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Überlebt der Islam das Internet?

40 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Religion, Internet ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 12:43
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Internet ist das größte Risiko für den Islam.
Glaube war noch nie ein Element der Rationalität, sondern immer ein Element des metaphysischen, Sinnsuchenden. Menschen glauben an Horoskope, Esoterik, etc. und da wird sie auch kein Internet davon abhalten, genauso wie sie weiter an Religionen glauben werden und selbst ohne Internet war mir klar das das Alte Testament im Christentum eine Shitshow war...


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 13:11
Zitat von tarentaren schrieb:Glaube war noch nie ein Element der Rationalität, sondern immer ein Element des metaphysischen, Sinnsuchenden. Menschen glauben an Horoskope, Esoterik, etc. und da wird sie auch kein Internet davon abhalten, genauso wie sie weiter an Religionen glauben werden und selbst ohne Internet war mir klar das das Alte Testament im Christentum eine Shitshow war...
Der Islam ist keine unverbindliche Esoterik. Er ist ein System, das von sich behauptet, wortwörtlich wahr und logisch fehlerfrei zu sein. Wenn der Koran behauptet, ein perfektes Wunder zu sein, dann darf er keine historischen Fehler oder logischen Widersprüche enthalten. Sobald man sagt: "Logik ist egal, es ist halt Metaphysisch", entzieht man dem Islam sein eigenes Fundament.

zum Vergleich mit dem Alten Testament das Christentum gibt offen zu, dass die Bibel durch Menschenhand ging. Der Islam hingegen behauptet, der Koran sei eine Kopie einer himmlischen Ur-Tafel. Das Internet entlarvt hier nicht nur "Geschichten", sondern den Wahrheitsanspruch eines Mannes, der behauptete, Gott als Privatsekretär zu haben. Wenn die Basis (die Schrift) als menschliches Konstrukt entlarvt wird, bleibt am Ende keine Religion übrig.


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 13:17
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum behauptet gar nicht, ein fehlerfreies Diktat-Buch zu besitzen die Bibel ist eine Sammlung menschlicher Zeugnisse, die Gott bezeugen. Widersprüche sind dort kein Systemfehler, sondern menschliche Handschrift.
OK, die Basis des Christentums ist also ein fehlerbehaftetes Buch, das aber trotzdem für viele heilig ist.
Andere behaupten, im Gegensatz zu dir, die Verbalinspiration der Bibel.
Die liegen dann wohl falsch? Damit wäre ja auch deren Fundament zerbrochen.
Und genau so, wie es unterschiedliche Strömungen im Christentum gibt, gibt es sie auch im Islam.
Und genau so, wie einige Christen hingehen und die Bibel als wörtlich richtig ansehen, ist es auch im Islam. Nicht alle Muslime gehen von der wörtlichen Richtigkeit des Koran aus.
Deshalb ist dein Vortrag mMn in toto für die Tonne.


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 13:32
@emanon
Die absolute Basis des Islam ist, dass der Koran das unerschaffene, ewige Wort Gottes ist. Wer behauptet, der Koran sei nicht wörtlich wahr oder enthalte Fehler, verlässt nach klassischem islamischem Recht den Islam (Apostasie).

Zeig mir die anerkannte islamische Strömung, die sowas sagt wie "Sure 33 und die Gewaltbefehle sind nur menschliche Irrtümer Mohammeds." Es gibt sie nicht. Es gibt nur liberale Einzelpersonen im Westen, die das behaupten, während die gesamte islamische Gelehrsamkeit (Al-Azhar etc.) am Dogma des fehlerfreien Gotteswortes festhält.

MeinVortragf ist nicht für die Tonne, sondern er trifft den Kern

Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist. Der Islam kann mit einem fehlerhaften Koran nicht überleben, weil sein Zentrum die absolute Perfektion dieses Buches ist. Ohne die Behauptung, dass der Koran perfekt ist, bricht Mohammeds gesamter Anspruch, ein Prophet zu sein, sofort weg. Du versuchst hier, eine Religion zu verteidigen, deren Fundament du gerade selbst opferst, um der Diskussion auszuweichen.

Fällt euch eigentlich auf, dass du ständig die Christentum Nebelkerzen gezündet werden, anstatt die Fakten zum Islam zu beantworten? Das ist klassischer Whataboutism.

Das beste daran wenn man die Bibel als Märchen entlarvt, stürzt Mohammed gleich mit. Er behauptet, Jesus sei ein Wunderprophet gewesen. War Jesus ein Schwindler, ist Mohammeds Offenbarung automatisch eine Lüge. Da der gesamte Islam allein auf der Richtigkeit dieses Buches beruht, sägst du gerade an dem Ast, auf dem Mohammed sitzt. Ohne die historische Wahrheit der Bibel ist der Koran nur das Protokoll eines Irrtums.


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 14:21
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:MeinVortragf ist nicht für die Tonne, sondern er trifft den Kern
Gut, wir sind unterschiedlicher Meinung.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist. Der Islam kann mit einem fehlerhaften Koran nicht überleben, weil sein Zentrum die absolute Perfektion dieses Buches ist.
Und du glaubst ein Fehler im Koran würde die Gläubigen dazu bringen, zu konvertieren? :)
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist.
Eine Person, die durch ein fehlerhaftes Buch (und teils durch Dogmen) gestützt wird.
Ja, das ist wirklich beeindruckend. :Y:
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das ist klassischer Whataboutism.
Es zeigt lediglich auf, dass es Gläubige gibt, die sich über Splitter in den Augen anderer aufregen, während sie selbst ein ganzes Brett vor sich hertragen.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das beste daran wenn man die Bibel als Märchen entlarvt, stürzt Mohammed gleich mit.
Wäre mir völlig wurscht.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Ohne die historische Wahrheit der Bibel ist der Koran nur das Protokoll eines Irrtums.
Wo ist denn die historische Wahrheit des fehlerhaften Buches?


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 14:45
@emanon

Der Koran ist für Muslime nicht das, was die Bibel für Christen ist.
Die Bibel ist eine Bibliothek von Menschen geschrieben, von Gott inspiriert. Sie enthält Geschichte, Poesie und Briefe. Wenn ein historisches Detail im Alten Testament ungenau ist, ändert das nichts an der Auferstehung Jesu.

Der Koran ist (laut Eigenanspruch) das direkte Wort Gottes. Er ist im Islam das Äquivalent zu Jesus selbst, nicht zur Bibel.

Das bedeutet:
Für einen Muslim ist der Koran die „inkarnierte“ (fleischgewordene) Wahrheit Gottes. Wenn im Koran ein einziger sachlicher Fehler stünde, wäre Gott selbst ein Lügner oder unwissend.

Soweit klar ?


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 14:54
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:... von Gott inspiriert
Da glaubt halt jeder etwas anderes. Die einen nehmen sie wörtlich, die anderen nicht.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Wenn ein historisches Detail im Alten Testament ungenau ist, ändert das nichts an der Auferstehung Jesu.
Das glaubst du und es ist ja auch völlig i. O. Belegen kannst es nicht.
Es könnte genauso ein menschlicher Fehler/ein verschriftetes Wunschdenken sein wie die Spaltung des Mondes durch Mohammed.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Für einen Muslim ist der Koran die „inkarnierte“ (fleischgewordene) Wahrheit Gottes. Wenn im Koran ein einziger sachlicher Fehler stünde, wäre Gott selbst ein Lügner oder unwissend.
Auch dann kann sich ein Gläubiger jederzeit auf Tafsir oder andere von OmegaMinus-Beispielen zurückziehen.
Unterm Strich bleibts beim Glauben und den rottet des Internet nicht aus.

Wie war das noch mit
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:... die historische Wahrheit der Bibel ...
?


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 15:15
@emanon
Du versuchst hier, Randerscheinungen zur Regel zu machen. Schauen wir uns die Größenverhältnisse der Realität an:

Im Christentum: Die Mehrheit der über 2 Milliarden Christen (Katholiken, Protestanten, Orthodoxe) nutzt die historisch-kritische Methode. Sie wissen, dass die Bibel ein von Menschen geschriebenes, inspiriertes Zeugnis ist. Die Fundamentalisten, die jedes Wort biologisch und historisch eins zu eins nehmen, sind eine lautstarke, aber kleine Minderheit.

Im Islam: Hier ist es genau umgekehrt. Die absolute Mehrheit der fast 2 Milliarden Muslime (und alle großen Rechtsschulen von Kairo bis Teheran) lehrt, dass der Koran das direkte, unerschaffene Wort Gottes ist. Wer das öffentlich bezweifelt oder als "menschliches Wunschdenken" bezeichnet, begeht Gotteslästerung.

Während das Christentum die Aufklärung im Kern akzeptiert hat, ist der Islam im Kern eine DiktatReligion geblieben. Du kannst nicht eine liberale Minderheit im Westen als Maßstab für "den Islam" nehmen, während die gesamte islamische Welt das Dogma der absoluten Perfektion des Korans als unumstößlich betrachtet.

Wenn das Internet also zeigt, dass der Koran Fehler enthält, trifft das 99 % der Muslime ins Mark. Beim Christentum trifft es nur eine kleine Gruppe von Bibeltreuen, während der Rest entspannt sagt: "Wir wissen, dass Menschen das aufgeschrieben haben." Das Fundament des Islam ist viel spröder und unnachgiebiger

Das Internet wird den Islam nicht vernichten, da Religion für viele längst zur bloßen Macht- und Identitätsfrage geworden ist. Aber das Netz hat den Mythos der unfehlbaren Perfektion zumindest mal angekratzt. Die Zeiten, in denen Prediger die alleinige Deutungshoheit hatten und kritische Fragen einfach unterdrücken konnten, sind vorbei.

Früher konnten Widersprüche im Koran leicht wegerklärt oder verheimlicht werden. Heute kann jeder selbst nachschauen und sieht, dass der Anspruch der „perfekten Schrift“ nicht zu den Fakten passt. Vielen ist das am Ende vielleicht egal, weil ihnen die Gemeinschaft wichtiger ist als die Logik, aber das Internet hat das Geheimnis gelüfted Der Koran ist kein unfehlbares Wunder, sondern ein Buch mit menschlichen Spuren. Die totale Kontrolle über die Wahrheit haben die religiösen Führer damit schonmal verloren


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 15:29
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Wenn das Internet also zeigt, dass der Koran Fehler enthält, trifft das 99 % der Muslime ins Mark. Beim Christentum trifft es nur eine kleine Gruppe von Bibeltreuen, während der Rest entspannt sagt: "Wir wissen, dass Menschen das aufgeschrieben haben." Das Fundament des Islam ist viel spröder und unnachgiebiger
Der Punkt ist doch, dass beim religiösen Glauben (und nicht nur da) nicht unbedingt die Ratio im Vordergrund steht, sondern ältere Hirnteile größere Anteile haben.
Nimm die Zeugen Jehovas. Die nehmen die Bibel gerne mal wörtlich und haben auf der Basis sogar die Erschaffung Adams festgelegt, sowie diverse Weltuntergänge.
Kann man weiter danebenliegen?
Und?
Die gibts immer noch. Internet ändert da nichts.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Vielen ist das am Ende vielleicht egal, weil ihnen die Gemeinschaft wichtiger ist als die Logik, aber das Internet hat das Geheimnis gelüfted Der Koran ist kein unfehlbares Wunder, sondern ein Buch mit menschlichen Spuren. Die totale Kontrolle über die Wahrheit haben die religiösen Führer damit schonmal verloren
Wer glauben will, der glaubt.
Der Islam ist die meines Wissens am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft.
Vor dem Hintergrund kann man wohl davon ausgehen, dass das Internet dem Islam nicht sonderlich schadet.


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30.04.2026 um 15:51
Meiner Ansicht nach wird das Wachstum des Islam heute oft überschätzt, wenn man es als Ergebnis massenhafter Überzeugungsarbeit darstellt. In vielen Fällen spielen eher demografische Faktoren wie höhere Geburtenraten eine Rolle als bewusste Konversionen. Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen ein Austritt aus der Religion mit erheblichen sozialen oder familiären Konsequenzen verbunden sein kann. Das wirft zumindest die Frage auf, wie frei religiöse Zugehörigkeit dort tatsächlich ist.

Man muss hier klar differenzieren während der religiöse Islam im Internet intellektuell zerlegt wird, weil die Widersprüche des Korans für jeden sichtbar werden, hilft das Netz paradoxerweise dem radikalen "Islam", sich zu stärken. Dieser politische Radikalismus hat mit echtem Glauben oder Sinnsuche wenig zu tun er nutzt das Internet als Echokammer für Agitation, Machtansprüche und Rekrutierung.

Der spirituelle Islam, der auf der Behauptung einer unfehlbaren Schrift beruht, hat ein massives Problem mit der Informationsfreiheit des Internets und wird diesen Prozess kaum unbeschadet überstehen. Was wir stattdessen wachsen sehen, ist oft kein Zuwachs an Frömmigkeit, sondern eine Radikalisierung als Trotzreaktion eine Ideologie, die sich hinter der Religion versteckt, weil sie die inhaltliche Auseinandersetzung im Netz längst verloren hat.


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 18:36
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Der Islam ist keine unverbindliche Esoterik. Er ist ein System, das von sich behauptet, wortwörtlich wahr und logisch fehlerfrei zu sein. Wenn der Koran behauptet, ein perfektes Wunder zu sein, dann darf er keine historischen Fehler oder logischen Widersprüche enthalten. Sobald man sagt: "Logik ist egal, es ist halt Metaphysisch", entzieht man dem Islam sein eigenes Fundament.
Mein Punkt ist aber das es nicht relevant ist, Menschen glauben nicht aus deinen genannten Gründen und sie werden nicht ihren Glauben ablegen weil du sagst das Internet widerlegt den Islam.


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Überlebt der Islam das Internet?

30.04.2026 um 19:06
Eigendynamiken neuer Technologien oder Medien, waren bisher nie wirklich gravierend ausschlaggebend ob eine Religion überlebte oder nicht. Viel mehr kommt es darauf an, was gefördert wird und was nicht, wieviel investiert oder gestrichen wird. Es ist traurig, aber im Grunde wird die Masse immer formbar wie nasser Lehm sein, solange der Mensch sich aus der Unwissenheit anderer etwas verspricht und diese Unwissenheit fördert. Entlang dieser Dynamik stehen unsere Systeme. Egal ob mit Internet oder ohne. Das Internet gibt zwar zugriff auf viele Informationen, aber es wird trotzdem nur das am meisten gesehen, was gesehen werden soll.


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Überlebt der Islam das Internet?

06.05.2026 um 23:40
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb am 30.04.2026:Das Internet gibt zwar zugriff auf viele Informationen, aber es wird trotzdem nur das am meisten gesehen, was gesehen werden soll.
Das unterscheidet sich ja bei jedem individuell.
Diese Manipulationen sind ja fast jedem bekannt und es gibt immer Möglichkeiten sich dem zu entziehen. Z.B. indem man sich damit auseinandersetzt wie diese Techniken funktionieren.

Da gibt es einige Parallelen zu Religionen.
Mit unserer Angst wird viel gespielt; bei den Religionen um uns zu sozialisieren. Also diese Hauptabsicht scheine ich in Religionen in der Geschichte der letzten Jahrtausende deutlich zu sehen.

In den Medien wird auch mit unseren Ängsten und niederen Bedürfnissen oder Trieben gespielt.
Das durchschauen aber die Leute früher oder später.

Was mich mal interessieren würde, wie ist eure persönliche Wahrnehmung von den unterschiedlichen (* Generationen von
Mitmenschen, die einen Hintergrund haben, der mit dem Islam zusammenhängt?)


Ich meine, man kann ja unterschiedliche Möglichkeiten wählen um sich eine Meinung zu bilden (siehe weiter unten •).

Ich sehe einen starken Unterschied zwischen der älteren Generation, sagen wir Leute ü 50 Jahre und ein ganz anderes Bild unter 30 Jahre.
Die jüngeren benehmen sich und haben Respekt vor der älteren Generation.
Lästern ist nicht so meins, und deswegen kann ich da ruhigen Gewissens etwas drüber sagen.
Jeden Tag sind, wie schon gesagt, einige der (*) Leute um mich herum. Bekomme einiges mit.

Es macht auf mich ganz den Eindruck, dass ältere aus einer guten Ansicht heraus, Tradition etz. , den jüngeren eine nahe Verbindung zu z.B. den aktuellen Dingen im nahen Osten aufzeigen möchten.
Es bewegt sie und die möchten ihre Meinung dazu weitergeben aus unterschiedlichsten Gründen.
Da aber hauptsächlich Türkisch geredet wird mit teils deutschen Worten und auch mal Sätzen, kann ich das nur in etwa so erkennen.

Vieles muss ich mithilfe von Körpersprache der Leute dann versuchen deutlicher zu werten.
Klar, hier ist eine Unsicherheit der Richtigkeit meiner Annahme, das ist mir schon klar, aber ich rede ja auch oft mit jedem einzelnen von denen, oder auch in unterschiedlichen kleinen Gruppen, wie es sich ergibt. Andererseits meine ich gehört zu haben das nonverbale Kommunikation den größten Teil im sozialen Miteinander ausmacht.

Worauf ich hinaus will: bei den jüngeren denke ich zu sehen, dass Traditionen und all diese Dinge wie auch bei Christen eben mitgemacht werden.
Einerseits das, und andererseits ist dann noch der andere Teil der Meinung die aus der moderneren Zeit kommt bei ihnen, eben weil sie jünger sind und somit dem mehr ausgesetzt sind.
Sie haben viele Dinge in ihrem Leben die so überhaupt keinen Unterschied machen zu anderen hier in Deutschland.

•Einerseits kenne ich nun den Koran etwas.
•Dann gibt es da noch die Medien und wie sie den Islam gerne etwas eigensinnig als gefährlich darstellen wollen, besonders seit 9/11 .
•Und dann gibt es wie teils beschrieben noch sehr viele persönliche Beziehungen, bis Freundschaften die sich durch mein Leben ziehen seit ich Kind war.

Ich meine, wir sehen doch bei den Katholiken in DE eine teilweise Spaltung in manchen Dingen zur "Leitung" in Rom.
Liberale Bewegungen, -in dem Sinne mit deutlichem Verweis auf Gleichberechtigung und eine moderne Auslegung angepasst an die modernen Menschenrechte-, sind die erstmal in der Welt, gehen die nicht mehr weg und setzen sich durch.

Nehmt doch mal Demokratie z.B.
In Frankreich erkämpft, und für die meisten -für das einfache Volk- etwas das viel mehr Freiheit und Rechte mit sich gebracht hat. Nun ist Demokratie, so wollen wir hoffen, auf einem weltweiten Eroberungskurs und wird nur von denen unterbunden, die ihre Macht oder ihre alten Werte dadurch gefährdet sehen.

Im alten Islam von Iran bis Saudi Arabien wahrscheinlich zu einem großen Teil die Freude unbehelligt macht über Frauen auszuüben.
Die Sache mit den 72 Jungfrauen mag da ein Indiz für sein.

Das war hier in Deutschland bis vor wenigen Jahrzehnten nicht sehr viel anders. Geben wir es ruhig zu. Reden wir doch nicht um den heißen Brei. Wir Männer sind gern dumm und gefallen uns dabei. Einfach so, weil wir es können und körperlich stärker sind. Das ist unsere Natur.

Es ist noch nicht sehr lange strafbar, wenn ein Mann in der Ehe seine Frau zum Verkehr zwingt.
Deshalb ist es auch falsch zu denken wir wären jetzt wer weis wieviele Horizonte weiter als andere Kulturen.

Was bei den Juden passiert ist,
(größte Gruppe gehört heute der liberalen Bewegung an)
oder den Christen
(starke religiöse Bildung eher bei den wenigsten, wenn dann oft individuelle Auslegung)
wird selbstverständlich genauso auch im Islam passieren und passiert ja schon.


Das dauert halt.
Demokratie und Humanismus ist ein Weg sich dauerhaft über unsere Raubtier Natur zu erheben und Schritt für Schritt, Jahrhundert für Jahrhundert werden wir etwas besser darin.

Das Internet ist wahrscheinlich eher eine Hilfe als eine Belastung egal um welches Thema es sich dreht. Man kommt nicht umhin sich unterschiedlichen Meinungen ausgesetzt zu sehen.
Auch ist das Internet noch verhältnismäßig jung mit ~30 Jahren, oder sagen wir 15 bis 20 Jahren, wo es uns gravierend gesellschaftlich prägt.

Etwas Offtopic, aber im nahen Osten gibt es waage Anzeichen für eine mögliche vereinigte sunnitische Staatenbildung, ja, möchte ich gerne so sehen.
Das könnte durch die anhaltende iranische Bedrohung gefördert werden. Das ist aber nur Träumerei und kann ich nicht belegen.

Würde das iranische Regime fallen, könnte sich im nahen Osten etwas bilden, dass auf Dauer Frieden garantiert, und zurückgreifend auf vorherige Posts, dann die beste Möglichkeit bietet, dass sich mittel- und langfristig auch dort liberale Bewegungen durchsetzen, in 1~2 Generationen.

Das Internet ist wohl das beste Medium um Kontakte und einen Austausch der islamischen Welt untereinander aufrechtzuerhalten.

Demokratie bietet einfach den meisten Menschen die größte Freiheit und so setzt es sich logischerweise, wie man ja geschichtlich sieht, mehr und mehr durch. Wer das anders sieht, soll es bitte anhand des menschlichen Geschichtsverlauf anders darstellen. An meiner Meinung hänge ich nicht besonders und lasse mich gerne überzeugen.

Eine liberale Art zu glauben ist eine freie Art zu glauben und wird sich der gleichen Logik nach in einem dauerhaften Frieden durchsetzen.
Bei den Hindus in Indien wird es auch nicht anders laufen.

Man darf nicht vergessen, das einige Kriege in den nahen Osten getragen wurden und deshalb natürlich einige Moslems eine schei§ Laune haben, was verständlich, wenn dein Dorf zerbombt wird.
Neben der Auslegung vom Koran ist das mit ein wichtiger Grund warum es so viele Mord bereite Leute in diesen Ländern gibt.

Wir wissen doch, gerade hier, dass uns die westlichen Medien gerne für ihre Kriege den Sadam und Osama 3.0 und 4.0 präsentieren und nichts dagegen haben, wenn wir denken: der Islam wäre so fürchterlich gefährlich.
In manchen Ländern ist der Islam noch 50, 100 oder 200 Jahre hinterher, aber das sind nichts weiter als Menschen wie wir. Traumatisiert, arm, perspektivlos.

Der Islam wird nie verschwinden; er wird sich einfach weiterentwickeln. Wer das anders sieht, mag recht haben, denkt aber meiner Meinung nach in zu kurzen Zeitabständen.


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Überlebt der Islam das Internet?

07.05.2026 um 09:54
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Das unterscheidet sich ja bei jedem individuell.
Alles scheinbar. Wie oft wurde dir in letzter Zeit ein Wal gezeigt, und glaubst du, irgendjemand in D war frei davon? :D
Klar jeder erschafft durch seine Klicks, Aussagen und Handlungen, seine eigene Bubble welche ein Algorithmus uns ausgibt. Individuell in Hinsicht darauf, aber gleichgeschaltet in Hinblick auf die Informationen welche überhaupt erst verfügbar sind. Sprich, jeder spielt sein eigenes Fußballspiel, doch wir alle spielen das gleiche Spiel im selben Stadion.


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Überlebt der Islam das Internet?

07.05.2026 um 21:29
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Alles scheinbar. Wie oft wurde dir in letzter Zeit ein Wal gezeigt, und glaubst du, irgendjemand in D war frei davon? :D
Hier! Ich! Ich habe tatsächlich nicht einen Bericht dazu gesehen oder gelesen!
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Klar jeder erschafft durch seine Klicks, Aussagen und Handlungen, seine eigene Bubble welche ein Algorithmus uns ausgibt.
Deswegen holt man sich zu gewissen Themen auch keine Informationen in den asozialen Medien. Um im Thread zu bleiben, wenn ich etwas zum Islam wissen will, dann bemühe ich zwar eine Suchmaschine. Aber ich überfliege dann nicht nur den ersten Treffer, ich suche mir dann schon mehrere Quellen. So kann ich dann übrigens auch durchaus erkennen, wenn mir irgendeiner dieser "Influencer" (aka "danke, ich habe auch keine Ahnung") versucht Müll zu erzählen. Denn was in den aM erzählt wird bedarf tatsächlich grundsätzlich einer Gegenprüfung. Oder man nimmt es eben nur zur Kenntnis und läßt sich zur Unterhaltung berieseln. Dann sollte man diese Informationen aber auch nicht unbedingt in Gesprächen oder Diskussionen verwenden.
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Der Islam wird nie verschwinden; er wird sich einfach weiterentwickeln. Wer das anders sieht, mag recht haben, denkt aber meiner Meinung nach in zu kurzen Zeitabständen.
Der Islam ist jetzt iwas um die 1.400 Jahre alt. In dieser Zeit hat er alle Kriege, alle innerreligiösen Strömungen und Konflikte, etc. überstanden. Er ist trotz diverser technischer, wirtschatlicher Revolutionen und gesellschaftlicher Revolutionen noch da. Warum sollte er das Internet nicht überleben? Im Gegenteil ist das Internet doch eher ein Segen für Religionen, gerade seit es die asozialen Medien gibt. Nie war es einfacher, seine Ansicht, seinen Glaube und seine Interpretation desselben nicht nur an die "eigenen" Leute zu bringen sondern sie auch anderen zu präsentieren. Und richtig gemacht war es nie einfacher, die Botschaft zu kontrollieren!

Wer weiß, ob das Internet den Islam überlebt? :)


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Überlebt der Islam das Internet?

09.05.2026 um 13:23
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Hier! Ich! Ich habe tatsächlich nicht einen Bericht dazu gesehen oder gelesen!
Aber trotzdem wurde es dir wahrscheinlich vorgeschlagen. Ein vorgeschlagenes Bild, eine Schlagzeile in den News, oder durch den Smalltalk aus der Umgebung usw.
Ob man nun drauf geklickt hat, oder nicht, soll dabei nicht das relevante sein.
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Deswegen holt man sich zu gewissen Themen auch keine Informationen in den asozialen Medien.
Nicht alle Medien sind immer asozial. Es sind die Geschichten in uns welche wir verfolgen, die asozial machen können, wenn wir Menschen uns zu unterschiedlich durch den Filter welche eine Geschichte gibt, uns sehen und dementsprechend trennend handeln lassen. Medien sind meist nur für die Übertragung von schlichter Information zuständig.


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Überlebt der Islam das Internet?

09.05.2026 um 21:04
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Nicht alle Medien sind immer asozial.
Ok, vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen das ich mit "asoziale Medien" Netzwerke, wie FB, IG oder YT meine. Und die Informatiionen von dort würde ich nicht ungeprüft übernehmen. Das gilt sowohl für Informationen die meine Meinung bestätigen, als auch für Gegenteilige.
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Medien sind meist nur für die Übertragung von schlichter Information zuständig.
Daas wäre schön! Nur haben Medien bzw die Medienhäuser ansich idR eine politische Ausrichtung und entsprechend werden Informationen gewertet und verarbeitet. Daher versuche ich normalerweise, zu einem Thema Artikel von Medien, die "politisch" auf verschiedenen Seiten stehen zu lesen. Das ermöglicht mir eine gewisse Einordnung.


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Überlebt der Islam das Internet?

10.05.2026 um 07:16
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Medien sind meist nur für die Übertragung von schlichter Information zuständig.
"The medium is the message"
-- Marshall McLuhan, 1964
Das wird in den letzten 60 Jahren durchaus anders und/oder differenzierter gesehen.

Grüße
Omega Minus


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10.05.2026 um 16:46
@Desperadoo
@OmegaMinus
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Ok, vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen das ich mit "asoziale Medien" Netzwerke, wie FB, IG oder YT meine. Und die Informatiionen von dort würde ich nicht ungeprüft übernehmen. Das gilt sowohl für Informationen die meine Meinung bestätigen, als auch für Gegenteilige.
Kommt drauf an, was man darin sieht. Überall ist darin letztlich der Mensch zu finden. Egal ob in einem Buch, einem Bild, Video oder in schlichten Worten oder Formen. Wenn Gott ist, kann er im Sozialen wie auch im Asozialen gefunden werden. Auch wenn er meist eines davon langfristig wahrscheinlich als Zuhause bevorzugt. Glücklich der, der es mit sich selbst abgleichen kann.

Medien transportieren Informationen über Menschen, doch wirklich, tatsächlich, wesentlich, heilig oder gespalten, kann doch in Wirklichkeit nur der Mensch selbst sein, den wir unmittelbar erleben. Religion ist vorgestellt, aber durch Vorstellung, als auch durch das Ende dieser, scheinen wir Menschen Gott erfahren zu können. Ein Buch ist aus Worten, und Worte sind zwar woraus die Welt gemacht ist, aber können sie wirklich Gott, den Menschen, sich selbst, und die Umwelt, zu jeder Zeit vollends wahrhaftig beschreiben, oder ist es schon am besten beschrieben dadurch, wenn man erkennt dass es ist, und durch das "nicht gänzlich beschreiben werden kann", erst wundervoll, heil, wirkt, sein, kann und darf?


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Überlebt der Islam das Internet?

11.05.2026 um 15:35
Um auf die Frage des Threads zu antworten:

Eindeutig ja.
Der Islam wird die Möglichkeiten nutzen, um seine
Botschaft viel schneller zu verbreiten.
Das wird wohl dem Islam mehr Zulauf bescheren.

Es wird nicht mehr lange dauern und der Islam ist die
zahlreich am stärksten verbreitet Religion.

https://www.pewresearch.org/short-reads/2025/06/10/islam-was-the-worlds-fastest-growing-religion-from-2010-to-2020/


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