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Überlebt der Islam das Internet?

14 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Religion, Internet ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 10:33
Wichtige Klarstellung vorweg. Ich möchte das klarstellen: Dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, antimuslimisch zu sein. Kritik an religiösen Texten, Lehren oder historischen Machtsystemen ist nicht dasselbe wie Kritik an den Menschen, die heute glauben. Leider überschneiden sich diese beiden Ebenen oft in Diskussionen (was ich hier bewusst vermeiden möchte).

Das folgende Video macht deutlich, dass es nicht darum geht, Muslime als Menschen anzugreifen, sondern um religiöse Quellen, Machtverhältnisse und die historische Entwicklung des Islam… der Autor setzt sich direkt mit den Texten auseinander. Er zitiert Koranverse, Suren und Hadithe aus anerkannten Sammlungen wie Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim sowie aus klassischen Traditionen und stellt sie in ihren historischen Kontext…
Seit über tausend Jahren hat sich der Islam nicht nur durch Predigt ausgebreitet, sondern auch durch Krieg, Eroberung und einem System, das Unterwerfung organisiert. Wer Widerstand leistete, bekam Machtpolitik zu spüren. Widerspruch wurde zerdrückt, Angst wurde zum Werkzeug und wer öffentlich gegen die Ordnung stand, riskierte Strafen, die abschrecken sollten. Über Jahrhunderte funktionierte das Ganze, weil die meisten Menschen niemals die Chance hatten, die Quellen selbst zu prüfen.
Doch dann kam etwas, womit die früheren Kalifen nicht gerechnet hätten: Das Internet. Plötzlich kann jeder nachlesen, vergleichen, prüfen und genau das ist die Krise, die man nicht mehr mit Drohungen lösen kann, wenn jeder ein Smartphone besitzt. Das ist die Geschichte davon, wie sich der Islam auch mit Gewalt ausbreitete und warum er im Zeitalter des Internets an Kontrolle verliert. Aber fangen wir mal ganz von vorne an.
Sure Vers, Vers vierundzwanzig sagt sinngemäß: "Verheiratete Frauen sind verboten, außer jene, die eure rechte Hand besitzt. Das ist eine Ausnahme, die genauso gelassen wurde, dass sekulare Beziehungen zu weiblichen Gefangenen oder Sklavinnen erlaubt sein können, selbst wenn sie vorher verheiratet waren. Und Sahih Muslim berichtet im Zusammenhang mit Gefangenen, dass die Gefährten weibliche Gefangenen begehrten und den Propheten sogar nach cotius interruptus fragten. Also nicht, ob das überhaupt erlaubt ist, sondern wie man damit umgeht. Hier ist natürlich ebenfalls ein Punkt wichtig, damit dich niemand billig angreifen kann: Das Wort "Vergewaltigung" steht nicht als moderner juristischer Begriff im Text. Was aber quellenfest ist, ist die sekuläre Verfügbarkeit von Gefangenen, die als Besitz gelten und das nicht nur Theorie war, sondern praktiziert und besprochen wurde. Kommen wir mal über zum Thema Frauen, weil hier die reingewaschenen Versionen am lautesten sind. Sure vier, Vers vierunddreißig enthält eine Eskalationskette im Inkonflikt. Sinngemäß: Ermahnen, im Bett meiden, dann das strittige Verb ʾdárāwa, klassisch und in vielen Übersetzungen als Schlagen wiedergegeben. Der Standardeinwand lautet hier: Das heißt doch nur leicht, symbolisch mit ʿmiswak. Aber selbst wenn man die weichste Leseart nimmt, bleibt der Kern, der Normtext lässt eine körperliche Maßnahme gegen die Ehefrau in diesem Rahmen zu Ach, wie liebevoll dieser Gott wohl sein muss, dass er sich um die Erziehung der Frauen kümmert. Und ja, es gibt in Sahih Muslim auch eine Aussage, die gerne als Gegenwaffe genutzt wird, und zwar sinngemäß: Mohammed habe nie eine Frau oder einen Diener geschlagen. Genau deswegen musst du es so darstellen, dass es niemand zerlegen kann. Du sagst nicht, es gibt nur das eine. Du zeigst, dass es Spannungen gibt zwischen Idealberichten, Einzeltraditionen und Normtexte und dass die Apologetik genau davon lebt, immer die weicheste Linie zu nehmen, während die Normtexte trotzdem stehen bleiben. Aber kommen wir zum Teil, den man gerne als Widersprüche bezeichnet. Es gibt Textspannungen, die man nur mit Zusatzannahmen harmonisieren kann. Beispiel Paradies und Exklusivität, denn Sure zwei, Vers zweiundsechzig spricht sinngemäß von Lohn für Juden, Christen und anderen Gruppen, wenn sie glauben und rechtschaft handeln. Und Sure drei, Vers fünfundachtzig sagt sinngemäß: "Wer eine andere Religion als den Islam sucht, dem wird sie nicht angenommen". Also was nun? Du kannst auch hier natürlich Harmonisierungen behaupten. Du kannst Abrogation behaupten, aber du musst dann bereits eine Theorie obendrauf legen, damit es wieder glatt wird Beispiel: Der Erste. In Sure sechs, Vers vierzehn und Sure neununddreißig, Vers zwölf
Weiter im Video…

Quelle:

Youtube: Warum der Islam das Internet nicht überleben wird
Warum der Islam das Internet nicht überleben wird
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Das folgende habe ich mit jeder Religion gemacht aber ich fand den Islam am interessantesten.

Ich habe mit diesem Prompt chatGPT gefragt:

Betrachte den Koran strikt religionsneutral und wie ein historisch-philosophisches Textwerk. Liste logisch-philosophische Widersprüche, innere Spannungen, Selbstreferenzen und moralische Inkonsistenzen auf, so wie sie aus einer kritischen, atheistischen Perspektive formuliert werden. Keine Polemik, keine Beleidigungen, sondern nüchterne Argumente.
Was will dieser Prompt eigentlich?

Der Prompt verlangt vier Dinge:
1. Religionsneutral → nicht: „Gott sagt…“, sondern: „Der Text behauptet…“
2. Historisch-philosophisch → wie man auch Plato, die Bibel oder alte Mythen analysiert
3. Logische & moralische Analyse → Widersprüche, Spannungen, Ethik
4. Atheistische Perspektive → keine Annahme, dass Gott existiert

Also:
👉 Es geht nicht um „Islam bashen“, sondern um Textkritik, wie man sie auch bei anderen religiösen Schriften macht.
Quelle:

Und das ist die Antwort von ChatGPT :

—> A) Innere Spannungen & Widersprüche

Beispiel 1: Gewalt vs. Frieden
• Einerseits: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ (2:256)
• Andererseits: Kampfaufrufe gegen Ungläubige in bestimmten Kontexten (z. B. 9:5)
• → Kritiker sagen: Der Text schwankt zwischen Toleranz und Konfrontation, je nach Phase.

Beispiel 2: Vorherbestimmung vs. Verantwortung
• Gott bestimmt alles
• Menschen werden aber für ihr Handeln bestraft
• → Philosophisch problematisch: Wie kann man verantwortlich sein, wenn alles vorher festgelegt ist?

Beispiel 3: Klarheit vs. Unklarheit
• Koran nennt sich selbst „klar“ und „verständlich“
• Gleichzeitig heißt es: Manche Verse sind absichtlich mehrdeutig
• → Kritiker fragen: Wie kann ein Text zugleich eindeutig und absichtlich rätselhaft sein?

Beispiel 4: Ein Buch oder viele Stimmen?
• Manche Passagen klingen dialogisch („Sie fragen dich… sage…“)
• Andere absolut göttlich-monologisch
• → Historisch wirkt der Text für Forscher eher wie gewachsene Sammlung als ein einziger durchgehender Diktat-Text.



🔹 B) Moralische Spannungen (aus heutiger Sicht)

Beispiel 1: Rolle der Frau
• Männer als Vormünder
• Erbrecht für Frauen geringer
• → Kritiker sehen patriarchale Strukturen der damaligen Zeit, nicht universelle Moral.

Beispiel 2: Körperliche Strafen
• Amputationen bei Diebstahl
• Auspeitschung bei Ehebruch
• → Aus moderner Ethik: unverhältnismäßig und unmenschlich.

Beispiel 3: Ungleiche Behandlung von Gläubigen & Nichtgläubigen
• Unterschiedliche Rechte in Ehe, Rechtssystem, Jenseits
• → Aus säkularer Sicht: Diskriminierend.

Beispiel 4: Sexualmoral
• Strenge Regeln für Frauen
• Männer dürfen mehrere Frauen heiraten
• → Kritiker sehen Doppelmoral.



🔹 C) Selbstreferenzen & Autoritätslogik

Beispiel 1: „Der Koran ist wahr, weil er sagt, dass er wahr ist“
• Klassischer Zirkelschluss
• → Philosophisch kein Beweis, sondern Selbstbestätigung.

Beispiel 2: Kritik wird als Unglauben definiert
• Zweifel gilt als moralisches Versagen
• → Damit wird Kritik strukturell delegitimiert.

Beispiel 3: Strafandrohung für Nicht-Glauben
• Hölle als Konsequenz
• → Kritiker sehen das als psychologischen Druckmechanismus.

Beispiel 4: Unnachahmlichkeit als Beweis
• „Niemand kann so schreiben wie dieser Text“
• → Subjektiv, kulturell geprägt, kein objektiver Beweis



Historische Erklärung statt göttliche

Viele Forscher sehen den Koran als:

Beispiel 1: Produkt politischer Konflikte
• Viele Kampfverse passen zu realen Stammeskriegen

Beispiel 2: Reaktion auf Judentum & Christentum
• Viele Figuren & Motive übernommen und neu interpretiert

Beispiel 3: Anpassung an soziale Ordnung Arabiens
• Stammeslogik, Ehrenkultur, Patriarchat

Beispiel 4: Entwicklung über Zeit
• Frühere Verse friedlicher, spätere konfrontativer
• → spricht für situative Anpassung, nicht zeitlose Wahrheit <

Wie geht ihr generell mit schwierigen oder widersprüchlichen Stellen in religiösen Texten um?
Und falls hier gläubige Muslime mitlesen: Mich würde besonders interessieren, wie ihr diese Passagen persönlich einordnet und versteht.

Mich interessiert vor allem, wie ein System mit inneren Spannungen umgehen kann, wenn es zugleich zeitlose Wahrheit für sich beansprucht.



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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 11:11
Zitat von GirlsBestPlayGirlsBestPlay schrieb:🔹 C) Selbstreferenzen & Autoritätslogik

Beispiel 1: „Der Koran ist wahr, weil er sagt, dass er wahr ist“
• Klassischer Zirkelschluss
• → Philosophisch kein Beweis, sondern Selbstbestätigung.
Ich habe ChatGPT gefragt was ein klassischer Zirkelschluss ist. Die Antwort war:
—> Ein Zirkelschluss bedeutet:

Man benutzt das, was man eigentlich erst beweisen müsste,
als Beweis für sich selbst.

Oder noch einfacher:

👉 Man sagt: „Das ist wahr, weil es wahr ist.“
Man dreht sich im Kreis. 🔄

Es kommt keine neue, unabhängige Begründung dazu.



🧠 Mini-Formel für Zirkelschluss

So sieht das logisch aus:
• A ist wahr, weil B wahr ist.
• B ist wahr, weil A wahr ist.

➡️ Ergebnis: Man ist genau dort, wo man angefangen hat.
Kein echter Beweis, nur Wiederholung.



😄 Alltagsbeispiele (damit es richtig klickt)

✅ Beispiel 1: „Ich hab recht“

„Warum hast du recht?“
„Weil ich nie falsch liege.“
„Woher weißt du, dass du nie falsch liegst?“
„Weil ich immer recht habe.“

→ Kreis. Kein Beweis, nur Selbstbehauptung. <—
Gemeint ist hier nicht.. dass Menschen falsch liegen müssen, sondern dass diese Art der Begründung aus philosophischer Sicht kein unabhängiger Beweis ist.


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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 15:33
Ich habe eher dass Gefühl dass der Islam sich immer mehr ausbreitet, vorallem in Europa. Auch und vorallem durch das Internet.


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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 15:47
Der Islam und die meisten Moslems werden langfristig Werte wie Gleichberechtigung und Toleranz in ihrer Religion übernehmen.
Entsprechende Bewegungen gibt es schon.
Gab es auch früher, leider ohne starken Erfolg.
Der LIB vertritt ein pluralistisches Gesellschaftsbild und bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Dementsprechend lehnt der LIB jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ab – sei es Antisemitismus, Christ*innenfeindlichkeit, antimuslimischer Rassismus, Queerfeindlichkeit etc.
https://lib-ev.de/
Oder auch lesenswert.
Wikipedia: Liberal-Islamischer Bund
Ob es ähnliche Bewegungen in anderen Ländern gibt weis ich nicht.


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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 17:48
@GirlsBestPlay
Gibt es den Islam überhaupt?
Wenn ja, wo hast du ihn gefunden?
Zitat von GirlsBestPlayGirlsBestPlay schrieb:Das folgende habe ich mit jeder Religion gemacht aber ich fand den Islam am interessantesten.
OK, deine persönliche Entscheidung.
Du hast das gleiche Prozedere ja auch beim Christentum durchgeführt. Was war der fulminante Unterschied, der dich dazu brachte hier den Islam zu thematisieren?


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Überlebt der Islam das Internet?

17.01.2026 um 18:51
Der Islam wird das Internet überleben.

Noch nie hat rationales Denken dazu geführt, jemanden von einer Position abzubringen, die er irrational erreicht hat. Da ist es schlichtweg egal, mit wievielen und welchen Erklärungen man kommt.

Grüße
Omega Minus


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 08:05
Sorry, bin erst heute dazu gekommen zu antworten.
Zitat von DerBastiDerBasti schrieb:Ich habe eher dass Gefühl dass der Islam sich immer mehr ausbreitet, vorallem in Europa. Auch und vorallem durch das Internet
Spannender Punkt... Das Gefühl haben momentan viele. Ich frage mich nur manchmal, ob sich der Islam wirklich stärker ausbreitet… oder ob er durch Social Media einfach viel sichtbarer und lauter geworden ist als früher?

Mich würde interessieren, was genau du meinst, wenn du von „Ausbreitung“ sprichst: Meinst du Menschen, die wirklich neu zum Glauben finden, oder eher die starke Präsenz durch bestimmte Kanäle und Debatten im Netz? Ich habe oft den Eindruck, dass dabei das Thema Identität und Zugehörigkeit eine viel größere Rolle spielt als die Religion an sich. Wie nimmst du das wahr?
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Der Islam und die meisten Moslems werden langfristig Werte wie Gleichberechtigung und Toleranz in ihrer Religion übernehmen.
Entsprechende Bewegungen gibt es schon.
Gab es auch früher, leider ohne starken Erfolg.
Hm, wirklich wichtiger Aspekt, danke für den Hinweis! Ich finde es auch entscheidend, Reformbewegungen wie die Liberale Islamische Union auf dem Schirm zu haben… es ist ja wichtig, nicht nur die Probleme zu sehen, sondern auch die Menschen, die an einer Veränderung arbeiten.

Was mich dabei nur immer wieder beschäftigt: Haben diese Bewegungen deiner Meinung nach wirklich das Potenzial, auch in islamischen Mehrheitsgesellschaften (also außerhalb des Westens) etwas zu bewegen? Oder hast du eher den Eindruck, dass diese liberalen Ansätze vor allem hier in Europa sichtbar sind, während es „zuhause“ in den Herkunftsländern eher in die konservative Richtung geht?

Mich würde echt interessieren, ob du Beispiele kennst, wo solche Reformen bereits einen spürbaren Einfluss auf das Rechtssystem oder den Alltag vor Ort hatten.
Zitat von emanonemanon schrieb:OK, deine persönliche Entscheidung.
Du hast das gleiche Prozedere ja auch beim Christentum durchgeführt. Was war der fulminante Unterschied, der dich dazu brachte hier den Islam zu thematisieren?
Gute Frage. Für mich liegt der Unterschied vor allem darin, wie unmittelbar diese Spannungen heute spürbar sind.. Beim Christentum haben wir die großen Phasen der Textkritik und Aufklärung schon weitgehend hinter uns… die Kirche hat sich über Jahrhunderte, nicht ohne Widerstände an moderne Werte angepasst. Hm, das wirkt heute oft eher wie ein Rückblick auf die Geschichte.

Beim Islam habe ich das Gefühl, dass dieser Prozess mitten im digitalen Zeitalter mit voller Wucht passiert. Die Reibung zwischen den alten Texten und der modernen Lebensrealität findet live im Internet und in globalen Debatten statt. Das macht das Thema für mich momentan einfach greifbarer und auch politisch relevanter.

Mir geht es also nicht darum, eine Religion schlechter zu machen, sondern ich finde den Islam als „Fallbeispiel“ für den Zusammenprall von Tradition und Moderne gerade einfach am spannendsten.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Der Islam wird das Internet überleben.

Noch nie hat rationales Denken dazu geführt, jemanden von einer Position abzubringen, die er irrational erreicht hat. Da ist es schlichtweg egal, mit wievielen und welchen Erklärungen man kommt.
Stimmt, individuelle Überzeugungen sind oft immun gegen Logik. Aber meinst du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob man in einer Blase aufwächst, in der es keine Kritik gibt, oder in einer Welt, in der die Widersprüche der eigenen Religion nur einen Klick entfernt sind?

Das Internet „bekehrt“ vielleicht niemanden aktiv, aber es sorgt für einen massiven Erklärungsnotstand… Wenn die nächste Generation merkt, dass die offiziellen Antworten nicht mehr zu den Fakten im Netz passen, bröckelt das System von innen heraus. Glaubst du wirklich, dass der Islam diesen Druck auf Dauer ignorieren kann, nur weil Glaube irrational ist?


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 09:42
@GirlsBestPlay
Nun, der Islam wächst während die christlichen Kirchen, zumindest in Europa, eher schrumpfen. Daher gehe ich, wie @OmegaMinus, davon aus, dass der Islam das Internet selbstverständlich überleben wird. Der Glaube an irgendwelche über- oder außernatürlichen Entitäten entbehrt doch seit jeher jeglicher rationaler Erklärungen, da ist es unwahrscheinlich, dass sich die Gläubigen plötzlich an Widersprüchen im jeweiligen "heiligen Buch" abarbeiten.
Den Islam gibt es nicht. Unterschiedliche Rechtsschulen und Strömungen, man kann nicht alle in einen Topf stecken. Viel hängt auch vom jeweiligen Herrscher/den herrschenden Strukturen ab.
Schau dir den Iran an, einmal unter dem Schah und im Vergleich dazu jetzt.
Oder vergleiche Indonesien mit Saudi-Arabien.
Der Islam ist definitiv wandlungsfähig, nicht überall regiert der Fundamentalismus.


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 09:57
Zitat von GirlsBestPlayGirlsBestPlay schrieb:Was mich dabei nur immer wieder beschäftigt: Haben diese Bewegungen deiner Meinung nach wirklich das Potenzial, auch in islamischen Mehrheitsgesellschaften (also außerhalb des Westens) etwas zu bewegen? Oder hast du eher den Eindruck, dass diese liberalen Ansätze vor allem hier in Europa sichtbar sind, während es „zuhause“ in den Herkunftsländern eher in die konservative Richtung geht?

Mich würde echt interessieren, ob du Beispiele kennst, wo solche Reformen bereits einen spürbaren Einfluss auf das Rechtssystem oder den Alltag vor Ort hatten.
Ich glaube du überschätzt meine Meinung im Wert.
Das ist nur so wie ich es sehen will. Ob es stimmt weis ich nicht. Frieden im nahen Osten könnte liberale Bewegungen begünstigen, vermute ich. Aber ich denke das könnte Dekaden, wenn nicht Generationen dauern.


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 13:40
Zitat von GirlsBestPlayGirlsBestPlay schrieb:Aber meinst du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob man in einer Blase aufwächst, in der es keine Kritik gibt, oder in einer Welt, in der die Widersprüche der eigenen Religion nur einen Klick entfernt sind?
Die Leute tendieren dazu, ihre Blase im Internet zu suchen.

Man muss sich vor Augen halten: Es gibt auch heute Leute, die Relativitätstheorie oder Quantenmechanik ablehnen oder an eine flache Erde glauben. Insbesondere witizig, wenn Leute QM ablehnen und das diskutieren, dabei Geräten nutzend, die nur mit QM erklärbar sind und/oder QM-Effekte nutzen.

Da kommt man mit Argumenten nicht weiter, siehe:
The wider flat Earth community has largely denied the results of the expedition, claiming that the footage was filmed in a dome studio or on a green screen, and that the participants were part of a larger conspiracy to promote the globe model.[5] During a sermon on December 30, Alabama pastor Dean Odle suggested that Satan created a fireball to act as a false Sun.[5] Some flat Earthers accused Duffy of taking funds from his church to finance the expedition, which he has denied. Dominic Enyart, a friend of Duffy and a member of his congregation, said the accusations were baseless.[5]
Quelle: Wikipedia: The Final Experiment (expedition)

Satan hat einen Feuerball gemacht. Ja, hätte ich mir ja auch denken können ....

Grüße
Omega Minus


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 16:19
In meinem Umfeld gibt es Menschen, die nach 30 Jahren keinen Kopftuch mehr tragen oder welche, die nach zig Jahren sagen, dass der Koran keinen Sinn ergibt. Ebenso gibt es aber Menschen, die nach wie vor an den Islam glauben. Dabei ist der "Glaube" unterschiedlich stark geprägt.

Ich kann nur meine Meinung zu den Menschen äußern, die ich kenne und da beobachte ich, dass der Glaube abnimmt.


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Überlebt der Islam das Internet?

19.01.2026 um 18:35
Die Meinung von Moslems zu dem Thema wäre mal interessant zu hören. Die könnten von ihren Familien erzählen und was die alle so für unterschiedliche Meinungen haben.


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Überlebt der Islam das Internet?

23.01.2026 um 14:04
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb am 17.01.2026:Der Islam und die meisten Moslems werden langfristig Werte wie Gleichberechtigung und Toleranz in ihrer Religion übernehmen.
Entsprechende Bewegungen gibt es schon.
Gab es auch früher, leider ohne starken Erfolg.
Toleranz und Gleichberechtigung ist eben ein dehnbares Wort.

Nur ist leider so viele im Westen unter dem Islam ihre eigene Kultur plus einige Rituale verstehen. Und das akzeptieren sie. Die akzeptieren nur das, was ihrer eigenen Kutlur entspricht.

Die muslimischen Kulturen haben z.b. eine andere Einstellung zum Lebensrecht, dort beginnt meist das Leben bei der Empfängnis.

Dann gibt es eine andere Definition von Mann und Frau, also nicht die Selbstbezeichnung. Auch wird Homosexualität als Sünde gesehen. Damit meine ich nicht Diskriminierung von Transpersonen und Homosexuellen, sondern nur eine andere DEfinition haben oder etwas anderes als Sünde sehen ohne den Sünder zu diskriminieren).

Es gibt ein anderes Erbrecht als z.b. gerade aktuell die SPD verlangt und viele Linke, wobei Mohammeds Lehre dort als sozial Ungerecht bezeichnet wird, der dem Staat nichts abgeben wollte.

Dann gibts niedrige Steuern. Was ähnlich mit anderen Religionen ist und auch Sinn ergibt.

Ich denke mal Religionen allgemein hatte HIlfe eher als z.b. Hilfe zur Selbsthife gesehen nicht als Umverteilung, da das die besesre Methode ist um Wohlstand zu erzeugen..z.b. wenn man hundert schaafe und hundert ziegen hatte, hatte man anderen eher gelehrt, dass man sie selbst großzieht und wie anstatt ihnen immer wieder kurzfristig ihnen was zu essen zu geben, da dort eben langfristig weniger Wohlstand entsteht, da man immer wieder von einer Person wegnimmt.

Die angesprochenen Punkte sind alles natürlich nicht nur in muslimischen Kulturen so sondern generell in anderen Kulturen.

Sowas wird eben leider so gut wie nie akzeptiert, da viele Leute einfach unter "Vielfalt" und "Diversität" nur ihre eigene Kultur verstehen. z.b. unter dem Islam "ihre eigene Kultur" plus einige Rituale.

Wenn eine andere Kultur eine andere Definition von Mann und Frau hast, sind diese Kulturen transfeindliche Kulturen für viele, egal ob sie die Person diskriminieren oder nur eine andere Definition haben.

Die Wirtschaftpolitik ist dann noch schlimmer, die wird auch nicht akzeptiert, die dort drin steht.

Da sind meist irgendwelche Grifter (meist aus Politik und Medien), die einfach sagen sie würden andere Kulturen tolerieren, die akzeptieren aber in Wirklichkeit viele Sachen nicht, die in religiösen Bücher (nicht nur im Islam) stehen. Von der Wirtschaftspolitik zu den moralischen Gesetzen. Was sie meinen ist einfach nur ihre eigenen Einstellung und die projizieren sie auf andere Kulturen.

Toleranz ist eben, wenn du Leute akzeptierst die anders sind als du. Gleichberechtigung wäre dann auch ihre Definition von Gleichberechtigung, was einfach nur ihre eigene Kultur ist.


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Überlebt der Islam das Internet?

24.01.2026 um 19:33
@blueavian
Was denkst du, wie wird sich der Islam verändert haben in 100 Jahren? Denkst du nicht dass das Internet eine liberale Entwicklung unterstützt?
Schau dir doch die Deutschen an. Jede Generation eine starke Veränderung. Das Internet könnte sowas positiv beschleunigen.


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