kaktuss schrieb am 18.03.2026:Soll auch heißen, dass wenn diese Welt so wie sie als Gegenstand ist unerkennbar ist, dann gibt es keine Wahrheit.
Vorsicht, wenn diese Vorstellung scheinbar zu deiner Wahrheit wird, dann wirst du nur noch Vorgestelltes sehen.
Deine Aussage ist widersprüchlich, weil sie selbst einen Wahrheitsanspruch über die Erkennbarkeit der Welt erhebt, und damit genau das voraussetzt, was sie zugleich für unmöglich erklärt.
Wahrheit ist eine Beschreibung, eine Rechnung, über etwas. Absolut identisch mit dem was tatsächlich ist, kann das Errechnete in Hinblick auf die Welt, nie gänzlich sein.
Das aufgenommene Bild einer Blume, ist und kann, eben nie die tatsächliche Blume selbst sein. Bedeutet aber nicht, dass nichts von dem aufgenommenen Bild der tatsächlichen Blume entspricht.
Wenn du Echtes, Wahres, im Absoluten suchst, so kannst du es nur durch, und in Hinblick auf dich selbst finden. Ohne ein zutun einer Rechnung, ohne ein Bild das von etwas gemacht werden muss, ohne ein Aufnehmen, da man selbst bereits ist.
Das Paradoxe bei meiner letzten Aussage: Jede Beschreibung, jeder Weg zu dir selbst, als auch mein letzter Satz, ist bereits eine Rechnung über etwas, was fern von Begrifflichkeit und Worten wie "echt, wahr, absolut" ist.