Thorsteen schrieb:
continuum schrieb am 04.05.2026:Wie schon immer von mir erwähnt, diese waren aus meiner Sicht schon damals eine Hochkultur.
Warum sollte das jemand bezweifeln?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Ägypter unbewusst kleiner gemacht werden, als sie tatsächlich waren. Es wirkt oft so, als hätten sie nur aus einfachen Bauern bestanden, die keine höhere Mathematik kannten etwa Konzepte wie Geometrie oder Proportionen, die wir später mit Namen wie Pythagoras verbinden. Gleichzeitig sollen genau diese Menschen jedoch monumentale Bauwerke wie die Pyramiden errichtet haben, mit enormer Präzision und organisatorischer Leistung.
Für mich passt das nicht zusammen. Entweder waren sie technisch, mathematisch und organisatorisch deutlich weiter entwickelt, als man ihnen manchmal zugesteht oder man unterschätzt massiv, was eine Hochkultur ausmacht. Eine Zivilisation, die solche Bauwerke plant und umsetzt, lebt kaum in „Strohhütten“ und ohne komplexes Wissen. Genau deshalb sehe ich die Ägypter eindeutig als Hochkultur. Wobei Sie im gegenzug auch wieder andere Bauten hatten, die nicht von einer Hochkultur zeugen.
Thorsteen schrieb:
continuum schrieb am 04.05.2026:Einfach komisch, warum diese Hochkultur, ihre Hochheiligen Pläne nicht irgendwo sicher aufbewahren sollteund müsste, damit niemand dies so einfach findet und nachbauen könnte.
Du machst einen gewaltigen Denkfehler, Du versuchst moderne Vorstellungen in die damalige Zeit zu transportieren.
Versuche mal Baupläne von dem Haus zu bekommen worin du gerade aktuell wohnst, das wird schon nach wenigen Jahren ein Problem. Oft wird man nicht einmal genau wissen wann das Gebäude errichtet wurde oder wer die ausführende Firma war. Und nun geh mal 4.500 Jahre zurück, dann wird es noch unwahrscheinlicher. Und es gibt "Baupläne", nur nicht so wie du sie dir vorstellst. Es gibt unterschiedliche Anrisse und auch Probeschachtungen. Das ist das einzig unvergängliche was wir haben.
Gerade bei der Königskammer geht es nicht um moderne Denkweisen, sondern um physikalische Randbedingungen: Gewicht, Reibung, Platzverhältnisse, Präzision. Diese gelten heute wie vor 4.500 Jahren. Wenn ein vorgeschlagenes Verfahren unter diesen Bedingungen experimentell nicht gezeigt werden kann, bleibt es eine Hypothese unabhängig davon, ob formalisierte Baupläne existierten oder nicht.
Thorsteen schrieb:
continuum schrieb am 04.05.2026:Ich meinte unter anderem den ca. 60 Tonnen Stein, der oben bei ca.40m in der Königskammer verbaut resp. platziert wurde.
Entweder man nimmt ihn mit oder hat bis zu der Höhe noch mit einer Linear oder Umlauframpe gearbeitet. So viele große Steinquader sind es ja nicht das man die nicht vieleicht auch mit anderen Methoden nach oben befördert hat. Wie sich solche Gewichte sogar allein bewegen lassen, teils mit immensen Zeitaufwand allerdings, hat ja Wally Wallington gezeigt. Das ganze ist ein Rätsel was man wohl nie lösen wird, aber es ist nicht unmöglich.
Das Video zeigt prinzipielle Machbarkeit, aber keine Gleichwertigkeit der Situation.
Im Steinbruch gelöst werden, kilometerweit transportiert werden, präzise manöveriert, in 40m höhe sehr genau positioniert werden und auf engem raum zirkeln, begrenzter raum, nicht unbedingt ein Beton Boden vorhanden gewesen, ein absenken auf einer Seite betreffend Gewicht, hätte die Pyramide in arge bedrängnis gebracht, Kollision wäre ein irreparabler Schaden, Block darf nicht kippen, nicht schwingen, keine Idealen bedingungen beim Pyramidenbau, usw.
Zudem braucht Wally Stahlrundungen und Rollen, zudem hat der Block bewegungsraum, da Kraft seitlich abgeleitet werden kann.
Auch wenn keine Motoren genutzt werden, bleibt es moderne Technik:
- Stahlrollen (reduzierte reibung)
- Betonuntergrund (perfekte ebenheit auch fürs gewicht)
- Vermessung, Erfahrung, Sicherheitsreserven
- Ideale moderne Bedingungen.
- Stein wird bereits direkt am und auf Zielort bewegt
- zeigt nicht das es für Pyramidenbau reproduzierbar ist
Das Video suggeriert das mit Rampe alles geht, das ist theoretisch, aber praktisch problematisch. Zumal für einen 60t Block bei akzeptabler Zugkraft, aus meiner Sicht nur mit sehr geringer Steigung möglich, Rampe müsste daher hunderte Meter lang sein (auch wenn um Pyramide), das wäre aber entscheidend dann für Stabilität, Rückbau und Materialmenge und bis heute keine archäologischen Spuren für Rampen in dieser Grössenordnung. Auch fehlender Nachweis für Serienbetrieb, denn das war nur eine demo, aber vergiss nicht ein sogesagter industrieller dauereinsatz sieht alles anders aus, denn die Pyramide benötigte sehrwahrscheinlich Tausende solcher Manöver über Jahrzente mit gleicher Präzision. Da belegt ein einzelnes unabhäniges Video gar nichts.
Die verschiedenen Videos die es gibt auch von den Japanern, zeigen nur das Menschen schwere Steine adhoc kurz bewegen können, aber nicht dass die Bauweise der Königskammer etc. damit erklärt sind.
Das Video zeigt also Machbarkeit im Prinzip, aber keinen Beweis für die konkrete antike Baupraxis.
;)