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Ist Buddhismus Humbug?

Ist Buddhismus Humbug?

12.09.2016 um 16:28
@GyatsoJigme

Wenn ich mir selber nicht mehr bewußt bin, weil sich das Eins Bewußtsein willentlich in die Leere begibt und damit in die Sinnlosigkeit, ist für mich eine Täuschung, da dieser Wille auch einen willentlichen Sinn erfüllt und deswegen unmöglich aus diesem EinsBewußtsein stammen kann, denn reines Bewußtsein kann sich nicht ohne einen willentlichen Träger bewußtlos machen. Ein Sinn, der in die Sinnlosigkeit will? Zum Loslassen und entspannen, die innere Mitte zu finden und Ruhe, mag dies ja noch sinnvoll zu sein, aber was die reine Erkenntnis des Bewußtseins angeht wohl kaum, außer man besitzt die richtige Geisteshaltung, die für mich der Buddhismus diesbezüglich leider nicht hat, sondern eben konstruktmäßig genauso voreingenommen ist, was er ja stets verneint und gleichzeitig erreichen will.

Ein bewußtloses sich Bewußt-Sein ist daher eine selbst verneinende aus dem freien Willen entstandene Selbsttäuschung , da es eben einen Träger dieses Bewußtseins gibt, der eben unabhängig vom Bewußtsein ist. sondern willentlich selbst aus dem Bewußtsein Neues individuelles Bewußtsein erschafft, weil er sich sonst selber verleugnen würde.

EIN Bewußtsein welches sich selber nicht mehr bewußt ist kann nicht existieren. Will er keinen Sinn darin sehen, so würde ja das Bewußtsein versuchen sich selber auszulöschen und damit zum Absurdum führen, da Bewußtsein ewig und unauslöschlich ist.

Deswegen kann der Wille des Trägers des Bewußtseins nicht aus einem EinsBewußtsein kommen, sondern immer aus einer ganzheitlichen ewigen nie versiegenden Quelle, die bestimmt nicht den Willen hat als Einheit mit Allem, sondern mit stets ewig Neuem die Ewigkeit zu gestalten, und deswegen gerade auch nicht Alleine.

Dieses Alles ist Eins, Eins ist ALles, kann ich Dir nur sagen Unendliche Einsen mit ewig Neuen, wenn ich dies erkenne habe ich eine selbstimmte ewige Zukunft vor mir. und keinen geglaubten Plan von Bestimmung und Kreisläufen.

Buddha meint mit der Vergänglichkeit, das sie notwendig und gut ist, was vergeht denn, es geht nichts verloren, denn die Quelle kann nicht versiegen alles ist möglich, selbst vergängliches kann sich wieder manifestieren, wenn man den entsprechenden Willen dazu hat und sie speist den Träger in alle Ewigkeit, die er für sich auch bewußt ewig beibehält ohne dabei sich selbst zu verlieren oder sich selber nicht mehr bewußt zu sein, da jeder eine ewige Persönlichkeit besitzt, die sich von keinen Bewußtsein bewußt auslöschen oder verändern läßt.
Man soll erkennen, daß die Ich Identifikation vergänglich ist, aber nicht das in die ewige Zukunft gerichtete individuelle Bewußtsein.

Also wenn dabei schon Götter erzittern, haben diese Götter wohl nicht richtig bewußt gelebt. Erkennt man sein ewiges persönliches Bewußtsein, so ist für einen nichts vergänglich, sondern es wird nur transformiert in neuere Bewußtseinsinhalte, die man selbst bestimmt und auch erhalten kann und weiß damit umzugehen, damit man vor der Ewigkeit keine Angst mehr haben braucht. Hängt man zu sehr an einer Ich-Identifikation kann man sich ein ewiges Leben sicher schwerlich vorstellen und ist dazu auch nicht bereit geschweige denn bewußt erwacht.


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GyatsoJigme
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12.09.2016 um 16:59
@dakarnoir
dakarnoir schrieb:Wenn ich mir selber nicht mehr bewußt bin, weil sich das Eins Bewußtsein willentlich in die Leere begibt und damit in die Sinnlosigkeit, ist für mich eine Täuschung, da dieser Wille auch einen willentlichen Sinn erfüllt und deswegen unmöglich aus diesem EinsBewußtsein stammen kann, denn reines Bewußtsein kann sich nicht ohne einen willentlichen Träger bewußtlos machen. Ein Sinn, der in die Sinnlosigkeit will?
Du gehst in dieser These davon aus, das der Sinn tatsächlich existiert. Soweit ich das verstanden habe.

(Dein Text ist ziemlich unübersichtlich)

Das Problem ist nur, das der "Sinn" nichts weiter als ein Menschliches Konzept ist, um Dinge zu beschreiben und sich schöner zu reden als sie sind.

Sinnlos, Sinnvoll usw.

Ich sage: "Videospiele sind sinnlos".

Das hat nichts mit der Realität zu tun. Man bedient sich nur einem Konzept (dem Sinn) um Videospiele damit in eine Kategorie zu zwängen, die in das Weltbild passt, das man selbst vertritt.

Dafür passt dieses Zitat wunderbar
(Zen) Buddhismus hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit selbst zu sammeln und nicht auf unsere intellektuellen oder emotionalen Reaktionen auf die Wirklichkeit. Und Wirklichkeit ist das stets Wachsende und sich Wandelnde und nicht zu Definierende, das wir Leben nennen und das nie auch nur einen Augenblick stehen bleibt, damit wir es in ein System von Kategorien und Ideen zwängen können.
Es geht nicht darum das ein Sinn in die Sinnlosigkeit will. Es geht darum das sowohl Sinn, als auch Sinnlosigkeit gar nichts existieren. Dinge haben weder Sinn, noch Sinnlosigkeit. Sie sind. Alles andere entsteht erst durch Menschliche Konzepte, die versuchen Zustände in verschiedene, dualistische Kategorien einzuteilen um ein besseres Verständnis über sein Umfeld zu erlangen.
dakarnoir schrieb:Dieses Alles ist Eins, Eins ist ALles, kann ich Dir nur sagen Unendliche Einsen mit ewig Neuen, wenn ich dies erkenne habe ich eine selbstimmte ewige Zukunft vor mir. und keinen geglaubten Plan von Bestimmung und Kreisläufen.
Wer sagt den das ein Buddhist einen geglaubten Plan von Bestimmungen und Kreisläufen vor sich hat ?

Du sprichst hier ständig von Bewusstlosigkeit:
Ein bewußtloses sich Bewußt-Sein (...) EIN Bewußtsein welches sich selber nicht mehr bewußt ist
obwohl es im Buddhismus um das Gegenteil geht. Es geht eben darum das es sehr leicht ist sich in einer materiellen Welt mit unbedeutenden materiellen Konflikten zu verlieren und sich Aktivitäten hinzugeben die keiner weiteren Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit benötigen.

Versuch doch mal zu Essen, und dabei wirklich nur an das Essen zu denken. Denke am besten gar nicht, esse einfach.

Du wirst merken das das kaum möglich ist. Das ist aber nichts was uns so gegeben wurde, es ist das Produkt unseres Lebensstils. Wir sind überschwemmt von Stress. Reizüberflutung wo das Auge hinsieht.
dakarnoir schrieb:Buddha meint mit der Vergänglichkeit, das sie notwendig und gut ist, was vergeht denn, es geht nichts verloren
Buddha war 80 Jahre alt. Da befällt ihn ein Fieber. Er legt sich auf sein Lager und ist schwach.
Ananda, sein Lieblingsschüler, setzt sich weinend zu ihm

Da sagt Buddha:
Warum weinst du, Ananda.
Ist es so schwer, den irdischen Schmerz zu überwinden?
Führe stets ein rechtes Leben, übe rechtes Denken, rechtes Streben, rechte Versenkung, so wirst du von selbst allen Hochmut überwinden und dem Nirwana nahekommen.

Vergänglichkeit zu akzeptieren ist nichts verständliches, Sogar Ananda, Buddhas Lieblingsschüler weinte als er dahin vegetierte, obwohl es dafür keinen Grund gab.

Natürlich kann man jetzt Argumentieren das sowieso nichts verloren geht, alles bleibt, Energie wandelt sich nur um usw.
Aber selbst das ist unbedeutend, weil auch das Universum in dem "nichts verloren" geht, vergänglich ist.
dakarnoir schrieb:da jeder eine ewige Persönlichkeit besitzt, die sich von keinen Bewußtsein bewußt auslöschen oder verändern läßt.
Man soll erkennen, daß die Ich Identifikation vergänglich ist, aber nicht das in die ewige Zukunft gerichtete individuelle Bewußtsein.
Ja, und nun kommen wir zu einem Punkt an dem für viele der Buddhismus wieder zu einer Religion wird.

Theravada Buddhisten mögen das denken, ich als Zen Buddhist halte das aber für Indische Märchenstunde.

Man kann nicht beweisen das es eine ewige Persönlichkeit gibt, damit ist es für das Hier und Jetzt und die tagtägliche buddhistische Praxis nicht von Bedeutung.

Die Ich Illusion ist weiterhin ein Punkt, den viele nicht richtig verstehen. Natürlich hast du Recht, es geht darum das man sich nicht an diese heften soll, weil sie vergeht. Aber die Vorstellung von ewiger Persönlichkeit entspringt einem Wiedergeburtsmodell, das der Grundlegenden Geisteshaltung Buddhas widerspricht.

Widerspricht in dem Punkt, das er es verneinte endgültige Aussagen darüber zu treffen.

Es ist nicht wichtig, was "danach" kommt, weil es keine Bedeutung für die buddhistische Praxis und den Weg zum Erwachen hat.

In Buddhas Worten
Wenn jemand den Buddha aufsuchte, fragte er: „Herr, existiert der Tathagata (der Buddha) nach dem Tod oder existiert er nicht, oder beides, oder keins von beiden?“

Der Buddha gab darauf immer wieder dieselbe Antwort: „Es ist nicht angemessen, über einen Buddha zu sagen, dass er nach dem Tod existiert. Es ist nicht angemessen, über einen Buddha zu sagen, dass er nach dem Tod nicht existiert. Es ist nicht angemessen, über einen Buddha zu sagen, dass er nach dem Tod sowohl (in gewissen Sinn) existiert als auch (in einem anderen Sinn) nicht existiert. Es ist nicht angemessen, über einen Buddha zu sagen, dass er nach dem Tod weder existiert noch nicht existiert. Es gibt keine Möglichkeit der Sprache und Kategorisierung, die man auf einen Buddha anwenden könnte.“
Natürlich sehen das besonders Theravada Buddhisten anders, aber da bin ich dann eben der falsche Ansprechpartner.
dakarnoir schrieb:Also wenn dabei schon Götter erzittern, haben diese Götter wohl nicht richtig bewußt gelebt.
Es geht hier nicht darum was die Götter machen, es geht um die Grundlegende Aussage das der Gedanke an Vergänglichkeit verworfen wird. Unglaublich viele Menschen geben sich dieser Tatsache nicht hin und versuchen die Leere, verursacht durch Vergänglichkeit, in sich mit materiellen Dingen zu stopfen und merken dabei nicht das es dadurch nur schlimmer wird.

Das war vor 2500 Jahre so, und ist besonders heute noch so.

Und das hier Götter verwendet wurden, liegt einerseits am indisch - hinduistischen Weltbild der Zeit, andererseits daran, das klargestellt werden sollte, das es nichts geben kann, das nicht vergänglich ist.

Selbst Buddha sagte das in seinen Lehrreden immer wieder selbst:
Habe ich es dir nicht voraus gesagt, Ananda: Von allem, was uns lieb und wert ist, müssen wir uns trennen, müssen uns von ihm abschneiden. Wie wäre es denn möglich, dass, was geboren wurde, geworden, gestaltet, der Auflösung untertan ist, sich nicht auflöste ? Das kann nicht sein.


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12.09.2016 um 18:12
@GyatsoJigme

"Wie wäre es denn möglich, dass, was geboren wurde, geworden, gestaltet, der Auflösung untertan ist, sich nicht auflöste ?"

Ja genau das ist doch auch im christlichen Glauben die Frage, wie ein ewiges Leben möglich ist, ohne der Unterwerfung der Vergänglichkeit und Auflösung. Wenn man zur Erkenntnis kommt, das alles nur eine Verdichtung geistiger Willenskräfte ist, die diese Natur so erschaffen haben, müsste man doch zu der Erkenntnis kommen, das es alleine auf die Willenskraft ankommt.

Sehr interessant Buddha äußert hier einen Willen eine Hoffnung, weiß aber, daß dieser Wille sich nicht im Hier und Jetzt umsetzen läßt.
Wenn aber doch alles durch geistige Willenskräfte so entstanden und für Ihn alles eine Illusion ist, warum kann diese Illusion der Nichtauflösung nicht wahr werden?

Das es nicht sein kann, kann dann nur daran liegen, daß ein anderer mächtigerer Wille das so möchte, und unser Wille diesbezüglich sich der gegebenen Natur unterordnen muß, um zu lernen und zu erfahren, eben Ursache und Wirkung.

Wie sollte man das Leben und Sein auch wertschätzen, wäre es nicht vergänglich.


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12.09.2016 um 18:27
dakarnoir schrieb: warum kann diese Illusion der Nichtauflösung nicht wahr werden?
Weil es nichts gibt, das nicht vergänglich ist. Deshalb kann die Nichtauflösung (Ewigkeit) nicht wahr werden.
dakarnoir schrieb:Das es nicht sein kann, kann dann nur daran liegen, daß ein anderer mächtigerer Wille das so möchte, und unser Wille diesbezüglich sich der gegebenen Natur unterordnen muß, um zu lernen und zu erfahren, eben Ursache und Wirkung.
Das ist vielleicht ein Schluss, den du so aufstellst, aber lange keine Tatsache.

Es ist fern jeglicher buddhistischen Lehre (ich lasse die etlichen Sekten außen vor) diese Tatsache direkt mit etwas höherem, oder mächtigerem zu verbinden.

Betrachte einfach mal das Leben, du wirst sehen, dass nichts währt, daraus kannst du schon auf die Grundlage der buddhistischen Philosophie schließen.

Dafür benötigt es weder höhere Mächte, noch mächtigere Willenskraft.

Du stellst hier eine Verbindung zwischen dem Glauben an etwas höheres und der Verneinung von diesem auf.

Wenn man Christentum und Buddhismus wirklich miteinander verbinden will, benötigt es im Christentum eine Abweichung der bisherigen Vorstellungen. Da diese aber weder verlangt, noch umsetzbar ist, ist auch die Verbindung nicht möglich.
dakarnoir schrieb:Sehr interessant Buddha äußert hier einen Willen eine Hoffnung.
Inwiefern äußert er den eine Hoffnung ? Er beraubt seinen Lieblingsschüler jeglicher und stellt klar das alles was unter dem Gesetz der Vergänglichkeit weilt, sich dieser nicht entziehen kann.

"Was geworden, muss hinschwinden." heißt es kurz gefasst.

Hier wird keine Hoffnung geäußert, keine Ahnung woher du diesen Schluss ziehst.
dakarnoir schrieb:eben Ursache und Wirkung.
Ursache und Wirkung haben weiterhin nichts mit Übernatürlichem zu tun.

Es ist ein universelles, rational begründbares und jeden Tag auftretendes Gesetz.

(Ursache) Fasse ich ins Feuer, verbrenne ich mich (Wirkung).

Das ist ganz einfach. Dazu benötigt ein Mensch weder den Buddhismus, noch das Christentum @dakarnoir


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12.09.2016 um 18:35
Um es noch deutlicher zu machen, hier die Geschichte, als Buddha ins Nirwana einging.
Als der Erhabene ins Nirwana eingegangen war, da Strecken manch Mönche, die vor Leidenschaft noch nicht fei waren, die Arme aus, weinten, warfen sich zu Boden, wälzten sich hin und her: "Allzu früh ist der Erhabene in das Nirwana eingegangen! Allzu früh hat sich das Auge der Welt geschlossen!

Die Mönche aber, die von Leidenschaften frei waren, die nahmen in Wachsein und Bewusstsein hin, was geschehen war.

Der Vergänglichkeit untertan sind die Gestaltungen. Wie wäre es anders möglich ?


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12.09.2016 um 18:56
@GyatsoJigme

"Weil es nichts gibt, das nicht vergänglich ist"

Aber im Fluß des Lebens ist es eine permanente Vergänglichkeit, da es kein Hier und Jetzt gibt, sondern immer eine in die Zukunft gerichtetes fließendes Sein. Aus meinen Bewußtsein heraus kann ich Dir sagen, das Du solltest mehr differenzieren, denn alles was vergeht ist schließlich trotzdem noch vorhanden und verschwindet nicht im "Nichts". Vergängliches löst sich nicht gänzlich auf, sondern wird wieder aufbereitet transformiert, verwandelt. Energie kann nicht verloren gehen. Genauso kann umgekehrt nicht irgendetwas aus dem Nichts entstehen. Da wir sind, gab es nie ein "Nichts", und dieses Sein ist ewige Energie, zwar ist alles vergänglich aber doch nicht weg.

Bist Du der Überzeugung, das ohne ein Bewußtsein überhaupt etwas existiert. Wäre Bewußtsein vergänglich, so würde nichts entstehen, was vergehen könnte. Und ein Bewußtsein welches sich selber nicht bewußt ist, kann eben auch nicht Sein. Und ein Bewußtsein welches sich selber bewußt ist, wie ich und Du, so hoffe ich, hat dann natürlich einen Willen und Persönlichkeit. Bewußtsein und seine Inhalte sind natürlich vergänglich. aber nicht der persönliche Träger des Bewußtseins, denn sonst würde es überhaupt kein Sein geben, welches wahrgenommen werden könnte.


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12.09.2016 um 19:47
dakarnoir schrieb: Energie kann nicht verloren gehen.
Ich habe weiter oben schon erklärt, das das nicht von Bedeutung ist.
dakarnoir schrieb:. Genauso kann umgekehrt nicht irgendetwas aus dem Nichts entstehen.
Das ist wissenschaftlich nicht länger korrekt. Es kann etwas aus dem Nichts entstehen, sogar sehr viel.
(...) „Die Quantengravitation würde ermöglichen, die Regeln der Quantenmechanik auf den Raum selbst anzuwenden und nicht nur auf die Eigenschaften von Objekten, die im Raum existieren, wie dies die konventionelle Quantenmechanik tut“, beschreibt Krauss die Bedeutung der vereinheitlichten Theorie.

Dann könnten auch, analog zu den virtuellen Teilchen, winzige Raumbereiche entstehen und den gleichen Sekundenbruchteilen wieder vergehen. Sie müssten aber so stark gekrümmt sein, dass ihre Ausdehnung gegen null geht. Wiederum könnte eine Fluktuation bewirken, dass einer dieser aus dem Nichts – also der Nichtexistenz von Raum und Zeit – aufspringenden Räume sich öffnet und zu einem Universum anschwillt.

http://www.fr-online.de/raumfahrt/universum-kosmologie-wie-aus-dem-nichts-etwas-wird-,1473248,20641232.html
dakarnoir schrieb:Bist Du der Überzeugung, das ohne ein Bewußtsein überhaupt etwas existiert.
Ohne (unser menschliches) Bewusstsein ?

Natürlich. Als ob die Existenz des Universums von unserer Abhängen würde, vielmehr ist es andersrum.

Nur weil wir über uns und unsere Umgebung nachdenken können, beugt sich nicht gleich das ganze Universum unseren Vorstellungen. Das anzunehmen wäre Quark.
dakarnoir schrieb: aber nicht der persönliche Träger des Bewußtseins, denn sonst würde es überhaupt kein Sein geben, welches wahrgenommen werden könnte.
Natürlich nicht, solange ich lebe, ist der Träger des Bewusstseins Existent. Wenn ich aber sterbe, ist er es nicht mehr.

Deshalb ist auch er im Endeffekt vergänglich.

Du hast hier
dakarnoir schrieb:Dies bedeutet dann aber auch, daß Bewußtsein als solches unauslöschlich ist und nicht mehr direkt abhängig ist vom Ursache Wirkung Prinzip dieser manifestierten Welt
die Behauptung aufgestellt es gäbe ein ewig währendes Bewusstsein, das ist aber nunmal unbewiesen und damit Spekulation. @dakarnoir

Zumal Bewusstsein sehr wohl auslöschbar ist. Ein Mensch muss nur sterben.


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12.09.2016 um 20:34
@GyatsoJigme

Also wenn die Wissenschaft behauptet das etwas aus dem absoluten Nichts entstehen kann, so kann es ja nur aus einen imateriellen geistigen Bewußtsein entsprungen sein und die Wissenschaft die ja gerade dabei ist zu beweisen, daß unser Bewußtsein eben nichts mit unserem Körper zu tun hat, sondern eine eigenständiges Ding ist, also nciht von unserem Biokörper produziert wird ist die logische Schlußfolgerung doch einfach, wir leben in einen geistigen Bewußtsein mit einen freien selbständigen Geist. Und außerkörperliche Erfahrungen haben dies schon längst bestätigt. Da ist nichts mit Vergänglichkeit oder Auflösung, da schon längst eigentlich bewiesen ist, daß es sich nicht um eine Simulation des Gehirns handelt, denn in diesem Zustand ist das Bewußtsein selbstständig, frei und unauslöschbar, da es wie vor der Entstehung aus dem Nichts immateriell ist. Dewegen ist auch bewiesen, daß ohne Bewußtsein nichts entstehen kann.

Der Träger des Bewußtseins ist daher auch nicht das Gehirn. Die Wissenschaft müßte sich zumindestens in ihren ach so herrschendes materielles nach außßen gerichtetes Weltbild völlig anders orientieren.

Aber ich bezweifle, daß diese Erkenntnis von der Wissenschaft überhaupt groß durch Studien veröffentlicht wird, da ja dann so manche Gedankenkonstrukte und Kartenhäuser zusammenbrechen würden. und natürlich die entsprechenden Apparate zur Messung fehlen.


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12.09.2016 um 21:15
@kutulus
Klar ist das möglich. Es ist ein rein psychisches Phänomen. Man kann es sogar im EEG sehen.


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12.09.2016 um 22:30
@dakarnoir
dakarnoir schrieb:Also wenn die Wissenschaft behauptet das etwas aus dem absoluten Nichts entstehen kann, so kann es ja nur aus einen imateriellen geistigen Bewußtsein entsprungen sein ...
Dieser Satz ist in sich widersprüchlich. Damit setzt Du ein absolutes Nichts (also im eigentlichen Wortsinn "nichts") mit einem immateriellen geistigen Bewusstsein (gibt es eigentlich auch ein materielles Bewusstsein? und ein nicht-geistiges Bewusstsein? ...) gleich, also etwas Nichtseiendes mit einem Seienden. Damit erweist sich der Inhalt dieses Satzes als sinnlos, weil sich logisch einander ausschließend. Abgesehen davon behauptet die Wissenschaft so etwas nicht. Das Quantenvakuum ist nicht nichts - auch nicht in substantivierter Form ...
dakarnoir schrieb:die Wissenschaft die ja gerade dabei ist zu beweisen, daß unser Bewußtsein eben nichts mit unserem Körper zu tun hat, sondern eine eigenständiges Ding ist
Völliger Unsinn. Ich weiß nicht, woher Du das hast, aber es ist schlicht unwahr. Somit ...
dakarnoir schrieb:ist die logische Schlußfolgerung
... hinfällig geworden.
dakarnoir schrieb:Und außerkörperliche Erfahrungen haben dies schon längst bestätigt.
Nein. Solche Erfahrungen sind Hirngespinste, bestätigen also das Gegenteil von dem, was Du uns hier als Wahrheit auftischen willst.
dakarnoir schrieb:Dewegen ist auch bewiesen, daß ohne Bewußtsein nichts entstehen kann.
In Deiner Wunschvorstellung mag das so sein, aber außerhalb davon ist da noch nichts bewiesen. Im Gegenteil ...
dakarnoir schrieb:Der Träger des Bewußtseins ist daher auch nicht das Gehirn.
Und auch das entspringt nur Deiner Phantasie, die wiederum nur Deinem Gehirn entspringt, wenn es aktiv ist.

Dann träum mal schön weiter. Spät genug, um zu Bett zu gehen, ist es ja allemal. Bis morgen dann ...


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12.09.2016 um 23:41
@BioGenEthiker

Es geht mir auch eigentlich um die Frage, warum es überhaupt etwas gibt und nicht nichts.
Seit wann ist reines Bewußtsein bedingt durch "Etwas". Für mich braucht Bewußtsein keinerlei Dinge damit es sich bemerken kann.
Du setzt voraus, daß Bewußtsein Inhalte notwendig hat, damit es überhaupt existieren kann. Das Bewußtsein erschafft Inhalte und nicht die Inhalte das Bewußtsein. Deswegen gibt es auch nur ein geistiges Bewußtsein. Materie ist verdichteter Geist (Energie).

Nein, das ist mitnichten Unsinn. Das sind auch keine Wunschvorstellungen sondern erfahrbare Dinge. Du tust gerade so, als hätte ich dieses uralte Wissen, was uns verloren gegangen ist, erst kürzlich entdeckt. Da waren die alten Ägypter bewußtseinsmäßig viel weiter wie wir heute, daran kann auch die Wissenschaft nichts ändern, sie haben es sogar aufgemalt und beschrieben. Aber ist ja alles Unsinn.
Und Hemi-synk nach Monroe ist natürlich auch alles Quatsch. Das liegt aber daran, daß es auch nur funktioniert, wenn man auch davon überzeugt ist und daran glaubt. Warum traut sich denn nicht die Wissenschaft dieses zu untersuchen, ob es sich bei AKE lediglich um Simulationen des Gehirns handelt, oder doch der Geist den Körper verläßt und Dinge weiß, der er nicht wissen kann, weil sein Körper sich dort nicht aufgehalten hat? Es gibt genügend Beweise, aber falls man es kann, sollte man diese Dinge selber herausfinden, seinen Körper einschlafen lassen und seinen Geist dabei wach halten, wirst verwundert sein was passiert, und erst dann wirst Du mir wahrscheinlich glauben. Alles ist eine Sache der Konzentration und des Willens. Davon abgesehen was ist denn mit dem Unterbewußtsein und dem Überbewußtsein, alles vom Gehirn gesteuert, wohl kaum.


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13.09.2016 um 00:51
@dakarnoir
Ich finde sehr interessant, was du geschrieben hast. Nur damit ich es richtig verstanden habe, du gehst davon aus, dass alles "reines" Bewusstsein ist, dieses Bewusstsein war schon immer da und es erschafft sozusagen durch "Willen" die Phänomene wie beispielsweise das geistige Bewusstsein?
dakarnoir schrieb:aber falls man es kann, sollte man diese Dinge selber herausfinden, seinen Körper einschlafen lassen und seinen Geist dabei wach halten, wirst verwundert sein was passiert, und erst dann wirst Du mir wahrscheinlich glauben.
Das werde ich mal ausprobieren.


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13.09.2016 um 06:40
Naja, hat eben nichts mehr mit dem Buddhismus zu tun. Alles reine Spekulation. Nicht mein Fall.

@BioGenEthiker wird das schon zurecht stutzen ;)
kutulus schrieb:Das werde ich mal ausprobieren.
Wie willst du das tun ? Dein Ego wird ausgeschaltet wenn du einschläfst, inwiefern willst du deinen "Geist" dabei denn wach halten ?

Nimmt mir es nicht übel aber, für mich klingt das nach esoterischem Gequatsche, viel Gerede nichts dahinter. @kutulus


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13.09.2016 um 06:41
@dakarnoir
dakarnoir schrieb:Seit wann ist reines Bewußtsein bedingt durch "Etwas".
Schon immer durch das Vorhandensein eines funktionierenden Gehirns. Und das Attribut "rein" ist hier mal wieder ein absolut überflüssiges, weil es kein "unreines" Bewusstsein gibt.
dakarnoir schrieb:Für mich braucht Bewußtsein keinerlei Dinge damit es sich bemerken kann.
Auch Dein Bewusstsein benötigt einen Körper, damit es bemerken kann, dass es da ist. Diese schlichte Tatsache wird aber gern übersehen.
dakarnoir schrieb:Du setzt voraus, daß Bewußtsein Inhalte notwendig hat, damit es überhaupt existieren kann.
Es ist nun mal Fakt, dass Bewusstsein eine materielle Grundlage benötigt, auf der es sich entfalten kann. Und diese materielle Grundlage ist in erster Linie ein funktionierendes Gehirn und in zweiter Linie ein dazugehöriger Körper, in dem es gewachsen ist. Weitere Linien darfst Du gern selber entdecken. Am Ende landest Du bei der Notwendigkeit eines anthropischen Universums.
dakarnoir schrieb:Das Bewußtsein erschafft Inhalte und nicht die Inhalte das Bewußtsein.
Das Bewusstsein macht Inhalte lediglich bewusst, aber erschafft sie nicht. Und was die materiellen Grundlagen für Bewusstsein betrifft - mach mal vor, dass Du allein mit Deinem Bewusstsein einen Gegenstand erschaffen kannst. Ich halte das für leeres Gerede. Das hier übrigens auch:
dakarnoir schrieb:Deswegen gibt es auch nur ein geistiges Bewußtsein. Materie ist verdichteter Geist (Energie).
Und den Rest muss ich gar nicht weiter kommentieren, da Du offensichtlich phantasiert hattest.


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GyatsoJigme
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13.09.2016 um 07:03
@BioGenEthiker

Wir sollten hier mal zwischen den Zeilen lesen, denke ich. Lass uns mal sehen
dakarnoir schrieb: Für mich braucht Bewußtsein keinerlei Dinge damit es sich bemerken kann.
Da haben wir doch schon mal den ersten Punkt. Für dich. Ja für dich, kann vieles existieren. Beispiele haben wir Milliarden auf diesem Planeten, aber nur weil man sich eine andere Realität wünscht, bekommt man diese nicht.

(Inhalt der Buddhistischen Lehre, nur so nebenbei, darum geht es in diesem Thread nämlich ;) )
dakarnoir schrieb:Du setzt voraus, daß Bewußtsein Inhalte notwendig hat, damit es überhaupt existieren kann
Das setzt nicht @BioGenEthiker voraus, sondern das Bewusstsein selbst.
Ohne dein Gehirn, existiert kein Bewusstsein, weil dieses durch das Gehirn entsteht.

Solange du dafür keine Gegenbeweise hast, solltest du aufhören es als Tatsache hinzustellen.
dakarnoir schrieb:Das liegt aber daran, daß es auch nur funktioniert, wenn man auch davon überzeugt ist und daran glaubt.
Und hier haben wir es. Wenn man daran glaubt, funktioniert es. Und wenn ich aus dem Fenster springe, werde ich unten dann auch aufgefangen wenn ich nur stark genug daran glaube ?

Entschuldige, sollte nicht unhöflich klingen. Aber man sieht schon, esoterisches Bla Bla. Mit Buddhismus, hat das ziemlich wenig zu tun.

Ich weiß, man verbindet den Buddhismus immer mit dem mystisches und denkt er hätte was damit zu tun, aber Esoterik meint eine nur für Eingeweihte bestimmte Lehre, zu der Außenstehende keinen Zugang haben. Die Lehre Buddhas beinhaltet jedoch keine Geheimnisse, in die nur ein bestimmter Kreis von Auserwählten Einblick erhält.

Der Buddhismus ist exoterisch, für alle bestimmt und allen verständlich. Wenn einige Schulen des Buddhismus (vor allem des Vajrayâna) esoterische Lehren und Praktiken aufweisen, so gehört das nicht zum Gesamtgut aller Buddhisten.

Der Buddhismus ist auch keine mystische Religion, in der es gilt, eine persönliche Verbindung mit dem Göttlichen oder einer überseienden Sphäre herzustellen. Der Buddhismus ist gottfrei, also kann es nichts geben, zu dem sich eine mystische Verbindung herstellen lässt.

Die Gleichsetzung des Buddhismus mit Esoterik und Mystik ist das größte aller Missverständnisse, das allerdings auch aus der großen Esoterik-Begeisterung der westlichen Welt (sieht man an dir) reichlich Nahrung erhält.
dakarnoir schrieb: Es gibt genügend Beweise,
Ich sehe keine, nur Behauptungen.
dakarnoir schrieb:Alles ist eine Sache der Konzentration und des Willens.
Das ist Wunschdenken.
dakarnoir schrieb:Davon abgesehen was ist denn mit dem Unterbewußtsein und dem Überbewußtsein, alles vom Gehirn gesteuert, wohl kaum.
Unterbewusstsein: Die Bezeichnung entstammt der Philosophie, insbesondere der deutschen Tradition nach Immanuel Kant. Die Existenz eines Unbewussten überhaupt sowie seine genaue Definition werden im Anschluss an die durch Sigmund Freud begründete Psychoanalyse bis heute kontrovers erörtert.

Wikipedia: Das_Unbewusste

Mehr muss ich dazu denke ich nicht schreiben. @dakarnoir


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kutulus
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13.09.2016 um 09:33
GyatsoJigme schrieb:Wie willst du das tun ? Dein Ego wird ausgeschaltet wenn du einschläfst, inwiefern willst du deinen "Geist" dabei denn wach halten ?
Ich dachte zuerst an einen luziden Traum, als ich das mit "Geist wachhalten beim Einschlafen" gelesen hatte. Es ist wohl eine Möglichkeit, einen luziden Traum hervorzurufen.
Na ja, ich weiß nicht, ob @dakarnoir das gemeint hat.

Mich interessieren ja auch andere Auffassungen abseits des Buddhismus, aber ich verstehe schon, dass es hier nicht passend wäre, da offtopic. Ich lehne solche Spekulationen, wie die von @dakarnoir ja nicht grundsätzlich ab, solange man mir diese Theorien nicht als die ultimative Wahrheit aufdrücken will.


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13.09.2016 um 10:59
@kutulus

Nahtoderfahrungen - ein Blick ins Jenseits?
Gedanken und Fragen über Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod
Was wäre, wenn du schliefest? Und was, wenn du im Schlaf träumtest?
Und was, wenn du zum Himmel gingst und da eine wundersame Blume pflücktest?
Und was, wenn du erwachtest und hieltest diese Blume in der Hand?
Ja, was dann?
( S.T.Coleridge, Dichter und Philosoph 1772-1834 1) )

Eine wissenschaftliche Herausforderung
Von der allgemeinen Öffentlichkeit meist noch unbemerkt, gewinnt das Thema
„Nahtoderfahrung“ immer mehr an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit und Bedeutung.
Dabei sind es - wie aufgrund der Inhalte von Nahtoderlebnissen vielleicht zu erwarten wäre –
keine Theologen oder Religionswissenschaftler, die dem Phänomen Nahtoderfahrung
interessiert nachspüren, um durch sie vielleicht die Unsterblichkeit der Seele und ein Ewiges
Leben wissenschaftlich belegen und erklären zu können. Nein, es sind vorwiegend
Mediziner, Neurowissenschaftler (Hirnforscher), Psychologen und Physiker, die in den
letzten 30-Jahren weltweit umfangreiche Studien erstellt haben, um dem Geheimnis von
Nahtoderlebnissen und den damit verbundenen außerkörperlichen Erfahrungen auf die
Spur zu kommen. Die Ergebnisse sind verblüffend und aufregend zugleich. Sie stimmen
nachdenklich und werfen in letzter Konsequenz die Frage nach einem, in die Zukunft
gerichteten, völlig neuen naturalistischen Welt- und Menschenbild auf. Es wäre in der
Menschheitsgeschichte ja nicht das erste Mal, dass wir Menschen unser Weltbild aufgrund
naturwissenschaftlicher Erkenntnisse korrigieren mussten. Erinnert sei nur an die drei
narzisstischen Kränkungen durch Kopernikus (die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Weltalls),
Charles Darwin (der Mensch ist aus dem Tierreich hervorgegangen) und Sigmund Freud,
(das ICH ist nicht Herr in seinem eigenen Haus). Warum sollte es in Zukunft nicht zu einer
weiteren gravierenden Korrektur unseres heutigen, überwiegend materialistisch
ausgerichteten Weltbildes kommen? Denn bei der wissenschaftlichen Erforschung von
Nahtoderfahrungen geht es um zwei spannende Themen. Das eine ist philosophisch-religiös
ausgerichtet: „Tritt der Mensch mit dem Tod durch ein erweitertes Bewusstsein in eine völlig
andere Dimension des Lebens ein? Es stirbt zwar sein Körper, nicht aber seine tiefe innere
Persönlichkeit?“ Das andere ist von naturwissenschaftlich-neurologischer Bedeutung:
„Welche Rolle spielt unser Gehirn bei der Entstehung von Bewusstsein? Hat unser
Bewusstsein, wie heute allgemein angenommen, immer eine körperliche d.h. materielle
Basis und ist ausschließlich ein Produkt unseres Gehirns? Ohne Gehirn kein Bewusstsein?
Oder gibt es auch ein, bisher nicht bewiesenes, rein geistiges, immaterielles Bewusstsein
und unser Gehirn ist „nur“ so etwas wie eine Schnittstelle oder ein Empfänger? Unsere
Hochleistungszentrale Gehirn: Erzeuger oder Interpreter von Bewusstsein? Gibt es ein
Bewusstsein außerhalb unseres Gehirns?“ Diese Fragen sind nicht so unbegründet und
unberechtigt wie es scheint, denn das ausschließlich unser Gehirn Bewusstsein erzeugt, ist
zwar die mehrheitliche Überzeugung von Wissenschaftlern und Medizinern, aber bis heute
noch keine wissenschaftlich bewiesene Tatsache, d.h. eine noch nicht verifizierte Hypothese.
An diesen und vielen weiteren Fragen hat sich in Expertenkreisen eine intensive Diskussion
entzündet und das harte Ringen um wissenschaftliche Ergebnisse und Beweise, in beiden
Richtungen, hat gerade erst begonnen, denn es geht schließlich um nicht mehr und nicht
weniger als um ein völlig neues Menschen- und Weltbild. Aber schön der Reihe nach.
Fragen wir zunächst einmal:

Was ist eine Nahtoderfahrung ? – einige Fakten zur Abgrenzung –
Im Gegensatz zur vielleicht allgemeinen Meinung, sind Berichte über Nahtoderfahrungen
kein modernes Phänomen unserer Zeit. Die wohl älteste literarische Quelle ist das
Gilgamesch-Epos aus dem 3.Jahrtausend vor Christus. Auch in den Bibliotheken der Klöster
des Mittelalters finden sich bereits zahlreiche Darstellungen über Nahterfahrungen, die
damals eher als „Visionen“ oder auch als „Erleuchtungen“ bezeichnet wurden. So sammelte

Papst Gregor der Große (*540 - †604) bereits Berichte mit vergleichbaren Erlebnisinhalten.2)
Sozusagen „neu entdeckt“ und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, rückte das Thema in den
70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Arbeiten der bekannten
Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (*1926 - † 2004) und durch den US-amerikanischen
Arzt und Psychiater Raymond Moody (Jahrgang 1944) mit seinem 1975 erschienenen Buch
und Weltbestseller „Leben nach dem Tod“ (Life After-Life ). Er war es wohl auch ,der als
Erster den Begriff „Nahtoderfahrung“ (Near-Death-Experience) gebrauchte.
Nach heutigem Erkenntnisstand ist eine Nahtoderfahrung, abgekürzt NTE, ein rein
subjektives, in die Psyche tief greifendes, mit transzendenten und mystischen Elementen
behaftetes Erlebnis, dass einhergeht mit einer spürbaren und nachhaltigen Änderung in der
Lebenseinstellung und Weltsicht (gesteigerte Empathie und Spiritualität.) Nahtoderfahrungen
werden, im Gegensatz zur allgemeinen anzutreffenden Meinung, nicht nur in unmittelbarer
Todesnähe bei medizinischen Ursachen wie Herzstillstand, Atemstillstand, Vollnarkose,
Unfälle oder Koma erlebt, sondern auch in ganz verschiedenartigen nicht unmittelbar
lebensbedrohlichen Situationen, wie ein tiefgehender emotionaler Zustand (Depression),
existenzielle Krisen, oder während einer intensiven Meditation. Diese Feststellung ist für die
Beurteilung, was Nahtoderfahrungen wirklich sind, ein wesentlicher Punkt, denn ein immer
wieder vorgebrachtes Argument, die Ursache einer NTE sei auf Sauerstoffmangel im Gehirn
zurückzuführen greift in solchen Fällen nicht. Auch die immer noch anzutreffende Annahme,
Nahtoderfahrungen seien nichts anderes als Halluzinationen, ist bei näherer Betrachtung
nicht haltbar. Halluzinationen sind Wahrnehmungen, die keinerlei Grundlagen in der realen
Welt haben und meist bei psychischen Erkrankungen auftreten wie Schizophrenie,
Psychose, Drogenmissbrauch, Alkoholabhängigkeit oder Entzugserscheinung. Im Gegensatz
dazu sind die meisten Menschen mit einer NTE emotional und psychisch stabil und sie
konsumierten vor ihrer NTE weder Medikamente, Drogen noch Alkohol. NTE haben immer
einen klaren Bezug zur realen Wirklichkeit wie z.B. durch überprüfbare Sachverhalte
während eines außerkörperlichen Erlebnisses oder der Ablauf eines ganz persönlichen
Lebensrückblicks. Außerdem haben Nahtoderfahrungen eine nachhaltige, oft gravierende
Wirkung auf das weitere Leben des Betroffenen (positive Veränderung, wie Verlust der
Todesangst). Halluzinationen hingegen sind krankhaft, bleiben diffus, nebelhaft und
unrealistisch.
Diese und weitere, wichtige und wesentliche Erkenntnisse über NTE sind zurückzuführen auf
insgesamt etwa 42 Studien, die zwischen 1975 und 2005 mit etwa 2.500 Menschen mit
Nahtoderfahrungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern publiziert wurden.1)
Große medizinisch-wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhielt die Studie des
niederländischen Kardiologen Pim van Lommel, die im Jahr 2001 in der weltweit
renommierten Medizinzeitschrift The Lancet erschien. „Mit ihr wurde der Nachweis
vorgestellt, dass es ein vom Gehirn unabhängiges menschliches Bewusstsein gibt, strikt
entgegengesetzt dem in der klassischen Medizin üblichen „naturalistischen Weltbild“

Man schätzt, dass in den vergangenen fünfzig Jahren weltweit etwa 25 Millionen Menschen eine
NTE erlebt haben.1) Neuere amerikanische und deutsche Forschungen haben ergeben, dass
ungefähr 4,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, Amerika und Holland von einer NTE
berichten. Das sind in Holland 600.000 und in Deutschland ungefähr 3,4 Millionen
Menschen. 1) Dabei ist in den letzten Jahren eine Zunahme von Berichten über
Nahtoderfahrungen festzustellen. Die Ursachen hierfür liegen in den heute allgemein und
kardiologisch gut ausgerüsteten Intensivstationen, sowie den gut organisierten
Notaufnahmen mit adäquaten Reanimierungsmöglichkeiten. Durch sie haben Patienten bei
einer schwerwiegenden Erkrankung eine höhere Überlebenschance und mit ihr steigt auch
die Wahrscheinlichkeit, eine NTE zu erleben. Nahtodforscher schätzen, dass heute jeder
zehnte Patient, nach einer schweren, lebensbedrohlichen Krise, von einer NTE berichten
kann. 1) Aber sie zu erleben ist die eine Sache, darüber zu reden eine völlig andere,
insbesondere unmittelbar nach einer NTE im Krankenhaus mit den behandelten Ärzten und
Pflegepersonal. Bei ihnen stößt der Patient, bei dem vorsichtigen Versuch über sein Erlebnis
zu reden, in den meisten Fällen auf Unglaubwürdigkeit und Unverständnis, da aus heutiger
medizinischer Sicht NTE nicht erklärt werden können. Und, um nicht für geistesgestört oder
als ein esoterischer Spinner erklärt zu werden, so zeigen Forschungsergebnisse, schweigen
die meisten Patienten. Nicht nur im Krankenhaus sondern auch später in ihrer privaten und
beruflichen Umgebung. Oft Jahre, wenn nicht ihr ganzes Leben lang. Aber „Gott sei Dank“
gibt es Menschen, die den Mut haben sich zu öffnen und über ihre außergewöhnlichen
Nahtoderlebnisse zu sprechen.

Was erleben Menschen bei einer Nahtoderfahrung ?

Nahtoderfahrungen sind in ihrem Erleben so unterschiedlich wie die Persönlichkeit eines
jeden Menschen. Trotzdem gibt es gemeinsame, immer wiederkehrende Elemente, sowohl
in Bezug auf ihre Inhalte, als auch in ihren Auswirkungen. NTE, so die Nahtodforschung,
sind in ihren Grundelementen weltweit gleich und unabhängig von Alter, Geschlecht,
Herkunft, Religion und sonstigen demographischen Faktoren, auch wenn natürlich einzelne
kulturspezifische Unterschiede bestehen bleiben.

Der bereits genannte amerikanische Psychiater und Philosoph Raymond Moody hat
insgesamt zwölf immer wiederkehrende Einzelelemente herausgearbeitet. Einige von ihnen
sind nachstehend aufgeführt. Dazu, um die "Lebendigkeit" und die persönliche
Tiefgründigkeit zum Ausdruck zu bringen mit der sie erfahren wurden, einige, gekürzte
Originalaussagen von Betroffenen. (entnommen den beiden empfehlenswerten Büchern:
„Endloses Bewusstsein“ von Pim van Lommel 1) sowie „Auf den Spuren der
Nahtoderfahrungen“ von Günter Ewald 2)
~ Das Unaussprechliche ~
Der Erfahrungshorizont und die menschliche Sprache reichen nicht aus, um das Erlebte
wiederzugeben und es in Worte zu fassen.

>> Ich war dort ... Ich war auf der anderen Seite. Sehr lange konnte ich nicht mehr darüber
sagen. Mir schießen heute noch die Tränen in die Augen, wenn ich an dieses Erlebnis
denke. Es war zu viel! Einfach zu viel, um es in menschliche Worte zu fassen. Die andere
Dimension, so nenne ich es heute, in der es keinen Unterschied zwischen Gut und Böse
gibt, in der es weder Zeit und Raum gibt. Um eine unermessliche, intensive, reine Liebe, die
die Liebe in unserer heutigen menschlichen Dimension verblassen lässt, wie einen schalen
Abglanz der Liebe, die sie sein könnte. Die Verlogenheit, in der wir in unserer Dimension
leben, tritt klar hervor und doch ist sie mit unseren dürftigen Worten nicht zu beschreiben.
Alles, was ich sah, war von einer unbeschreiblichen Liebe durchdrungen. Das Wissen und
die Botschaft, die mich durchströmten, waren so klar und rein. Ich wusste auch, wo ich war,
gab es keinen Unterschied zwischen Leben und Tod. Die Enttäuschung, dass ich es nicht in
menschliche Worte fassen kann ist groß.<<

>> Ich bedaure, dass Worte nicht genügen, um meine Erfahrung zu beschreiben. Ich muss
eingestehen, dass die menschliche Sprache überhaupt nicht dazu taugt, den vollen Umfang
und die Tiefe der Erfahrung dieser anderen Dimension, die ich gesehen habe, adäquat zu
vermitteln. Letztlich lässt sich auf keinerlei Weise beschreiben, was ich erlebt habe. <<
~ Das Verlassen des Körpers, eine außerkörperliche Erfahrung (AKE) ~

Das wohl häufigste Element einer NTE ist das Erlebnis, seinen eigenen Körper zu verlassen,
ihn abzulegen wie alten verschlissenen Mantel. Es beginnt mit dem völlig ungewohnten
Gefühl, dass das Bewusstsein den materiellen Körper verlässt, dabei aber unverändert
funktioniert. Man schwebt in die Höhe, sozusagen „über den Dingen“ in einem immateriellen
Körper, der feste Strukturen wie Mauern problemlos durchdringen kann. Dabei sieht man
plötzlich und völlig verwundert, seinen eigenen Körper, losgelöst von sich selbst, unten
liegen, wie z.B. auf der Straße bei einem Verkehrsunfall oder auf einem Operationstisch.
Wahrnehmungen, auch winzigste Details, sind in einem Radius von 360 Grad aus größerer
Höhe möglich. Man sieht und hört alles was geschieht und gesprochen wird, ohne aber
selbst mit den Anwesenden kommunizieren oder sie berühren zu können. Dieses Element
einer außerkörperlichen Erfahrung ist insofern von großer wissenschaftlicher Bedeutung,
weil Pflegekräfte, Ärzte und Angehörige die beschriebenen Wahrnehmungen und zum
Zeitpunkt, zu denen sie stattgefunden haben, überprüfen und bestätigen können. Aus einem
Bericht in jüngerer Zeit geht hervor, dass 88 Prozent der von den Betroffenen geschilderten
Wahrnehmungen von unabhängigen Personen und Forschern geprüft und bestätigt wurden.
Dazu ein eindrucksvolles Beispiel, eine Episode, erzählt von einem Pfleger einer
kardiologischen Station, also nicht direkt von einem direkt Betroffenen:
>> Während der Nachtschicht liefert der Rettungswagen einen 44 Jahre alten, bereits
bläulich-violett verfärbten, komatösen Mann auf der kardiologischen Station ein. Passanten
hatten ihn etwa eine Stunde zuvor in einem Park gefunden und bisher lediglich mit
Herzmassagen begonnen. Nach seiner Ankunft im Krankenhaus wird er mit Beutel und
Maske beatmet, erhält Herzmassage und wird defibrilliert. Als ich die Beatmung übernehme
und intubieren will, fällt mir auf, dass er noch ein künstliches Gebiss trägt. Vor der Intubation
entferne ich den oberen Teil der Prothese und lege sie auf den Instrumentenwagen. In der
Zwischenzeit setzen wir die Maßnahmen zur erweiterten Reanimation fort. Nach etwa
anderthalb Stunden hat der Patient zwar wieder einen ausreichend stabilen Herzrhythmus
und Blutdruck, er wird aber noch beatmet, ist noch intubiert und noch immer komatös. In
diesem Zustand wird er zur weiteren Beatmung auf die Intensivstation gebracht. Erst eine
Woche später, bei der Medikamentenausgabe, begegne ich dem Patienten, der gerade
wieder auf die Kardiologie verlegt wurde, wieder. Als er mich sieht sagt er: „Oh, dieser
Pfleger weiß, wo mein Gebiss liegt.“ Ich bin ganz überrascht, doch er erklärt mir: >Ja, Sie
waren doch dabei, als ich ins Krankenhaus kam und haben mir das Gebiss aus dem Mund
genommen und es auf einen Wagen gelegt, auf dem alle möglichen Flaschen standen. Er
hatte so eine ausziehbare Schublade und in die haben meine Zähne gelegt<. Das erstaunte
mich sehr vor allem deshalb, weil sich dies meiner Erinnerung nach alles zu einer Zeit
abgespielt hatte, als der Patient in tiefem Koma lag und gerade reanimiert wurde. Weitere
Nachfragen ergaben, dass er damals selbst sehen konnte, wie er im Bett lag und dass er
von oben auf die Pflegekräfte und Ärzte herabsah, die ihn mit aller Kraft zu reanimieren
versuchten. Er konnte auch den kleinen Raum, in dem er wiederbelebt wurde, und das
Aussehen der Anwesenden korrekt und genau beschreiben. Damals, als er die Szene
beobachtete, hatte er große Angst davor, dass wir ihn nicht weiter reanimieren würden und
er sterben müsste ... Er schilderte mir, wie er uns verzweifelt und erfolglos zu signalisieren
versuchte, dass er noch lebe und wir ihn weiter reanimieren sollten. Er war tief bewegt von
dem, was er damals erlebt hatte, und sagte, dass er sich heute nicht mehr vor dem Tod
fürchte. << .

An diesem Beispiel wird, neben vielen anderen Faktoren, deutlich, dass Nahtodvisionen
grundlegend von Halluzinationen zu unterscheiden sind, denn sie sind wie reale Erlebnisse
klar und fest strukturiert. Erwähnenswert sei an dieser Stelle auch das außerkörperliche
Erlebnis des bekannten Schweizer Psychologen C.G. Jung (18-75-1961) Er schildert
beeindruckend, wie er, hoch oben im Weltraum schwebend, die Erde als bunte Kugel sehen
konnte und sie mit ihren Kontinenten und Meeren genau beschreibt. Dies ist deshalb so
erstaunlich, weil es zum Zeitpunkt seiner Nahtoderfahrung noch keinerlei Satellitenaufnahmen
gab, so, wie wir sie heute kennen.

~ Das Tunnelerlebnis ~
Ein großer Teil von Betroffenen beschreiben das Tunnelerlebnis als einen Übergang. Sie
befinden sich in einem dunklen Raum oder einem Tunnel, durch den sie, mit großer
Geschwindigkeit, auf ein immer stärker und größer werdendes Licht zu, hindurch gezogen
werden. Ein Licht von unvorstellbarer Intensität, Liebe und Wärme, das aber nicht blendet.
Es ist sozusagen ein "Licht ohne Schatten" *
>> ... Ich fühlte, dass ich ganz weit weg, in ein anderes Bewusstsein, versank. Das heißt,
mein Bewusstsein ging auf Reisen, während mein Körper auf dem Bett liegen blieb. Ich sah
meinen Körper, aber ich spürte ihn nicht. Ich wurde gleichsam weggezogen. Ich gelangte in
einen tiefdunklen, schmalen, spiralförmigen Tunnel, was mir zunächst beängstigend, aber

nicht unbekannt vorkam. Ich schwebte wahnsinnig schnell durch diesen Trichter, und je
weiter und höher ich dabei kam, desto mehr ging die Dunkelheit in Licht über. Die Intensität
des Lichts wandelte sich in tiefe Lila-Violett-Töne. >Über< mir sah ich ein ungeheures
gleißendes, strahlendes, weißliches Licht. Ich wirbelte und schwebte darauf zu. <<
~ Das Gefühl des Friedens und der Ruhe ; Befreiung von Schmerzempfinden ~
Die Schmerzen und die Schwere des Körpers sind ganz plötzlich verschwunden, ein
überwältigendes Gefühl von Geborgenheit, Glückseligkeit und unendlicher Liebe stellt sich
ein.

>> ... Hier an der Schwelle war der Zustand ein überwältigendes Gefühl. Total losgelöst von
jeglichem Schmerz-, Schwere- oder Körpergefühl. Ich fühlte mich wie in einer total
schützenden Kugel in absoluter Geborgenheit. Nie zuvor habe ich je ein ähnliches totales
Glücksgefühl erlebt. Und das in einer Totalität, die unvorstellbar und unbeschreiblich ist. Es
ist wie Liebe, ein ganzes Meer voll, unverdünnt, wovon wir während eines ganzen Lebens
vielleicht einige Tropfen erhalten. Nie war mein Empfinden und Denken so klar... <<
>> ... Und der Schmerz, den ich empfunden hatte, vor allem der Druck auf meine Lunge,
war verschwunden. Die ganze Atmosphäre vermittelte mir ein völlig entspanntes Gefühl. Ich
habe mich noch nie so glücklich gefühlt. <<
>> ... Als ich durch die Öffnung hindurch war, begann sich alles zu verändern ... mich
überkam ein Gefühl des Friedens, das ich auf Erden nie empfunden hatte ... Ein vollkommen
überwältigendes Gefühl der Liebe, nicht der irdischen Liebe, mit der ich ebenfalls vertraut
war, sondern einer Liebe, die ich nicht beschreiben kann ... ich hatte auch das Gefühl, hier in
einer völlig anderen Dimension zu sein. Wenn es etwas hier nicht gab, dann war es unser
irdischer Zeitbegriff. Ich hatte gleichsam einen erweiterten Blick auf diese andere Dimension.
<<
~ Die Begegnung mit einem strahlenden Licht oder einem Wesen aus Licht ~
Das strahlende Licht durchdringt alles und übt eine große Anziehungskraft aus. Man wird
quasi in das Licht aufgenommen und es findet immer eine direkte Kommunikation mit diesem
Lichtwesen statt, aber nur gedanklich, so, als könne es Gedanken lesen und auf der
gedanklichen Ebene antworten. Viele sehen darin ein strahlendes, liebendes Lichtwesen,
dessen Namensgebung meist einen religiösen Hintergrund hat. Gläubige Christen nennen es
manchmal Engel, Jesus oder auch Gott. „In und um dieses Licht erfährt man absolute
Akzeptanz und bedingungslose Liebe, man kommt mit tiefem Wissen und Weisheit in
Berührung. Antworten auf die meisten Fragen werden schon erkennbar, bevor man die
Fragen ausdrücklich stellt.“ 1)
>> Ich sah in der Ferne ein Licht, wie ich es auf Erden noch nie gesehen hatte. So rein, so
intensiv, so vollkommen. Ich wusste, dies war ein Wesen, zu dem ich gehen musste. Ich
weiß nicht, wie es geschah. Ich brauchte nicht zu denken, ich wusste alles. Meine
Bewegungen waren nicht mehr eingeschränkt. Ich hatte keinen Körper mehr. Dieser Ballast
war von mir abgefallen ... Ich bewegte mich durch alles hindurch. Mir war plötzlich klar: Zeit
und Raum gab es hier nicht. Alles war immer gegenwärtig. Und das gab mir ein unbeschreiblich
friedliches Gefühl. Das erlebte ich gleichzeitig mit dem Licht, das die Krönung allen
Seins war, aller Energie und Liebe und vor allem aller Wärme und Schönheit. <<
~ Die Wahrnehmung einer Grenze ~
Manchmal erkennen Betroffene eine Grenze, in Form von Nebel, Mauer, Tal, Fluss, Brücke
oder Pforte und sie spüren, dass sie, wenn sie diese Grenze überschreiten, sie nicht mehr in
ihren eigenen Körper zurückkehren können, Oft > hören < sie auch, dass sie noch nicht
willkommen sind und daher wieder in ihren Körper zurückkehren müssen, weil sie im Leben
noch eine Aufgabe zu erfüllen haben. dann kam ich an eine Grenze. Selbst mir, mit meinen zehn Jahren, musste das
niemand erklären. Mir war einfach klar, dass ich nie wieder zurückkehren könnte, wenn ich
diese Grenze überschritt. Aber einige meiner Vorfahren standen auf der anderen Seite und
zogen meine Aufmerksamkeit auf sich, denn sie redeten in einer Art Telepathie miteinander.
Ich bin von Geburt an völlig taub. Alle meine Angehörigen können ganz normal hören und
verständigen sich mit mir immer in Gebärdensprache. Und nun konnte ich auf einmal mit
zwanzig meiner Vorfahren durch eine Art Telepathie direkt kommunizieren. Das war eine
überwältigende Erfahrung
~ Die bewusste Rückkehr in den Körper ~
Die Rückkehr in den eigen Körper erleben die meisten Betroffenen als sehr unangenehm.
Das Zurückkehren in ihren meist kranken, lädierten und mit Schmerzen behafteten Körper
empfinden viele als herbe Enttäuschung, weil ihnen etwas so „göttlich-wundervolles“ wieder
genommen wurde. Dies ist auch der Grund, warum manche Patienten nach einer geglückten
Reanimation oder nach einem Koma so entrüstet, enttäuscht und auch widerwillig reagieren.
>> Als ich wieder in meinem Körper zu mir kam, war das schrecklich, einfach schrecklich ...
diese Erfahrung war so wundervoll, ich wollte nie mehr zurückkommen, ich wollte dort
bleiben ... und trotzdem kam ich zurück. Und von dem Moment an war es für mich sehr
schwierig, wieder in meinem Körper zu leben, mit all den Einschränkungen, die ich damals
empfand ... Später erst erkannte ich, was für ein Segen diese Erfahrung für mich war, denn
nun hatte ich die Gewissheit, dass es eine Trennung von Körper und Geist und ein Leben
nach dem Tod gibt. <<

Weitere Elemente von Raymond Moody sind:
~ Die Erkenntnis tot zu sein ~
~ Wahrnehmung einer außerweltlichen Umgebung ~
~ Begegnung und Kommunikation mit Verstorbenen ~
~ Lebensschau oder Lebensrückblick ~
~ Ausblick und Lebensvorschau. ~

auf die ich aber hier nicht näher eingehen möchte.
Die Folgen und Veränderungen einer Nahtoderfahrungen
Menschen ohne Nahtoderfahrung haben in der Regel keine Vorstellung darüber, welche
Folgen, positive wie negative, und welch tief greifende Konsequenzen eine intensive NTE
für Betroffene mit sich bringen kann, stellt sie doch . „ ... eine überwältigende Konfrontation
mit unbegrenzten Dimensionen unseres Bewusstseins dar, die das bestehende Weltbild
völlig auf den Kopf stellt. >Die Folgen für mein weiteres Leben waren so tief greifend: die
Erfahrung der Zeitlosigkeit, das Wissen, dass mein Bewusstsein außerhalb meines Körpers
weiterexistiert. Das genügte, um mein Leben aus den Angeln zu heben< ... >Ich hatte das
Gefühl, ich wäre eine andere Person, aber mit der gleichen Identität< “


Das Nahtoderlebnis erweist sich oft als wertvolle Erkenntnis in Bezug auf den Sinn des Lebens
und bewirkt einen grundlegenden Wandel in der Lebenseinstellung und
Glaubensauffassung. Starken Einfluss auf die Verarbeitung einer NTE haben Angehörige,
Freunde, Bekannte und professionelle Mitmenschen, insbesondere dann, wenn sie negativ
auf die Nahtodberichte mit Ungläubigkeit und Unverständnis reagieren. „Meist müssen
Menschen mit einer NTE erkennen, dass andere nicht dazu fähig sind, ihnen vorurteilsfrei
und kommentarlos zuzuhören. Manchmal ist ein jahrelanges Schweigen die einzige
Möglichkeit, einigermaßen mit den Erfahrungen umzugehen. Man spürt zwar bei sich selbst
eine starke Veränderung, doch das Umfeld ist gleich geblieben.“ >Mein Körper, mein Leben
und die ganze Welt glichen nun einem Gefängnis< 1) Eine Hauptursache bei der
Bewältigung der Verarbeitungsprobleme liegt in dem Tatbestand, dass unsere westliche
überwiegend materialistisch und naturalistisch orientierte Kultur und Wissenschaft
spirituellen Erfahrungen wie die einer NTE kaum Raum lässt und überwiegend skeptisch
wenn nicht gar ablehnend gegenübersteht, andere Kulturen wie der Buddhismus reagieren auf NTE meist positiv und verständnisvoller.
Zusammengefasst stellen sich nach einer NTE folgende Veränderungsprozesse ein:
- Selbstakzeptanz und ein verändertes Selbstbild
- Mitgefühl für andere
- Wertschätzung des Leben
- Befreiung von Todesangst und Glaube an ein Leben nach dem Tod
- Geringere Kirchenbindung bei stärkerer Religiosität
- Gesteigerte Spiritualität 1)
Soweit einige Beispiele über persönliche Aussagen von Betroffenen mit einer
Nahtoderfahrung und den damit verbundenen nachhaltigen Veränderungen in ihrer
Lebenseinstellung. Ich hoffe, dass die von mir ausgewählten Elemente und Aussagen
deutlich zeigen, wie tiefgreifend, lebensnah und damit real solche Erlebnisse für die
Betroffenen sind.

Was beweisen Nahtoderfahrungen?
Um es ganz deutlich zu sagen: Nahtoderfahrungen, so eindrucksvoll und real sie für die
Betroffenen auch sein mögen, sind (noch?!) kein wissenschaftlicher Beweis für ein Jenseits
und ein Leben nach dem Tod. Aber sie machen deutlich, dass das vorherrschende, auf rein
materialistisch und naturalistischer Basis festgelegte Welt- und Menschenbild, in
Gesellschaft und Wissenschaft, neu zu hinterfragen ist. Dabei stellen sich zwei Kernfragen,
wobei die eine medizinisch-naturwissenschaftlich (materialistisch) und die andere
philosophisch-religiös (geistig-spirituell) ausgerichtet ist. Zunächst die materialistische Frage:

Gibt es ein Bewusstsein außerhalb des Gehirns?
Wie Bewusstsein genau entsteht, ist trotz aller Fortschritte in der Hirnforschung, nach wie vor
ein wissenschaftlich nicht erklärbares Phänomen. Man weiß aber, dass für die Entstehung
von Bewusstsein, also bewusster Wahrnehmungen, hoch komplexe neuronale Prozesse,
verteilt über das ganze Gehirn, erforderlich sind, insbesondere im Großhirn, dem Neocortex.
Es ist der Teil des Gehirns, der uns Menschen erst zu Menschen macht. Bewusstsein ist
eine Höchstleistung des Gehirns und um sie zu erbringen, benötigt es sauerstoffreiches Blut.
Wenn aber, wie bei einer Nahtoderfahrung, reale und nachweislich überprüfbare
Wahrnehmungen (prospektiv) möglich sind, obwohl aus medizinisch-neurologischer Sicht im
Gehirn, bedingt durch Herzstillstand und Atemstillstand keine Aktivitäten mehr festzustellen
sind, der Patient also klinisch tot ist, stellt sich doch die Frage: Wer oder Was nimmt da war?
Diese Frage gewinnt deutlich an Brisanz bei NTE von Blinden, Menschen also, die seit ihrer
Geburt noch nie etwas gesehen haben, die aber erstmals von visuellen Wahrnehmungen
außerhalb ihres Körpers berichten? Das gleiche gilt für Menschen, die von Geburt an taub
sind und bei ihrer NTE plötzlich akustische Wahrnehmungen erleben. Deshalb noch einmal:
Wer oder Was nimmt da war, zu einer Zeit, wo das Gehirn seine Arbeit (vorrübergehend)
eingestellt hat? Nach heutigen medizinischen Erkenntnissen ist dies nicht möglich. Ich
denke, die millionenfachen, rätselhaften NTE sollten für die Wissenschaft Grund genug und
gleichzeitig auch Ansporn sein, über die Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein neu
nachzudenken. Hierzu gehört auch die ganze Problematik bei der Hirntotdefinition im
Bereich der Organtransplantation, denn auch hier wirft die Nahtodforschung völlig neue
Fragen auf wenn sie erklärt: Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen.
Für den holländischen Kardiologen Pim van Lommel lassen die bisherigen Ergebnisse in der
Nahtodforschung die Schlussfolgerung zu, dass es ein, wie er es nennt „ENDLOSES (nicht
lokales) Bewusstsein gibt, ein Bewusstsein, das immer gegenwärtig ist und unabhängig vom
Körper erfahren werden kann. Wörtlich schreibt er: „ ... noch immer gibt es mehr Fragen als
Antworten. Doch angesichts all der geschilderten Bewusstseinserfahrungen sollten wir
ernsthaft die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass der Tod ebenso wie die Geburt nur einen
Übergang in einen anderen Bewusstseinszustand darstellt. Die fast zwangsläufige
Schlussfolgerung, dass das nicht-lokale Bewusstsein nach dem physischen Tod in einer
anderen Dimension, einer immateriellen Welt fortbesteht, in der Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft beschlossen liegen, verändern unsere Sicht auf den Tod. Das Bewusstsein lässt
sich nicht auf das Gehirn reduzieren, denn es ist "nicht-lokal", und unser Gehirn hat für
Bewusstseinserfahrungen nur eine ermöglichende, keine produktive Funktion ... Das
Wachbewusstsein wird zwar körperlich erfahren, doch das ENDLOSE Bewusstsein hat
seinen Sitz nicht im Gehirn ... Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht
unmissverständlich hervor, dass das Bewusstsein unabhängig vom Körper, wenn das Gehirn
nicht mehr funktioniert, erfahren werden kann. Diese Schlussfolgerung führt zu einem
kompletten Wandel unseres Menschenbildes und hat Konsequenzen für aktuelle
medizinischen und ethischen Fragen ...“

Gibt es ein (persönliches) Leben nach dem Tod?
Eine philosophisch-religiöse Frage, die in letzter Konsequenz nicht zu beantworten ist und
daher offen bleiben muss. Nein, sagt die Naturwissenschaft, denn mit dem Tod des Körpers
stirbt auch der Geist, da auch der Geist (das ICH, die Seele) des Menschen immer eine im
Körper (Gehirn) befindliche materielle Basis benötigt. Geht diese Basis mit dem Körper zu
Grunde, stirbt auch der Geist des Menschen. Ohne Körper kein Geist. Die Nahtodforschung
aber zeichnet ein anderes Bild und ihre wissenschaftlichen Forschungsergebnisse lassen
einen anderen Schluss zu. Für sie gibt es ein Bewusstsein, genauer gesagt, dass
Bewusstwerden der eigenen Existenz (das erlebte ICH) auch außerhalb unseres Körpers.
Das ICH, die tiefste Persönlichkeit eines jeden Menschen, erfährt bei einer NTE für kurze
Zeit, eine von Raum und Zeit losgelöste völlig neue Dimension. Eine Dimension außerhalb
aller bisher bekannten klassischen physikalischen Gesetze, in der alle Fragen beantwortet
sind und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft keinerlei Bedeutung mehr haben. Hinzu
kommt ein großartiges und unbeschreibliches Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Der
bekannte US-amerikanische Neurochirurg Eben Alexander, der durch eine schwere
bakterielle Meningitis 7 Tage selbst im Koma lag und durch seine Nahtoderfahrung
sozusagen vom Saulus zum Paulus wurde schreibt in seinem lesenswerten
Weltbestsellerbuch: "Blick in die Ewigkeit" 5)
...“Was ich dort draußen entdeckt habe, ist die
unbeschreibliche Grenzenlosigkeit und Komplexität des Universums sowie die Tatsache,
dass das Bewusstsein die Basis von allem ist, was existiert. Ich war so vollkommen damit
verbunden, dass es oft keinen wirklichen Unterschied zwischen >mir< und der Welt gab,
durch die mich bewegte ... Und zu denken, diese physische Welt sei alles, worauf es
ankommt, ist etwa so, als sperrte man sich selbst in einen kleinen Schrank und stellt sich
vor, es gäbe außerhalb davon nichts anderes ... diese Phänomene (einer NTE d.V.) sind real
und wir müssen versuchen, sie in ihrem Wesen zu verstehen, wenn wir die Realität unserer
Existenz begreifen wollen ... Wir wurden dazu verführt anzunehmen, dass sich die
wissenschaftliche Weltsicht mit Riesenschritten auf eine Art Weltformel zubewegt, die, wie es
scheint, nicht viel Raum für unsere Seele, den Geist, den Himmel oder Gott lässt. Meine
Reise tief ins Koma - heraus aus diese kleinen physischen Welt und hinein in die erhabenste
Wohnstätte des allmächtigen Schöpfers – offenbarte mir die unbeschreiblich große Kluft
zwischen unserem menschlichen Wissen und dem Ehrfurcht einflößenden Reich Gottes. “

Fazit und Erklärungsversuch
Nie kommt der Menschen dem Tod so nah, wie bei einer tiefen Nahtoderfahrung. In dieser
meist lebensbedrohlichen Situation erfährt das ICH plötzlich seine wirkliche Existenz und den
wahren Sinn seines Lebens. Um in diese Dimension der vollkommenen Liebe und des
allumfassenden Wissens einzutauchen, verwandelt sich das ICH in eine, ihm schon immer
innewohnende, unsterbliche Seele, so, wie die Metamorphose einer Raupe in einen
Schmetterling, die die Eigenschaften eines Schmetterlings schon immer in sich trägt. Das
ICH stirbt, die Seele aber lebt (ewig). Fragt man einmal nach den tiefsten Sehnsüchten des
Menschen, so ist es die Liebe und das Wissen.

Wer dies alles als Wunschdenken abtut, hat eben nur eine vorgefestigte dogmatische materialistische Denkweise.


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GyatsoJigme
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Ist Buddhismus Humbug?

13.09.2016 um 12:48
kutulus schrieb:Ich dachte zuerst an einen luziden Traum, als ich das mit "Geist wachhalten beim Einschlafen" gelesen hatte. Es ist wohl eine Möglichkeit, einen luziden Traum hervorzurufen.
Na ja, ich weiß nicht, ob @dakarnoir das gemeint hat.

Mich interessieren ja auch andere Auffassungen abseits des Buddhismus, aber ich verstehe schon, dass es hier nicht passend wäre, da offtopic. Ich lehne solche Spekulationen, wie die von @dakarnoir ja nicht grundsätzlich ab, solange man mir diese Theorien nicht als die ultimative Wahrheit aufdrücken will.
Jetzt verstehe ich deinen Standpunkt auch. Ist natürlich völlig in Ordnung. :)
dakarnoir schrieb: Halluzinationen sind Wahrnehmungen, die keinerlei Grundlagen in der realen Welt haben und meist bei psychischen Erkrankungen auftreten wie Schizophrenie, Psychose, Drogenmissbrauch, Alkoholabhängigkeit oder Entzugserscheinung. Im Gegensatz
dazu sind die meisten Menschen mit einer NTE emotional und psychisch stabil und sie konsumierten vor ihrer NTE weder Medikamente, Drogen noch Alkohol. NTE haben immer einen klaren Bezug zur realen Wirklichkeit wie z.B. durch überprüfbare Sachverhalte
während eines außerkörperlichen Erlebnisses oder der Ablauf eines ganz persönlichen Lebensrückblicks. Außerdem haben Nahtoderfahrungen eine nachhaltige, oft gravierende Wirkung auf das weitere Leben des Betroffenen (positive Veränderung, wie Verlust der Todesangst). Halluzinationen hingegen sind krankhaft, bleiben diffus, nebelhaft und unrealistisch.
Diesen Vergleich finde ich äußerst interessant und gleichzeitig bestätigt es meine Kritik an diese NTE.

Hier wird gesagt eine Halluzination hätte keine Grundlage in der realen Welt.

Ich wiederhole das gerne mal, >keine< Grundlage in der realen Welt.

Nur komisch das psychische Störungen in den meisten Fällen durch Erlebnisse in eben dieser Welt entstehen.

Nur komisch das die Ursachen für eine Halluzination immer mit der realen Welt verbunden ist, egal ob man Drogen in der Realen Welt nimmt, von Geburt an Krank ist oder sich ganz einfach zu intensiv mit Creepy Pasta beschäftigt und deshalb den Verstand verliert.
(war in meinem Fall so)

Ich weiß wovon ich spreche, weil ich selbst betroffen war. Und ich bin weder Schizophren, noch nehme ich Drogen, noch war ich vorher krank oder psychisch labil. Die Grundlage dafür liegt immer in der Realen Welt.

Die Aussage es sei nicht so, ist vollkommener Nonsense und ich verstehe auch nicht wie man auf solch einen Schluss kommt.
dakarnoir schrieb: Außerdem haben Nahtoderfahrungen eine nachhaltige, oft gravierende Wirkung auf das weitere Leben des Betroffenen (positive Veränderung, wie Verlust der Todesangst). Halluzinationen hingegen sind krankhaft, bleiben diffus, nebelhaft und
unrealistisch.
Das ist mal wieder typisch. Hier wird gnadenlos pauschalisiert, Halluzinationen werden als Unfug abgestempelt und die Nahtoderlebnisse sind sowas nicht, weil "das Licht" könnte ja nichts sein, was man nur aufgrund Indroktination oder der verfestigten Vorstellung davon, gesehen haben kann. Nein.

Halluzinationen bzw. halluziniere Zustände die ich in meinem Leben bereits hatte, waren weder krankhaft, noch diffus oder nebelhaft.

Sie waren klar, faszinierend und aufklärend.

Eines Tages saß ich in einer Klinik unter lauter anderen Menschen in einem Raum und sah das Halbfinale der Fußball WM gegen Brasilien (jeder kennt es, das "unglaubliche" 7-1)

Ich sah mich um, und merkte das es nichts ungewöhnliches gab.
Bis auf einmal mein Sitznachbar zu einer mir (aus Horrorfilmen) sehr bekannten Figur wurde.

Ich sah sie mir an, sie sah mich an. Eine klassische Halluzination.

Wissenschaftlich erklärbar. Was änderte sich ? Ich verlor die Angst vor allem, was mir als gruselig verkauft wird.

Aber Nein. Halluzinationen sind direkt unrealistisch und krankhaft.

Hier wird von einem vorgefertigten Bild gesprochen, ein vorgefertigtes Bild das wir allen unterliegen. Materialistisch und für Spiritualität unzugänglich. Aber man bedient sich mit der Aussage "das Halluzination generell nichts mit der Realität zu tun haben", das eben diesem vorgefertigtem Bild entspringt, kommt euch das nicht komisch vor ?

Hier wird in meinen Augen sehr geschickt eine Lücke der Wissenschaft verwendet. Man hat keine verifizierte Hypothese dafür das das Bewusstsein vom Gehirn abhängig ist, und schon wird einem das Gegenteil als die Wahrheit verkauft.

Ich akzeptiere solche Ansichten, zeige auch gerne Verständnis dafür, das man die Karten der Möglichkeiten neu mischt und sich von alten Lasten lösen will um wirklich mal etwas neues zu erforschen. Aber nicht auf diese Art und Weise.
dakarnoir schrieb:durch überprüfbare Sachverhalte während eines außerkörperlichen Erlebnisses
Dieser Punkt ist der einzige, der meines Erachtens eine wirklich interessante Rolle in deinem (vermutlich schlicht kopierten) Text spielt.

Es ist durchaus beeindruckend das Menschen Zahlen kannten, die auf den Lampen an der Decke standen, obwohl sie komatös in den Raum gebracht wurden und keine Chance hatten, diese vorher zu entdecken.

Dennoch, es sind Aussagen. Und Aussagen entsprechen niemals automatisch der Wahrheit.

Man muss hier unbedingt kritisch bleiben (Teil der buddhistischen Lehre) und nicht einfach glauben, weil es schlüssig klingt. So kommt man nicht weiter und das hat auch nichts mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun.
dakarnoir schrieb:Das Nahtoderlebnis erweist sich oft als wertvolle Erkenntnis in Bezug auf den Sinn des Lebens und bewirkt einen grundlegenden Wandel in der Lebenseinstellung und Glaubensauffassung.
Das ist nichts verwunderliches. Nehmen wir an jemand hatte nach einem Autounfall eine Halluzination. Das ist aufgrund von Gehirnerschütterungen sogar alles andere als unwahrscheinlich.

In dieser Halluzination geht diese Person "ins Licht", wie man es so schön kennt und es auch ständig beschrieben wird. Danach, fällt derjenige ins Koma. Er wacht wieder auf und Zack, er dachte, er wäre auf der anderen Seite gewesen.

(Passiert deutlich häufiger als das jemand sieht was mit ihm passiert, während er behandelt wird)

Das sich derjenige dann durch Religionen bestätigt fühlt ist die logische Konsequenz daraus, aber nicht die logische Erklärung für dieses Phänomen. Es muss nicht direkt das Jenseits gewesen sein und ich bin froh, das der Text immerhin diese Bemerkung enthielt:
dakarnoir schrieb:Um es ganz deutlich zu sagen: Nahtoderfahrungen, so eindrucksvoll und real sie für die Betroffenen auch sein mögen, sind (noch?!) kein wissenschaftlicher Beweis für ein Jenseits und ein Leben nach dem Tod. Aber sie machen deutlich, dass das vorherrschende, auf rein materialistisch und naturalistischer Basis festgelegte Welt- und Menschenbild, in Gesellschaft und Wissenschaft, neu zu hinterfragen ist.
Leider wird danach mit solchen Aussagen direkt wieder die dogmatische Keule ausgepackt und auf allem herumgeschlagen, was kritisch bleibt.
Nie kommt der Menschen dem Tod so nah, wie bei einer tiefen Nahtoderfahrung. In dieser meist lebensbedrohlichen Situation erfährt das ICH plötzlich seine wirkliche Existenz und den wahren Sinn seines Lebens.

Das ICH stirbt, die Seele aber lebt (ewig). Fragt man einmal nach den tiefsten Sehnsüchten des Menschen, so ist es die Liebe und das Wissen.

Wer dies alles als Wunschdenken abtut, hat eben nur eine vorgefestigte dogmatische materialistische Denkweise.
Ja, wenn ich das als Spekulation und Wunschdenken abtue, bin ich natürlich Materialist. Hier wird wie bei allen anderen dogmatischen Versuchen die Wirklichkeit neu zu definieren, jegliche Möglichkeit der Kritik erstickt.

Deshalb weiße ich solch eine Aussage als Buddhist auch strengstens zurück:
dakarnoir schrieb: dass unsere westliche überwiegend materialistisch und naturalistisch orientierte Kultur und Wissenschaft
spirituellen Erfahrungen wie die einer NTE kaum Raum lässt und überwiegend skeptisch wenn nicht gar ablehnend gegenübersteht, andere Kulturen wie der Buddhismus reagieren auf NTE meist positiv und verständnisvoller.
Es mag sein das asiatisch, buddhistische Kultur dafür mehr übrig hat als unsere.

Aber hier wird der Buddhismus wieder einmal für esoterische Zwecke missbraucht in dem man ihn damit in Verbindung bringt ohne die einzelnen Grundsätze der Lehre dieser Religion zu kennen.

Ich bin Buddhist, ich zeige dafür auch Verständnis und ich tue es auch nicht direkt als Schwachsinn ab, aber ich bleibe so wie Buddha es höchstpersönlich jedem der seiner Lehre folgen möchte, erklärte, bei meinem Standpunkt , und sehe es so lange kritisch wie es nicht bewiesen ist.

Bewiesen mit einer verifizierten Hypothese. Doch bis dahin, kann es noch einige Zeit dauern und ich muss mich mit solch einer Offtopic Spekulation auch nicht näher befassen.

Übrigens wäre es sehr angebracht einmal auf die anderen von dir angesprochenen und von mir und @BioGenEthiker beantworteten Punkte einzugehen, anstatt diese einfach zu ignorieren.


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