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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

58 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Hölle, Koran, Zensur, Kuranmeali, Gehinnom, Dschahannam

Die Hölle im Islam (Dschahannam)

10.10.2019 um 00:45
Duhaa schrieb:Und deshalb schließe ich Fehlschlüsse nicht aus
Ja da hast du Recht. Irgendjemand muss sich von diesen "Gelehrten" täuschen. Es können nicht alle Recht haben, wenn sie sich widersprechen. Da bleibt einem auch mMn nichts anderes übrig.
Duhaa schrieb:Ich glaube aber auch einfach nicht an einen Islam, wo nur die Rechtsschulen und eine Gruppe von Gelehrten in der Lage seien sollen das Glaubenssytsem des Islam allein verstehen und auslegen zu können. Unter ihnen gibt es ja auch Meinungsverschiedenheiten. Der Islam ist ein Glaube, der für jeden zugängig ist, jeder hat das Recht sich damit auch ganz eigenständig zu befassen.
Ja das denke ich auch bei Glauben allgemein.
Danke für die Antwort.


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

11.10.2019 um 15:33
perttivalkonen schrieb am 06.10.2019:Als ich als Atheistenkind von meinen Atheisteneltern atheistisch großgezogen wurde, gabs kein "Das ist so" als Druckmittel. Als ich dann Christ wurde, hatte ich auch keinen Grund, von nun an gegen den Atheismus zu wettern. Allerdings kanen mit meinem Christsein dann die Probleme. Ordentlich Druck von allen Seiten, sogar öffentliche Vorladungen und Aussprachen in der Lehre mit dem Direktorat, auf Arbeit mit dem Chef - immer auch waren irgendwelche Männer dabei, die ich nicht kannte. Und während ich beim Direx saß, haben andere meine Mutter daheim besucht und sie vernommen - und ihr Sachen erzählt, was ich getan habe, und was für ein gefährlicher Sektierer ich sei. Mann hat meine Mutter mir den Kopf gewaschen. Sie hatte richtig Panik in den Augen... Naja, und dann das Übliche, Karriereknick, IMs in meinem persönlichen Umfeld, Kontrollen, Briefeabfangen, dicke Akte anlegen, der ganze Pipapo eben.
War wohl kein Wunder in einem Regime, wo der real gelebte Sozialismus als alleinseligmachende (Ersatz-)Religion herrschen sollte.

Atheismus an sich kann keinen Druck ausüben, das Nichtglauben an irgendwelche überirdischen Mächte ist ungefähr so "drückend" wie Nicht-Briefmarkensammeln oder Nicht-Fußballspielen,
aber Möchtegern-Ersatzreligionen wie Kommunismus/Sozialismus, die das Wort "Atheismus" eigentlich nur als Beweis mißbrauchen, daß sie sich von den herkömmlichen Religionen nicht gängeln lassen, drücken sehr wohl und als alter Wein in neuen Schläuchen gern sogar noch intensiver als die früheren, religiösen Herrschaften, man will ja schließlich so schnell wie möglich seinen eigenen "Fußabdruck" hinterlassen.

(Der Faschismus ist ein eigenes Thema, da Hitler bekanntlich mit dem Atheismus auch nix am Hut hatte, sondern ihn zu bekämpfen versuchte wo immer möglich, auch seine Bewegung war letztlich eine Ersatz-Religion mit Weltbeherrschungs- und Unfehlbarkeits-Anspruch.)

Bei Diskussionen zur Hölle frage ich mich als Atheist natürlich immer, warum Religionen überhaupt so eine Horrorvorstellung brauchen als ultimatives Zwangsmittel, um ihre Schäfchen bei der Stange und von "unerlaubten Handlungen" abzuhalten. Vor allem eine "unausweichbare" Hölle im Jenseits, nachdem es so einen "echten" Ort im Diesseits bekanntlich nicht gibt, die antike Müllverbrennungsanlage bei Jerusalem und die Lavaseen im vulkanisch aktiven Arabien der Bronzezeit (die Vorlagen der "ewig brennenden Feuerseen" im Jenseits) sind längst erloschen.


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11.10.2019 um 20:28
T.Rick schrieb:Atheismus an sich kann keinen Druck ausüben
Aber in jeder realen Gesellschaft, in der der Atheismus mehrheitlich vorkam oder die Macht im Staat / in der Gesellschaft besetzt hatte, gabs dann solche Repressionen. Angefangen bei La Terreur, bis zum hinterletzten kommunistischen Regime.

Es ist mit Atheismus wie mit dem christlichen Glauben: der kann auch keinen Druck ausüben. An sich! Aber Menschen, Menschen können Druck ausüben. Und es ist letztlich völlig egal und grundsätzlich beliebig austauschbar, welche Weltanschauung dafür als Ideologie mißbraucht wird.
T.Rick schrieb:das Nichtglauben an irgendwelche überirdischen Mächte ist ungefähr so "drückend" wie Nicht-Briefmarkensammeln oder Nicht-Fußballspielen
Ja, hab ich gemerkt.
perttivalkonen schrieb am 06.10.2019:Zwei Jahre lang hat bei mir zu Hause die Bude gebrannt, als ich mit 16 meinen Eltern sagte, ich wolle mich taufen lassen.
Und da hatte ich noch den "Welpenschutz" des "eigenen Sohnes". Selbst in der Lehrklasse wurde ich gemobbt. Zum Glück gabs nur Sachbeschädigung. Aber mit eindeutigen, auf mein Christsein abgehobenen Schmierereien.

Sowas zieht sich durch. Auch hier auf Allmystery gehört Religionsbashing ja zum guten Ton. Daß hier einer seit X Jahren "Religion ist heilbar" im Avatar stehen hat, geht hier durch, obwohl man hier ansonsten nicht mal eben wem sagen darf, er sei krank. In einem anderen Forum, in dem ich mal war (dann nicht mehr lange), schrieb einer, daß Religiöse an die Wand gestellt gehören - und es gab (außer mir) keinen Protest.

Man sollte meinen, daß es einem Atheisten doch egal sein könne, ob wer anderes irgendwas glaubt. Isses aber nicht. Auch ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als jugendlicher Atheist Christen in meinem Umfeld Diskussionen aufgedrängt habe, daß das mit Gott doch Quatsch sei. Friedlich war mein atheistisches Umfeld mir gegenüber nur, solange ich ebenfalls Atheist war. Nicht jeder Atheist hackt seither auf mich ein. Machen aber auch schwerlich alle Christen andersrum. Eher seltener. Wo findet man denn hier oder anderswo Diskussionen über die Dummheit des Atheitseins etc.?
T.Rick schrieb:aber Möchtegern-Ersatzreligionen wie Kommunismus/Sozialismus, die das Wort "Atheismus" eigentlich nur als Beweis mißbrauchen, daß sie sich von den herkömmlichen Religionen nicht gängeln lassen
Das klingt so, als würde ich sagen "Ja, die Evangelikalen, und vor allem die blöden Katholen, die sind so scheiße drauf, aber das ist ja nicht das Wahre". Nee Du, auch Kommunisten sind Atheisten, und zwar echte. Daß Athgeisten nicht in einer Art "Kirche" organisiert sind, ist kein wichtiger Unterschied, Christen sind auch nicht alle im selben Verein, viele in gar keinem.
T.Rick schrieb:(Der Faschismus ist ein eigenes Thema, da Hitler bekanntlich mit dem Atheismus auch nix am Hut hatte, sondern ihn zu bekämpfen versuchte wo immer möglich, auch seine Bewegung war letztlich eine Ersatz-Religion mit Weltbeherrschungs- und Unfehlbarkeits-Anspruch.)
Ja, alle paar Jahre pendelt das, den Nationalsozialismus und Faschismus mehr als religiöses System zu sehen. Was Onkel Adi glaubte, war jedenfalls kein Theismus. Es wurde so ne Art "Gottgläubigkeit" gefördert, zuweilen sogar gefordert (wenn man z.B. in die SS wollte), aber auch das war mehr ein individueller Mischmasch bis hin zu "Fügung", den man sich a) wünschte und der b) daraus wurde. Der Gottglaube der Kirchen hingegen wurde eher scheel angesehen, und ganz im Sinne der atheistischen Aufklärung mehr oder weniger offensiv kritisiert bis abgelehnt.

Vor allem war die "Lehre", das ideologische Gebäude des Nationalsozialismus, atheistisch.

Es ist Augenwischerei, hier was "Religiöses" draus basteln zu wollen, um "Atheismus" reinzuwaschen. Die größten ideologischen Verbrechen, die meisten weltanschaulichen Opferzahlen gehen auf "Atheismus". Wenn man meint "ja, das war aber ne andere atheistische Strömung" oder "ja, aber das war kein wirklicher Atheismus" - das selbe können Christen sagen, indem sie da "christlich" und "Christentum" für einsetzen. Aber hindert einen das, mir vorzuwerfen, wie viele Millionen Hexen ich verbrannt, wie viele Milliarden Muslime und sonstige Nichtchristen ich abgeschlachtet habe?
T.Rick schrieb:als ultimatives Zwangsmittel, um ihre Schäfchen bei der Stange und von "unerlaubten Handlungen" abzuhalten
Ja klar, damit komm ich ja auch alle Nase lang an. Mist, hab heute noch nicht mein Soll erfüllt, andern mit der Hölle zu drohen, muß ich gleich nachher noch nachholen.
T.Rick schrieb:Vor allem eine "unausweichbare" Hölle im Jenseits, nachdem es so einen "echten" Ort im Diesseits bekanntlich nicht gibt
Stimmt, da gibts ja nur Gulags und KZs und "Bautzen" und Guillotine... Sind natürlich keine Druckmittel.
T.Rick schrieb:die antike Müllverbrennungsanlage bei Jerusalem und die Lavaseen im vulkanisch aktiven Arabien der Bronzezeit (die Vorlagen der "ewig brennenden Feuerseen" im Jenseits)
Whow! Wenn man bedenkt, daß das Judentum das Konzept der Hölle von den Persern übernommen hat, ist das jetzt mal so richtig "überzeugend". Haben also die Mithrasjünger ihren apokalyptischen Feuerschlund, in den all die bösen Menschen nach dem Weltgericht geworfen werden, aus dem fernen Arabien oder der Opfer- und Beerdigungsstätte ausm Kidrontal bei Jerusalem abgekupfert, und die Juden habens dann wieder mit nach Haus gebracht. Die Dämonen, die dann die Seelen im Jenseits peinigen, foltern, zerhackstückeln, sind übrigens ne altägyptische Vorlage. Mögen die Perser aber auch unabhängig davon selbst entwickelt haben, sodaß die Juden das nicht eigens aus Ägypten importieren mußten. Nur im Land selbst, da habens die Juden nicht erfunden, das mit der Hölle. Auch nicht im fernen Midian, wo es auch mal Vulkaneruptionen gab, irgendwann mal...

Es geht doch nichts über solides Hintergrundwissen und regelmäßiges Aktualisieren / Nachrecherchieren. Sich ohne Ahnung was zusammenphantasieren oder irgendwas von anderen Zusammenphantasiertes aufschnappen und für bare Münze halten, weils einem ja so plausibel erscheint, das bringts einfach nicht. Die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Wege in die Nähe des historisch Realen zu kommen, geht gegen Null. Aber wen schert das denn...


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14.10.2019 um 16:30
perttivalkonen schrieb am 06.10.2019:Zwei Jahre lang hat bei mir zu Hause die Bude gebrannt, als ich mit 16 meinen Eltern sagte, ich wolle mich taufen lassen.
Und bei mir war es genau umgekehrt, ich wäre vermutlich hochkant aus der Wohnung geflogen oder sogar in ein strengkatholisches Heim zwecks Hirnwäsche und Umerziehung per Folter eingeliefert worden, wenn ich mit 16 verkündet hätte, aus der Kirche (katholisch) auszutreten.
Im katholischen Dorf war ja zumindest der Schein der Gläubigkeit aufrechtzuerhalten ... bin dann mit Beginn von Berufstätigkeit und Umzug in eine eigene Wohnung aus der Kirche ausgetreten, ich war pragmatisch genug diese Zeit auch noch auszusitzen, aber in die Kirche (Sonntags für die Kinder noch ein Muß) bin ich allerdings schon lange vorher nicht mehr gegangen, um diese nachtschlafende Zeit am Sonntagmorgen ließ ich mich nicht mehr aus dem Bett werfen, nur um mir eine Stunde witzlosen Sermon (eh immer das gleiche) anzuhören.

Bringt also nix, wenn Du Dich hier als Möchtegern-Märtyrer hinstellen willst, weil die DDR Dich drangsaliert hat (wofür eigentlich, war doch voll für die Katz). Wenn Religion und Ersatzreligion sich prügeln, besorg ich als Atheist mir einen Kübel Popcorn und schaue genüßlich zu, weil mir keiner von beiden leidtut.
perttivalkonen schrieb:Aber in jeder realen Gesellschaft, in der der Atheismus mehrheitlich vorkam oder die Macht im Staat / in der Gesellschaft besetzt hatte, gabs dann solche Repressionen. Angefangen bei La Terreur, bis zum hinterletzten kommunistischen Regime.
Glaubst Du im Ernst, "La Terreur" wäre von Atheisten begangen worden? Damals mußte man echte, überzeugte Atheisten mit dem Mikroskop suchen, geborene sowieso weil Religionszugehörigkeit per Geburt damals noch ein Muß war. Nur weil damals zur Abwechslung mal der schmarotzende Klerus selber über die Klinge springen mußte, statt andere springen zu lassen, waren die Leute ihrem Gottglauben noch lange nicht entwöhnt.

Und der Kommunismus ist eine reinrassige Ersatzreligion, daran beißt keine Maus den Faden ab, wie Menschen in deren Denkweise hineingezwungen wurden, erzählt zum Beispiel das Buch "Der begeisterte Selbstmord" mit gegenseitiger Hirnwäsche und Big-Brother-Kontrolle in Gefängnissen des Mao-Regimes in den 50er Jahren. Wie die Hirnwäsche bei Kindern hin zu Kommunismus und Sozialismus funzte und welche Strafen den Ketzern sorry Irrgläubigen drohten, hast Du ja selber hinreichend erfahren. Ist bloß nicht der Atheismus dran schuld, sondern die DDR-Ersatzreligion. Echter Atheismus braucht keine rückendeckende Ideologie um zu existieren, weder christlich noch kommunistisch. Ohne religiöse Überzeugungen wäre Atheismus der Normalzustand, nichts was eine Diskussion wert wäre.


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

14.10.2019 um 17:35
T.Rick schrieb:Bringt also nix, wenn Du Dich hier als Möchtegern-Märtyrer hinstellen willst
Hallooo? Du selber hast hier die Steilthese vorgelegt, daß Nichtglauben nicht drückend wäre. Ist es, sobald einer aus der Reihe tanzt. Genau wie bei denen, die glauben. Dafür hab ich meine Biographie als Beispiel gebracht, und das "bringts" durchaus. Daß Du jetzt selber irgendn Gegenbeispiel anbringst, das hingegen bringts nicht, da niemand dergleichen bestritten hat.

Nee Du, Dein Diffamierungsversuch war auch sachlich der totale Reinfall.
T.Rick schrieb:Religion und Ersatzreligion
Ersatzreligion ist gut. Ich sprach von Atheisten, und da waren wahrlich nicht nur "Funktionäre" drunter. Meine Mutter, die nix mit DDR-Sozialismus am Hut hatte, die war so ideologiefrei-atheistisch wie irgendwas, aber die war auch am heftigsten, was mein Ausscheren betraf. Atheisten sind also das, was Du hier "Ersatzreligion" nennst.
T.Rick schrieb:Glaubst Du im Ernst, "La Terreur" wäre von Atheisten begangen worden? Damals mußte man echte, überzeugte Atheisten mit dem Mikroskop suchen
Und von Rest-Deisten, keine Frage. Stand am Anfang selbst der Klerus mehrheitlich auf Seiten der Revolution, so waren wenige Jahre später mit dem Ende der Girondisten auch die letzten Kleriker der Nationalversammlung zu Feinden der Revolution ge(macht )worden. Bei der Neugestaltung der Gesellschaft, bis hin zur Einführung neuer Feiertage und Feierlichkeiten, Denkmäler, ja selbst Umwidmung von Kirchen zu "Tempeln der Vernunft" etc. spielte der Deismus schließlich keine Rolle mehr, die Idee wurde komplett gott-frei. Religion und Gottglauben verabschiedeten sich da in einem mehrjährigen Prozeß, für die Deisten sogar recht schleichend. Ändert nichts daran, daß man Atheisten nicht mit einem Mikroskop suchen mußte. Der Rest-Deist* Voltaire jedenfalls wetterte ordentlich gegen die Atheisten seiner Zeit - und der hatte dafür kein Mikroskop nötig. [* Voltaire zog auch über den klassischen Deismus seiner Zeit her, namentlich zu Leibniz.]

Der Rest Deines Beitrags, besteht eh nur noch aus irrelevanter Kommunismuskritik; Dein "Ersatzreligion" ist wie gesagt atheismusimmanent und nicht auf "die anderen Atheisten" beschränkt.


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

14.10.2019 um 18:06
perttivalkonen schrieb:Ersatzreligion Meine Mutter, die nix mit DDR-Sozialismus am Hut hatte, die war so ideologiefrei-atheistisch wie irgendwas, aber die war auch am heftigsten, was mein Ausscheren betraf. Atheisten sind also das, was Du hier "Ersatzreligion" nennst.
Dann war sie wohl genauso wie meine, der "sozialistische" Anschein nach außen mußte gewahrt werden, koste es was will, so wie der "katholische" bei meiner. Atheistisch ist da nix dran, wenn man nur einen "Glauben" samt ganze Lebenseinstellung, die dran hängt, gegen einen anderen Glauben samt Lebenseinstellung austauscht, der Kult wechselt nur seinen Namen, aus R. wird T. sonst ändert sich nix.
Manche Menschen brauchen das anscheinend, sonst fehlt ihnen irgendein "Halt" im Leben. Daß man völlig ohne das genausogut und sogar besser leben kann, weil einen niemand mehr gängeln kann, indem er einem die ideologische Karotte vor die Nase hängt, begreifen sie nicht. Nicht daß das im (weitgehend) freien Westen so ein großes Thema sein müßte, wenn jeder glauben kann was er will. Wo aber die ganze Staatsraison dran hängt wie im Kommunismus, der halt eine Diktatur war und nie was anderes ergeben würde als neue Diktaturen ...


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

14.10.2019 um 18:14
perttivalkonen schrieb:Denkmäler, ja selbst Umwidmung von Kirchen zu "Tempeln der Vernunft" etc. spielte der Deismus schließlich keine Rolle mehr, die Idee wurde komplett gott-frei.
Ein "Tempel der Vernunft" ist ein Widerspruch in sich. Vernunft braucht keine Tempel, Atheismus auch nicht, beide kann man jederzeit mit sich führen, quasi in der Hosentasche. Glauben braucht Tempel, um sich äußerlich kenntlich zu machen, und irgendwo muß die Gleichschaltung, das Einpeitschen auf eine Richtung, eine Meinung, einen Glauben stattfinden, das geht am besten in der Masse, nicht ein Individuum ums andere. Dafür braucht man große Versammlungsstätten, Säle, Tempel, Kirchen.
In einem vollbesetzten Fußballstadium gibt es auch nur zwei "Richtungen", nicht tausend verschiedene.


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14.10.2019 um 18:24
T.Rick schrieb:Dann war sie wohl genauso wie meine, der "sozialistische" Anschein nach außen mußte gewahrt werden, koste es was will, so wie der "katholische" bei meiner.
Nein, meine Mutter hatte sich keinen sozialistischen Anschein verpaßt.
T.Rick schrieb:Ein "Tempel der Vernunft" ist ein Widerspruch in sich.
Sag das denen!

Andererseits würde ich das auch nicht überbewerten, denn ein "Tempel der Kunst" oder ein "Bildungstempel" ist nix, das zu beanstanden wäre.


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14.10.2019 um 18:32
Für Kunst braucht man Platz, für Bildung ebenso, wo sollen denn die Ölschinken bzw. die Schüler hin. Da sind große Gebäude vernünftig. Ob Luxus-Tempel oder kahle Betonhalle, darüber kann man streiten.
perttivalkonen schrieb:Nein, meine Mutter hatte sich keinen sozialistischen Anschein verpaßt.
Warum hat sie sich dann so verhalten?


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14.10.2019 um 18:34
T.Rick schrieb:Für Kunst braucht man Platz, für Bildung ebenso, wo sollen denn die Ölschinken bzw. die Schüler hin. Da sind große Gebäude vernünftig. Ob Luxus-Tempel oder kahle Betonhalle, darüber kann man streiten.
Aber für Dich ist klar, daß ein "Tempel der Vernunft" unsinnig ist, ohne zu wissen, was da drin war.
T.Rick schrieb:Warum hat sie sich dann so verhalten?
Weil ihr Sohn an einen Gott glaubte, was für sie eben nicht akzeptabel war.


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

14.10.2019 um 19:00
perttivalkonen schrieb:Weil ihr Sohn an einen Gott glaubte, was für sie eben nicht akzeptabel war.
Warum war das nicht für sie akzeptabel, wenn sie selber an nichts glaubte?
Einfach so veranstaltet man nämlich kein Theater, wie Du es beschrieben hast, versaut dem eigenen Kind das Leben, nur weil es Gedanken zu denken wagt, die sie selber nicht haben wollte, oder haben durfte, oder aus eigenen Lebenserfahrungen heraus irgendwann in die Mülltonne geklopft hat?
Du hast geschrieben, warum Du glaubst. (Dein Verlust, unter anderem, Deine einzige Hoffnung auf irgendeine Gerechtigkeit, irgendwann, irgendwie).
Vorher, warum hast Du da geglaubt, warum und wie kamst Du als Kind zum Glauben? Ein Kind denkt sich Religion nicht selber aus, das kommt aus fremder Quelle. Irgendein Buch das Dich beeinflußt hat, eine Person? Ein Bedürfnis, was die Mutter nicht erfüllen konnte oder wollte, wo jemand anderer in die Bresche sprang?


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14.10.2019 um 19:03
T.Rick schrieb:Warum war das nicht für sie akzeptabel, wenn sie selber an nichts glaubte?
Ja, das ist mal ne Frage, nicht wahr? Viel wichtiger aber: es war so. Punkt. Atheisten können genauso wie andere auf Abweichlertum negativ reagieren. Gibt keinen Unterschied. Danke und auf Wiedersehen.


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Die Hölle im Islam (Dschahannam)

15.10.2019 um 11:01
Und schon blockierst Du wieder. Wenn ein Atheist derart allergisch auf Gottglauben reagiert, daß er deswegen sogar dem eigenen Kind das Leben vermiest, dann kommt das nicht von selber, sondern hat in der Regel schwerwiegende persönliche Gründe, wenn man keine kommunistische Hirnwäsche oder Wahrung des gesellschaftlichen Anscheins als Grund vorschieben kann.

Zum Beispiel ein schwerer Verlust, Krankheit bei einem nahstehenden Menschen, wo vergebens auf "göttlichen Beistand" gehofft wurde ... oder, besonders übel, eine Kindheit in einem kirchlich geführten Kinderheim.

Inzwischen haben sich genug Leute geoutet, die am eigenen Leib miterleben mußten, wie "im Namen Gottes" Kinder mißhandelt und jeder Art von sadistischen Neigungen unterworfen wurden, das waren leider keine Einzelfälle sondern in vielen Heimen der Normalzustand, bis in die 70er Jahre hinein, mit männlichen Beschäftigten die sehr oft pädophil veranlagt waren, und wenn das Heim von Nonnen geführt wurde, au weia, die galten durch die Bank als Teufel in Person, reinrassige Sadisten.

Solche Erlebnisse haben übrigens auch im Westen vielen Menschen die Religion für alle Zeiten abspenstig gemacht (viele endeten wegen der erlittenen Traumata auch im Selbstmord), also wenn das bei Deiner Mutter so gewesen sein sollte, dann kann ich verstehen warum sie so auf Deine Religiosität reagiert hat.

Verstehen wohlgemerkt, nicht gutheißen. Am eigenen Kind sollte man sowas absolut nicht auslassen ... aber man sollte offen darüber sprechen, aus welchen persönlichen Gründen man mit Religion und Glauben nichts (mehr) zu tun haben will. Die große Outing-Welle über die Mißhandlungen in Kinderheimen ist aber noch nicht so alt, viele Betroffene verdrängen bis heute was mit ihnen geschehen ist, also falls Deiner Mutter was derartiges geschehen ist, wäre verständlich daß sie darüber nie gesprochen hat.

(Wohlgemerkt, das ist jetzt alles reine Spekulation. Was konkret war, mußt Du sie schon selber fragen, wenn sie noch lebt. Aber irgendein schwerwiegender Grund muß vorhanden gewesen sein. Von nix kommt nix, auch bei Atheisten nicht.)


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15.10.2019 um 12:03
T.Rick schrieb:Und schon blockierst Du wieder. Wenn ein Atheist derart allergisch auf Gottglauben reagiert, daß er deswegen sogar dem eigenen Kind das Leben vermiest, dann kommt das nicht von selber, sondern hat in der Regel schwerwiegende persönliche Gründe, wenn man keine kommunistische Hirnwäsche oder Wahrung des gesellschaftlichen Anscheins als Grund vorschieben kann.
So ein Quatsch. Atheisten können genauso wie Theisten auf Abweichler aus eigenen Reihen reagieren, das ist ein Fakt. Daß der Atheist, der so reagiert, irgend ein "Problem" hat, daß er so reagiert - das kannste auch von dem Theisten sagen. Wenns also an dem "Problem" liegt und nicht an der Weltanschauung, dann gilt auch das spiegelbildlich.

Unterm Strich bleibt also nur, daß Atheisten da überhaupt nicht rausfallen, wie Du es gerne gehabt hättest. Punkt, aus, Ende. Das ist kein Blockieren, sondern ein Fazit. Ein überdeutliches. Gegen das Du Dich noch immer wehrst, keine Frage, merkt man ja überdeutlich. Aber das zeigt ja nur, auf welcher Seite man von "Blockieren" sprechen muß.
T.Rick schrieb:Zum Beispiel ein schwerer Verlust, Krankheit bei einem nahstehenden Menschen, wo vergebens auf "göttlichen Beistand" gehofft wurde ... oder, besonders übel, eine Kindheit in einem kirchlich geführten Kinderheim.
Hat jetzt zwar Null mit der Frage zu tun, ob Atheisten aufs Gläubigwerden nahestehender Ex-Atheisten mies reagieren odgl., aber ich versteh schon. Wenn einem die Felle wegschwimmen, muß man eben irgendein "Ja, aber" suchen, um "die anderen" doch noch irgendwie mit Dreck bewerfen zu können. Denn genau darum gehts dann nämlich. Die rationale Sachdebatte war nur vorgeschoben, ein für günstig gehaltener Anlaß, mal wieder zu zeigen, wieso der eigene Atheismus doich viel besser ist als die doofe Religion. Hab ich mich in diesem Punkt geirrt, na und, die sind doch auch sonst Scheiße, eben Kinderschänder und so.

Hier zeigt sich der wahre Geist Deines Diskussionsanliegens, der nur allzu häufig begegnende ideologische Eifer unter Atheisten, alles, was Religion ist, anzugreifen, herabzusetzen etc. Psychologisch betrachtet sind stets die besonders radikal und auf Angriff gebürstet, die besonders unsicher sind (Klassiker: Schwule verprügeln, weil man selber latent schwul ist, oder: Ex-Raucher auf der Kippe wettern besonders heftig gegen Raucher). Darüber dürfen Atheisten wie Du gerne mal nachdenken. Aber wir werden es ja sehen, wie's kommt...
T.Rick schrieb:Wohlgemerkt, das ist jetzt alles reine Spekulation.
Eben. Mehr hast Du ja auch nicht.


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15.10.2019 um 12:43
Und Du blockierst nach wie vor auf die Ausgangsfrage, entweder weißt Du selber nicht, warum Deine Mutter so gehandelt hat, oder Du willst es nicht realisieren.
Ich vermute einfach mal zu Deinen Gunsten das erstere, kann mir vorstellen daß irgendwann einfach keine Kommunikation mehr stattfand, wenn beide Seiten dichtgemacht haben, sowas passiert ständig, wenn es zwischen Kindern und Eltern knatscht.
Und jetzt willst Du die Ursache vielleicht auch gar nicht mehr wissen, weil es leichter ist, sich als "Märtyrer" einzurichten, als die Gründe der anderen Seite zur Kenntnis zu nehmen.

Damit entsprichst Du einem typischen Gläubigen-Klischee der Atheisten: der Realitätsverweigerer, der sich lieber in sein Schneckenhaus zurückzieht und schmollt oder ausfällig wird, statt unangenehme Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen und sich ihnen zu stellen.
Darfst mich natürlich jederzeit eines besseren belehren. Per Fakten, nicht Ausfällen. Kein Mimimi "Du blockierst doch, du setzt doch herab".
perttivalkonen schrieb:So ein Quatsch. Atheisten können genauso wie Theisten auf Abweichler aus eigenen Reihen reagieren, das ist ein Fakt. Daß der Atheist, der so reagiert, irgend ein "Problem" hat, daß er so reagiert - das kannste auch von dem Theisten sagen. Wenns also an dem "Problem" liegt und nicht an der Weltanschauung, dann gilt auch das spiegelbildlich.
Ganz genau, aber dann möchte ich Gründe hören. Fakten. Von beiden Seiten. Nix Mimimi, "Du doch genauso". Das ist Kindergarten. Keine Argumente haben, nur mit Schlamm werfen und hoffen, dem anderen so die Augen zu verkleistern.
perttivalkonen schrieb:Wenn einem die Felle wegschwimmen,
Wem schwimmen die Felle weg? Du bist die Geschädigte, mühelos erkennbar an Deinen Antworten. Tu es um Deiner selbst willen. Verständnis haben bedeutet nicht Zustimmung, man darf genauso auch alles ablehnen, aber es gibt einem eine neue Basis, die Sache zu verarbeiten. Ohne daß man ins Schneckenhaus schlüpfen muß.


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15.10.2019 um 12:57
Sorry, schätze wir sind hier voll OT, sollten vielleicht dafür einen eigenen Thread einrichten. Wenn ich auf ein Rätsel stoße, bin ich natürlich neugierig, und Pertti ist mir ein Rätsel. :D
Dafür ist dieses Forum doch da, um Rätsel zu diskutieren und wenn es gut geht, sie zu lösen.

Auslagerung in einen eigenen Thread (Gläubige gegen Atheisten - Vorsicht: hier geht es scharf zur Sache!) darum gerne erwünscht.


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25.10.2019 um 09:37
perttivalkonen schrieb am 14.10.2019:meine Biographie
Die systematische Schikane, die Demütigungen und haarsträubenden Verhörsettings, von denen du erzählst, das ist schon harter Tobak. Sowas prägt einen.


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06.11.2019 um 15:18
Und für was eigentlich? Was sollte der Sinn des ganzen sein? Ich versteh die Hintergründe nicht. Klingt sehr danach, als hätte irgendwer damals zwanghaft nach einem Sündenbock für alles mögliche gesucht - und einen gefunden. Allerdings kennen wir hier, wie in vielen Schilderungen, nur die eine Seite der Münze. Was die andere Seite dazu zu sagen hätte ... wäre genauso interessant zu wissen. Schade daß man die anderen damals Beteiligten nicht nach ihrer eigenen Meinung dazu fragen kann. Dann würde sich die Sachlage vielleicht ganz anders darstellen. Aber so bleibt alles unerklärt.


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