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Die menschliche Psyche

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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 19:03
Hallo


Ich möchte mal eure Meinung zum Thema Psychoanalye wissen.



Und zwar geht es mir hierbei hauptsächlich um die Analyse und die dazugehörigenTherapiemöglichkeiten.
In einer Therapie geht es ja meist um die Kindheit desBetroffenen. In den meisten Fällen haben die Eltern "schuld". Und jetzt meine Frage aneuch, sind die Eltern an dem Verhaltensmustern ihrer Kinder schuld? Natürlich prägenEltern ihre Kinder und haben den größten Einfluss auf sie, aber kann man ihnen damitwirklich die Schuld geben? Warum kommen manche Menschen besser mit ihrer schlimmenKindheit zurecht und andere werden zu psychischen Wracks?


So jetzt zu denTherapiemöglichkeiten. Ich möchte hier insbesondere über die Analyse Borderlinediskutieren.
Hier erstmal die Erklärung was Borderline ist, oder wie sie sichdarstellt (Quelle:Wikipedia)




DieBorderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) wird auch emotional instabilePersönlichkeitsstörung genannt. Zum Erscheinungsbild gehören sehr wechselhafte Stimmungenund Affekte, ein zerrüttetes Selbstbild, sehr unterschiedlich ausgeprägte Arten vontraumabedingten Dissoziationen und damit verbundene Autoaggression sowie extremezwischenmenschliche Sensibilität und extremes Emotionsgedächtnis. Vor allem die letztenbeiden Symptome sind häufig Ursache für soziale Konflikte. Grundsätzlich können dieSymptome bei den Betroffenen sehr unterschiedlich sein; viele davon gibt es sogargegenteilig. Die Stärke der Störung ist von Person zu Person individuell, ebenso dasdamit verbundene Leiden und die individuellen Belastungserscheinungen. Es ist jedochimmer eine seelische Dauerbelastung gegeben, das Leben Betroffener ist nachhaltigbeeinträchtigt.



Der Name „Borderline“ stammt aus Zeiten, als man BPSals einen Grenzfall (engl. borderline) zwischen Psychose und Neurose beschrieb. Menschenmit BPS leiden jedoch an ihren oft in ihrer Stärke nicht zu reduzierenden Reaktionen aufäußere Einflüsse, ihren starken Gefühlen und Erinnerungen. Sie können ihrenGefühlsimpulsen dann nichts entgegensetzen. Bei den Erscheinungen, die das Krankheitsbildmit dem psychotischen Bereich in Verbindung brachten, handelt es sich um so genannte„Pseudopsychosen“. So kann es zum einen sein, dass jemand in bestimmten Situationen füreinen begrenzten, meist kurzen Zeitraum (situativ) nicht in der Lage ist, die allgemeineRealität richtig zu beurteilen (latente Hysterie). Zum anderen besteht die Möglichkeit,dass die Person für einen unbestimmten Zeitraum bezugsgerichtete Aspekte der Wirklichkeitnicht realistisch wahrnimmt. Beide Fälle stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit demursächlichen traumatischen Erlebnis und dem damit verbundenen dissoziativenVerdrängungsprozess.

Obwohl nicht so bekannt wie Schizophrenie oder BipolareStörung (früher manisch-depressive Erkrankung), ist Borderline häufiger und betrifft inDeutschland derzeit zwei bis drei Prozent der Erwachsenen. Frauen sind etwa dreimal sooft betroffen wie Männer. Diese auffällige Geschlechterdifferenz könnte damitzusammenhängen, dass traumatisierte Frauen eher klinisch und entsprechende Männer eherforensisch auffällig werden und dass Männer mit Borderline-Symptomatik eher anderenPersönlichkeitsstörungen (z. B. antisoziale Persönlichkeitsstörung) zugeordnet werden.

Ein typisches äußerliches Merkmal der BPS ist selbstverletzendes Verhalten(SVV). Klassische Beispiele dafür sind unbewusstes oder ungewolltes Aufkratzen vonMückenstichen, oder in bewusster Form (parasuizidale) Handlungen, wie das Zufügen vonBiss- oder Schnittwunden. In einigen Fällen auch Suizidversuche, bis hin zum vollendetenSuizid, und dies oft in Zusammenhang mit PTBS-typischen schweren Depressionen,zerbrochenem Lebensweg, sozialen Konflikten oder sozialer Isolierung.


Behandlung

Die Behandlungsmöglichkeiten für das Borderline-Syndrom habensich in den letzten Jahren verbessert. Gruppen- und Einzelpsychotherapie sind für vielePatienten zumindest teilweise erfolgreich. In jedem Falle ist eine spezifische undsystematische Psychotherapie effektiver als eine „allgemeine Behandlung“, wie sie diemeisten Patienten immer noch erfahren. In den letzten fünfzehn Jahren wurden zwei neuevielversprechende, psychosoziale Behandlungsmethoden entwickelt: dieDialektisch-behaviorale Therapie – Abk. DBT – (engl. dialectical behavior therapy) unddie Transference Focused Psychotherapy – Abk. TFP – (ÜbertragungsfokussiertePsychotherapie). Die DBT wurde von der US-amerikanischen Psychotherapeutin Marsha M.Linehan, die selbst Betroffene ist, entwickelt. Beide Verfahren messen der Beziehungzwischen Patienten und Therapeuten eine besondere Bedeutung bei; die DBT legte jedochmehr Wert auf verhaltenstherapeutische Techniken und vertritt auch philosophischeElemente wie Achtsamkeit und Konstruktivismus. Die von John F. Clarkin, Frank Yeomans undOtto F. Kernberg entwickelte TFP ist psychodynamisch orientiert und nimmt die Beziehungs-und Identitätsprobleme der Patienten in den Mittelpunkt. Der Fokus der Behandlung wirdauf die Übertragungsbeziehung zwischen Therapeut und Patient im „Hier-und-Jetzt“gelegt.[3] In beiden Verfahren lernt der Betroffene zuerst, den Ausdruck seiner Gefühlezu kontrollieren (Affektkontrolle).

Pharmakologische Behandlungen werden häufigentsprechend den spezifischen Zielsymptomen des einzelnen Patienten verschrieben.Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren können bei depressiven und/oder labilenStimmungen sinnvoll sein, es werden jedoch vor allem selektiveSerotonin-Wiederaufnahmehemmer empfohlen, die Stimmungsstabilisatoren werden zwar immerhäufiger angewandt, für ihre Wirksamkeit fehlen jedoch wissenschaftliche Belege.Antipsychotische Medikamente (Neuroleptika) können – unter anderem bei Denkstörungen undAngstreduzierung – Besserung bringen; hier ist zu betonen, dass die modernen, sogenannten atypischen Neuroleptika den konventionellen Methoden (z. B. Tranquilizer,typische Neuroleptika) vorzuziehen sind, da bei ersteren Nebenwirkungen seltener und vorallem (motorisch und kognitiv) weniger einschränkend sind – insbesondere müssen sogenannte Spätdyskinesien, die nicht selten irreversibel sind, kaum befürchtet werden.

Ursachen

Studien zeigen, dass viele BPS-Patienten eine Vorgeschichtevon traumatischen Erfahrungen in der (frühen) Kindheit und Jugend aufweisen ausMissbrauch, gestörten Beziehungen zu den Eltern, über- oder unterengagierte Eltern,Vernachlässigung oder Trennung im jungen Alter. Das ambivalente Elternhaus spielt hiereine wichtige Rolle, denn fast alle Betroffenen berichten über wenig fürsorgliche, wenigemotional unterstützende Eltern, die gleichzeitig diffuse Erziehungsstile undÜberkontrolle anwenden. Ebenfalls kommt körperliche Misshandlung häufig vor. 40 bis 71Prozent der BPS-Patienten berichten von einem sexuellen Missbrauch, 37 bis 64 Prozent vondauerhafter Trennung der Eltern durch Scheidung oder Verlust eines Elternteils.

BPS führt immer zu einer verminderten Belastbarkeit und dadurch zu einer erhöhtenGefahr, zusätzlich traumatisiert zu werden. Erwachsene mit BPS sind auch wesentlichhäufiger Opfer von Gewalt, einschließlich Vergewaltigung und anderen Verbrechen.Ungünstige Partner- oder Lebensstilwahl, schädigende Umgebungen und die eigeneImpulsivität können dazu beitragen..

Einige Forscher nehmen an, dassBPS-Patienten auch eine vererbte empfindliche Veranlagung für Traumatisierungen haben(siehe Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Andere Forscher glauben, dass BPSaus einer Kombination von individueller Verletzlichkeit als kleines Kind plus einer Reihevon auslösenden traumatisierenden Ereignissen verursacht wird.

Es gibtÄhnlichkeiten zwischen BPS und Posttraumatischer Belastungsstörung und DissoziativerIdentitätsstörung (siehe Weblinks), sowohl im Erscheinungsbild als auch bei den Ursachenund der Therapie. (Frühe) traumatische Belastung, eine einzige schwere genauso wie viele(weniger) schwere, führt zu den beschriebenen Symptomen.




Ich binder Meinung, das man fast jeden der mit sich und seiner Umwelt nicht zurechtkommt alsBorderliner bezeichnen könnte. Es kommt mir vor, als wenn Borderline einRiesenüberbegriff wäre, mit dem man schön in eine Schublade gesteckt würde.

Hierdie Kriterien für eine Positive Borderline bewertung

Wenn mindestens 5 derfolgenden Kriterien auf eine Person zutreffen, besteht Verdacht auf Vorliegen einerBorderline-Persönlichkeitsstörung:
instabile, aber auch intensivezwischenmenschliche Beziehungen (Wechsel zwischen extremer Überidealisierung undEntwertung)
Impulsivität in mindestens 2 potentiell selbstschädigenden Bereichen wiez.B. Verschwendung von Geld, Kleptomanie, Eßstörungen, Sex, Substanzmißbrauch,Glücksspiel, leichtsinniges Fahren,..
Instabilität im Gefühlsbereich, z. B.ausgeprägte Stimmungsänderungen, überstarke emotionale Reaktionen, stark depressivenPhasen, Phasen starker Reizbarkeit oder Angst (mit Dauer von einigen Stunden bis wenigenTagen)
übermäßige, starke Wut oder Unfähigkeit, die Wut zu kontrollieren: häufigeWutausbrüche, körperliche Auseinandersetzungen u.dgl.
wiederholteSelbstmorddrohungen/-versuche oder Selbstverletzungen
Fehlen eines klarenIchidentitätsgefühls mit Unsicherheit in Bereichen wie z.B. dem eigenen Selbstbild,Empfindungsstörungen, sexueller Orientierung, langfristigen Zielen, Art der Freunde undPartner, persönlichen Wertvorstellungen,..
chronische Gefühl von Leere oderLangeweile
verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vorgestelltes Alleinsein zuverhindern
vorübergehende, streßabhängige paranoide Phantasien oder schweredissoziative Symptome

Was sagt ihr dazu?


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DieSache
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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 19:49
Was soll ein Altbordi dazu sagen ? *ggg*

Klar hat jeder auch die Züge dieBorderliern BPSßlern (mir lieber = emotional instabile Persönlichkeitsstörung) nachsagt,denn jeder hat irgendwann mal in seinem Leben Probleme mit seinen Emotionen.

DerUnterschied ist, dass es auf die Intensität der Lebensbeeinträchtigung ankommt, die vomBetroffenen viel extremer wahrgenommen wird, als die, die der "normal emotionale" Menschempfindet !

Was ich aber glaube, dass es heute eine viel grössere Menge anPersonen gibt, die tatsächlich Defizite aufgrund ihrere Familienvorgschichte entwickelnund Persönlichkeits-Entwicklungsstörungen häufen, wobei nicht jede die des borderlinenTyps ist, oder zwangsläufig sein muss !

Bei mir haben mal die Kriterien desTests fast alle Punkte erreicht, sprich die Diagnose damals war eindeutig, weil vieleEckdaten auch in meinem Lebenslauf zu finden waren und sich mit der Anamnesendiagnostikgedeckt hatten.

Nicht jeder, der Persönlichkkeitsstörungsmerkmale hat muss untereiner solchen leiden die oberflächlich betrachtet der, des Borderline´s entspricht,gerade um dies festzustellen welche Ursache und welche Störung vorhanden ist, ist diePsychoanalyse wichtig und kann Aufschluß darauf geben, welche Störung beim Einzelnenvorliegt.

Um nochmals zu den Gefühsschwankungen zu kommen, die hat jeder auchder, der nach den Kriterien der Punktediagnose gesund ist, es kommt bei Borderlinedarauf an, dass diese emotionen entweder übersensibel, oder auch garnicht wahrgenommenwerden können, die Emotionslage eines BPS´ler entspricht einer ständigen Achterbahnfahrtohne Anfang und Ende...fast sowas wie ein Dauerpuertätszustand (mal für die, die gesundsind, es sich aber nicht vorstellen können wie man sich dabei fühlt, ihr wisst esbestimmt noch, wie man sich in der Zeit fühlt...oder ?).

Ob nun jeder Querulanteine gestöte Persönlichkeit hat ?

Weiß nicht, hock ja nur in meinem Hirn undnicht in dem anderer *ggg*


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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 19:50
ich bin zwar auch etwas verhaltensgestört aber daran sind nicht meine Eltern sondernPersonen aus meinem Umfeld hauptsächlich von der Schule schuld,


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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 19:57
Erstmal vielen lieben dank das du dir die Mühe gemacht hast den Thread zu lesen und zuantworten ;)

Ich kenne auch viele die Borderliner sind oder bei denen dasdiagnostiziert wurde.
Aber was mir auffällt, viele Therapeuten "stempeln" ihrePatienten zu schnell als Borderliner ab. Bei vielen wird gar keine richtige Anamnesegemacht, sie gehen nicht richtig auf ihre Patienten ein. Da ist dann auf einmal jeder 3.Patient Borderliner, nur das sie schnell an ihr Geld für die Sitzungen rankommen. Ichfind es schade, das die Therapeuten damit so leichtfertig umgehen. Man kann doch nichtjede Persönlichkeitsstörung als Borderline abstempeln, oder?


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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 19:57
@Raedon woran machst du das fest, das es die Leute an deiner Schule sind?


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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 20:02
naja, wenn man seit der 4. Klasse der Volkschule fast immer wieder mal gehänselt wirdwird das wohl dran schuld sein, ansonsten gabs da keine Probleme die mir bekannt sind,


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DieSache
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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 20:12
@Anyanca1909,

komisch ich hatte es damals anderst erlebt, wurde auf alles möglichediagnostiziert, bevor man wirklich feststellen konnte, dass mein Hauptproblem eineemotional insatbile Persönlichkeitsstörung vom Typ Borderline hab, erhielt die Diagnoseerst 1999 nachdem ich schon durch Kinder und Jugend-Psychoanalyse durchlaufen war undalles Mögliche an Störungen hatte *ggg*.

Was ich für Probleme habe einengeeigneten Therapeuten zu finden, der sich wirklich mit BPS auskennt, aber vielleichtwohne ich ja auch in der falschen Stadt, derzeit mach ich nen Neuanfang und versuchemeine Defizite mit ner Verhaltenstherapie auszugleichen, mal sehen was der drauf hat ;)

Sollte sich da wirklich so viel geändert haben, dass man sofort in die SchubladeBorderline gesteckt wird ?

Fürchte heute wird zu schnell die Diagnose vonHausärzten oder anderen nicht ausreichend psychologisch geschulten Ärzten gefällt, weilBPS lange Zeit so ein Theme in Fachzeitschriften und Ärzteseminaren war, ohne wirklich zuvermitteln was wirklich alles zu so einer Diagnose gehört !


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Die menschliche Psyche

24.03.2007 um 23:47
Da magst du recht haben, aber ein verantwortungslos ist es allemal was die so mit einemanstellen können...


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DieSache
ehemaliges Mitglied

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Die menschliche Psyche

25.03.2007 um 08:31
Hm...naja umsomehr ist man selbst gefragt !

Stichwort für mich hierbei "mündigerPatient". Nur wer sich mit einer vom behandelnden Arzt/Therapeut/Psychiater auchauseinandersetzt wird sich selbst helfen können, man sollte eben selbst überlegen, ob dieDiagnose zutrifft. Allerdings sind bei Persönlichkeitsstörungen auchLangzeitbeobachtungen notwendig um von Seiten des Behandenden ein aussagekräftigesPersönlichkeitsprofil zu erhalten. Frauen mit BPS z.B. sind wirklich meist autoaggressiv,während männliche Patienten eher extrovertiertes Aggressionsverhalten an den Tag legen.Es mag für aussenstehende einfach klingen eine Therapie zu machen, aber wichtig für denErfolg einer solchen ist das Vertrauen. Bei Persönlichkeitsstörungen sind häufig geradedas Vertrauens- und Nähe Distanzvermögen gestört, das erschwert nicht selten Diagnose,als auch Therapie !

Viele Punkte, die zur Ausprägung solcher Störungen gehörensind sehr intim und auch häufig mit Schamgefühle für den Patienten verbunden, ausserdemliegen die Traumas sehr tief vergraben, das dauert häufig lange, bis man zum Kern derStörung findet. Es gibt sogar Therapeuten die es ablehnen BPS´ler zu betreuen/behandeln.Einfach ist der Bereich Persönlichkeitsstörungen nicht und ich bin der Meinung, dass siekünftig sowas wie die neue Volks- u. Zivilisationserkrankungen darstellen...


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tetsuo
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Die menschliche Psyche

25.03.2007 um 08:41
Spiel nicht mit der Psyche, denn sonst spielt sie mit dir....^^


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Philip
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Die menschliche Psyche

25.03.2007 um 13:23
Ich meine das man den Eltern die Schuld geben kann .

Ein erwachsener Menschsollte seine psychischen Probleme erkennen und sich überlegen ob er ein Kind gutgroßziehen kann .
Und gegebenfalls muss er verzichten , wenn er merkt das er seinemKind nicht das geben könnte was er ihm geben will .
Es geht nicht um die eigenenWünsche und Gefühle sondern um das Ganze .
Man kann nicht immer nur nach seinenGefühlen leben .
Man muss auch mal selbstlos sein und realistisch denken .
Mankann sich selbst nicht wichtiger nehmen als andere .


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DieSache
ehemaliges Mitglied

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Die menschliche Psyche

25.03.2007 um 13:41
Schuld ?

Schuld ist so ein schweres Wort und lastet schwer auf den Schultern demsie aufgeladen wird !

Ich denke unsere Zukunft ist das, was auch unsere Elternin ihrere Kindheit erlebt haben, sprich man kann ihnen mitunter keine Vorhaltungenmachen, weil sie selbst überfordert oder unwissend waren...

Selbstlosrealistisch ?

Sowas widerspricht sich aber, denn nur wer sich selber gut kennt,kann selbstlos handeln und in der Realität sieht es häufig so aus, dass man sich selbstnicht genügend kennt, oder vieles auch verdrängt und sich was vormacht. Darin sind wiralle als Menschen wirkliche Meister darin.

Gut Schicksalsglauben ist vielleichtauch zu blauäugig, dennoch denke ich, dass gerade Menschen mit Persönlichkeitsstörungendarauf aufmerksam machen können, was alles schief laufen kann in Erziehung und Familie.Aber ich denke z.B., dass meine Familie lange Jahre einfach zu ängstlich war, sich dem zustellen, was vielleicht ein schlechtes Licht auf sie werfen könnte. Ich sage nicht, dassich ihnen alles verzeih, aber ich weiß, dass ich heute mitunter auch noch Fehler mache,die vermeidbar wären. Insofern sind die Eltern nur bedingt verantwortlich zu machen,vorallem sind auch bei den familiären Gegebenheiten die Hintergründe zu erfragen...undPhilip, selbst Erwachsene wissen nicht immer alles um sich richtig zu verhalten !

Gruss Sis


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Die menschliche Psyche

26.03.2007 um 16:40
Fehler sind ja bekanntlich da um zu lernen. Ich fänd es gut wenn wir Menschen mal langsamanfangen würden über ihre Fehler nachzudenken und vielleicht ihren Kindern aucherklähren, warum sie damals so gehandelt haben. Dann würde es doch viel leichter sein,damit zu arbeiten, grade für die Kinder....


Ja, Massenkrankheit ist eingutes Stichwort.... Ich denk mal dass das Borderline-Syndrom den Weg dazu gradeeinschlägt.

Ich bin zur Zeit an nem Studiengang zur heilpraktischen Therapeutinund versuch das sehr Menschenbezogen zu halten. Ich hab viel kontakt zu Menschen die ineiner Therapie sind und grade bei den Jugendlichen ist mir aufgefallen, das sie oft alsBorderline abgestempelt werde. Wie kann man denn bei jemanden Borderline diagnostizieren,der sich seiner Gefühlswelt noch nicht sicher sein kann (Hormonhaushalt)?!?


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Die menschliche Psyche

26.03.2007 um 19:57
ich bin immer etwas vorsichtig den eltern die schuld zu geben.
zum einen kommt esauch immer etwas auf den charakter des menschen an wie er mit schlechten situationenumgeht...sicherlich prägen die eltern auhc den charakter ihres kindes ABER auch andereumweltumstände wie freunde, bekannte etz. prägen die persönlichkeit eines menschen....desweiteren muss man nicht unbedingt einen labilen charakter haben um borderline oder sonstwas zu bekommen. wenn man sich selber in bestimmten lebenssituationen überfordert siehtdann kann es auch sein das man sich selber dafür bestrafen will...war selber malmagersüchtig und hab mich geritzt....das hab ich nicht gemacht weil ich mit meinem lebennicht klar kam oder sonst was sondern weil ich mich selber für bestimmte situationeneinfach bestrafen wollte. das hat aber nichts damit zu tun das meine eltern früher inmeiner kindheit mal irgendwas falsch gemacht hat.

ich denke das in den therapiennur deshalb in den kindheitserinnerungen rumgesucht wird weil dort viele erlebnissegeschehen sind die ienen selbst stark geprägt ahben...das müssen aber nich unbedingterlebnisse gewesen sein die absolut schrecklich waren. es ist oft auch so das man etwaserlebt hat das man selber gar nicht als schlimm oder einschneidend betrachtet hättewelches aber im unterbewusstsein starke folgen hervorgehoben haben denen man sich selbernicht bewusst ist außer das man darunter leidet.


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Die menschliche Psyche

27.03.2007 um 04:53
Wer glaubt, dass Psychoanalyse etwas mit Beschuldigungen zu tun hat, hat das Konzeptvöllig falsch verstanden. Vielmehr zielt die Psychoanalyse doch auf VERZEIHEN.
DerHauptpunkt jedoch ist zu analysieren, was die Ursachen sind für die Probleme desPatienten. Es ist eine Ursache-Wirkung-Analyse.
Und wenn man schon von Schuldspricht, dann muss man auch sagen, dass der Patient teilweise selbst Schuls daran hat,und genau das ist es, was er/sie sich bewusst werden muss:
Derjenige, der sich dieAbwehrmechanismen aufgebaut hat, trägt die Verantwortung dafür.
Ich will nicht sagen,dass der Patient vollkommene Schuld trägt. Ich will lediglich darauf hinweisen, dass derPatient erkennen muss, dass er/sie nicht hilflos demgegenüber ist, und dass es die Wahleben von dem Patienten ist, unabhängig von irgendjemand anders, egal wer, eineVeränderung im Leben hervorzurufen.

Wahrscheinlich haben Borderline-Patientenimmense Probleme mit ihrem Leben, aber ich habe davon keine Ahnung.
Was ich aber weißist, dass diese, einmal erwachsen geworden, genug Selbstreflektion aufzeigen müssten, umsich selbst zu ändern - und das ist, was Psychoanalyse ist:
Dem Patienten zu helfen,SICH SELBST zu ändern.


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Die menschliche Psyche

04.07.2007 um 15:20
ih glaube nich das eltern "schuld" sind, ich dneke eher das sie auch fehlr gemacht habenweil man nich alles perfekt machen kann und das das für das kind dann schlimm war,sodasssie das in erinnerung behalten haben


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Die menschliche Psyche

04.07.2007 um 18:18
Zumal sich zusätzlich die Frage stellt, WAS richtig und WAS falsch ist... denn das liegtbei weitem nicht immer auf der hand...
Am Bsp Scheidungskinder:
Ich selbst bin soeines; meine Eltern ließen sich scheiden, als ich etwa 4 Jahre alt war. Wie es dazu kam,hat mich bis heute nicht interessiert, denn es kann eben einfach vorkommen, dass mannicht mehr miteinander kann... und besser man zieht dann einen Schlußstrich, als dass einKind in einer vollkommen hassgeschwängerten Atmosphäre groß wird...
Weiter: MeineEltern haben etwas geschafft, was ich immer sehr bewundert habe, nämlich eine sog."weiche Scheidung"... ich durfte immer zu meinem Vater und es wurde nie schlecht über ihngeredet. ich hab genug andere Scheidungskinder erlebt, in denen regelmäßig der eineElternteil über den anderen hergezogen ist, sobald er das Kind hatte...

Nun magman glauben, dass in diesen Fällen, wo man sich einfach trennen muss, eine "weicheScheidung" für das Kind am besten ist. Nun hat sich aber schon vor einiger Zeitherausgestellt, dass das überhaupt nicht stimmt, sondern das genau Gegenteil der Fallist. Kinder einer "weichen Scheidung" zeigen einen extrem höheren Anteil vonverschiedenen Persönlichkeitsstörungen (vor allem im Bereich der Selbstfindung), alsKinder einer "harten Scheidung"... die nachhaltige psychologische Belastung ist beiKindern einer "weichen Scheidung" um ein vielfaches höher... obwohl das eigentlichvollkommen contra-intuitiv ist.

Und genauso ist es bei vielen anderen Sachen auch.Psychologie ist viel zu viel komplexe Wissenschaft, als das man intuitiv, als Elternteilabschätzen könnte, welches Verhalten dem Kind in seiner Entwicklung schadet und welchesihm hilft.


Es immer auf die Eltern zu schieben, halte ich daher für sehrfalsch... sicherlich ist das manchmal der Fall (will den Eltern keinen Freischeinerteilen) aber oft genug können sie einfach nicht wissen, was sie tun oder tun müssen


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