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Fünf- und siebenjährige in Kiel schwer sexuell missbraucht

24 Beiträge, Schlüsselwörter: Kind, Sexueller Missbrauch, Kiel
Ingrid1
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Fünf- und siebenjährige in Kiel schwer sexuell missbraucht

06.02.2016 um 00:45
@Xtralarge

Ich lebe ganz streng nach Kants kategorischem Imperativ. Als Christ gibt es für mich natürlich auch die Nächstenliebe. Nur bin ich da alttestamentarisch und halte für eine Ohrfeige nicht noch die andere Seite meines Gesichts hin. Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn jeder einen positiven Beitrag dazu leistet. Eine Gesellschaft funktioniert wie ein Motor. Wenn eine Schraube locker ist, läuft der Motor nicht mehr. Für den Schutz unserer Leben und unseres Eigentums ist für mein Verständnis der Staat zuständig. Dafür zahlen wir ja auch genug Steuern.

Kinder sind das Fundament unserer Gesellschaft. Sie stehen am Beginn ihres Lebens. Sie bedürfen eines besonderen Schutzes.

Mir geht es zunehmend auf den Geist, dass hoch dotierte Gutachter tickende Zeitbomben für gesellschaftsfähig erklären. Als Beispiel fällt mir jetzt spontan der Mordfall Carolin ein. Das Mädchen könnte noch leben. Und ganz zeitnah der Schwerverbrecher, der aus dem Kölner Brauhaus getürmt ist während eines Ausflugs, für den er Insulin für 3 Tage und 400 Euro mitbekam.

Für einen solchen Fehler könnte ich mir in dem Unternehmen, in dem ich arbeite, die Papiere abholen.

Ich verstehe durchaus, dass gerade die Polizei mit der sozialen Situation in Deutschland und einem parallelen Personalabbau, hoffnungslos überfordert ist. Ich erlebe Abend für Abend, wie Polizisten im Zug wie Tote in den Sitz fallen und sofort einschlafen.

Aber sind unsere Behörden auch so überlastet? Und die fürstlich bezahlten Gutachter?

Feindesliebe ist hier wohl der richtige Begriff. Mahatma Gandhi fällt mir dazu spontan ein, der gesagt hat: Ihr habt die tollste Religion, denn Ihr kennt die Nächstenliebe, aber Ihr habt nichts daraus gemacht.

An appeaser is one who feeds a crocodile, hoping it will eat him last, sagte Churchill

Wir leben hier in einem System, in dem man Eltern die Schuld gibt, wenn deren Kind ermordet wird, weil die Eltern das Kind nicht stark gemacht haben. *Kopfschüttel*

Mutmaßliche Steuerhinterzieher werden hier jedenfalls nicht mit Samthandschuhen angefasst.


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Fünf- und siebenjährige in Kiel schwer sexuell missbraucht

06.02.2016 um 13:07
@Ingrid1
Ingrid1 schrieb:
Mir geht es zunehmend auf den Geist, dass hoch dotierte Gutachter tickende Zeitbomben für gesellschaftsfähig erklären
Eine Möglichkeit wäre diese Gutachter/Psychologen mit harten Strafen zu belegen fals ein von ihnen als gesellschaftsfähig eingestufter Straftäter weitere Verbrechen verübt.


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Fünf- und siebenjährige in Kiel schwer sexuell missbraucht

06.02.2016 um 14:23
@Asparta
@Ingrid1
Ich glaube nicht, dass eine Bestrafung von Gutachtern die Problematik von Fehleinschätzungen löst. Erstens kann jeder Mensch, egal wie gut ausgebildet, Fehler machen. Zweitens würde sich dann niemand mehr freiwillig auf solche Begutachtungen einlassen. Das kann keinesfalls das Ziel sein! und drittens würden die Gutachter dann so unter Druck gesetzt, dass sie nicht mehr fachlich objektiv und neutral urteilen und analysieren können.

Ich denke viel mehr, dass die Forschung und Zusammenarbeit in der forensischen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie international und vor allem national verbessert werden muss. die Analyseinstrumente müssen verbessert werden, die Ausbildungen der Gutachter verfeinert und die Begutachtungskriterien müssen evaluiert werden. So kann man Fehleinschätzungen immer unwahrscheinlicher machen.

wir brauchen eine gut evaluierte erklärende und verstehende Diagnostik für solche Täter. Wir müssen noch mehr verstehen, wie Menschen sich so entwickeln, dass sie zum Täter, Mörder, Serienkiller werden, usw. und wie sie weshalb rückfällig werden. Dann können wir auch die Begutachtungskriterien stets aktuell halten.

Erforscht werden muss u.a., weshalb Täter trotz positiver Prognose wieder rückfällig werden. Wie kam es zur Prognose und wie kam es zum Rückfall. Dann können Prognosen verbessert und fundierter werden.

Das ist ähnlich, wie mit dem Profiling. Da müssen die Kriterien auch stets evaluiert werden, sonst können (unbekannte) Täter und ihr Handeln nicht eingeschätzt werden. Auch da gibt es Probleme. Z.B. wird immer wieder gesagt, Serienmörder bleiben idR in einem engen Radius ihres Umfeldes, um ihre Taten zu begehen. Und wie viele Ausnahmen gibt es? Sehhhr viele. Ist das eine Veränderung im gesellschaftlichen Verhalten, die neu berücksichtigt werden muss, oder war es früher eine Fehleinschätzung mit ungenügender Datenlage o.ä.? Wurden aufgrund dieser Annahme viele taten nicht gelöst und in Verbindung gebracht? Dafür braucht es forensische Forschung.

Was wir sicher nicht brauchen ist eine übermäßige Kritik an Personen. Wenn Leute was falsch machen, objektiv, auch Polizisten, Mitarbeiter im sozialpsychiatrischen Diensten oder Psychiatrien, o.ä., soll diese Kritik benannt werden und sie sollen ein Feedback dazu bekommen und lernen. Und wenn es grob fahrlässige Fehler/Versäumnisse oder Faulheit sind, sollen sie auch bestraft werden. Aber auf ihnen rumzuhacken ist sicher nicht der richtige Weg.

In diesem Fall hier, sehe ich nach mir bekannter Sachlage, Versäumnisse bei der Polizei und im SpsD, etc. Dennoch können wir nicht sagen, wie es zu diesen Versäumnissen kam. Offenbar aber wurden die Informationen nicht richtig zusammengetragen und die Situation nicht richtig eingeschätzt. Kontakte zum mutmaßlichen Täter wurden nicht angemessen wahrgenommen und keine grundlegenden Gespräche geführt, Hinweise nicht verfolgt, Vermutungen nicht nachgegangen. dennoch kennt man die Hintergründe nicht. So gab es scheinbar eine Verkettung von Versäumnissen und Fehleinschätzungen, die zum Nichtstun führte. Die Frage für mich ist daher, wie kann es sein, dass so viel Versäumnisse und Fehler und Verschleppungen usw. von sehr vielen und unterschiedlichen Personen/Einrichtungen erfolgten? Dass Menschen Fehler machen ist eines, aber so viele auf einmal zugleich? Wie kommt das zustande? Da sehe ich das Hauptproblem


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Fünf- und siebenjährige in Kiel schwer sexuell missbraucht

06.02.2016 um 14:40
Der Kieler Sprecher sagte ja u.a., die Probleme lägen in dem mangelnden Informationsaustausch der verschiedenen Einrichtungen. das ist aber ja sicher nicht alles. Denn wenn die Polizei am Tattag eines mutmaßlichen Missbrauchs mit dem Tatverdächtigen spricht, der offenbar seit langem schwer psychisch krank ist, dann sollte man dies in einem längeren Gespräch schon iwie mitbekommen. Wenn diverse Einrichtungen der psychiatrischen Hilfen sowie die Polizei angesprochen und um rat und Hilfe gebeten werden, und alle unternehmen nichts/nicht viel. Dann hat das erst einmal nichts mit Informationsaustausch zu tun. Das setzt weit vorher an und zieht sich ja offenbar durch alle Einrichtungen. Weswegen wird eine hilfesuchende Frau von allen Einrichtungen alleine gelassen? Weshalb nimmt keine dieser Einrichtungen konkreten und persönlichen (Gesprächs-) Kontakt mit dem Sohn auf? Letztlich wurde ja auch ihm nicht geholfen sondern er wurde alleine gelassen, als offenbar seit Jahren schwer erkrankter Mann. Er hätte ja auch vor den Taten/der zweiten Tat bewahrt werden können. Was also ist da schon in allen Einrichtungen fehl gelaufen?


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