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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

54 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Nazis, Ausländer, Rechte, Rechtsextremismus, Einwanderung

Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

07.06.2015 um 00:05
@libertarian
libertarian schrieb:Ich selbst aber bin über diese Person gestoßen, dann kam auch dieser Thread, nannte die Person dann hier, hatte meine Vermutungen mit der Tarnung "Links, Emanzipatorisch", recherchierte bei Gelegenheit weiter, und siehe da, auch der besagte Autor und so manche Exil-Iraner haben schon darauf hingewiesen, siehe da, wenn es um Asyl für Islamkritiker und Ex-Muslime geht, dann ist ihm Asyl schon wieder nicht so wichtig, siehe da, er mag Kommunisten und Islamkritiker nicht, wie auch der Chomeini usw. usw.
Und was um Himmels Willen soll ich böse Diffamiererin denn bei solchen Recherchen denken?

Unbenannt
Die Pranger-Website Nürnberg 2.0 wird in den Vereinigten Staaten gehostet. Dahinter steckt ein selbst ernanntes "Netzwerk Demokratischer Widerstand". Ich hatte bereits vermutet, dass dahinter wiederum die größte Krawallschachtel der Szene steckt: Michael Mannheimer, der mit seinem Aufruf zum gewaltsamen Widerstand gegen die "Islamisierung" Aufsehen erregte.
http://blog.zeit.de/joerglau/2012/01/09/wer-steckt-hinter-nurnberg-2-0_5350


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libertarian
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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

07.06.2015 um 00:12
@Whoracle
Ja, wer hätte das gedacht. Die sogenannt rechtspopulistischen Seiten greifen das auf, wie man es nur aufgreifen kann. Und deswegen muss ich mit denen gemeinsame Sache machen. Wie gesagt, ich mach' mir keine Illusionen darüber, dass man sich hier davon beeindrucken lässt und das alles dadurch in den Augen vieler diffamiert wird. Nur solltest du eines bedenken: Es macht die Sache von diesem Kerl nicht besser, es tangiert nicht wirklich meine Kritik, sondern dient halt nur der Diffamierung, und vor allem: Es ist unehrlich und unredlich.

Mit Michael Mannheimer habe ich nichts am Hut, kaum je was von ihm gelesen, und der ist einer, der selbst mir zu weit geht. Das kannst du mir glauben oder auch nicht, ist mir relativ unwichtig. Ich schreibe hier für Personen, die hinter die Fassaden blicken können und wollen.


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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

07.06.2015 um 00:29
@libertarian

Es geht in diesen Artikeln nicht um diesen Vorfall und mir ging es nur um
libertarian schrieb:Ich selbst aber bin über diese Person gestoßen
Nach 6 Jahren wohlgemerkt...und
libertarian schrieb:recherchierte bei Gelegenheit weiter
libertarian schrieb:Nur solltest du eines bedenken: Es macht die Sache von diesem Kerl nicht besser, es tangiert nicht wirklich meine Kritik, sondern dient halt nur der Diffamierung, und vor allem: Es ist unehrlich und unredlich.
Ja, du hast selbstverständlich nur diese Person kritisiert, von einer "Invasion" und ähnlichem war nie die Rede. Ich spare mir das Zitat.


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libertarian
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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

07.06.2015 um 00:35
@Whoracle
Wieder billig,was da kam. Ich stehe hinter der Aussage mit der Invasion, ich beziehe das aber auf mögliche Absichten bestimmter Personen, die ich hier im Thread behandelt habe und die nicht nur ich, sondern auch andere kritisieren. Niemals ging es dabei pauschal um Migranten, und auch nicht mal Muslime allgemein. Mir geht es dabei um bestimmte Lobbys, die diese Ziele haben könnten, und hinter diesen Aussagen stehe ich auch. Aber ich sehe keinen Sinn darin, das hier zu disputieren, raubt doch nur Zeit, ist unsinnig, ist persönlich, ist Anfeindung.


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07.06.2015 um 00:45
@libertarian

Ja, wenn evtl "mögliche Absichten" existieren, das andere auch kitisieren und dann auch noch irgendwelche Lobbys unter Umständen "Ziele haben könnten", sollte man schon intervenieren...Hoffentlich bezeichnet das niemand als Paranoia.
edit: "Lasst uns nicht darüber streiten, wer eventuell wen umgebracht haben könnte"


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Warhead
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07.06.2015 um 14:36
Cypher1984 schrieb:Nix es ist nur ein Vorschlag von mir um den Islam besser kennenzulernen. Zugegeben ich war nur in drei der hier aufgeführten Länder aber es war prägend und träume immer noch von dem was ich sah
Bevor die CIA und der MI6 begannen un Pakistan und Afghanistan irre Fanatiker mit Waffen und Dollars vollzustopfen gabs keine Probleme mit diesen Idioten,man ging in ne Moschee,oder auch nicht,und fertig war der Lack.Dann stützte die CIA den Putsch und das Regime von Zia Ul Haqu der den alten Bhutto über Kopf aufhängte...mit seinen Eiern im Mund...und damit begann das islamistische Rollback von Idioten die vorher niemand für voll nahm und die von jeder Dorfmiliz zusammenkartätscht wurden


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07.06.2015 um 14:41
Was die Äusseren Konflikte angeht mag das so sein aber im inneren war es aber selten anderst in diesen Staaten.


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12.06.2015 um 08:47
@libertarian
Okay.

Vielleicht noch dazu was:
Oder schaue man sich etwa dieses Projekt "Heymat" von dieser Naika Foroutan an. Hat die da wirklich lautere Absichten mit? Bezieht sie die Interessen der aus ihrer Sicht "alten Deutschen" mit ein, wie viel Wahrhaftigkeit steckt hinter den Ergebnissen, was soll damit wirklich bezweckt werden? Hier mal eine Kritik daran:

Der Schriftsteller und Publizist Richard Wagner übte in dem Blog Achse des Guten polemische Kritik an dem Projekt. Fragwürdig erschienen ihm das Ziel und die gewährte Finanzierung: „Was bezweckt ein solches Projekt? Interessant ist, dass es sich nicht auf alle Einwanderer bezieht, sondern nur auf die so genannten Muslime. Es geht auch nicht mehr um Integration, sondern es geht darum, Platz zu machen, für eine Einwanderergesellschaft innerhalb unserer völkerrechtlich anerkannten Grenzen. Es geht um unser Territorium, um den Versuch der Landnahme. [...] Geht man auf ein solches Projekt ein, sollte man wissen, dass an seinem Ende die Auflösung der deutschen Nation steht, der Verlust der Heimat (ohne Ypsilon) für den Einzelnen, das Aufgeben unseres Territoriums. [...] In welchem Land der Welt würde ein Projekt wie ‚Heymat’, mit dem erklärten Ziel der Selbstaufgabe der Einheimischen, nicht nur geduldet, sondern auch noch öffentlich gefördert werden?“[5]

Wikipedia: Heymat

Und da ist auch schon ein Punkt, den du selbst angesprochen hast. Also jetzt mal das alles was du hier so schreibst kurz und bündig zusammengefasst, so stört dich doch, dass vor allem nur bestimmte Migranten-Gruppen und ihre Interessen Gehör zu finden scheinen aus deiner Sicht, und andere vernachlässigt werden.
Schwierig, da pauschal was zu sagen oder zu schreiben. Polemik hilft genauso wenig weiter wie Untertreibung.
Die Elite oder die Spitzen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist immernoch dominiert von "rein deutsch", weiß und männlich. Trotz Vielfaltsbekundungen gibt es da starke Beharrungskräfte. Es gibt Dinge, die kann eine Öffentlichkeit nicht wissen und wird die vielleicht auch kaum erfahren. Aber die Geschchten um "Bevölkerungsaustausch" fragen nie danach, ob die Eliten in D überhaupt bereit sind, ihren Platz zu räumen bzw. selbst "zu tauschen".

Entweder du fragst mal vertraulich SPD/Grünen oder sonstwelche Parteimitglieder über starke interne Beharrungskräfte in Bezug auf Macht oder du schaust dir einfach die Landesvorstände der einzelnen Parteien an bzw. die Bundesvorstände. Bei der SPD findeste nach oben hin vielleicht an migrantisch viel türkisch, aber die machen auch entsprechend Druck. Anders als die Öffentlichkeit denkt ist "Vielfalt" kein Selbstläufer. Das ist aber bei Frauenförderung ähnlich, trotz Bekundungen zur Frauenförderung sind auch da die Beharrungskräfte stark, bestimmte Herrschaftsstrukturen aufrecht zu erhalten.

Übrigens: Interessenvetretung finde ich an sich nicht schlecht, in migrantischen Fragen brauchen Deutsche von Natur aus Input wegen häufig auftretendem Informationsmangel und mangelndem Wissen. Was aber wirklich normal ist, ich bin ja auch kein Grieche, ein Grieche selber muss mir sein Land erklären. Aber ich persönlich würde gern die SPD so haben, dass Vielfalt noch ein bisschen mehr in den Vordergrund rückt insofern, dass man tatsächlich eine anstrebt. Klar, die SPD verliert tausende Mitglieder pro Jahr, gewinnt bei Wahlen in Großstädten auch durch die enge Bindung zur wahlberechtigten migrantischen community, vor allem türkisch-muslimisch. Muslime in diesem Sinne auch recht einfache Wähler/innen, die haben ne konkrete Wunschliste, und immer eins davon erfüllt und sie sind glücklich. Muslimischer Kindergarten hier, muslimischer Friedhof da.Das ist bei deutschen Wählern mittlerweile anders, also kaum Berechenbarkeit mehr.

Generell mal: Es gibt Trends, die Mensch aber ohne genauer hinsehen kaum mitbekommt. In meiner Heimatstadt zum Beispiel hadern Grüne damit, dass eben die meisten Migranten und ihre Kinder eher konservativ sind. Das schafft zum einen Rekrutierungs-und Nachwuchsprobleme, als auch Probleme bei Wahlen. Wenn du muslimisch ansprichst, inhaltlich kommste an die meisten Muslime mit Homo/Gender/Feminismus Themen nicht ran. Intern und extern nicht. Ein "Bevölkerungaustausch" oder wie auch immer diese Verschwörungstheorien lauten würden als erste SPD/Grüne/dieLinke treffen bzw. ihre inhaltlichen Themen zum Teil beerdigen, also spekuliere ich. Eine "Landnahme" oder so, dann wird es auch irgendwann keine Grünen mehr geben. Geh mal in Duisburg Marxloh rum mit grünen Themen. Aber der Ortsverein da muss ja bestehen und arbeiten. Entweder passen sie sich selber an da oder lösen sich auf.

Die meisten Muslime als auch manch andere migrantischen Leutz wählen oder sind Mitglied der SPD wie der Frau in deinem Link, aber es geht mehr um Integrationsthemen wie bei der "Heymat" Lady bestimmt auch. Kommunales Ausländerwahlrecht würde das ausscheren aus SPD/Grüne/dieLinke einfacher machen, weil die CDU/CSU für eher konservative Migranten eben kaum Heimat bietet und so sicher neue Parteien für konservativere Migranten und Migrantenkinder entstehen könnten.

Wenn wir beim Thema "Ausländische Rechtsextreme" sind, die mutmaßlichen Wölfe im Schafspelz, die sich vereinzelt bei SPD/Grünen/dieLinke/CDU/FDP? tummeln würden bestimmt auch endlich die Biege machen.


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libertarian
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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

17.06.2015 um 14:25
Hi @kofi
Aber das würde voraussetzen, dass sich die Grünen und Linken im Klaren darüber sind, dass ihre Themen vielleicht am Ende selbst betroffen sein würden. Das mag ich oft bezweifeln, viele fördern einfach Pluralität weil sie darin scheinbar einen Wert an sich sehen und weil es so toll anti-rechts zu sein scheint, über langfristige Konsequenzen machen sich viele dann wieder kaum Gedanken, glaube ich. Bei der SPD ist das wieder was anderes, da die ein sehr heterogenes Bild wiederspiegelt meines Erachtens nach. So ein Heinz Buschowski ist da auch drinnen, sollte man nicht vergessen. Aber vielleicht sind solche Leute dort eine aussterbende Spezies. So genau weiss ich da nicht Bescheid.

Und das was diese Naika da macht, das sehe ich längst nicht so unbedenklich wie manche andere. Mir scheint es, als würde sie sich da ihr "neues Deutschland" zurechtbasteln, und zwar auf Kosten des "alten Deutschland". Und um ihr Vorhaben durchzusetzen ist das Hauptproblem natürlich der "alte Deutsche", der noch immer zu wenig Willkommenskultur zeigen würde, der zu falsche Vorstellungen noch haben würde und so weiter. Dass aber auch bei manchen Migranten ihr "neues Deutschland" nicht so gern gesehen sein würde, selbst wenn es diese plötzlich bevorteilen würde, scheint ihr nicht so klar zu sein. Und eine kritische Analyse des Islam in Zusammenhang mit bestehenden Problemen wird als Islamophobie diffamiert. Das Denken in eine deutsche Leitkultur wird von solchen oft abgelehnt, aber mir scheint, dass ihnen nicht ganz klar zu sein scheint, dass sie selbst sich ebenfalls eine Leitkultur zurechtbasteln, nach denen sie dann das Maß anlegen. Ihre Leitlinie wäre halt dann das "neue Deutschland", was auch immer das eigentlich bedeuten sollte.

Sie selbst jedenfalls sagt es ganz unverhohlen oft, dass etwa bestehende Werte ganz neu verhandelt werden müssten, was wohl vielleicht gerade bedeutet auch, den neuen Rechtsvorstellungen von manchen Migranten mehr Macht und Herrschaft einzuräumen. Aber umgekehrt kann dies dann gut auf Kosten der "alten Deutschen" gehen, die diese Migrationsströme und damit diese Neu-Strukturierungen entgegen ihren Willen wahrscheinlich nie wollten. Man schaue sich verschiedene Vorstellungen von Recht an, die verschiedene Kulturen haben können, und die sich gar ausschließen können. Wenn jemand etwa sagt, wie im klassisch-islamischen Recht oft, dass der Stimmanteil einer Frau nur die Hälfte des Stimmanteils eines Mannes wiegen würde, ein anderer aber sagt, dass er gleich wiegen würde, und beide sich räumlich ein Staatsgebiet teilen wollen, dann tritt entweder jemand zurück, oder es kann gut möglich sein, dass es zu Konflikten kommt. Der Iran vor der islamischen Revolution ist übrigens dazu ein gutes Anschauungsbeispiel. Erst galt ein weltliches Gesetz. Khomeini sah darin die Gefahr, dass dadurch der Glaube der Menschen korrumpiert werden könne und verloren gehen könne, und dass eben ein Kafir-Gesetz nicht über dem Scharia-Gesetz stehen dürfe, da al-Lah der einzig legitime Gesetzgeber sei. Also fing er an, gegen den Schah zu agieren, wo Frauen etwa viel mehr Rechte hatten. Selbst übrigens die quietistischen Traditionen in der Schia sahen das meines Wissens übrigens als gottlos an, dass beim Schah die Frauen so viele Rechte hatten. Wobei das für sie halt eben überhaupt keine Rechte waren, weil nach ihrer Ansicht einer Frau andere Rechte zukämen. Hier sieht man halt unterschiedliche Vorstellungen von Recht in unterschiedlichen Anschauungen.

Für Khomeini und seine Mitstreiter aber auch andere Islamisten rumdum die arabische Welt auch war das neue Gesetz eine von fremden, westlichen Einflüssen herrührende illegitime Fremdherrschaft, die den Islam an seiner Selbstverwirklichung hindern und unterdrücken würden. Wie auch immer. Eigentlich wollen wir alle frei von Fremdherrschaft und zu viel Konfliktpotential sein, und genau da fängt doch schon ein Kritikpunkt von ungeregelter und zu lockerer Einwanderung an. Die Naika will, dass man hier in Deutschland mehrere Staatsbürgerschaften haben kann und gleichzeitig dass die Einbürgerung (Deutscher Pass) noch leichter zu haben ist. Warum? Jede Gesellschaft, die sich selbst erhalten und über sich selbst bestimmen will, würde das ablehnen, weil eine Einbürgerung auch immer eine Loyalität zu seinem neuen Heimatland und je nachdem ein ehrliches Bekenntnis zu dessen Regeln und auch zu dessen alten Bürgern bedeutet und dass deren Interessen geschützt bleiben.

Schau' dir das Judentum an, die wissen wie man sowas macht. Das Judentum ist klassisch gesehen eine Nation, eine Nationalität, und der Übertritt zum Judentum (Giyur) bedeutet die Aufnahme in das jüdische Volk, in die Nation, das Erlangen der Staatsbürgerschaft. Aber dieser Giyur ist nichts, was man mal so einfach macht, das ist mithin ziemlich schwierig. Du musst klassischerweise Hebräisch lernen, du musst dich mit ihrer Geschichte auskennen, als Mann gar beschneiden lassen, du musst den Rabbis beweisen, dass du mit Seele und Herz deine Loyalität schwörst und dass du wirklich dazu gehören willst und dass du dich für das Judentum und jüdische Interessen einsetzen willst, und wenn sich es dann doch anders rausstellt, kann auch mal der Bann über dich gesprochen werden und du bist wieder draußen. Ist alles von Strömung zu Strömung etwas unterschiedlich. Liberale Gemeinden sind da wohl weit lockerer, und aber manche erkennen den Übertritt nicht mal an.


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17.06.2015 um 21:24
libertarian schrieb:Aber das würde voraussetzen, dass sich die Grünen und Linken im Klaren darüber sind, dass ihre Themen vielleicht am Ende selbst betroffen sein würden
Ob in Frankfurt am Main, Berlin, Duisburg, Offenbach oder Pforzheim: Nachwuchsarbeit, Mitgliederbetreuung und inhaltliche Arbeit muss neben Wahlen gewinnen um Ämter zu besetzen und das eigene Programm durchzusetzen auch noch geschehen.

In der Regel gibt es eine Karte der Stadt, ob im Kopf oder auf dem Papier, welches Straßenviertel für die eigene Partei profitabel ist und welche nicht. Bei einer Wahl werden von der Partei da ja auch die Wahlkampfhelfer/innen eher hin geschickt oder eben nicht bzw. die Ortsvereine richten ihren Fokus eher auf den einen als auf den anderen Straßenzug.

Als Wahlkämpfer/in ist es irgendwo auch selbstredend, sich personaltechnisch und thematisch an einen Straßenzug in Duisburg-Marxloh anzupassen. Personaltechnisch wie in Berlin (Dilek Kolat) und Hamburg (Aydan Özoguz), indem man gleich türkischstämmige da rein schickt mit entsprechendem Wahlkampfthemen/Material, wie eben irgendwelche versprochenen Forschungsprojekte bzw. Gelder oder sonstigen Sachen dafür. Das ist auch irgendwo politische Logik. Auch wenn Naika iranischstämmig ist, ein Teil der muslimischen community in Berlin wird diese Offerte des Berliner Senats sicherlich wohlwollend zur Kenntnis genommen haben.

Ich denke, es liegt weniger an "Ideologie" oder sowas, sondern eher an zockerhafter Machtpolitik deutscher Politiker, die derzeit bisschen im Unklaren lässt, wen "die" Politik überhaupt noch vertritt. Aus meiner persönlichen Perspektive muss ich dir aber sagen/schreiben, dass ein Teil der deutschen Wählerschaft mega fragmentiert ist, ich meine damit, dass kaum mehr ein einheitlicher "Bürgerwille" zu erkennen ist. Die klassischen Milieus der Parteien brechen ja ohnehin weg und die sogenannte Individualisierung macht echt zu schaffen. Vor allem, da die meisten Bürger/innen nur noch irgendwie ihr Einzelinteresse im Kopf haben und zum Teil unerfüllbare Forderungen an die Politik stellen. Zum Beispiel Arbeitsplätze, Wohlstand sowie Sozialstaat und gleichzeitig möglichst knallharte linke Politik. Entweder wir treten alle ein bisschen kürzer und verzichten, dann können wir auch mehr an die Interessen der Gemeinschaft, zum Beispiel bessere Arbeitsbedingungen. Oder die meisten Menschen beharren, dass ihr persönliches Glück höher wiegt als das der Gemeinschaft und die Politik auf jeden Fall zu 100% und sofort eine sofort passende Lösung parat hat.

In diesem Sinne hat die migrantische community, hat die türkischstämmige community als bedeutende migrantische Wählerschaft eben zum Teil doch noch sowas wie einen "Willen", an dem Politiker/in sich abarbeiten können. Demographisch gesehen wird das auch immer bedeutender, was aber nicht heißt, dass "keine Politik für Deutsche gemacht wird". Politik dreht sich wie die Fahne im Wind und lässt sich von ihrer eigenen Logik überlisten. Eben wenn Menschen wählen gehen und ihren Ansichten Ausdruck verleihen. Aber viele Deutsche gehen nicht mehr wählen, also werden ihre Interessen halt durch andere überlagert. Und dann kommt eben eine Naika und füllt Lücken. Das was du beschreibst, wird ja ähnlich auch dauernd von Lale Akgün vorgetragen. Es dreht sich wirklich nur um irgendeine Form von "Willen", der von Interessengruppen vorgetragen wird und wie stark andere Interessengruppen sind.


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17.06.2015 um 21:51
@libertarian
Übrigens sind die Mitglieder von SPD/Grünen und dieLinke ja nicht dumm...die SPD ist gerade bei ihrer Jugendorganisation (Jusos) mittlerweile ein Treffpunkt vieler Internats- Privatschulgänger- und absolventen. Leuten, die auf teure Privatunis gehen und zum Teil wirklich hochgradig gebildet sind. Bei den Grünen sowieso, die leben ja von ihrem wohlhabenden Partei-und Wählerklientel.Die Interpretation so mancher Phänomene und Themen ist aber eventuell ne andere. Aber auch ähnlich wie bei dir, gibt es auch, nur bekommst du es kaum oder nicht mit, weil du nicht mit entsprechenden linken abhängst. Schnapp dir mal nen homosexuellen SPD´ler oder so.

Deswegen sagen/schreiben migrantische Leute ja oft, sie sehen kaum ein Unterschied zwischen "linken" und "rechten" Deutschen oder zumindest nur Nuancen, wenn sie Parteigänger sind.Was aber so nicht haltbar ist, klar. Ist aber gelegentlich Frustration oder Erstaunen, innerhalb SPD und Grüne wird ja auch dein Thema besprochen, unter vier Augen. Muslimen geht es nicht per se gut innerhalb SPD und Grüne und wahrscheinlich auch nicht dieLinke. Aber frag mich nicht näher, du kennst deine Landsleute ohne Migrationshintergrund ein bisschen besser. Ich vermute alles durcheinander, von einer Mentalität der Obrigkeitshörigkeit, Hitler- Trauma...aus meiner Perspektive spielen sich viele Deutsche was vor und kommen kaum dazu, über den Tellerrand hinaus zu schauen.


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Ausländische Rechtsextreme in Deutschland

18.06.2015 um 10:03
@kofi
Ich weiss jetzt nicht genau, ob ich damit richtig liege, dass du damit, dass sich viele Deutsche was vorspielen, die eher Linken meinst, die eigentlich nach außen hin für ausländische Interessen eintreten, aber vielleicht selbst dann im Privaten damit nicht unbedingt was am Hut haben und vielleicht auch gar nicht haben wollen? Du müsstest das vielleicht etwas konkretisieren, was du damit meinst. Ich gehe jetzt einfach mal von dem aus, was ich gerade schon schrieb und wie ich das interpretiere mit dem Vorspielen. Aber erst noch zum den Parteien und ihrem Umgang mit Migranten. Also bei den Grünen etwa hat es der Mirzaie im Jugendverband mal weit gebracht gehabt, das obwohl er auf die deutsche Fahne gepinkelt und dubiose Statements von sich gegeben hat. Und der Özdemir ist dort auch recht weit oben. Der Fischer hat 'ne iranische Freundin, glaube ich. Ich kenne da natürlich nicht alle, habe jetzt nur mal diese Beispiele wiedergegeben. Ich halte die Grünen eher für anti-deutsch, wenn man sich mal so ein paar Statements auch ihrer deutschen Mitglieder ansieht.

Aber kommen wir jetzt wieder auf das zurück, dass du glaubst, dass sich manche Deutsche was vorspielen. Wenn sie sich was vorspielten, dann müsste das mitunter bedeuten, dass sie sich selbst betrügen. Ich selbst glaube, dass das von dir beschriebene Trauma eventuell durchaus bei manchen tief sitzt, und man sich jetzt in der Pflicht fühlt, eher gegen die eigenen Interessen sich einzusetzen, bei manchen geht das soweit, dass sie sich dann für die Abschaffung Deutschlands einsetzen, manche schreien "American Bomber, do it again" und erklären damit Zivilisten, Kinder und Frauen und einfache Arbeiter zu legitimen Zielen. Ich selbst habe mich hin und wieder gefragt, ob das nicht ein psychologischer Abwehrmechanismus ist, aber ich weiss es selbst nicht. Bei den Grünen ist es halt auch so eine Sache. Viele davon, und das sagtest du auch selbst, dürften sehr gebildet sein; aber haben die denn wirklich Kontakt zu den gewöhnlichen Migranten? Ich habe mal eine Doku über eine grüne Siedlung in Deutschland gesehen, die sich beinahe ausschließlich aus regenerativen Energien speist. Die meisten dort waren wohl Deutsche, obere Mittelschicht. Ihre Anlagen werden wohl auch was gekostet haben. Aber haben die auch etwa noch Bezug zu anderen Deutschen, denen ihr Strom teurer wird aufgrund dieser neuen Umstellungen? Wohl auch kaum.


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libertarian
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19.06.2015 um 18:17
@kofi
Ich habe gerade etwas weiter recherchiert in Bezug zu Naika Foroutan. Und mein Verdacht, dass ihr Projekt "Heymat" lediglich einer Islamisierung Deutschlands Vorschub leistet, scheint sich zu erhärten. Die neue Heymat soll die alte Heimat verdrängen, wie es scheint. Entweder das, oder man ist einfach nur sowas von naiv, dass ich es kaum in Worte zu fassen vermag. Denn neben ihrem Projekt "Heymat" ist sie Mitglied im Rat für Migration. Dieser wird meines Wissens vom Bundesamt für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt, damit mithin auch vom deutschen Steuerzahler finanziert, auch vom "alten Deutschen", der hier für seine eigene Ersetzung zu zahlen scheint. Vorstand hiervon ist, wie wir hier schon sagten, Aydan Özoguz, die zwei bekannte Islamisten als Brüder hat. Ihre Distanzierung kann ehrlich gemeint sein, aber es wecken sich nun Zweifeln in mir. Denn dem Rat für Migration wiederum steht vor allem ein gewisser Werner Schiffhauer vor, daneben kommt dann gleich die hier schon behandelte Naika Foroutan. Mal so nebenbei: Ob die wohl auch so eine derer ist, die uns erzählen wollen, dass wir auch vom Iran eine ganz falsche Vorstellung haben? Klar, die Mollahs haben die Scharia-Gesetzgebung nur aus Spaß zur Verfassung der islamischen Republik Iran erkürt und die Videos, die manche aufgenommen haben, wo sie Auspeitschungen und Hinrichtungen beigewohnt haben und die man sich im Internet ansehen kann, die sind wohl nur ein kleines Theater-Spiel und die leidigen Personen, die da etwa gehängt werden während die umgebende Bevölkerung allahu-akbar ruft, die haben ihre Rolle echt gut gespielt. Aber bloß nicht islamophob werden, wenn du dir das ansiehst, weil da wusste schon der Khomeini zu berichten, dass man den Islam dann nicht verstehen könne und wenn man gegen die islamische Republik Iran sei, dann nur, weil man Angst vor dem Islam habe und die Gerechtigkeit dahinter nicht verstehe.

Aber kommen wir jetzt wieder zum eigentlichen Thema zurück, zu Werner Schiffhauer. Der will uns etwa das hier erzählen:

Während bei der Studie zum Kalifatsstaat Dynamiken der Radikalisierung im Zentrum stehen, behandelt die Langzeitstudie (in den Jahren 2000 bis 2009) zur Islamischen Gemeinde Milli Görüş Prozesse der Deradikalisierung. Schiffauer zeigt anhand einer dichten Beschreibung, wie in der ehemals islamistischen Gemeinde eine postislamistische zweite Generation herangewachsen ist und Führungspositionen übernommen hat. Schiffauer kommt neben anderem zu dem Ergebnis, dass diese postislamistische Generation mit dem Dualismus zwischen „dem Westen“ und „dem Islam“ gebrochen hat, der den klassischen Islamismus auszeichnet. Für sie sei die Logik der Übersetzung an die Stelle der Logik der Konfrontation getreten.[6]

Dass die Mili Göros vielleicht lediglich strategisch umgedacht hat, kommt ihm nicht in den Sinn? Dass Islamisten oft versuchen, Menschenrechte etwa islamisch umzudeuten und in islamische Begrifflichkeiten zu übersetzen (Siehe Kairoer Erklärung der Menschenrechte) hat er noch nie gehört? Dass Krieg Täuschung sei, wie uns ein Hadith aber auch der Quran sagt, ist ihm nie untergekommen? Dass man schleichend islamisieren wollen könnte, wie es ähnlich doch auch ihr Idol Erbakan vorschlug, kann nicht sein?

Aber jetzt pass auf, weil es kommt noch besser.

2004 erhielt Schiffauer den „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ der „Gesellschaft muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler e.V.“ Im Vorstand dieser Vereinigung sitzt beispielsweise Ibrahim El-Zayat, der Muslimbruder und Zentralfigur im deutschen Islamismus ist.[7] Weiterhin ist Schiffauer Mitglied im Rat für Migration und Mitherausgeber des Migrationsreportes 2006[8], an dem er zum zweiten Mal nach 2004 mitgearbeitet hat. Er gehört auch dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration an.

Der lässt sich also von Islamisten bepreisen. Und der will die Bundesregierung in Sachen Integration beraten? Ernsthaft? Weiss der was der da tut oder ist der einfach nur naiv? Schau' dir bitte auch noch das hier an:

Wikipedia: Werner_Schiffauer#Gegenpositionen_zu_Schiffauer

Siehe man auch:

Das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen befindet, El-Zayats Verbindungen reichen „durch persönliche Kontakte von Funktionären und gemeinsame Projekte sowohl in den Bereich von islamisch-extremistischen Organisationen arabischstämmiger als auch türkischstämmiger Muslime, sowie zu einer islamischen Hilfsorganisation, die im Verdacht steht, heimlich den islamistischen Terrorismus zu unterstützen.“[34] El-Zayat wurde am 19. März 2004 auf der Yusuf al-Qaradawi nahestehenden Webseite „www.islam-online.net“ als Vertreter der Muslimbrüder in Deutschland bezeichnet.[35]

Wikipedia: Ibrahim_El-Zayat


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12.07.2015 um 00:33
@libertarian
Sorry, ich hab mir etwas Zeit gelassen mit dem antworten. Konkretisieren? Hmm, vielleicht passt das Thema Flüchtlinge. Flüchtlinge kommen, zumindest gefühlt, schon immer nach Deutschland. Wer will denn wen jetzt verarschen, oh, wir haben Flüchtlinge in D. Hab ich einen Vortrag gehört von einer (deutschen) Sozialarbeiterin, die sich auch gewundert hat, woher denn so plötzlich das riesige Interesse an Flüchtlingen kommt. Weil es ein paar mehr sind? Wie ich in einem anderen Thread geschrieben hatte, in meiner Heimatstadt fallen eher weniger Flüchtlinge auf als Zuwanderer aus Südosteuropa. Also wenn ich den Problemdruck durch einzelne Menschen aus Südosteuropa so sehe...verstehe ich das Gemotze über Flüchtlinge kaum.

Was ich zu so manch deutschen linken noch dazu schreiben wollte: Also ich erlebe, dass bei so manchen das Milieu etwas privilegierter ist. Wie bei der SPD und ihrer Jugendorganisation (Jusos) und bei den Grünen denke ich sowieso gerade so beim Nachwuchs Internate, private Schulen und (Edel)Universitäten wie diese Zeppelin Universität. Auf Facebook sieht man dann auf Bildern das Champagnerglas in der Hand bei den Leuten, wie sie mit edler Kleidung und edlem Umgang ihren Abschluss oder so bei sehr sehr edlem Ambiente feiern. Natürlich kennen sie Migranten und deren Kinder, aber ich schätze dann eben in deren Milieu. Also Bildung und Sozialisation upper class. Beim Thema Islam dann genauso, schätze ich. Da geht es nicht um einen Islam oder Muslime in Bezug auf Duisburg Marxloh oder Bonn Tannenbusch. Auf die wird herabgekuckt "die sind ungebildet und legen durch ihre Ungebildetheit den Koran falsch aus" etc.

Aber im Endeffekt ist es ja auch so, dass de auf Facebook bei den linkesten Linken in der FB Kontaktliste kucken kannst, und da meistens Namen stehen wie "Johannes" oder "Paula" bzw. die "Vielfalt" beim eigenen Freundeskreis nicht so Widerhall findet. Und wenn wie geschrieben, migrantisch dann eher, wenn damit obere Mittel oder Oberschicht verbunden ist.

Übrigens liegt es wohl in der Natur der Sache, dass muslimische Organisationen, Verbände etc. und ihre Vertreter/innen genauso Studien zu Bevölkerungswachstum und Demographie lesen, analysieren und interpretieren. Und sich evtl. auf eine Zeit vorbereiten, an denen sie ihre Mitbestimmung hier und da fast schon im Alleingang koordinieren können. In vielen Großstädten kannste ohne Teile der türkischstämmigen community vor allem keine Wahlen gewinnen. Du MUSST nen türkischen Kindergarten etc. bauen, wenn du die Zielgruppe halten willst.

Andererseits na klar, fabulieren wohl manche immer öffentlicher über die Zukunft, wenn Muslime quasi alleine entscheiden, wo, wie und wann ein muslimischer Kindergarten irgendwohin kommt. In der Regel gehen solche Geschichten ja über die Gemeinderäte in einer Stadt. Demographisch gesehen verändern sich ja auch die städtischen Gemeinderäte in ihrer Zusammensetzung, in wenigen Jahren haste dann Wählerschaften, die stark genug sind um aus ihrer Mitte Gemeinderäte zu wählen. Aber ich glaub, wir müssen uns damit nicht belasten. Das sind Mutmaßungen, die nicht von mir stammen, sondern von politisch aktiven in meiner Heimatstadt. Politik bedeutet ja auch immer strategische Spielchen, welche Hand könnte die andere in der Zukunft waschen.


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