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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

113 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Medien, Leere Versprechungen.

Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

02.12.2010 um 23:08
@mitras
Ich fange hinten an:
mitras schrieb:Dies verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht, du sprichst doch gerade davon, wie wichtig das Innere ist als Vorraussetzung des Äußeren.
Das Innere wird in einer zeitlich begrenzten Folgesituation der langzeitlichen Vernachlässigung des Inneren (oder langzeitlichen Überbetonung des Äusseren) wichtiger (oder grundlegender) als das Äussere empfunden.
Ist alles im Gleichgewicht sind Inneres und Äusseres gleichrangig.
In dieser Folgesituation sehe ich derzeit die Gesellschaft noch lange nicht, wohl aber begeben sich viele Einzelne auf eine spirituelle Suche.
Und auf der Suche stoßen einige auf
mitras schrieb: wie gelangt man in sein Inneres? Indem man täglich betet? Indem man sich in Gedanken "demütigt" oder jedenfalls "demütig denkt", indem man seinen Zorn zügelt, indem man im Wendland tantrische Tanzkurse besucht, in Berlin Yoga macht, in Köln sich die Belastungen mit Shiatsu freikneten lässt oder in Brasilien die Einweihung bei einem spirituellen Heiler sucht?
mit Preisliste und Plan.
Das meine ich mit "Theorie", "Guru", "Technik" usw. Ich nenne es "einträgliche Geschäftsidee für die Betreiber".
Sicher ist Wilbers Theorie von Allem reine Theorie. Und sie soll auch Theorie sein !
Diese Theorie ist nur eine Beschreibung des Ist-Zustandes und enthält eine vage Prognose der Zukunft. Hier gibt es keine Anleitung zur Suche oder Nachfolge irgendwohin, wohin auch ?
Wilber gibt wenige Ratschläge zur spirituellen Entwicklung (Yoga, ZEN, Hanteltraining und vieles andere - kurz, fast alles ist nützlich aber mehr oder weniger belanglos.
Jede Form von "Beharrlichkeit, blinder Wiederholung" oder "Prorammierung" ist weniger belanglos, sondern eher gefährlich.
Hier lauert Gehirnwäsche. Weit gefährlicher als Gurus, die nur ihre Kursgebühr kassieren wollen.

Ken Wilber zitiert oft Meister Eckhart.
Meister Eckhart sagte vor rund siebenhundert Jahren, dass es nicht länger als das Hören einer seiner Predigten von 100 bis 200 Wörtern dauert, Gott sein Wort in seine Seele sprechen zu lassen.
Man kann es übersetzen: "Sich seiner selbst erinnern" oder "In sich zu Hause" zu sein.
Meister Eckhart sagt gleichzeitig: In Gemeinschaft werde dies nie geschehen.

Es gibt nichts zu erreichen, deshalb gibt es auch keinerlei Anleitung oder Missionierung.
Meister Eckhart beschreibt nur den Ist-Zustand des Geschehens oder vielmehr Nicht-Geschehens.

Die fehlende Hälfte - Unser Inneres gilt es nicht zu erreichen.

Es ist schon in uns.
Es fehlt uns nur die Erinnerung daran.
mitras schrieb:Entwickelt und einbringt, reflektiert und zügelt, je nach Charakter.
Das ist vernünftig !


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 07:15
@mitras
Ja ich meine halt blos, dass man das Problem an der Wurzel angehen sollte. Wenn man das nur auf die religiöse Ebene beschränkt, haben wir wieder Symptombekämpfung.
Und die Wurzel bei Zwang sehe ich im Recht auf Selbstbestimmung.


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 11:46
@Glünggi
Ich denke es braucht ein realistisches Menschenbild, das wäre eine gute Grundlage. Nicht alle Menschen denken und handeln selbstbestimmt, viele wollen Anlehnung und Anweisung - aber diese sollte man dann auch nach freiheitlichen Gesichtspunkten gestalten, damit bleiben Abhängigkeitsverhältnisse (von Geld, Zuwendung, Korrektur) transparent und änderbar. Viele Übel resultieren daraus, dass unreifen Menschen Macht gegeben wird, weil sie eine verführerische Art und Zunge habe.

Kinder lernen zuerst, auf eigenen Füßen zu stehen. Viele Menschen hören aber frühzeitig auf zu lernen, sie sind fertig - denken sie jedenfalls. Dann sind sie cool oder geben sich so. Aber sie sind in Wirklichkeit unreif, unfertig, unfähig.

Als Lohnempfänger (das klingt jetzt zu pauschal) ist man in gewisser Weise unselbständig bzw. durch Geld-Verhältnisse und Wünsche gebunden und um diese Gebundenheit zu entfernen, die zum großen Teil aus mehr oder minder freiwilligen Verpflichtungen besteht, muss ein Mensch ein gewisses Maß an Energie, freier Zeit (nicht "Freizeit") und Zielsetzung aufbringen, nur dann kann er etwas bewegen. Wenn dieses gewisse Maß nicht vorhanden ist, bewegt sich sehr viel Verdrängtes in Tagträumen und nutzlosem Kritisieren, wenig bewegt sich in der Tat.


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 12:46
Glünggi schrieb:Wenn man das nur auf die religiöse Ebene beschränkt, haben wir wieder Symptombekämpfung.
Und die Wurzel bei Zwang sehe ich im Recht auf Selbstbestimmung.
@Glünggi , ich glaube, diese zwei Sätze beinhalten eine Lösungsmöglichkeit.
Und die sehe ich in einer Verwirklichung des Wunsches nach "Selbstbestimmung von innen heraus".
Nicht in dem abgenutzten Begriff "Selbstbestimmung" der in Verbindung mit dem Begriff "Freiheit" und im "Recht auf beides" zur Plattitüde verkommen ist.
Für "innen" gefällt mir "spirituell" besser als "religiös"(Symptomkosmetik).

Eine "Selbstbestimmung von innen heraus" ist subtiler Natur.
Sie entsteht individuell.
Sie ist unorganisiert, oganisiert sich aber dennoch und ist von politischen und staatlichen Strukturen schwer zu fassen.
Vorerst wird sie ja noch nicht mal begriffen.
Ähnliche Formen - ich betrachte sie als ernst zu nehmende Vorstufen - sind die Proteste in Stuttgart 21 oder im Wendland.
Völlig unterschiedliche Menschen treffen sich völlig unabhängig voneinander zu Protesten.
Viele hätten dies vor wenigen Wochen noch für sich selbst als unmöglich gehalten.
In der Gemeinschaft erleben sie bisher völlig Neues.
Sie sind freiwillig da.
Sie müssen sich vor niemandem rechtfertigen.
Sie könnten jederzeit gehen und davon Abstand nehmen.
Das erleben sie als innere Freiheit.
Umso mehr, wenn versucht wird, ihnen das Recht dazu abzusprechen und sie als Krawallmacher und Berufsdemonstrierer entwürdigt werden sollen.
Durch diese Beispiele hat sich die Welt bereits ein Stück geändert und es wird kein Zurück hinter diese Linie mehr geben.


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 21:08
@eckhart
@mitras
Wir wollen ja auch nicht den Masochisten den Spass verderben. Selbstbestimmung heisst ja nicht dass man sich weigert zu gehörchen oder dass man sich nicht führen lässt. Doch die Entscheidung, ob ich es tun will sollte bei mir liegen.
Wenn ich mich entscheide zu dienen bin ich als Sklave ein freier Mann, weil ich tun kann was mich erfüllt.
Klar sind da auch Pflichten.. ohne die geht es ja auch nicht. Aber eine Pflicht sollte immer tragbar und individuell gerecht sein.
Es lässt sich halt schwer normen, da wir alle individuell sind. Aber wir haben ja unsern Verstand... und unser Einfühlungsvermögen.

Ich denke das wichtigste was der Mensch als erstes überhaupt lernen muss, ist offen und ehrlich über seine Gefühle zu reden ohne jemanden dabei zu verletzen. (zumindest nicht wenn es sich vermeiden lässt).
Weil das schafft Verständnis und räumt Missverständnisse aus dem Weg.
eckhart schrieb:und es wird kein Zurück hinter diese Linie mehr geben
Schauen wir mal.... Vergiss nicht dass wir den Grossteil unserer positivien Entwicklung unserem Wohlstand zu verdanken haben. Es ist ein Luxus.
Also ich hab da nicht diese Gewissheit, wie Du sie zu haben scheinst.


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omem
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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 21:59
Krankenscheine sind auch eine Idee, um Kritik auszuüben - wenn genug einen nehmen ;)

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,732809,00.html


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

03.12.2010 um 22:22
eckhart schrieb:
und es wird kein Zurück hinter diese Linie mehr geben

Schauen wir mal.... Vergiss nicht dass wir den Grossteil unserer positivien Entwicklung unserem Wohlstand zu verdanken haben. Es ist ein Luxus.
Also ich hab da nicht diese Gewissheit, wie Du sie zu haben scheinst.
Es ist für mich nachvollziehbar, dass nicht jeder meine Meinung teilt.
Tatsächlich, ich entdecke in den Protestbewegungen der letzten Zeit (die eine lange Geschichte haben) und solchen Entwicklungen wie Wikileaks hoffnungsvolles und noch nie dagewesenes.
Speziell hierauf bezogen meine ich, dass es hinter diese Linie kein Zurück gibt.
All das ist sehr vom Internet und Handytechnologien abhängig, das stimmt.
Die Mächtigen können es notfalls durch Stillegung dieser Technologien stoppen, das stimmt auch.
Im Ernstfall können sie den Strom abschalten - dann ist Ruhe, auch das stimmt.
Aber totale Ruhe
Was folgt darauf ?
Wohin führt das ?

Hierfür gibt es kein geschichtliches Beispiel.


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

10.12.2010 um 02:45
@all

Nach Eckhart's Beitrag vor allem, passt es in diesen Thread wohl besonders, wenn ich auf Folgendes aufmerksam mache:

Diskussion: Freedom of Information - Dafür gehen wir auf die Straße!

Man mag von Assange halten was man will, auch von Wikileaks, aber die Freedom of Information, die Meinungsfreiheit sollte uns allen am Herzen liegen. Wir ärgern uns alle darüber, dass wir so wenig Einfluss hätten, dass die Regierungen über unsere Köpfe hinweg entscheiden, dass alle jammern und keiner tut. Nun, ich finde eine Demonstration, die weltpolitisches rücksichtsloses und vertuschendes Verhalten kritisiert, eine tolle Möglichkeit um zu handeln, gemeinschaftlich.

In diesem Sinne: Wir sehen uns Samstag in Hamburg!


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

10.12.2010 um 04:49
Ich bin nicht so der Organisations - Typ, aber wenn wir, die einfachen Leute es irgendwie zustande brächten eine, gute und möglichst große Demo auf die Beine zu stellen, dann wär ich auf jeden Fall dabei. Den Kaspern und S( ch )auspielern in Berlin muss wirklich endlich mal die Meinung gegeigt werden. Die haben sich doch schon so weit vom einfachen Volk entfernt, wie die Könige, Kaiser und Großfürsten des Mittelalters sich zu deren Zeit von den einfachen Handwerkern, Bauern und sonstwas entfernt haben. Wenn man die Nachrichten schaut, dann sieht man, dass ich meine Vorwürfe nicht mal großartig beweisen muss. Die Laufzeitverlängerung der AKW 's, 'n Großteil der Bevölkerung ist dagegen, aber das ist der Biene-Ferkel-Koalition scheißegal, sollten die in knapp 3 Jahren die Bundestagswahl verlieren, dann haben 'se sich ja vorab, durch diese offensichtliche Kungelei schon mal 'n guten Posten in irgend 'nem Großkonzern gesichert. Genau das gleiche Spiel bei "Stuttgart 21"!!!!!!!!!!!!!!! Auf irgend 'ner Allmy - Seite habe ich gelesen dass die sich in Berlin 'n Tunnel, für 'n paar Millionen,- € bauen lassen wollen, VON EINEM GEBÄDE ZU 'NEM ANDEREN damit sie trockenen Fußes dahin kommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ab 2013 soll JEDER GEZ - Gebühren bezahlen, wenn man über 'n PC verfügt, egal ob man damit ins Internet kann oder nicht ( zwecks Anschluss ), maßgebend ist nur, dass man mit 'nem PC ja theoretisch die Möglichkeit hat ins Internet zu gehen, und das alles, egal ob man 'n TV Gerät / 'n Radio hat oder nicht.Ob man arbeitslos ist oder nicht ist denen dann natürlich auch scheißegal! Dabei ist es doch wohl offensichtlich dass die öffentlich rechtlichen, anscheinend nicht mit ihren Budget umgehen können. Hey, die kriegen jedes Jahr über
7 000 000 000,- € ( 7 Milliarden ) und erhöhen ständig, noch zusätzlich die GEZ - Gebühren.
Ich möchte nicht wissen wieviel von der Kohle in den Taschen des einen oder anderen Sesselfurzers verwschwindet.
Soll mir noch einer sagen, denen geht 's nicht zu gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und bei dieser ganzen RIESENSCHEIßE soll man sich nicht verarscht vorkommen???????????????


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

10.12.2010 um 09:38
@littlebuddah69


Da sagste aber was...


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

11.12.2010 um 02:48
@BackToLife
Meinst Du das ironisch, oder wie?


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

11.12.2010 um 09:50
@littlebuddah69

Natürlich meine ich es ironisch,ich habe ja nur dieses Thema geschrieben. :D

Nein,ich wollte damit dir Recht geben... ;)


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Kritik ausüben,aber doch keinen Mut um was zu ändern?!

11.12.2010 um 11:15
@BackToLife @littlebuddha69

Hallo habe heute Morgen diesen Artikel Online gelesen und stellen hin mal zum durchlesen als Link hinein.Find er passt gut zum Thema.

Artikel von Welt.de die Artikelüberschrift trifft es auf den Punkt wieso eigentlich in Deutschland so wenig passiert ,Demonstartionen,Streik,Parteigründung, ..etc.
Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund
Die Deutschen sind gutgläubige Staatsbürger und lieben die Ruhe.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11526964/Deutschland-ist-wie-ein-traeger-fetter-alter-Hund.html?wtmc=RSS.De...

Was uns Deutschen am meisten fehlt ist eine Einigkeit der Bürger, wenn diese schon vorhanden wäre hätten. Die Lenker und Denker in Berlin hätten es schon etwas schweren mit ihrem falschen Verhalten,daß Sie bei vielen entscheidungen an den Tag legen.


MfG


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