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Kausalität und Gott

157 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Wissenschaft, Spiritualität, Schöpfung, Kausalität

Kausalität und Gott

31.01.2014 um 16:17
Jesussah schrieb:Intuition ist die Fähigkeit, aus der die Zusammenhänge betrachtet werden können. Ist die Intuition geschult, so erkennt man den eigenen Zusammenhang mit all den umliegenden Wirkungen. Genauer gesagt, man erkennt die Wirkung, der Ursache. So wohl die eigene, als auch derer, die nicht eigen sein können. Pflanze ich einen Samen, so das ein Baum daraus wächst, so kann ich dabei die eigene Ursache, die eigene Wirkung, als auch die Ursache und die Wirkung des Baumes bzw. Samens erkennen.
Ja und die Intuition erkennt nicht nur diese Prinzipien, sie kann auch mit ihnen spielen, was sich auch in der Kunst und Musik zeigen kann, wenn sie frei von den kausalen Prinzipen agiert. Dabei ist das Erkennen mehr ein Erfühlen. Wie ein Raumschiff mit dem man intuitiv von Stern zu Stern reisen kann. Wie Captain Kirk sagen würde: "Second star to the right...and straight on 'til morning." Wo der Kurs im Leben hin geht "bestimmt" meist das unterschwellige, intuitive Gefühl. Das Herz- und Bauchgefühl eben :)
Jesussah schrieb:In Wirklichkeit ist Gott jedoch für das wirkliche verstehen da. Der sinnbildliche Gott, ob nun als Ursprung oder im quantenmechanischen Sinne, spielt dabei nur eine Rolle. Eine Rolle, Schauspielrolle, wie in einem Theaterstück. Man versucht durch diese aufgenommenen Gedanken, auf der Bühne, die Wirklichkeit darzustellen. Die Rolle, die man mit diesen unwirklichen Gedanken übernimmt und spielt, dient lediglich der Entwicklung. :)
So ist es und dies verdanken wir auch unseren Spiegelneuronen ;)
Im Prinzip haben gute Schauspieler das Talent authentisch eine Rolle so zu spielen das man kaum noch die Person erkennt die sie spielt, ab diesem Punkt werden Schauspieler tatsächlich zu dem was sie spielen, das kann bei besonders schweren Rollen auch an die Substanz gehen, denn der Mensch ist fähig nicht nur Gedanken, Bilder, Rollen und Gefühle zu simulieren, er kann völlig mit ihnen verschmelzen. So entstehen auch Kulturen, was als spaßiges Rollenspiel begann kann zur Basis ganzer Religionen und Kulturen werden, bei dem die Imitation bestimmter Abläufe zur Pflicht wird, man schaue sich nur die Gebetsrituale genauer an. Doch durch diese Rituale nimmt man eigentlich nur mehr Abstand zu sich selbst und kann sich selbst sogar gänzlich darin vergessen. Das kann Fluch und Segen sein.
Jesussah schrieb:Deshalb wollen Wissenschaftler immer weiter teilen. Sie suchen etwas, was schon die ganze Zeit da ist. Etwas ganzes. :)
Wissenschaftler sind unterschidlichste Persönlichkeiten, ein Einstein hat auch die Ganzheitlichkeit allen Seins erkannt, nur war er an deren Funktionalität und deren Mechanismen interessiert. Mit anderen Worten es war die Liebe zum Detail und die Neugier Theorien auch durch praktische Nachweise zu bestätigen. Das Verstehen lernen führt aber immer auch zu neuen Fragen. Die fragmentarische Funktionalität des Ganzen ist wie ein Fraktal :)
Peisithanatos schrieb:Wieso "Es" dann überhaupt Gott nennen, wenn weder eine personale Wesenheit noch eine sonstige sinngebende Instanz damit verknüpft werden kann... das "Universum" erscheint völlig indifferent und blind gegenüber allen Bewusstseinformen(dem Einzigen, was für uns von Bedeutung ist), der Terminus "Gott" suggeriert genau das Gegenteil, selbst wenn kein personales Wesen damit gemeint ist und ist daher irreführend.
Absolut richtig! Ich nutze das Wort auch nur wenn ich kein anderes für die Ganzheitlichkeit finde in einem spirituellen Kontext. Denn das Universum beschreibt für mich eher Raum, Zeit und Materie, doch kennt das Universum so etwas wie Intuition? Oder kennen das nur bewusste Lebewesen? Gott ist eine Art wörtlicher Platzhalter für das Ganze im Ganzen, also steht es für mehr als "nur" das Universum.
Peisithanatos schrieb:Jeder trägt bis zu einem gewissen Grad eine Sehnsucht in sich, das "Ganze" zu verstehen und im "Ganzen" aufzugehn, Spiritualität.
Wer die Ganzheitlichkeit erkannt hat, hat auch sich selbst erkannt. Das kann mal schnell zum Lachanfall werden, wenn man sich über die Schlichtheit allen Seins bewusst geworden ist. Das "Ganze" im Detail mit dessen ganzer Funktionalität kann kein Mensch alleine erfassen, doch er kann es beobachten, fühlen und erleben in Momenten völliger Klarheit. Es ist wie als wäre alles Wissen da, nur hat der Mensch im Alltag durch seine vielen Reizfilter kaum die Möglichkeit die Ganzheitlichkeit zu erkennen. Die Erleuchtung ist wenn man sie denn erlebt und durchlebt hat etwas gänzlich anderes als man es in spiritueller Hinsicht denkt. Es ist mehr der Moment völliger Klarheit und dies kann man nur durch alle Sinne und seine Intuition erfassen, nicht mit seinen Gedanken, mit seiner Sprache oder rein rationalen Denkweisen. Für ein "Heureka" oder ein "Aha" gibt es auch keine sprachlichen Umschreibungen, da es Zustände sind die man in bestimmten Momenten erlebt, kleine Erleuchtungen eben die mehr durch Laute als durch Worte beschrieben werden können :)
Peisithanatos schrieb:Aber wir werden sterben und ausgelöscht werden - während ein Stern, ohne Bewusstsein Milliarden Jahre "leben" kann, sind Bewusstseinsformen wie unserer Spezies nur lächerliche Zeiträume beschieden.
Zeit ist relativ, für eine Eintagsfliege kann die Zeitwahrnehmung eine gänzlich andere sein als für einen Elefanten. Für einen Atomspin ist eine Attosekunde die "Normzeit" für einen roten Zwergstern sind Milliarden Jahre ein Witz, für einen roten Riesenstern ist es auch wieder alles kurzlebiger als für den braunen Zwergstern der vielleicht ganze Billionen Jahre "lebt". Der Mensch ist aus seiner Sicht am Scheitelpunkt zwischen Mikro- und Makroversum, zwischen Mikro- und Makrozeitgefüge. Er erlebt aus seiner Sicht die Relativität der Zeit. Unsere Spezies schwebt zwischen Kurzweil und Langweil. Was hätte der Mensch davon über mehrere Milliarden Jahre zu leben? Was hätte er davon nur Sekunden zu leben? Wichtig ist die Wahrnehmung des Momentes und dessen scheinbare Zeitlosigkeit, auch wenn man später sagt: "wer hat an der Uhr gedreht?" :D
Peisithanatos schrieb:Leben scheint oft eine tragikkomische Verirrung zu sein.
Halten wir uns das nochmal vor Augen: Das Nichts steht am Horizont - die eigentlich Gottheit, in die alles eingeht.
Was hat das Leben vom Nichts? Ich selbst habe manchmal Sehnsucht nach der Nichtexistenz, jedoch sind das Momente bei denen ich die Lust am Leben verliere und negative Gedanken mich im Denken prägen. Doch in schönen Momenten ist das Leben selbst und die Existenz dieses Universums durchaus etwas tröstliches, besonders wenn man es mit vollem Bewusstsein erleben kann. Ich schwebe zwischen beiden Extremen. Im Sinne der Kausalität bin ich zwischen den Wechselwirkungen und lasse beide Kräfte auf mich wirken ohne sie anzugreifen oder zu verurteilen.


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Jesussah
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Kausalität und Gott

01.02.2014 um 19:48
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Ja und die Intuition erkennt nicht nur diese Prinzipien, sie kann auch mit ihnen spielen, was sich auch in der Kunst und Musik zeigen kann, wenn sie frei von den kausalen Prinzipen agiert. Dabei ist das Erkennen mehr ein Erfühlen. Wie ein Raumschiff mit dem man intuitiv von Stern zu Stern reisen kann. Wie Captain Kirk sagen würde: "Second star to the right...and straight on 'til morning." Wo der Kurs im Leben hin geht "bestimmt" meist das unterschwellige, intuitive Gefühl. Das Herz- und Bauchgefühl eben
Die Wirklichkeit ist aber kein Spielplatz auf dem man spielt, sondern der Ort, an dem man wirklich, die eigene, Verantwortung tragen soll. Wer in Wirklichkeit spielt, mit dem wird gespielt. Manchmal übels, manchmal wohl gesonnen....... :)
cRAwler23 schrieb:So ist es und dies verdanken wir auch unseren Spiegelneuronen ;)
Im Prinzip haben gute Schauspieler das Talent authentisch eine Rolle so zu spielen das man kaum noch die Person erkennt die sie spielt, ab diesem Punkt werden Schauspieler tatsächlich zu dem was sie spielen, das kann bei besonders schweren Rollen auch an die Substanz gehen, denn der Mensch ist fähig nicht nur Gedanken, Bilder, Rollen und Gefühle zu simulieren, er kann völlig mit ihnen verschmelzen. So entstehen auch Kulturen, was als spaßiges Rollenspiel begann kann zur Basis ganzer Religionen und Kulturen werden, bei dem die Imitation bestimmter Abläufe zur Pflicht wird, man schaue sich nur die Gebetsrituale genauer an. Doch durch diese Rituale nimmt man eigentlich nur mehr Abstand zu sich selbst und kann sich selbst sogar gänzlich darin vergessen. Das kann Fluch und Segen sein.
Aus diesem Schauspiel kann auch nur Fluch und Segen resultieren. :)
cRAwler23 schrieb:Wissenschaftler sind unterschidlichste Persönlichkeiten, ein Einstein hat auch die Ganzheitlichkeit allen Seins erkannt, nur war er an deren Funktionalität und deren Mechanismen interessiert. Mit anderen Worten es war die Liebe zum Detail und die Neugier Theorien auch durch praktische Nachweise zu bestätigen. Das Verstehen lernen führt aber immer auch zu neuen Fragen. Die fragmentarische Funktionalität des Ganzen ist wie ein Fraktal :)
Hätte Einstein wirklich die Ganzheit verstanden, dann wäre das Resultat, seiner Handlungen, nicht zerstörerisch gewesen. Erst durch seine Genialität konnten andere das tun, was sie getan haben. Wer die Ganzheit verstanden hat, der verleitet andere nicht zu Atomaren Spaltungen, zu Fraktalen. :)


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Kausalität und Gott

01.02.2014 um 22:45
Jesussah schrieb:Die Wirklichkeit ist aber kein Spielplatz auf dem man spielt, sondern der Ort, an dem man wirklich, die eigene, Verantwortung tragen soll. Wer in Wirklichkeit spielt, mit dem wird gespielt. Manchmal übels, manchmal wohl gesonnen....... :)
So ist es, es ist die blanke Wirklichkeit, manche Menschen leben in Illusionen und betrachten es als Spielplatz, ne Weile macht es spaß, doch die vielen Aufs und Abs können einen müde machen.
Jesussah schrieb:Aus diesem Schauspiel kann auch nur Fluch und Segen resultieren.
Stimmt in der Hinsicht gibt es nur wenig andere Optionen und Kompromisse :D
Jesussah schrieb:Hätte Einstein wirklich die Ganzheit verstanden, dann wäre das Resultat, seiner Handlungen, nicht zerstörerisch gewesen. Erst durch seine Genialität konnten andere das tun, was sie getan haben. Wer die Ganzheit verstanden hat, der verleitet andere nicht zu Atomaren Spaltungen, zu Fraktalen.
Vielleicht war er auch einfach zu naiv und wollte eigentlich gutes mit dem Wissen bewirken? Noch sind wir keinem Atomkrieg zum Opfer gefallen, aber die Möglichkeit besteht. Er wollte die Funktionalität und Mechanismen verstehen lernen, natürlich wusste er das der Tisch ein Tisch ist, selbst wenn man ihn bis ins subatomare erforscht. Es ist am Ende menschliche Neugier, er hat das alles nur im Kopf durchdacht, er konnte nicht abschätzen das dieses Wissen so schnell zu dem Wurde was der Kalte Krieg daraus gemacht hat. Dennoch würde ich diese Forschung nicht rückgängig machen, denn aus dem Wissen entstand auch eine komplexere medizinische Technologie die inzwischen den Menschen untersuchen kann ohne ihn dafür aufschneiden zu müssen. Die Wissenschaft ist eben wie Yin und Yang und beide Kräfte entstehen immer bei der Erforschung neuer Möglichkeiten. Am Ende könnte der Mensch natürlich genügsamer werden, doch die Angst im Leben etwas zu verpassen ist für die meisten Menschen größer als ein genügsames Leben im Einklang mit sich selbst zu führen. Ich selbst schwebe ja zwischen diesen beiden "Welten". ;)


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Kausalität und Gott

02.02.2014 um 14:26
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Vielleicht war er auch einfach zu naiv und wollte eigentlich gutes mit dem Wissen bewirken?
Das trifft es auf den Punkt. :)
cRAwler23 schrieb:Noch sind wir keinem Atomkrieg zum Opfer gefallen, aber die Möglichkeit besteht. Er wollte die Funktionalität und Mechanismen verstehen lernen, natürlich wusste er das der Tisch ein Tisch ist, selbst wenn man ihn bis ins subatomare erforscht. Es ist am Ende menschliche Neugier, er hat das alles nur im Kopf durchdacht, er konnte nicht abschätzen das dieses Wissen so schnell zu dem Wurde was der Kalte Krieg daraus gemacht hat. Dennoch würde ich diese Forschung nicht rückgängig machen, denn aus dem Wissen entstand auch eine komplexere medizinische Technologie die inzwischen den Menschen untersuchen kann ohne ihn dafür aufschneiden zu müssen.
Es hängt miteinander Zusammen. Da wären wir wieder bei der Kausalität. Einsteins Forschungen und seine Neugier war ein Teil oder ist immer noch ein Teil der menschlichen Entwicklung. :)
cRAwler23 schrieb:Die Wissenschaft ist eben wie Yin und Yang und beide Kräfte entstehen immer bei der Erforschung neuer Möglichkeiten. Am Ende könnte der Mensch natürlich genügsamer werden, doch die Angst im Leben etwas zu verpassen ist für die meisten Menschen größer als ein genügsames Leben im Einklang mit sich selbst zu führen. Ich selbst schwebe ja zwischen diesen beiden "Welten".
Yin und Yang können nur existieren, wenn man sich der Mitte bedient. Ohne die Mitte, würde es weder das linke, noch das rechte geben. Weder Yin, noch Yang. Da man sich aber der Mitte bedient hat resultiert daraus genau das, was wir Entwicklung nennen. Man darf dabei aber nicht vergessen, das durch diese Frucht, die man von dem Baum, der sich in der Mitte des ewigen Gartens befindet, pflückt, auch all das Leid zustande kommt. Das macht doch gerade unsere Entwicklung aus. :)


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Kausalität und Gott

02.02.2014 um 19:00
@cRAwler23
@Jesussah

Kausalität und Gott lässt sich in meinen Augen nur so erklären, dass ein jeder von uns etwas "göttliches" in sich trägt.
Als Gott betrachte ich keine "übernatürliche" Gestalt, eher verbindet mich mit Gott der Gedanke, dass ein jeder von uns ein Teil einer universellen Energie (Der Geist des Menschen) darstellt.
Das heißt, die kleinste Entscheidung, der kleinste Gedanke oder einfach nur ein gesprochenes Wort sorgen für Veränderungen, welche über lange Sicht gesehen alle Menschen mit einschließt, weil wir eben in Verbundenheit leben.

Ich denke die absolute Wahrheit lässt sich in mehreren Bereichen finden, sie wird einfach nur auf unterschiedlichen Wegen (Andere Wortwahl[Definitionssache]) mitgeteilt.


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Kausalität und Gott

02.02.2014 um 19:45
@Kodyjak
Kodyjak schrieb:Kausalität und Gott lässt sich in meinen Augen nur so erklären, dass ein jeder von uns etwas "göttliches" in sich trägt.
Seit wann kann man Gott tragen? Das was du in dir trägst, sind lediglich Gedanken die du für wahr hältst. :)
Kodyjak schrieb:Als Gott betrachte ich keine "übernatürliche" Gestalt, eher verbindet mich mit Gott der Gedanke, dass ein jeder von uns ein Teil einer universellen Energie (Der Geist des Menschen) darstellt.
Das heißt, die kleinste Entscheidung, der kleinste Gedanke oder einfach nur ein gesprochenes Wort sorgen für Veränderungen, welche über lange Sicht gesehen alle Menschen mit einschließt, weil wir eben in Verbundenheit leben.
Teile können nicht das Ganze sehen, weil sei denken ein Teil von etwas Ganzem zu sein. In Wirklichkeit ist jedoch alles ganz so, wie es ist. Da gibt es keine Teile..... :)
Kodyjak schrieb:Ich denke die absolute Wahrheit lässt sich in mehreren Bereichen finden, sie wird einfach nur auf unterschiedlichen Wegen (Andere Wortwahl[Definitionssache]) mitgeteilt.
Es gibt wohl nur die Wahrheit, die schon jeder kennt. Die kann man nicht finden, denn diese ist nie verloren. :)


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Kausalität und Gott

02.02.2014 um 22:45
Jesussah schrieb:Es hängt miteinander Zusammen. Da wären wir wieder bei der Kausalität. Einsteins Forschungen und seine Neugier war ein Teil oder ist immer noch ein Teil der menschlichen Entwicklung.
Ja es ist wie ein generationenübergreifender Reifungs- und Entwicklungsprozess, was natürlich auch mit Fehltritten verbunden ist die selbstschädigender Natur sein können und auch sind. Im Gegenzug gibt es aber immer auch positive Entwicklungen die hilfreich sind und den Menschen neue Perspektiven und Möglichkeiten bieten.

Die Kausalität zeigt sich ja schon beim Lösen von Problemen, indem man auf die Symptome einer Problematik reagiert. Man sieht einen Fluss und will nicht durchs Wasser sondern man baut eben eine Brücke um sich nicht nass zu machen oder um eben unbeschwerlicher Lasten darüber zu transportieren. Doch im Vorfeld hat es auch dafür mal Wissenschaftler, Ingenieure, Statiker und Handwerker gebraucht.
Jesussah schrieb:Yin und Yang können nur existieren, wenn man sich der Mitte bedient. Ohne die Mitte, würde es weder das linke, noch das rechte geben. Weder Yin, noch Yang. Da man sich aber der Mitte bedient hat resultiert daraus genau das, was wir Entwicklung nennen. Man darf dabei aber nicht vergessen, das durch diese Frucht, die man von dem Baum, der sich in der Mitte des ewigen Gartens befindet, pflückt, auch all das Leid zustande kommt. Das macht doch gerade unsere Entwicklung aus.
So ist es aber ich denke der Mensch nimmt das Leid in Kauf für diese Entwicklungen. Wer krank ist und eine OP benötigt, nimmt auch die Schmerzen dieser OP in Kauf um am Ende wieder geheilt zu sein. Freund und Leid liegen oft sehr nahe beieinander, manchmal verfließen sie auch in dieser Mitte. Menschen die ihre eigene Mitte kennengelernt haben, haben meist auch die Aufs und Abs im Leben durchlebt bis sie im Erkenntnisprozess an einen Ort innerer Ruhe und Gelassenheit gekommen sind. Ich selbst pflücke dann und wann einen Apfel von diesem Baum im Garten der Ewigkeit, doch ich kann auch genügsam in der Mitte verharren, nur bleibe ich in meiner Mitte, so ändert sich nichts und meine Existenz bzw. mein Entwicklungsprozess könnte im Prinzip auch schon zu ende sein. Es würde keinen Unterschied mehr machen ob ich noch Entwicklungen mit Freund und Leid durchlebe oder genügsam auf das Ende meines Lebens warte und jeden Moment mit vollem Bewusstsein genieße. Daher vereine ich in mir beide Elemente, mal mit inneren Turbulenzen oder mit Gelassenheit verbunden. :)
Kodyjak schrieb:Ich denke die absolute Wahrheit lässt sich in mehreren Bereichen finden, sie wird einfach nur auf unterschiedlichen Wegen (Andere Wortwahl[Definitionssache]) mitgeteilt.
Es gibt keine Bereiche der Wahrheit, es gibt nur die eine, die Wirklichkeit unserer Existenz als etwas Ganzes im Ganzen. Die Wahrheit ist die Ganzheitlichkeit allen Seins. Und diese ist ein pfadloses Land. Dies zu erkennen liegt natürlich beim Beobachter der Wahrheit selbst, ein Kunstwerk oder Musikstück kann auf Menschen unterschiedlich wirken, doch die Gefühle die Menschen empfinden teilen wir alle auf die selbe Weise. Sprich wenn man lacht oder weint wird jeder Mensch das gleiche Gefühl verspüren. Gedanken können unterschiedlich sein, doch Gefühle nicht. Die Wahrheit zu erkennen ist mehr ein intuitiver Prozess bei dem man seine inneren, durch seine Denkweisen erschaffenen Filter ablegt und inne hält, bewusst und gedankenlos die Wahrheit wahrnimmt wie sie ist. Das nennt man auch Meditation :)


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Jesussah
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Kausalität und Gott

03.02.2014 um 12:31
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Ja es ist wie ein generationenübergreifender Reifungs- und Entwicklungsprozess, was natürlich auch mit Fehltritten verbunden ist die selbstschädigender Natur sein können und auch sind. Im Gegenzug gibt es aber immer auch positive Entwicklungen die hilfreich sind und den Menschen neue Perspektiven und Möglichkeiten bieten.

Die Kausalität zeigt sich ja schon beim Lösen von Problemen, indem man auf die Symptome einer Problematik reagiert. Man sieht einen Fluss und will nicht durchs Wasser sondern man baut eben eine Brücke um sich nicht nass zu machen oder um eben unbeschwerlicher Lasten darüber zu transportieren. Doch im Vorfeld hat es auch dafür mal Wissenschaftler, Ingenieure, Statiker und Handwerker gebraucht.
Ja, im Gegenzug gibt es positive Entwicklungen. Doch auf wessen Kosten? :)
cRAwler23 schrieb:So ist es aber ich denke der Mensch nimmt das Leid in Kauf für diese Entwicklungen. Wer krank ist und eine OP benötigt, nimmt auch die Schmerzen dieser OP in Kauf um am Ende wieder geheilt zu sein. Freund und Leid liegen oft sehr nahe beieinander, manchmal verfließen sie auch in dieser Mitte. Menschen die ihre eigene Mitte kennengelernt haben, haben meist auch die Aufs und Abs im Leben durchlebt bis sie im Erkenntnisprozess an einen Ort innerer Ruhe und Gelassenheit gekommen sind. Ich selbst pflücke dann und wann einen Apfel von diesem Baum im Garten der Ewigkeit, doch ich kann auch genügsam in der Mitte verharren, nur bleibe ich in meiner Mitte, so ändert sich nichts und meine Existenz bzw. mein Entwicklungsprozess könnte im Prinzip auch schon zu ende sein. Es würde keinen Unterschied mehr machen ob ich noch Entwicklungen mit Freund und Leid durchlebe oder genügsam auf das Ende meines Lebens warte und jeden Moment mit vollem Bewusstsein genieße. Daher vereine ich in mir beide Elemente, mal mit inneren Turbulenzen oder mit Gelassenheit verbunden.
Ja, ich verstehe. :)


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Kausalität und Gott

03.02.2014 um 13:33
Jesussah schrieb:Ja, im Gegenzug gibt es positive Entwicklungen. Doch auf wessen Kosten? :)
Nun speziell kann man das nicht festmachen, doch das gewisse Opfer gebracht werden kann man nicht leugnen, es ist eben eine sehr zwiespältige Sache, wie du schon sagtest, Freund und Leid. Was des einen Freud ist, kann des anderen Leid bedeuten. Ich selbst wäre da auch für ein sozialeres und solidarischeres Gefüge. Leider ist das in einer Marktwirtschaft nicht möglich.
Jesussah schrieb:Ja, ich verstehe. :)
:)


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Kausalität und Gott

03.02.2014 um 17:02
@cRAwler23
Kodyjak schrieb:
Ich denke die absolute Wahrheit lässt sich in mehreren Bereichen finden, sie wird einfach nur auf unterschiedlichen Wegen (Andere Wortwahl[Definitionssache]) mitgeteilt.


Es gibt keine Bereiche der Wahrheit, es gibt nur die eine, die Wirklichkeit unserer Existenz als etwas Ganzes im Ganzen. Die Wahrheit ist die Ganzheitlichkeit allen Seins. Und diese ist ein pfadloses Land. Dies zu erkennen liegt natürlich beim Beobachter der Wahrheit selbst, ein Kunstwerk oder Musikstück kann auf Menschen unterschiedlich wirken, doch die Gefühle die Menschen empfinden teilen wir alle auf die selbe Weise. Sprich wenn man lacht oder weint wird jeder Mensch das gleiche Gefühl verspüren. Gedanken können unterschiedlich sein, doch Gefühle nicht. Die Wahrheit zu erkennen ist mehr ein intuitiver Prozess bei dem man seine inneren, durch seine Denkweisen erschaffenen Filter ablegt und inne hält, bewusst und gedankenlos die Wahrheit wahrnimmt wie sie ist. Das nennt man auch Meditation :)
Ist das Wort "Wahrheit" nicht wieder so eine Definitionssache?

-Wer die Wahrheit nicht erkannt hat, wird auch nie wissen, dass sie existiert-

Genauso verhält es sich mit Weisheit.

Weisheit findet seinen Ursprung in einem selbst, entweder, jemand ist in der Lage, die Deutung von Weisheit selbst zu entwickeln, oder eben nicht.
Genauer gesagt ist jemand, der keine eigene Weisheit besitzt, nicht in der Lage, andere Weisheiten zu verstehen, stattdessen wird interpretiert.

Für Weisheit kannst du ebenso das Wort "Wahrheit" einsetzen und somit wirst du feststellen, dass es mindestens 2 Interpretationsmöglichkeiten gibt.
Kodyjak schrieb:
Kausalität und Gott lässt sich in meinen Augen nur so erklären, dass ein jeder von uns etwas "göttliches" in sich trägt.
Als Gott betrachte ich keine "übernatürliche" Gestalt, eher verbindet mich mit Gott der Gedanke, dass ein jeder von uns ein Teil einer universellen Energie (Der Geist des Menschen) darstellt.
Das heißt, die kleinste Entscheidung, der kleinste Gedanke oder einfach nur ein gesprochenes Wort sorgen für Veränderungen, welche über lange Sicht gesehen alle Menschen mit einschließt, weil wir eben in Verbundenheit leben.

Ich denke die absolute Wahrheit lässt sich in mehreren Bereichen finden, sie wird einfach nur auf unterschiedlichen Wegen (Andere Wortwahl[Definitionssache]) mitgeteilt.
Wenn du jetzt ein Mensch wärst, der Weisheit verstehen könnte, so würdest du meinem letzten Satz mit mehr Verstädnis entgegentreten.

Natürlich sind meine Beiträge zur Zeit meist philosophischer Natur, was evtl. garnicht so in dieses Thema reinpasst.
Und wenn du dich mal mit Nietzsche beschäftigt hast, so sollte dir der Begriff "Übermensch", zumindest aus Nietzsche's philosophischer Definition, eine Bedeutung sein.


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Kausalität und Gott

03.02.2014 um 17:39
Kodyjak schrieb:Ist das Wort "Wahrheit" nicht wieder so eine Definitionssache?
Die Wahrheit ist die unverfälschte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Sie ist schlichter und komplexer als wir denken, sie ist eine Synthese aus Mikro- und Makroversum. Die Wahrheit kann man nicht definieren, man kann versuchen sie mit Worten zu beschreiben, doch am Ende sind Worte nur Schall und Rauch. Ich betrachte die Wahrheit so:
„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. […] Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich – da ich der Präsident des Ordens bin – entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.“ -Jiddu Krishnamurti
Kodyjak schrieb:Genauso verhält es sich mit Weisheit.
Die Weisheit ist ein Zustand wenn man die Lebensrealität und Wahrheit erkannt hat, zur Vernunft und seiner inneren Mitte gefunden hat und es nicht mehr nötig hat sich an Denkschulen zu klammern. Man ist einfach nur noch und hat gelernt das Leben mit vollem Bewusstsein zu genießen und seinen Mitmenschen etwas zu geben das man nicht mit Geld kaufen kann, Verständnis, Einsicht und Geduld.
Kodyjak schrieb:Und wenn du dich mal mit Nietzsche beschäftigt hast, so sollte dir der Begriff "Übermensch", zumindest aus Nietzsche's philosophischer Definition, eine Bedeutung sein.
Nietzsche war am Ende einsam, verwirrt und ohne Verstand, er hat in seiner strengen Selbstbetrachtung und Isolation sich selbst verloren. Der Begriff des Übermenschen ist inzwischen doch recht überheblich und wurde zur Basis vieler Sozialdarwinisten. Aber seinen Nihilismus teile ich dann und wann, ab und zu auch seinen Pessimismus und scharfen Rationalismus, besonders wenn er Religionen und ihren Irrglauben sowie ihre inneren Widersprüche hinterfragt hat. Da sind Nietzsche und auch Arthur Schopenhauer sehr fortschrittlich im Denken gewesen. Doch in der Hinsicht sollte man auch nicht Kant und Hegel vergessen ;)


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Kausalität und Gott

03.02.2014 um 19:14
cRAwler23 schrieb:Die Wahrheit ist die unverfälschte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Sie ist schlichter und komplexer als wir denken, sie ist eine Synthese aus Mikro- und Makroversum. Die Wahrheit kann man nicht definieren, man kann versuchen sie mit Worten zu beschreiben, doch am Ende sind Worte nur Schall und Rauch. Ich betrachte die Wahrheit so:
[...]In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.“ -Jiddu Krishnamurti
Auch nur ein Betrachtungswinkel unter vielen. Ich stimme dir soweit zu, muss dir aber auch gleichzeitig widersprechen.
Selbstverständlich kann man Wahrheit definieren, und zwar so, wie es jedem beliebt.
Denn unter der Voraussetzung (wieviele Möglichkeiten der Wahrheit vorhanden sind) und auf Grund der Tatsache, dass die enorme Anzahl der Faktoren, die von der Entstehung und Entwicklung bis hin zur entgültigen Definition der Wahrheit, eine enorme Rolle spielen, können Definitionen von "Wahrheit" zahlreich und zwangsläufig auch alle richtig sein.

Das nennt man dann Toleranz.

Was mir persönlich auffällt, dass du ebenso Worten folgst und somit den Pfad der Wahrheit verlassen hast, nach Jiddu Krishnamurti, dessen Definition von Wahrheit im übrigen korrekt erklärt wurde, auch wenn widerum jemand anderes evtl. andere Worte für die selbe Bedeutung wählen würde.
„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden[...]
Absolut.
cRAwler23 schrieb:Die Weisheit ist ein Zustand wenn man die Lebensrealität und Wahrheit erkannt hat, zur Vernunft und seiner inneren Mitte gefunden hat und es nicht mehr nötig hat sich an Denkschulen zu klammern. Man ist einfach nur noch und hat gelernt das Leben mit vollem Bewusstsein zu genießen und seinen Mitmenschen etwas zu geben das man nicht mit Geld kaufen kann, Verständnis, Einsicht und Geduld.
In der Tat.
cRAwler23 schrieb:Nietzsche war am Ende einsam, verwirrt und ohne Verstand, er hat in seiner strengen Selbstbetrachtung und Isolation sich selbst verloren. Der Begriff des Übermenschen ist inzwischen doch recht überheblich und wurde zur Basis vieler Sozialdarwinisten. Aber seinen Nihilismus teile ich dann und wann, ab und zu auch seinen Pessimismus und scharfen Rationalismus, besonders wenn er Religionen und ihren Irrglauben sowie ihre inneren Widersprüche hinterfragt hat. Da sind Nietzsche und auch Arthur Schopenhauer sehr fortschrittlich im Denken gewesen. Doch in der Hinsicht sollte man auch nicht Kant und Hegel vergessen ;)
Einsam ist nur der, der sich einsam fühlt.

Punkt des Übermenschen ist einfach der, dass dieser seine Definitionen alltäglicher Begriffe abgeworfen hat, um an dieser Stelle neue Definitionen (auf Grund von Gedankentiefgang, Erfahrung und Wissen) zu Tage zu fördern.


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Kausalität und Gott

04.02.2014 um 15:12
Kodyjak schrieb:Selbstverständlich kann man Wahrheit definieren, und zwar so, wie es jedem beliebt.
Im religiösen und subjektiven Sinne schon, im wissenschaftlichen Sinne jedoch nicht, die Wahrheit der physikalischen Gesetze ist beispielsweise nicht auslegbar oder unterschiedlich definierbar, wenn ein Apfel vom Stamm fällt, dann fällt dieser weil der Mensch die Anziehungskraft großer Materieansammlungen in Form von Gravitation erkannt hat. Die physikalischen Gesetze sind gegeben, nur ihre Definitionen und Bezeichnungen sind dabei auslegbar, solange die Dinge so beschrieben werden wie man sie auch beobachten kann.

Das ein farbenblinder Mensch die Dinge und damit auch seine eigene Wahrheit anders sehen wird als ein "normal" sehender ist wieder subjektiver Natur, jedoch wird die Farbe rot für beide Menschen die messbar gleiche Wellenlänge bei der Lichtreflektion und dessen Spektrum haben, nur dessen Wahrnehmung ist unterschiedlich. In Wahrheit gibt es jedoch keine Farben, da sie nur spezielle Stimulationen unserer Sehnerven beinhalten, Lebewesen sehen nur dann Farben wenn sie Farben für die Unterscheidbarkeit brauchen und sich evolutionär dahin entwickelt haben. Der Mensch kann die Wahrheit durch seine sensorischen Sinne nur gefiltert wahrnehmen, doch er kann Empfindungen und Gefühle auf gleiche Weise erleben, was auch immer der Auslöser für diese Gefühle ist, die Wahrnehmung dieser ist gleich.

Daher kann man die Wahrheit nicht nur sensorisch und fragmentarisch erkennen, man muss auch die Intuition und die Gefühle, so auch das Bewusstsein einbeziehen, mit allen Sinnen die Welt erleben wie sie eben ist.
Kodyjak schrieb:Was mir persönlich auffällt, dass du ebenso Worten folgst und somit den Pfad der Wahrheit verlassen hast, nach Jiddu Krishnamurti, dessen Definition von Wahrheit im übrigen korrekt erklärt wurde, auch wenn widerum jemand anderes evtl. andere Worte für die selbe Bedeutung wählen würde.
Ich selbst wandle zwischen Illusion und Wahrheit, ich kenne die Wahrheit mag jedoch auch die eine oder andere Illusion in meinem Leben, das mag paradox erscheinen, doch ich habe gemerkt das am Ende sogar Illusionen, Worte und sogar unterschiedlichste Definitionen der selben Sache die Wahrheit sind. Wahr ist alles was wir wahrnehmen können und die Wahrheit ist das was tatsächlich da ist. Doch ist nicht auch ein Traum und die Fantasie tatsächlich da? Sie entsprechen nur einer anderen Art der Wahrnehmung, es ist wie mit einer virtuellen Simulation, so kurios es klingt auch wenn es augenscheinlich eine Illusion ist, eine künstliche Welt, so ist sie Teil der Ganzheitlichkeit der Wahrheit, es sind nur einzelne Fragmente die zusammen ein Ganzes ergeben.
Kodyjak schrieb:In der Tat.
:)
Kodyjak schrieb:Einsam ist nur der, der sich einsam fühlt.
Das stimmt und das ist auch wieder ein Beispiel für die Subjektivität der Wahrnehmung von Menschen, jedoch wird jeder die Einsamkeit auf ähnliche oder gar gleiche Weise beschreiben wenn er sie fühlt. Wie Nietzsche sich gefühlt hat hatte er nie offenbart, doch man wusste, dass er am Ende ziemlich isoliert gelebt hat.


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Simowitsch
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Kausalität und Gott

04.02.2014 um 16:30
Was ist, wenn es den biblischen Gott zwar gibt, dieser aber nicht der Höchste ist sondern es über ihm noch eine höhere Instanz gibt? Wäre so etwas denkbar? Ließen sich die Verbrechen die im AT geschildert sind damit erklären und entschuldigen? Nicht, dass dieser Gott dann wirklich böse aber in Wirklichkeit unvollkommen gewesen ist, und erst entstanden ist weil Abraham von ihm überzeugt war und zur Herrschaftssicherung auf Jesus angewiesen war, denn ohne Jesus wäre er wieder im Nichts verschwunden weil andere Religionen ihm möglicherweise den Rang abgelaufen hätten.


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Kausalität und Gott

05.02.2014 um 12:04
Simowitsch schrieb:Was ist, wenn es den biblischen Gott zwar gibt, dieser aber nicht der Höchste ist sondern es über ihm noch eine höhere Instanz gibt? Wäre so etwas denkbar?
Es geht mir hier nicht um das religiöse Sinnbild eines Gottes oder von Gottheiten, es geht hier um die Ganzheitlichkeit allen Seins im Zusammenhang mit der Kausalität, also den Wechselwirkungen die das ganze Leben und Universum prägen und zu dem machen was es ist. Hier ist weniger Religion Kern des Themas, mehr Philosophie, Wissenschaft und Spiritualität. Wenn man Gott als Ganzheitlichkeit als Ganzes im Ganzen betrachtet wird es weder etwas unter, noch über "ihn" geben. Denn damit wäre auch jeder einzelne von uns als etwas Ganzes im Ganzen Gott, nur ist der Mensch in fragmentarischen Teilaspekten und Gedanken gefangen und tut sich schwer damit die Ganzheitlichkeit seiner Existenz zu erkennen. Mit der Selbsterkenntnis wird einem dies bewusst und man erkennt die Wahrheit als das was sie ist, sie ist einfach alles was existiert, nur eben ohne menschliche Illusionen und Sinnbilder.

Was Jesus betrifft lege ich die Nag-Hammadi-Schriften ans Herz, denn sie zeigen die eigentliche Absicht von Jesus, der auch nur ein einfacher Mensch war, im Bezug auf Gott:

„Jesus spricht: ‚Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.‘“

„Jesus spricht: ‚Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt. Hebt einen Stein auf, und ihr werdet mich finden, spaltet ein Holz, und ich bin da.‘“


Wie ich schon sagte, die Wahrheit ist ein pfadloses Land und Gott als Begriff für die Ganzheitlichkeit, ist allgegenwärtig, nur findet man diese Erkenntnis weder im Glauben noch in der Religion, man findet die Antwort in sich selbst und um einen herum. Man kann das schwer in Worte pressen, da sie sich in Begrifflichkeiten und Definitionen verrennen. Man sollte einfach seiner Intuition Aufmerksamkeit schenken, einen klaren Blick bei vollem Bewusstsein haben, dann erkennt man es. Nicht in widersprüchliche Gedankenkonstrukte, Sinnbilder, religiöse Schriften und Definitionen verrennen. Nichts ist klarer zu erkennen als die Kausalität, Ursache und Wirkung wie Aktion und Reaktion. Sich selbst als Ganzes zu betrachten und nicht als etwas fragmentarisches, welches stets geprägt wird von Kausalität und dieser überhaupt seine Existenz verdankt.


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Simowitsch
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Kausalität und Gott

05.02.2014 um 16:14
cRAwler23 schrieb:Was Jesus betrifft lege ich die Nag-Hammadi-Schriften ans Herz, denn sie zeigen die eigentliche Absicht von Jesus, der auch nur ein einfacher Mensch war, im Bezug auf Gott:
Ja, aber kannst du das Thomasevangelium überhaupt verstehen?


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Kausalität und Gott

05.02.2014 um 17:37
@Simowitsch
Kannst du es verstehen? ;)
Ich habe den Kern der Schriften erkannt, in dem Sinne, dass weder eine Religion, noch eine Kirche nötig ist um Gott nahe zu sein, dies sind nur Institutionen. Aber hier geht es auch nicht um das Christentum oder allgemein um spezifische Religionen, sondern mehr um diese ganzheitliche Kernerkenntnis das wir alle vom Entstehen der Materie, bis zu den ersten Sternen und Planeten, bis zur Bildung komplexen Lebens, teil einer kausalen Wechselwirkung sind und zu jeder Sekunde kausale Ketten erschaffen.

Was denkst du über Kausalität? Als meine Gegenfrage, hast du ihre Mechanismen verstanden oder erkannt?


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