtlich definieren.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

03.08.2023 um 13:57
Zitat von BerrylBerryl schrieb:Also wenn ich so bei mir dreinschau ist fast jeder irgendwie in einem Verein dabei.
Oder zumindest wo eingeschrieben.
Na gut was zählt denn da dazu?
Wenn ich Mitglied in einem Sxheimmvetrin bin oder Sportvetein ist das dann schon ein Ehrenamt?


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

03.08.2023 um 14:03
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wenn ich Mitglied in einem Sxheimmvetrin bin oder Sportvetein ist das dann schon ein Ehrenamt?
Das ist die Frage.
Also wenn ich wie gesagt nach meiner Definition gehe dass ich alle die irgendwo Mitglied sind hernehme kann ich die Zahlen nachvollziehen.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

03.08.2023 um 14:08
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wenn ich Mitglied in einem Sxheimmvetrin bin oder Sportvetein ist das dann schon ein Ehrenamt?
Ich würde sagen, eine reine Vereinsmitgliedschaft ist noch kein Ehrenamt, es sei denn, man bekleidet da irgendein Amt (z.B. Kassenwart, oder meinetwegen regelmäßige Aufsichtsperson oder Thekendienst bei öffentlichen Veranstaltungen).


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25.12.2025 um 17:40
Wenn man Nationalist ist, bedeutet das, dass man an die Nation als Erfüllung seiner selbst glaubt. Man unterwirft sich also der Nation. In Deutschland sind die allermeisten Menschen Nationalisten, die da sagen: „Mein Interesse ist das Interesse der Nation. Ich bin der Nation untergeordnet, und die Nation ist mein Sein, mein Glück und mein Unglück.“ Das trifft im übrigen auch auf die Grünen und die Linkspartei zu.

Alle sagen, dass der wirtschaftliche Erfolg des deutschen Standorts entscheidend für das eigene Fortkommen ist, und unterwerfen sich sozusagen der deutschen Nation, der deutschen Staatsräson, der deutschen Identität, und sagen: „Das bin ich, das ist das, was mich ausmacht.“

Wenn jetzt aber irgendetwas nicht funktioniert - wenn die Straßen kaputt sind, wenn das Essen nicht mehr bezahlbar ist, wenn die Miete zu hoch ist -, dann muss irgendwer schuld sein. Es kann nicht das System sein. Es kann nicht die Nation sein, es kann nicht an der Idee der Nation liegen.

Es wird sich nie die Frage gestellt: "Arbeitet diese Nation, dieser Nationalstaat, überhaupt in meinem Interesse?"

Die Frage wird sich gar nicht gestellt, sondern die Nation wird als gegeben hingenommen. Also muss jemand anderes schuld sein, wenn zum Beispiel die Straße kaputt ist.

Im Zweifel klaut der Afrikaner die Straße. Im Zweifel sind die Flüchtlinge schuld an der hohen Miete. Im Zweifel sind die Bürgergeldempfänger an den schlechten Löhnen schuld usw. Es muss also immer irgendjemand schuld sein. Es kann nichts Systemisches sein.

Diese ganzen Leute, die herumlaufen und sich für unfassbar abseits des Mainstreams und kritisch gegenüber dem System halten, indem sie sagen: „Der Afrikaner klaut uns die Straßen.“, sind alles Lakaien.

Diese ganzen Leute, die sich für kritisch gegenüber der Regierung und der deutschen Politik halten und sich als Alternative sehen, und auch kritisch gegenüber den Medien sind usw. machen nichts anderes als das, was alle anderen auch machen. Sie sind systemaffirmierend und sagen: „Es kann nichts falsch am System sein. Das System arbeitet ganz sicher in meinem Interesse.“

Aber die Frage, ob das System im eigenen Interesse arbeitet, stellt man sich gar nicht. Stattdessen versucht man, Schuldige dafür zu finden, warum es gerade nicht klappt, wen man sozusagen beseitigen muss, damit es wieder funktioniert.

Die Grünen und Linken sagen zum Beispiel: „Die AfD muss beseitigt werden, dann funktioniert es wieder.“ Und die AfDler sagen: „Die Ausländer müssen raus, dann funktioniert es wieder.“ Und Friedrich Merz und Katharina Reiche sagen: „Die Armen müssen heftiger angetrieben werden, dann funktioniert es wieder.“

Jeder findet irgendwelche Gruppen, die an irgendwas Schuld haben. Jeder findet sein Feindbild, jeder findet seinen Grund, warum die Nation, der Nationalstaat gerade nicht funktioniert. Es muss immer irgendjemand schuld sein. Und da ist man sich auch nicht zu schade zu sagen, der Afrikaner klaut unsere guten Straßen.

Alle teilen also die gleiche Grundprämisse des Nationalismus: Dass am System nichts verkehrt sein kann. Oder besser: Die Frage, ob etwas am System verkehrt sein kann, wird sich überhaupt nicht erst gestellt.

Und jede einzelne dieser Ausprägungen ist scheißegal. Ob die Grünen sagen, die AfD ist das Problem, oder die AfDler sagen, die Ausländer sind das Problem, oder die CDU sagt, die Armen sind das Problem - es ist alles scheißegal, denn sie machen alle das Gleiche: Sie sorgen dafür, dass das kapitalistische System stabilisiert wird.

Und die Kapitalisten gucken sich das ganze Schauspiel an, reiben sich die Hände und denken sich: „Wunderbar, kloppt euch mal alle schön die Köpfe ein. Geht euch mal alle schön gegenseitig an die Gurgel. Sucht euch irgendwelche Feindbilder, bewerft euch gegenseitig weiter mit Kacke und gebt euch gegenseitig die Schuld. Wir fahren derweil auf die Malediven, chillen dort unser Leben und saugen weiter schön den Mehrwert von euch Trotteln ab. Wir können hier schön weiter als Schmarotzer in diesem System leben und maximal profitieren, und ihr kloppt euch alle da unten im Dreck. Das ist einfach wunderbar.“


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

25.12.2025 um 18:40
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Und die Kapitalisten gucken sich das ganze Schauspiel an, reiben sich die Hände und denken sich: „Wunderbar, kloppt euch mal alle schön die Köpfe ein. Geht euch mal alle schön gegenseitig an die Gurgel. Sucht euch irgendwelche Feindbilder, bewerft euch gegenseitig weiter mit Kacke und gebt euch gegenseitig die Schuld. Wir fahren derweil auf die Malediven, chillen dort unser Leben und saugen weiter schön den Mehrwert von euch Trotteln ab. Wir können hier schön weiter als Schmarotzer in diesem System leben und maximal profitieren, und ihr kloppt euch alle da unten im Dreck. Das ist einfach wunderbar.“
@peekaboo
Du machst es doch auch nicht anders.
Du gibst den Kapitalisten die Schuld.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

25.12.2025 um 20:15
Also Nationalismus sollte grundsätzlich abgelehnt werden. Wüsste auch nicht, wozu dieser heutzutage noch gut sein sollte, außer dass sich gewisse Volksteile damit anderen überlegen fühlen können und ihnen auch feindselig begegnen können.

Und staatsystemisch würde es nur wieder zu Kleinstaaterei führen mit Nachteilen fürs jeweils eigene Land, gerade wirtschaftlich, aber auch für alle durch erhöhte Kriegsgefahr dann auch wieder.






Gegen gesunden Patriotismus ist grundsätzlich nichts zu sagen und erachte ich auch gerade durch das Erstarken Rechtsextremer Kräfte bei uns auch für zeitgemäß, denn Patriotismus motiviert ja auch gegen diese Rechtsextremen Kräfte vorzugehen, die Deutschland mit seinen heutigen Werten und sozialliberalen Rechtsprinzipien und seiner individuellen Gesellschaft zerstören wollen.

Auch in den USA sollte Patriotismus die wahren Patrioten dazu motivieren gegen Trump und seine Regierung vorzugehen, womit ich aber selbstverständlich keine Gewalt mit meine, sondern großflächige bundesstaatenübergreifende Demonstrationen, denn wem was an seinem Land liegt, sollte gegen Trump auf die Straße gehen und sich auch nicht von Trump einschüchtern lassen.



Kurz gesagt:
Wahre Patrioten sind gegen die AfD und gegen Trump.


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25.12.2025 um 20:26
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die Grünen
Die sind für mich übrigens auch patriotisch, denn sie wollen Land und Leute schützen und haben am meisten erkannt, wie wichtig, weil bewahrend, Umwelt- und Klimaschutz ist.

Natürlich immer nur mit gesundem Maß.

Aber das was getan werden muss, mehr getan werden muss, stet außer Frage.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

26.12.2025 um 17:32
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Du machst es doch auch nicht anders.
Du gibst den Kapitalisten die Schuld.
Das geht ziemlich an dem Text vorbei, den du mit diesen Worten kritisierst.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

26.12.2025 um 23:54
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Die sind für mich übrigens auch patriotisch, denn sie wollen Land und Leute schützen und haben am meisten erkannt, wie wichtig, weil bewahrend, Umwelt- und Klimaschutz ist.
Nur ist es eben nicht patriotisch und gut für den Klimaschutz, wenn man gleichzeitig linke Wirtschaftspolitik macht. Das für langfristig zur Verarmung für alle führt, da es ein Produktivitätsverlust ist, so dass man sich am Ende, wenn man das über Jahre macht nicht mal mehr das Bürgergeld leisten kann.

Und durch die schlechte Wirtschaftspolitik kommt es auch zu weniger Investitionen in erneuerbare Energien, da man einfach weniger Geld hat.

Laut manchen Studien lohnt es sich ja in Erneuerbare zu investieren, deswegen braucht man eher eine richtige Wirtschaftspolitik, da das der Markt automatisch reguliert. Man hat ja gesehen das Habeck nicht mit Geld umgehen kann, das lag aber nicht an der grünen Politik, sondern an der linken Wirtschaftspolitik und da er inkompetent war. Er war nichtmal vom Fach, das ist aber dann auch leider bei anderen Politikern so.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Im Zweifel klaut der Afrikaner die Straße. Im Zweifel sind die Flüchtlinge schuld an der hohen Miete. Im Zweifel sind die Bürgergeldempfänger an den schlechten Löhnen schuld usw. Es muss also immer irgendjemand schuld sein. Es kann nichts Systemisches sein.
Wenn die in der Stadt leben vielleicht. Es ist klar das Mieten teurer werden, wenn Wohnraum knapp ist. Es ist was Systemisches. Bloß wird das eben nicht so gelöst wie du das denkst. Das Problem ist nicht Kapitalismus, sondern die Lösung. Man hat einen Produktivitätsverlust und das wird durch linke Politik eben vergrößert. Man ist weniger Wettbewerbsfähig und die Industrie verschwindet.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Alle teilen also die gleiche Grundprämisse des Nationalismus: Dass am System nichts verkehrt sein kann. Oder besser: Die Frage, ob etwas am System verkehrt sein kann, wird sich überhaupt nicht erst gestellt.
Nö. Jeder sieht sein System als richtig. Das sagt jede Partei, die wollen immer vieles verändern. Wenn eben CDU und SPD oder eine ähnliche Konstellation regiert, ist eben gerade der Kompromiss, dass sie meist gar nichts ändert oder generell bei Koalitionen hat man meißt nicht das, was die Bevölkerung will. Obwohl es bei den meisten Themen in der Bevölkerung eine klar Mehrheit gibt, bloß eben nicht bei den eigenen Wählern und die wollen eben nur das machen was die eigenen Wähler wollen.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die Grünen und Linken sagen zum Beispiel: „Die AfD muss beseitigt werden, dann funktioniert es wieder.“ Und die AfDler sagen: „Die Ausländer müssen raus, dann funktioniert es wieder.“ Und Friedrich Merz und Katharina Reiche sagen: „Die Armen müssen heftiger angetrieben werden, dann funktioniert es wieder.“
Die Ausländer haben nur eine Flüchtlingsstatus wenn ihre Kultur bzw. ihr Land unsicher ist. Klar gibt es einige die Pauschalisieren, wie mit dem Afrikaner, das ist aber normal, wenn genau das der Grund für den Flüchtlingsstatus ist. Das sind aber Linke Narrative. Die würden aufhören, wenn eben beim Flüchtlingsstatus weniger pauschalisiert werden würde.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Jeder findet irgendwelche Gruppen, die an irgendwas Schuld haben. Jeder findet sein Feindbild, jeder findet seinen Grund, warum die Nation, der Nationalstaat gerade nicht funktioniert. Es muss immer irgendjemand schuld sein. Und da ist man sich auch nicht zu schade zu sagen, der Afrikaner klaut unsere guten Straßen.

Alle teilen also die gleiche Grundprämisse des Nationalismus: Dass am System nichts verkehrt sein kann. Oder besser: Die Frage, ob etwas am System verkehrt sein kann, wird sich überhaupt nicht erst gestellt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Und die Kapitalisten gucken sich das ganze Schauspiel an, reiben sich die Hände und denken sich: „Wunderbar, kloppt euch mal alle schön die Köpfe ein. Geht euch mal alle schön gegenseitig an die Gurgel. Sucht euch irgendwelche Feindbilder, bewerft euch gegenseitig weiter mit Kacke und gebt euch gegenseitig die Schuld. Wir fahren derweil auf die Malediven, chillen dort unser Leben und saugen weiter schön den Mehrwert von euch Trotteln ab. Wir können hier schön weiter als Schmarotzer in diesem System leben und maximal profitieren, und ihr kloppt euch alle da unten im Dreck. Das ist einfach wunderbar.“
Kapitalismus ist gerade das, was Wohlstand erzeugt. Da ist es egal wieviele Reiche es gibt und wie groß der Unterschied ist. Die können auf den Malediven sein. Das spielt keine Rolle.

Das was eben u.a. für mehr Wohlstand gesorgt hat in der BRD war, dass das GEld schneller investiert wurde als in der DDR im Sozialismus. D.h. die mit Geld müssen es einfach zurückgeben und dann bekommen die Armen Geld und die Reichen automatisch Sachwerte.

Wie Reich die reichen sind ist egal, solange das Geld immer wieder beim Armen ankommt.

Zudem ist eben auch die Produktivität unter Kapitalismus größer. Dann ist es klar, dass dann langfristig alle davon profitieren auch die Armen.

Das ist nicht der Fall im unserem System, das war sogar im Sozialismus besser. Während in der DDR alle arbeiten mussten, arbeiten bei uns z.b. Bürgergeldempfänger nicht. Das heißt der Reiche gibt einfach nur Geld ab und bekommt nichts.

Wenn der Bürgergeldempfänger für den Reichen arbeiten würde, würde der Reiche was bekommen und der Bürgergeldempfänger und man bräuchte weniger Steuern. Das wäre also wesentlich besser, da es eine Win-Win-Situation ist.

Beim Einen hat man eine Produktivität von zwei Personen (Reicher und Armer), beim anderen von nur einer Person (Reicher).

Das hat aber nichts mit einem Feindbild auf Bürgergeldempfänger zutun. Das System erzeugt einfach keine Wohlstand und schadet auch jedem. Ich glaube Arbeit ist sogar positiv was der Charakter bzw. Seelenspiegel angeht für Bürgergeldempfänger, wenn ich die Studien vom universalen Einkommen noch richtig in Erinnerung habe.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

26.12.2025 um 23:59
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das geht ziemlich an dem Text vorbei, den du mit diesen Worten kritisierst.
@Groucho
Deinen Einwand verstehe ich nicht.
Je nach Blickwinkel sieht man seinen Sündenbock.


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Sind Nationalismus und Patriotismus noch zeitgemäß?

27.12.2025 um 03:37
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die Grünen und Linken sagen zum Beispiel: „Die AfD muss beseitigt werden, dann funktioniert es wieder.“ Und die AfDler sagen: „Die Ausländer müssen raus, dann funktioniert es wieder.“ Und Friedrich Merz und Katharina Reiche sagen: „Die Armen müssen heftiger angetrieben werden, dann funktioniert es wieder.“
Im Grund es völlig egal wen du davon wählst. Nuancen ändern sich, aber den Großteil wird man nicht zufrieden stellen. Ich gehe auch soweit und sage, eine AFD gibt es auch nur noch, damit das Wahlvolk mit sich selbst spielt. Es gibt doch nichts besseres, als eine Bevölkerung, die sich wegen einer Partei entzweit, die keine Regierungsverantwortung hat. Stellt man sich die Situation von heute vor, nur ohne AFD, gibt es schnell einen gemeinsamen Nenner.

Das ist ja nicht neu. Nehmen wir nur mal den "Mittelstand". Ich verdiene echt kein schlechtes Geld und werde zum Mittelstand gezählt. Trotzdem bin ich bei weitem näher an der Unterschicht, als an der Oberschicht.

Entweder habe ich in Geometrie nicht aufgepasst, oder es wird gewollt etwas konstruiert, damit nach unten getreten werden kann. Wenn ich von Berlin nach München fahre, ist Leipzig nicht die Mitte. Das gehört, meiner Meinung nach, überwunden.


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27.12.2025 um 04:38
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Nur ist es eben nicht patriotisch und gut für den Klimaschutz, wenn man gleichzeitig linke Wirtschaftspolitik macht.
Denen Grünen geht es in erster Linie, um den fundamentlasten Schutz, auf dem auch unsere Wirtschaft steht und unsere Wirtschaft von abhängig ist.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Das für langfristig zur Verarmung für alle führt,
Und Rechte als auch Neoliberale Wirtschaftspolitik, je nach Partei gehen die sogar Hand in Hand, machen die Reichen nur noch reicher und bewahren auch nicht unsere Lebensgrundlage, auf die wir alle angewiesen sind und ist diese erst mal zerstört, ist eh alles egal.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Und durch die schlechte Wirtschaftspolitik kommt es auch zu weniger Investitionen in erneuerbare Energien, da man einfach weniger Geld hat.
Selbst verschuldet bereits auch durch Konservative.

Wir wären in Sachen Ausbau erneuerbare Energien schon sehr viel weiter, hätte man da nicht zu lange gepennt mit.

Bayern wehrt sich ja heute noch gegen bspw. Stromtrassen, die Grünen Strom aus dem Norden nach unten bringen sollen.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Laut manchen Studien lohnt es sich ja in Erneuerbare zu investieren, deswegen braucht man eher eine richtige Wirtschaftspolitik, da das der Markt automatisch reguliert.
Ja ja, die übliche Leier, der Markt regelt das schon von selbst.


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