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Wenn Menschen im Auftrag eines Staates entführt werden
24.07.2026 um 10:02Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit den Entführungen, die Nordkorea über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen Ländern verübt haben soll beziehungsweise in mehreren Fällen nachweislich verübt hat. Ich finde das Thema vor allem deshalb so faszinierend, weil einige der Geschichten zunächst wie kaum glaubhafte Verschwörungstheorien klingen:
Menschen verschwinden während einer Reise, auf dem Heimweg oder sogar mitten in Europa. Jahre später stellt sich heraus, dass sie in Nordkorea gelebt haben, dort festgehalten wurden oder für die Ausbildung von Geheimdienstagenten eingesetzt worden sein sollen.
Besonders bekannt sind die Entführungen japanischer Staatsbürger. Allerdings verschwanden einige der später offiziell anerkannten Opfer nicht in Japan, sondern in Städten wie Madrid und Kopenhagen. Andere mutmaßliche Opfer kamen aus Europa, den USA, China, Südostasien und dem Nahen Osten.
Dabei muss man allerdings zwischen verschiedenen Kategorien unterscheiden:
* bestätigten oder von einer Regierung offiziell anerkannten Entführungen,
* Fällen, in denen Menschen durch Täuschung nach Nordkorea gelockt wurden,
* widerrechtlich in Nordkorea festgehaltenen Personen
* und Vermisstenfällen, bei denen eine nordkoreanische Beteiligung lediglich vermutet wird.
Gerade die Übergänge sind nicht immer eindeutig.
Zwei Japaner verschwinden in Madrid
Im Frühjahr 1980 hielten sich die Japaner Toru Ishioka und Kaoru Matsuki in Europa auf. Matsuki hatte in Japan Spanisch studiert und war für ein weiterführendes Studium nach Madrid gereist. Ishioka unternahm eine längere Europareise.
Im Mai 1980 verschwanden beide in Madrid.
Nach Darstellung der japanischen Organisation Sukuukai kamen die Männer dort mit Sakiko Wakabayashi und Yoriko Mori in Kontakt. Die beiden Frauen gehörten zum Umfeld der sogenannten Yodo-go-Gruppe. Dabei handelte es sich um Mitglieder und Unterstützer jener japanischen linksradikalen Gruppe, die 1970 ein Passagierflugzeug nach Nordkorea entführt hatte und anschließend dort blieb.
Zwei weitere Japanerinnen sollen damals ebenfalls mit der Gruppe in Madrid zusammen gewesen sein. Ihnen sei vorgeschlagen worden, gemeinsam nach Wien zu reisen. Sie lehnten ab. Ishioka und Matsuki verschwanden dagegen kurz darauf. Nach Angaben der japanischen Regierung ist ihr Aufenthaltsort seitdem ungeklärt. Japan führt beide heute offiziell als Opfer einer nordkoreanischen Entführung.
Bemerkenswert ist, dass die beiden offenbar nicht gewaltsam auf offener Straße in ein Fahrzeug gezerrt wurden. Wahrscheinlicher ist eine Entführung durch Täuschung: Sie wurden möglicherweise mit Reiseplänen, politischen Ideen, einer Arbeitsmöglichkeit oder einer Einladung geködert und reisten zunächst scheinbar freiwillig weiter.
Erst acht Jahre später erhielt Ishiokas Familie ein Lebenszeichen. In einem 1988 aus Polen abgeschickten Brief schrieb er, dass er in Nordkorea lebe. Bei ihm befänden sich Kaoru Matsuki und eine weitere vermisste Japanerin: Keiko Arimoto.
Nordkorea behauptete später, Ishioka sei 1988 bei einem Gasunfall und Matsuki 1996 bei einem Verkehrsunfall gestorben. Überzeugende und unabhängig überprüfbare Belege dafür legte das Regime nicht vor. Im Fall Matsuki übergab Nordkorea angebliche sterbliche Überreste, die nach japanischen Untersuchungen nicht von ihm stammten. Die Aussagekraft dieser Untersuchung wurde später allerdings wissenschaftlich kritisiert. Japans Regierung betrachtet das Schicksal beider Männer weiterhin als ungeklärt.
Keiko Arimoto und das Verschwinden in Kopenhagen
Die im Brief genannte Keiko Arimoto war 23 Jahre alt und hielt sich seit 1982 zum Englischlernen in London auf. Während einer Reise durch Europa begegnete sie Personen aus dem Umfeld der Yodo-go-Gruppe.
Ihr letztes bekanntes Schreiben an ihre Eltern wurde im Oktober 1983 aus Kopenhagen abgeschickt. Darin berichtete sie offenbar von einer interessanten Arbeitsmöglichkeit. Danach brach der Kontakt ab.
Die japanische Polizei kam nach ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass Arimoto von nordkoreanischen Agenten entführt und nach Nordkorea gebracht worden war. Gegen Kimihiro Uomoto, einen der Yodo-go-Flugzeugentführer, wurde ein Haftbefehl erlassen. Er wird von den japanischen Behörden verdächtigt, an Arimotos Entführung beteiligt gewesen zu sein.
Auch Arimoto wurde vermutlich nicht mit unmittelbarer Gewalt aus Kopenhagen verschleppt. Nach Aussagen einer beteiligten Japanerin wurde sie vielmehr mit einer angeblichen Arbeitsstelle nach Nordkorea gelockt. Aus Sicht der Betroffenen konnte die Reise zunächst freiwillig erscheinen – die entscheidenden Informationen über Ziel, Auftraggeber und tatsächliche Absichten wurden ihr jedoch vorenthalten.
In Nordkorea soll Arimoto Toru Ishioka geheiratet haben. Das Paar soll ein gemeinsames Kind bekommen haben. Nordkorea behauptete später, Arimoto und Ishioka seien 1988 gemeinsam bei einem Gasunfall gestorben. Ihre Familien und die japanische Regierung zweifeln diese Darstellung an.
Die Fälle aus Madrid und Kopenhagen zeigen für mich, wie schwer solche Entführungen zu erkennen sein können. Ein erwachsener Mensch reist mit neuen Bekannten weiter oder nimmt ein Arbeitsangebot an. Für Angehörige sieht es zunächst möglicherweise nach einem freiwilligen Kontaktabbruch, einer spontanen Lebensentscheidung oder einem gewöhnlichen Vermisstenfall aus.
Erst viel später ergibt sich ein vollkommen anderes Bild.
David Sneddon: 2004 in China verschwunden
Ein wesentlich neuerer und bis heute nicht bestätigter Fall ist der des Amerikaners David Sneddon.
Der damals 24-jährige Student reiste 2004 durch China. Er sprach Koreanisch, hatte zuvor als mormonischer Missionar in Südkorea gelebt und lernte außerdem Mandarin. Am 14. August 2004 verschwand er in der chinesischen Provinz Yunnan, nachdem er allein durch die Tigersprungschlucht gewandert war.
Die chinesischen Behörden und das US-Außenministerium gingen schließlich davon aus, dass Sneddon in der Schlucht verunglückt und seine Leiche nicht gefunden worden war. Seine Familie bezweifelte diese Erklärung. Angehörige reisten selbst nach China, rekonstruierten seine Strecke und sprachen mit Zeugen. Nach ihrer Darstellung gab es Hinweise darauf, dass Sneddon die besonders gefährlichen Abschnitte der Wanderung überstanden hatte.
Später entstand die Theorie, Sneddon könne nordkoreanischen Agenten begegnet und nach Nordkorea verschleppt worden sein. Yunnan spielte als Transitregion für nordkoreanische Flüchtlinge eine Rolle, weshalb dort auch nordkoreanische Sicherheitskräfte oder Informanten aktiv gewesen sein könnten.
Seine Koreanischkenntnisse machten Sneddon nach Ansicht der Befürworter dieser Theorie zusätzlich interessant. Einige südkoreanische und japanische Organisationen behaupteten später sogar, Sneddon lebe in Pjöngjang, habe eine Familie gegründet und sei als Englischlehrer eingesetzt worden. Teilweise hieß es, er habe Kim Jong-un persönlich unterrichtet.
Dafür gibt es jedoch keinen öffentlich überprüfbaren Beweis.
Auch der von mir verlinkte Text von Sukuukai behandelt Sneddon als mutmaßliches nordkoreanisches Entführungsopfer. Die Darstellung sollte meiner Meinung nach aber nicht mit den offiziell anerkannten japanischen Fällen gleichgesetzt werden. Das US-Außenministerium erklärte 2016 ausdrücklich, ihm lägen keine verifizierbaren Belege für eine Entführung durch nordkoreanische Stellen vor.
Gleichzeitig hielt der US-Kongress die Theorie für ausreichend plausibel, um weitere Ermittlungen und eine Zusammenarbeit mit China, Japan und Südkorea zu fordern. Sneddons Verschwinden ist daher ein gutes Beispiel für den schwierigen Bereich zwischen begründetem Verdacht und einer Geschichte, die sich mit den öffentlich bekannten Informationen nicht beweisen lässt.
Eine Familie aus Deutschland wird nach Nordkorea gelockt
Einen direkten Deutschlandbezug besitzt der Fall von Shin Suk-ja, ihrem Mann Oh Kil-nam und ihren beiden Töchtern.
Shin Suk-ja war aus Südkorea nach Westdeutschland gekommen und arbeitete als Krankenschwester. In Deutschland lernte sie den Wirtschaftswissenschaftler Oh Kil-nam kennen. Das Paar heiratete und lebte später in Kronshagen bei Kiel. Dort wurden 1976 und 1978 die Töchter Hae-won und Kyu-won geboren.
In den 1980er-Jahren trat die Familie mit Personen in Kontakt, die Nordkorea nahestanden. Oh Kil-nam wurde eine berufliche Zukunft als Wirtschaftsexperte in Pjöngjang in Aussicht gestellt. Gleichzeitig wurde versprochen, seine erkrankte Frau könne in Nordkorea eine hochwertige medizinische Behandlung erhalten.
Shin soll große Bedenken gehabt haben. Dennoch reiste die gesamte Familie im Dezember 1985 nach Nordkorea.
Dort erfüllte sich keines der Versprechen. Stattdessen wurden die Familienmitglieder ideologisch geschult und für Propagandazwecke eingesetzt. Oh Kil-nam erhielt schließlich den Auftrag, nach Europa zu reisen und weitere in Deutschland lebende Südkoreaner zur Übersiedlung nach Nordkorea zu bewegen.
Während dieser Reise setzte er sich nach Absprache mit seiner Frau 1986 in Dänemark ab und beantragte politisches Asyl. Seine Frau und die beiden Töchter blieben in Nordkorea zurück.
Nach Angaben von Amnesty International und späteren Untersuchungen wurden Shin und ihre Töchter offenbar wegen der Flucht des Ehemannes inhaftiert. Eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen bewertete ihre Gefangenschaft als willkürliche Inhaftierung.
Nordkorea behauptete später, Shin Suk-ja sei bereits 2008 an den Folgen einer Hepatitiserkrankung gestorben. Überprüfen ließ sich diese Angabe nicht. Über das weitere Schicksal ihrer in Deutschland geborenen Töchter ist öffentlich nichts Sicheres bekannt.
Auch dies ist keine klassische Entführung von einer deutschen Straße. Die Familie reiste zunächst selbst nach Nordkorea. Allerdings geschah dies aufgrund gezielter falscher Versprechungen. Anschließend wurde ihr offenbar die Möglichkeit genommen, das Land wieder zu verlassen.
Der Fall zeigt damit eine weitere Methode: Menschen müssen nicht immer gewaltsam überwältigt werden. Es kann ausreichen, sie unter falschen Voraussetzungen in den eigenen Machtbereich zu locken.
Die bekannten Fälle aus Japan
Das größte öffentliche Bewusstsein für die Entführungen besteht bis heute in Japan. Die japanische Regierung erkennt offiziell 17 StaatsbürgerInnen als Opfer nordkoreanischer Entführungen an. Fünf von ihnen kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Das Schicksal der übrigen Betroffenen ist weiterhin ungeklärt oder beruht nur auf Angaben Nordkoreas.
Zu den bekanntesten Fällen gehören:
Megumi Yokota war erst 13 Jahre alt, als sie am 15. November 1977 auf dem Heimweg von der Schule in Niigata verschwand. Nordkorea behauptete später, sie habe sich in Gefangenschaft das Leben genommen. Die von Nordkorea vorgelegten Angaben und Beweismittel überzeugten Japan nicht.
Yasushi Chimura und Fukie Hamamoto verschwanden im Juli 1978 während einer Verabredung nahe der japanischen Küste. Beide lebten jahrzehntelang in Nordkorea und durften 2002 nach Japan zurückkehren.
Kaoru Hasuike und Yukiko Okudo verschwanden ebenfalls im Juli 1978. Auch sie kehrten 2002 gemeinsam zurück.
Hitomi Soga wurde im August 1978 zusammen mit ihrer Mutter Miyoshi entführt, als beide einkaufen gehen wollten. Hitomi Soga kehrte 2002 zurück. Was mit ihrer Mutter geschah, ist bis heute nicht geklärt. Nordkorea bestreitet, Miyoshi Soga überhaupt entführt zu haben.
Shuichi Ichikawa und Rumiko Masumoto wollten im August 1978 gemeinsam den Sonnenuntergang am Meer beobachten. Sie verschwanden vom Strand. Nordkorea behauptete später, beide seien bereits wenige Jahre nach ihrer Entführung gestorben.
Yaeko Taguchi verschwand 1978 im Alter von 22 Jahren. Sie hatte zwei kleine Kinder. Jahre später sagte die nordkoreanische Agentin Kim Hyon-hui aus, Taguchi habe ihr in Nordkorea Japanisch sowie japanische Umgangsformen beigebracht. Kim Hyon-hui verübte 1987 gemeinsam mit einem weiteren Agenten den Bombenanschlag auf Korean-Air-Flug 858, bei dem 115 Menschen starben. Dabei trat sie mit einer falschen japanischen Identität auf.
Gerade Taguchis Fall liefert einen konkreten Hinweis darauf, warum gewöhnliche Menschen entführt wurden. Sie konnten Agenten Sprache, Aussprache, Verhalten und Alltagskultur vermitteln. Als weitere mögliche Motive werden die Nutzung fremder Identitäten, erzwungene Partnerschaften, die Anwerbung von Fachleuten, Propaganda und die Beseitigung zufälliger Zeugen genannt.
Sukuukai nennt darüber hinaus mutmaßliche Opfer aus Thailand, dem Libanon, Rumänien, China, Malaysia und Singapur sowie Berichte über französische, italienische und niederländische Frauen. Viele dieser Angaben stützen sich auf Zeugenaussagen zurückgekehrter Entführungsopfer, früherer Agenten und ehemaliger Bewohner Nordkoreas. Die Beweislage ist daher je nach Fall sehr unterschiedlich.
Könnte sich so etwas hinter anderen Vermisstenfällen verbergen?
Genau das ist für mich die eigentliche Diskussionsfrage.
Die bestätigten japanischen Fälle zeigen, dass die Idee einer staatlichen Entführung nicht grundsätzlich eine absurde Verschwörungstheorie ist. Menschen wurden offenbar nicht nur wegen politischer Aktivitäten oder besonderer Geheimnisse ausgewählt. Teilweise reichten Sprachkenntnisse, Nationalität, Alter oder schlicht die Tatsache, dass jemand zur richtigen Zeit erreichbar war.
Gleichzeitig besteht hier natürlich eine enorme Gefahr für wilde Spekulationen. Dass ein Mensch auf einer Auslandsreise verschwindet, eine Sprache beherrscht oder nie gefunden wird, ist für sich genommen noch kein Beleg für die Beteiligung eines Geheimdienstes.
Interessant wären daher vor allem Fälle, in denen mehrere Faktoren zusammenkommen:
* Kontakte zu Personen mit Verbindungen zu einem fremden Staat,
* ein falsches Arbeits- oder Reiseangebot,
* auffällige Reisebewegungen unmittelbar vor dem Verschwinden,
* besondere Sprach- oder Fachkenntnisse,
* Aktivitäten von Geheimdiensten in der betreffenden Region,
* spätere Sichtungen oder Nachrichten aus dem verdächtigten Land,
* mehrere ähnliche Vermisstenfälle im gleichen Zeitraum
* oder Aussagen ehemaliger Agenten und anderer Zeugen.
Mich würde interessieren:
Kennt Ihr weitere Vermisstenfälle, bei denen eine Entführung durch einen fremden Staat ernsthaft diskutiert oder später sogar nachgewiesen wurde?
Gibt es ungeklärte Fälle aus Deutschland oder Europa, bei denen ein solches Szenario zumindest geprüft werden sollte?
Und ab welchem Punkt wird aus einem ungewöhnlichen Verdacht eine halbwegs belastbare Theorie?
Gerade der Vergleich zwischen Madrid, Kopenhagen und Sneddons Verschwinden macht den Unterschied deutlich: Bei den japanischen Fällen gibt es spätere Lebenszeichen aus Nordkorea, Zeugenaussagen, bekannte beteiligte Personen und offizielle Ermittlungen. Bei Sneddon gibt es bislang vor allem Indizien, Vermutungen und Parallelen zu früheren Fällen.
Das Thema zeigt für mich daher zweierlei: Eine scheinbar vollkommen abwegige Erklärung kann sich im Einzelfall als wahr erweisen. Sie darf aber nicht allein deshalb auf jeden ungeklärten Vermisstenfall übertragen werden.
Quellen
Kim Hyon-hui (liest sich wie ein James Bond Film, unfassbar):
Wikipedia: Kim Hyon-hui (Geheimdienstagentin)
Entführungen japanischer Staatsbürger durch Nordkorea:
Wikipedia: Entführungen japanischer Staatsbürger durch die Demokratische Volksrepublik Korea
Sukuukai – mutmaßliche Opfer verschiedener Nationalitäten:
https://www.sukuukai.jp/English/Victims2.html
Sukuukai – vier Arten beziehungsweise Phasen der Entführungen:
https://www.sukuukai.jp/English/4types.html
Sukuukai – einzelne japanische Fälle und Vorgehensweisen, unter anderem Madrid:
https://www.sukuukai.jp/English/how.html
Sukuukai – Shin Suk-ja und ihre Töchter:
https://www.sukuukai.jp/English/ShinSuk-ja.html
Sukuukai – David Sneddon:
https://www.sukuukai.jp/English/DavidSneddon.html
Japanisches Außenministerium – offiziell anerkannte Entführungsopfer:
https://www.mofa.go.jp/a_o/na/kp/page1we_000068.html
Japanische Polizei – Entführung Keiko Arimotos aus Europa:
https://www.npa.go.jp/keibi/gaiji1/abd_e/europe2_e.html
US Congressional Record – Verschwinden David Sneddons:
https://www.govinfo.gov/content/pkg/CRECB-2016-pt2/html/CRECB-2016-pt2-Pg1668.htm
US-Außenministerium – Pressekonferenz zu David Sneddon vom 1. September 2016:
https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/dpb/2016/09/261531.htm
Shin Suk-ja – biografischer Überblick:
Wikipedia: Shin Suk-ja
Amnesty International – Nordkoreas Angaben zum angeblichen Tod Shin Suk-jas:
https://www.amnestyusa.org/reports/annual-report-north-korea-2013/
ich beschäftige mich gerade mit den Entführungen, die Nordkorea über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen Ländern verübt haben soll beziehungsweise in mehreren Fällen nachweislich verübt hat. Ich finde das Thema vor allem deshalb so faszinierend, weil einige der Geschichten zunächst wie kaum glaubhafte Verschwörungstheorien klingen:
Menschen verschwinden während einer Reise, auf dem Heimweg oder sogar mitten in Europa. Jahre später stellt sich heraus, dass sie in Nordkorea gelebt haben, dort festgehalten wurden oder für die Ausbildung von Geheimdienstagenten eingesetzt worden sein sollen.
Besonders bekannt sind die Entführungen japanischer Staatsbürger. Allerdings verschwanden einige der später offiziell anerkannten Opfer nicht in Japan, sondern in Städten wie Madrid und Kopenhagen. Andere mutmaßliche Opfer kamen aus Europa, den USA, China, Südostasien und dem Nahen Osten.
Dabei muss man allerdings zwischen verschiedenen Kategorien unterscheiden:
* bestätigten oder von einer Regierung offiziell anerkannten Entführungen,
* Fällen, in denen Menschen durch Täuschung nach Nordkorea gelockt wurden,
* widerrechtlich in Nordkorea festgehaltenen Personen
* und Vermisstenfällen, bei denen eine nordkoreanische Beteiligung lediglich vermutet wird.
Gerade die Übergänge sind nicht immer eindeutig.
Zwei Japaner verschwinden in Madrid
Im Frühjahr 1980 hielten sich die Japaner Toru Ishioka und Kaoru Matsuki in Europa auf. Matsuki hatte in Japan Spanisch studiert und war für ein weiterführendes Studium nach Madrid gereist. Ishioka unternahm eine längere Europareise.
Im Mai 1980 verschwanden beide in Madrid.
Nach Darstellung der japanischen Organisation Sukuukai kamen die Männer dort mit Sakiko Wakabayashi und Yoriko Mori in Kontakt. Die beiden Frauen gehörten zum Umfeld der sogenannten Yodo-go-Gruppe. Dabei handelte es sich um Mitglieder und Unterstützer jener japanischen linksradikalen Gruppe, die 1970 ein Passagierflugzeug nach Nordkorea entführt hatte und anschließend dort blieb.
Zwei weitere Japanerinnen sollen damals ebenfalls mit der Gruppe in Madrid zusammen gewesen sein. Ihnen sei vorgeschlagen worden, gemeinsam nach Wien zu reisen. Sie lehnten ab. Ishioka und Matsuki verschwanden dagegen kurz darauf. Nach Angaben der japanischen Regierung ist ihr Aufenthaltsort seitdem ungeklärt. Japan führt beide heute offiziell als Opfer einer nordkoreanischen Entführung.
Bemerkenswert ist, dass die beiden offenbar nicht gewaltsam auf offener Straße in ein Fahrzeug gezerrt wurden. Wahrscheinlicher ist eine Entführung durch Täuschung: Sie wurden möglicherweise mit Reiseplänen, politischen Ideen, einer Arbeitsmöglichkeit oder einer Einladung geködert und reisten zunächst scheinbar freiwillig weiter.
Erst acht Jahre später erhielt Ishiokas Familie ein Lebenszeichen. In einem 1988 aus Polen abgeschickten Brief schrieb er, dass er in Nordkorea lebe. Bei ihm befänden sich Kaoru Matsuki und eine weitere vermisste Japanerin: Keiko Arimoto.
Nordkorea behauptete später, Ishioka sei 1988 bei einem Gasunfall und Matsuki 1996 bei einem Verkehrsunfall gestorben. Überzeugende und unabhängig überprüfbare Belege dafür legte das Regime nicht vor. Im Fall Matsuki übergab Nordkorea angebliche sterbliche Überreste, die nach japanischen Untersuchungen nicht von ihm stammten. Die Aussagekraft dieser Untersuchung wurde später allerdings wissenschaftlich kritisiert. Japans Regierung betrachtet das Schicksal beider Männer weiterhin als ungeklärt.
Keiko Arimoto und das Verschwinden in Kopenhagen
Die im Brief genannte Keiko Arimoto war 23 Jahre alt und hielt sich seit 1982 zum Englischlernen in London auf. Während einer Reise durch Europa begegnete sie Personen aus dem Umfeld der Yodo-go-Gruppe.
Ihr letztes bekanntes Schreiben an ihre Eltern wurde im Oktober 1983 aus Kopenhagen abgeschickt. Darin berichtete sie offenbar von einer interessanten Arbeitsmöglichkeit. Danach brach der Kontakt ab.
Die japanische Polizei kam nach ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass Arimoto von nordkoreanischen Agenten entführt und nach Nordkorea gebracht worden war. Gegen Kimihiro Uomoto, einen der Yodo-go-Flugzeugentführer, wurde ein Haftbefehl erlassen. Er wird von den japanischen Behörden verdächtigt, an Arimotos Entführung beteiligt gewesen zu sein.
Auch Arimoto wurde vermutlich nicht mit unmittelbarer Gewalt aus Kopenhagen verschleppt. Nach Aussagen einer beteiligten Japanerin wurde sie vielmehr mit einer angeblichen Arbeitsstelle nach Nordkorea gelockt. Aus Sicht der Betroffenen konnte die Reise zunächst freiwillig erscheinen – die entscheidenden Informationen über Ziel, Auftraggeber und tatsächliche Absichten wurden ihr jedoch vorenthalten.
In Nordkorea soll Arimoto Toru Ishioka geheiratet haben. Das Paar soll ein gemeinsames Kind bekommen haben. Nordkorea behauptete später, Arimoto und Ishioka seien 1988 gemeinsam bei einem Gasunfall gestorben. Ihre Familien und die japanische Regierung zweifeln diese Darstellung an.
Die Fälle aus Madrid und Kopenhagen zeigen für mich, wie schwer solche Entführungen zu erkennen sein können. Ein erwachsener Mensch reist mit neuen Bekannten weiter oder nimmt ein Arbeitsangebot an. Für Angehörige sieht es zunächst möglicherweise nach einem freiwilligen Kontaktabbruch, einer spontanen Lebensentscheidung oder einem gewöhnlichen Vermisstenfall aus.
Erst viel später ergibt sich ein vollkommen anderes Bild.
David Sneddon: 2004 in China verschwunden
Ein wesentlich neuerer und bis heute nicht bestätigter Fall ist der des Amerikaners David Sneddon.
Der damals 24-jährige Student reiste 2004 durch China. Er sprach Koreanisch, hatte zuvor als mormonischer Missionar in Südkorea gelebt und lernte außerdem Mandarin. Am 14. August 2004 verschwand er in der chinesischen Provinz Yunnan, nachdem er allein durch die Tigersprungschlucht gewandert war.
Die chinesischen Behörden und das US-Außenministerium gingen schließlich davon aus, dass Sneddon in der Schlucht verunglückt und seine Leiche nicht gefunden worden war. Seine Familie bezweifelte diese Erklärung. Angehörige reisten selbst nach China, rekonstruierten seine Strecke und sprachen mit Zeugen. Nach ihrer Darstellung gab es Hinweise darauf, dass Sneddon die besonders gefährlichen Abschnitte der Wanderung überstanden hatte.
Später entstand die Theorie, Sneddon könne nordkoreanischen Agenten begegnet und nach Nordkorea verschleppt worden sein. Yunnan spielte als Transitregion für nordkoreanische Flüchtlinge eine Rolle, weshalb dort auch nordkoreanische Sicherheitskräfte oder Informanten aktiv gewesen sein könnten.
Seine Koreanischkenntnisse machten Sneddon nach Ansicht der Befürworter dieser Theorie zusätzlich interessant. Einige südkoreanische und japanische Organisationen behaupteten später sogar, Sneddon lebe in Pjöngjang, habe eine Familie gegründet und sei als Englischlehrer eingesetzt worden. Teilweise hieß es, er habe Kim Jong-un persönlich unterrichtet.
Dafür gibt es jedoch keinen öffentlich überprüfbaren Beweis.
Auch der von mir verlinkte Text von Sukuukai behandelt Sneddon als mutmaßliches nordkoreanisches Entführungsopfer. Die Darstellung sollte meiner Meinung nach aber nicht mit den offiziell anerkannten japanischen Fällen gleichgesetzt werden. Das US-Außenministerium erklärte 2016 ausdrücklich, ihm lägen keine verifizierbaren Belege für eine Entführung durch nordkoreanische Stellen vor.
Gleichzeitig hielt der US-Kongress die Theorie für ausreichend plausibel, um weitere Ermittlungen und eine Zusammenarbeit mit China, Japan und Südkorea zu fordern. Sneddons Verschwinden ist daher ein gutes Beispiel für den schwierigen Bereich zwischen begründetem Verdacht und einer Geschichte, die sich mit den öffentlich bekannten Informationen nicht beweisen lässt.
Eine Familie aus Deutschland wird nach Nordkorea gelockt
Einen direkten Deutschlandbezug besitzt der Fall von Shin Suk-ja, ihrem Mann Oh Kil-nam und ihren beiden Töchtern.
Shin Suk-ja war aus Südkorea nach Westdeutschland gekommen und arbeitete als Krankenschwester. In Deutschland lernte sie den Wirtschaftswissenschaftler Oh Kil-nam kennen. Das Paar heiratete und lebte später in Kronshagen bei Kiel. Dort wurden 1976 und 1978 die Töchter Hae-won und Kyu-won geboren.
In den 1980er-Jahren trat die Familie mit Personen in Kontakt, die Nordkorea nahestanden. Oh Kil-nam wurde eine berufliche Zukunft als Wirtschaftsexperte in Pjöngjang in Aussicht gestellt. Gleichzeitig wurde versprochen, seine erkrankte Frau könne in Nordkorea eine hochwertige medizinische Behandlung erhalten.
Shin soll große Bedenken gehabt haben. Dennoch reiste die gesamte Familie im Dezember 1985 nach Nordkorea.
Dort erfüllte sich keines der Versprechen. Stattdessen wurden die Familienmitglieder ideologisch geschult und für Propagandazwecke eingesetzt. Oh Kil-nam erhielt schließlich den Auftrag, nach Europa zu reisen und weitere in Deutschland lebende Südkoreaner zur Übersiedlung nach Nordkorea zu bewegen.
Während dieser Reise setzte er sich nach Absprache mit seiner Frau 1986 in Dänemark ab und beantragte politisches Asyl. Seine Frau und die beiden Töchter blieben in Nordkorea zurück.
Nach Angaben von Amnesty International und späteren Untersuchungen wurden Shin und ihre Töchter offenbar wegen der Flucht des Ehemannes inhaftiert. Eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen bewertete ihre Gefangenschaft als willkürliche Inhaftierung.
Nordkorea behauptete später, Shin Suk-ja sei bereits 2008 an den Folgen einer Hepatitiserkrankung gestorben. Überprüfen ließ sich diese Angabe nicht. Über das weitere Schicksal ihrer in Deutschland geborenen Töchter ist öffentlich nichts Sicheres bekannt.
Auch dies ist keine klassische Entführung von einer deutschen Straße. Die Familie reiste zunächst selbst nach Nordkorea. Allerdings geschah dies aufgrund gezielter falscher Versprechungen. Anschließend wurde ihr offenbar die Möglichkeit genommen, das Land wieder zu verlassen.
Der Fall zeigt damit eine weitere Methode: Menschen müssen nicht immer gewaltsam überwältigt werden. Es kann ausreichen, sie unter falschen Voraussetzungen in den eigenen Machtbereich zu locken.
Die bekannten Fälle aus Japan
Das größte öffentliche Bewusstsein für die Entführungen besteht bis heute in Japan. Die japanische Regierung erkennt offiziell 17 StaatsbürgerInnen als Opfer nordkoreanischer Entführungen an. Fünf von ihnen kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Das Schicksal der übrigen Betroffenen ist weiterhin ungeklärt oder beruht nur auf Angaben Nordkoreas.
Zu den bekanntesten Fällen gehören:
Megumi Yokota war erst 13 Jahre alt, als sie am 15. November 1977 auf dem Heimweg von der Schule in Niigata verschwand. Nordkorea behauptete später, sie habe sich in Gefangenschaft das Leben genommen. Die von Nordkorea vorgelegten Angaben und Beweismittel überzeugten Japan nicht.
Yasushi Chimura und Fukie Hamamoto verschwanden im Juli 1978 während einer Verabredung nahe der japanischen Küste. Beide lebten jahrzehntelang in Nordkorea und durften 2002 nach Japan zurückkehren.
Kaoru Hasuike und Yukiko Okudo verschwanden ebenfalls im Juli 1978. Auch sie kehrten 2002 gemeinsam zurück.
Hitomi Soga wurde im August 1978 zusammen mit ihrer Mutter Miyoshi entführt, als beide einkaufen gehen wollten. Hitomi Soga kehrte 2002 zurück. Was mit ihrer Mutter geschah, ist bis heute nicht geklärt. Nordkorea bestreitet, Miyoshi Soga überhaupt entführt zu haben.
Shuichi Ichikawa und Rumiko Masumoto wollten im August 1978 gemeinsam den Sonnenuntergang am Meer beobachten. Sie verschwanden vom Strand. Nordkorea behauptete später, beide seien bereits wenige Jahre nach ihrer Entführung gestorben.
Yaeko Taguchi verschwand 1978 im Alter von 22 Jahren. Sie hatte zwei kleine Kinder. Jahre später sagte die nordkoreanische Agentin Kim Hyon-hui aus, Taguchi habe ihr in Nordkorea Japanisch sowie japanische Umgangsformen beigebracht. Kim Hyon-hui verübte 1987 gemeinsam mit einem weiteren Agenten den Bombenanschlag auf Korean-Air-Flug 858, bei dem 115 Menschen starben. Dabei trat sie mit einer falschen japanischen Identität auf.
Gerade Taguchis Fall liefert einen konkreten Hinweis darauf, warum gewöhnliche Menschen entführt wurden. Sie konnten Agenten Sprache, Aussprache, Verhalten und Alltagskultur vermitteln. Als weitere mögliche Motive werden die Nutzung fremder Identitäten, erzwungene Partnerschaften, die Anwerbung von Fachleuten, Propaganda und die Beseitigung zufälliger Zeugen genannt.
Sukuukai nennt darüber hinaus mutmaßliche Opfer aus Thailand, dem Libanon, Rumänien, China, Malaysia und Singapur sowie Berichte über französische, italienische und niederländische Frauen. Viele dieser Angaben stützen sich auf Zeugenaussagen zurückgekehrter Entführungsopfer, früherer Agenten und ehemaliger Bewohner Nordkoreas. Die Beweislage ist daher je nach Fall sehr unterschiedlich.
Könnte sich so etwas hinter anderen Vermisstenfällen verbergen?
Genau das ist für mich die eigentliche Diskussionsfrage.
Die bestätigten japanischen Fälle zeigen, dass die Idee einer staatlichen Entführung nicht grundsätzlich eine absurde Verschwörungstheorie ist. Menschen wurden offenbar nicht nur wegen politischer Aktivitäten oder besonderer Geheimnisse ausgewählt. Teilweise reichten Sprachkenntnisse, Nationalität, Alter oder schlicht die Tatsache, dass jemand zur richtigen Zeit erreichbar war.
Gleichzeitig besteht hier natürlich eine enorme Gefahr für wilde Spekulationen. Dass ein Mensch auf einer Auslandsreise verschwindet, eine Sprache beherrscht oder nie gefunden wird, ist für sich genommen noch kein Beleg für die Beteiligung eines Geheimdienstes.
Interessant wären daher vor allem Fälle, in denen mehrere Faktoren zusammenkommen:
* Kontakte zu Personen mit Verbindungen zu einem fremden Staat,
* ein falsches Arbeits- oder Reiseangebot,
* auffällige Reisebewegungen unmittelbar vor dem Verschwinden,
* besondere Sprach- oder Fachkenntnisse,
* Aktivitäten von Geheimdiensten in der betreffenden Region,
* spätere Sichtungen oder Nachrichten aus dem verdächtigten Land,
* mehrere ähnliche Vermisstenfälle im gleichen Zeitraum
* oder Aussagen ehemaliger Agenten und anderer Zeugen.
Mich würde interessieren:
Kennt Ihr weitere Vermisstenfälle, bei denen eine Entführung durch einen fremden Staat ernsthaft diskutiert oder später sogar nachgewiesen wurde?
Gibt es ungeklärte Fälle aus Deutschland oder Europa, bei denen ein solches Szenario zumindest geprüft werden sollte?
Und ab welchem Punkt wird aus einem ungewöhnlichen Verdacht eine halbwegs belastbare Theorie?
Gerade der Vergleich zwischen Madrid, Kopenhagen und Sneddons Verschwinden macht den Unterschied deutlich: Bei den japanischen Fällen gibt es spätere Lebenszeichen aus Nordkorea, Zeugenaussagen, bekannte beteiligte Personen und offizielle Ermittlungen. Bei Sneddon gibt es bislang vor allem Indizien, Vermutungen und Parallelen zu früheren Fällen.
Das Thema zeigt für mich daher zweierlei: Eine scheinbar vollkommen abwegige Erklärung kann sich im Einzelfall als wahr erweisen. Sie darf aber nicht allein deshalb auf jeden ungeklärten Vermisstenfall übertragen werden.
Quellen
Kim Hyon-hui (liest sich wie ein James Bond Film, unfassbar):
Wikipedia: Kim Hyon-hui (Geheimdienstagentin)
Entführungen japanischer Staatsbürger durch Nordkorea:
Wikipedia: Entführungen japanischer Staatsbürger durch die Demokratische Volksrepublik Korea
Sukuukai – mutmaßliche Opfer verschiedener Nationalitäten:
https://www.sukuukai.jp/English/Victims2.html
Sukuukai – vier Arten beziehungsweise Phasen der Entführungen:
https://www.sukuukai.jp/English/4types.html
Sukuukai – einzelne japanische Fälle und Vorgehensweisen, unter anderem Madrid:
https://www.sukuukai.jp/English/how.html
Sukuukai – Shin Suk-ja und ihre Töchter:
https://www.sukuukai.jp/English/ShinSuk-ja.html
Sukuukai – David Sneddon:
https://www.sukuukai.jp/English/DavidSneddon.html
Japanisches Außenministerium – offiziell anerkannte Entführungsopfer:
https://www.mofa.go.jp/a_o/na/kp/page1we_000068.html
Japanische Polizei – Entführung Keiko Arimotos aus Europa:
https://www.npa.go.jp/keibi/gaiji1/abd_e/europe2_e.html
US Congressional Record – Verschwinden David Sneddons:
https://www.govinfo.gov/content/pkg/CRECB-2016-pt2/html/CRECB-2016-pt2-Pg1668.htm
US-Außenministerium – Pressekonferenz zu David Sneddon vom 1. September 2016:
https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/dpb/2016/09/261531.htm
Shin Suk-ja – biografischer Überblick:
Wikipedia: Shin Suk-ja
Amnesty International – Nordkoreas Angaben zum angeblichen Tod Shin Suk-jas:
https://www.amnestyusa.org/reports/annual-report-north-korea-2013/



