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Hartz 4 und Weihnachten

478 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Weihnachten, Zusammenhalt, Familien, Alg2

Hartz 4 und Weihnachten

08.10.2019 um 09:00
teleman schrieb:Eigeninitiative wird im Sozialsystem heute immer bestraft.
Die Hürde vom Hartz4 Empfänger zum Gehaltsempfänger ist einfach zu hoch.
Ich empfand es zu meiner Zeit (ca. 2012-2013) eher so, dass man gerade mit dem Eigenwillen aus der "Falle" kommt statt sich nur auf die vorgeschlagenen Angebote zu verlassen, wenn man denn genauer weiß was man machen will oder wohin man will. Anderen ging es ähnlich, und wiederum jene "ohne Drive" also Antrieb im Blut waren im Schnitt entsprechend länger im Bezug oder sind es gar immer noch.

Klar, nur subjektive Erfahrungen und Eindrücke. Dazu muss erwähnt werden, dass ich auch in der Jugendsparte war die auch anders angegangen oder behandelt wird wie Langzeitarbeitslose.

Was ich aber sagen will ist, dass man damals nicht (in jener Sparte) behindert wurde. Wieso auch? Ziel war ja da, eben die Leute in Lohn und Brot zu kriegen. Kurz-bis mittelfristig.


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08.10.2019 um 12:06
Warden schrieb:Ich empfand es zu meiner Zeit (ca. 2012-2013) eher so, dass man gerade mit dem Eigenwillen aus der "Falle" kommt
Aus? Also viele Arbeitende müssen aufstocken. In vielen Berufen und Tätigkeiten geht das doch heutzutage nicht mehr anders.
Warden schrieb:statt sich nur auf die vorgeschlagenen Angebote zu verlassen
Auch ein Problem, was heute auftritt, sind die Jobangebote. Man muss ja immer noch genommen werden, es ist ja nicht so, dass dir praktisch jeder Job sicher ist, außer natürlich, du gehst in die Zeitarbeit.
Es kommt also immer darauf an, wie qualifiziert du bist und es ist ungewöhnlich naiv, zu glauben, dass jeder sich gut konkurrenzlos auf dem Markt präsentieren kann.
Und natürlich kommt es darauf an, ob du praktisch alles nimmst, was nicht bei drei auf nem Baum ist, oder nicht doch erst mal deine privilegierten Berufe abklapperst.

Was halt mit der Zeit beim Regelsatz eintritt, zumindest bei einigen, ist die eigene Sicherung deines Haushaltes.
Das heißt, du überlegst dir dreimal, ob du dir n Ticket kaufst, denn du brauchst ja was zu essen. Eventuell auch ne neue Lampe. Jetzt müssen noch Socken her. Das Geld also ist verplant und es tritt meistens das ein, was @missmary beschrieben hat. Es kommt immer was auf dich zu, womit du geldtechnisch nicht gerechnet hast, was deinen Plan immer umwirft und du immer wieder neue Kassenstürze machst.

Aber ein anderer Punkt ist auch:
Heutzutage lohnt sich Arbeit nicht mehr, ich kann es ehrlich gesagt verstehen, dass einige tricksen. Viele scheinen das scheiße zu finden, weil sie sich als die Steuerzahler sehen, die das finanzieren, jedoch muss man eingestehen, dass die heutige Arbeitswelt so was überhaupt fördert. Viel Arbeit, wenig Geld.

Was hinzukommt, ist, dass wenn es das Sozialsystem nicht gäbe, es viel mehr Obdachlose geben würde und wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich, eine mögliche höhere Kriminalrate geben würde, als sie derzeit existiert.
Nur vermutet, aber ich schätze es als nicht so weit hergeholt ein.
Zumal es mit Sozialsystem bereits zu Attacken auf Jobcentermitarbeiter gab. Wegen Geld. Ich denke nicht, dass die meisten, wenn sie könnten, sich das Spektakel lange antun würden.
Wie würde Deutschland aussehen ohne das System?

Und mal ganz ernsthaft: so geil ist das Hartz-System nicht. Die Menschen leben am Mininum.
Andere Kritikpunkte bleiben: Die Grundsicherung von Hartz-IV-Empfängern gewähre "keinen angemessenen Lebensstandard". Erheblich ausgebaut werden müssten in Deutschland Angebote für Kinder, Behinderte, Ältere und Kranke. Zu Pflegeheimen heißt es, dort würden viele Bewohner "in menschenunwürdigen Bedingungen leben".
https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/politik/deutschland/staatenbericht-uno-kritisiert-deutsches-sozialsystem-a-7...

Genau so empfinde ich es auch. (siehe Beiträge oben)

Davon ab: in welcher Arbeit könntest du dir solche Menschen vorstellen?
Welchen Job könnten sie souverän meistern?

Hier ist doch nur jeder angepisst, weil er all das finaziert und selbst über die Runden hecheln muss.
Wären es ein paar weniger Probleme in D, was Lohn und Arbeitsverhältnisse (Personal/Überstunden/Belastung) betrifft, so halte ich erstens die Theorie, dass es weniger Menschen im Hartz-Bereich gibt, sowie auch zweitens weniger Nichtgönnerhaftigkeiten in der Regelsatzdebatte.

Wer genug hat, reibt sich weniger daran, was der andere hat.

Warum es aber dann immer die anderen abbekommen, ist mir ein Rätsel.



So, jetzt habe ich aber was losgetreten. *duck und wech*
Musste aber mal raus.
Wenn sich was ändern soll, hilft kein Aufschrei an den falschen Stellen.

Und das ist alles zum leben zu wenig und gerade für Feiertage, auch für Weihnachten.


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Hartz 4 und Weihnachten

08.10.2019 um 14:59
kuno7 schrieb:Ich weiß nun nich genau, wie Studenten normalerweise ihre Studienzeit so finanzieren, aber gibts da nich Bafög und Nebenjobs? Klingt jedenfalls recht krass, was du da so schreibst. Meine Ratschläge waren jetz aber auch an H4/Grundsicherungsempfänger gerichtet, die ihre 424€ plus Miete und KV erhalten.
mfg
kuno
Ich bin mit 16 daheim ausgezogen, weil es echt schlimm war und habe eine Ausbildung gemacht - damit waren meine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig. Ich musste mich komplett selbst finanzieren.

Ich durfte als Studentin 1000 DM im Monat verdienen (im Jahresschnitt). Ich durfte aber nun eine bestimmte Anzahl an Wochenstunden arbeiten, um meinen Studistatus nicht zu verlieren. In den Semesterferien sah es anders aus, allerdings musste ich da mitunter Praktika machen (unbezahlt) und konnte nicht oder nur wenige Wochen arbeiten. Dazu kam die Krankenversicherung.

Ich hatte dann einen 630DM im Monat Job, musste aber schon 6DM investieren, um jeweils dahin zu kommen. 120DM waren die Krankenversicherung. 510DM blieben. Ich habe in einer deutschen Großstadt studiert - es gab zu wenig Studiwohnheime und eine ewig lange Warteschlange - private Vermieter haben ein ziemlich hohes Mietniveau verlangt, in meinem Auslandssemester habe ich sogar 670,-€ DM kalt bezahlt. Miete waren 300DM für eine Minikellerbude dazu kam noch Strom und Heizung. Blieben so 180 DM. Am Semesteranfang ging das mitunter locker für Bücher drauf. Irgendwann musste ich einen Computer kaufen, für die Hausarbeiten. Pflichtexkursionstage gab es auch noch. Also musste ich schauen, dass ich mir ein Polster schaffe ... leider war alle sechs Monate Semesteranfang ...
Nerok schrieb:Bei @missmary muss schon viel schief gelaufen sein um zu so verzweifelten Maßnahmen zu greifen.
So viel läuft nicht schief - es gab keinen Mindeslohn (was ausgenutzt wurde) und viel zu wenig studentischen Wohnraum (was beim Mietpreis ausgenutzt wurde). Konnte ich die Semesterferien durcharbeiten, hatte ich ein Polster. Oft ging das nicht ganz ... dann konnte ich sechs Wochen Vollzeit arbeiten und musste sechs Wochen Praktikum machen. So ein Studium verursacht auch Kosten (Bücher, Exkursionen, Computer ....). Das ist teuer ...


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08.10.2019 um 15:04
Das ist hart.


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08.10.2019 um 18:21
@missmary
Ich habe auch noch zu DM Zeiten studiert und hatte das Gefühl extrem gut bezahlt zu werden in diversen Jobs.

Während des Semesters habe ich abends als Barkeeper in einem Pub gearbeitet, ich bin selten unter DM 100 rausgegangen, in den Semesterferien habe ich in Fabriken Schichtdienste gefahren wo ich teilweise bis zu 5000 DM bekommen habe, ich empfand das Studium überraschend luxeriös.

Ich habe auch viele andere Dinge gemacht, Autos überführt, Messen, Buchhaltung, Telefonrecherche usw, aber das man lohntechnisch ausgenutzt würde habe ich nicht erlebt - und ich habe an zwei Standorten studiert, Heidelberg und Erlangen, so daß ich auch nicht sagen kann das ich zufällig einen Bombenstandort hatte.


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Hartz 4 und Weihnachten

08.10.2019 um 19:41
@cejar

Ich hab Anfang der 90er auch einige Monate als Helfer für ne Leihbude gearbeitet und da waren auch immer wieder "Pseudo Studenten" dabei, die sich über eine Studentenvermittlung die Jobs beschafft haben. Die haben sich zwar immer wieder ins Studium eingetragen, allerdings keinerlei Vorlesungen besucht, weil sie als Student steuerfrei arbeiten konnten. Weiß nich genau wie viel die verdient haben, aber zumindest mehr als wir Leiharbeiter.

@missmary

Vielleicht wäre es für dich besser gewesen erstmal ein paar Jahre zu arbeiten und etwas anzusparen und das Abitur neben dem Job nachzuholen. Mehrere Jahre auf dem Niveau zu leben und für Schulbücher zu hungern klingt nich so prickelnd für mich.

mfg
kuno


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Hartz 4 und Weihnachten

09.10.2019 um 09:22
@sunshinelight
Nun ja, am Ende zählt natürlich die persönliche Ausgangslage. Für die einen wird es schwieriger als für manch andere. Fair ist das nicht immer, aber auch nicht so einfach zu ändern. Ich stimme zu, dass teilweise die Haare zu Berge stehen wenn man mitkriegt welches Arbeitspensum manche haben und wie viel sie dafür kriegen.

Da ist dann weniger Hartz 4 schuld (das wird eher das Auffangbecken), da sehe ich eher einen Zeitgeist bzw. Unternehmen und Unternehmenskultur in der primären Pflicht, Arbeitspensum/Gehalt verträglicher anzupassen.

Ich hatte wohl auch Glück, mir die Wunschstelle relativ aussuchen zu können. Ich war quasi noch Schulabgänger (Semesterabbruch weil Umorientierung) ohne Berufsstationen im Leben und Anfang 20.

Aber ich hatte auch wegen Schicksalsschlägen Handicaps im Notenschnitt. Bis ich erst mal an den Punkt kam, mein "Segment" zu finden, hatte ich immer wieder zahlreiche Absagen erhalten. Nicht wegen dem Alter wie andere. Ich habe mich auch nicht blöd im Anschreiben angestellt, habe in Kursen ("Maßnahmen") immer gutes Feedback erhalten. Aber wenn dein Schnitt nicht passt und Personaler irgendwann bei harten Kriterien sortieren müssen oder wollen, dann fliegst du aus dem Stapel. Ich will nicht lamentieren, kann aber vollstes nachvollziehen dass es viele eben aufgrund ihrer persönlichen Umstände / Qualifikationen leichter oder schwerer haben, von harten bis soften Faktoren.

Mein Glück ist vielleicht schlicht auch heute noch dass der Schnitt zwar eher mehr Mittel bis mäßig ist, es aber immerhin Fachabi ist und wenn man dann noch die Möglichkeit zum Studium hat, so wird es abstrakt gesehen einfacher einen Beruf zu findenwo man nicht zwingend am Existenzminimum leben muss, je nachdem wo man wohnt.

Ich kann Leuten die das hier lesen und noch vor dem Schulabschluss stehen oder das alternativ ihren Kindern mal mitgeben:

Guckt auf eure Noten/Qualifikationen. Die stellen wichtige Weichen im Berufsleben.
Hinterher ist man immer schlauer. Wer weiß wohin er oder sie mal will sollte auf gute Abschlüsse achten damit man später die Auswahl erhöhen kann. Alternativ höheren Bildungsgrad anstreben wenn möglich, weil das die Möglichkeiten auch erweitert. Selbstverständlich muss aber nicht jeder studieren oder studiert haben ist nur ein Beispiel. In meinem Fall hätte mir "nur" ein Realschulabschluss mit mittlerem Schnitt wieder in vielen Bereichen das Genick gebrochen wenn es Fachhochschulreife voraussetzt. Ergo war das in meiner Konstellation irgendwo Glück. An ner Hauptschule angefangen und quasi "hochgebildet".

Will sagen, um zum Ende zu kommen, man kann immer selbst etwas beeinflussen, ob viel oder wenig, und muss es auch. Die andere Hälfte ist aber eben wie das System aufgebaut ist. Hier muss im Zweifel immer an Schrauben gedreht werden damit es "fair" bleibt bzw. mehr Chancen erlaubt, statt manche in Armut zu halten.

Arbeit muss sich eben lohnen. Ich wünsche mir, dass das mittelfristig wieder für mehr Leute gilt. Sodass auch Weihnachten schöner wird.


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Hartz 4 und Weihnachten

09.10.2019 um 10:20
teleman schrieb:Und ständig erklären mir Vollassis was ihre Rechte und meine Pflichten sind.
Dann schmeiss die raus und renoviere - so toll können die Wohnungen auch nicht sein wenn Du nur dieses Klientel bedienst.
teleman schrieb:Vollassis, also echte assoziale Menschen finde ich ürigens öfter in Kreisen mit
einem Jahreseinkommen von über 1 Mio EUR/Jahr.
Steuern zahlen? Umweltschutz? Sozial engagieren?
In den Kreisen = NULL.
Du möchtest uns erzählen dass die Steuern hinterziehen, sprich über eine 1Mio schwarz verdienen und das fällt nicht auf? Alles klar.
Umweltschutz, wahrscheinlich sind sie so sauber wie der Durchschnittsdeutsche.
Ist es Pflicht sich sozial zu engagieren? Im Land mit den zweithöchsten Abgaben der Welt? Warum?


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Hartz 4 und Weihnachten

09.10.2019 um 18:44
Warden schrieb:Ich stimme zu, dass teilweise die Haare zu Berge stehen wenn man mitkriegt welches Arbeitspensum manche haben und wie viel sie dafür kriegen.

Da ist dann weniger Hartz 4 schuld
Das hat ja auch niemand gesagt.
Warden schrieb:Arbeit muss sich eben lohnen. Ich wünsche mir, dass das mittelfristig wieder für mehr Leute gilt. Sodass auch Weihnachten schöner wird.
Tut es ja. Mehr für die Arbeitgeber...
Wünschen ist leider Schall und Rauch, es bringt nichts, in Deutschland was zu hoffen.
Diskussionen bringen auch nichts, man hat das Gefühl, man müsste sich mal einen Tag einen Politikerstuhl borgen, ein Gesetz verfassen, erlassen und einbetonieren.
Alles andere bringt nichts. Vorschläge machen, kritisieren... alles kracht hinter die Wand.


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Hartz 4 und Weihnachten

10.10.2019 um 14:44
Meine Eltern bezogen Hartz 4, ich wuchs also damit auf und kann nur aus der Perspektive eines Kindes erzählen, wie Weihnachten mit Hartz 4 ist.
Und eins kann ich sagen, Weihnachten war da das kleinste Problem. Bei uns wurde klein gefeiert, aber negative Erinnerungen daran habe ich nicht, ich kannte es nicht anders und war ein genügsames Kind.
Viel schlimmer fand ich da schon eher den Stempel den man aufgedrückt bekommt, wenn man das Kind von Hartz 4 Beziehern ist.


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Hartz 4 und Weihnachten

13.10.2019 um 19:16
Abahatschi schrieb am 09.10.2019:Du möchtest uns erzählen dass die Steuern hinterziehen, sprich über eine 1Mio schwarz verdienen und das fällt nicht auf?
Wenn man von seinem Einkommen nur einen Teil wirklich benötigt und vielleicht 70% nutzen kann um
es als Invest mit Sonderabschreibung zu deklarieren geht die Einkommenssteuer gegen Null.
Ganz legal aber erst möglich bei sehr hohen Einkommen.
Auch ohne aufwendige Tricks sinkt die Einkommenssteuer real mit zunemhmenden Einkommen.

Ich bin heute ein Kapitalist. So einer gegen, den ich vieleicht vor 25 Jahren noch demonstriert hätte.
Bringe aber hier im Ort noch Kindern das Schwimmen bei und kümmere mich auch
um meine Mieter. Die kann man nicht so einfach rausschmeißen (Abahatschi)
Der Staat kann nicht Aufgaben übernehmen die Ehrenamtliche oder Familienangehörige derzeit leisten.

Ich bin für ein Grundeinkommen von 1000,- EUR/Monat
und eine reale Besteuerung erst ab 1500,- EUR/Monat.

Nur müsste mit dem Grundeinkommen auch Schluß mit der Versorgung sein.
Wohnung selber besorgen und auch in Ordnung halten.
Verantwortung für sich und seine Umgebung übernehmen.
Nicht ständig nach neuen Möglichkeiten suchen vom "Amt", Vermieter, oder sonstwoher Geld ohne Arbeit zu bekommen.
Wer etwas mehr möchte, muß einfach etwas mehr Arbeiten.
Wer viel will, arbeitet einfach viel.

Der Ausstieg aus Hartz4 und Einstieg in ein eigenverantwortliches Leben wäre deutlich einfacher.


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Hartz 4 und Weihnachten

13.10.2019 um 21:57
Ilvareth schrieb am 24.12.2015:Dazu der Hinweis, dass es für die Bezieher von Hartz 4 ungleich schwerer sei, ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren.
Ilvareth schrieb am 24.12.2015:Ich denke die ganze Zeit über den Zusammenhang zwischen "schöne Weihnachten" und "Grundsicherung" nach. Passen diese beiden Begriffe wirklich so schlecht zusammen?
Das kommt darauf an, was man unter "schönen Weihnachten" versteht. Weihnachten sollte m.M.n. nach das Fest der Liebe sein und nicht das Fest des Konsumrausches.

Qualitätszeit mit Familie und Freunden zu verbringen, muss nicht kostspielig sein. Wenn ich mich an Weihnachten bei meiner Oma erinnere, dann waren es nicht die Geschenke, sondern die Stimmung, die Wärme und die Liebe, die ich erfahren habe. :)


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13.10.2019 um 22:01
SophiaPetrillo schrieb:Qualitätszeit mit Familie und Freunden zu verbringen, muss nicht kostspielig sein. Wenn ich mich an Weihnachten bei meiner Oma erinnere, dann waren es nicht die Geschenke, sondern die Stimmung, die Wärme und die Liebe, die ich erfahren habe. :)
Seit einigen Jahren beschenken wir uns nicht mehr.
Der Konsumrausch geht an uns vorbei und es ist wieder Weihnachten richtig schön.
Auch Kinder spielen nicht mit dem teuersten Geschenk sondern mit dem Schönsten.


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13.10.2019 um 22:08
teleman schrieb:Seit einigen Jahren beschenken wir uns nicht mehr.
Wir haben das auch abgeschafft. ;)


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Hartz 4 und Weihnachten

13.10.2019 um 23:24
An sich ist die Beschenkung ja sinnlos. Dachte ich. Weil das, was man geschenkt kriegt, könnte man sich ja auch selber kaufen. Oder derjenige, dem ich was schenke, das, was ich denjenigem schenke.
Aber ich kam zu dem Schluss, dass es nicht das Schenken an sich ist, sondern die Spannung gewesen ist, die einen fragen lässt, was derjenige wohl für einen hat.


Als Kind wird man an Weihnachten so geprägt, man kriegt was geschenkt, die Vorfreude etc...

Das sind gute Erinnerungen und die bleiben.

Weshalb ich auf das hier eingehen muss, was mich immer wieder stutzig macht:
SophiaPetrillo schrieb:Weihnachten sollte m.M.n. nach das Fest der Liebe sein und nicht das Fest des Konsumrausches.
Und wenn jemand ne Liebe zum Konsumrausch hat und dem an Weihnachten nachgehen will?

Ich persönlich denke an so viele Dinge, wenn ich an Weihnachten denke: Lichterketten, Deko, Baum, Glühwein, Lebkuchen (ganz wichtig), gemeinsames Essen, Weihnachtsmarkt und auch wenn ich kein Kind mehr bin - an den Weihnachtsmann.
All das macht Weihnachten für mich aus.
Genau der Gedanke daran lässt das Feeling in mir aufsteigen.


Mal davon abgesehen, dass ich mit dem Begriff “Liebe“ eh nichts anfangen kann...

Aber würdest du Weihnachten tatsächlich auch als Weihnachten betrachten ohne all die Dinge, die man von kleinauf stets mit Weihnachten verbindet?
Liebst du deine Familie nur an Weihnachten oder auch an anderen Tagen und hast dann ständig Weihnachtsfeeling?

Nur mal so aus reiner Interesse.


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Hartz 4 und Weihnachten

13.10.2019 um 23:49
@sunshinelight
Natürlich liebe ich meine Familie und meine Freunde nicht nur an Weihnachten. :)

Weihnachten ist für mich auch die Zeit, wo ich eben mehr Zeit (aufgrund der Feiertage) habe. Zeit ist für mich immer noch das wertvollste Geschenk, was man einem anderen Menschen machen kann - das ist jedenfalls meine Meinung dazu.

Die Spannung auf Weihnachtsgeschenke ist mir durch meine Eltern "verdorben" worden, weil ich nie das geschenkt bekam, was ich mir gewünscht hatte, sondern eher das, was meine Eltern für wichtig und notwendig gehalten haben.


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Hartz 4 und Weihnachten

14.10.2019 um 00:14
SophiaPetrillo schrieb:Die Spannung auf Weihnachtsgeschenke ist mir durch meine Eltern "verdorben" worden, weil ich nie das geschenkt bekam, was ich mir gewünscht hatte, sondern eher das, was meine Eltern für wichtig und notwendig gehalten haben.
Na, wenn das nicht Liebe ist... :troll:
SophiaPetrillo schrieb:Weihnachten ist für mich auch die Zeit, wo ich eben mehr Zeit (aufgrund der Feiertage) habe.
Wie halt so bei einigen Feiertagen.


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Hartz 4 und Weihnachten

14.10.2019 um 00:20
Bei mir ist es mit dem Geld jetzt auch nicht so, dass ich damit um mich werfen könnte (krankheitsbedingt). Trotzdem lege ich schon ein paar Wochen vorher immer etwas beiseite, um jemand besonderem etwas zu schenken. Jeder definiert für sich selbst, was Weihnachten für ihn aus macht.

Dass es schwierig sein kann (je nach dem was man für Vorstellungen/Erwartungen von Weihnachten hat), mit wenig Geld ein schönes Weihnachten zu verbringen, kann ich mir schon vorstellen. Ich bin da eher genügsam. Gebt mir was zu essen, lasst mich eine Serien sehen und ich bin zufrieden. :D


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