Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

844 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bayern, Restaurant, ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 18:13
Zitat von emzemz schrieb:Welch eine Tragik.
Mir fehlen die Worte. Ich bin erschüttert.
Tragisch, ja. Und angesichts eines solchen Interviews besteht die Gefahr, Vorwürfe zu erheben und nach Verantwortlichen zu suchen. Ich meine aber, das ist müßig.

Das Gericht hätte die Anklage nicht zugelassen, wenn es nicht zu diesem Zeitpunkt aufgrund entsprechender Anhaltspunkte (Indizien) davon überzeugt gewesen wäre, dass T. hinreichend verdächtig ist. Es hätte die U-Haft nicht eineinhalb Jahre aufrecht erhalten, wenn es T. nicht für dringend tatverdächtig ("mit hoher Wahrscheinlichkeit der angeklagten Tat für schuldig") gehalten hätte.

Warum hätte es das wider besseren Wissens sollen? Und als der Prozess begann war es nicht fernliegend, dass Theo jedenfalls mitverantwortlich gewesen ist. Und wie so oft bei Fällen Organisierter Kriminalität mit hoher Arbeitsteilung ist es schwierig, einzelne Tatbeiträge zu identifizieren und die Schuld entsprechend zuweisen zu können. Hier war das offenbar erst gegen Ende der Beweisaufnahme möglich.

Entscheidend ist also nicht die Rechtslage, sondern die Wahrnehmungs- und Erkenntnisebene des Gerichts in Bezug auf den Sachverhalt. Auch wenn die so fix ist, wie ich annehme, ist noch nichts darüber gesagt, ob man nicht subjektiv vielleicht schon früher zur gleichen Überzeugung hätte gelangen müssen. Also bei entsprechend schlechter Beweislage das Verfahren gar nicht eröffnen dürfen. Oder T. früher aus der U-Haft freilassen können. Oder früher freisprechen müssen. Das wäre eine Möglichkeit.

Oder die Indizien erweckten einen anderen Eindruck, hielten aber erst im Prozess in der Beweisaufnahme keiner Überprüfung stand. M.a.W.: Der Erkenntnisprozess musste erst so weit reifen, dass man eine konträre Entscheidung treffen konnte. Es war objektiv nicht möglich, die Unschuld des T. schon früher zu erkennen. Das wäre eine andere Möglichkeit.


3x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 18:52
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und angesichts eines solchen Interviews besteht die Gefahr, Vorwürfe zu erheben und nach Verantwortlichen zu suchen. Ich meine aber, das ist müßig.
Falls es Verantwortliche gibt, sollte danach gesucht werden, ob du oder die Verantwortlichen das müßig finden, sollte nicht erheblich sein.

Natürlich weiß ich auch nicht, wie und durch wen es zur Fehleinschätzung gekommen ist und hoffe, dass es eine gründliche, ehrliche Ursachenforschung gibt. Falls es Verantwortliche gibt, hoffe ich diese werden auch entsprechend zur Rechenschaft gezogen und es werden Maßnahmen ergriffen um derartiges in Zukunft zu vermeiden.

Man sollte sich hüten der Palmström-Überzeugung aufzusitzen und davon ausgehen, dass sich alle Beteiligten gesetzeskonform verhalten haben, weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das Gericht hätte die Anklage nicht zugelassen, wenn es nicht zu diesem Zeitpunkt aufgrund entsprechender Anhaltspunkte (Indizien) davon überzeugt gewesen wäre, dass T. hinreichend verdächtig ist. Es hätte die U-Haft nicht eineinhalb Jahre aufrecht erhalten, wenn es T. nicht für dringend tatverdächtig ("mit hoher Wahrscheinlichkeit der angeklagten Tat für schuldig") gehalten hätte.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Es war objektiv nicht möglich, die Unschuld des T. schon früher zu erkennen. Das wäre eine andere Möglichkeit.
Könntest du die Quelle nennen aus der hervorgeht, wie das Gericht zu welcher Überzeugung gekommen ist, welche Indizien bei der Anklageerhebung vorlagen, oder wie du sonst zu diesen Feststellungen gekommen bist?


1x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 19:16
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Tragisch, ja. Und angesichts eines solchen Interviews besteht die Gefahr, Vorwürfe zu erheben und nach Verantwortlichen zu suchen. Ich meine aber, das ist müßig.
Dann halte dich daran, denn es ist tatsächlich müßig, den gelöschten Beitrag abermals einzustellen und mich damit erneut zu behelligen.


Zum allgemeinen Verständnis hier das ergangene Urteil
46-jähriger Niederländer freigesprochen

Vor Gericht in Weiden saß seit Dezember ein 46 Jahre alter Niederländer, der die Champagnerflasche zusammen mit vielen weiteren in Arnheim gelagert haben soll – für den internationalen Verkauf. So zumindest argumentierte die Staatsanwaltschaft in Weiden in ihrer Anklage, die sich zum Großteil auf die Aussagen eines Hauptbelastungszeugen aus Polen stützte. Der saß selbst in U-Haft in dieser Sache, ebenso sein Bruder. Beide wurden freigelassen, weil sie andere Namen nannten, unter anderem den des Angeklagten Theo G. aus den Niederlanden. Der war zur Urteilsverkündung aus der Heimat angereist.

Gericht: Hauptbelastungszeuge unglaubwürdig

Ende Februar hatte ihn das Gericht aus der U-Haft entlassen, nachdem der Hauptbelastungszeuge aus Polen vor Gericht die dritte Variante seiner Geschichte präsentiert hatte. Glaubwürdig und glaubhaft? Nein, sagte das Gericht heute. Der Pole habe bewiesen, "wie geschmeidig er lügen" könne.

Ein Nachweis für eine Täterschaft von Theo G. sei "nicht annähernd gelungen". Eine Täterschaft sogar "ausgesprochen unwahrscheinlich". Es sei nicht bekannt, ob die in Weiden ausgeschenkte Champagnerflasche überhaupt in dem Arnheimer Multistorage war, einer großen Lagerhalle in den Niederlanden. Auch sei nicht bekannt, ob der Angeklagte einen Teil des Platzes dort angemietet hatte.

Freigesprochener ist schwer krank

Der beschuldigte Niederländer war wegen fahrlässiger Tötung, siebenfacher fahrlässiger Körperverletzung und bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt. Er wurde in allen Punkten freigesprochen.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/toedliches-ecstasy-in-champagner-angeklagter-freigesprochen,VHzaAgG



1x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 20:54
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Könntest du die Quelle nennen aus der hervorgeht, wie das Gericht zu welcher Überzeugung gekommen ist, welche Indizien bei der Anklageerhebung vorlagen, oder wie du sonst zu diesen Feststellungen gekommen bist?
Nicht belegbar, da schlichte Schlussfolgerung auf Grundlage üblicher gerichtlicher Entscheidungsfindung. Zudem im Konjunktiv und mit mehreren denkbaren Varianten.

Wenn Du mehr wissen willst, dann suche nach der Berichterstattung über das mündliche Urteil (die Grundlage meiner Überlegung ist) bzw. das schriftliche Urteil.
Zitat von emzemz schrieb:Dann halte dich daran, denn es ist tatsächlich müßig, den gelöschten Beitrag abermals einzustellen und mich damit erneut zu behelligen.
Du musst mir nicht antworten, nur weil ich Dich zitiert habe. Im Übrigen vielen Dank, dass Du diesen tragischen Fall weiter begleitest und hier darüber berichtest.


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 21:24
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nicht belegbar, da schlichte Schlussfolgerung
Dann fehlt halt so etwas wie "ich komme zu dem Schluss", oder "meiner Meinung nach"
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zudem im Konjunktiv und mit mehreren denkbaren Varianten.
Die zitierten Stellen haben keine Varianten und der Konjunktiv wurde nicht dementsprechend verwendet, dass erkennbar gewesen wäre, dass das nur eine hypothetische oder gewünschte, oder möglche Version ist.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn Du mehr wissen willst, dann suche nach der Berichterstattung über das mündliche Urteil (die Grundlage meiner Überlegung ist) bzw. das schriftliche Urteil.
Ich muss nicht mehr wissen, ich kann wunderbar mit einem Zweifel oder Skepsis leben.

In diesem Fall ist nicht klar, wer oder was dazu geführt hat, dass Theo G unschuldig im Gefängnis saß und dieser Umstand möglicherweise zu seinem Todesurteil wurde.
Für ihn einfach nur tragisch und er versucht nun verzweifelt seine Krankheit mit Hilfe der Öffentlichkeit aufzuhalten und du findest nun, er sollte das lieber sein lassen um der Polizei, der StA oder dem Gericht Kritik zu ersparen, obwohl du nicht einmal weißt, ob diese nicht vielleicht gerechtfertigt sein könnte.

Für mich nicht nachvollziehbar, aber jeder hat ander Prioritäten. Dennoch musst du deine Behauptungen belegen oder klar herausstellen, dass das nur deiner Vorstellung entspricht.


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 21:30
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Dann fehlt halt so etwas wie "ich komme zu dem Schluss", oder "meiner Meinung nach"
Bei verständiger Würdigung...
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Für ihn einfach nur tragisch und er versucht nun verzweifelt seine Krankheit mit Hilfe der Öffentlichkeit aufzuhalten und du findest nun, er sollte das lieber sein lassen um der Polizei, der StA oder dem Gericht Kritik zu ersparen, obwohl du nicht einmal weißt, ob diese nicht vielleicht gerechtfertigt sein könnte.
Warum sollte ich das finden? Habe ich T. gemeint? Nein.

Der Mann darf, was er will. Er ist sehr tapfer.


1x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 21:48
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn Du mehr wissen willst, dann suche nach der Berichterstattung über das mündliche Urteil (die Grundlage meiner Überlegung ist) bzw. das schriftliche Urteil.
Macht es Sinn, nach dem von dir erwähnten schriftlichen Urteil zu suchen?
Ist es im Netz verfügbar?


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 22:00
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Für ihn einfach nur tragisch und er versucht nun verzweifelt seine Krankheit mit Hilfe der Öffentlichkeit aufzuhalten ...
Und ich empfinde es einigermaßen enttäuschend, dass es keine Möglichkeit gibt, ihm die zustehende Entschädigung zukommen zu lassen. Das kann doch nicht sein, ihm läuft die Zeit davon.


melden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

17.10.2026 um 22:40
Zitat von emzemz schrieb:Macht es Sinn, nach dem von dir erwähnten schriftlichen Urteil zu suchen?
Nachdem auch im Fall Hanna W. (LG Traunstein) das freisprechende Urteil veröffentlicht worden ist, macht es schon Sinn. Man bräuchte ein Aktenzeichen. Das ich auf die Schnelle jetzt nicht gefunden habe. Oder ein bisschen Zeit.


melden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 00:25
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Bei verständiger Würdigung...
Billige Ausrede
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Habe ich T. gemeint? Nein.
Wen denn dann? OberpfalzECHO?
Zitat von emzemz schrieb:Macht es Sinn, nach dem von dir erwähnten schriftlichen Urteil zu suchen?
Ist es im Netz verfügbar?
Das LG Weiden hat es jedenfalls bisher nicht veröffentlicht. Aber ich finde nicht mal Infos dazu, ob sowohl Nebenklage als auch StA die Revision aufrechterhalten haben? Einer davon muss es ja gemacht haben, sonst müsste es ja mittlerweile rechtskräftig sein.


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 00:47
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Das LG Weiden hat es jedenfalls bisher nicht veröffentlicht. Aber ich finde nicht mal Infos dazu, ob sowohl Nebenklage als auch StA die Revision aufrechterhalten haben? Einer davon muss es ja gemacht haben, sonst müsste es ja mittlerweile rechtskräftig sein.
Die StA hat das Urteil anerkannt.
Ein Nebenkläger hält die Revision aufrecht.
Selbst rechtskräftige Urteile werden eher selten im Netz veröffentlicht.


melden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 07:20
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Wen denn dann? OberpfalzECHO?
Solche Gestalten wie Constantin Schreiber (Ex-Springer) und andere, die rufen:

Youtube: JUSTIZSKANDAL: Erst Knast, jetzt Krebs
JUSTIZSKANDAL: Erst Knast, jetzt Krebs
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.



1x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 09:38
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Solche Gestalten wie Constantin Schreiber (Ex-Springer) und andere, die rufen:
Das Video hatte ich schon vor zwei Tagen hier verlinkt:
Theo stand als Verdächtiger im sogenannten Champagnermordfall vor Gericht – und wurde freigesprochen. Doch die Zeit als Unschuldiger in Haft hat zunächst seine Existenz zerstört. Und dann kam heraus: Eine Krebserkrankung wurde während der Haft nicht entdeckt. Als diese nach seiner Freilassung diagnostiziert wurde, war es für eine Heilung zu spät. Mit ihm und Strafverteidiger Alexander Stevens spreche ich über die Tragik seines Falles und darüber, warum Opfer von Justizirrtümern in Deutschland kaum mehr als ein Taschengeld als Entschädigung erhalten.
Der Vorwurf, dass man seine Krebserkrankung im Knast nicht behandelt hat, und ihm nun die Entschädigung verweigert wird, wird jetzt auch nicht besser, weil sie von einem Ex-Springer-Mitarbeiter vorgetragen wird.


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 11:37
Zitat von emzemz schrieb:Der Vorwurf, dass man seine Krebserkrankung im Knast nicht behandelt hat, und ihm nun die Entschädigung verweigert wird, wird jetzt auch nicht besser, weil sie von einem Ex-Springer-Mitarbeiter vorgetragen wird.
Genau. Und deshalb hatte ich von der Gefahr gesprochen, Vorwürfe zu erheben.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Tragisch, ja. Und angesichts eines solchen Interviews besteht die Gefahr, Vorwürfe zu erheben und nach Verantwortlichen zu suchen. Ich meine aber, das ist müßig.
Die Gründe, warum er keine Haftentschädigung bekommt oder bekommen hat, sind mir jetzt nicht bekannt (ich kann mir weder Constantin Schreiber noch RA Stevens reinziehen, weil das meiner Gesundheit nicht gut tut). Und ich frage mich natürlich, warum das Gericht erst relativ spät zu der Erkenntnis gelangt ist, dass die Indiziendecke ziemlich dünn war.

Ein Grund dürfte sein, dass es sehr schwierig war, den Hauptbelastungszeugen aus Polen zu vernehmen. Was aber zugleich zu dem Gedanken führt, ob solche Beweismittel nicht per se nicht als besonders zuverlässig gelten müssten. Weil sie sich nicht so einfach nachprüfen lassen.

M.a.W.: Konnte man bei so einer Beweislage von einem dringenden Tatverdacht (=hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung=U-Haft) ausgehen oder hätte man nicht schon viel früher wenigstens den Haftbefehl aufheben müssen? War hier nicht angesichts dieses Verbrechens mit einem Todesfall der Druck auf Ermittler, Staatsanwaltschaft und Gericht groß, das Verfahren voranzutreiben anstatt kritisch zu überprüfen? Was erst geschah, als klar wurde, es reicht nicht für eine Verurteilung.

Von "Skandal" will ich nicht sprechen, ich fand, das Gericht hat insgesamt sehr umsichtig gehandelt und eben nicht trotz schlechter Beweislage auf Biegen und Brechen versucht, den Angeklagten zu bestrafen. Das wird ja bayerischen Gerichten immer wieder mal nachgesagt (Badewannenfall Rottach-Egern, Entführung Ulrike Herrmann, Peggy, Hanna W. Aschau, Bauer Rupp).


2x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

18.10.2026 um 12:34
Zitat von OriginesOrigines schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Der Vorwurf, dass man seine Krebserkrankung im Knast nicht behandelt hat, und ihm nun die Entschädigung verweigert wird, wird jetzt auch nicht besser, weil sie von einem Ex-Springer-Mitarbeiter vorgetragen wird.
Genau. Und deshalb hatte ich von der Gefahr gesprochen, Vorwürfe zu erheben.
Da hatte ich mich tatsächlich vertan. Statt besser wollte ich schreiben falscher. Sorry.


melden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

19.10.2026 um 02:31
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Gründe, warum er keine Haftentschädigung bekommt oder bekommen hat, sind mir jetzt nicht bekannt (ich kann mir weder Constantin Schreiber noch RA Stevens reinziehen, weil das meiner Gesundheit nicht gut tut).
Das will natürlich auch ich nicht, dass deine Gesundheit Schaden erleidet, wenn du hier liest, warum dem Freigesprochenen Theo Geene die Haftentschädigung vorenthalten wird. Es sei jedem freigestellt, welchen hier eingestellten Fakten er bei seiner Diskussion Beachtung schenken und welche er ignorieren möchte.


1x zitiertmelden

Champagner vergiftet - ein Toter, sieben Verletzte - Weiden/Opf.

19.10.2026 um 14:47
Zitat von emzemz schrieb:Das will natürlich auch ich nicht, dass deine Gesundheit Schaden erleidet, wenn du hier liest, warum dem Freigesprochenen Theo Geene die Haftentschädigung vorenthalten wird.
Lesen ist kein Problem. Hören und Sehen ist es.

Aber es geht auch ohne diese beiden hochgeschätzten Mitmenschen. Theo Geene hat noch keine Haftentschädigung, weil der Freispruch noch nicht rechtskräftig ist (aufgrund von Rechtsmitteln der Nebenklage). Deshalb hat er die 75 Euro/Tag Untersuchungshaft noch nicht ausbezahlt bekommen (das wären bei 18 Monaten rund 40.000 Euro).

Darüber hinaus könnte er zivilrechtlich gegen den Freistaat Bayern vorgehen, wegen erlittener Vermögensschäden. Diese Ansprüche sind zumeist deutlich höher als die originäre Haftentschädigung. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass er das noch zu Lebzeiten einklagen könnte. Ob diese Ansprüche vererbbar wären, übersteigt jetzt mein Wissen.

Es ist in der Tat schwierig für ihn, kurzfristig an Geld zu kommen.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: 12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg seit 1976 verschwunden
Kriminalfälle, 368 Beiträge, am 22.01.2026 von emz
verde69 am 09.04.2019, Seite: 1 2 3 4 ... 16 17 18 19
368
am 22.01.2026 »
von emz
Kriminalfälle: Was geschah mit Christa Mirthes?
Kriminalfälle, 119 Beiträge, am 05.08.2024 von LackyLuke77
bayernwastl am 28.05.2012, Seite: 1 2 3 4 5 6
119
am 05.08.2024 »
Kriminalfälle: Todesdrama am Großglockner
Kriminalfälle, 1.251 Beiträge, am 02.09.2026 von CurlySue_
Lanigiro am 19.02.2026, Seite: 1 2 3 4 ... 61 62 63 64
1.251
am 02.09.2026 »
Kriminalfälle: Mordfall Klaus Berninger (16, 1990)
Kriminalfälle, 1.033 Beiträge, am 05.07.2026 von vorsichtfalle
Cheaha am 03.05.2022, Seite: 1 2 3 4 ... 50 51 52 53
1.033
am 05.07.2026 »
Kriminalfälle: Niederbayern: Familienvater an Haustür erschossen
Kriminalfälle, 26 Beiträge, am 05.11.2026 von lanza
stained am 30.10.2026, Seite: 1 2
26
am 05.11.2026 »
von lanza