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Das Leben der Pechvögel

74 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Glück, Pech, Pechvogel, Glückspilz

Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 07:56
Mit Bezug zu den letzten Posts subsumiere ich es wie folgt:

Man kann halt nicht alles haben.



Simpel. Manches kann ich durch aktives Handeln - ob viel oder wenig - positiv beeinflussen, anderes weniger. Alles im Rahmen des Möglichen.

Aber der eine hat halt (un)günstigere Bedingungen oder Möglichkeiten als der andere.


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 09:47
Dr.Manhattan schrieb:ich verrate dir mal das beste was du tun kannst an sonem shit tag

sobald du nach hause kommst . und dir tür zumachst , drehste dich zur tür … und zeigst voller stolz den Mittelfinger der ganzen welt - sagst dazu sowas wie "ey Universum - leck mich doch kreuzweise" - und dann hauste dich aufs Sofa und kuckst nen schönen film

gut die welt kann einen wie dreck behandeln … aber ich muss diese kack welt dann auch nicht ernst nehmen
Wenn ich wieder Single bin, werde ich das zu 100% machen. :D
Das hört sich nach einen sehr guten Plan an


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 12:17
Ich glaube schon, dass es Pechvögel und Glückspilze gibt. Ich glaube aber auch, dass Glück oder Pech viele Definitionen kennt und jeder unterschiedlich empfindlich oder empfänglich ist.
Außerdem ist das ja so 'ne Sache: wohl jeder könnte einige Dinge aufzählen, die für ihn Pech wären. Bei Glück wird's schon schwieriger, da gibt man sich oft nicht mit Kleinigkeiten zufrieden.


@Stonechen
Stonechen schrieb:Manch einer gewinnt im Lotto und mein Konto war schon durch meine Adoption direkt aufgebraucht.
Ich bin auch adoptiert und hatte (mal vorsichtig ausgedrückt) nicht so gute Adoptiveltern.
Als Erwachsene habe ich meine biologischen Eltern gesucht und gefunden.
Dadurch hat sich damals mein Blickwinkel geändert: es hätte für mich viel schlimmer kommen können; von den ganzen Gören, die diese zwei Menschen in die Welt gesetzt haben, hatte ich am meisten Glück und die besseren Startchancen.
Macht für mich natürlich die Dinge, die geschehen sind, nicht ungeschehen, setzt sie aber in ein anderes Verhältnis.


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 12:29
grätchen schrieb:Ich bin auch adoptiert und hatte (mal vorsichtig ausgedrückt) nicht so gute Adoptiveltern.
Als Erwachsene habe ich meine biologischen Eltern gesucht und gefunden.
Dadurch hat sich damals mein Blickwinkel geändert: es hätte für mich viel schlimmer kommen können; von den ganzen Gören, die diese zwei Menschen in die Welt gesetzt haben, hatte ich am meisten Glück und die besseren Startchancen.
Macht für mich natürlich die Dinge, die geschehen sind, nicht ungeschehen, setzt sie aber in ein anderes Verhältnis.
Bisauf der Teil der Adoptiveltern (meine sind fantastisch und da hatte ich das größte Glück der Welt) hätte der Text von mir stammen können.
In der Sache hat sich ebenfalls mein Blickwinkel geändert und die Zeiten, dass ich Probleme damit hatte "keine echte" zu sein (also echt im Sinne von Blutsverwandt - meine Tante hat gern diesen Unterschied gemacht und mich immer wissen lassen an Weihnachten und anderen Feiertagen das ich keine "echte" bin und nur zur Familie gehöre weil meine Eltern mich "eingeschleppt" haben) - sind vorbei


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 12:52
Glück und Pech liegen ja auch im Auge des Betrachters.
Ein typisches Beispiel: Stehe ich immer an der langsamen Kasse im Supermarkt an?

Das Gefühl kann man leicht bekommen, denn:

Wann schaue ich mir die anderen Kassenschlangen an? Wenn ich selbst bewegungslos dastehe, während in anderen Schlangen vielleicht Bewegung ist.
Wann tue ich das nicht? Wenn es bei mir selbst vorwärts geht oder ich die Sachen schon aufs Band lege.

Dadurch kriege ich gar nicht mehr mit, dass 2 Schlangen rechts von mir gerade der Kopf von der Schlange 10 min in einer überseekoffergroßen Handtasche nach dem Geldbeutel sucht, als hätte sie nie gewusst, dass sie gleich zahlen muss.

Weiterhin kann man das gefühl haben, besonders viel Glück oder Pech zu haben, wenn man auf sein Leben zurückschaut. Dieser Rückblick verschwimmt aber nach einer Zeit und manche erinnern sich an Anekdoten, andere an Kränkungen. Ich bin mehr der Anekdoten Typ. Meine Exfrau war der Kränkungstyp.

Wir haben eine Ausbildung gemeinsam absolviert mit dem gleichen Personal und haben die beide recht gut abgeschlossen.

Dennoch war schon nach 5 Jahren unsere Erinnerung total konträr. Mir fielen allenfalls noch ein paar Späße ein, meiner damaligen Frau waren alle Ungerechtigkeiten etc, die Prüfungen manchmal mit sich bringen, auch emotional so präsent wie damals. Ich fand es eigentlich schade für sie. Bei mir blieb eine eher heitere Zeit im gedächtnis, bei meiner Exfrau, dass sie sich mit vielen Kränkungen rumplagen musste.

Es war auch nicht so, dass sie damals schlecht und ich damals gut behandelt wurde. Damals war unser EMpfinden wohl auch noch recht ähnlich. Allerdings hat für mich die Erinnerung an eine stressige Prüfungssituation in den 90er Jahren jeden emotionalen Gehalt verloren, bei ihr war der eher gewachsen.


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 16:30
Für mich war und ist das Leben stets eine Herausforderung, es gilt, verschiedenste Aufgaben zu bewältigen, die sich in diese drei Kategorien einordnen lassen:

Aufgaben, die man sich selbst stellt: Ich will der reichste Mann der Welt werden.

Aufgaben, die anderen einem stellen: Schatz, bringst Du den Müll runter.

Aufgaben, die einem das Leben/Schicksal stellt: Sie haben einen inoperablen Hirntumor.


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 16:55
@Merkwürdiges

Toller Thread!
Ich bin wohl auch so ein Pechvogel. Denke Mal, man wird unter bestimmten Startbedingungen geboren und wenn die schon suboptimal waren, wird sich das irgendwie ins weitere Unterbewusstsein brennen. Dass man dann schon prinzipiell eine negative Sicht der Dinge hat und sich daraus in der Praxis eine selbsterfüllende Prophezeiung generiert.

Bin nicht bei meiner leiblichen Familie aufgewachsen, meine Pflegemutter hatte auch noch nen Kontrollzwang und Dominanzproblem, ich musste aufgrund Unsicherheit (Studium mit 19 war wohl zu früh für mich) und fehlender finanzieller Mittel mein Studium unterbrechen. In der Zwischenzeit hat sich deswegen ein Ernährungsproblem mit resultierender Essstörung entwickelt (denn junge Leute sind lt. Ärzten immer gesund und haben höchstens einen an der Klatsche) und nun bekomme ich mit fast 29 keinen Ausbildungsplatz (trotz 1,9er Abi) weil ich mich dazu erdreistet habe, die gesundheitliche Auszeit, in der ich nicht mehr weiterstudieren konnte, dazu zu nutzen, zwei Kinder zu bekommen.

Momentan arbeite ich Teilzeit knapp über Mindestlohn und studiere wieder nebenher, um doch noch irgendwann einen Abschluss zu haben und natürlich grätscht mir gleich im 1. Semester Corona rein!
Prüfungszeitraum verschoben und Kinderbetreuung findet bis auf weiteres bei mir zu Hause statt. Herrliches Leben bisher :D

Na immerhin bin ich glücklich verheiratet und mein Ernährungsproblem scheint mit Aufnahme des jetzigen Studiums zu schwinden.


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Das Leben der Pechvögel

26.05.2020 um 19:26
Ich hatte vor einigen Monaten erst einen selbstverschuldeten Unfall.
Der erste Unfall überhaupt in über 15 Jahre.
Hatte keine Vollkasko, war also schon etwas mehr Geld und ausgerechnet nicht mit den Schrott teilen die ich vorher hatte, sondern ein nur 4 Jahre altes mit gerade mal 35k Kilometer auf dem Buckel. Von der Reperatur, hätte ich mir früher einfach mal 2 schrott Kisten gekauft.
Nachdem ich das aber noch einmal nachgerechnet habe, bin ich zum Ergebnis gekommen, auf die gesamte Zeit gesehen, keine falsche Entscheidung getroffen zu haben, es war halt nur nicht gerade optimal.
Ich hab dennoch eher was gespart.

Klar, war das etwas unglücklich aber nicht gleich Sand in den Kopf stecken... scheiße passiert und man trifft nicht immer zu jeden Zeitpunkt die besten Entscheidungen, weil man halt nicht weiß was passiert.

Mit dem Finanzamt probiere ich auch gerade was neues.^^
Muss ich mal schauen ob die das kommentarlos schlucken oder mir ans Leder wollen.^^
Scheiß drauf, Glück oder Pech gehabt halt. :D


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Das Leben der Pechvögel

27.05.2020 um 11:10
Ich habe mal irgendwo das Gedankenexperiment gelesen, daß jeder als ein Sack Legosteine auf die Welt kommt, und sich daraus etwas bauen kann. Die Anzahl, Farben und Formen der Steine sind gesetzt, nicht beeinflußbar. Das, was daraus wird, liegt an uns selbst.
Mit wenig Farbsteinen, oder hauptsächlich Ecksteinen läßt sich eben eine andere Konstruktion bauen, als mit großen, bunten Steinen, und Bodenplatten. Nimmt aber auch Druck raus, z.B. die Anspruchshaltung anzupassen. @Gruselschinken


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Das Leben der Pechvögel

27.05.2020 um 12:16
Das Leben ist ein Spiel!
Spiele!

Mein, nach Ohio ausgewanderter Uronkel sagte mal treffend: „tu was dir gefällt, you know... but don’t vergess the kategorische Imperativ“. (Heute ein geflügeltes Wort bei uns :) )

Pech und Glück sind nur Worte!
Wenn ich Wochenlang ein Konzept verfolge und erfolgreich umsetze ist das kein Glück sondern das Ergebnis einer langen Reihe von Entscheidungen...
Das selbe gilt für Pech!

Wenn jemand 3 x hintereinander den Jackpot im Lotto gewinnt...?
... dann ... ja dann könnte man diesen statistischen Ausreisser auch Glück nennen!

In diesem Sinne könnte man jemanden einen Glückspilz nennen der, egal wo er mitspielt, überdurchschnittlich oft gewinnt.

Sind dann aber alle anderen Nichtgewinner deshalb Pechvögel?


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Das Leben der Pechvögel

27.05.2020 um 17:01
Pech ist, was man daraus macht!


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Das Leben der Pechvögel

27.05.2020 um 19:58
Ich habe ja auch nicht das Glück gepachtet, zumindest keinen großen Teil an Glück.

Bin schon knallhart mit dem Pech verbandelt, dass mich schon Leute gefragt haben was ich angestellt haben muss in meinem vergangenen Leben, dass das Charma noch im neuen Leben im Minusbereich feststeckt. :'D

Man kann sich mein Leben ungefähr so vorstellen:
Was andere Glück haben, habe ich Pech. :'D

Meine Gran wollte mit mir sogar einmal so eine Art Reinigung durchführen. Böse Geister und negative Energien aus mir vertreiben, da ich das Pech wie ein Magnet anziehe. Hat sie dann doch nicht durchgezogen, wäre aber interessant gewesen. :'D

Finde es aber im Allgemeinen nicht mehr schlimm, da ich durch das Hinfallen auf die eine Weise stärker geworden bin. Habe mich damit abgefunden, dass sehr viel einfach in die Hose geht. Dann probiere ich halt was anderes und vielleicht klappt das dann. Zwar schwer für einen Ungeduldsmensch wie mich, kann aber leider nichts anderes tun.

Und wenn ich dann mal wieder in einem Tief feststecke, kommt dann doch irgendwo der trotzige Pechvogel her und tritt mir in den A., dann läuft das Leben wieder bis zur nächsten Pechsträhne. :)


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Das Leben der Pechvögel

30.05.2020 um 13:05
Also ich kann dich da sehr gut verstehen und finde deine These von den 2 Extremen sehr passend und habe aber gleichzeitig auch eine psychologische Erklärung dazu. Mein Beispiel (dein Text hätte von mir sein können und ich hatte sogar überlegt, einen Thread dazu auszumachen):
Ich bin Mitte 40 und habe mittlerweile erreicht , was ich wollte, was allerdings mit vielen Steinen im Weg einher ging. Von Anfang. Ich war ein gewünschtes und glückliches Kind, jedenfalls bis etwa 4 Jahre. Ich musste früh in eine Krippe mit nur 3 Monaten (war den Umständen geschuldet) und wurde mit 6 Monaten sehr krank. Wohl wegen des Fehlens der Mutter, bekam eine Meningitis und gedieh schlecht. Im KH denke ich, ist mir Gewalt angetan worden, sie haben mir den Nuckel weg genommen (Mutter durfte nicht auf Station) und ich wollte weder nuckeln nich baden noch essen, als ich raus durfte. Das sagt ja schon einiges. Ich rappelte mich allerdings und wurde gesund und froh. Die Opferrolle allerdings, die blieb mir. Und das ist ein wichtiger Punkt. Später geriet ich nur mit 4 Jahren an Leistungssport. Und war dort, rate mal, die, die von den Trainern gedemütigt und auch sexuell bedrängt wurde. Ich stand immer im Schatten, musste als einzige vor allen anderen Mädels jeden Tag auf die Wage (du bist fett, die Dicke da , inzwischen 6 Jahre alt) und es wurde im Schulhort Bescheid gesagt, dass ich keinen Nachschlag beim Mittag bekomme. Es ging sehr lange so weiter. Die Trainer haben mich außerdem als Lockvogel benutzt, um einen Verdächtigen (Sex. Missbrauch) Kollegen überführen zu können . Ich war inzwischen 7 und verstand die Welt nicht: 7 Mädchen durften in 1 Zimmer und ich musste alleine schlafen , obwohl sie mir doch hätten eine wenigstens ins 2 Bettzimmer mit schicken können. Dafür kamen sie nachts dann und stellten sich ins Zimmer und warteten. Ich habe das überhaupt nicht verstanden und mich so gefürchtet.
Als ich 18 war, traf ich einen Mann, er war 23 und konnte alles ohne Mühe und Anstrengung erreichen. Er studierte ( was ich so gern hätte, statt dessen steckte ich in einem Familienbetrieb voller Alkoholiker in einer verschissenen Ausbildung fest). Er bekam Geld von den Alten (800 dm), hatte eine Wohnung für 350, wovon er mir noch Wohngeld abnahm (hatte 325 Mark ) und verreiste am WE mit dem Hinweis , ich soll mir halt frei nehmen. Klar, 6 Tage Woche im Handwerk , erstes Lehrjahr, da weiß man , was der Chef sagt, wenn man frei will. Kurzum, ich zog immer den Kürzeren. Egal was ich versuchte. In 4 Jahren werde ich 50, habe eine nette Familie, Mann, Kind, Hund. Schwer erkämpft alles. Will noch ein Haus bauen und vieles mehr. Was mir klar ist: man ist immer nur der, der man ist, durch alle Einflüsse und die Umgebung. Manches muss man hinter sich lassen. Aus der Opferrolle raus treten. Nicht mehr der Heilige Samariter sein und sich sagen: ich habe ein Recht! Auf Lebenszeit, auf Glück, auf einfach mal Einfachheit. Ich hätte mir Vieles gerne erspart, denn es war ein Kraftakt und nur ein Kurzabriss. Andere dürfen machen , was sie wollen, ich werde sofort wieder bestraft. So dachte ich lange. Aber letztlich bin ich so wie ich bin nur, weil all das so war. Der Ex ist übrigens nie glücklich geworden. 2 Kinder von 2 Frauen, aber mit keiner lebt er. Übrigens war wohl sein Geheimnis, dass sein Vater ihn genau das gelehrt hat! Nimm viel, verlange viel und gib dich nie mit weniger zufrieden. Geholfen hat es allerdings auch nicht.


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Das Leben der Pechvögel

01.06.2020 um 21:23
@Lingh

Toller Beitrag. Der hat mich berührt.


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