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Überlebt der Islam das Internet?

30 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Religion, Internet ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Überlebt der Islam das Internet?

um 12:43
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Internet ist das größte Risiko für den Islam.
Glaube war noch nie ein Element der Rationalität, sondern immer ein Element des metaphysischen, Sinnsuchenden. Menschen glauben an Horoskope, Esoterik, etc. und da wird sie auch kein Internet davon abhalten, genauso wie sie weiter an Religionen glauben werden und selbst ohne Internet war mir klar das das Alte Testament im Christentum eine Shitshow war...


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Überlebt der Islam das Internet?

um 13:11
Zitat von tarentaren schrieb:Glaube war noch nie ein Element der Rationalität, sondern immer ein Element des metaphysischen, Sinnsuchenden. Menschen glauben an Horoskope, Esoterik, etc. und da wird sie auch kein Internet davon abhalten, genauso wie sie weiter an Religionen glauben werden und selbst ohne Internet war mir klar das das Alte Testament im Christentum eine Shitshow war...
Der Islam ist keine unverbindliche Esoterik. Er ist ein System, das von sich behauptet, wortwörtlich wahr und logisch fehlerfrei zu sein. Wenn der Koran behauptet, ein perfektes Wunder zu sein, dann darf er keine historischen Fehler oder logischen Widersprüche enthalten. Sobald man sagt: "Logik ist egal, es ist halt Metaphysisch", entzieht man dem Islam sein eigenes Fundament.

zum Vergleich mit dem Alten Testament das Christentum gibt offen zu, dass die Bibel durch Menschenhand ging. Der Islam hingegen behauptet, der Koran sei eine Kopie einer himmlischen Ur-Tafel. Das Internet entlarvt hier nicht nur "Geschichten", sondern den Wahrheitsanspruch eines Mannes, der behauptete, Gott als Privatsekretär zu haben. Wenn die Basis (die Schrift) als menschliches Konstrukt entlarvt wird, bleibt am Ende keine Religion übrig.


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Überlebt der Islam das Internet?

um 13:17
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum behauptet gar nicht, ein fehlerfreies Diktat-Buch zu besitzen die Bibel ist eine Sammlung menschlicher Zeugnisse, die Gott bezeugen. Widersprüche sind dort kein Systemfehler, sondern menschliche Handschrift.
OK, die Basis des Christentums ist also ein fehlerbehaftetes Buch, das aber trotzdem für viele heilig ist.
Andere behaupten, im Gegensatz zu dir, die Verbalinspiration der Bibel.
Die liegen dann wohl falsch? Damit wäre ja auch deren Fundament zerbrochen.
Und genau so, wie es unterschiedliche Strömungen im Christentum gibt, gibt es sie auch im Islam.
Und genau so, wie einige Christen hingehen und die Bibel als wörtlich richtig ansehen, ist es auch im Islam. Nicht alle Muslime gehen von der wörtlichen Richtigkeit des Koran aus.
Deshalb ist dein Vortrag mMn in toto für die Tonne.


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Überlebt der Islam das Internet?

um 13:32
@emanon
Die absolute Basis des Islam ist, dass der Koran das unerschaffene, ewige Wort Gottes ist. Wer behauptet, der Koran sei nicht wörtlich wahr oder enthalte Fehler, verlässt nach klassischem islamischem Recht den Islam (Apostasie).

Zeig mir die anerkannte islamische Strömung, die sowas sagt wie "Sure 33 und die Gewaltbefehle sind nur menschliche Irrtümer Mohammeds." Es gibt sie nicht. Es gibt nur liberale Einzelpersonen im Westen, die das behaupten, während die gesamte islamische Gelehrsamkeit (Al-Azhar etc.) am Dogma des fehlerfreien Gotteswortes festhält.

MeinVortragf ist nicht für die Tonne, sondern er trifft den Kern

Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist. Der Islam kann mit einem fehlerhaften Koran nicht überleben, weil sein Zentrum die absolute Perfektion dieses Buches ist. Ohne die Behauptung, dass der Koran perfekt ist, bricht Mohammeds gesamter Anspruch, ein Prophet zu sein, sofort weg. Du versuchst hier, eine Religion zu verteidigen, deren Fundament du gerade selbst opferst, um der Diskussion auszuweichen.

Fällt euch eigentlich auf, dass du ständig die Christentum Nebelkerzen gezündet werden, anstatt die Fakten zum Islam zu beantworten? Das ist klassischer Whataboutism.

Das beste daran wenn man die Bibel als Märchen entlarvt, stürzt Mohammed gleich mit. Er behauptet, Jesus sei ein Wunderprophet gewesen. War Jesus ein Schwindler, ist Mohammeds Offenbarung automatisch eine Lüge. Da der gesamte Islam allein auf der Richtigkeit dieses Buches beruht, sägst du gerade an dem Ast, auf dem Mohammed sitzt. Ohne die historische Wahrheit der Bibel ist der Koran nur das Protokoll eines Irrtums.


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Überlebt der Islam das Internet?

um 14:21
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:MeinVortragf ist nicht für die Tonne, sondern er trifft den Kern
Gut, wir sind unterschiedlicher Meinung.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist. Der Islam kann mit einem fehlerhaften Koran nicht überleben, weil sein Zentrum die absolute Perfektion dieses Buches ist.
Und du glaubst ein Fehler im Koran würde die Gläubigen dazu bringen, zu konvertieren? :)
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das Christentum kann mit einer fehlerhaften Bibel überleben, weil sein Zentrum eine Person ist.
Eine Person, die durch ein fehlerhaftes Buch (und teils durch Dogmen) gestützt wird.
Ja, das ist wirklich beeindruckend. :Y:
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das ist klassischer Whataboutism.
Es zeigt lediglich auf, dass es Gläubige gibt, die sich über Splitter in den Augen anderer aufregen, während sie selbst ein ganzes Brett vor sich hertragen.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Das beste daran wenn man die Bibel als Märchen entlarvt, stürzt Mohammed gleich mit.
Wäre mir völlig wurscht.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Ohne die historische Wahrheit der Bibel ist der Koran nur das Protokoll eines Irrtums.
Wo ist denn die historische Wahrheit des fehlerhaften Buches?


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Überlebt der Islam das Internet?

um 14:45
@emanon

Der Koran ist für Muslime nicht das, was die Bibel für Christen ist.
Die Bibel ist eine Bibliothek von Menschen geschrieben, von Gott inspiriert. Sie enthält Geschichte, Poesie und Briefe. Wenn ein historisches Detail im Alten Testament ungenau ist, ändert das nichts an der Auferstehung Jesu.

Der Koran ist (laut Eigenanspruch) das direkte Wort Gottes. Er ist im Islam das Äquivalent zu Jesus selbst, nicht zur Bibel.

Das bedeutet:
Für einen Muslim ist der Koran die „inkarnierte“ (fleischgewordene) Wahrheit Gottes. Wenn im Koran ein einziger sachlicher Fehler stünde, wäre Gott selbst ein Lügner oder unwissend.

Soweit klar ?


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Überlebt der Islam das Internet?

um 14:54
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:... von Gott inspiriert
Da glaubt halt jeder etwas anderes. Die einen nehmen sie wörtlich, die anderen nicht.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Wenn ein historisches Detail im Alten Testament ungenau ist, ändert das nichts an der Auferstehung Jesu.
Das glaubst du und es ist ja auch völlig i. O. Belegen kannst es nicht.
Es könnte genauso ein menschlicher Fehler/ein verschriftetes Wunschdenken sein wie die Spaltung des Mondes durch Mohammed.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Für einen Muslim ist der Koran die „inkarnierte“ (fleischgewordene) Wahrheit Gottes. Wenn im Koran ein einziger sachlicher Fehler stünde, wäre Gott selbst ein Lügner oder unwissend.
Auch dann kann sich ein Gläubiger jederzeit auf Tafsir oder andere von OmegaMinus-Beispielen zurückziehen.
Unterm Strich bleibts beim Glauben und den rottet des Internet nicht aus.

Wie war das noch mit
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:... die historische Wahrheit der Bibel ...
?


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Überlebt der Islam das Internet?

um 15:15
@emanon
Du versuchst hier, Randerscheinungen zur Regel zu machen. Schauen wir uns die Größenverhältnisse der Realität an:

Im Christentum: Die Mehrheit der über 2 Milliarden Christen (Katholiken, Protestanten, Orthodoxe) nutzt die historisch-kritische Methode. Sie wissen, dass die Bibel ein von Menschen geschriebenes, inspiriertes Zeugnis ist. Die Fundamentalisten, die jedes Wort biologisch und historisch eins zu eins nehmen, sind eine lautstarke, aber kleine Minderheit.

Im Islam: Hier ist es genau umgekehrt. Die absolute Mehrheit der fast 2 Milliarden Muslime (und alle großen Rechtsschulen von Kairo bis Teheran) lehrt, dass der Koran das direkte, unerschaffene Wort Gottes ist. Wer das öffentlich bezweifelt oder als "menschliches Wunschdenken" bezeichnet, begeht Gotteslästerung.

Während das Christentum die Aufklärung im Kern akzeptiert hat, ist der Islam im Kern eine DiktatReligion geblieben. Du kannst nicht eine liberale Minderheit im Westen als Maßstab für "den Islam" nehmen, während die gesamte islamische Welt das Dogma der absoluten Perfektion des Korans als unumstößlich betrachtet.

Wenn das Internet also zeigt, dass der Koran Fehler enthält, trifft das 99 % der Muslime ins Mark. Beim Christentum trifft es nur eine kleine Gruppe von Bibeltreuen, während der Rest entspannt sagt: "Wir wissen, dass Menschen das aufgeschrieben haben." Das Fundament des Islam ist viel spröder und unnachgiebiger

Das Internet wird den Islam nicht vernichten, da Religion für viele längst zur bloßen Macht- und Identitätsfrage geworden ist. Aber das Netz hat den Mythos der unfehlbaren Perfektion zumindest mal angekratzt. Die Zeiten, in denen Prediger die alleinige Deutungshoheit hatten und kritische Fragen einfach unterdrücken konnten, sind vorbei.

Früher konnten Widersprüche im Koran leicht wegerklärt oder verheimlicht werden. Heute kann jeder selbst nachschauen und sieht, dass der Anspruch der „perfekten Schrift“ nicht zu den Fakten passt. Vielen ist das am Ende vielleicht egal, weil ihnen die Gemeinschaft wichtiger ist als die Logik, aber das Internet hat das Geheimnis gelüfted Der Koran ist kein unfehlbares Wunder, sondern ein Buch mit menschlichen Spuren. Die totale Kontrolle über die Wahrheit haben die religiösen Führer damit schonmal verloren


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Überlebt der Islam das Internet?

um 15:29
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Wenn das Internet also zeigt, dass der Koran Fehler enthält, trifft das 99 % der Muslime ins Mark. Beim Christentum trifft es nur eine kleine Gruppe von Bibeltreuen, während der Rest entspannt sagt: "Wir wissen, dass Menschen das aufgeschrieben haben." Das Fundament des Islam ist viel spröder und unnachgiebiger
Der Punkt ist doch, dass beim religiösen Glauben (und nicht nur da) nicht unbedingt die Ratio im Vordergrund steht, sondern ältere Hirnteile größere Anteile haben.
Nimm die Zeugen Jehovas. Die nehmen die Bibel gerne mal wörtlich und haben auf der Basis sogar die Erschaffung Adams festgelegt, sowie diverse Weltuntergänge.
Kann man weiter danebenliegen?
Und?
Die gibts immer noch. Internet ändert da nichts.
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Vielen ist das am Ende vielleicht egal, weil ihnen die Gemeinschaft wichtiger ist als die Logik, aber das Internet hat das Geheimnis gelüfted Der Koran ist kein unfehlbares Wunder, sondern ein Buch mit menschlichen Spuren. Die totale Kontrolle über die Wahrheit haben die religiösen Führer damit schonmal verloren
Wer glauben will, der glaubt.
Der Islam ist die meines Wissens am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft.
Vor dem Hintergrund kann man wohl davon ausgehen, dass das Internet dem Islam nicht sonderlich schadet.


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Überlebt der Islam das Internet?

um 15:51
Meiner Ansicht nach wird das Wachstum des Islam heute oft überschätzt, wenn man es als Ergebnis massenhafter Überzeugungsarbeit darstellt. In vielen Fällen spielen eher demografische Faktoren wie höhere Geburtenraten eine Rolle als bewusste Konversionen. Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen ein Austritt aus der Religion mit erheblichen sozialen oder familiären Konsequenzen verbunden sein kann. Das wirft zumindest die Frage auf, wie frei religiöse Zugehörigkeit dort tatsächlich ist.

Man muss hier klar differenzieren während der religiöse Islam im Internet intellektuell zerlegt wird, weil die Widersprüche des Korans für jeden sichtbar werden, hilft das Netz paradoxerweise dem radikalen "Islam", sich zu stärken. Dieser politische Radikalismus hat mit echtem Glauben oder Sinnsuche wenig zu tun er nutzt das Internet als Echokammer für Agitation, Machtansprüche und Rekrutierung.

Der spirituelle Islam, der auf der Behauptung einer unfehlbaren Schrift beruht, hat ein massives Problem mit der Informationsfreiheit des Internets und wird diesen Prozess kaum unbeschadet überstehen. Was wir stattdessen wachsen sehen, ist oft kein Zuwachs an Frömmigkeit, sondern eine Radikalisierung als Trotzreaktion eine Ideologie, die sich hinter der Religion versteckt, weil sie die inhaltliche Auseinandersetzung im Netz längst verloren hat.


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