@Leilan
Leilan schrieb:
Niselprim schrieb am 01.11.2025:... ich sags mal so:
... bei den Texten in der Bibel muss man auch davon ausgehen, dass der eine oder andere Schreiberling sich täuschte oder log (auf Grund Widersprüchen, fehlender Nachvollziehbarkeit etc.) - die gerade gelesene Aussage also nicht der Wahrheit entspricht. Wie also will man sich Gewissheit verschaffen, wenn man nur das glaubte, was jemand anderes glaubte und niederschrieb?
Woher will man wissen, dass die Schreiberlinge (lediglich) geglaubt, geirrt oder gar gelogen haben?
Was gibt es sonst für "Erklärungen" - auf Deine Spekulation gehe ich gleich noch näher ein - dafür, dass Aussagen in der Bibel nachweißlich falsch sind?
Erstmal nachweißlich falsche Aussagen aus der Bibel:
- Hasen und Hyrax kauen Wiederkäu 3.Mose 11,4-6
[4] Nur diese von den wiederkäuenden und von denen, die gespaltene Hufe haben, dürft ihr nicht essen:
\hspace{14px}das Kamel, denn es käut wieder, aber gespaltene Hufe hat es nicht: unrein soll es euch sein;
[5] den Klippdachs, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
[6] den Hasen, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
Falsch \therefore Hasen und Hyrax (Klippdachs) kauen kein Wiederkäu – das ist ein Prozess, bei dem Nahrung aus dem Magen regurgitiert und erneut gekaut wird (wie bei Kühen). Hasen praktizieren Cäcotrophie (sie essen ihren eigenen Kot), was biologisch etwas völlig anderes ist. Das ist keine Frage der Interpretation; die Biologie klassifiziert sie klar als Nicht-Wiederkäuer.
- Fledermäuse als Vögel 3.Mose 11,13 und 11,19
[13] Und diese von den Vögeln sollt ihr verabscheuen – sie sollen nicht gegessen werden, etwas Abscheuliches sind sie:
\hspace{18px}den Adler und den Lämmergeier und den Mönchsgeier
[20] und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art und den Wiedehopf und die Fledermaus.
Falsch \therefore Fledermäuse sind Säugetiere (Mammalia), keine Vögel (Aves). Sie gebären lebende Junge, säugen sie mit Milch und haben Fell – Vögel legen Eier und haben Federn. Die moderne Taxonomie (seit Linné) trennt das strikt; es gibt keine Debatte darüber.
- Pi als genau 3 1.Könige 7,23
[23] Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem ⟨einen⟩ Rand bis zu seinem ⟨anderen⟩ Rand,
\hspace{16px} ringsum rund und fünf Ellen seine Höhe; und eine Messschnur von dreißig Ellen umspannte es ringsherum
Falsch \therefore Die Beschreibung eines runden Beckens mit Durchmesser 10 Ellen und Umfang 30 Ellen impliziert, dass π (Pi) genau 3 beträgt (Umfang = π × Durchmesser). Tatsächlich ist π ≈ 3,14159... – eine irrationale Zahl. Das ist eine mathematische Ungenauigkeit; selbst antike Kulturen wie die Babylonier kannten bessere Approximationen (z. B. 3,125).
So, ich habe mal drei Beispiele gesucht, also damit ist es recht klar eine Tatsache, es gibt falsche Aussagen in der Bibel. Damit muss der "Schreiberlinge" (lediglich) geglaubt, geirrt oder gar gelogen haben. Ich sage mal, er wusste es einfach nicht besser.
Leilan schrieb:Vielleicht liegt's am Leser, der nicht die Voraussetzungen mitbringt, ein spirituelles Fachbuch lesen zu könnend?
Die Bibel ist kein "spirituelles Fachbuch". Die Bibel ist nur eine Sammlung von Texten, die über mehr als 1.000 Jahre von verschiedenen Autoren in unterschiedlichen historischen, kulturellen und literarischen Kontexten entstanden sind. Sie umfasst Genres wie Mythen, Geschichten, Gesetze, Poesie, Prophezeiungen und Briefe, ohne eine klare, schrittweise Anleitung zur spirituellen Praxis oder Entwicklung zu bieten.
Es gibt keine einheitliche Methodik, wie man sie in einem Fachbuch erwarten würde (z. B. Definitionen, Übungen, Fallstudien oder empirische Belege).
Stattdessen enthält sie Widersprüche (z. B. unterschiedliche Schöpfungserzählungen in Genesis 1 und 2) und narrative Elemente, die eher als Inspiration oder Glaubensgrundlage dienen, nicht als präzises Handbuch.
Zwei Beispiele für "spirituelle Fachbücher":
Aber Du kannst sicher mal erzählen, welche Voraussetzungen denn der geneigte Leser für das Lesen der Bibel mitbringen muss.
Leilan schrieb:Es fällt auf, dass dir die Selbstkritik fehlt, stattdessen wird auf andere geschielt.
Da fass Dir doch selbst mal fest an Deine Nase, und zur Info, dass ist ad hominem und zeigt nur, es fehlt auf der Sachebene an substanziellen Argumenten.
Leilan schrieb am 08.11.2025:
Niselprim schrieb am 01.11.2025:... ich sags mal so:
... bei den Texten in der Bibel muss man auch davon ausgehen, dass der eine oder andere Schreiberling sich täuschte oder log (auf Grund Widersprüchen, fehlender Nachvollziehbarkeit etc.) - die gerade gelesene Aussage also nicht der Wahrheit entspricht. Wie also will man sich Gewissheit verschaffen, wenn man nur das glaubte, was jemand anderes glaubte und niederschrieb?
Du also siehst dich im Besitz der Wahrheit, dass du das so scharf beurteilen kannst?
Eine Frage beantwortet nun nichts, wie wer sich hier sieht oder auch nicht, spielt keine Rolle, hinterfrage die Aussagen der User und nicht die User und dann solltest Du darauf antworten, zu dem hier hatte ich Dir nun eben echt recht viel geschrieben.
Leilan schrieb am 09.11.2025:
OmegaMinus schrieb am 08.11.2025:Wenn Karl sagt, im Glas sind 113 Kaugummis, Bert sagt, da sind 141 Kaugummis im Glas, dann muss ich den wahren Wert der Kaugummis nicht kennen, um zu erkennen, dass es einen Konflikt zwischen diesen Aussagen gibt.
Übertrage es auf ein biblisches Beispiel, so weicht das nur bequem aus!
Unfug, dass ist ein recht klares Beispiel, wenn wer ausweicht, dann Du hier, der damit nicht arbeiten will.
Leilan schrieb am 10.11.2025:
Niselprim schrieb am 09.11.2025:Laut den Geboten Gottes, übermittelt durch Mose, sagt Gott: "Du sollst nicht töten!" (Bibel; Exodus; Kapitel 20). In Kapitel 32 ließ er - angeblich auf Geheiß Gottes - etwa dreitausend Menschen erschlagen. Erkenne den Widerspruch @Leilan Kannst auch gerne selbst nach Widersprüchlichen suchen - es gibt jede Menge davon - denn sonst kannst du ohnehin nur glauben, was man dir erzählt.
Du kannst dir vorstellen, dass viele andere ja auch nicht gerade dumm sind und einen Widerspruch darin erkennen, die aber nur der Leseweise geschuldet ist. Das will sagen, wir haben in der Bibel und vielen anderen Überlieferungen keine historischen Texte vorliegen, die äußerliche Vorgänge darstellen, wie etwa Napoleon, der laut Geschichtsbücher militärisch gar ganz Europa beherrschen wollte.
Es handelt sich um spirituelle Texte, die die geistesgeschichtliche Entwicklung der Menschheit in Sinnbildern beschreiben. Wenn diese aber mit einem profanen Verständnis gelesen werden, stößt man überall auf Widersprüche und das gleich so massiv, was allein schon mich skeptisch machen würde, würde ich es profan lesen.
Das ist derselbe Unfug wie weiter oben, Du kannst die Widersprüche und Fehler in der Bibel nicht erklären, hebst die Bibel auf ein Podest, und wenn was nicht passt, dann muss es eben am Leser liegen, der das "spirituelle Fachbuch" eben nicht versteht, weil ihm die nötigen Voraussetzungen dazu fehlen. Echt jetzt?
Leilan schrieb:Es ist klar, dass es dir Zeitverschwendung ist, denn du gehst auf meine Erklärung nicht ein und ignorierst sie sogar komplett. Wärst du darauf eingegangen, hätte man darauf aufbauen können.
Welche Erklärung? Dass erklärt nichts, dass sind wenn dann Behauptungen und ich erkenne da Ausflüchte.