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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

43 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Aktenzeichen Xy, Allgemein, Filmfälle ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

09.10.2026 um 17:46
Der Oberstaatsanwalt ist nicht Thema des Threads. Seinen Auftritt kann man mögen oder auch nicht. Tut nichts zur Sache


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

09.10.2026 um 18:00
Also ich habe schon bei sehr alten Filmfällen (1998 z. B. Fall Karin Elke H-K) Abweichungen von der Realität festgestellt. Das ist also kein neues Phänomen. Letztlich will die Kripo mit der Falldarstellung etwas erreichen. Man kann natürlich trotzdem über solche filmische Darstellungen spekulieren... aber muss eben im Kopf haben, dass man hier eher eine Kripo-Strategie diskutiert als die Realität.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

11.10.2026 um 10:26
Das hier eingestellte Video "Die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann" ist auf YT leider stark gekürzt.
Ungeschnitten läuft es ca. 90 Min.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

11.10.2026 um 17:30
Zitat von whoeverwhoever schrieb:Also ich habe schon bei sehr alten Filmfällen (1998 z. B. Fall Karin Elke H-K) Abweichungen von der Realität festgestellt.
Welche Abweichungen hast Du denn da festgestellt?


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

11.10.2026 um 18:50
@Jomei2810

Ich darf das ergänzen mit dem Video von Massengeschmack-TV, das fast zwei Stunden dauert:

Böse Angriffe auf Ede: ZDF demontiert Aktenzeichen XY
Youtube: Böse Angriffe auf Ede: ZDF demontiert Aktenzeichen XY | Betreutes Gucken #111
Böse Angriffe auf Ede: ZDF demontiert Aktenzeichen XY | Betreutes Gucken #111
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

Dauer 1:57:30

Habe die Geschwindigkeit auf 1.20 angehoben.
Wobei ich es mir noch nicht vollständig angesehen habe.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

11.10.2026 um 19:17
Zitat von emzemz schrieb:Ich darf das ergänzen mit dem Video von Massengeschmack-TV, das fast zwei Stunden dauert:
Oh, danke für den Hinweis, das kannte ich noch nicht.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

16.10.2026 um 11:52
Ich höre ja gerne den Podcast zu Aktenzeichen XY und in denen kommen ja gerne auch die entsprechenden Ermittler zu Wort. Ich weiß leider nicht mehr um welchen Fall es genau ging, aber bei einem hatte sich ein Ermittler kritisch über die Machart "seines" Falles geäußert. Laut ihm sei die damalige Darstellung des Filmfalles stark von den tatsächlichen Geschehnissen abgewichen und er meinte das dem zuständigen Filmemacher diese quasi zu undramatisch waren.

Es ist in meinen Augen schon schwierig dass sich da jemand in diesem Bereich selbst verwirklichen will und lieber einen absurden Tatort nachstellt, weil man dann eben auch das Risiko eingeht, dass potentielle Hinweisgeber davon absehen sich zu melden.

Natürlich gibt es auch die Fälle, in denen gezielt abweichende Darstellungen gezeigt werden um den Täter zu reizen. Natürlich ist das nur dann sinnvoll wenn man den Täter bereits kennt, diesen aber bisher noch nicht stichhaltig belasten konnte.

Ich kann mich auch an einen Fall erinnern, bei dem noch andere verwirrt waren wieso man diesen denn zeigt. Da gab es wirklich kaum etwas stichhaltiges und auch keine Nachkommen, die Interesse hätten, dass der Fall gelöst wird.
Da stellte sich mit dir Frage wieso dieser so dargestellt und überhaupt gezeigt wurde.
Versteht mich richtig, jeder fall verdient eine Lösung. Aber wenn man schon etwas bei Aktenzeichen zeigt hat dies ja einfach einen trifftigen Grund.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

16.10.2026 um 13:17
@Herbstkind

Den Täter zu "reizen", würde man vielleicht aufgrund einer Täteranalyse tun- zum Beispiel, weil man davon ausgeht, dass der Täter narzistische Züge hat und es ihm um Selbstdarstellung geht...
... nur eine Vermutung.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

16.10.2026 um 15:12
@Pusteblume82
Ich gehe auch davon aus dass man da im Vorfeld entsprechende Analysen getätigt hat oder sogar schon weiß um wen es sich dabei handelt.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

16.10.2026 um 18:05
Vielleicht sollten wir uns darauf besinnen, um was es sich bei xy handelt, nämlich um eine Unterhaltungssendung, die tatsächliche Kriminalfälle als Thema zugrunde legt. Entsprechend werden die Filmbeiträge aufbereitet. Es bedeutet aber keinesfalls, dass dort nur polizeilich ermittelte Fakten gezeigt werden.

Frauke Liebs z. B. bezahlt im Pub einen Drink von 12 Euro nochwas am Tresen mit einem Geldschein, bekommt Wechselgeld zurück und hat dann nur noch 5 Euro einstecken. Das hat zwar keine Bedeutung, lässt aber doch erkennen, wie genau man es mit Details nimmt.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

16.10.2026 um 22:47
@emz
Also ich meine ja, dass der Begriff "Unterhaltungssendung" das Thema eher nicht trifft. Man schaut ja keinen Tatort. Es geht um echte, persönliche Schicksale- ich empfinde das nicht als "unterhaltend"!


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

17.10.2026 um 13:16
Zitat von Pusteblume82Pusteblume82 schrieb:Also ich meine ja, dass der Begriff "Unterhaltungssendung" das Thema eher nicht trifft.
Naja, die Aufgabe ist ja einerseits gewissermaßen, dass die Zuschauer "bei der Stange gehalten" werden und auch wirklich zuschauen. Wenn in der Sendung 90 Minuten lang nur Polizeiprotokolle vorgelesen werden würden, dann wäre das Interesse schnell erlahmt und kein Mensch würde mehr zuschauen, also auch keiner mehr Hinweise geben.

Also müssen die Filme bis zu einem bestimmten Punkt schon so gestaltet werden, dass es auch irgendwie spannend ist. Das funktioniert natürlich nur zum Teil, denn wenn z. B. ein Supermarkt überfallen wird, ist ja klar, dass der Täter reinkommt, der Verkäuferin die Pistole unter die Nase hält und schreit "Geld her!" - da weiß man ja was passiert.

Andererseits geht es dabei aber eben doch um die Aufklärung von Verbrechen. Sonst könnte man sich das ganze Zinnober mit Ermittlern und Staatsanwälten, den Telefonen usw. auch sparen und einfach True-Crime-Reportagen zeigen.

Daher ist es z. B. sicher nicht so, dass die Fälle einfach mal so zu Unterhaltungszwecken ganz umgemodelt werden. Also z. B. wenn eine alte Dame umgebracht wurde, die als Rentnerin in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Hochhaus wohnt, wird man sicher nicht sagen: "Nee, Hochhaus, das ist doof, wir verlegen das ganze in eine herrschaftliche Villa und machen aus der Frau eine reiche Unternehmerin, das ist doch viel spannender für die Zuschauer!" Oder wenn das Opfer im Stadtpark überfallen wurde, dann wird man auch nicht sagen: "Nee, Stadtpark, das hatten wir doch erst letztes Mal in der Folge, das machen wir mal anders! Wir hatten schon lange nicht mehr, dass jemand nachts wach wird und vor dem Bett steht ein maskierter Mann - so machen wir das!"

Sondern die Punkte, die für die Ermittlung wichtig sind, sind mit Sicherheit "gesetzt" und dürfen nicht verändert werden. Also Tatort, Tatbegehung und Aussagen von Zeugen.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

17.10.2026 um 14:42
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Daher ist es z. B. sicher nicht so, dass die Fälle einfach mal so zu Unterhaltungszwecken ganz umgemodelt werden. Also z. B. wenn eine alte Dame umgebracht wurde, die als Rentnerin in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Hochhaus wohnt, wird man sicher nicht sagen: "Nee, Hochhaus, das ist doof, wir verlegen das ganze in eine herrschaftliche Villa und machen aus der Frau eine reiche Unternehmerin, ...
Da erinnere ich mich an den Fall Birgit Rösing. Bei XY zeigte man ein freistehendes Haus, so wie man es bei einem Augenarzt mit vier Kindern erwarten würde. In einem späteren Film der Staatsanwaltschaft, da schwenkte die Kamera auf den Straßennamen, auf das Wohnhaus, und die Adresse war zweifelsfrei nachzuvollziehen. Die sechsköpfige Familie hatte in einem ganz üblichen Reihenhaus gewohnt.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

17.10.2026 um 15:30
Zitat von emzemz schrieb:Da erinnere ich mich an den Fall Birgit Rösing. Bei XY zeigte man ein freistehendes Haus, so wie man es bei einem Augenarzt mit vier Kindern erwarten würde.
Das stimmt, aber da ist der Unterschied zwischen Hochhaus und Villa schon ein wenig größer. Und der sachliche Unterschied (in einem Hochhaus wohnen mehr Leute und gehen demnach auch mehr ein- und aus) ist auch größer.

Das hat dann schon was mit der Relevanz zu tun, die das für den Fall hat. Und irgendwelche Spezialisten, die dann mit "Was, das soll 1975 spielen? Aber der Fernseher da beim Opfer im Wohnzimmer ist doch ein Grundig XYZ123, der kam doch erst 1978 auf den Markt!" um die Ecke kommen, wird man immer finden.

Es ist dann nun mal die Abwägung, was wirklich relevant ist und wo man bei der Umsetzung Kompromisse machen muss weil man z. B. keinen genau passenden Drehort hat oder eben im Fundus gerade kein Fernseher von 1973 zur Hand war (oder kein Fernsehsammler, der einem das sagt...).


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

19.10.2026 um 20:23
Zitat von Pusteblume82Pusteblume82 schrieb:Also ich meine ja, dass der Begriff "Unterhaltungssendung" das Thema eher nicht trifft. Man schaut ja keinen Tatort. Es geht um echte, persönliche Schicksale- ich empfinde das nicht als "unterhaltend"!
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Naja, die Aufgabe ist ja einerseits gewissermaßen, dass die Zuschauer "bei der Stange gehalten" werden
Ich sehe Aktenzeichen XY auch nicht als Unterhaltungssendung an.

Bei dieser Sendung werden mithilfe der Ermittlungsbehörden versucht Kriminalfälle zu lösen. Dies als Unterhaltungssendung zu deklarieren empfinde ich als höchst unseriös.
Aber: natürlich durchläuft die Sendung im Laufe der Zeit auch einen Wandel und man versucht die Geschehnisse auf eine Art und Weise darzustellen, die ansprechend ist, aber echt nicht auf eine reißerische Art und Weise. Es dürfte ja jedem bewusst sein dass wenn man das Ganze staubtrocken zeigen würde, es sich kaum wer anschauen würde.

Es handelt sich hierbei ja auch um eine Produktion eines öffentlich-rechtlichen Senders, bei dem nun mal der Anspruch herrschen dürfte, das bei Aufzeigen wahrer Kriminalfälle die entsprechende Seriosität vorhanden ist und keine billige Aufmerksamkeitshascherei.

Ich schaue mir durchaus auch diverse unterschiedliche True Crime Dokumentationen an, bei bspw. von ARD und ZDF bis hin zu Joyn oder auch Netflix.

Gerade bei den Plattformen, die eher für Unterhaltung bekannt sind, gibt es mal mehr, mal weniger gut gemachte Dokus und viele sind eben nicht wirklich neutral, sondern bewusst mit einer bestimmten Intention versehen.
Diese verstehe ich dann als tatsächliche Unterhaltungssendungen an, auch wenn es um wahre Kriminalfälle geht. Aber da ist auch oft der Grad schmal zu sagen, jetzt ist es noch als dem Thema angemessen zu betrachten...


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

22.10.2026 um 20:16
Zitat von kf1801kf1801 schrieb am 09.10.2026:Ist es in Deinem Sinn, wenn Beiträge zu Fällen, die im Forum bereits einen eigenen "Thread" haben, auch dort gepostet werden sollen?
Ich denke, ansonsten entgleitet die Diskussion ins Unübersichtliche und hat nichts mehr mit Deinem Eingangsbeitrag zu tun.
Sorry erstmal, dass ich mich als Ersteller bisher nicht beteiligt habe, aber Urlaub geht vor ;-)

Es ging mir tatsächlich weniger um die Fälle an sich, zu vielen hier gibt es mehr als ausführliche Diskussionen. Meine Intention ist es repräsentative Beiträge zusammenzutragen, wo etwas sich im Nachhinien als sehr ähnlich wie im Filmfall vorgetragen hat, oder eben auch nicht.

In diesem Sinne gibt es ja viele geklärte Fälle, zu denen in XY Filmbeiträge gesendet wurden, die sich im Nachgang analysieren lassen.

Das ließe dann wiederum Rückschlüsse zu, was, wann und möglicherweise warum in den Filmfällen auf eine bestimmte Weise dargestellt oder besonders hervorgehoben wurde.

Mein "Problem" bei vielen der spannden hier diskutierten Fälle ist, dass sich krampfhaft an bestimmten Szenen oder Tatsachen aus Filmfällen "hochgezogen" und ewig spekuliert wird.

Natürlich ist klar, dass die die XY-Beiträge häufig eine wesentliche Quelle der Berichterstattung sind, aber warum werden bestimmte Details so überzeichnet, andere, die vermutlich durchaus der Polizei bekannt, sind aber weg gelassen. Das ist aus meiner Sicht nicht immer mit Täterwissen zu erklären, welches man nicht preisgeben möchte.


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Darstellung der Filmfälle in Aktenzeichen XY…

25.10.2026 um 22:00
Zitat von Pitmaster_CPitmaster_C schrieb am 22.10.2026:Mein "Problem" bei vielen der spannden hier diskutierten Fälle ist, dass sich krampfhaft an bestimmten Szenen oder Tatsachen aus Filmfällen "hochgezogen" und ewig spekuliert wird.
Die Frage ist dabei aber auch, was nun wirklich relevant ist und irgendeine Information transportieren soll und was nun einfach zufällig in dem Film so ist, ohne dass dem eine bestimmte Absicht zugrunde lag. Und da kommt es eben immer weder vor, dass man sich an Details hochzieht und darin irgendeine Botschaft lesen will.

Also wenn z. B. jemand spurlos verschwunden ist und dann wird im Film eine Wohnung gezeigt wo rote Vorhänge im Wohnzimmer hängen - und dann heißt es "Oh, da hängen rote Vorhänge, damit will man dem Zuschauer sagen, dass man von einem Mord ausgeht!"

Auf die Idee, dass da nur zufällig irgendeine Wohnung als Drehort angemietet wurde wo dann eben zufällig rote Vorhänge waren, kommen manchen Leute dann aber nicht sondern wollen unbedingt etwas "herauslesen".


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