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Mord an Heidi Scheuerle

125 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Skelett, Heidi Scheuerle, Spreitenbach ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Heidi Scheuerle

09.05.2026 um 14:27
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb am 22.03.2022:Ich gehe von einem erwachsenen, überregional mobilen Mehrfachtäter aus.
Das denke ich auch.
Es macht also Sinn, diesen Täter in die uns zahlreich bekannten und hier diskutierten Serienkiller einzuordnen.

Das naheliegende Kriteritum wäre dann tatsächlich: das Überschreiten von Grenzen zur Leichenablage.

Dieses kann gerade bei Tramperinnen-Morden sicher auch unbewusst geschehen. Also es war vermutlich keine Seltenheit, dass der Mörder mit einem Opfer eine gewisse Strecke zurücklegte, um in eine einsame Gegend zu gelangen, wo er sich dann in Ruhe und unbeobachtet der Leiche entledigen konnte. Das Überqueren einer Grenze war dann nur Zufall.

Wenn es aber - wie im Falle des (fiktiven) Münster-/Heidelberg-/Cuxh.-Killers gleich fünf mal hintereinander geschah, muss man wohl davon ausgehen, dass dieses zur Routine des Täters gehörte.
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 14) (Beitrag von GonzoX)

Diese Annahme verstärkt sich noch, wenn die Leichenablage sehr nah an der Grenze liegt. Und wenn diese auch noch "unsichtbar" ist. Also beispielsweise mitten in einem Wald liegt - und nicht durch einen Fluss gezogen wird oder durch ein Ortsschild angezeigt wird.

Aufgrunddessen würde ich also Heidis Killer - auch wenn keine weiteren Taten bekannt sind - so charakterisieren.

Von so einem Täter könnte man auch annehmen, dass er ein gewisses geographisches Interesse hat (hatte).
Er besaß bzw. hinterließ sicher zahlreiche detaillierte Landkarten (mit Kennzeichnung der Landes- und Landkreisgrenzen). Und unternahm vermutlich auch gern spezielle Wanderungen in eigentlich touristisch uninteressanten Gegenden und navigierte gekonnt mit seinem Kompass.


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Mord an Heidi Scheuerle

09.05.2026 um 15:04
Weiterhin sehr speziell ist dieser taz-Artikel Heidis bezüglich des Trampens wenige Monate vor ihrer Ermordung.

Dieses kann ein Riesenzufall sein, eine "Ironie des Schicksals" - oder aber der erfahrene Täter fühlte sich angesprochen und reagierte auf seine Weise.

So etwas vermuteten wir auch in der Elbe/Weser-Diskussion:

Frauenmorde im Elbe-/Weserraum (Seite 34) (Beitrag von GonzoX)

Ausgerechnet am Abend des Verschwindens Anja Beggers lief im TV 1977 die 100. Folge von Aktenzeichen XY.
Diese wurde auch damals schon von kritischen Kommentaren begleitet (ganz ähnlich Heidis taz-Artikel).

Am Tag (oder kurz vorher) als das 2., 5. und 6. Opfer der Serie verschwanden, erschienen Tramp-Warnungen in der örtlichen Tageszeitung


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Mord an Heidi Scheuerle

09.05.2026 um 15:21
hier noch ein link zum Thema:

Frauenmorde im Elbe-/Weserraum (Seite 67) (Beitrag von GonzoX)


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Mord an Heidi Scheuerle

20.05.2026 um 15:33
@GonzoX
Ich denke es ist eher unwahrscheinlich, dass der Fall mit den Serien im Raum Heidelberg oder Elbe-Weserraum zusammen hängt.
Gerne möchte ich meine Gedanken dazu erläutern.

Zeitrahmen:
Die meisten Morde der Serien fanden in den 70iger Jahren statt die Morde in Cuxhaven frühe/mitte 80iger, Heidi ist jedoch erst 1996 verschwunden. Sprich es liegen mehr als 10 Jahre zwischen den letzten Morden der Serien und dem verschwunden von Heidi, vorher gab es keine längere Pausen zwischen den Fällen.

Geografie/Ablageort:
Der Ablageort sowie auch die letzte Sichtung befinden sich mehrere hundert - 1000 Kilometer von den anderen Morde entfernt. Der Ablageort im Fall Heidi spricht stark für einen Täter der die Gegend und insbesonders den Ablageort gut kannte. Sprich der Täter hatte sehr wahrscheinlich 1996 seinen Wohn- oder Arbeitsort in der Region Limmattal oder hatte sonst einen starken Bezug zur Gegend. Der Ablageort wurde damals sehr gut gewählt (sehr dichter und junger Tannenwald direkt am Forstweg), was dazu führte, dass die Leiche erst Jahre später als die Bäume bereits etwas gewachsen sind gefunden werden konnte.

Kantonsgrenze/Zuständigkeit:
Heidi wurde zuletzt im Kanton Thurgau gesehen, darum wurden die Ermittlungen bis zur Identifikation der Leiche +-6 Jahre nach dem Verschwinden durch die Kantonspolizei Thurgau geleitet. Danach ging die Leitung an die Kantonspolizei Aargau/Staatsanwaltschaft Baden. Wäre die Leiche im Kanton Zürich abgelegt worden wäre Zürich zuständig gewesen. Aus Tätersicht macht es in meinen Augen keinen Unterschied ob die Kantonspolizei Zürich oder Aargau zuständig ist, beide Behörden haben einen guten Ruf und haben bei Mord sehr hohe Aufklärungsquoten. Für einen Wechsel der Zuständigkeiten hätte der Täter die Leiche auch einfach im Grenzgebiet Zürich/Thurgau ablegen können.

Typ der Opfer
Die Opfer der anderen Fälle haben meist braune/schwarze Haare, teilweise ähnliche Gesichtszüge und sind schlank. Heidi hatte rote Haare und war eher kräftig gebaut.

Artikel Taz
Ich kann mir kaum vorstellen das der Artikel direkt etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Der Täter hätte wissen müssen wer Heidi ist und wie sie aussieht und das war 1996 nicht so einfach in Erfahrung zu bringen vor der Verbreitung des Internet. Weiter hätte der Täter wissen müssen wo und wann Heidi anzutreffen ist, was eigentlich gemäss dem Stand der Ermittlungen nicht sein kann.

Allgemein zum Fall
Ich vermute anhand der bekannten Fakten einen regionalen männlichen Täter der die Wälder im Limmattal zum Tatzeitpunkt gut kannte und dort auch regelmässig anzutreffen war (Hundehalter, Wanderer, Waldarbeiter, Biker, Reiter, Jäger usw.). Die Begegnung mit dem Opfer denke ich war zufällig, 1996 war Autostopp in der Schweiz bereits selten, sprich eigentlich nicht planbar für den Täter.
Ich denke die folgenden Punkte sind ausschlaggebend dafür, dass der Mörder nicht gefasst werden konnte.

- Fehlende Zeugen
Leider gibt es keine Zeugen in welches Fahrzeug Heidi eingestiegen ist, obwohl die Raststätte um diese Zeit belebt war und die Polizei alles mögliche unternommen hat mögliche Zeugen zu finden. Auch auf dem weiteren Weg und am Ablageort gab es leider keine Sichtungen, was eventuell auch am Wetter zur Tatzeit liegen könnte (12-13 Grad und Nieselregen/Nebel).

- lange Liegezeit
Die Leiche lag mehr als 4 Jahre im Wald bis diese gefunden werden konnte. Die Identifikation dauerte danach auch fast noch zwei Jahre, sprich selbst wenn der Täter damals auf dem Weg zum Ablageort beobachtet worden wäre hätten sich Zeugen Jahre später wohl kaum mehr daran erinnert. Beweise wurden am Ablageort durch die lange Liegezeit leider auch nur wenige gefunden (keine DNA, Fingerabdrücke usw.).

-Täterprofil
Die Polizei verfügt wohl über ein relativ konkretes Täterprofil hat dies jedoch gemäss leitendem Ermittler nie veröffentlicht um Gerüchten und Anschuldigungen vorzubeugen. Ich gehe davon aus, dass die Polizei Vermutungen hat welche Personen es gewesen sein könnten, nur ohne Beweise oder Zeugen konnte man die Tat wohl niemandem nachweisen.


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Mord an Heidi Scheuerle

21.05.2026 um 14:23
Gonzox und Phö - Gratulation, die ersten, die mit grosser Wahrscheinlichkeit, mal etwas Vernünftiges geschrieben haben-Gratulation ! Ich darf Euch etwas dazu geben. Der Fundort: Heitersbergwald - in der Mitte dieser Waldstrasse, gibt es einen Parkplatz. Dieser wird seit dem aufkommen des Internets, auch als Treffpunkt für Sexwillige benutzt. An zu treffen sind hier Leute mit Camper aus allen umliegenden Staaten. ( Auch Prostituierte -zBsp. aus Oe ) --Serienmörder ? Nun ja, es gibt einen ungeklärten Fall: Die unbekannte Tote von Todtmoos -Süddeutschland. Die Kleider der Toten stammen aus der Schweiz. XY berichtigte. Ich habe hier alle Vermisstenmeldungen durchsucht- nichts ! Ich habe den Wald Heitersberg gut 100 Std. abgesucht - nichts ! Allerdings ist dieser Wald aufgrund eines Sturmes nicht mehr das, wie vorher. Uebrigens: Von der Zürcher Seite her, ist Fahrverbot ! Also kommt die Zufahrt nur von Spreitenbach her, in Frage. Auf die Frage, dass sich hier eine Täterschaft ausgekannt haben müsste- Nein ! Habe während meiner Suche nach weiteren Effekten , keine einzige Person angetroffen ! Und das meistens an Samstagen ! Ich habe Camper befragt, bin auf eine Mauer des Schweigens .... Na ja, kann man sich vorstellen...


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