sooma schrieb:Fett von mir: Wer hat sie denn dort hingebracht?!
Laut älteren Artikeln hat der Angeklagte sie Frau auf den Hof gebracht.
Der 53-Jährige soll sie dann auf sein Grundstück in der Gemeinde Vogelsberg im Landkreis Sömmerda gefahren haben.
Quelle:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/vogelsberg-thueringen-paar-soll-junge-frau-entfuehrt-und-in-holzkiste-gesperrt-haben-a-7ce68604-6290-4fce-ab96-fd94149ac4eaAngeklagter: Opfer stieg freiwillig in die Kiste
Kein einziges Mal habe sie versucht, wegzulaufen, Fesseln und Kabelbinder habe sie sich selbst angelegt, zudem habe sie sich freiwillig zeitweise in einen Kofferraum gelegt und habe sich auch die Holzkiste als Versteck selbst ausgesucht. Dort habe sie höchstens 20 Minuten verbracht. Als die Polizei sie dann aus der Kiste befreite, habe sie das Opfer gespielt, behauptete der Angeklagte weiter.
Quelle:
https://www.zeit.de/news/2026-01/05/angeklagter-in-geiselnahme-prozess-keine-boesen-menschenDas lässt sich mit den Informationen aus der früheren Berichterstattung nur bedingt vereinbaren. Die Kiste soll ja auch verschlossen und mit Gegenständen beschwert worden sein. Das kann sie ja nicht selbst übernommen haben.
Holzkiste gesperrt, diese verschlossen und mit Gegenständen beschwert
Quelle:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/vogelsberg-thueringen-paar-soll-junge-frau-entfuehrt-und-in-holzkiste-gesperrt-haben-a-7ce68604-6290-4fce-ab96-fd94149ac4eaUnd wenn es stimmt, dass die Physiotherapeutin noch vor dem Eintreffen der Polizei seltsame Geräusche bemerkt hat, bringt das evtl. auch die Behauptung der "20min" ins Wanken. Wobei auch 20min gegen den eigenen Willen in eine Kiste gesperrt zu werden, schon heftig genug ist.
Photographer73 schrieb:Es wundert mich, dass nicht von Vornherein ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde.
Aufgrund der bereits bestehenden Diagnose ist man vielleicht davon ausgegangen, dass ein weiteres Gutachten nicht notwendig sei.
Aber psychische Erkrankungen sind vielschichtig und ihre Ausprägung veränderlich. In Einzelkontakten innerhalb eines regulierten Settings wird oft nicht die gesamte Bandbreite an Symptomen evident.
Auch das Ereignis selbst kann zu einer Verschlechterung des Zustands geführt haben, weshalb nun doch ein Gutachten nötig ist.
Sehr schräger Fall.
MarieLouise schrieb:Sie soll Finanzbeamtin sein und man könnte meinen ,dass sie etwas mehr Verstand hat.
So einfach ist es dann leider nicht. Und nur Verstand zu haben reicht oftmals auch nicht aus, wenn die sozial-emotionale Komponente gestört ist.
Verbeamtet wird in Deutschland nur, wer noch nie psychiatrische / psychologische / therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen hat. Damit holt man sich nicht nur die psychisch gesunden Menschen, sondern auch diejenigen, deren auffällige Symptomatik halt einfach nur keine Behandlung erfährt und munter weiter die Interaktion mit sich selbst und der eigenen Umwelt prägt.