Mord an Herbert K. von 1983
um 02:58Sehr sinnvoll erscheint das nicht, ist aber ein Fakt.swandive schrieb:. Rückfahrt nur wegen Tankschecks?
Dass Täter erst Richtung Hamburg fahren, den Plan abbrechen und dann ernsthaft wieder zurück in den Wohnortbereich von HK fahren, nur damit er mit Tankschecks zahlen kann, wirkt extrem konstruiert. Man hätte an zig anderen Stellen tanken können. Ausgerechnet wieder in seine Nähe zurückzufahren, nur wegen der Zahlungsart, ergibt für mich keinen Sinn.
Stunden nachdem er zur Arbeit aufgebrochen ist, tankte er an der Tankstelle für die er Tankschecks hatte.
Auf der Arbeit hingegen ist er nie erschienen.
Es gibt mehrere denkbare Möglichkeiten , diesen Fakt zu deuten. Aber er hat nun mal sein Auto getankt, zu einer Zeit wo er ganz woanders sein wollte. In der Firma.
Vielleicht, weil man ein vollgetanktes Auto haben wollte ?swandive schrieb:2. Tankvorgang während einer Entführung?
Gerade das passt für mich überhaupt nicht. Wenn HK unter Kontrolle der Täter steht, warum lässt man ihn dann noch an die Kasse, zahlen, Scheck ausfüllen usw.? Das ist ein unnötiger Kontaktpunkt mit Zeugen und völlig untypisch für ein klares Raub-/Entführungsszenario.
Sehr professionell ist das nicht. Die OK käme da eher nicht infrage. Die interessiert ein voller Tank nicht.
In Xy wird auf diese Tatsache hingewiesen und die Möglichkeit eines versteckten Hilferufes ins Spiel gebrachtswandive schrieb:3.Falsches Datum als Hilferuf?
Das wirkt im Nachhinein eher hineingelesen. Ein falsches Datum kann vieles sein: Flüchtigkeitsfehler, Uhr/Datum falsch, Nervosität. Daraus gezielt einen Hilferuf zu machen, ist mir zu spekulativ. Zumal er an der Tankstelle deutlich effektivere Möglichkeiten gehabt hätte, auf seine Lage aufmerksam zu machen, wenn das wirklich seine Absicht gewesen wäre.
Vielleicht war es auch Zufall. Ein Versehen.
Das kann man nur persönlich interpretieren und schlußendlich hat Herbert die Antwort mit ins Grab genommen
Aber was ändert das an der Tatsache , das er dort tankte und was kann ansonsten bzgl des Ablaufes der Tat daraus geschlossen werden ?
Du bist doch gar nicht auf ddas Szenario eingegangen ?swandive schrieb:ür mich ist das deshalb kein wirklich stimmiges Szenario, sondern eher eine zusammengebastelte Story.
Bisher hast Du ja nur den Tankvorgang beleuchtet , der in der Tat seltsam ist. Aber er hat halt so stattgefunden.
Und das zu einem Zeitpunkt, wo K längst auf der Arbeit sein wollte, wo er aber nie erschien.
Dies gilt es doch zu erklären !
Warum kam er auf der Arbeit nicht an ?
Er war sonst äussert pünktlich und zuverlässig diesbezüglich.
Wo war er in der Zwischenzeit ?
Logische Schlussfolgerung: Er wurde auf dem Weg dorthin abgefangen.
Als nächstes stellt sich die Frage warum oder von wem er aus welchem Grund abgefangen wurde
Da es ansonsten keine Spuren ausser verprasstes Geld in geringerer Größe gibt, ist das nahe liegende, das man an die Kasse seiner Aldi Filiale wollte.
Alles andere hat sich so ergeben wie es sich halt seinerzeit ergeben hat.
Das kann man natürlich auch verschieden interpretieren.
