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Mord an Hund in Flensburg

37 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hund, Tierschutzgesetz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 18:34
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:In diesem Falle bleibt jedoch die Frage aus wie weit weg von der anderen Ebene war er denn? Den Hund der Partnerin zu töten, damit man in eine Wohnung ziehen kann, ist schon ne harte Nummer.
Das sehe ich auch so. In erster Linie sagt die Tat ja etwas über den Täter aus. Er war Willens und dazu in der Lage, ein hochsoziales und zudem schutzbedürftiges Lebewesen aus seinem engsten Umfeld auf grausame Weise zu töten.
Der Anlass (die neue Wohnung) ist eher ein aufgesetztes Erklärungsgerüst. Da hätte es praktikablere Möglichkeiten gegeben.
Er wollte genau diesen Tötungsakt vollbringen und selbst wenn (noch) eine Hemmschwelle zu ähnlich gelagerter Taten gegenüber Menschen besteht, dann hat diese ihren Grund nicht in seiner psychischen Konstitution sondern eher in praktischen Erwägungen.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 18:48
Zitat von SkepsiSkepsi schrieb:Er wollte genau diesen Tötungsakt vollbringen
Sen Punkt finde ich sehr treffend formuliert.
Wenn er den Hund los hätte werden wollen, hätte es auch Lösungen gegeben ohne den Hund direkt zu töten.

Und bei der Tötung selbst hat man als Mensch auch durchaus die Wahl wie viel Qualen entstehen. Hier wurde sich bewusst für eine sehr qualvolle Methode entschieden.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 19:25
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“
Schöner Spruch, nur komplett unpassend eine Nation zu charakterisieren

Im Gegenteil sieht man sich in anderen Ländern um, so sind die Deutschen doch in Ihrer Mehrheit relativ tierfreundlich.

Hier geht es mehr um die perverse , durch nichts zu rechtfertigende Tat eines offensichtlich kranken und völlig empathielosen Psychopathen, der zumindest beobachtet gehört. Eher noch weg gesperrt in die Geschlossene.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 19:49
Am absolut verstörendsten finde ich die Tatsache, dass der Verurteilte mittlerweile ein kleines Kind zuhause hat, dessen Mutter, der der getötete Hund gehörte, seine grausame Tat offensichtlich nicht zum Anlass genommen hat, sich ein für alle Mal von ihm zu trennen.
Er bekam Strafnachlass u.a. wegen der Vorverurteilung in sozialen Medien:
Der Fall hatte in der Vergangenheit zu einem regen Austausch in sozialen Medien geführt - teils mit Vorverurteilungen und Hetze. Laut der Richterin wirkte sich dies strafmindernd auf das Urteil aus, da die Belastung durch die Öffentlichkeit bereits hoch war. Auch rund um den Gerichtstermin kam es zu emotionsgeladenen Situationen.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/flensburg_nordfriesland_schleswig-flensburg/hund-in-flensburg-erhaengt-bewaehrungsstrafe-fuer-38-jaehrigen,buddy-100.html


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 19:49
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Im Gegenteil sieht man sich in anderen Ländern um, so sind die Deutschen doch in Ihrer Mehrheit relativ tierfreundlich.
Ziehst du den Vergleich hier zu Haltungsbedingungen und der Zahl an Straßentieren?
Ich denke nicht, dass Deutschland pauschal tierfreundlicher als zum Beispiel südeuropäische Länder ist. Was die Haltungsbedingungen der Nutztiere betrifft nicht und in der privaten Haltung muss man sehr genau hinschauen. In Deutschland ist es z.B. bei einem immer noch großen Teil der Kaninchenhalter völlig normal, Kaninchen ihr Leben lang ohne Auslauf in kleinen Buchten zu halten. Die Anzahl der (scheuen) Straßenkatzen in Deutschland geht in die Millionenhöhe. Straßenkatzen sind in Südeuropa nur präsenter, da sie sehr eng mit den Menschen zusammenleben.

Ich denke der Eindruck, dass andere Länder weniger tierfreundlich sind entsteht vor allem dadurch, dass durch die hohe Anzahl der Straßentiere etwas sichtbar wird, das hier verborgen bleibt: Eine große Anzahl von Menschen blendet den gewohnten Ist-Zustand in seinem Umfeld konsequent aus, auch wenn durch Eingreifen Leid verhindert werden könnte.
Eine kleine Anzahl von Menschen versuchen anderen Lebewesen zu helfen.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 19:54
Zitat von SkepsiSkepsi schrieb:Ich denke nicht, dass Deutschland pauschal tierfreundlicher als zum Beispiel südeuropäische Länder ist. Was die Haltungsbedingungen der Nutztiere betrifft nicht und in der privaten Haltung muss man sehr genau hinschauen. In D
Es ging um den unsäglichen Spruch, der hier nicht anwendbar ist, weil dieser "Einzeltat" eines Psychopathen nichts über die allgemeine gesellschaftliche Grundeinstellung aussagt.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 19:54
Zitat von antheanthe schrieb:Er bekam Strafnachlass u.a. wegen der Vorverurteilung in sozialen Medien:
Der Fall hatte in der Vergangenheit zu einem regen Austausch in sozialen Medien geführt - teils mit Vorverurteilungen und Hetze. Laut der Richterin wirkte sich dies strafmindernd auf das Urteil aus, da die Belastung durch die Öffentlichkeit bereits hoch war.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/flensburg_nordfriesland_schleswig-flensburg/hund-in-flensburg-erhaengt-bewaehrungsstrafe-fuer-38-jaehrigen,buddy-100.html

Kotz.:{

Ich verstehe so was nicht.
Der wird doch auch künftig Gewalt ausgeben, wenn ihm was nicht passt, ob an Mensch oder Tier.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 20:00
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Es ging um den unsäglichen Spruch, der hier nicht anwendbar ist, weil dieser "Einzeltat" eines Psychopathen nichts über die allgemeine gesellschaftliche Grundeinstellung aussagt.
Das stimmt. Nicht gesellschaftlicher Kontext führte zu der Tat sondern die psychische Verfassung des Täters.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 20:13
Der Angeklagte sei bereits vorbestraft gewesen, innerhalb der letzten zehn Jahre aber nicht mehr straffällig geworden, so das Gericht.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/flensburg_nordfriesland_schleswig-flensburg/hund-in-flensburg-erhaengt-bewaehrungsstrafe-fuer-38-jaehrigen,buddy-100.Hrigoriya

„Nicht mehr straffällig geworden“ ist nur das, was das Gericht weiß. Vielleicht war der Straftäter schlau geworden und hat weitere Straftaten unter dem Radar der Polizei bzw. des Gesetzes verübt.

Der schonende Umfang mit Straftätern ist genau zu analysieren, was er bringt, was er nicht bringt. Ich bin sicher, viele machen sich noch immer Illusionen bezüglich der Resozialisierbarkeit.

Besonders schockierend ist der Fall des Katzentöters aus Kanada. Erst tötet er Katzen vor laufendem Video. Die Kripo macht nichts. Dann tötet und zerstückelt er einen Menschen und verschwindet über Paris nach Berlin.

Wikipedia: Luka Rocco Magnotta

Tierquälerei ist ein Weg, der sehr oft zur Menschenquälerei führt.
Zitat von LanzaLanza schrieb am 11.08.2026:Für mich ist das eine Vorstufe für weitere Gräultaten
Kriminalisten wissen das; das Gesetz weiß es nicht.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 20:25
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Der schonende Umfang mit Straftätern ist genau zu analysieren, was er bringt, was er nicht bringt. Ich bin sicher, viele machen sich noch immer Illusionen bezüglich der Resozialisierbarkeit.
Für mich lautet die Frage: was bringt Strafe?
Als Werkzeug der "Erziehung" ist sie unwirksam.
Das Strafmaß selbst hat darauf auch keinen nennenswerten Einfluss.
Aus Rache sollte auch niemand bestraft werden.
Der Abschreckung dient sie sehr weit weniger, als gemeinhin angenommen wird.
Was bleibt ist ein sinnloses Strafsystem, das sich auf einer Skala von Monaten und Jahren entlanghangelt, deren Einteilung in den Einzelentscheidungen ihre Absurdität entblößt.

Wäre es nicht besser, nach gefährlich und ungefährlich für die Gesellschaft zu unterscheiden und als Staat Verantwortung für den Schutz dieser zu übernehmen?


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 20:43
Zitat von SkepsiSkepsi schrieb:Wäre es nicht besser, nach gefährlich und ungefährlich für die Gesellschaft zu unterscheiden und als Staat Verantwortung für den Schutz dieser zu übernehmen?
Wie würde da die "Strafe" aussehen bei ungefährlich aber dennoch eine Straftat begangen?
Einfach machen lassen?


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 21:01
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Wie würde da die "Strafe" aussehen bei ungefährlich aber dennoch eine Straftat begangen?
Einfach machen lassen?
Wie würde denn eine Straftat aussehen, bei der niemand geschädigt oder gefährdet wurde?


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 21:41
Zitat von SkepsiSkepsi schrieb:Wäre es nicht besser, nach gefährlich und ungefährlich für die Gesellschaft zu unterscheiden und als Staat Verantwortung für den Schutz dieser zu übernehmen?
Wie soll das denn aussehen? Soll jeder Straftäter auf freiem Fuß bleiben, aber überwacht werden, um eine Wiederholung zu verhindern?

Ich meine, dass Strafen für Verbrechen doch einige Leute abschrecken, die gern die eine oder andere Straftat begehen würden, aber Angst haben, im Gefängnis zu landen. Das mag man bedauerlich finden, aber den Schutz von potentiellen Opfern finde ich persönlich wichtiger als philosophische Betrachtungen.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 22:01
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Ich meine, dass Strafen für Verbrechen doch einige Leute abschrecken, die gern die eine oder andere Straftat begehen würden, aber Angst haben im Gefängnis zu landen. Das mag man bedauerlich finden, aber den Schutz von potentiellen Opfern finde ich persönlich wichtiger als philosophische Betrachtungen.
Die abschreckende Wirkung von Strafen ist nicht sehr effektiv. Da gibt es zahlreiche Studien und Statistiken zu.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wie soll das denn aussehen? Soll jeder Straftäter auf freiem Fuß bleiben, aber überwacht werden, um eine Wiederholung zu verhindern?
Wie das im Einzelnen aussieht muss man sich sicherlich überlegen. Wie sieht es denn jetzt aus? Nehmen wir an, du hast einen gewalttätigen Straftäter, der wiederholt wegen schwerer Körperverletzung angeklagt wurde. Nach einer bestimmten Zeit ist er immer wieder auf freiem Fuß und damit wieder eine Gefahr für seine Mitmenschen.
Würdest du den gleichen Menschen frei umherspazieren lassen, wenn er eine hochansteckende Krankheit hätte, die anderen schweren Schaden zufügen kann?

Der Fokus auf eine Strafe verhindert doch geradezu, dass potentielle Opfer geschützt werden.


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 22:08
Zitat von SkepsiSkepsi schrieb:ehmen wir an, du hast einen gewalttätigen Straftäter, der wiederholt wegen schwerer Körperverletzung angeklagt wurde. Nach einer bestimmten Zeit ist er immer wieder auf freiem Fuß und damit wieder eine Gefahr für seine Mitmenschen.
Würdest du den gleichen Menschen frei umherspazieren lassen, wenn er eine hochansteckende Krankheit hätte, die anderen schweren Schaden zufügen kann?
Natürlich nicht. Der muss isoliert und behandelt werden. Aber sobald er geheilt wäre, dürfte er natürlich wieder "umherspazieren". Diese Zeit der Absonderung von der Gesellschaft wäre also vorübergehend.

Ob ansteckende Krankheiten ausgeheilt sind und die Betroffenen noch ansteckend sind oder nicht, kann man zweifelsfrei nachweisen. Ob der Gewalttäter aus deinem Beispeil ungefährlich geworden ist, kann man höchstens hoffen. Wenn nicht, hat den Schaden meistens nicht der Gutachter, der ihm Ungefährlichkeit bescheinigte, sondern irgendjemand anders.

Würdest du also eine Art nettes Hotel oder Heim für gefährliche Kriminelle vorschlagen, aus dem sie erst herausdürfen, wenn klar ist, dass sie nicht rückfällig werden? Und wenn ja, wie soll man erkennen, ob sie rückfällig werden könnten?


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Mord an Hund in Flensburg

14.08.2026 um 22:15
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Würdest du also eine Art nettes Hotel oder Heim für gefährliche Kriminelle vorschlagen, aus dem sie erst herausdürfen, wenn klar ist, dass sie nicht rückfällig werden? Und wenn ja, wie soll man erkennen, ob sie rückfällig werden könnten?
So in etwa. Es ist nicht möglich, ein valides Rückfallrisiko zu berechnen. Deswegen bleibt gefährlich, wer bereits gefährliches getan hat.


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Mord an Hund in Flensburg

16.08.2026 um 16:48
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Es ging um den unsäglichen Spruch, der hier nicht anwendbar ist, weil dieser "Einzeltat" eines Psychopathen nichts über die allgemeine gesellschaftliche Grundeinstellung aussagt.
Was aber schon etwas über die Gesellschaft aussagt, ist der Strafrahmen, oder nicht?
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit galten Tiere bei uns vor dem Gesetz als "Sache". Also war eine Handlung, wie dieser Täter sie vollzogen hat, bis vor kurzem eine Sachbeschädigung. Inzwischen ist das Gesetz geändert worden, aber m.M.n. bei weitem nicht genug.
Wer so etwas tut, dem gehört ein lebenslanges Haltungs- und Umgangsverbot ausgesprochen.
Und dann eine angemessene Bestrafung. Und die kann für so eine Greueltat nicht damit erledigt sein, dass man mit einer Geldstrafe davonkommt. So ein Täter sollte eingesperrt werden, für Jahre, und am besten in dieser Zeit als 1-Euro-Jobber in Tierheimen saubermachen müssen oder neue Anlagen bauen o.ä. Ohne Kontakt zu Tieren natürlich. So ein Verhalten ist inakzeptabel, und wenn die Gesellschaft sowas einfach hinnimmt, dann muss sie sich auch daran messen lassen. Meine Meinung.

Der Täter sollte gut im Blick behalten werden, denn bei der Tat und der Vorgeschichte ist die nächste Eskalation doch mehr als wahrscheinlich. Mal sehen, wer ihn dann nervt, das kleine Kind vielleicht?


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