@Photographer73 raffiniert, wie sie den toten Kaiser noch 2 Monate durch die Gegend gefahren haben
die Idee hätte von mir sein können - grins -
Li Si und Zhao Gao beschlossen, den Tod des Kaisers so lange wie möglich geheim zu halten, da sie befürchteten, eine eventuelle Todesnachricht könnte Aufstände der unterdrückten Bevölkerung sowie der Zwangsarbeiter zur Folge haben. In die kaiserliche Sänfte wurde ein Eunuch gesetzt, der an Stelle des Verstorbenen sprach, und Li Si betrat wie all die Wochen zuvor täglich die verschlossene Sänfte, um über staatliche Angelegenheiten zu sprechen. Diese Täuschung gelang auf Grund des sehr zurückgezogenen Lebens Qin Shihuangdis, der gerne im Verborgenen geblieben war und die Sänfte fast nie verlassen hatte. Nur ein kleiner Personenkreis wurde über die Umstände eingeweiht, unter anderem Huhai, der jüngste Sohn des Kaisers und der einzige von dessen Söhnen, der ihn regelmäßig auf den Reisen begleiten durfte. Li Si und Zhao Gao weihten ihn ein und unterbreiteten ihm ihren Plan, dem gemäß er die Nachfolge seines Vaters antreten sollte. Als die Verwesung der noch immer in der Sänfte befindlichen Leiche einsetzte, ordnete Li Si auf „Befehl des Kaisers“ an, je einen Karren mit getrocknetem und verfaultem Fisch hinter jeder Sänfte herzuziehen. Dadurch gelang es, den Verwesungsgeruch zu überdecken.
Nach etwa zweimonatiger Reise erreichte man die Hauptstadt Xianyang und gab dort den Tod von Qin Shihuangdi bekannt. Der erste Kaiser von China wurde anschließend im Mausoleum beigesetzt. In das Grabmal eingeschlossen wurden auch all jene Konkubinen, die ihm keine Kinder geboren hatten.