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Kommunikation: Islam und Atheismus

89 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Gott, Religion, Islam, Welt, Atheismus, Allah, Verbindung, Theismus, Sinnfrage

Kommunikation: Islam und Atheismus

16.10.2014 um 21:09
Abd-Abeo schrieb:Die Mörder kommen in die Hölle
Die Opfer kommen ins Paradies, so sie dem Wege Gottes gefolgt sind

Kann man auf verschiedene Genozide, Morde und so weiter ja beziehen.

– Man kann nicht unbedingt zu 100% sagen, wie Gott richten wird, aber dies liegt als Erklärung erstmal nahe.
GOTT ist INNEN.

Gott ist in uns Menschen und Er handelt in und durch uns.

Es ist das Ich des Menschen, welches bei dem körperlichen Tod mitsterben muss. Das Ich jedoch speichert alles, was der Mensch als dieses 'Ich' in seinem Leben durch seine 5 Sinne erfahren/getan hat. Jeden Geruch, jedes Bild (!) jede Berührung, jedes Wort, und jeden Geschmack....

ALL das erfährt der Mensch im Moment seines Sterbens, da Zeit und Raum in diesem Moment "zusammengefasst" werden, und DAS ist dann die Hölle oder der Himmel, je nachdem..... ;)


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RoseHunter
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Kommunikation: Islam und Atheismus

17.10.2014 um 09:12
@Abd-Abeo
Ich sagte, dass Leid im Leben ist endlich – ich gehe hier nicht vom Buddhismus aus (→ siehe Diskussionsanfang) – und die Glückseligkeit im Paradies wird unendlich sein. Aus diesen zwei Aussagen habe ich nur eine Lösung angeboten, da darauf folgen würde, dass Leid im Verhältnis so gut wie nichts mehr ausmacht. Da dies Fakten des religiösen Inhaltes sind, habe ich es auch so genannt, ob ich der Meinung bin oder nicht. Weil du dies anscheinend bezweifelst, habe ich nach Begründungen gebeten beziehungsweise gezeigt, welche Aussagen ihr ansonsten vertreten würdet, nämlich:

– Unendliches Leid im Leben
– Endliche Glückseligkeit im Paradies
Wir sind uns einig, dass das Leid im Leben endlich ist.
Die Prämisse, dass es ein Paradies gibt, teile ich nicht, aber es ist ein Faktum, dass religiöse Menschen oft an ein Paradies glauben.
Ob die Glückseligkeit im Paradies endlich oder unendlich ist, ist mir zu spekulativ, solange nicht geklärt ist, wie dieses Paradies aussehen soll, wo es liegt und so weiter.
Abd-Abeo schrieb:Beides ist allerdings mit den Glaubensinhalten nicht kompatibel, es ging am Anfang immerhin noch um die Theodizee, weswegen ich auch erst darauf kam; vielleicht hätte ich betonen sollen, dass es nach wie vor auf eine Religion beschränkt ist!
Ja, von der Theodizeefrage sind wir abgekommen.
Der Hinweis darauf, dass Gott/Allah den Menschen mit einem freien Willen ausgestattet habe und dass damit dann alles zu erklären sei, erscheint mir insgesamt ziemlich hoch gepokert.

Aber der Islam hat diese Schwierigkeiten möglicherweise nicht, wenn nicht Allliebe, Allwissenheit und Allmacht zu den Attributen Allahs gehört.

Zur Frage des Holocaust: Die mag in der Tat aus glaubenstechnischer Sicht nichts besonderes sein, aber ist sie nicht ein guter Grund für den einen oder anderen dem man sagt, er solle doch glauben, Gott zu verstoßen?
Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, die auch in großem Leid zu Glauben und zu Verzeihen in der Lage sind und ich bin der Meinung, dass das keine schlechte Eigenschaft ist.
Doch wenn jemand dem Gott kündigt, wenn er im Leben auf keinen grünen Zweig kommt, kann ich das ebenfalls verstehen.

Islam und Atheismus zusammenzubringen erscheint mir durchaus möglich zu sein, solange man nicht die Fundamentalisten beider Fraktionen aufeinander los lässt.


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interrobang
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17.10.2014 um 10:38
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Islam und Atheismus zusammenzubringen erscheint mir durchaus möglich zu sein, solange man nicht die Fundamentalisten beider Fraktionen aufeinander los lässt.
Jop. Kann ich persönlich bestätigen. :Y:


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Kommunikation: Islam und Atheismus

17.10.2014 um 10:51
@JPhys2
JPhys2 schrieb:Das hängt davon ab an welchen Myhtos man so glaubt.
Achso, dann könnte es auch f) sein:

Der Teufel ist eigentlich der verkleidete Gott, da Gott mit aufkommen des NT seine sadistische Ader nicht mehr öffentlich ausleben konnte. Und so hat er sich die Hölle erschaffen, um wenigstens dort noch ein wenig Spaß mit seiner Schöpfung zu haben.

Aber wer weiss das schon...


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Kommunikation: Islam und Atheismus

17.10.2014 um 18:10
@RoseHunter

Ja, wie bereits erwähnt, ist es im islamischen Glauben so, dass man von einem unendlichen Glück im Paradies ausgeht.

Leider ist es ja so, dass man Gott viele verschiedenste absurde Attribute zuordnet. Wenn ich den Glauben hätte, es gebe keinen Gott sondern nur den Teufel, dann könnte ich für diese These extrem einfach Indizien finden. Tatsächlich würde sogar alles dafür sprechen → Der Glaube, dass der Teufel die Offenbarungen geschickt hat, die Welt erschaffen hat, kann nur sehr schwer widerlegt werden. Nur verhält es sich eben nicht wie bei Gott; wir erkennen »Schlechtes« (Holocaust) auf der Welt, deshalb schwanken Attribute wie Omnipotenz und Omnibenevolenz Gottes. Bei einer Art »Omnimalevolenz«, dem umfassenden Bösen, ist es doch recht schwierig.

Und: Der Holocaust kann in der Tat ein guter Grund sein, den Glauben aufzugeben. Das verhält sich ja oft so, dass Menschen, die nicht religiös sind, durch Schmerz religiös werden und Menschen, die religiös sind, durch den selben Kummer ihren Glauben wieder verlieren. Die Frage ist ja, ob die Intensität davon noch gesund ist. Eine fromme Christin folgt »objektiv« vielleicht dem falschen Glauben – nur als Gedanke gesehen –, aber es ist allemal besser als ein »moralloser« Atheist, der mit seinem Glauben richtig liegt.

Es ist wie bei einem Modell für das Leben, man sollte es wohl nicht instrumentalisieren oder Menschen von der eigenen Gruppe ausschließen; es besteht aber auch keinen Zwang zu glauben, es sei die Wirklichkeit.
Man kann »dem« Islam folgen, wenn man es für gut hält, ohne an einen Gott zu glauben. Andere werden sagen man wäre ungläubig, doch das kommt immer auf die Perspektive an. Ein Globus spiegelt auch nicht die Realität wieder, aber das Modell an sich ist nützlich und dient seinem Zwecke gut; wenn eine Lehre das also auch schafft, kann man so auch Atheismus und Theismus zusammenbringen.


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RoseHunter
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Kommunikation: Islam und Atheismus

17.10.2014 um 18:29
@Abd-Abeo
Wenn ich den Glauben hätte, es gebe keinen Gott sondern nur den Teufel, dann könnte ich für diese These extrem einfach Indizien finden.
Das wäre mal einen Versuch wert.
Der Teufel könnte lediglich eine Personalisierung bestimmter Attribute sein.
Überzeugend wäre die These dann, wenn es keine andere Erklärung als die gibt, dass der Teufel dahinter stecken muss, ansonsten siegt vermutlich Ockham gegen Satan.
Abd-Abeo schrieb:Eine fromme Christin folgt »objektiv« vielleicht dem falschen Glauben – nur als Gedanke gesehen –, aber es ist allemal besser als ein »moralloser« Atheist, der mit seinem Glauben richtig liegt.
Darin liegt die These, dass Moral zwingend an Religion gebunden ist und das ist nicht richtig.
Abd-Abeo schrieb:Man kann »dem« Islam folgen, wenn man es für gut hält, ohne an einen Gott zu glauben. Andere werden sagen man wäre ungläubig, doch das kommt immer auf die Perspektive an. Ein Globus spiegelt auch nicht die Realität wieder, aber das Modell an sich ist nützlich und dient seinem Zwecke gut; wenn eine Lehre das also auch schafft, kann man so auch Atheismus und Theismus zusammenbringen.
Ein gutes Argument ist, dass religiöse und atheistische Menschen sich in den meisten Fragen des praktischen Miteinanders oft gar nicht in die Quere kommen.
Wo eine Brücke saniert wird und wie lange Kitas geöffnet sind, da stört die Frfage nach der Religion nicht.


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Kommunikation: Islam und Atheismus

17.10.2014 um 18:40
@RoseHunter

Nein, die These liegt da nicht drin!! Es war lediglich ein Beispiel, um zu verdeutlichen, dass es auf den Glauben an sich nicht ankommt.


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RoseHunter
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17.10.2014 um 18:41
@Abd-Abeo

Okay, dann war das vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt.


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Kommunikation: Islam und Atheismus

18.10.2014 um 17:28
Für die Islamisten sind wir wohl alle Christen, egal welcher Konfession. Somit kommen wir alle in einen Pott der Ungläubigen, ob wir nun praktizierende Christen oder Atheisten sind.

Wer Atheist ist, kann allerdings ständig seine Glaubensgesinnung ändern, wies im beliebt und das ist bereichender, als an was festzuhalten, an das man noch nicht 100pro glauben kann?


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