ragtime schrieb am 30.08.2026:Nochmal zu den Würfeln… je nach Material sind Unterschiede in der Dichte zu erwarten, welche sich auf etwaige Würfelergebnisse auswirken. Holz ist Anisotrop, hygroskopisch und Inhomogen. Kunststoff kann je nach Verfahren ebenfalls zum Teil erhebliche Unterschiede in der Dichte aufweisen. Was ebenfalls Auswirkungen auf die Würfelergebnisse hat. Zusätzlich gibt es mit Sicherheit noch andere Parameter die ein „zufälliges“ Würfelergebnis beeinflussen.
Jetzt zur Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses…
Ein 6 Seitiger Würfel …
Erwartungswert für ein beliebiges Würfelergebnis ist 1:6 …
Das bedeutet nicht das ich bei 6 würfen alle 6 Zahlen erhalte. Um Signifikant zu zeigen das du also telepathisch begabt bist reicht es nicht zu zeigen das dein Würfel immer wieder mal den selben Wert zeigt (damit zeigst du eher das dein Würfel nicht ideal ist), sondern du musst die jeweiligen (unterschiedlichen) Ergebnisse vorhersagen bei Verwendung verschiedener Würfel.
Wenn du nun ein besseres trefferbild hast als statistisch durch Raten zu erwarten wäre, könnte man mal über die dahinter liegende Physik nachdenken. Aber, und da bin ich ganz ehrlich zu dir. Alleine wegen deiner Aussage dass fast alle Würfel ideal seien… glaube ich nicht an ein erfolgreiches Experiment.
Daher kommt auch meine Aussage über mangelnde Kenntnisse im Bereich der Mathematik und der Physik.
Dies ist aber eher als Kritik an der Sache gemeint.
Nochmals, dies ist ein Diskussionsforum. Da sollten andere Meinungen kein Problem darstellen.
Du hast dich hier mit einem Thema positioniert beidem ich grundsätzlich Vorbehalte habe, zusätzlich habe ich dich auf ein m Dinge hingewiesen die ich als formale Fehler erachte. Um deine Theorie zu erhärten könntest du diese Kritik auch nutzen.
Grüße
-rag-
Stimmt:
Ein echter Würfel ist nie vollkommen ideal. Material, Schwerpunkt, Form, Kanten, Vertiefungen der Augen und Herstellungsunterschiede können die Häufigkeit bestimmter Ergebnisse beeinflussen. Aber der Unterschied ist so minimal, dass es nahezu irrelavant wird, auch zB. in Casinos gibt es jede Menga Würfel die nie extakt deinem nahezu unnötigen Perfektionismus entsprechen. Das ist so gering, dass es sich sogar fast nicht lohnt so lange darüber nach zu denken. Außerdem geht es bei Telekinese nicht nur um Würfel die man beeinflussen kann, sondern um alles auch zB. Zufallsgeneratoren wie ich schon ungefähr 1000x erwähnt habe.
Stimmt grundsätzlich:
Holz ist anisotrop, hygroskopisch und nicht vollkommen homogen. Auch Kunststoff kann Dichteunterschiede aufweisen. Daraus kann theoretisch eine leichte Verzerrung entstehen. Aber wie gesagt, das ist "Toleranz", google mal nach "Toleranz" in Bezug auf Technik, das sind in Kauf zu nehmende Abweichungen weil der Unterschied kaum nennenswert ist!!!
Zu pauschal:
Daraus folgt nicht, dass solche Unterschiede bei normalen Würfeln automatisch einen starken Einfluss auf die Ergebnisse haben. Bei einem ordentlich gefertigten Würfel können diese Effekte sehr klein sein.
Falsch formuliert:
„Der Erwartungswert für ein beliebiges Würfelergebnis ist 1 zu 6.“
Das ist mathematisch falsch.
Bei einem fairen sechsseitigen Würfel beträgt die Wahrscheinlichkeit für jede einzelne Zahl 1 zu 6, also etwa 16,67 Prozent.
Der mathematische Erwartungswert des Würfelergebnisses beträgt dagegen 3,5.
Stimmt:
Sechs Würfe bedeuten selbstverständlich nicht, dass jede der sechs Zahlen genau einmal erscheint. Zufall funktioniert nicht so gleichmäßig, aber das hat jetzt nichts mit meiner Erklärung des der Wahrscheinlichkeit und deren Tests zu tun und auch unter anderm bei Telekinese.
Nur teilweise richtig:
Wenn immer dieselbe Zahl ungewöhnlich oft fällt, könnte tatsächlich ein verzerrter Würfel die Ursache sein. Das wäre also noch kein guter Beleg für eine gedankliche Beeinflussung.
Falsch:
Man muss nicht zwingend verschiedene Würfel verwenden.
Man kann auch mit einem einzigen Würfel einen sinnvollen Test machen, wenn die gewünschte Zielzahl vor jedem Versuch festgelegt oder zufällig bestimmt wird.
Wenn beispielsweise zuerst die 1 das Ziel ist, danach die 5, danach die 3 und so weiter, kann ein einfacher Fehler im Würfel nicht erklären, warum ausgerechnet die jeweils vorher festgelegte Zahl häufiger erscheint.
Ebenfalls falsch oder zumindest unnötig streng:
Man muss nicht jede einzelne Zahl korrekt vorhersagen!!!
Wenn jemand behauptet, einen Würfel beeinflussen zu können, reicht grundsätzlich eine Trefferquote, die statistisch deutlich über dem Zufall liegt. Entscheidend ist, dass das Ergebnis reproduzierbar ist und unter kontrollierten Bedingungen erneut auftritt.
Wichtig: Wenn es um das Beeinflussen des Würfels durch Gedanken geht, wäre „telepathisch“ außerdem nicht der richtige Begriff. Telepathie bezeichnet angebliche Gedankenübertragung zwischen Personen. Hier ist von Telekinese oder zumindest eher von Psychokinese die Rede. Kannst ja nichtmal zwischen Telekinese und Telepathie unterscheiden. Bei einer Vorstellung des Experiments, geht es per se, darum den Würfeln durch Telekinese zu steuern aber nicht durch zB. "hell sehen" die Würfel zahl vorher sagen zu können.
UND GANZ EHRLICH: Sieht also so, die Kompetenz der Kritiker aus?
Aber Hauptsache runter machen oder?
Mir tun schon die Finger schon weh vom vielen tippen wie in einer Aufklärungsstunde für nicht Erwachsene aber mir mein Alter absteiten oder was?