Bogdan60 schrieb:Wenn juristische Fehler gemacht wurden, darf es im Rechtsstaat
keine Verurteilung zu einer höheren Strafe kommen.
Wieso das denn nicht? Es war doch schon vor Prozessbeginn alles klar, diese besoffene Kreatur hat aus niederen Beweggründen mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug das Leben einer jungen Frau ausgelöscht, und eine weitere schwer verletzt.
Was gibt es da noch zu verhandeln? Nochmal, die Frau ist tot, und zwar endgültig. Es gibt keine juristischen Tricks um sie wieder ins Leben zurück zu holen. Diese Tatsache wird von vielen einfach ignoriert, statt dessen macht sich scheinbar jeder (außer mir) Sorgen darum, dass der Täter mit einer milden Strafe davon kommt, zur Not auch mit juristischen Tricksereien wie Formfehlern etc. ... das ist doch total krank!
Bogdan60 schrieb:Komischerweise wird nie konkret ein Beispiel
genannt, wann bzw. in welchen Fall der Täter
gegenüber dem Opfer einen höheren Schutz-Bonus hat.
Ich kann dir ein Beispiel nennen, der Polizistenmord in Völklingen. Nachdem der Täter einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Tankstelle begangen hatte, floh er vor der eintreffenden Polizei. Dabei kam es zu einem Handgemenge, in dessen Folge er einem Beamten die Dienstwaffe abnahm, und mit dieser Waffe 17 (SIEBZEHN!) mal auf die Polizisten schoss, davon 11 mal auf den Beamten, der daraufhin verstarb.
Die Verteidigung sah bei dieser Tat die Merkmale für Mord nicht erfüllt und plädierte auf Totschlag, und dieser Meinung schloß sich der Richter dann auch an. Da kann ich nur sagen: WAHNSINN!
In der Verhandlung wurde dann verzweifelt nach Gründen gesucht, diesen Mord nicht als Mord einzustufen. Jedes scheiß psychische Problem seit seiner Geburt wurde hundert mal durchgekaut, bis man schließlich zu der Fehleinschätzung kam, der arme Junge konnte rein gar nichts dafür. Die Polizei ist ja selbst schuld, wenn sie Straftäter verfolgt....
So wie unser Rechtssystem derzeit praktiziert wird, ist es einfach nur zum kotzen.