Das folgende Programm wird als klassisches Zeugnis der Literaturgeschichte präsentiert. Es wird in der ursprünglichen Form gezeigt. Einige Zeilen beinhalten rassistische, sexistische oder in anderer Weise diskriminierende Inhalte, die aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß sind."Du mutterlose Sau", sagte ich zu ihm, und sagte zu ihm, was er mit dem Geld machen könne. "Dem Schwulen gibst du fünfzig Pesos, und dann bietest du mir hier zwanzig an, wo du mir sechshundert schuldest. Ich würde auch nicht einen Penny von dir nehmen. Du weißt, was du damit tun kannst."
Ich stieg aus dem Auto ohne einen Peso in der Tasche und hatte keine Ahnung, wo ich die Nacht schlafen sollte. Später ging ich mit einem Freund hinaus und holte meine Sachen aus meiner Wohnung. Ich habe nie wieder mit ihm gesprochen, bis zu diesem Jahr. Ich traf ihn eines Abends, als er mit drei Freunden ins Callao-Kino ging. Er streckte mir die Hand entgegen.
"Hallo Roger, alter Freund", sagte er zu mir. "Wie geht's dir? Die Leute sagen, du redest schlecht über mich. Daß du alle möglichen unrechten Dinge über mich sagst."
"Ich sage nur, dass du nie eine Mutter gehabt hast", sagte ich zu ihm. Das ist das Schlimmste, was man auf spanisch sagen kann, um einen Menschen zu beleidigen."
"Das ist wahr", sagte er. "Meine arme Mutter starb, als ich so jung war, daß es den Anschein hat, als ob ich nie eine Mutter gehabt hätte. Es ist sehr traurig.
Da haben Sie einen Schwulen, wie er im Buch steht. Man kann ihm nicht beikommen. Nichts, aber auch gar nichts kann ihnen etwas anhaben.
- Ernest Hemmingway, "Die Mutter eines Schwulen" aus
Der Sieger geht leer ausFür mein Homey
;)