philae schrieb:Ansonsten ist mein Lebensstil auch, ich würde es genügsam nennen, weil ich vieles nicht brauche, worauf der Normale Mensch eher schwer verzichten kann.
Ist bei mir auch so.
Fleisch nehme ich als Vegetarier sowieso nicht zu mir, auch andere tierische Produkte selten(st).
Limos/Softdrinks, Energy-Drinks, alkoholische Getränke: nie.
Leitungswasser habe ich in Deutschland immer getrunken; hier im Ausland muss ich Wasser im Kanister für jeglichen Verzehr (auch zum Kochen) kaufen.
Kleidung: Habe da einen sehr konstanten Kleidungs-Geschmack und finde zudem viele Materialien und Schnitte unangenehm. Bin daher froh darum wenn ich keine Kleidung (nach-)kaufen muss. Kombiniere auch zu festlichen Angelegenheiten aus vorhandenem. Mein Mann und ich nutzen zusammen einen Kleiderschrank der für eine Person gedacht ist.
Auto: nicht vorhanden, wird auch nicht ausgeliehen, und bin froh darüber keines zu brauchen.
Inwieweit mir der Besitz von Gegenständen "etwas gibt": Dann, wenn sie praktisch sind, auf jeden Fall. Z.B. Werkzeug für auch tatsächlich öfter anfallende Arbeiten, oder einen Vorrat an regelmäßig verbrauchten Dingen. Ich muss dadurch auch seltener einkaufen, weniger mit Menschen interagieren etc.
Derartiges wie "Statussymbole" bedeutet mir aber null, und ein Gegenstand kommt sowieso schon nicht in Frage, wenn er etwas ist wie: laut, riecht/stinkt, unbequem, stellt alles zu, man muss mehr abstauben, und dergleichen.
Worauf ich nicht verzichten möchte: Dinge die ich als praktisch empfinde.
Mir ist z.B. definitiv nicht der Sinn nach x verschiedenen Schuhen in verschiedenen Farben, Formen etc. Ich würde aber auch nicht z.B. das ganze Jahr über die selben Schuhe tragen, weil sich die Temperatur übers Jahr hinweg nunmal ändert und ich weder frieren noch schwitzen mag. Für jemanden der evl. immer im Stadtgebiet und viel mit dem Auto unterwegs ist mag "Turnschuhe von Januar bis Dezember" gehen, bin selbst aber ohne Auto unterwegs, wandere etc.
Selbiges bzgl. Küchenausstattung: Diverse Spezialgeräte möchte und brauche ich nicht. Statt x verschiedene Hacker, Häcksler... sind da Bretter und gute Messer. Kein Problem damit, etwas mit einer Gabel in einer Schüssel zu verrühren, aus der man auch essen kann, anstatt mir dafür extra Gefäße zu kaufen. Nutze den in der Mietwohnung verbauten Herd mit Backofen, statt x zusätzliche Kochgeräte. Wir haben keinen Kaffee- oder Teeautomaten, Brotbackautomaten, Kochautomaten, Slowcooker etc.. Verzichten würde ich aber nicht auf z.B. eine Teekanne - Teebeutel mag ich einfach nicht. Verzichten würde ich auch nicht auf insgesamt die Nutzung einer Küche.
Insofern: Alles in einen Koffer bekommen um damit umzuziehen würde ich nicht - es würde Aufwand und Kosten bedeuten, bestimmte Dinge nachzukaufen, und ich kann manche auch nicht durch "generische", etwa wie in einer möblierten Wohnung zu finden, ersetzen. (Dazu zähle ich z.B.: ergonomische Schreibtischausstattung auch für zu Hause, die meinen körperlichen Einschränkungen gerecht wird. Manche Menschen können sich einfach mit einem Laptop im Schneidersitz auf ein Bett oder auf den Boden hocken, ich kann das nicht.)
philae schrieb:Trotzdem gibt es einiges, was ich mir ab und zu gönne und als Luxus bezeichnen würde.
Ebenso.
philae schrieb:Andere Dinge (Aktivitäten) wiederum gehen gesundheitlich nicht mehr, da war die Entscheidung nicht ganz freiwillig.
Auch da stimme ich zu.