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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

157 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schule, Bildung, Lehrer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 19:55
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es gibt sie, die schlechten Lehrer. Das kann man nicht wegdiskutieren. Ein simples Beispiel sind die Lehrer, die 40% der Zeit selbst wegen diverser Erkältungen fehlen, wegen denen keine Aldi Kassiererin zu Hause bleiben würde. Und das Grundschulkind geht dann in der Zeit quasi auf ne Fern-Uni.
So ne Lehrerin hatte ich auch, ausgerechnet im Abschlussjahr. Die Wochen kurz vor der anstehenden Abschlussprüfung in Deutsch war sie zwei mal da und vorbereiten konnte/wollte sie uns nicht wirklich auf den Prüfungsablauf ("ist doch für mich auch neu, ich kann euch nicht sagen, wie das funktionieren wird"). Ja, wir waren der erste Jahrgang mit den Abschlussprüfungen, aber wtf? Die anderen Lehrer konntens doch auch erklären. Mal davon ab kam sie oft zu spät in den Unterricht, weil sie beispielsweise noch ein Handy kaufen war, das wir ihr dann erklären sollten usw.

Dieselbe Lehrerin hat auch nach Sympathie benotet, das fiel bei den Abschlussprüfungen enorm auf, weil die von anderen Lehrern benotet wurden. Da hatten dann viele mittelmäßig bis schlechte Schüler Einsen und Zweien (mich hatte sie mit 3- vorbenotet, in der Abschlussprüfung hatte ich die volle Punktzahl). Ich war später mit ihrer Tochter in einem Kurs und sie meinte mal, sie würde eher aus dem Fenster springen, als ihre Mutter als Lehrerin haben zu wollen. Die hätte eh keinen Bock, es wäre ihr scheißegal, welcher Schüler welche Leistung erbringt usw.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Sehe ich auch so. Besonders, wenn man sich den maroden Zustand, vieler Schulgebäude ansieht. Das muss für Lehrer auch frustrierend sein, jeden Morgen solche baufälligen und graffitibeschmierten Schulen zu betreten.
Das macht auch als Schüler keinen Spaß. Unser Klassentrakt war so marode, dass die Fensterrahmen verfault waren, manche Fenster nicht schlossen und die Heizungen funktionierten auch nur mit viel Glück mal. In der ganzen Schule gab es für über 2000 Schüler ganze acht funktionierende Toiletten (vier für die Jungs, vier für die Mädels), die auch nur in den Pausen offen waren. Das ist keine sonderlich einladende Atmosphäre. Dafür war die Mehrzahl der Lehrer echt toll. Anders als an meiner vorherigen Schule, die zwar top in Schuss war, aber die Lehrer... naja. Schüler mit Schlüsseln bewerfen (und mehr als einmal am Kopf treffen) gehörte da bei so manchem zum guten Ton. Und das war in den frühen 2000ern, nicht in den frühen 1900ern.


Die mit Abstand besten Lehrer habe ich bislang an der Schule meines Kindes erlebt, was daran liegen mag, dass sich in den Bereich der Förderschulen nur Leute verirren, die da wirklich Herzblut reinstecken.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 20:22
Ich hab definitiv mehr schlechte als rechte Lehrer angetroffen. Von den faulen Säcken, die nicht unterrichten und stattdessen lieber fehlen oder vor der Klasse hocken, faulenzen und Kuchen fressen bis zu denen, die sozial völlig inkompetent sind und nicht mit Schülern umgehen können, die aus etwas problematischen Verhältnissen kommen. Mir scheint es mittlerweile sowieso schon so als wären viele soziale Berufe überwiegend mit völlig unfähigen Witzfiguren besetzt.

Ein guter Lehrer sollte seinen Schülern ein gewisses Maß an emotionaler Unterstützung anbieten können und den Stoff auf interessante und abwechslungsreiche Weise vermitteln.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 20:36
Ein guter Lehrer sollte in seinem Fach stets informiert und auf dem neusten Stand sein, er sollte Spaß an der Arbeit mit Kindern haben. Darüber hinaus sollte er in der Lage sein, sein Wissen kindgerecht zu formulieren. Ihm sollte nicht der Kragen platzen, wenn sich die Wissensvermittlung schwierig gestaltet. Er sollte auch in schier auswegslosen Gegebenheiten eine Respektsperson für seine Schüler sein, Ansprechpartner und Vorbild.
Weiterhin erwarte ich Kommunikationsbereitschaft mit den Eltern, Mediator bei Differenzen, jeden Morgen ein Lächeln auf den Lippen.
Der Lehrer stellt für mich die erste Instanz in Sachen Schulbegeisterung der Kinder dar. Keine Frage sollte ihm zu blöd sein, er sollte freiwillige Mitmachaktivität der Kinder fördern; und fordern. Spielerisch leicht, mit festen Zügeln in den Händen.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 20:41
Könnte mal wer formulieren was ein "guter Schüler" wäre, und warum es scheinbar so wenig gibt, sondern nur noch selbstverliebte Prinzen und Prinzessinnen?

Es gibt halt auch eine Holschuld, ich weiss gar nicht was ich mir hätte anhören müssen, wenn ich meine schlechten Noten auf den Lehrer geschoben hätte.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 21:34
@towel_42
Ein "guter" Schüler muss nicht unbedingt Spitzennoten haben. Ein Schüler der "Normalverhalten" zeigt, sprich nicht den Unterricht stört, die elementaren Höflichkeisformen an den Tag legt und größtenteils aufmerksam dem Unterricht, folgt wäre nach meiner Auffassung ein "guter Schüler".

Wenn er noch halbwegs regelmäßig seine Hausaufgaben erledigt und der Notenschnitt im 3 er Bereich liegt, wäre er für mich ein "guter" Schüler.

Ich hätte "schlechte" Noten auch nicht auf dem Lehrer abschieben können. Mein Vater hätte mir was gehustet. Wir sind aber vermutlich eine etwas ältere Generation.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 21:40
@Rotmilan
Ich würde das immer an seinem Willen was lernen zu wollen festmachen.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

18.09.2018 um 21:44
@towel_42
Ja, das sehe ich auch so. Der Lernwille ist schon sehr wichtig. Und das Durchhaltevermögen sich auch mal weniger spannende Sachverhalte anzueignen, als Schüler.
Grammatik z.B. macht ja auch vielen Lehrern keinen Spaß. Man sollte sie aber bis zu einem gewissen Grad beherrschen ,auch wenn es nicht so spannend ist.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 09:56
Zu meiner Schulzeit in den 1960ern waren in Westdeutschland die meisten älteren Lehrer ehemalige Offiziere der Wehrmacht oder der Waffen-SS. Da kann man sich in etwa vorstellen, wie der Schulbetrieb und der Unterricht liefen. Wie auf dem Kasernenhof - mit Drill, Gebrüll und gelegentlichen Körperstrafen. DAS waren schlechte Lehrer. Aber gelernt habe ich irgendwie trotzdem was. Und sei es nur, dass mich hinterher nichts mehr schrecken konnte.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 10:09
@Doors

Ich hatte in den 80ern sehr unterschiedliche Lehrertypen und der einzige, von dem ich wirklich was gelernt habe, war ein harter alter Haudegen, Quereinsteiger vom Bund, herzensgut, aber in seinen Beurteilungen sehr deutlich. Das stand am Rand einer LK Klausur dann schon mal 'Du Blödmann' / 'Schwachsinn' oder ähnliches.

Er war aber eine Person, an der man sich 'reiben' konnte und anderen Meinungen durchaus aufgeschlossen. Er gab uns für die Ferien immer so 10 Bücher zum Lesen auf (Oberstufe) und sagte: Wenn Ihr glaubt, dass ich das mit Euch durchnehme, habt ihr Euch geschnitten. Ihr müsst Euch vorbereiten und dann können wir ernsthaft über diese Themen sprechen.

Und genau so war es, dadurch war es nichts Vorgekautes, sondern es gab Gespräche auf annähernder AUgenhöhe.

Wo wir diese von ihm gewählten Bücher herbekommen sollten, war unsere Sache


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 10:12
@sacredheart

Ich konnte mit den alten Frontschweinen auch besser klarkommen als mit den Cordhosenträgern und Birkenstock-Sandalistinnen, die später auf meine Gören losgelassen wurden. Die hatten teilweise echt Angst vor mir als Elternvertreter.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 10:15
Wir hatten anfang der Siebziger beides, sowohl den prügelnden ("nur" die Kinder deren Eltern das erlaubt hatten) aber auch schon den ersten Schwung der "68er" Lehrer. Ich erinnere mich an den grössten Teil dieser Lehrer im Nachhinein eigentlich positiv, klar gab es auch didaktische Ausfälle, aber den Aufwand den da einige betrieben haben um uns kritisches Denken und eine verknüpfte Wissensgrundlage beizubringen, Respekt. So lange her Frau Carrera, Frau Fritz, Frau Pichon, Herr Jung, Herr Köbsel, Herr Franz, Herr Greb....... hatte selber eine Zeit überlegt Lehrer zu werden... Dann erinnere ich mich noch an einen Englischlehrer mit Scientologyhintergrund, kannte aber damals noch niemand so richtig und die Sache wurde unter den Tisch gekehrt und er konnte weiter seine Hubbardwelt verbreiten, heute organisiert er wohl Romreisen.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 10:39
@Doors

Und wir hatten noch ein weibliches Frontschwein, so in etwas die Ausstrahlung von Frau Thatcher, Englischlehrerin kurz vor der Pensionsgrenze, aber auf eine harte Tour korrekt.

In Klasse 10 sah es für meinen besten Freund mal gar nicht so gut aus mit mittlerer Reife und Versetzung. Ich war in Englisch weit im sicheren Bereich. Also hatte ich im Abschlussaufsatz in mein Heft ganze 3 Sätze hingeschmiert und die 5 in Kauf genommen und mich den Rest der Zeit dem Klassenarbeitsheft meines Freundes gewidmet.

Da sah mir die Dame über die Schulter, sah auch sofort, was gerade ablief, klopfte mir auf die Schulter und sagte: Da haste aber viel zu tun heute, was?

So kam es, dass sich mein Kumpel mit einer massiven Leistungssteigerung in die 11 rettete.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 10:52
Zitat von towel_42towel_42 schrieb:Könnte mal wer formulieren was ein "guter Schüler" wäre, und warum es scheinbar so wenig gibt, sondern nur noch selbstverliebte Prinzen und Prinzessinnen?
den Eindruck habe ich allerdings auch. Kam neulich ein Bericht im TV. Alle aufgestylt, die Typen mit Sidecut usw... und nur noch am Smartphone hockend.
Zitat einer Schülerin "oh näää, voll blöööd" und so.... ok es war ne Brennpunktschule in Berlin-Neukölln. :D Aber ja es ist echt ne andere Zeit, das muss man schon sagen.
Vermutlich bin ich aber schon zu alt und das ist eben der Wandel der Zeit ("die Jugend von heute"). :D
Zitat von BeckyBecky schrieb:Schüler mit Schlüsseln bewerfen (und mehr als einmal am Kopf treffen) gehörte da bei so manchem zum guten Ton. Und das war in den frühen 2000ern, nicht in den frühen 1900ern.
das ist krass. Sowas kenne ich überhaupt nicht.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 11:00
http://www.sqa.at/pluginfile.php/813/course/section/373/hattie_studie.pdf

Hier mal eine sehr interessante Studie zum Thema.

Zu Herrn Hattie:

Wikipedia: John Hattie


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 11:00
@knopper

Das Werfen von Gegenständen (Buch, Schwamm, Schlüsselbund) scheint immer noch zum pädagogischen Inventar zu zählen.
Ich erinnere mich gut an meinen ehemaligen Mathelehrer. Er warf mit dem Buch nach mir - ich fing es auf und warf es spontan zurück. Treffer, versenkt. Er hatte eine Schramme - und ich ziemlichen Ärger.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 11:02
@Doors

Als ich in den 80ern zur Schule ging, kam gerade die Welle von Birkenstockis in der Schule als Junglehrer an und hatte es mit uns nicht einfach.
Sie wollten die Kumpeltour, aber was ist schon uncooler als einen Lehrer als Kumpel? Das war für Pubertierende so unvorstellbar wie ein Küsschen von Mami vor der Klasse.

Es war aber auch ein schöner sozialer Spielplatz. Wir hatten Physik bei Herrn W, Ende 50, sehr aufrecht, sehr kurze Haare, hart aber fair. Nebenan hatte eines dieser unscheinbaren Öko Mäuschen (sie war schon äußerlich ein Becher menschlichen Elends) Kunst Unterricht gegeben, ihre Klasse war mangels echtem Lehrkörper immer sehr laut.
Herr W. rief einen von uns auf und erhielt immer mal wieder die Antwort: 'Tschuldigung, habe ihre Frage nicht verstanden, wegen dem Lärm nebenan.' Er hatte schon auf das Stichwort gewartet, unsere Tür flog auf, er raus, die Nachbartür flog auf, krachte zu, es folgte: Ihr Säcke haltet jetzt mal alle sofort die Fresse und Sie sorgen hier in dem Saustall mal für Ruhe !!!!', dann ging unser Unterricht bei einem sichtlich gutgelaunten Herrn W weiter.


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Gute Lehrer, schlechte Lehrer

19.09.2018 um 11:07
Es gibt sowohl gute, als auch schlechte Lehrer, klar! Man darf aber auch nicht vernachlässigen, unter welchen Bedingungen Lehrer heutzutage oftmals arbeiten müssen.

Was mir größtenteils nämlich negativ aufgefallen ist, sind Eltern, die ihre Sprösslinge auch bei größeren Vergehen in Schutz nehmen und den Kindern somit aufzeigen, dass Fehlverhalten keine Konsequenzen nach sich zieht, zumindest nicht fernab der Schule. Die Lehrer, oder gar die Schulleitung, werden dämonisiert und der Spross kann ungehindert seine Verhaltensauffälligkeiten weiterentwickeln.


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