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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

5 Beiträge, Schlüsselwörter: Konflikt, Naher Osten, Truppen, Abu Ghuraib
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libertarian
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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

17.04.2011 um 02:54
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77531625.html

Der Artikel beschreibt eine Einheit, die sich Unschuldige schnappten, um diese zugleich zu exekutieren.
Mit dabei, ein junger Mann, der, eigentlich nicht passend zur Armee, zwischen der Manier seiner Truppe und seinen Wertvorstellungen hin und her gerissen zu sein scheint.
Da er von seinem Vorgesetzten als Weichei oder wortgetreu winnie the jew diffamiert wurde, war er selbstverständlich nicht von Anfang an dabei - bei den Exekutionen.
Jedoch besteht kein Zweifel, dass er es früher oder später rausfinden hat müssen, was da denn vorsich geht - und so kam es dann auch.
Sobald er es herausfand, sogleich wendete er sich an seinen Vater, um ihm von alldem zu erzählen.
(Aber lest besser selbst)
Der Vater versuchte dies weiterzureichen - vergeblich:
Nun greift der Vater zum Telefon. Zuerst ruft er das Büro des Army Inspector General an, dann die Ermittlungsbehörde des Heeres, dann Floridas US-Senator Bill Nelson. Er spricht auf jede Mailbox, die anspringt. Schließlich wählt er die Nummer von Fort Lewis, dem Heimatstützpunkt der Brigade, zu der sein Sohn gehört, und dort hebt jemand ab. Zwölf Minuten lang spricht er mit dem dienst- habenden Feldwebel James Beck. Christopher Winfield erzählt Beck, dass ein unschuldiger Zivilist in Afghanistan getötet worden sei, dass das womöglich nicht der einzige Mord gewesen sei und dass jemand das Morden stoppen müsse. Der Feldwebel nimmt seine Nummer auf und verspricht, die Informationen weiterzugeben. Es ist 16.18 Uhr, als Adams Vater auflegt.

Er wartet, es vergehen Stunden. Tage. Wochen. Er hört nie wieder etwas von Feldwebel Beck.
So war sein Sohn also eingeschlossen in der Truppe.
Und es kam gar dazu, dass auch er sich an einem Unschuldigen vergehen musste - zumindest hatte er zuviel Angst, um sich dem Druck seines "Kill Teams" zu widersetzen.
Ironischerweise war es am Ende jemand ganz anderes, der all dies verriet und nicht auf taube Ohren stoß - einer der nach langjähriger Kriegsabwesenheit wieder zu dieser Einheit stoß.

In dem Artikel wird auch näher auf die neue Strategie eingegangen, die einheimische Bevölkerung für sich zu gewinnen - was erfolgreich zunichte gemacht wurde u.a durch diese Tat.


Wie dem auch sei.



Krieg zieht Verrohung nach sich - ist nichts neues.

Macht es über überhaupt noch Sinn, dort zu verharren?
Riskiert man nicht zwangsläufig mit verlängertem Aufenthalt dort, dass sich beide Seiten zunehmends radikalisieren - sowohl der Westen, als auch die Afghanen?
Ist die dortige Regierung denn überhaupt imstande in absehbarer Zeit eine funktionierende Regierung zu stellen - dadurch wird ja schließlich das Verbleiben der Truppen gerechtfertigt.


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magnet-boy
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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

17.04.2011 um 03:02
Es macht keinen Sinn....


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Obrien
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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

17.04.2011 um 03:16
@libertarian

Der Kommandeur hat diese Art der Kriegsführung ja unterstützt. Er wollte vermutlich mal den Marlon Brando als Col. Kurtz geben. Er hat ja selbst gesagt, das er die Stratgeie, die Herzen der Bevölkerung zu gewinnen, für eine taktik kolonialer europäiischer Truppen halte, für die amerikansiche GIs kulturell nicht geschaffen seien.


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libertarian
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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

17.04.2011 um 04:17
@Obrien
Ja, der Kerl scheint generell ein Psychopath gewesen zu sein - gerade in den oberen Zirkeln sind Psychopathen anzutreffen.
Dass auch der sonst Normale dort einen Knacks bekommen kann, ist ja langläufig bewiesen.
Und all das nimmt mit der Dauer zu.


Ich frage mich eigentlich, was der Westen dort denn noch will......

Belustigend wird das Ganze ja, wenn man sich bewusst macht, dass die USA einst selbst die Taliban hochgezüchtet haben.
Damals waren sie natürlich noch keine Gefahr, eher nützlich - dann kam der 11te September und das wars.
Damit will ich keineswegs deren widerliche Verbrechen in besseres Licht stellen, jedoch hat sich bis auf MenschenrechtsInstitutionen davor keiner dafür interessiert.
Wer interessiert sich für Afrika, solange die Geschäfte gut laufen und deren Herrscher nicht rumzicken?!

Sind wir also wegen der Terroristen dort, da fällt mir doch gleich das Lied ein, das ich heute aufgegabelt habe:
Youtube: LOWKEY - TERRORIST? (OFFICIAL MUSIC VIDEO)


Das ganze nimmt einen nur noch einen sardonischen Lacher ab....


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Obrien
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Abu-Ghuraib in einer anderen Maske

17.04.2011 um 04:29
@libertarian

Und wir wollen da noch 4 Jahre bleiben. Wir muten den Afghanen nochmal die länge des Ersten Weltkrieges zu. Pflügen nochmal ihr Land um, obwohl es keinen Sinn mehr macht.

Die Terroristen sind schon lange weitergezogen. Im ürbigen nutzen sie auch Deutschland als Ruheraum. Bombardieren wir doch mal Hamburg, da hat doch Mohammed Atta gelebt. Oder Florida, da haben sie ihre Pilotenausbildung erhalten.
Tja, auf die Idee ist gottseidank noch keiner gekommen. Aber ein land das ohnehin schon in Trümmern liegt, da gehen wir rein, wie Weiland der Große.


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