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Postmortem Fotografie

7.587 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Trauer, Memento Mori, Bilder Von Toten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Postmortem Fotografie

15.07.2026 um 09:07
Zitat von sylvanasylvana schrieb:Dürfte....
Es geht doch hier nicht um dürfen oder nicht dürfen, letztendlich muss jeder für sich selbst abmachen, was in Ordnung ist und was nicht.

Und was ist angebracht? Muss jeder auch für sich selbst entscheiden, für mich ist es angebracht, die Leichenversorgung in die Hände von Menschen zu geben, die doch einen professionellen Abstand haben.
Als mein Vater verstorben war, konnte ich, weil alle anderen sich schon verabschieded hatten, 90 Minuten allein mit ihm sein, ich habe die Zeit genutzt, aber danach musste er auch wirklich, sprich sein Körper, das Haus verlassen, wir hatten die zulässigen 36 Stunden ausgenutzt und der Leichnam fing schon an, nach Leiche zu riechen, obwohl es Spätherbst war und sein Sterbezimmer kalt.

Es ist für mich tatsächlich nur noch die Hülle des Menschen, die Seele ist weg und deswegen finde ich es seltsam, wenn Menschen Leichenwaschung als letzten "Liebesdienst" sehen.
Allein durch die Leichenversorgung liebe ich doch einen Menschen nicht mehr und auch nicht weniger.


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15.07.2026 um 11:24
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:wir hatten die zulässigen 36 Stunden ausgenutzt
Darf ich fragen, wo du lebst? Mir ist nur bekannt, dass ein verstorbener Mensch 3 Tage zuhause aufgebahrt werden darf. Warum aber du die Versorgung des verstorbenen Menschen völlig Fremden überlassen möchtest, verstehe ich nicht. Warum "professioneller Abstand"? Für mich liest sich das so, als ob du dich vor der Leiche fürchtest! Bitte berichtige mich, wenn ich da falsch liege!

Wir alle enden als Leiche, es ist unser letzter Daseinszustand auf der Erde. Hast du mal zugesehen, wie eine Leiche vom Bestatter in den Sarg geworfen wird? Wahrscheinlich nicht! Ich hab das schon häufig gesehen, durch meinen Beruf.

Ich hatte einmal den Fall, dass ein alter Herr verstorben war und dessen Ehefrau um eine Schüssel Wasser, Waschlappen und Handtuch bat. Sie war blind und sagte als Erklärung, "Ich möchte meinen Mann noch einmal fühlen"! Ich habe das verstanden.

Du sprichst von der Seele und sagst, dass die ja weg ist und der Körper nur noch die Hülle! Aber der Körper ist und war nie Müll, denk an den Totenkult, der seit Menschengedenken betrieben wird und auch vor "Menschengedenken", also schon in der Steinzeit.


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15.07.2026 um 12:31
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Darf ich fragen, wo du lebst?
Niedersachsen, da sind es 36 Stunden.
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Warum "professioneller Abstand"? Für mich liest sich das so, als ob du dich vor der Leiche fürchtest!
Nein, ich fürchte mich nicht vor Leichen, sie sind mir auch nicht fremd, trotzdem hatte ich nie den Drang, meine toten Angehörigen zu waschen, eher den Drang, an der Aussegnung teilzunehmen.
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:...und der Körper nur noch die Hülle! Aber der Körper ist und war nie Müll....
Das hast du reininterpretiert. Hülle bedeutet nicht Müll, aber die Leiche ist eben nicht mehr die einstige Person, vor allem weil die Veränderung ohne aber auch mit Kühlung meistens sehr schnell von Statten geht.


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15.07.2026 um 14:36
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Niedersachsen, da sind es 36 Stunden.
Ich wohne auch in Niedersachsen und dachte bis eben, es wären 3 Tage Zeit, wo der verstorbene Mensch zuhause aufgebahrt werden darf. Danke dir für die Korrektur.


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15.07.2026 um 20:14
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Hast du mal zugesehen, wie eine Leiche vom Bestatter in den Sarg geworfen wird?
Erzähl mal. 😄

Bestatter sind doch da eh rabiater. Ein Bekannter von der Feuerwehr erzählte mir mal, dass wenn ein verbrannter Unfalltoter geborgen werden muss, die Feuerwehrleute lieber wegrennen, weil die auseinander reißen. Die Bestatter dagegen gehen da mit ner Arschruhe ran wie unsereins auf der Kreuzfahrt ans Buffet.


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15.07.2026 um 20:23
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Die Bestatter dagegen gehen da mit ner Arschruhe ran wie unsereins auf der Kreuzfahrt ans Buffet.
Das ist ja auch ihr Beruf. Sie sind daran gewöhnt.


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16.07.2026 um 12:29
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Erzähl mal. 😄
In der Klinik, in der ich gearbeitet habe, wurde kurzfristig jemand gesucht (aushilfsweise), der/die sich um die Ausgabe der Verstorbenen an den
jeweiligen Bestatter kümmern sollte. Hier in D darf keine Leiche ohne einen Leichenpass bewegt werden, damit da kein Schindluder mit betrieben wird. Ich hab mich gemeldet, weil sich das interessant anhörte.

Also wurde ich hie und da angerufen, wenn ein Bestatter vor der Türe stand. Es gab einen, der immer zwei Mitarbeiter schickte, aber viele kamen auch alleine. Und da hab ich dann gesehen, wie die Leichen wirklich in den Sarg geschmissen wurden, wie ein Stück Holz. Das hab ich kritisiert und gesagt, dass ich das melde!
Hat nix genutzt. Bei der Pflegedirektion wurde mir mitgeteilt, dass die Fürsorge für verstorbene Patienten mit deren Ankunft in der Leichenhalle aufhört. Deshalb würde ich, egal, wie alt ich bin, IMMER dabei sein und ggf. mit anfassen, wenn ein Angehöriger in den Sarg gelegt wird.


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17.07.2026 um 10:50
@MayorQuimby
Nichts anderes meinte ich, aber ich für mich verstehe die Kritik an der (mir unbekannten) Mutter, die ihr (mir unbekanntes) erwachsenes Kind zum Abschied wäscht, nicht.
Bleibt jeden unbenommen, das als skuril oder unpassend zu sehen. Verstehen tu ich diese Einschätzung nicht.
Ich hatte auch genug Zeit, mich von meinem verstorbenen Vater zu verabschieden und bin sehr froh darüber. Meinen Sohn belastet es bis heute, dass er sich nicht verabschieden konnte, er hatte ein sehr enges Verhältnis, war aber leider zu weit weg, um rechtzeitig zu kommen. Danach meinte die Bestatterin, sie rät davon ab, nochmal den Sarg zu öffnen, es waren heiße Tage.


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17.07.2026 um 12:14
Ich verstehe beide Seiten: diejenigen, die die Leiche eines Angehörigen als letzte Ehrerweisung noch zurecht machen würden, aber auch die die das nicht können. Warum auch immer.

Ich persönlich könnte sogar einen Angehörigen schon nicht pflegen, zumindest dauerhaft. Dabei habe ich von Außen sowohl Kritik als auch Zustimmung erhalten.
Eine Leichnam dann noch zu waschen etc. wäre für mich unvorstellbar.

Das kann doch jeder so handhaben wie er möchte, da gibt es kein richtig oder falsch. Es gibt nun mal Menschen die danach noch langfristig zu knabbern hätten weil es ein bleibender Eindruck ist.

Und die Sache mit der Mutter und Sohn kann man mMn pauschal nicht beurteilen, an sich finde ich daran auch nichts Schlimmes.
Dennoch gibt es auch solche Fälle wo bei zumindest einer Seite schon zu Lebzeiten etwas die nötige Distanz fehlte, das man das dann als etwas merkwürdig ansieht finde ich mehr als verständlich.


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17.07.2026 um 16:03
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Dennoch gibt es auch solche Fälle wo bei zumindest einer Seite schon zu Lebzeiten etwas die nötige Distanz fehlte, das man das dann als etwas merkwürdig ansieht finde ich mehr als verständlich.
Genau das ist der Punkt.


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17.07.2026 um 16:11
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:da hab ich dann gesehen, wie die Leichen wirklich in den Sarg geschmissen wurden, wie ein Stück Holz. Das hab ich kritisiert und gesagt, dass ich das melde!
Das finde ich wirklich nicht in Ordnung. Es gibt doch eine Berufsethik. So eine Bestattungsfirma würde ich nicht beauftragen, wenn mir das bekannt wäre. Das dürfte aber wohl das Problem sein.


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17.07.2026 um 19:36
Zitat von nairobinairobi schrieb:So eine Bestattungsfirma würde ich nicht beauftragen, wenn mir das bekannt wäre. Das dürfte aber wohl das Problem sein.
Ja, das ist es ja, es erfährt kaum jemand.


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17.07.2026 um 20:42
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Dennoch gibt es auch solche Fälle wo bei zumindest einer Seite schon zu Lebzeiten etwas die nötige Distanz fehlte, das man das dann als etwas merkwürdig ansieht finde ich mehr als verständlich.
Genau das ist der Punkt.
Ja, so sehe ich es auch.

Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern meine Großmutter nach ihrem Tod in die Badewanne gelegt haben und dort die Waschung vorgenommen haben. Das alles in einer ruhigen Atmosphäre, nur meine Eltern und meine Großmutter, die Türen waren geschlossen. Das alles respektvoll und fürsorglich. Irgendwie kam auch ein Zitronenbadzusatz zum Einsatz. Diesen Duft, der durch das Haus zog (damals ein gängiges Schaumbadmittel), mochte ich als Kind ab dem Tag nicht mehr.

Oma wurde nach der Waschung fein angezogen.

In einigen Religionen und Traditionen unterliegt die Waschung des Verstorbenen besonders strengen rituellen Regeln, die, wie zB im Judentum auch von einer ehrenamtlichen Gemeinschaft Chevra Kadisha vorgenommen werden kann. Auch im Islam ist die rituelle Waschung des Verstorbenen, soweit mir bekannt, religiöse Pflicht und wird von einem gleichgeschlechtlichen Familienmitglied oder einer Vertrauensperson nach strengen islamischen Vorgaben durchgeführt.


Subtile übergriffige Verhaltensweise eines Menschen, der vllt schon zeitlebens übermäßige Kontrolle ausgeübt hat und sich ungefragt immer wieder mit "gut gemeinten Ratschlägen" in die Privatsphäre des erwachsenen Sohnes eingemischt hat, der sozusagen niemals das Zepter aus der Hand gegeben hat und dies mglw auch indirekt robust durch seine Körpersprache verdeutlicht, kann durchaus unbewusst eine Abwehr und inneres Unbehagen erzeugen. Deshalb ist es wichtig und richtig, seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen! Jeder Mensch hat ein anderes Feingefühl.

Wenn man sich in diesem Fall in den verstorbenen Sohn hineindenkt, wäre ihm dieser sogenannte letzte Liebesdienst seitens der Mutter wirklich recht?


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17.07.2026 um 23:55
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Subtile übergriffige Verhaltensweise eines Menschen, der vllt schon zeitlebens übermäßige Kontrolle ausgeübt hat und sich ungefragt immer wieder mit "gut gemeinten Ratschlägen" in die Privatsphäre des erwachsenen Sohnes eingemischt hat, der sozusagen niemals das Zepter aus der Hand gegeben hat und dies mglw auch indirekt robust durch seine Körpersprache verdeutlicht, kann durchaus unbewusst eine Abwehr und inneres Unbehagen erzeugen. Deshalb ist es wichtig und richtig, seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen! Jeder Mensch hat ein anderes Feingefühl.
Sorry, war mißverständlich formuliert.

Subtile übergriffige Verhaltensweise einer Mutter, zB in Form emotionaler Machtausübung, zeitlebens übermäßiges Kontrollverhalten, ungefragt immer wieder mit "gut gemeinten Ratschlägen" in die Privatsphäre des erwachsenen Sohnes eindringen, das kann unbewusst durchaus sehr viel Unbehagen und eine innere Abwehr erzeugen.

Deshalb ist es wichtig und richtig, seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen!

Wenn man sich in so einem Fall in den verstorbenen Sohn hineindenkt, wäre ihm dieser sogenannte letzte Liebesdienst
seitens der Mutter wirklich recht?


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18.07.2026 um 05:10
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern meine Großmutter nach ihrem Tod in die Badewanne gelegt haben und dort die Waschung vorgenommen haben. Das alles in einer ruhigen Atmosphäre, nur meine Eltern und meine Großmutter, die Türen waren geschlossen. Das alles respektvoll und fürsorglich.
Sorry, aber irgendwo geht das zu weit. Vielleicht haben wir auch bloß unterschiedliche Auffassungen.
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Wenn man sich in so einem Fall in den verstorbenen Sohn hineindenkt, wäre ihm dieser sogenannte letzte Liebesdienst
seitens der Mutter wirklich recht?
Das wird der Mutter egal sein.

Verabschiedung am Totenbett ok, aber nach ner gewissen Anzahl Stunden nach dem Tod sollte der Bestatter übernehmen.


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20.07.2026 um 14:58
Mein Vater verstarb in seinem eigenen Bett , nach langer Pflege u.a. auch mit Blasenkatheter usw. ) im Pyjama. Friedlich eingeschlafen. Nach Feststellung des Todes und Abschiednahme durch die Familie wurde er vom Bestatter abgeholt - wir die Angehörigen sollten draußen bleiben - dann wurde er in einem Plastiksack auf der Bahre an uns vorbei gefahren , raus aus dem Haus und so in den Leichenwagen verbracht.
Wir die Angehörigen sollten dann gewünschte Kleidung raussuchen und dort in die Pietät kommen.
Dort wurde er dann von den Mitarbeitern gewachsen und angezogen - und im Anzug im offenen Sarg gezeigt. Da das dann aber 3 Tage nach seinem Tod gewesen ist konnte und wollte ich das nicht mehr sehen. Ich wollte ihn so in Erinnerung behalten wie er friedlich in seinem eigenen Bett und seinem geliebten Zuhause eingeschlafen ist. Nur meine Mutter und meine Schwester waren dann also dort.
Es gab dann eine Feuerbestattung. Das Abschiednehmen hat mir schon einiges abverlangt und war schon schwer genug , und dann die sehr schöne würdevolle Trauerfeier , die ihm sehr gefallen hätte.
Es hat mich alles sehr viel Kraft gekostet , für die Mutter da zu sein war aber wichtig. Meine Gefühle habe ich dann hinterher zugelassen.
Ich würde es heute wieder so machen, ich habe es nicht bereut ihn noch mal im Anzug im offenen Sarg liegend zu sehen.


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20.07.2026 um 15:06
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Ich würde es heute wieder so machen, ich habe es nicht bereut ihn noch mal im Anzug im offenen Sarg liegend zu sehen.
Geht mir ganz genauso. Ich habe schon viele liebe Menschen verloren. Und keinen wollte ich noch (einmal im Sarg liegend) sehen.
Ich wollte alle so in Erinnerung behalten, wie ich sie zuletzt gesehen habe. Das habe ich auch nie bereut!


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22.07.2026 um 22:40
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb am 18.07.2026:
Zitat von two-centstwo-cents schrieb am 17.07.2026:Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern meine Großmutter nach ihrem Tod in die Badewanne gelegt haben und dort die Waschung vorgenommen haben. Das alles in einer ruhigen Atmosphäre, nur meine Eltern und meine Großmutter, die Türen waren geschlossen. Das alles respektvoll und fürsorglich.
Sorry, aber irgendwo geht das zu weit. Vielleicht haben wir auch bloß unterschiedliche Auffassungen.
Unterschiedliche Auffassungen? Kann sein.

Ich weiß nicht so genau, worauf sich deine Bemerkung bezieht, ist aber auch egal.
Zwischenzeitlich bedauere ich meinen Beitrag auch, da er zu persönlich ist und vllt auch off-topic war.

Unüblich war die Waschung durch Familienangehörige (also meinen Eltern) zur damaligen Zeit jedenfalls nicht. Und dass das im Badezimmer erfolgte, da kann ich nichts Verwerfliches erkennen. Meine Großmutter war klein und zierlich. Sie starb zu Hause, dann die Waschung/das Einkleiden, anschließend kam der Dorftischler vorbei und sie wurde eingesargt.
Das alles sehr würdig und respektvoll.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb am 18.07.2026:
Zitat von two-centstwo-cents schrieb am 17.07.2026:Wenn man sich in so einem Fall in den verstorbenen Sohn hineindenkt, wäre ihm dieser sogenannte letzte Liebesdienst
seitens der Mutter wirklich recht?
Das wird der Mutter egal sein.
Genau, ansonsten hätte sie es ja nicht gemacht. Meine Gedanken waren aber, ob es für den Sohn okay gewesen wäre? Dabei bezog ich mich auf die Umschreibung von MayorQuimby.
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb am 06.07.2026:Ich habe soetwas mal im näheren Bekanntenkreis erlebt, dass die Mutter, zu dem Zeitpunkt 61 Jahre alt ihren verunglückten Sohn, 31 Jahre alt, gewaschen und angezogen hat.
Das ist zwar schon 20 Jahre her, aber je mehr ich darüber nachdenke, umso so übergriffiger und unnormal finde ich auch jetzt noch diesen Vorgang. Das war in der Familie sowieso immer ein seltsames Mutter Sohn Verhältnis, aber da wurde, für mich, eine Grenze überschritten.



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