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Blutmagie

124 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Magie, Esoterik, Macht ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Blutmagie

27.09.2015 um 12:40
Ich schließe mich @Nemoro an, weil ich finde, dass es wichtiger ist selbst "ein Gefühl" für diese Dinge zu entwickeln :) Ich finde, dass ist wie mit den zu einem Sternzeichen zugeordneten Steinen. Wenn einem "sein" Stein einfach nicht zusagt, sollte man ihn ruhig liegen lassen... Es ist zwar eher selten, dass sowas passiert, aber es kommt schließlich vor. Da hilft nur ausprobieren & das Beste für einen Selbst herausfinden. Viel Erfolg ♡

Und noch etwas :) Sich stur an etwas zu halten, das in einem Buch oder sonst wo steht, kann ziemlich in die Hose gehen. Magie ist doch gerade dafür da, auf seine Intuition zu hören. Es schlägt ja auch nicht jedes Medikament bei jedem Menschen gleich an.

Gut, es gibt natürlich so Grundzeugsdingsdabumsdas, die man schlecht austauschen kann, weil sie einfach viel zu verschieden sind. Aber wer sagt, dass ein Stein - ein ganz normaler Stein der auf der Straße liegt, nicht genauso viel Sonnenenergie mit sich trägt, wie Gold es tut? :lv: Wenn es jetzt nicht gerade um ein riesengroßes geplantes Festritual ist, wieso nicht den Stein nehmen? Schließlich findet man in Allem eine Kraft, oder nicht? :)


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Blutmagie

27.09.2015 um 15:18
Hallo @Zerox
Mein Buch der Schatten habe ich auch mit Blut eingeweiht. (" Vom Blut und verbunden.")

Da ich viel mit Hekate arbeite kann ich dir hierzu folgende Infos geben:
Früher (und manchmal auch heute noch) wurde oft Menstruationsblut verwendet, das auch "Drachenblut" oder "Schlangenblut" genannt wird (Siehe auch Plinius der Altere : "Wie viel Gift im Monatsfluss der Frauen enthalten ist").
Das Frauenblut gilt als gefährlich und hat viele magische Eigenschaften - die Zeit im Monat gilt als starke magische Zeit.
Auch wird sowohl biologisch als auch spirituell die Menarche als Erwachen der Frau gesehen.
Zu Hekates Symbolik zählen, nebst Schlangen, Schlüsseln, Fackeln etc. auch Blut und sowohl eine blutende und eine nicht blutende Vulva, sie ist aber keine(!) Göttin der Fruchtbarkeit und der Zeugung.

Für Hekate werden entweder Speisen, Wasser oder Blut geopfert - früher eben das, was in der Küche übrigblieb. So wird der Zorn der Göttin abgewendet. Gleichzeitig ist das Ganze ein Reinigungsritus, da im Fall von Hekate das Opfer für das Verbrauchte steht, nicht für das Reine, Unschuldige (vgl. Christentum -> Lamm).

Auch die Alraune gilt als (Blut-)Werkzeug, da sie wohl aus dem Blut des gefesselten Prometheus entstand - die Gewinnung der Alraune unterliegt aber bestimmter Zeremonien.

Zusätzlich kenne ich noch ein Ritual der Totenbeschwörung (über kurze Zeit zum Leben erwecken) auf das ich nicht weiter eingehen will - dazu sind Tieropfer nötig.

Wolf-Dieter Storl sagt wohl auch einiges über Tieropfer und Blut, am Aussagekräftigsten finde ich folgendes:
Er sieht im Blut die Komplementärflüssigkeit zum pflanzlichen Chlorophyll, außerdem sieht er das Urmeer bzw. den Ozean in uns. Blut hat laut seiner Aussage einen fast so hohen Salzgehalt wie Meerwasser (Ist aber wohl widerlegt worden?). Das Eisen in unserem Blut macht uns wohl empfänglich für schwankende Magnetfelder und die Kraftlinien der Erde.

Laut archaischen Ansichten sind Kinder ja aus dem Blut der Frauen entstanden - Blutung bleibt aus: Einige zeit später wird ein Kind geboren.

Im englischen Aberglauben schreibt man Hexen eine dritte Brustwarze zu, aus der sie sich selbst mit Blut oder auch Milch nähren.

(Weitere Infos u.A. im Buch Hekate - die dunkle Göttin von Thomas Lautwein)


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Blutmagie

27.09.2015 um 15:22
@kuriten
Danke dir für diese umfassenden Informationen und den Buchtipp!

Das ist in der Tat ein sehr hilfreicher Beitrag für mich und hoffentlich noch einige andere User hier gewesen! :)


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Blutmagie

27.09.2015 um 19:41
@Tetragrammaton

Ein Riese von Posting
Zuerst mal auseinadner genommen.
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Wenn du keinen Sinn in der Magie siehtst, so ist das deine Entscheidung und es steht dir auch frei die Magie zu unterlassen.
Ich weiss nicht so recht. Also wie dus meinst schon:
Bei der kleinste handlung betreibe ich ja shon Magie, kommt drauf an ob bewusst oder unbewusst...
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:die Meisten denken bei Magie fast immer gleich an die unmöglichsten Dinge oder an irgendeinem Harry Potter Hokuspokus.
Tja, die Fantasie und die erklärung der Eltern...
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Nur weil "Liebesritual" was mit (teils) Aufzwingen von Beziehungen zu tun hat, muss das nicht geschehen. Wenn die entsprechende Person eine so tiefe Abneigung gegen dich hat, wirklich absolut nichts von dir will, kann auch ein Ritual nichts daran ändern. Die Aufzwingung durch Willenskraft kann funktionieren (wenn diese entsprechend hoch ist), ist aber nicht zu empfehlen, weil es dann natürlich die Aura des Magiers usw. verändert und damit auch sogar den Magier selbst abschwächt. Das kann also auch heißen, dass nicht mal das Ritual gelingen würde, da bereits die Intention da war jemanden zu zwingen und das kann bereits Änderungen hervorrufen was Qualität angeht. Das hat nichts mit Moralaposteln zu tun, sondern ist einfach Kausalität und die Gesetze auf der astralen Ebene. (Das kann man gerne in Bardon nachlesen)
Liebe erzwingen, was hat dies mit bedingungslosigkeit zu tun.
Wieso will jemand mit einem Ritual jemanden der ihn nicht will dazu zwingen Ihn zu wollen...
Was dient einem dies.
Welche überlegung/überzeugung stecken da dahinter ?
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Aber alleine die Tatsache, dass keiner mal den Gedanken daran verschwendet, dass soetwas passieren KÖNNTE, das ist es was mich traurig macht
Man kann halt nicht verlangen was jeder denken will.
Bei Ritualen braucht man nicht immer dies oder das, das ist richtig. Tatsächlich kann man auch viele Rituale ohne Hilfsmittel durchführen, was man übrigens Magie der leeren Hand nennt oder teilweise synonym auch einfach nur Psionik, also der ganze Kram mit Psi-Konstrukten etc. aber finde den Synonym eher unpassend. Allerdings sind dann solche Rituale komplett abhängig von der Arbeit deines Mentalkörpers, Astralkörpers und (teils) physischen Körpers.

Und das ist wesentlich schwieriger als wenn ich ein "Vehikel" habe, mit dem ich mit der höheren Natur interagieren kann. Man braucht also bspw. kein Blut, um ein Wunschritual durchzuführen. Wie aber bereits gesagt, ist das Blut ein wichtiges Hilfsmittel ein Vehikel bzw. kann die Manifestation eines Rituals verstärken, da nunmal die Intention, die Verwirklichung des Rituals durch die Willenskraft mit dem Blut des Magiers analog ist. Aber dies hängt dann aber weiterhin von der seelischen Reife der Person ab. Das Blut ist, im hermetischen Paradigma, jenes, das dem Akasha/Äther analog ist. Die Qualität des Blutes, also die astrale Essenz, misst sich in der seelischen Reife der jeweiligen Person. Kurzum, eine Seele, die sich ausgeglichen hat, sich von Gewohnheiten, Unkontrolliertheiten der Gefühle, usw. befreit hat, in seinen Mentalkörper und in seinem physischen Körper ein Gleichgewicht geschaffen hat, könnte nur einen Tropfen Blut verwenden, der schon starke Effekte erzielen kann. Dagegen jemand, der nur so von Gewohnheiten strotzt, Opfer seiner Umgebung ist, etc. der wird mehr Blut brauchen. (Quantität)

Generell sind Rituale, wie snafu erwähnte, nur dann durchzuführen, wenn man sich im Klaren ist WAS GENAU man tun und erreichen möchte.
Was wollen diejenigen erreichen mit Ritualen, wenn es ja auch darum geht nichts mehr zu wollen. ? (Wie oben angeschnitten)
Wieso nicht einfach so sein lassen wie es ist ?

Natürlich ist etwas zu tun mit einem Hilfsmittel anderst, als es ohne dieses Mittel zu tun.
Doch eben, warum was/es tun ?

Wie du sagts; Für sich, oder für andere.
Ist es dann bei dieser überlegung nicht so, dass egal was ich tue es sowieso andere miteinbezieht...
Und darum die grosse Irrlauffrage, weshalb tuen wir etwas, wieso betreiben wir Magie, hermetik.

Was bringt uns das ?
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Aus einer anderen Sicht kann ich dir aber sagen, dass Magie (so sehe ich das zumindest) nicht zum Ziel hat(te), dass man überhaupt Rituale anfertigt, um sich Wünsche zu erfüllen oder irgendwelche Liebesbindungsrituale zu machen. Für mich ist Magie stets ein Weg zur spirituellen Weiterentwicklung und die Fähigkeiten spielen da wenig Rolle. Sicher, ist die Ritualmagie in Bezug auf die Hermetik wichtig was die spirituelle Weiterentwicklung angeht. Aber auf Hinsicht zur Befrieidung egoistisch-materieller Wünsche oder auch altruistisch-materielle Wünsche (für alle/jemand anders) sind nicht Ziel der Hermetik und Magie.
Wie weit kann man sich geistig entwickeln, wie weit will man es überhaupt...
Was ist das Ziel im leben.
Eben, was wollen wir den erreichen im und durch das Leben ?
Denn auch wenn ich jemand anderem Glück wünsche, so muss in Folge dessen auch jemand darunter leiden. Einer hat Glück, gewinnt sogar 'ne Menge Geld, einer wird eifersüchtig und bringt die Person, der man ursprünglich Glück und Freude wünschte, um.
Du kannst ja auch jemanden Glückwühnschen ohne das du dir vorstellst, ein anderer müsse leiden.
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Nehmen wir an, wir machen einen altruistischen Wunsch um jemanden den besten Tag seines/ihres Lebens zu schenken. Plötzlich kommt der Chef und erzählt der/dem Glücklichen/m, dass er/sie eine Gehaltserhöhung kriegt. Voller Stolz posaunt er/sie es mit seinen Kollegen und Mitarbeitern, einige werden vielleicht eifersüchtig sein, er/sie wird vielleicht Freunde verlieren, vielleicht geht sogar einer so weit irgendwelche Geheimnisse von ihm/ihr auszuplaudern als Rache oder sogar noch schlimmere Sachen usw. Es muss nicht unbedingt so enden. Es hängt immer von der Situation ab.
Rein gar nichts wollen.
Wissen das jedem das wiederfährt was er für sich braucht: was wir brauchen...
Zitat von TetragrammatonTetragrammaton schrieb:Vielleicht auch besser so, wenn es Lügen und Märchen um Magie gibt, dann kommen nämlich eher wenige, wahrhaft Suchende, an den Weizen heran, nachdem sie ihn von der Spreu befreit haben.
Es braucht immer Lügen und Märchen um die Wahreit zu erkennen.
Magie/Hermetik schützt sich selbst sozusagen...
Somit ist es für uns leichter zu erkennen, wer es wirklich ernst meint !

@moonkitten
Zitat von moonkittenmoonkitten schrieb:Ich finde, dass ist wie mit den zu einem Sternzeichen zugeordneten Steinen. Wenn einem "sein" Stein einfach nicht zusagt, sollte man ihn ruhig liegen lassen... Es ist zwar eher selten, dass sowas passiert, aber es kommt schließlich vor. Da hilft nur ausprobieren & das Beste für einen Selbst herausfinden. Viel Erfolg
Ja wieso überhaupt sich auf Steine verlassen...
Kann ich das nicht auch ohne ereichen ?
Zitat von moonkittenmoonkitten schrieb:Aber wer sagt, dass ein Stein - ein ganz normaler Stein der auf der Straße liegt, nicht genauso viel Sonnenenergie mit sich trägt, wie Gold es tut? :lv: Wenn es jetzt nicht gerade um ein riesengroßes geplantes Festritual ist, wieso nicht den Stein nehmen? Schließlich findet man in Allem eine Kraft, oder nicht?
Gold ist ja schon ziemlich krass was es bewirkt.
Man siehe uns Menschen und unsere Wertvorstellungen...

--

Mandragora officinarum.
Möglicherweise wurde die Alraune, die nach kabbalistischen Prinzipien ein Symbol der Einswerdung darstellt, bei geheimen Mystischen Riten im alten Israel benutzt.
(Weinreb 1994: 252 -267)

LiebesApfel...


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Blutmagie

01.10.2015 um 21:00
@Nemoro
Danke dir erstmal, dass du dir die Zeit genommen hast meinen Beitrag zu lesen. Das tun nicht viele, aufgrund der Länge des Textes. Aber um das, was ich unter diesem Thema verstehe, annährend verständlich rüberzubringen, muss ich oft längere, detailliertere Sätze schreiben. Verzeih' mir deswegen.
Zitat von NemoroNemoro schrieb am 27.09.2015:Ich weiss nicht so recht. Also wie dus meinst schon:
Bei der kleinste handlung betreibe ich ja shon Magie, kommt drauf an ob bewusst oder unbewusst...
So ist es. Unter Magie verstand' ich in diesem Kontext zunächst die Ritualmagie, dessen Sinn du ja hinterfragst.
Zitat von NemoroNemoro schrieb am 27.09.2015:Liebe erzwingen, was hat dies mit bedingungslosigkeit zu tun.
Wieso will jemand mit einem Ritual jemanden der ihn nicht will dazu zwingen Ihn zu wollen...
Was dient einem dies.
Welche überlegung/überzeugung stecken da dahinter ?
Die Fragen sind richtig. Dies war ein Beispiel, das ich hier dargestellt habe. Es ist ein rein egoistischer-materieller Eigennutz, nämlich die/den bestimmten Liebespartner/in für sich zu gewinnen. Auch wenn die Begründung von vielen lautet: "Sie/Er liebt mich aber auch!" so ist nicht gesichert, dass dies der Fall ist. Erzwungene Liebe ist nebenbei, wie bereits gesagt, nicht einfach, sondern ein Ding der Willenskraft. Und einen Menschen sollten man rein aus "willentlichen" Gründen erstmal nicht unterschätzen. Der Mensch kann seine Handlungen selbst bestimmen, auch wenn sie größtenteils weiterhin aus umweltlichen und äußeren Umgebungsteilen beeinflusst sind, so sind wir doch in der Handlungsfähigkeit frei, dass wir ent-scheiden können, wen wir (in diesem Fal) lieben und wen nicht. Wenn er/sie keinen Grund sieht die-/derjenigen Person zu lieben und dies auch mit Überzeugung verneint, dann kann man selbst mit "Willensmagie" (wie man es so gerne nennt) nicht viel bewirken, außer man hat wirklich so eine durchdringende Aura wie auch Willenskraft, die wiederum ein ausgeglichenes Elementegleichgewicht verlangt usw, die einen extremen Einfluss auf Personen hat, die kein Elementegleichgewicht haben und sich leicht beeinflussen lassen. Aber es würde automatisch ein Ungleichgewicht erzeugen bzw. man hätte bereits eins, wenn man seine Liebesgefühle nicht unter Kontrolle hat.

Die Überzeugung der Meisten, die Liebesrituale betreiben, ist also Verzweiflung und Sehnsucht. Viele Frauen wie auch Männer sehnen sich nach ihrem Traumpartner. Einige werden total depressiv, wenn sie vom Traummann/-frau abgelehnt werden und greifen nunmal zu den "letzten Mitteln". Auch dient es als Befriedigung und evtl. als Motivation weiterzumachen. Denn die meisten Leute, die "Liebesrituale" durchführen, haben magisch eigentlich null bewirkt und nur ihre eigene Überzeugung und Motivation gesteigert und damit auch niemanden geschadet. Man kann nicht einfach von hier auf jetzt Magie betreiben und irgendwelche Rituale durchführen und dann erwarten, dass ein Effekt darauf folgt. Es gehört nunmal eine gewisse Schulung dazu, die Jahre in Anspruch nehmen kann. Auch wenn viele Anfänger behaupten, das würde gehen, so handelt es sich eigentlich bei den Meisten nur um eine Form der Wahrnehmung, die vom Placebo-Effekt abgeleitet ist. "Man sieht, was man sehen will." (blendet damit gewisse Dinge aus) und auch hier gilt natürlich, dass das auch eine Täuschung sein kann bis hin zu Wahnvorstellungen und Falscheinschätzungen. Beispiele sind da oft immer die, die total begeistert und voller Liebeskummer sind, sobald mal ein zufälliger Mann oder eine zufällige Frau zu dem (bald) Verliebten Hallo sagt und lächelt. Eine normale, ausgeglichene Person würde es zunächst mal als eine freundliche Begrüßung und Geste empfinden. Einige Verliebte überspitzen das Ganze aber und glauben, dass die bestimmte Person auf ihn/ihr steht oder gehen sogar so weit zu denken, dass die/der mit ihm/ihr im Bett rummachen will. Ja, solche Irren (Männer wie auch Frauen) gibt es tatsächlich, die das ernsthaft nach einer normalen Begrüßung denken. "Man sieht, was man sehen will."
Zitat von NemoroNemoro schrieb am 27.09.2015:Was wollen diejenigen erreichen mit Ritualen, wenn es ja auch darum geht nichts mehr zu wollen. ? (Wie oben angeschnitten)
Wieso nicht einfach so sein lassen wie es ist ?

Natürlich ist etwas zu tun mit einem Hilfsmittel anderst, als es ohne dieses Mittel zu tun.
Doch eben, warum was/es tun ?

Wie du sagts; Für sich, oder für andere.
Ist es dann bei dieser überlegung nicht so, dass egal was ich tue es sowieso andere miteinbezieht...
Und darum die grosse Irrlauffrage, weshalb tuen wir etwas, wieso betreiben wir Magie, hermetik.
So ist es. Und es sollte auch deine Frage beantworten mit: "Was wenn ich mir wünsche, dass niemand anderes mitbeeinflusst wird" das würde nicht gehen. Man kann zwar den Einfluss auf andere schwächen, das hat aber wiederum zur Folge, dass das auch auf Kosten desjenigen geht, dem man eigentlich Glück und Freude wünschen will. Und da kann durchaus eine Tautologie entstehen. Erstens würden die Meisten wollen, dass sie ihr Glück und ihre Freude mit anderen teilen können und gleichzeitig müsste, um wirklichen jeden Einfluss auf andere stark abzumildern, die Handlungsfähigkeit des Glückwünschenden eingeschränkt werden, was auch nicht geht, da (wie bereits oben erwähnt) die Handlungsfähigkeit des Menschen größtenteils auf den freien Willen beruht. Wenn er/sie unbedingt zu jemanden hinmöchte, dann wird er/sie das auch tun. Natürlich könnte man mittels Sprachgewandheit und Kommunikationsfähigkeit die Person auch überzeugen, nicht irgendwo hinzugehen. Ganz ohne Rituale o.ä Aufwand. Aber hier ist auch niemals garantiert, dass die Person sich nicht irgendwie umentscheidet und für sich selbst begründet doch irgendwo zu irgendjemanden hinzugehen.

Letztendlich: Egal wie du handelst, es wird immer irgendwo Einfluss haben und es wird auch andere mitbeeinflussen. Selbst wenn die bestimmte Person nichts über dich erzählen würde, können kleinste Änderungen des Gefühlszustandes der bestimmten Person viele in der Umgebung beeinflussen. Solche subtilen Bereiche geschehen sogar oft unbewusst, ohne das wir es bemerken. Da gab es auch mal das Experiment mit bunten Häusern(rot, gelb, grün), bei dem man später nachweisen konnte, dass ein Großteil der Bewohner, die dort lebten, sich lebendiger und glücklicher fühlten als jene, die in den anderen eher grauen, weißen Gebäuden, einen unzufriedeneren, fast kalten Gemütszustand hatten. Ich weiß leider nicht mehr woher das war, aber bin mir sicher das es irgendwo noch im Internet zu finden ist. Also auch Farben können die Psyche beeinflussen und sehr oft ohne das wir es merken.

Es ist also schlussendlich eine Frage für dich Selbst. In der Hermetik legt man einen Wert auf Gleichgewicht und Balance. Es geht nicht darum, sich egoistisch zu verhalten, aber auch nicht sich altruistisch zu verhalten. Es geht darum gewissermaßen beides zu verbinden. Aber möglichst ohne jetzt das volle Programm mit Ritualen zu betreiben. Bei sich selbst wie bspw. sich selbst Ruhe und Frieden zu wünschen ist ebenfalls "egoistisch" da Ich-bezogen, aber ist nicht als "negativen Egoismus" zu betrachten, der anderen schadet, SOLANGE man sich SELBST UNTER KONTROLLE HAT. Bei einem altruistischen Ritual jemand anderem Ruhe und Frieden zu wünschen ist dagegen sogar riskanter, da du die bestimmte Person nicht wirklich in- und auswendig kennst. Deshalb ist altruistisches Handeln in der Magie oft riskanter als das egoistische. Aber auch beim egoistischen Aspekt ist es wichtig. Viele kennen sich nicht mal selbst und riskieren, dass sie einen Fehler begehen und dann irgendeine Handlung begehen, die vorher nicht miteinberechnet wurde. Deshalb legt Hermetik einen großen Wert auf Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle. Ruhe und Frieden kann, bei unausgeglichenen Personen, auch in Faulheit und gar in Antriebslosigkeit enden, selbst wenn man das ursprünglich nicht geplant hat.

Es ist also deine Entscheidung und dein Wille. Wenn du keinen Sinn in der Hermetik, der (Ritual)magie bzw. generell dem Okkultismus usw. siehst, so zwingt dich auch niemand dazu diese zu praktizieren. Du musst schließlich auch kein Philosoph werden, wenn du darin nur brotlose Kunst und Umherwerfen von Begriffen siehst.

MfG,
TG.


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