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Sagen die Verstorbenen "Lebwohl"?

115 Beiträge, Schlüsselwörter: Seele, Verstorbene, Lebwohl

Sagen die Verstorbenen "Lebwohl"?

13.07.2011 um 02:34
Ich glaube fest daran, daß sich Menschen verabschieden, zum Zeitpunkt des Todes oder auch in der Nacht darauf.

Viele gesunde Menschen verhalten sich Tage vor ihrem Tod merkwürdig oder sonderbar, durch Worte, Gesten, Verhalten.
Ob sie fühlen, daß sie bald sterben werden ? Vielleicht ist es ihnen selber nicht bewußt ihr Andersverhalten und sie Können dieses Gefühl nirgends einordnen, daß sie im Unterbewußtsein doch spüren, daß sie bald "gehen müssen".
Sogar wir Hinterbliebenen merken dieses Andersverhalten, aber wir nehmen es einfach hin und machen uns darüber keine Gedanken.
Erst wenn Derjenige verstorben ist, da fällt es uns auf und erst dann wird uns dieses Andersverhalten des Verstorbenen bewußt. Erst dann wird uns Lebenden bewußt, dieser nahm unbewußt Abschied.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine.


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Keysibuna
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Sagen die Verstorbenen "Lebwohl"?

13.07.2011 um 09:16
Vina schrieb:Viele gesunde Menschen verhalten sich Tage vor ihrem Tod merkwürdig oder sonderbar, durch Worte, Gesten, Verhalten.
das kommt vielen nur so vor, weil diese Worte, Gesten und Verhalten die Letzten sind die wir hinterbliebenen erleben und messen ihnen einigen, nach dem Tod, viel zu.


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13.07.2011 um 11:41
Ne das kommt einen nicht nur so vor, das ist so.

Wir wohnten damals am Ortsrand meines Heimatdorfes. Mein Bruder wohnte in einer anderen Ortschaft. Er fuhr öfters, vorallem im Sommer, mit dem Motorrad bei uns vorbei zum Plausch. Wenn er Jemanden von uns im Garten sah, hielt er immer kurz an zum Quatschen.
An dem Tag als er seinen tödlichen Unfall hatte, fuhr er auch, aber diesmal ganz langsam am Haus vorbei. Mein Vater stand am Zaun im Garten. Mein Bruder hielt nicht an, er sah mit offenen Visier meinen Vater lange an und sagte nichts. Mein Vater wunderte sich und es war sonderbar, denn auch er sagte nicht zu ihm.
Es war wie ein stilles unbewußtes Verstehn zwischen den Beiden und doch war es ihnen nicht bewußt, warum und weshalb.


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Keysibuna
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Sagen die Verstorbenen "Lebwohl"?

13.07.2011 um 11:51
@Vina

Und wenn es an diesem Tag nichts passiert wäre, dann wäre diese Verhalten vergessen und wäre nicht in Erinnerung geblieben!!

Und so seltsam finde ich diese Verhalten auch wieder nicht, dein Bruder hielt nicht an und deswegen gab kein Gespräch!!
Vina schrieb: Mein Bruder hielt nicht an, er sah mit offenen Visier meinen Vater lange an und sagte nichts. Mein Vater wunderte sich und es war sonderbar, denn auch er sagte nicht zu ihm.
Aber nachhinein kann man viel aus so einem einfachen, alltäglichen und banalen Verhalten machen, sie sogar als "Vorahnung" ansehen.

Aber es kommt natürlich immer auf den Menschen an, wie er mit diese Verlust umgeht und diese "Vorahnung" ihm helfen soll es zu verarbeiten.


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13.07.2011 um 11:59
@Keysibuna

Es ist aber passiert.

Du siehst alles zu nüchtern und oberflächlich. Es gibt Dinge auf dieser Welt, die lassen sich nicht einfach plausibel erklären und für manche Menschen sind sie nicht zu verstehn.


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Keysibuna
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13.07.2011 um 12:03
@Vina
Vina schrieb:Es gibt Dinge auf dieser Welt, die lassen sich nicht einfach plausibel erklären und für manche Menschen sind sie nicht zu verstehn.
Denke da kann ich mit ein Zitat von einem anderen Thread antworten;
Jop, und das sind meistens die Menschen die Rationale Erklärungen abblocken und sie nicht ein einzige Sekunde in Betracht ziehen wollen und diese sind dann in der Lage bzw. glauben in der Lage zu sein "übernatürliche Dinge" wahrnehmen zu können!!
Vina schrieb:Du siehst alles zu nüchtern und oberflächlich.
Und rational!


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13.07.2011 um 12:11
@Keysibuna
Keysibuna schrieb:Und rational!
Stimmt !
Ist aber dir gegenüber kein Vorwurf.


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13.07.2011 um 12:37
@GrandmaMoon
Das hier hat mich sehr bewegt.....:
https://www.youtube.com/watch?v=WXy4fSwzt50


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13.07.2011 um 13:24
@GrandmaMoon
Klar glaube ich dir.


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13.07.2011 um 13:37
Meine Oma wußte auch so eine Geschichte zu erzählen.
Sie und mein Opa hatten einen guten Freund, der sehr an ihnen hing. Ich glaube, er war ansonsten ein einsamer Mensch, so daß er sich stark an die beiden gebunden hatte.
eines nachts wachte meine Oma auf, und er stand mit einem Koffer in der Hand am Fußende ihres Bettes. Sie fragte ihn, was er da machte - sie wußte ja, daß er eigentlich weit entfernt wohnte - und er antwortete: "Ich bin gekommen, um mich von dir zu verabschieden." Sie weckte ihren Mann auf, aber als er wach war, war dieser Bekannte verschwunden.
Weniger Tage später erhielten die beiden ein Telegramm, in dem ihnen der Tod dieses Freundes mitgeteilt wurde. Er war in der Nacht verstorben, in der er meiner Oma erschienen war.


Ich glaube, meine Oma war sehr feinfühlig, vielleicht sogar ein bißchen hellseherisch begabt.
Mein Opa war 1945 bei der letzten Schlacht in Berlin in russische Kriegsgefangenschaft geraten, für 5 Jahre. Das haben viele nicht überlebt. Er war also ein sog. Spätheimkehrer, 1950 kam er zurück. Er hatte keine Möglichkeit, es seiner Familie mitzuteilen. Und ich glaube, er hat sie auch erst suchen müssen, da sie aus Pommern, was ja den Polen zugesprochen worden war, nach Meck-Pomm., wie es heute heißt, fliehen mußten.
Eines abends jedenfalls, als sie mit dem Abendessen gerade fertig waren, sagte meine Oma: "Aus den restliche Kartoffeln mache ich jetzt Bratkartoffeln, denn Helmut kommt heute nach Hause." Und so war es, er kam an diesem Abend nach Hause.


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13.07.2011 um 13:56
Vina schrieb:Stimmt !
Ist aber dir gegenüber kein Vorwurf.
Das ist auch kein Vorwurf, sondern ein Kompliment. :)

Zu viel in Banalitaeten hineinzuinterpretieren ist dagegen keins.


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13.07.2011 um 14:17
... und nochmal meine Oma....
Im Herbst/ Winter 1997 wurde sie sehr krank, sie hatte den Helicobacter pylori, und wäre fast dran gestorben, da sie sich auch weigerte, zu trinken. Auf dem Tiefpunkt ihrer Verfassung in dieser Zeit erschien ihr nachts (?) oder als sie dämmerte oder schlief, ihr Vater (längst verstorben) und forderte sie auf, mit ihm zu kommen: "Komm, Anne, es ist Zeit." Aber sie wollte nicht. Sie bat um einen Aufschub, "Ein bißchen noch" waren ihre Worte. Er verschwand, sie wurde noch einmal gesund, und lebte von diesem Zeitpunkt an noch ein halbes Jahr, in dem sie alle ihre liebsten Orte und ihre Familienmitglieder nochmal besuchte. Sie lud uns auch alle im Urlaub zum Essen ein und verschenkte ihren Schmuck an meine Mutter, Tante, Cousine und mich, sie war ungewöhnlich großzügig in dieser Zeit.
Dann erlitt sie ohne Vorwarnung zu Hause einen massiven Schlaganfall und starb nach 2 oder 3 Tagen.

Mein Opa folgte ihr ein Jahr später nach, er hatte endlich seinen Arzt gewechselt und der neue hatte endlich seine schwere Herzerkrankung erkannt und ihn zur Bypass-OP angemeldet. Mein Opa hatte Angst vor der OP, und er gab meinem Vater seine teure Armbanduhr zur Aufbewahrung bzw. als Geschenk, falls er nicht überleben sollte.
Ich selbst hatte ein seltsam betäubtes Gefühl in dieser Zeit, ich hatte im Hinterkopf immer so ein Bild von meinem Opa und meiner zuvor schon verstorbenen Oma, wie sie Hand in Hand zügig von links nach rechts "durchs Bild" liefen, sehr zielstrebig, den Blick nach vorn, fast etwas eilig.
Tja, mein Opa überlebte die eigentlich geglückte OP nur um 2 Tage, dann sagte er morgens zu seinem Bettnachbarn "Heute gehts mir gar nicht gut" und brach tot zusammen.
Dieses Bild meiner Großeltern, wie sie zusammen gingen, wurde mir erst danach so richtig bewußt, aber es war die ganze Zeit über dagewesen, im Hintergrund.


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13.07.2011 um 14:18
Hallöchen,

ich habe auch eine Geschichte.
Silvester 2009: mein Schwiegervater in spe lag seit 2 Tagen im Sterben. Er hatte Lungenkrebs. Wir, also seine Liebsten wie mein Freund, meine Schwiegermutter in spe, meine Schwägerin in spe und ich, waren 39 Stunden ununterbrochen bei ihm. Seine Geschwister kamen ebenfalls, um sich zu verabschieden. Es waren alle wenigstens einmal da. Bis auf die kleinen Kinder! Das wollten wir keinem Kind zumuten, ihn da zu sehen. So eingefallen, so gelb und so vollgepumpt mit Morphium und Dormicum....kein schöner Anblick!

Silvestermorgen bin ich zwischendurch nach Hause gefahren, um mich frisch zu machen und um anderes zu sehen und hören als nur einen Sterbenden und die ganzen Apparate und das Gepiepse.

Mein Schwiegervater bekam ein Bild von 2 seiner Enkelkinder (unsere Nichte/Neffe)

Unsere Kinder gaben mir jeder ein Kuscheltier mit und die Worte: damit Opa nicht alleine sterben muss.

Im Krankenhaus, wieder am Sterbebett, gab ich meinem Schiegervater die Kuscheltiere, legte sie in seine Arme und sagte ihm: es konnte sich jeder verabschieden, nur die Kinder waren nicht bei dir! Ich soll dir diese Kuscheltiere mitgeben, damit du wenigstens einen Teil der Kinder bei dir hast!

In dem Moment, als ich das zu ihm sagte, begann sein Herz verrückt zu spielen und wir wussten: es ist nun soweit! Als ob er auf die Kinder gwartet hatte!

Der Pfleger kam und stöpselte den Monitor ab (Monitor schlug ja ständig Alarm, weil das Herz auf und ab ging), er erklärte meiner Schwiegermutter, was nun alles passiert. Und wie er es sagte, mein Schwiegervater machte es, als ob es eine Anleitung zum Sterben war!


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13.07.2011 um 14:31
sylvia1109 schrieb:In dem Moment, als ich das zu ihm sagte, begann sein Herz verrückt zu spielen und wir wussten: es ist nun soweit! Als ob er auf die Kinder gwartet hatte!
Das ist nicht verwunderlich! Mein Grosscousin war zum Sterben im Hospiz und hat auch nur darauf gewartet, dass seine Tochter aus der Schule kam und bei ihm ist, bevor er dann eingeschlafen ist. Viele Sterbende warten auch, bis alle aus dem Zimmer sind oder schlafen, bevor sie gehen. Dieses "Loslassen" ist ein physischer Vorgang - eben wie Einschlafen. Man kann es sich vorstellen wie jemand, der totmuede ist, aber darum kaempft, bis zu einem gewissen Moment wachzubleiben.


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yingyang
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14.07.2011 um 23:08
Mein Vater hatte mal erzählt,als er noch Kind war lag eine Freundin seiner Mutter im KH.
Als die beiden (seine Ma und er) in der Küche saßen, saß ein Vogel auf dem Fensterbrett.
Naja irgendwie machte der Vogel auf sich aufmerksam und ein paar Minuten später rief das KH an bzw ein Nahestehende der besagten Freundin an und teilte seiner Mutter den Tod mit.

Unjelogen!


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