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Die Sucht nach einer Person

115 Beiträge, Schlüsselwörter: Liebe, Sucht, Abhängigkeit, Verzweiflung

Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:24
@Subway
Ja, objektiv betrachtet hat es wenig mit Liebe zu tun. Die abhängige Person sieht das natürlich erstmal anders.

Richtig, ich war/bin labil. Steckte in einer Depression mit Anteilen einer abhängigen Persönlichkeitsstörung. Ich war in einer Klinik, bin noch in Therapie, aber so ganz wollen diese Sehnsüchte und Gefühle nach dieser Person noch nicht verschwinden. Deswegen meine Frage, ob jemand Erfahrungen hat, wie lange es andauern kann bis man einigermaßen drüber weg ist.


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:37
@Dasdeeeeniz
... und ich hab dir geantwortet, weil auch ich dieses Gefühl kenne. Allerdings nicht in der Form, die du beschreibst. Ich würde es tatsächlich als Liebe bezeichnen, weil ich auch ohne diese Person ein zumindest akzeptables Leben führen kann, das durch diese eben nur unendlich schöner wäre.

Bei mir dauert dieses Gefühl mittlerweile seit >3 Jahren an, aber das "darf" es mMn auch, sonst wäre ich auch echt enttäuscht von der Liebe ;)

Von daher kann ich dir da leider keine Avancen machen nach dem Motto "geht bald vorbei" - auch wenn es sich bei dir möglicherweise nicht um wahre Liebe handelt.


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:45
@Subway
Es wäre ja okay für mich, wenn ich so ein unterschwelliges verliebtsein Gefühl noch hätte, wenn ich an ihn denke. Oder ein einfaches Vermissengefühl. Aber wenn ich wieder solche Momente habe, geht da viel mehr in mir ab. Dann kreisen meine Gedanken nur um ihn, ich stelle mir Fragen die ich eh nicht beantworten kann und quäle mich damit selbst. Aber wie gesagt, es wird schon besser, nur leider noch nicht so viel besser, dass ich sagen könnte, ich bin komplett drüber weg.


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:49
@Dasdeeeeniz
Ja, okay, so ist es bei mir auch. Wenn man einen Menschen wirklich liebt oder an ihm hängt, wäre es finde ich auch schlimm, wenn man dies in ein paar Monaten vollends verarbeitet hätte.

Ich kann dir nur raten, nach Sachen zu suchen, die dir wirklich Spaß machen und die dich erfüllen. Bei mir ist das zugegebenermaßen nicht viel, aber die paar Sachen, die es sind, helfen, diese Gedanken zu vertreiben und trotzdem fröhlich zu sein :)


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:54
@Subway
Danke :) so ein paar Sachen habe ich auch gefunden. Sport hilft mir im Moment sehr oder die Wohnung putzen. Wenn es schon im Kopf nicht ordentlich ist, sollte es die Umgebung sein :D und soziale Kontakte helfen mir sehr. Nur auf der Arbeit ist es immer noch häufig schlimm (Büroarbeit).


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 15:57
@Dasdeeeeniz
Aber das hört sich doch schon mal gut an finde ich :)

Alles kann sowieso nicht Spaß machen finde ich. Natürlich ist es blöd, wenn es gerade die Arbeit ist, die keinen Spaß macht :/


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 16:04
@Subway
Ja, es ist auch schon wesentlich besser geworden. Es haut mich nicht mehr jeden Tag um :D

Die Arbeit wird auch mittlerweile zu meinem Problem. Ich muss mich gerade entscheiden, ob ich mich durchbeiße und an meinem Job festhalte oder ob ich mich komplett umorientiere. Schwierig, denn eigentlich ist es eine sehr gute Stelle hier. Andererseits hat mir der Beruf an sich glaube ich noch nie so richtig Spaß gemacht.


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NothingM
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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 16:33
Hab nicht den ganzen Thread gelesen. Scheint klassische Verliebtheit gemischt mit emotionale Abhängigkeit


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 17:53
@Dasdeeeeniz
Ja, so was finde ich auch immer schwierig.
Würde es denn etwas geben, was dir definitiv besser gefallen würde?


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Die Sucht nach einer Person

16.11.2017 um 22:06
@Dasdeeeeniz
Ich kenne das sehr gut, was du beschreibst.
Ich war 2012 auch wegen meinem Ex in einer Klinik, weil er sich trennte.
So richtig drüber hinweg war ich erst 2015, aber keine Angst, das muss nicht auch bei dir so lange dauern.
Wichtig ist, dass du deine eigenen Stärken kennenlernst und dich selbst lieben lernst.Dann brauchst du bald auch keinen anderen mehr, um glücklich zu sein.
Nicht falsch verstehen: eine Partnerschaft ist eine Bereicherung für's Leben, aber sollte niemals etwas sein, ohne das man nicht mehr leben könnte.


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Die Sucht nach einer Person

17.11.2017 um 01:12
In gewisser Weise ist emotionale Abhängigkeit rational.
Das fängt schon als Neugeborenes an, in der sich die emotionale Bindung an die Eltern entwickelt und sich weiterhin festigt.
Ein Kind braucht Vertrauen und Geborgenheit. 
Zuneigung.
Alles wiederholt sich im Leben immer wieder.
Man trifft Menschen, die einem etwas bedeuten.
Der beste Freund seit Kindertagen.
Gefühle über Gefühle begleiten und prägen einen Menschen.
Dann kommt die erste Liebe.
Man lernt wieder intensive Gefühle kennen.
Neue Zuneigung, neue Geborgenheit.
Leidenschaft.
Dann kommt der erste Schmerz.
Er fühlt sich an, als wär das Leben vorbei, als wäre alles sinnlos. Als würde man nie wieder glücklich werden.
Es ist die Liebe, die einen so fühlen lässt und ist verantwortlich für den Schmerz, der uns den Sinn nimmt, da diese Liebe nicht mehr da ist.
Gott sei Dank gibt es andere wichtige Menschen um einen herum.
Welche, die zeigen, dass sich die Welt weiterdreht. Welche, die erkennen, dass der Sinn noch da ist.
Liebe hat einen Sinn. Einen ganz großen.
Es ist das, was wir alle möchten. Wonach wir streben und wodurch wir uns lebendig fühlen. Wir brauchen es.
Sie gibt uns das Gefühl der Geborgenheit, der Zugehörigkeit.
Deswegen dreht sich die Erde weiter.
Sie ist ein starker Halt und etwas, auf das man nicht verzichten kann.
Wir sind abhängig davon, denn wir wären nichts ohne dieses Gefühl.
Ein Mensch, der uns dieses Gefühl vermittelt, ist immer wertvoller als jemand, der es nicht tut.
Wir passen auf diese Menschen auf, auf uns wird aufgepasst.
Wir erfahren dadurch Dinge, die wir sonst nicht erfahren würden.
Dieses Gefühl ist mächtig.
Es verschwindet nicht so einfach und wir können es nicht kontrollieren. Allein das zeigt den Wert und die Ernsthaftigkeit dahinter. Wer kann mit dem Finger schnipsen und das Gefühl ist weg? Das kann keiner behaupten.
Wir können uns nur ablenken und uns immer wieder einreden, dass alles okay ist. Dass wir genau diese Menschen nicht brauchen.
Man fühlt auch den Schmerz, wenn diese Menschen weg sind. Wenn einen die große Liebe verlässt oder stirbt, die Eltern nicht mehr da sind oder die Freunde verunfallen.
Es haut uns sowas von in die Ecke, dass wir wochenlang das Haus nicht verlassen oder uns in die Arbeit stürzen, um ja nicht daran denken zu müssen, denn es könnte uns ja einholen und lahmlegen.
Die Abhängigkeit ist immer da.
Man gibt es nur nicht zu und man tut, als könnte man auch so glücklich werden.
Deswegen weint man auch, weil man ohne sie glücklich wird.
Deswegen fühlen wir alle diesen Stich im Bauch, wenn wir solchen Verlusten erlegen sind, dieses Übelgefühl, die Taubheit in den Beinen.
Wir kommen alle bestens mit uns alleine klar...

Abhängig von Menschen zu sein ist natürlich.
Menschen, die uns was bedeuten, bringen uns in Krisenzeiten oder in die höchsten Höhen.
Mit ihnen fühlen wir uns vollkommen oder so unvollkommen, so halb.
Wir machen uns nicht mal eben selbst vollkommen, wenn dieser Mensch nicht mehr ist, wir leiden.
Und wir reden uns ein, dass wir klar kommen, bis wir es irgendwann wirklich tun.



Nur der ein oder andere hat keine anderen Menschen, die einen stützen und den eigenen Wert noch mal vorhalten und Geborgenheit geben.
Diese Menschen sind der Wirkung nur hilflos ausgeliefert und fühlen es bis zum Erbrechen.
Und das zeigt wieder, wie abhängig man von anderen Menschen ist.

Ganz natürlich.


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Die Sucht nach einer Person

17.11.2017 um 02:06
@sunshinelight so gescheit dein Text..bin gerührt! Vielen Dank =))) werde ich mir immer wieder durchlesen *-*


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Die Sucht nach einer Person

17.11.2017 um 08:46
@Subway
Also im Moment sitze ich hauptsächlich im Büro (Einzelbüro). Und da versinke ich leider regelemäßig in mir selbst. Ich kann mich schlecht aufraffen konzentriert zu arbeiten, stattdessen kreisen meine Gedanken um andere Dinge. Ich hatte nach meinem Klinikaufenthalt angeregt mich in ein Doppelbüro zu setzen, damit ich Gesellschaft habe. Leider wurde es nicht umgesetzt.

Besser gefallen... Ja, etwas, wo ich körperlich was tun muss. Wo ich direkt Ergebnisse habe und nicht nur Dateien bearbeite. Also in irgendeiner Art was handwerkliches. Oder etwas mit Menschen. Pflegebreich zum Beispiel. Das hat mir als Zivi eigentlich Spaß gemacht und man bekommt von den Menschen direkt etwas zurück. Oder irgendwie bin ich auf die Idee gekommen ein duales Studium zum Fitnessökonom zu beginnen. Aber es kommt mir momentan verrückt vor nach Studium und mit einer guten Stelle (ÖD) nochmal von vorne anzufangen (sehr wahrscheinlich in einem schlechter bezahlten Job und weniger Sicherheiten). Ach, alles noch Spinnereien, aber ich muss mich zeitnah entscheiden.

@Oskura
Ich verstehe da nichts falsch, denn genau das habe ich ja auch in der Klinik gelernt. Ich kann auch alleine glücklich sein. Ich bin dabei es zu lernen, mich kennen zu lernen, meine Stärken und Interessen kennen zu lernen, mein Wesen kennen zu lernen. Danke für deine Worte :)

@sunshinelight
sunshinelight schrieb:Das fängt schon als Neugeborenes an, in der sich die emotionale Bindung an die Eltern entwickelt und sich weiterhin festigt.
Ein Kind braucht Vertrauen und Geborgenheit. 
Zuneigung.
Nur wenn das schon fehlt, jagt man dem sein ganzes Leben danach, obwohl man es nicht kompensieren kann. Daher rühren ja teilweise die krassen Gefühle bei einer Abhängigkeit. Schöner Text, hat mir gut gefallen und mich berührt. :)


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Die Sucht nach einer Person

17.11.2017 um 19:49
@Dasdeeeeniz
Dasdeeeeniz schrieb:Ach, alles noch Spinnereien, aber ich muss mich zeitnah entscheiden.
Warum musst du dich zeitnah entscheiden?

Ja, ich verstehe das Problem. Ich finde, das Schwierige ist v.a., dass man oft nicht wirklich sicher sein kann, ob es einem in einem anderen Bereich tatsächlich besser gefallen würde - zumindest auf lange Sicht gesehen. Oft idealisiert man ja auch das Ganze und nach ein paar Wochen ist man doch wieder auf dem Boden der Tatsachen und denkt sich: so viel schlechter war das vorherige jetzt auch wieder nicht?! Ein Zurück gibt es dann aber wahrscheinlich nicht.

Ich würde das Ganze davon abhängig machen, seit wann du den Wunsch verspürst, etwas anderes zu machen. Wenn ich den Wunsch hätte, etwas anderes zu machen, würde ich denke ich mindestens 1 Jahr warten und schauen, ob der Wunsch dann immer noch in der gleichen Intensität vorhanden ist. Denn nur dann würde es sich mMn wirklich lohnen, dafür zu kämpfen. Vielleicht kannst du ja auch in deiner Freizeit in andere Berufsfelder reinschnuppern und dich überzeugen, ob dich diese auch über längere Zeit wirklich so sehr bereichern wie erhofft. Ansonsten muss man natürlich das Aufwand-Nutzen-Verhältnis abwägen.


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Die Sucht nach einer Person

21.11.2017 um 09:04
@Subway
Ich muss mich zeitnah entscheiden, weil mein Arbeitgeber eine Entscheidung will. Entweder Stunden reduzieren und voll leistungsfähig werden oder den Vertrag auflösen mit Lohntfortzahlung für eine Überbrückungszeit. Also man will mich hier nicht mehr. Wenn ich so zurück denke, bin ich noch nie in meinem Job so richtig aufgegangen. Von daher sollte ich es vielleicht als Chance sehen mich umzuorientieren. Aber ist natürlich eine schwierige Entscheidung.


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