@GonzoX Ich denke es ist eher unwahrscheinlich, dass der Fall mit den Serien im Raum Heidelberg oder Elbe-Weserraum zusammen hängt.
Gerne möchte ich meine Gedanken dazu erläutern.
Zeitrahmen:
Die meisten Morde der Serien fanden in den 70iger Jahren statt die Morde in Cuxhaven frühe/mitte 80iger, Heidi ist jedoch erst 1996 verschwunden. Sprich es liegen mehr als 10 Jahre zwischen den letzten Morden der Serien und dem verschwunden von Heidi, vorher gab es keine längere Pausen zwischen den Fällen.
Geografie/Ablageort:
Der Ablageort sowie auch die letzte Sichtung befinden sich mehrere hundert - 1000 Kilometer von den anderen Morde entfernt. Der Ablageort im Fall Heidi spricht stark für einen Täter der die Gegend und insbesonders den Ablageort gut kannte. Sprich der Täter hatte sehr wahrscheinlich 1996 seinen Wohn- oder Arbeitsort in der Region Limmattal oder hatte sonst einen starken Bezug zur Gegend. Der Ablageort wurde damals sehr gut gewählt (sehr dichter und junger Tannenwald direkt am Forstweg), was dazu führte, dass die Leiche erst Jahre später als die Bäume bereits etwas gewachsen sind gefunden werden konnte.
Kantonsgrenze/Zuständigkeit:
Heidi wurde zuletzt im Kanton Thurgau gesehen, darum wurden die Ermittlungen bis zur Identifikation der Leiche +-6 Jahre nach dem Verschwinden durch die Kantonspolizei Thurgau geleitet. Danach ging die Leitung an die Kantonspolizei Aargau/Staatsanwaltschaft Baden. Wäre die Leiche im Kanton Zürich abgelegt worden wäre Zürich zuständig gewesen. Aus Tätersicht macht es in meinen Augen keinen Unterschied ob die Kantonspolizei Zürich oder Aargau zuständig ist, beide Behörden haben einen guten Ruf und haben bei Mord sehr hohe Aufklärungsquoten. Für einen Wechsel der Zuständigkeiten hätte der Täter die Leiche auch einfach im Grenzgebiet Zürich/Thurgau ablegen können.
Typ der OpferDie Opfer der anderen Fälle haben meist braune/schwarze Haare, teilweise ähnliche Gesichtszüge und sind schlank. Heidi hatte rote Haare und war eher kräftig gebaut.
Artikel TazIch kann mir kaum vorstellen das der Artikel direkt etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Der Täter hätte wissen müssen wer Heidi ist und wie sie aussieht und das war 1996 nicht so einfach in Erfahrung zu bringen vor der Verbreitung des Internet. Weiter hätte der Täter wissen müssen wo und wann Heidi anzutreffen ist, was eigentlich gemäss dem Stand der Ermittlungen nicht sein kann.
Allgemein zum FallIch vermute anhand der bekannten Fakten einen regionalen männlichen Täter der die Wälder im Limmattal zum Tatzeitpunkt gut kannte und dort auch regelmässig anzutreffen war (Hundehalter, Wanderer, Waldarbeiter, Biker, Reiter, Jäger usw.). Die Begegnung mit dem Opfer denke ich war zufällig, 1996 war Autostopp in der Schweiz bereits selten, sprich eigentlich nicht planbar für den Täter.
Ich denke die folgenden Punkte sind ausschlaggebend dafür, dass der Mörder nicht gefasst werden konnte.
- Fehlende Zeugen
Leider gibt es keine Zeugen in welches Fahrzeug Heidi eingestiegen ist, obwohl die Raststätte um diese Zeit belebt war und die Polizei alles mögliche unternommen hat mögliche Zeugen zu finden. Auch auf dem weiteren Weg und am Ablageort gab es leider keine Sichtungen, was eventuell auch am Wetter zur Tatzeit liegen könnte (12-13 Grad und Nieselregen/Nebel).
- lange Liegezeit
Die Leiche lag mehr als 4 Jahre im Wald bis diese gefunden werden konnte. Die Identifikation dauerte danach auch fast noch zwei Jahre, sprich selbst wenn der Täter damals auf dem Weg zum Ablageort beobachtet worden wäre hätten sich Zeugen Jahre später wohl kaum mehr daran erinnert. Beweise wurden am Ablageort durch die lange Liegezeit leider auch nur wenige gefunden (keine DNA, Fingerabdrücke usw.).
-Täterprofil
Die Polizei verfügt wohl über ein relativ konkretes Täterprofil hat dies jedoch gemäss leitendem Ermittler nie veröffentlicht um Gerüchten und Anschuldigungen vorzubeugen. Ich gehe davon aus, dass die Polizei Vermutungen hat welche Personen es gewesen sein könnten, nur ohne Beweise oder Zeugen konnte man die Tat wohl niemandem nachweisen.